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Full text of "Mittelrheinische regesten"

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Mittelrheinische Regesten 

oder 

chroBoloiisclie ZisaiDnieDstelliiiig fles QDßUei-Iaterials für äie 
Gßscliiclite t Territorien 

der beiden 

ßegieruiigsbezirke Coblenz und Trier 

in kurzen Auszügen. 
Im Auftrage 

des 

Directoriums der Königlich Preussischen Staats-Archive 

bearbeitet und herausgegeben 

von 
Kmigl. Archivrath. 



III. Theil. 

vom Jahre 1237 bis 1273. 
Nebst Nachträgen zum I. und II. TheiL 



CoblensE, 

Hof-Buchhandlung von Denkert & Groos. 

1881. 



Coblenz, Krabben'sche Buchdruckerei. 



"Vor-^T^ort- 



Der vorliegende dritte Theil der »Mittelrheinischen Regesten«, des- 
sen Schluss Nachträge zum ersten und zweiten Theile bilden, umfasst 
die Jahre 1237—1273, den Zeitraum von der Wahl König Konrad's IV. 
bis zu den Ereignissen unmittelbar vor der Wahl Rudolfs von Habsburg. 

Hier einen Abschnitt zu machen, empfahl neben dem äusserlichen 
Umstände, dass die drei Bände, welche nunmehr erschienen sind, eine 
annähernd gleiche Bogenzahl erhielten, vornehmlich der sachliche Grund, 
dass mit diesem dritten Theile eine auch für die Mittelrheinischen Terri- 
torien verhängnissvolle Periode der Deutschen Geschichte zu Ende ge- 
führt wird, »die kaiserlose, die schreckliche Zeit«. 

Der vierte Theil der »Mittelrheinischen Regesten« soll, passend mit 
der Inaugurirung geordneterer Verhältnisse, der Wahl Rudolfs, begin- 
nend, dessen Regierungszeit, die Regierungszeit Adolfs von Nassau und 
die ersten Jahre der Regierung Albrecht's I. bis zum Schluss des Jahres 
1300 umfassen, welches von vorneherein diesem Regestenw^erke als Ziel 
gesetzt war. Er wird, da von der Mitte des 13. Jahrhunderts ab der 
Urkundenvorrath stätig zunimmt, trotz des verhältnissmässig kurzen 
Zeitraums, den er umfasst, wenigstens denselben Umfang erhalten, wie 
die früheren Theile. 

Die Brauchbarkeit der »Mittelrheinischen Regesten« wird durch 
ein auf sämmtliche vier Bände sich erstreckendes Register erhöht wer- 
den, welches bereits in Angriff genommen worden ist und, soweit der 
Gesundheitszustand des Verfassers es erlaubt, neben der Fertigstellung 
des vierten Theiles gefördert werden soll, damit es nicht allzulange nach 
diesem erscheine und die vor mehr als einem Lustrum begonnene müh- 
selige Arbeit zu dem erwünschten Abschluss bringe. 

Moselweiss, im Mai 1881. 



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Conrad IV. König (1237 — 54). 

1237 febr,— mz. Conrad, der noch nicht neunjährige Sohn des Kaisers 
Friedr. II wird im Febr. oder Milr/ in Wien von den mit dem Kaiser 
hier anwesenden Fürsten, unter denen auch der Erzb. Theo der ich 
V.Trier genannt wird, zum König erwählt. Perlz, Leg. 2,322. Huil- 
lard-Breholles 5a, 29. Vgl. ßoehmer 255—56. Schirrmacher 3,7. 
Winkelmann 2,52 und 139 etc. Im März zu Wien Erzb. Theo- 
derich V.Trier Zeuge in des Kaisers Urkk. für das Schotten kloster 
(llormayr, Wiens Gesch. ]a,77, Pez und Huber, Cod. 2,89) und Kl. 
Reichersberg (Mon. Boic. 4,444). Beide gedr. Huillard - Breholles 
5a,35— 40 und 45. Reg. Boehmer 172 no. 879—80 und 883. 
Goerz, Reg. d. Erzl)b. 41. 1. 

1237 febr. 4. Der Abt H. von Heisterbach und der Prior Th. von 
Marienthal (Vallis S. Marie bei Ahrweiler) beurkunden auf 
der Burg L a n d s c r o n , dass die Matrone M a r g a r e t h a v. L a n - 
descrone dem Arnold v. Sinziche genannt Loze und dessen 
Töchtern das ihr verpfändete Haus frei zurückgegeben, und Aleide 
und Gertrud e, die beiden anwesenden Töchter Arnold's, für ihren 
abwesenden Vater und Schwestern versprochen haben, dasselbe, wenn 
es verkauft würde, der gen. Margaret ha nach dem Taxwerth zu 
überlassen. In Castro Landescrone 1236 vigil. Agathe. Gedr. 
Guden, Cod. 2,940. Mttlrh. Ükb. 3,426. 2. 

1237 febr. 18. Papst Gregor IX befiehlt dem Erzbischof von Trier 
und dessen Suffraganen gegen die Bedrücker des Cistertienser Non- 
nenklosters S. Thomas (a. d. Kyll) mit geistl. Censuren vorzugehen. 
»Non absque dolore« etc. Interamne 12 kal. mart. pont. a. 10. 
Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,447. Reg. Potthast 2108 
no. 20270. — In derselben Weise befiehlt er dieses denselben in 
Betr. des Cistertienserkl. Plemmenrode. »Non absque« etc. D. 
eod. dat. Gedr. Heesius, Manip. Himerod. 46. Reg. Mttlrh. Ukb. 
3,448. 

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2 1237. Mittelrhoin. Regesten. 4—8. 

1237 febr. 22. MUlrh. ükb. 3,449 no. 584 siehe Reg. 54 zu 1238. 

1237 febr. 21. Die Gräfin Ermesinde v. Luxemburg beurkundet, dass 
Graf Gerlach v. Veldentz die Dörfer Grevewih-e, Rodeha und 
Vinckenbach mit Consens seiner Gemahlin Beatrix, welcher auf 
dieselben 30 Pfund Wittumsgelder verschrieben sind, zu Luxem- 
burgischen Lehen gemacht und von ihr zu Lehen empfangen habe. 
123G Mathie. Gedr. Acta Palat. 2,291. Reg. Publ. de la soc. bist, 
de Lux. 14,95. 4. 

1237 febr. Der Schöffe ßonefacius Rex (Reich) zu Trier verkauft 
dem Kl. Hemmeroth seine Besitzungen in den Dörfern Resten de, 
Moncelle, Osann, Galdenheim und Versence, und giebt 
von dem Kaufgelde seinen Erben für den Bau der Wingerten im 
Geiceberch 67 Pfund, und für die im Neuberg (in Novo- 
monte) 33 Pfund. Zeugen 13 Trierer Schöffen, darunter 
Godefr. Sattler (Sellator), Bonefacius, Lodew. Freis- 
sam, Walter v. Born (de Fönte), Ordolf, Baldewin, 
Lodew. AVeiss (Albus), Job. v. Nalebach, Gilet, Tristand. 
1236 mense febr. Orig. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,427. 5. 

(1237) mz. 28. Erzb. Theoderich v. Trier beurkundet zu Noth- 
hausen, dass der Ritter Anselm v. Bikken und dessen Frau, 
nachdem sie auf ihre angemassten Rechte an den von der Letztern 
Vater, dem verstorbenen Burggrafen Henr. v. Ysenburch, vor 
seinem Kreuzzuge dem Kl. Rumerslorph vermachten Hof Mar- 
kenberch (vgl. Reg. 1356 v. J. 1218) verzichtet und den darüber 
vermittelten Vergleich angenommen haben, von der über sie verhäng- 
ten Excommunikation befreit worden seien, und bestätigt das Kloster 
in dem Besitze dieses Hofes. Noithusen 5 kal. apr. Orig. in Gob- 
lenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,449. Reg. Goerz, Reg. der Erzbb. 43. 
Vgl. folg. Reg. 6. 

1237 apr. 1. Derselbe beurkundet zu Nothhausen, dass die Abtei 
Romirsdorph dem Ritter Anselm v. Bikken, dessen Frau 
und Kindern deren Nutzungsrecht am Hof Markinberch mit 58 
Mark 6 Soliden köln. Denaren und einem Fuder Wein abgekauft 
habe. Nothusin 1237 kal. apr. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,451. Reg. Goerz, Reg. der Erzbb. 41. 7. 

1237 apr. 2. Papst Gregor IX überträgt dem Abt von Eussernthal, dem 
Dechant und dem Thesaurar von S. Guido zu Speier die Untersuchung 
und Entscheidung der Klagsache des Rektors der Kirche zu Meten- 



1237. Mittelrhohi. Regestoii. S— lU. 3 

heim gegen die Abtei Hy m menrodc wegen Vorenthaliiing gewisser 
Güter und Zehnten seiner Kirche. »Dilectus filius« etc. Viterbii 4 
non. apr. pont. a. 11. Gedr. Remling, Speir. Ukb. 1,211. Reg. 
Potthast 875 no. 10310. 8. 

1237 apr. Erzb. Theo der ich v. Trier bestätigt zu Trier den mit 
Consens des Gr ossäre hidiakons erneuerten Vertrag des Archi- 
diakons Radulf als Pfarrers von Noviant undMaranc, wel- 
chen dessen Vorgänger, der Pastor Theoder. v. Blidenbach, 
mit der Abtei Hemmen rode wegen des Zehnten von deren Hofe 
Siebenborn (Septem fönt es) und der Wiese des Ritters 
Theoder. v. Noviant gemacht hatte. Ap. Treverim mense apr. 
1237. Chartul. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,451. Reg. Goerz, 
Reg. d. Erzbb. 41. 9. 

1237 mai 6. Papst Gregor IX beauftragt den Dechanten, Scholaster und 
Canonikus Walter vom Mainzer Dom mit der wiederholten Unter- 
suchung im Kl. Rupertsberg (S. Roberti de Pinguia) wegen 
Heiligsprechung der verstorbenen Aebtissin Hildegarde, da die 
früher stattgefundene Untersuchung (Reg. 2081 vom J. 1233) man- 
gelhaft befunden worden. »Supphcantibus nobis« etc. Viterbii 2 
non. maji pont. a. 11. Gedr. Würdtwein, Nov. Subs. 9,12. Mttlrh. 
Ukb. 3,452. Reg. Potthast 877 no. 10329. Boehmer 345 no. 123. 
Weidenbach, Bingen 14 no. 131. Scriba 3,91 no. 140L 10. 



1237 mai 27. Erzb. Theoderich v. Trier bestätigt unter des D Om- 
ca pitels und Archidiakons Ingebrand Mitbesiegelung dem 
Kl. Martinsberg bei Trier die Schenkung der Kirche von Gri- 
molderode Seitens des Ritters The oder ich 's und dessen Ehe- 
frau Agnes (1235 nov. I Reg. 2176). 1237, 6 kal. jun. Trans- 
sumpt V. 1248 in Coblenz. Reg. Goerz, Reg. der Erzbb. 41. Mttlrh. 
Ukb. 3,413. 11. 



1237 mai. Der Ritter Herrn, v. Bachern in Coblenz bekennt, dass 
ihm das Capitel v. S. Castor daselbst den kleinen Zehnten in Esch 
(Waldesch) für 3 köln. Soliden Jahrzins in Erbpacht gegeben habe. 
1237 mense majo. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,453. 12. 

1237 mai. Ortwin v. Gunse, Hartmud v. Swalebach, W^ern- 
h e r V. C o 1 n h u s e n , die Gebr. M a r q u a r d und H e n r. v. C o 1 n - 
husen u. a. Ritter Zeugen in Heinrich's v. Bleichenbach Urk. für 
Ulrich V. Minzenberg. 1237 mense majo. Gedr. Grüsner, Dipl. Beitr. 
3,162. Guden, Cod. 5,757. 13. 



4 1237. Mittelrhein. Regosten. 14—20. 

1237 inn.— iul. Erzbiscliof The od er ich v. Trier zu Speier Zeuge 
in des Kaisers Urkk. im Juni für das Hospital zu Kaiserslautern 
(Mone, Zeitschr. 11,190. Lehmann, Gesch. v. Kaiserslautern 200) 
und Kl. Odenheim d.d. ap. Spiram 1237 mense jun. ind. 10 a. imp. 
18, reg. Jherus. 12, Sic. 38. Beide gedr. Huillard-Breholles 5a,79— 
82. Dann noch im Juli Zeuge für Kl. Meerbrun. Gedr. in deutsch. 
Uebers. Huillard-Breholles 5a,92. — Nach den Ann. Wormat. war 
der Kaiser auf Pfingsten (jun. 7) zu Speier, wo die Bestätigung der 
Wahl König Conrad's stattfand. Vgl. Boehmer 174. Huillard-Bre- 
holles 5a,79. Winkelmann 2,56 Note. 14. 

(1237 iun.— iul.) Kaiser Friedrich II erneuert zu Speier die inserirte 
TJrk. Kaiser Friedrich's I v. 1166 (Reg. 243), und giebt dem Otto 
(v. Schonenburg), Wiemann und seinen Brüdern 300 Mark als Er- 
satz des von ihm erlittenen Schadens. Spyer ohne andere Dat. 
Gedr. Boehmer, Acta imp. 1,268 in deutsch. Uebers. aus dem gräfl. 
Degenfeld. Archiv in Eybach bei Göppingen, wegen der Zeugen und 
Erwähnung König Conrad's in diese Zeit gesetzt. 15. 

1237 iun. 11. Papst Gregor IX befiehlt dem Erzbischof von Trier 
und dessen Suffraganen das Kl. Hemmen rode gegen seine Be- 
drücker in Schutz zu nehmen. »Non absque dolore« etc. Viterbii 3 
id. jun. pont. a. 11. Orig. in Trier. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,454. 16. 

1237 iun. 11. Derselbe bestätigt der Abtei Prüm die dessen Kranken- 
tische inkorporirte Kirche zu Forst in Utrechter Diözese. »Cum a 
nobis« etc. Viterbii 3 id. jun. pont. a. 11. Ghartul. in Coblenz. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,454. Reg. Potthast 2108 no. 26271. 17. 

1237 iun. 26. Derselbe bestätigt der Abtei Prüm die Inkorporation der 
Kirche zu Was weiter (1232 mai Reg. 2020) zum Unterhalt der 
Kranken. »Cum a nobis« etc. Viterbii 6 kal. jul. pont. a. 11. Orig. 
in Coblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,358. Potthast 2108 no. 26274. 18. 

1237 iun. 26. Derselbe erlaubt der Abtei Prüm während eines Gene- 
ral-Interdikts bei verschlossenen Thüren Gottesdienst zu halten. »Di-;(^ 
lecti in domino« etc. Dat. wie vorher. Orig. in Coblenz. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,454. Reg. Potthast 2108 no. 26272. 19. 

1237 iun. 26. Derselbe erlaubt dem Abt von S. Maxim in zu TrierB; 
im Nothfall die Priester-Gewänder und Altartücher des Klosters selbst| 
zu benediciren. »Solet annuere« etc. Dat. wie vorher. Chartul. in| 
Trier. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,455. Reg. Potthast 2108 no. 26273. 20.t 



1237. Mittelrhein. Koürestoii. 21—25. 'S 



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1237 iul 14. Erzb. Theoderich v. Trier beurkundet zu Trier 
eiueu Vergleich zwischen dem Abt von S. Max im in und den Ge- 
brüdern Henrich und Richard v. Dune wogen des Patronats- 
rechtes zu Leschenich ; da ersterer zu der erledigten Kirche den Ar- 
chidiakon Arnold, und letztere den Cleriker Rembold präsentirt hat- 
ten. Treviris 1237 vigil. divis. apostolor. Orig. in Heidelberg. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,455. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 41. Ober- 
rheinische Zeitschrift 23,133. 21. 

1237 iul. 16. Der kaiserl. Notar C. (onrad) zu Bopard beurkundet 
daselbst, dass das Nonnenkloster (Marienberg), entsprechend 
des kaiserlichen Verbots , wonach dasselbe die 3 Häuser daselbst, 
welche fri^iher dem Juden Simon, der Gristine Graefin (Go- 
mitisse) und dem Priester Renbold von Burnhovin gehört hatten, 
nur verkaufen dürfe, w^nn das erlöste Geld wieder zum Ankauf von 
andern Gütern verwendet würde; mit dem von dem Eitter Rude- 
win Scade v. Bopard für das erstere Haus erhaltenen Kaufgeld, 
sowie mit dem übrigen die Güter des Hochstifts Hildesheim erwor- 
ben habe. Zeugen die Bopparder Canonici Bälde w in und 
Herden, der Ritter Herden und sein Bruder Simon, Conr. 
BauAvar. Bopardie 17 kal. aug. 1237. Orig. in Goblenz. Gedr. 
Mttlrh. ükb. 3,456. 22. 

1237 iul. 16. Derselbe beurkundet daselbst einen Vergleich zwischen 
dem Marie nkloster (Marienberg) und der Matrone Engiltrude, 
Tochter des verstorbenen Zöllners V o 1 c m a r, wegen einer Hofstatt 
mit Gütern zu Bopard, welche zu den Hildesheimer Gütern gehörte. 
Zeugen C. Gustos und dessen Bruder E., Baldewin und Gri- 
stian Canonici von Bopard, die Gebr. Everard und Gode- 
frid, der Ritter Hermann v. Ufer (de Littore), Herm. von 
Coblenz (de Confluentia) , Rudewin Scade und Herm. 
Scornichin. Ap. Bopardiam 17 kal. aug. 1237. Orig. in Cob- 
lenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,457. 23. 

•1237 iul. Theo der. v. Campin ich, Walter v. Bruneshorne, 
Herm. Vleke, Henr. v. Are, Theoder. v. Ludenstorp etc. 
Zeugen in des Grafen Lothar v. Hochstaden ürk. für Kl. Schillings- 
kapellen. 1237 mense jul. Gedr. Lacomblet, Ukb. 4,799. 24. 

1237 aug. 5. Der Abt von Eussernthal, der Dechant und der Thesaurar 
von S. Guido zu Speier beurkunden als päpstl. delegirte Richter, dass 
der Cleriker Henr. Ciminus als Eector der Kirche zu Mettenheim, w^elche 
ihm der päpstl. Legat, Cardinaldiakon Otto von S. Nicolai in carcere 



6 1237. Mittelrhoin. Keßesten. 25— ol. 

Tulliano, soll verliehen liiiben, auf dieselbe verzichtet habe, da die 
Abtei 11 ein 111 eil rode durch Urkunden erhärtet, dass ihr dieselbe 
vom verstorbenen Bischof Conrad von Speier mit Gonsens des Dom- 
capitels bestätigt worden sei. Spire ante monast. S. Guidonis non. 
aug. 1237. Orig. in Cublenz. Gedr. Remling, Speir. Ukb. 1,212. 25. j 

1237 aug. 31. Papst Gregor IX betiehlt dein Dechanten von S. Peter, 
S. Stephan und S. Marien in campis zu Mainz, den Propst von S. 
Marien ad gradus in Cöln und dessen Helfershelfer, einige Domherren 
von Cöln und Trier, zu excommuniciren, weil sie sich der Ausfüh- 
rungsniassregel vom 9. Januar mit Gewaltthaten widersetzet hätten. 1 
»Exhibita nobis« etc. Viterbii 2 kal. sept. pont. a. 11. Gedr. Würdt- 
wein, Nov. Subs. 9,14. Reg. Potthast 885 no. 10439. 26. 

1237 sept. 1. Graf Henr. v. Seyn zu Arnsberg Zeuge und Mitbesieg- 
ler eines Vertrags zwischen dem Grafen Godfr. v. Arnsberg und 
Conr. V. Rietberg. Ap. Arnesberg 1237 kal. sept. die Aegidii, Frid. 



Rom. imp. et Henr. Col. aepo. Gedr. Seibertz 1,265. v. Spaen, 
Cod. dipl. 66. V. Sloet, Oorkb. 1,604 no. 597. 27 



: 

I 



1237 sept. 12. Erzb. Theoderich von Trier schenkt zu Lahnstein 
dem Marienkloster bei Andernach (S. Thomas) die zum Hof 
in K er liehe gehörigen Güter, S. Castor's Bühne genannt, welche 
Henrich p]deltierr von Covern zu Lehen und ihm zu diesem 
Zweck resignirt hatte. Lohnstein 2 id. sept. 1237. Chartul. in Cob- 
lenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,458. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 339. 28. 

1237 sept. 21. Derselbe bestätigt zu Confeld dem Kl. Orval die von 
dem verstorbenen Ritter Heinr. v. Aiion genannt »Halve Paffe« ge- 
schehene Schenkung des Patronatrechts zu Cholpach und Renebrouch. 
Confeld 11 kal. oct. 1237. Cop. saec. 16 in Privatbesitz. 29. 

1237 oct. 1. Graf Henr. v. Sulines im Lager zu Goito im Mantua-j 
nischen Zeuge in Kaiser Friedrich's II Urk. für Mantua. In castris inj 
episcopatu Mantue ap. Godium 1237 mense oct. die jovis primoJ 
ind. 11, imp. a. 18, reg. Jerus. 12, Sic. 39. Gedr. Huillard-Bre- 
holles 5a,116. v. Stillfried, Mon. Zoll. 2,12 Extr. Reg. Boehmer 

176 no. 911. Vgl. Winkelmann 2,59 Note. 30.| 

• 
1237 oct. 20. Der Priester Heinrich von Cleberg verzichtet zu Wetzla: 
auf alle fernere Anfechtungen des Kl. Aldenburg wegen Güter zi 
Alboldeshusen, welche dasselbe von dessen Verwandten (cognato] 
daselbst erworben hatte. Zeugen Code frid Dechant, Cunra 



1237. Mittelrhein. Regesteu. 31—36. 7 

Erzpri ester , Eni est Scholastikus, Cuiir. v. Linden und 
Conrad Ganoniker, sowie Arnold Münz er (Moneiarius), 
Hermann ehemaliger Vogt, Godefrid, Wigand und Or- 
tolf Schöffen von Wetflar. Wetflarie 12 kal. nov. 1237. 
Gedr. Guden, Cod. 2,72. Mttlrh. Ukb. 3,458. 31. 

1237 .... Der Wormser Domher Frederich v. Bopard Zeuge in 
des Bischofs L. (andolf) v. Worms Urk. für das Andreasstift daselbst. 
1237 pont. nri. a. 3. Gedr. Baur, Hess. Ukb. 2,78. 32. 

1237 nov. 7. Der tri er. Domdechant Wille Im, das Domcapi- 
tel und die Priester Peter von ßerenkastel und Otto unter 
den Zeugen eines Vermächtnisses Wilhelm's v. Heingen an das Kl. 
Marienthal. 1237, 7 id. nov. Orig. in Weimar. Gedr. Publ. de la 
soc. bist, de Luxemb. 19,218 Extr. 33. 

1237 .... Bischof C. (onrad) von Speier beurkundet, dass vor ihm 
Graf Symon v. Spanheim erklärt habe, die Münze in Crutze- 
nahe gehöre dem Speirer Dome, sowie ferner, dass derselbe ver- 
sprochen habe, wenn die IS^/g köln. Mark, w^elche er dem Domkapi- 
tel von den Gütern in Bechelnheim schulde, an einem bestimm- 
ten Termine nicht bezahlt würden, auf Erfordern selbst, oder 
wenn er ausser Landes, durch seinen Amtmann (officialis) Bulo mit 
seinen beiden Burgmännern, den Rittern Symon und Berthold 
Scuhe in Speier Einlager zu thun. 1237 ind. 10. Gedr. RemUng, 
Speir. Ukb. 1,211. xMttlrh. Ukb. 3,463. Vgl. Lehmann, Sponheim 
1,30. 34. 

1237 (dec. 25). Das Domcapitel zn Speier verpachtet an die Bürger 
He rt wich und Bertram zu Grutzenahe die Münze daselbst 
auf 4 Jahre, von nächsten Weihnachten an gerechnet, um 6 köln. 
Mark jährlich, wofür sich unter der Einlager - Verpflichtung der 
Schultheiss Emercho, Hugo Münzer (Monetarius) von 
Flanheim, Bälde mar der Schmied und andere verbürgen. 1237 
ind. 10. Dat. in nativ. Dni. Gedr. Remling, Speir. Ukb. 1,215. 
Mttlrh. Ukb. 3,459. 35. 

1237 dec. Der Abt von Epternach bestätigt als erster Lehensherr einen 
Gütertausch in dem Vergleiche der Gebr. Hermann und Henr. v. 
Leye mit dem Kl. Hemmen rode wegen einiger Ländereien im 
Banne des Dorfs Grandistor p. Bei Erbauung des Hofs Geve Is- 
torf erwarb das Kloster, um einen Fahrweg dahin zu erhalten, von 



8 l'2ol. Mittelrlieiu. Koiceston. 3G— 38. 

den Raueru /u G r a lul i st o r p die beiden Ackeistücke D o r n a k k e r 
und Üpinakker durch Tausch, indem es denselben dafür Güter hin- 
ter der Kirche im Tori och, im Semele, Birke, Sundirs- 
bach und Seh eye durch die Hand des Edelherrn Cuno v. Mal- 
berg sowie des Ki t ters Dudo V. Dudelndorp gab, welcher letz- 
tere dieselben an Stelle der beiden andern Ackerstücke von Volknand 
Y. Leye zu Lehen erhielt. Nachdem Dudo ohne Erben verstorben 
war, fiel dieses Lehen an Theoderich, den Sohn Volknand 's, 
wieder zurück, welcher zwar gegen das Kloster Klage erheben wollte, 
aber, eines Bessern belehrt, davon abstand. Jetzt aber erneuerten 
auf Betrieb einiger Bauern Hermannn und Henrich, die Söhne 
Theoderich's v. Leye, die Klage, und der Abt Cunrad von 
llemmenrode wurde durch die Vermittler in diesem Streite, Her- 
mann V. Lussenich, Richard v. Manderscheid und Gode- 
frid V. Ingedorf veranlasst den Bauern noch weitere 2 Morgen 
im Crumbenakker zu überlassen. 1237 mense dec. Orig. in 
Trier. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,460. 36. 

1237 dec. (KI. Himerod) beurkundet die Schenkung eines Wingerts zu 
Ludenestorp in der Bitcen, welche ihm Rodolf v. Ludens- 
torp für sich und seine verstorbene Ehefrau Paul ine, und welche 
Bestimmungen derselbe deswegen während seiner Lebenszeit und für 
den Fall er sein Vorhaben, nach dem h. Land zu ziehen, ausführen 
sullte, gemacht habe. 1237 mense dec. Orig. in Coblenz. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,461. 37. 

1237 . . . . Erzb. Theoderich v. Trier beurkundet, dass Meffrid 
der A eitere von Numagen, dessen Gemahlin Petrissa und 
der trier. Domherr Theo der. v. Ulmen als Pastor zu Alt- 
r e i mit seinem und des betr. Archidiakons Arnold Consens dem 
Kl. Himmenrode, welches unterhalb des erzbischöfl. Hofs zu 
Altrei an der Lesur einen Hof anlegen wolle, den Zehnten von 
12 Morgen daselbst gegen des Klosters Zehnten in andern 12 Morgen 
dieses Bannes, nämlich am Wege vom Hofe Harth nach dem Klo- 
ster, in der Mitte zwischen Hart und Altrei bei Hutta dem 
Schmied Joann früher gehörig, und von Sideliffa innegehabt, 
gegeben haben, welches alles der Converse fr. Theo der ich von 
Himmenrode, des erzb. Hofs zu Altrei Meister (magister) 
und Cono Lange (Longus) vermessen. 1237 ind. 10. Chartul. 
in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,462. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 
41. 38. 



1237. Mittelrhoiu. Kc«'csten. 3i) --18. 9 

1237 .... Erzb. Theodericli v. Trier beurkundet mit den Bi- 
scliüieij von Metz und Speier einen Vergleich zwischen der Abtei 
Hornbacli und deren Vogt, dem Grafen Henr. v. Zvveibrücken. 1237 
pont. dni. Gregor. IV (lies IX) ppe. a. 11, imp. dno. Frid. Rom. 
imp. Gedr. Crollius, Geneal. com. Geminipont. Spec. 1 S. 1 und 
Orig. ßip. 2,30. Extr. Gründl. Relation wegen Occupirung des Kl. 
Hornbach, Deduct. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 41. 39. 

1237 .... Der Landdechant Cunrad, Stiftsdechant Gode- 
frid, Scholastikus Ernest und die übrigen Canonici, sowie der 
S c h u 1 1 h e i s s (v i 1 1 i c u s) L u d e w i c h und Schöffen nebst Bürger- 
schaft zu W e t f 1 a r beurkunden, was der Ritter Ebirwin von 
Garbinheim seiner Tochter Mechtilde bei ihrem Eintritt in's 
KI. Aldinburc mit Zustinmumg seiner Söhne, des Ganonikus 
Rudolph und Ritters Ebirwin, als ihr Erbtheil im Dorfe Gar- 
binheim gegeben hat. 1237. Gedr. Guden, Cod. 2,70. Mttlrh. 
Ukb. 3,464. 40. 

1237 .... Das Kl. p]berbach beurkundet, dass der Ritter Drabodo 
und dessen Frau Hedewig zu Over speie die Peterskapelle 
daselbst, welche dessen Vorältern erbaut und eigenthümlich besessen, 
an es gegeben, und dass dieselben, sowie die Dorfbewohner eine 
Geldrente für einen Priester daran ausgesetzt haben. Zeugen Ru- 
deger Pleban zu Speie, der Priester Werner des Ritters 
Drabodo Bruder, der Ritter Ruker desselben Bruder, fr. 
Adolph (Schul-) Meister (mag ist er) in Speie, FJi Idebrand 
Wagner (carpentarius) etc. etc. 1237. Orig. in Idstein. Gedr. Rös- 
sel, Eberb. Ukb. 1,309. xMttlrh. Ukb. 3,464. Vgl. Baer, Dipl. Gesch. 
V. Eberb. 2,46. 41. 

1237 . . . . \V^ i r i c h C u s t o s von S. P a u 1 i n (bei Trier) verkauft 
dem Kl. S. Maria e ad Martires einen Geldzins von dem Wein- 
berg Poppo's Berg (mons Popponis) im Anval. Zeugen Ro- 
dulf Propst von S. Paul in, die Bäcker Embicho und Jo- 
hannes, Walter Grundele, Jacob und Hugo Ministeriale 
von S. Paulin. 1237. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 
3,465. 42. 

1237 . . . . Ely sähet h Aebtissin und der Convent von S. Tho- 
mas (a. d. Kyll) geben ihre Güter zu Swichroth für 2 Malter 
Korn, 1 Malter Hafer und 3 frier. Soliden jährhch in Erbpacht. 1237. 
Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,465. 43. 



10 



11^37-38. Mittelrheiii. Koijroston. 44—41). 



1237 .... Gerlach von Biiditigeii beurkundet dem Ritter Henr. von 
Wickenstatt, dass er zu Gelnhausen seine beiden Neften, die Gebrüder 
Gerlach und Henr. v. Ysenburg, zur Einwilligung in die Ver- 
tauschung der Güter zu Sterrenbach und Wickenstatt, welche der- 
selbe von diesen zu Lehen hat, an das Kl. Arnsburg gegen ein Gut 
zu Benstat bestinniit habe. 1237. Gedr. Guden, Cod. 3,1109. (Fi- 
scher) Geschlechtsreg. 2,36. lieg. Scriba 2,31 no. 390. 44. 

1237 .... Graf E. (berhard) v. Eberstein und seine Gemahlin A. (del- 
heide, \\ittwe des Grafen Godefrid v. Spanheim) Gräfin v. Span- 
heim geben ihren Gonsens zum Verkauf ihrer Vogtei und Eigen- 
thums zu Flersheim an den Deutschen Orden. 1237. Gedr. Hist. 
Dipl. Unterricht etc. 1751 Beil. 53. Crollius, Orig. Bipont. 2,60. 
Reg. Scriba 3,91 no. 1409. 45. 

1237 .... Des Kl. Sponheim Hof Gauwershausen auf dem 
» G a w e r s b e r g « (G a u i a e m o n s) mit dem kleinen Dörfchen da- 
selbst bei Dalen brannte ab im 34. Jahre des Abts Ivan (also vor 
18. Aug.) und wurde nicht mehr aufgebaut. Trithem, Ghron. Sponh. 
276. 46. 

1238 ian. 5. Kaiser Friedrich II ertheilt zu Lodi seinem nach Deutsch- 
land mit 5 Knechten und 7 Pferden zurückkehrenden Diener (vallet- 
tus) und Getreuen Gerard v. Sinzehe einen Keisepass dahin. Ap- 
Laudam 5 jan. 11 ind. Gedr. Guden, Cod. 2,933. Huillard-Breholles 
5a,152. Mtthh. Ukb. 3,460. Reg. Boehmer 178 no. 924. 47- 



1238 ian. Bischof Conrad v. Speier bestätigt dem Kl. Hemmenrode 
die von seinem Vorgänger geschenkte Kirche zu Mettenheim, sowie 
den von seinem Domcapitel auf die Bitte der Erzbischöfe Theo- 
derich v. Trier und Sifrid v. Mainz ertheilten Consens zum Be- 
zug des ganzen Zehnten daselbst. Spire 1238 mense jan. Gedr. 
Kemling, Speir. Ukb. 1,210. — Nach dem alten Kloster-Repertorium 
S. 166 in Coblenz ertheilte auch das Domcapitel unter dems. Datum 
eine Bestätigung. 48. 



1238 febr. 2. Der Graf v. Sayn, Bruder der Gräfin Agnes von 
Castel, Mitbesiegler deren Schenkungsurk. für das Kl. Wörschweiler. 
1238 in purif. Marie. Gedr. Crollius, Orig. Bip. 1,165 Extr. — Hier- 
her wird auch der daselbst unmittelbar nach dieser Urkunde folgende 
Urkundenauszug zu setzen sein, wornach Graf Heinrich v. Castel und 
seine Gemahlin diesem Kloster verschiedene Güterschenkungen beslä-l 



1238. ^nttolrhein. Ke^a^steu. 49—50. U 

tigeii, und den E r z b. T li e o d e r i c h v o n T r i e r als Mi Ibesiegler 
heranziehen, da das Dat. in purif. Marie MGGXXXXIII wohl nur ein 
Schreibfehler für MCCXXXVIII zu halten sein wird. 49. 

1238 febr. 5. Mainzer delegirte Kichter erkennen in der Streitsache des 
Kl. Hemmen rode gegen den Ritter ßurkart v. Fresenheim wegen 
des Zehnten zu Meltenheim. 1238 non. febr. Reg. im Kloster -Re- 
pertorium S. 168 und 175 in Goblenz. 50. 

1238 febr. 7. AVigand weiland Truchsess zu Limburg (a. d. Lahn) über- 
lässt gegen einen Jahrzins dem Kl. Mattheis zu Trier einen Weg 
über sein Grundstück neben der Mühle der Herren v. Isenburch 
zu Limburg. Mitbesiegelt von seinen Herren, den Edeln Heinrich 
und Ger lach v. Isenburch. 1237, 7 id. febr. Orig. in Coblenz. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,447. 51. 

1238 febr. 11. Der Erzbischof v. Trier Besiegter der Schenkungsurk. 
Theoderich 's, des Grossküchenmeisters der Gräfin v. Luxemburg, für 
Kl. Marienthal. 1237, 3 id. febr. Reg. Publ. de la soc. de Lux. 
14,97. 52. 

1238 febr. 19. Philipp Herr v. Wildenberch, Henr. v. Dune etc. Zeu- 
gen (im Kl. Cornelimünster) in des Grafen v. Limburg Urk. für den 
Grafen v. Jülich. 1237, 11 kal. mart. Gedr. Kremer, Akad. Beitr. 
3,80, Lacomblet, Ukb. 2,116. Sodann Ap. monast. S. Cornelii 1237 
sab. ante cathedr. Petri. Gedr. Act. Pal. 3,302. Lacomblet, Ukb. 
2,117. 53. 

1238 febr. 22. Pfalzgraf Otto vom Rhein, Herzog von Baiern, belehnt 
zu Heidelberg die Edeln Bruno und The oder. v. Isenburg 
auf den Todesfall ihres Oheims (avunculi) des Grafen Lothar v. 
Wide, mit der Grafschaft Wede und allen Gütern, welche derselbe 
noch von ihm zu Lehen hat. Ap. Heidelberg 8 kal. mart. 1237. 
Gedr. (Fischer) Geschlechtsreg. 2,88. Mttlrh. Ukb. 3,449. 54. 

Da Pfalzgiaf Otto 1237 im Februar bis März sich am kaiserl. Hofe zu Wien 
aufliielt, so ist hier 1238 angenommen worden. 

1238 febr. Gerard v. Strahbruch Schultheiss zu Andirnach 
in Cöln Zeuge in des Erzb. Heinrich von Cöln Urk. für Henr. Ovir- 
stolz. Colonie niense febr. 1237. Gedr. Ennen, Quellen 2,174. 55. 

1237—38 .... Der Thurm, welchen Erzb. Engelbert v. Cöln vor der 
Burg Turun errichtet hatte (1225), wird von den Anhängern des 



rj 1238. Mitteliiiein. Kegesten. öÖ-Gl. 

Pfalzgraten (Otto, Herzogs von Baierii) durch List genommen. Ann. 
Colon, max. ap. Pertz, Script. 17,847. — Es war ein gelinder Winter; 
doch hielten Wind, Schnee und Regen nicht das richtige Mass. Ibid. 
— Während der Fastenzeit entbrannten m den Cölner, Trierer 
und Mainzer Sprengein, besonders in der Lütticher Diözese sehr viele 
Fehden, derentwegen bewaffnete Angriffe, Räubereien und Brände in 
grosser Zahl stattlinden. Ibid. 56. 

1238 mz. 1. Erzb. Theoderich v. Trier bestätigt dem Collegiatstift 
zu Münster (-Maifeld) alle demselben von seinen Vorgängern und 
den Päpsten ertheilten Privilegien und Schenkungen. 1237 kal. mart. 
Chartul. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,449. Reg. Goerz, Reg. 
d. Erzbb. 41. 57. 

1238 mz. 30. Papst Gregor IX nimmt das Kl. Eberbach in seinen Schutz, 
und bestätigt dessen Güterbesitz; darunter die Höfe (grangiae) Brei- 
dinvas, Dadinburen, Nentheres, Drechtingeshusen, Hel- 
ge nb ach und Speige. »Religiosam vitam« etc. Laterani 3 kal. 
apr. 1238 ind. 11 pont. a. 12. Gedr. Rössel, Eberb. Ukb. 1,312. 
Reg. Potthast 2108 no. 26278. 58. 

1238 apr. 1. Erzbischof Th. (eoderich) v. Trier beurkundet, dass 
Meffrid der A eitere v. Numagen seiner Gemahlin Petrissa 
die ihr auf Güter zu Gluxerte verschriebene Morgengabe bei de- 
ren Eintritt als Nonne in's Kl. S. Thomas (a. d. Kyll) auf Lebens- 
zeit belassen, und dass Meffrid der Jüngere v. Numagen als 
Eigenthümer dieser Güter hierzu seinen Consens gegeben habe. 1238 
kal. apr. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,472. Reg. Goerz, 
Reg. d. Erzbb. 41. 59. 

1238 apr. 5. Wirich Herr v. Berburg beurkundet, dass Herr Ludo- 
vvich v. der Brücke (de Ponte) zu Trier und dessen Sohn 
Peter der Gräün von Luxemburg und deren Sohne H. (einrieb) ihr 
Haus zu Weiler (Villarium) bei Trier zu Lehen- und Offenhaus 
gemacht haben, und verspricht, falls Ludowich und sein Sohn ge- 
gen den Lehens-Vertrag handeln würden, dieses Lehen, das dieselben 
von ihm haben, in Beschlag zu nehmen, und der Gräfin bis zu de- 
ren vollständigen Befriedigung zurückzustellen. 1238 crast. pasche. 
Chartul. in Luxemburg. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,473. Reg. Publ. de 
la soc. bist, de Lux. 14,99. 60. 

1238 apr. 12. Erzbischof Th. (eoderich) v. Trier erlaubt dem Abt 



123S. Mittelrhein. Rei^esteii. (U— 65. 13 

von Münster in Luxemburg die Nikiauskapelle da?elhst dut-ch Mönche 
seines Klosters bedienen zu lassen. 1238 crast. Quasimodo. — 
Ebenso J.(ar.ob?) Primicerius von Metz und Archidiakon A^on 
Trier (tit. S. Agathae Longuion.). D. eod. dat. Reg. Publ. de la 
SOG. bist, de Lux. 14,99. Goerz, Reg. d. Erzbb. 339. Gl. 

1238 apr. 30. Erzbiscliof The od er ich v. Trier inkorporirt der 
Infirmarie des Kl. S. Max im in zu Trier mit Gonsens des betr. 
Archidiakons Arnold die Kirche von Luncwich nachdem de- 
ren Pastor Conrad v. Rore gestorben sein wird, und bestimmt, 
dass die Michaelskirche über der Klosterpforte, welche er früher 
der Infirmarie inkorporirt habe, sobald sie erledigt werde, Jemanden 
verliehen werde, welcher sie persönlich bediene. 1238 mense apr. 
prid. kal. mai. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. ükb. 3,473. Reg. 
Chron. Maximin. ap. Honth. Prodr. 1020. Goerz, Reg. der Erzbb. 
42. V. Stramberg, Moselthal 442. 62. 

1238 mai 2. Der Ritter Wilh. von Heingen überträgt durch die Hand 
Erzb. Theoderich's v. Trier dem Kl. Marienthal sein Theil am 
Patronat zu Wolkeringen. Zeugen Hermann der Prior, Jo- 
hann der Lektor u. fr. Ludw. v. Berge vom Predi geror den 
(zu Trier). 1238 crast. Philippi et Jacobi. Besiegter der Erz- 
bischof und der Prediger-Prior v. Trier. Orig. in Weimar. 
Gedr. Publ. de la soc. bist, de Lux. 19,218. 63. 

1238 mai 11. *Die verwittw^ete Gräfin Mechtilde v. Sein genehmigt 
die Stiftung des Gistertienser Nonnenklosters bei S. Gatharina in 
Hargarden in ihrer Jurisdiktion und Lande, durch den Edeln 
Gerhard v. Renneberg und dessen Gemahlin Benedicta, und 
verleiht dem Kloster Berechtigung an der Jagd und Fischerei, sowie 
Weinschanksrecht. 1238, 5 id. maii. Unächtes Orig. in Goblenz; 
vgl. Note im Mttlrh. ükb. 3,474. Gedr. ibid. Günther, God. 2,186. 
Reck, Gesch. v. Isenburg etc. 307. Heesius, Manip. 27 Extr. Gallia 
Christ. 13,354 fehlerhaft. 64.* 

1238 mai 23. Erzb. T h e o d e r i c h v. Trier inkorporirt zu Trier mit 
Gonsens seines Domcapitels und des betr. Archidiakons Arnold 
dem neugegründeten Nonnenkl. Machra die Kirche zu Kesthin- 
tin, deren Patronatsrecht mit Ausnahme des Zehnten demselben die 
Kitter von der Brücke zu Trier, Friderich der A eitere 
und dessen beiden Bruderssöhne Friderich und Regn er geschenkt 
haben. Treviri 10 kal. jun. 1238. Yidim. Copie v. 1305. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,475. 65, 



14 1238. Mittolrhein. Rei^-esteii. (Ja— 70 



&' 



Nach Heesnis, Maiiip. t?() und Brower, Metrop. 2,170 soll Kl. Machern 1238, 
7 id. sept. (7. Sept.) von Adolf (lies Rudolf) rroi)st von S. Paulin ^e^ründet 
worden sein ; vgl. auch Marx 3,585. v. Straniberg, Moselthal 240 hat 1237 ; alle 
aber ohne Quellenangabe. 

1238 mai 24. Gert rüde, die Wittwe des Bürgers Elenger zu Trier, 
orklilrt vor dem Dechanten W.(ilhelm) und dem Domcapitel, dass 
ihr Ehemann ihr die Hälfte des Hauses ober dem Graben (super 
fossatum) und einen Wingert bei Swecke im Banne Cledirhun 
vermacht habe, und beides nach ihrem Tode für ihrer beider Ani- 
versarium an den Dcvm fallen solle. 1238 vigil. Urbani. Orig. in 
Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,476. C6. 

1238 mai 29. Das Kloster S. Marie in Horreo zu Trier vergleicht 
sich zu Trier mit dem Kloster H i m e r o d (de C 1 a u s t r o) wegen 
eines Zehnten-Antlieils zu Hornauia, welches die Gebr. Philipp 
und Hermann v. W i n t e r s t o r f zu Lehen haben , sowie wegen 
der Ueberschwemmungen der Ländereien bei Winterbach durch 
die Kiele und wegen der Fischerei bei der Mühle des Kl. Hor- 
reum. Zeugen Th. (eoderich) Magister, F. (Hederich) Kellner 
und S.(imon) V. Francheremunt (Dom-) Ganoniker, 0. Pastor in 
Dudelendorf, L. Pastor in Sletwilre, G. Vikar zu Trier, 
die Ritter Lodewich von der Brücke (de Ponte), Th. 
Schultheiss und Nycholaus. Treveri 1238 sabb. infra ebdo- 
mad. pentecost. Originale in Coblenz. Getlr. Mttlrh. Ukb. 3,476. 67. 

1238 iun. 7. Ida Aebtissin und der Convent des Kl. S. Thomas 
(a. d. Kill) verkaufen mit Gonsens des Abts Conrad von Him- 
milrode dem Kl. Machra den Hof Walholz mit dem Acker- 
lande Vlure und dem Walde. 1238, 7 id. jun. Orig. in Coblenz. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,477. 68. 

1238 iun. 9. Erzbischof T h. (eoderich) v. Trier beurkundet, dass 
der Edle Meffrid der Aeltere v. Numagen dem Kl. S. Tho- 
mas (a. d. Kill) für eine Schuld von 85 frier. Pfund die Güter sei- 
ner Frau zu Kestente überwiesen habe. 1238 Primi et Feliciani. 
Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,477. Reg. Goerz, Reg. d. 
Erzbb. 42. 69. 

1238 iun. 18. Derselbe bewilligt zu Trier dem Kl. Marienthal das 
Begräbnissrecht, und verbietet den Priestern seiner Diözese Gebühren 
von dort Beerdigtwerdenden zu fordern. Treveri 14 kal. jul. 1238. 
Orig. in Weimar. Gedr. Publ. de Luxemb. 10,218 Extr. 70. 



1238. Mitte' rlu'in. Keg:osteii. 71—7.'). 15 

1238 inn. IS. Der Mainzer Domherr T h e o d e r i c h v. S t a 1 e k e n Zenge 
in Conrad'.? Herrn v. Dornburg Urk. über den Verkauf eines Guts 
zu Altloch an's Mainzer Domcapitel. 1238, 14 kal. jul. Gedr. Gu- 
den, Cod. 2,75. 71. 

1238 iun. 22. Papst Gregor IX befiehlt dem gcsammten Glerus der 
tri er. Kirchenprovinz die Beschützung des Ivl. Machern. »Nori 
absquc dolore« etc. etc. Laterani 10 kal. jul. pont. a. 12. Orig. in 
Coblenz. Reg. Mttlrh. ükb. 3,478. Potthast 2109 no. 26282. 72. 

1238 iun. 25. Der Propst Henrich v. Pfalzel beurkundet, dass 
das Kl. S. Marie in Orreo wegen des Kaufpreises für die dem- 
selben verkauften Güter zu Age und Wilre, welche er früher von 
dem Kl. S. Thomas (a. d. Kill) gekauft hatte, den Ritter Ni- 
cholaus von der Brücke (de Ponte), Bonefacius Reich 
(Rex), Waleram v. Born (de Fönte) und Jacob Pabst (Papa) 
als Bürgen gestellt habe. 1238 crast. Joh. bapt. Mitbesiegelt von 
dem Erzbischofe Th.(eoderich) v. Trier. Chartul. in Coblenz. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,478. 73. 

1238 iun. 27. Adeleide Frau v. Berg schenkt mit Consens ihres Ge- 
mahls Henrich durch die Hand Erzb. T he od e rieh's v. Trier 
feierlich vor dem Kl. Marienthal in Gegenwart genannter Zeugen und 
Personen, welche hier wegen der Predigt zusammengeströmt waren, 
diesem Kloster ihren Zehnten zu Rennenbruch. 1238, 5 kal. jul. 
Zeugen Hermann Prior, Johann Lector, Joh. v. Lutzelle- 
burc, Theoderich Predigern! önc he. Erzb. Theo de rieh v. 
Trier Mitbesiegler. Orig. in Weimar. Gedr. Bertholet 5,13. Reg. 
Publ. de Luxemb. 14,100. 74. 

1238 iun. 28. A.(rnold) Propst, W. (Dechant) und ganzes Capitel 
des Doms zu Trier beurkunden, dass Mathyas der Vikar des 
verstorbenen Erzb. Poppo v. Trier (f 1047) von (den Vorfahren 
des) L od e wich Soray für 6 trier. Pfund einen Zins von 7 Soli- 
den gekauft und für eine Kerze am Hochaltar bestimmt, sow'ie dass 
Lodewich diesen Zins in Gegenwart des Scholasters und Offi- 
cials Theumar auf Güter zu Isolsbach angewiesen habe. Zeu- 
gen der Dechant, Scholastikus T. (imar), Cantor Cuno, 
Hugo V. Stein (de Lapide) und der Kellner F r i d e r i c h 
Domherren, Bonefacius Reich (Rex), r d o 1 p h , L o d e w. 
Weiss (Albus) und Johann in Albach Schöffen zu Trier, 
von denen der gen. Lodewich, dessen Frau Adelheide und 



I 



IG 1'2'yS. >rittelrliem. HoirostiMi. 7*)— Ti). 

Söhno diesen Kauf anerkannt haben. 1238 vigil. Pciri et Pauli. 
Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,470 in nndeutl. Extr. 75. 

1238 iiin. Erzb. Theoderich v. Trier beurkundet, dass Hermann 
V. Veldentia dem Kl. S. Thomas (a. d. Kill) 4 Ohm Weinzins 
von der Kircho zu Numagen mit Consens seines Bruders, des 
Clerikers Th. erlassen habe. Mitbesiegler Meffrid d. Jüngere 
V. Numagen und Hermann v. Loyssenich. 1238 mense jun. 
Chartul. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,479. Keg. Goerz, Reg. 
d. Erzbb. 42. 76. 

1238 iul. 15. Derselbe bestätigt dem Kloster Marienthal (im 
Luxemburgischen) seine genannten liesitzungen, und ertheilt ihm 
verschiedene Berechtigungen und Privilegien. 1238 id. jul. Gedr. 
Bertholet 5,98. Hontheim 1,718. Wilthem, Vita Jolande 180. 
Heg. Goerz, Reg. der Erzbb. 42. Publ. de Luxemb. 14,100. Wau- 
ters 4,290. 77. 

1238 ang. 30. Papst Gregor IX bestätigt der Abiei S. Maxim in die 
Inkorporation der Kirche zu Luncwich (v. 30. Apr.) »Cum a 
nobis« etc. Anagnie 3 kal. sept. pont. a. 11 (lies 12). Chartul. in 
Coblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,474. Potthast 2109 no. 26258. 78. 

1238 sept. 5. Erzb. Theoderich v. Trier macht unter Mitbesieg- 
lung seines Domcapitels eine letztwillige Verfügung über seine Immo- 
bilien, welche er als Erzbischof erworben hat, und über die Mobilien, 
welche sich nach seinem Tode in den zu seinem Bisthum gehörigen 
Orten vorfinden. Darnach vermacht er ein Allod zu Nekedich 
seinen Nachfolgern, und erlässt dem Convent zu Andernach 
(S. Thomas) die 2 Mark, welche derselbe von einem zu diesem 
Allod gehörigen Walde jährlich zu zahlen hatte. Sodann entbindet 
er seine Nachfolger von der Zahlung der 2 Mark, welche bisher von 
diesem Allod an den Dom entrichtet wurden, und translocirt diesel- 
ben auf das Gut zu Edegern, w^elches er vom Speirer Bisthum ge- 
kauft hat. Letzteres Gut vermacht er der Dompropstei mit der Ver- 
pflichtung, jährlich daraus 25 frier. Pfund an folgende Kirchen zu zah- 
len; und zwar je 1 Pfund an die Marienkirche des Doms, S. 
P a u 1 (i n), S. S y m e o n, S. M a r t i n (M a x i m i n), S. M a r i a a d M a r- 
tyres, S. Martin, S. Math eis, S. Maria in Ilorreo, S. Bar- 
bara, Löwenbrücken, Martinsberg, Prediger- und Mino- 
riten, sodann die restirenden 12 Pfund an"s Dorncapitel zur Ver- 
theiluner mit den aus Winter ich fallenden Zinsen. Von den Mo- 



1238. Mittelrhein. Regesten. 79-83. 17 

bilien vermacht er die eine Hälfte zum Schutze und andern Noth- 
wendigkeiten der bischöflichen Burgen, die andere Hälfte seiner 
Hausdienerschaft (familie) und den Armen. Zu Testaments-Execu- 
toren ernennt er seine Verwandten (consanguinei) den Dompropst 
Arnold, den Archidiakon Arnold, den CantorCono, Sy- 
mon V. Franchermont und Henrich Propst v. Pfalzel. Auch 
erklärt er, dass er in diesem Testamente nichts über sein Allod am 
Rhein bestimmt habe, weil dieses in einer besondern Schrift ge- 
schehen sei. 1238 non. sept. Copie saec. 16 in Goblenz. 79. 

Der Trierer Domherr Symon (wohl der oben als Testaments-Vollzieher 
genannte v. Franchirmont) erklärte eidlich im November 1246 oder 1256 auf dem 
Krankenbette und beurkundete mit seinem Siegel, dass der verstorbene Erzb. 
Theoderich in obiger Weise sein Testament gemacht habe. 12. 6, fer. 3 ante 
Clementis (die Zehnterziflfer ist ausgelassen). Als Nachtrag im Anschluss zu dem 
Testamente auf einem Bruchsücke eines domcap. Chartulars aus der Mitte des 
16. Jahrh. (Folio libri Copiarum LXVn). 

1238 sept. 21. Provinzial-Concil in der Domkirche zu Trier unter 
dem Vorsitze des Erzbischofs Theoderich v. Trier und dessen 
3 Suffraganbischöfen von Metz, Toul und Verdun. 1238 in festo 
Matthaei apostoli in civitate Trever. in eccl. beati Petri. 
Gedr. mit den Statuten Hontheim 1,720. Hartzheim, Conc. 3,558. 
Martene, Thes. 4,583 und Coli. ampl. 7,126. Bertholet 4,395. 
Mansi 23,477. Lünig, Reichsarch. 20,88. Blattau, Stat. 1,32. Vgl. 
Brower, Ann. 2,132. Hefelo, Conciliengesch. 5,938. Boehmer. Reg. 
S. 383 no. 121. Goerz, Reg. d. Erzbb. 42. Georgisch 1,1004 
no. 26. 80. 

1238 sept. 26. Papst Gregor IX befiehlt dem Provinzial des Prediger- 
ordens in Deutschland, das Augustiner Nonnenkl. Martinsberg zu 
Trier, welches sich dem Predigerorden zugewendet habe, durch 
den Prior der Prediger in Trier oder Einen aus dessen Gonvent 
leiten und in spiritualibus versehen zu lassen. »Pia desideria« etc. 
Anagnie 6 kal. oct. pont. nri. a. 12. Orig. in Trier. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,480. Reg. Potthast 2109 no. 26286. 81. 

1238 oct. 22. Ebirhard de Lapide (Oberstein), Heinr. und The oder. 
V. Stahelecken, Wildgraf Gerhard und Embricho v. Bop- 
pard Mainzer Domherren Zeugen zu Mainz in des Domcapitels Urk. 
für S. Maria in Campis. Maguntie 11 kal. nov. 1238. Gedr. Joannis, 
Mog. rer. 2,689. 82. 

1238 nov. 6. Der Domscholaster Tymar zu Trier setzt in seinem 



18 1238. Mittelrhoin. Regesten. 83—85. 

Testamente die Söhne des Ritters Gerard v. Urlei und dessen 
Gemahlin Agnes, seiner Nichte (neptis), zu seinen Universal- Erben 
ein, bestinnnt CO trier. Pfund für den päpstl. Collekteur der Allmosen 
für das heil. Land, und 30 Soliden jährlich für eine jährliche Pro- 
pinatio, welche sein Neffe Walter und dessen Nachfolger als In- 
haber seines Claustralhauses und des dazu gehörigen Wingerts Pi- 
lung zahlen sollen, sowie einen Wingert am Aufgang des Martins- 
berges dem Domcapitel zu seiner Anniversarienfeier. Legate ver- 
macht er in Wein an's Domcapitel, den Minoriten, den Non- 
nen von (Martins-) b er g, Löwenbrücken (de Ponte Leonis), 
S. Barbara und Reuerinnen (Penitentibus), in Geld an die 
Priester Jacob von S. Willebrord, Jacob von S. Agnes, 
F r i d e r i c h von S. A b r u n c u 1 u s , N y c h o 1 a u s und R u d e n g e r, 
den Plebanen von S. Laurentius, S. Gingolf, S. Maria 
zur Brücke (ad pontem), S. Paul, Herren Johann von S. 
Gervasius, Heccelo, Gudelin, Herburg, Methlieve, 
AHeve der Frau Vrumolds und an Andere, sowie noch an die 
Priester Drutwin von heil. Kreuz (de S. Gruce) und Wil- 
lelm, welcher eine Zeit lang zu S. Barbara celebrirte, den Re- 
clusen v. S. Gervasius, der Recluse Cunegunde von S. Trini- 
tatis, der Beatrix vom Apfelbaum (de Malo), andern Re- 
clusen und Beginen; in Kleidungsstücken an die Recluse Gut hei de 
von S. Gervasius, an Vrumold, Herrn Arnold de Curia, 
den Priester von Cuvese und an den Priester Florin. Dem 
Matheiskloster vermacht er zu seiner Anniversarienfeier 5 Soli- 
den Jahreszinsen aus dem Wingert Graben (Fossa) im Britten- 
bach, und ernennt die Domherren, den Cantor und den mag. 
Tirricus, zu Testaments -Vollziehern. Zeugen die Domherren 
Herrmann v. Pfalzel (de Palaciolo) und Willelm v. Mün- 
ster (Monasterio). 1238 vigil. Willebrordi. Orig. in Goblenz. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,480. 83.| 

1238 nov. 11. Meffrid der Junge von Numagen bekennt, dem 
Ritter Joh. v. Budensheim 31 trier. Pfund zu schulden, für 
deren jährliche Zinsen im Betrage von 1 Fuder Wein sich das Kl. 
S. Thomas (a. d. Kill) verbürgt habe, sowie dass Henr. v. Det- 
ceme und der Ritter Richard v. Numagen sich verpflichte 
haben, dem Kloster allenfallsigen Schaden, welchen es desshalb er 
leiden würde, zu ersetzen. 1238 in festo Martini. Chartul. in Cob 
lenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,482. 84 

1238 nov. 21. A.(rnold) Propst, Y. (Wilhelm) Dcchant und Capitej 



1238. Mittelrhein. Reg-esten. 85—88. 19 

des Doms zu Trier vererbpachten ihren Weinberg zu Euren (ap. 
Urium) am Helenenborn (juxla fönte m b. Helene), welchen 
der Meier Tlieoderich d. Alte bebaut, an dessen Tochter und 
deren Ehemann um die Hälfte des Nüsse- und Wein-Ertrags und mit 
der Verpflichtung zur Ausführung der angegebenen Bebauungsarbeiten. 
1238 mense nov. vigil. Cecilie. Orig. in doppelter Ausfertigung zu 
Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,482. 85. 

1238 nov. 25. Graf Hermann v. Viru e bürg schenkt zu Monreal 
mit Consens seiner Söhne und Töchter dem Kl. Hemminrode ein 
Gut (von 23 Morgen) zu Thure, das er von Engilbert, jetzigem 
Conversen in Laach, gekauft hatte, und das jähr). 30 köln. Denaren 
Zins an's frier. Domca pitel giebt, sowie ein Gut zu Bus. Zeugen 
sein Bruder Philipp, seine Söhne Henrich Canonikus zu Gar- 
d e n und Robert, sowie seine Burgmänner E m e 1 r i c h v. T r i s, 
(Sibreth v. Ulmene, Werner von der Linde [de Tilia]), 
Godefrid v. Elce, Franco v. Clottene, Siffrid v. Natis- 
heim, (Sibert v. Elze), Joh. v. Poleche, (Emecho. Walter 
V. Mertloch. S. et Burkard v. Kireke). Ap. Munreial 7 
kal. dec. 1238. Orig. in doppelter Ausfertigung zu Coblenz, deren 
eine nicht die eingeldammerten Stellen hat. Gedr. ebenfalls variirend 
Heesius, Manip. 46 und Honth. 1,724 mit G kal. dec. Mttlrh. Ukb. 
3,483. Reg. Günther, Cod. 2,187. 86. 

1238 nov. 25. Derselbe stellt an diesem oder folg. Tage zu Mon- 
real dem Kl. Hymmenrode, nachdem dasselbe ihn als Mönch 
aufgenommen, wegen etwaiger Beschwernisse, welche dasselbe etwa 
seinethalber erleiden sollte, seinen Bruder Ph. (ilipp), seinen Sohn 
R.(obert) und seine ßurgmannen als Bürgen, welche in die Hände 
des Subpriors Walter und Herrn A r n o 1 d 's v. B r u n e s h o rn 
Mönchs von Hymmerode, als Stellvertreter des Abts eidlich ver- 
sprechen, das Kloster wegen aller Schuld oder sonstigen Forderungen 
an den Grafen schadlos zu halten. Ap. Munriyol 7 (6) kal. dec. 
1238. Chartul. in Trier. Gedr. Heesius, Manip. 46. Mttlrh. Ukb. 
3,483. . 87. 

l238 nov. 28. Die beiden Capitel vom Dom- und Simeonsstift zu 
Trier vererbpachten ein ihnen gemeinschaftlich gehöriges Haus 
über dem Graben am Markte (supra fossatum ap. forum) 
an eine Bürgerfamilie daselbst. 1238 dnc. Ad te levavi. Orig. in 
Coblenz, Reg. (Kreglinger) Catalogue Renesse 9 no. 56. 88. 

2* 



äO 1238. Mittelrhein. Regesten. 80— i)2. 

123S nov. Der tri er. Domherr Symon beurkundet als vom Erz- 
bischofe bestellter Richter in dem Streite der Abtei S. Maximin 
zu Trier mit Hugo Herrn v. Bettingen, dessen Gemahlin 
Margaretha und deren Leuten zu Enslingen wegen der 7 
Forsten daselbst den darüber stattgefundenen Vergleich. Darnach 
sollen in den 4 Forsten, welche zum »Hoiffgut« der Leute von 
Enslingen gehören, diese das Recht des »x\nhau«, dagegen die 
übrigen 3 Forsten die Abtei frei als ihren »Camerforst« haben. 
Das nöthige Bauholz sollen die Leute mit Erlaubniss des abteilichen 
Meiers ebenfalls aus den gen. 4 Forsten, und erst, wenn keines da- 
selbst vorhanden, aus den 3 andern Forsten erhalten. Zur Zeit der 
Eichelmast könne die Abtei von ihren Schweinen eine beliebige An- 
zahl in alle 7 Forsten treiben, sowie die gen. Leute auch nur ihre 
eigenen ohne Entrichtung des Rechts »Dyheme«, wogegen von den 
Schweinen Anderer, welche nicht zum Hofe in Enslingen gehören, 
an die Abtei das Recht »Diheme« gezahlt werden solle. Auch 
solle die Abtei den Meier nur aus dem Hofe zu Enslingen nehmen. 
1238 mense nov. Chartul. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,484. 

89. 

1238 nov. Waleram v. Lymburch wird zu Nothhausen für 600 trier. 
Pfund, welche ihm der Erzbischof Th.(eoderich) v. Trier für 
das Eigenthumsrecht auf sein Antheil von Schi. Malberch gegeben, 
das er von Theoderich Herrn v. Malberch und dessen ver- 
storbener Gemahlin Agnes gekauft hat, des Erbischofs ledig Mann 
und macht das Schloss zu des Erzstifts offen Haus, welches in Er- 
mangelung von Söhnen auch die Töchter vom Erzstift zu Lehen ha- 
ben sollen. Nothusen 1238 mense nov. Orig. in Coblenz. Gedr. 
Honth. 1,723. Fahne, Cod. Salm. 16. Mttlrh. Ukb. 3,485. Reg. 
Kreglinger in Compte rendu etc. 3,208 und 4,146. Publ. de la soc. 
de Luxemb. 14,100. 90. 

1238 dec. 3. Graf Henrich v. Nassowe schenkt mit Consens des Erz- 
bischofs V. Trier und seiner Gemahlin Methilde dem Kl. Elisa- 
bethen-Thal (Tiefenthal im Rheingau) seine trier. Lehengüter zu Lu- 
dinstor p, und überweist dafür dem Erzbischof ein Allod zu, 
Haselbach (bei Weilburg) als Lehengut. 1238, 3 non. dec. Origj 
in Idstein. Gedr. Honth. 1,724. Kremer, Or. Nass. 2,278. Mttlrh. 
Ukb. 3,485. Vgl. auch Hennes, Gfn. v. Nassau 192. 91. 

1238 dec. 5. Die beiden Brüder Bruno v. Brunsberch und Theoder. 
v. Ysenburch nebst ihrem Verwandten (cognatus) Theoderich, 



1238. Äji.ttelrhein. Regesten. 92—95. 21 

Sohn des verstorbenen Sälen tin, versprechen zu Gran - Joie dem 
Erwählten Conrad v. Cöln Hilfe und Beistand gegen Jedermann, 
ausgenommen das Reich und die Erzbischöfe von Mainz und Trier. 
Ap. Gran Joie vigil. Nicolai 1238. Gedr. Lacomblet, Ukb. 2,120 no. 
232. — Nach den Ann. Pantaleon. hatte der Erwählte 1239 eine 
Fehde mit dem Grafen v. Seyn, welcher ihm den Rheinübergang 
bei Bonn verwehrte. Vgl. Boehmer, Fontes 4,471 und Pertz, Script. 
22,531. 92. 

1238 .... E rz bisch o f Th.(eoderich) v. Trier verkauft zu Gobi enz 
für 80 Mark sein neues Haus daselbst, welches er für 70 Mark von 
dem Juden Suzekind gekauft hat, an das Florinstift und dessen 
Ganonikus, seinen Notar Godefrid, mit der Bestimmung unter 
andern, dass dieser dem Stiftscapitel nach dem Tode des Erzbischofs 
l Mark zu dessen Anniversarienfeier anweisen soll, wenn Letzerer 
nicht dafür eine Schenkung gemacht haben sollte. Confluentie 
1238. — Auch beurkundet der Erzb. Th. (eoderich) v. Trier zu 
Gobi enz, dass das Stiftscapitel sich zur Haltung des Vertrags ver- 
pflichtet habe, welchen dieser Jude mit dem erzbischöfl. Ministerialen 
Albert v. Aelze wegen eventueller Balkenlegung auf die Hofs- 
Mauer des Hauses eingegangen. Ap. Gonfluentiam 1238. Beide 
Orig. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,486—87. Reg. Goerz, Reg. 
d. Erzbb. 42. 93. 

1238 .... C. (onrad v. Hostaden) Erwählter von Cöln nimmt in der 
Kirche zu Are das von dem Eitter Godefrid v. Toneburgh gegrün- 
dete Kl. Schweinheim in seinen und seiner Nachfolger vogteilichen 
Schutz. Zeugen Conrad's Bruder Frederich, Propst von S. Marie ad 
gradus in Cöln; die edeln Laien Henr. v. Isenburgh, Gerlach von 
Dollendorp, Walter v. Bruneshorn, sowie die (köln.) Ministeria- 
len Herman Fleck, Conrad's Schenke, dessen Bruder Theoderich, der 
Ritter Elger v. Aer, der Priester Johann Steinfelder Mönch 
und der Priester Johann Kapellan auf Aer. 1238 in ec- 
clesia Are. Gedr. Lacomblet, Ukb. 2,123 no. 238. 94. 

1238 . . . . Karissima, die Wittwe Wernher's Vinnel, schenkt 
zu Boppard den 4 Klöstern Commode, Eothe, Wisalia und 
Marienberg bei Bopard zu ihrer Memorie einen Wingert im 
»Wikkeloche«. Diese Schenkung geschah in die Hand des No- 
tars Cunrad in Gegenwart der Ritter, Reichsministerialen, Schöf- 
fen und Bürgerschaft der Stadt Bopard, sowie der Abgesandten 
dieser 4 Klöster, und wurde von dem Notar mit dem kaiserlichen 



22 1238. Mittelrhein. Regesten. 95 100. 

Banne bestätigt. Zeugen Herr Cunrad Notar zu Bopard; die 
Ritter Cunrad der Schultheiss, Hermann v. Stade (de 
Littore), Reinbold v. Sterrenberg, Otto v. S. Remigius, Otto 
Schwarz (Niger), Her de gen, Stephan v. Limene, Wigand 
und Symon; ferner die Schöffen und Bürger Hertwin, Cun- 
rad Gulre, Volcmar der Vogt, Hinrich Sohn Alverade's, 
Heribord und Helewich Kifeling. Bopardie 1238. Zwei 
Origg. in Coblenz. Gedr. Mtth-h. Ukb. 3,487. 95. 

1238 .... Baldewin Abt und der Convent von S. Martin zu 
Trier überlassen der Abtei Kettel ihre Einkünfte von der Kirche 
zu Gandra gegen eine feste jährliche Kornrente von 26 Malter. 1238. 
Büchel'sche Copie in Trier. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,488. 96. 

1238 .... Der Abt Jeremias von Hugeshofen (im Elsass) erneuert 
seines Vorgängers Baldewin Vergleich v. 1207 rnit dem Grafen v. 
Saarbrücken (de Sareponte) wegen eines Guts zu Titteisheim. 
1238. Wadgasser Chartul. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,489. 

97. 

1238 .... Die Gebr. Herr Philipp und Conrad v. Sconekke 
machen zu Boppard einen Vergleich mit dem Ritter Gobelo von 
Burnehoven und dessen Schwester Gertrud wegen des Wingerts »zu 
me Sette« in Salcech, welcher einst Herrn Embrico von Burne- 
hoven und dessen Frau Engeltrude, den Aeltern Herrn Gobelo's und Ger- 
trud's, gehörte. Zeugen Cunrad Notar zu Boppard, der R.itter 
Godefrid v. Randekken und sein Bruder Embrico, der Schultheiss 
Cunrad, der Ritter Wigand und sein Bruder Renfrid,* sowie 
die Ritter Reimbold v. Sterrenberg und Hinrich Moench (Mo- 
naclius). Bopardie 1238. Kindl. Copie in Münster. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,489. 98. 

1238 . . . . Walter Propst, Meisterin und Convent von Marien- 
berg bei Boppard vererbpachten ihre dem Hildesheimer Dom- 
capitel abgekauften Wingerten zu Camp, 1238. Kindl. Copie einer 
deutschen Uebcrsetzung in Münster. 99. 

1238 .... Graf Ger lach V. Vcldenze verspricht auf das Gesuch 
seines Getreuen, des Ritters Bertolf Muckelin, dass dessen Lehen, 
ein Burgsess zu Monfort und die Mühle von Niederhausen, auch 
dessen Sohn Herrnann besitzen solle (mundiburgia feodi, vulgariter 
dicitur Anevel). Zeugen der Putter Wilh. v. Roburg, Adelhard, 



1238—39. Mittclrhcin. Kc^-osten. 100—3. 23 

Heinr. v. Dosenment, Baldcwin, Willi, v. Bikklenheim und 
Wilhelm der Sohn Hadeurgis v. Spanheini. 1238. Gedr. 
Acta Palat. 2,291. 100. 

1238 .... Das Kl. Bealusberg bei Coblenz verpachtet den Wingert 
»Gespan« zu Ley, welchen ihm der Ritter Bertin von der 
Leer geschenkt hat. 1238. Reg. im alten klösterl. Repertürium 
zu Coblenz. 101. 

1239 ian. 2. Erzb. T h. (eoderich) v. Trier belehnt zu Coblenz in- 
folge eines Manngerichtsurtheils daselbst Metthilde und Loretta, die 
Töchter seines Verwandten (consanguinei), des verstorbenen Grafen 
Henr. von Castel, mit der von ihm lehenrührigen Burg Hunoldi- 
steyn und Zugehör, welche gen. Graf an ihn resignirt hat. Zeugen 
Graf Henr. v. Seyn, Friderich v. Rifirseit, The oder. v. Kempe- 
nich, die Gebr. Graf Johann und Symon v. Spanheim, der 
Burggraf v. Arberch, Ludew. Walpodo, Dytard v. Paf- 
fendorf, Wilh. V. Helfinstein, Wilh. v. Archa und Herrn. 
V. Losnich. Confluentie 4 non. jan. 1238. Orig. in Coblenz. 
Gedr. Fahne, Cod. Salm. 16. Toepfer, Hunolst. Ukb. 1,11. Mttlrh. 
Ukb. 3,4GG. Reg. Goerz, Reg. der Erzbb. 41. 102. 

1239 ian. 25. Der Priester Engelbert v. Archa, Dechant von 
S. Flor in und Pleban von S. Marien in Coblenz, übergiebt 
dem Florinsstift daselbst das von ihm gegründete Hospital hinter 
der »Leyr« mit zugehöriger Kapelle und Gütern; bestimmt, dass 
nach seinem und seines Verw^mdten (consanguinei), seines Mitcano- 
nich'sTheoderich v. Ryneche, Tode der jezeitige Stifts-Dechant 
einen tauglichen Priester als Rektor und Provisor daselbst einsetze, 
ernennt selbst als solchen seinen Priester Hermann auf Lebens- 
zeit, und vermacht zu dessen Unterhalt, sowie zum Vortheil der 
Armen daselbst noch seinen Hof zwischen Coblenz und Wisse 
mit allen Wingerten und Aeckern in derselben Flur, seinen Acker 
im »Loupach«, woraus der Priester des h. Kreuzaltars zu S. 
Flor in einen Zins bezieht, seinen Wingert bei dem Spitale, ein 
Haus und Garten hinter »Leir«, woraus die Marienkirche einen 
Zins bezieht, »inen Wingert bei dem Spital, wovon der Pleban der 
Marienkirche jährlich am Anniversarium des Ritters Cunrad 
Virnecorn 3 Soliden erhält, und seine 150 Schafe. Sodann ver- 
pflichtet er den Spitals-Rektor zu einigen Leistungen an's Florins- 
stift, beurkundet, dass Gertrude Rumpen ihre Mobilien und 
Immobilien dem Spital vermacht habe, und ernennt als Treuhänder 



24 1239. Mittelrhein. Regesten. 103—6. 

Über alles seinen leiblichen Bruder Willelm v. Arclia, seine Mit- 
canoniker Godefrid, Theoderich und Johann v. Engers, 
sowie seine Gleriker Hermann und Godebold. Mitbesiegler 
Cunrad Propst von S. Florin und Warner Abt v. Beatus- 
berg. Confluentie 1238 in conversione Pauli. Orig. in Coblenz. 
Gedr. Günther, Cod. 2,184. Mttlrh. Ukb. 3,467. Reg. (Kreglinger) 
Catalogue Renesse 9 no. 55. 103. 

1239 ian. 26. Erzb. Theoderich v. Trier beurkundet zu Coblenz, 
dass der Kreuzfahrer Henr. Wafilhart v. Wise und dessen Frau 
Benedicta dem Kl. Marienstatt ihr Haus, Wingerten und Aecker 
zu Metrie (Metternich bei Coblenz) für ihr Anniversarium vermacht 
haben, und das Kloster genanntem Henrich 10 Mark ä 12 köln. 
Soliden die Mark gegeben habe, wofür es diese Güter 7 Jahre in 
Bau und Nutzung haben solle. Zeugen die Ritter Wilhelm von 
Archa mit seinem Sohne W., Henr. Incil, Henr. Speit mit 
seinem Bruder Thomas, Mengozo v. Wise, Henrich v. Stoc- 
heim, Everard, Walter v. Burgthor (de Porta castri) und 
Peter Weiss (Albus). Confluentie 7 kal. febr. 1238. Orig. 
in Idstein. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,468. — An dems. Tage und Orte 
beurkundet auch der Erzbischof noch 2 andere ähnliche Ver- 
mächtnisse dieses Kreuzfahrers von einem Wingert zu Wise am 
Hulisberg für das Nonnenkloster in Valindr e (Schönstatt), und 
von dem Wingert »Hoge« zu Wise neben dem des Kl. Kampe für 
das Kl. Rumirsdorp. Originale in Coblenz. Reg. Goerz, Keg. d. 
Erzbb. 41. Mttlrh. Ukb. 3,469. 104. 

1239 febr. 2. Der Edle Th. v. der Leyen (de Petra) und seine 
Gemahlin A leide übertragen mit Consens ihrer Kinder Thomas, 
Margareta und Ida, sowie ihrer Brüder Tifrid und Elias dem 
Kl. Epternach ihr Allod zu G eigene, wofür das Kloster ihnen 15 
trier. Pfund giebt. Auch veranlasst gen. Th. den Walter Cokin 
von Geien nebst dessen Schwester und Schwestersohn, welche zu 
ihm in dienstbarem Verhältniss standen und das Allod gleichsam 
erblich besassen, auf ihre Rechte daran zu verzichten, indem er sie 
dafür in ihrem Stande verbessert. Zeugen der Edle Herr Henr. 
V. Ham, der Ritter Hermann v. Menningen, Thomas von 
Bollindorf, Th. v. Menningen, Schultheiss und Schöffen von 
Epternach. 1238 mense febr. in die purif. Marie. Orig. in Coblenz. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,469. 105. 

1239 febr. 15. Hermann Dechant und das Capitel von Wetflar 



1239. Mittelrhein. Regesten. 106—10. 25 

verpachten daselbst dem Kl. Aldenburg für die Lebenszeit des 
Kürschners Kudeger von Wetflar, welcher im Kl. Rumers- 
dorf Mönch geworden ist, 2 Mansus zu Alboldeshusen, die 
dieser im Bau hatte und wovon 1 Mansus auf Pfingsten einen leich- 
ten Solidus genannt Schafschilling entrichtet, mit der fernem 
Verpflichtung, nach Rudeger's Tode 2 Mark als »duriste 
(theuerst) Houbet« (pro Optimalibus) zu zahlen. Zeugen die beiden 
Aebte von Arnsburg und Rumersdorf, der Schultheiss 
Ludewich, die Schöffen Wigand, Richolf, Ortolf und Jo- 
frid. Wetflarie 15 kal. mart. 1238. Gedr. Guden, Cod. 5,5. 

106. 

1239 febr. Der Ritter Mathias von der Brücke (de Ponte) zu 
Trier gen. v. Kohheme und seine Frau Lyverade verkaufen 
für 100 trier. Pfund dem Kl. Hemmelroden ihre 3 Kaufläden am 
Eingang zur Jakobsstrasse (platea dni. Jacobi) gegenüber 
den Wechslerbänken auf dem Markte zu Trier. Zeugen 14 Trierer 
Schöffen, darunter Bonefacius, Ordolph, Baldewin, Tri- 
stand, Gobolo und Gylot. 1238 mense febr. Orig. in Coblenz. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,470. 107. 

1239 febr. Wildgraf Conrad (com es Silvester) und seine Ge- 
mahlin, die Wildgräfin Gisela, überweisen der Gräfin Elisabeth 
V. (Saar-) Werde und ihrem Sohne Emicho Schloss Kierberc 
mit 50 Pfund Rente als Mitgift. Unter den Zeugen mag. Johann 
Pastor zu Munzeche, Herr Th. (eoderich) v. Kellenbach 
Hermann Vogt zu Semire, Folker, Wilermus Borres, 
Herm. Shade und der Truchsess Godefrid. 1239 mense febr. 
Schott'sche Copie nach dem Orig. in Miltenberg. Gedr. Kremer, 
Ard.-Gesch. 2,101 Extr. nach Senckenberg, De interitu landgrav. 
infr. Alsac. 108. 

1239 mz. 2. Erzb. Th. (eoderich) v. Trier beurkundet zu Trier den 
vor ihm geschehenen Vergleich in dem Streite des trier. Dom- 
thesaurars S. mit dessen Bruder Reiner v. der Brücke zu 
Trier (de Ponte Trevir.) wegen der »Hunrige« in Grinde- 
rich. Mitbesiegler der Propst R.(udolf) von S. Paul in und 
Friderich der Aeltere v. der Brücke. Treviris 6 non. 
mart. 1238. Chartul. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,471. Reg. 
Goerz, Reg. d. Erzbb. 41. 109. 

1239 mz. 15. Derselbe inkorporirt zu Trier dem Martinskloster 



26 1239. Mittelrheiii. Regesteii. 110-14. 

daselbst mit Consens des Domkapitels und betr. Archidiakons 
Arnold die Viktorskirche über der Brücke von Trier, deren 
Patronatsreclit das Kloster besitzt. Treviri id. mart. 1238. Gedr. 
Hansen, Beitr. zur Gesch. der Pfarreien 120. Mttlrh. Ukb. 3,471. 
Reg. Goerz, Keg. der Erzbb. 41. 110. 

1239 mz. 17. Friderich von Bopardia Domherr zu Worms Zeuge 
daselbst in des Bischofs Landolf Ürk. für S. Paul daselbst. Wor- 
matie 1239 in die Gertrudis. Gedr. Schannat, Hist. Worm. 2,121. 

111. 

1239 mz. 26. Bischof Jacob von Metz wird mit G5 Andern von dem 
Bischof Koger von Toul in der Kirche des Mattheisklosters bei 
Trier zum Priester geweiht 1239 vigil. pasche, quo celebrata fuit 7 
kal. apr. Notae Stabul. ap. Pertz, Script. 24,32. lila. 

1239 (40) mz. Der frier. Archidiakon Rodulf, Propst von S. 
Paul in, beurkundet, dass sein Bruder, Herr Friderich v. der 
Brücke (de Ponte), mit Gonsens seiner sämmtlichen Erben dem 
Kl. S. Thomas (a. d. Kill) alle seine Güter zu Pizeport geschenkt 
habe. 1239 mense martio. Orig. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 
3,491. 112. 

1239 (40) mz. Schultheiss, Schöiren und Bürgerschaft von Trier be- 
urkunden, dass der Canon ikus Bartlio lomeus v. S. Symeon 
sein Haus gen. »S. Thomas Curie« und dessen Bruder Henrich 
mit Consens seiner Frau Zofia einen Wingert auf dem Berge von 
Kürentz (in monte Curvatie) mit einem Zins von 25 frier. So- 
liden an den Capellan v. S. Marien im Symeonsstift beschwert 
haben, und dass dagegen das Stiltscapitel den Wingert des Canonikus 
auf dem Berge Anval, aus dem es bisher diesen Zins l)ezog, elavon 
befreit habe. Zeugen der Schultheiss N i c h o 1 a u s und di e 
Schöffen Ludew. Freysam, Bonefacius Reich (Rex), 
Bai de w in, Ordolf, Ludew. Puella, Gileth, Ludew. Weiss 
(Albus), Tristan t, Henr. Warner, Henr. Bau wams und 
(nachträglich noch) Arnold Gross (Magnus). 1239 mense mart. 
Chartul. in Coblenz. Gedr. Mtth-h. Ukb. 3,492. 113. 

1239 .... The oder ich und Agnes von Malberch (Eheleute), 
welche dem Kl. Hemmen rode die Wiesen von dem »Cimber- 
b a c h« bis zur »C o 1 e g r o v e« , den Zehnten und Medum (m e d e m a) 
im Walde »B i r k s c h e i t« , die von F u 1 c o Herrn v. Malberch 



i 



1239. Mittelrhoin. Rotesten. 114-17. 27 

demselben geschenkten Holzberechtigungen im »Hoenscheit« für 
die abteil. Gebäude und Ilöfe, namentlich den »Neuhof« (nova 
grangia) und Hof von Rodenbusch, sowie die Weide im Banne 
von Bettenvelt und Mervelt und die Novalien im Wulvecen- 
busch streitig gemacht hatten, vergleichen sich auf den Rath Erz- 
bischofs Th.(eoderich) v. Trier, Theoderich's Herrn von 
Bruche und des Ritters Johann v. Neuerburg (deNovo- 
castro), nachdem Letzterer im Auftrage des Erzbischofs in der 
Sache eine Zeugen- Vernehmung vorgenommen hat, mit dem Kloster, 
und bestätigen demselben die genannten Rechte. Ueberdies schenken 
sie dem Kloster das Land und die Wiesen bei dem Neuhof in be- 
stimmten Grenzen vom »Mar est ein« durch das Thal des »Bik- 
kenbach«; und da die Schöffen und Leute von Bettenveit zu 
allem ihre Zustimmung gaben, so schenkt der Kellner Henrich 
diesen einen Kelch, sowie denen von Mervelt eine Stola aus Er- 
kenntlichkeit. 1239. Orig. in Trier. Gedr. Fahne, Cod. Salm. 16. 
Mttlrh. Ukb. 3,507. Reg. Wauters 4,320. 114. 

1239 apr. 6. B. (urkard) Propst von Wetflar, A.(lbero) Propst von 
Schiffenburg und mag. Jo. (bann) Scholastikus von S. Florin 
zu Coblenz machen als von Dechant und Capitel zu Wetflar 
ernannte Schiedsrichter daselbst auf Befehl des Erzbischofs v. 
Trier eine neue Ordnung in Betreff der Stifts-Präbenden und Gu- 
rien; namentlich der des Erzpriesters Cunrad, des frühern 
Propstes Gerhard, des Ekehard v. Bucheseke, Cunrad's 
vom Thore (de Porta), Dechants Hart mann, in Betr. der 
Curie Giselbert's genannt Fronhop, des Waldes Stopelenberg 
und der Curie Burchard's Prinsac. Wetflarie 1239 fer. 4 
post dnc. Quasimodo geniti. Orig. in Wetzlar. Gedr. Mttlrh. Ukb. 
3,493. 115. 

1239 apr. 22. Erzb. The oder ich v. Trier beurkundet zu Trar- 
b a c h , dass Graf Johann v. S p a n h e i m und dessen Brüder 
Heinrich (v. Heinsberg) und Symon für 300 köln. Mark Denaren 
ihm ihren Hof zu Maxeine mit Leuten und allen Zubehörungen, wel- 
chen sie von ihm zu Lehen tragen, und dessen Dominium dem vor- 
genannten Hein rieh Hengesburg gehört, verpfändet haben. Dra- 
venebach 10 kal. niai 1239. Chartul. in Carlsruhe. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,495. Vgl. Lehmann, Spanheim 1,30. 116. 

1239 mai 11. Derselbe ertheilt zu Trier dem Priester (Pfarrer) von 
Alflo die Erlaubniss, wie bisher, Sonntags alle 14 Tage, in der 



28 1239. Mittelrheiu. Regesten. 117—22. 

Woche aber nach Belieben in der Kapelle zu Gevenich die Messe 
zu lesen, obgleich das trier. Provincial-Concil verordne, dass die 
Pfarrkinder in den Filialdörfern an Sonn- und Feiertagen die Pfarr- 
kirche besuchen sollen, und bestimmt, dass die von Gevenich auf 
Allerheilii^en und Pfingsten dem Gottesdienst in Alflo beiwohnen 
sollen. Treveri 5 id. maii 1239. Gopie saec. 16 in Goblenz. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,495. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 42. 117. 

1239 mai 14. Papst Gregor IX befiehlt dem Propst, Dechant und Cano- 
nikus Fr i der ich von Prüm die Untersuchung und Entscheidung in 
der Klagsache des Nonnenklosters Martinsberg (de monte S. 
Martini) zu Trier gegen den Domherrn Elyas daselbst wegen 
Eingriffe in die klösterlichen Besitzungen. »Dilecte in« etc. etc. La- 
lerani 2 id. maii pont. a. 13. Orig. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 

3.496. Reg. Potthast 2109 no. 26289. 118. 

1239 mai 23. Derselbe nimmt das Nonnenkloster S. Martin zu Trier 
(Martinsberg) in seinen Schutz, und bestätigt ihm die vom Erz- 
bischofe v. Trier inkorporirten Kirchen von S. Laurentii zu 
Trier, von Lutzenrod und Grimolderod. »Cum a nobis« 
etc. Laterani 10 kal. jun. pont. a. 13. Transsumpt von 1305 in 
Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,496. Reg. Potthast 2109 no. 26290. 

119. 

1239 iun. 1. Der erzbischöfl. Official, Domherr Th(eoderich), 
welcher mit dem Ritter Abertin von Usildingen in der Streitigkeit 
der Abtei S. Marie ad Martires zu Trier und des Ritters 
Matheus v. Sidelingen wegen Güter zu Ramelfengen von 
beiden Theilen zum Schiedsrichter ernannt worden war, erlässt un- 
ter seinem und Herrn Simons v. Warnisberch Siegel einen Rechts- 
spruch in dieser Sache, den der Erzb. Th. (eoderich) von Trier 
bestcätigt hat. 1239 kal. jun. Ghartul. in Trier. Gedr. Mttlrh. Ukb. 

3.497. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 42. 120. 

1239 iun. 1. Sibodo, der frühere Vogt zu Fleidelberg, schenkt mit Con- 
sens seiner Gemahlin Aleide dem Kl Hemmenrode Wingerten zu 
Heidelberg, Bergeheim und Schriesheim; bei welcher Schenkung un- 
ter Andern 2 Mönche von Hemmen rode und der Mönch fr. 
Cuonrad, magister des Neuhofs, als Zeugen gegenwärtig sind. 
1239 kal. jun. Gedr. Remling, Speir. Ukb. 1,219. 121. 

1239 iun. 8. Papst Gregor IX bestätigt dem Kl. Hemmen rode den 



1239. Mittelrhein. Rcgeston. 122—27. 29 

zwischen demselben und dem Pfarrer von Noviant durch den 
Erzbischof v. Trier vermittelten Vergleich (vgl. 1237 apr.) »Cum 
a nobis« etc. Laterani 6 id. jun. pont. a. 13. Orig. in Trier. Gedr. 
Mtth-h. Ukb. 3,497. Reg. Potthast 2109 no. 26291. 122. 

1239 iun. 30. Erzb. Theoderich v. Trier bewilligt zu Trier dem 
Nonnenkl. Martinsberg (in monte S. Martini) bei Trier in 
seinen zu Ozburch und daherum liegenden Waldungen gleiche 
Holzberechtigung wie den dortigen Bauern. Treveri 1239 crast. 
Petri et Pauli. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,498. Reg. 
Goerz, Reg. d. Erzbb. 42. 123. 

1239 iul. 1. Derselbe beurkundet und bestätigt vor der Domkirche 
zu Trier die von den beiden Rittern Richard v. d. Brücke 
(de Ponte) und Henrich v. Cons in dem Streite des Marien- 
klosters am Moselufer (bei Trier, S. Mariae ad martyr.) mit 
den Söhnen Philipp's v. Wormeringin und den Erben von Burnege 
wegen Güter zu Wiltingin mit Zustimmung beider Parteien an 
Ort und Stelle veranlassten Aussagen von 11 Zeugen; wornach un- 
ter andern! Cono, Canonikus vom Dome und Pastor von 
Wiltingin eine Zeitlang einen Theil selbst bezogen, und Ludo- 
vich Blind (Cecus) bis zu seinem Tode von dem Abt Richard 
ein gewisses Lehen erhalten hatte. Zeugen die beiden Trier. Dom- 
herren Henrich Propst von Pfalzel und Theoderich Of- 
ficial des Erzbischofs, der Prior von S. Marien (ad mar- 
tyr.), der Ritter Gerard v. Esch und der Trierer Bürger 
Giloth. In atrio majoris eccl. Trev. 1239 kal. jul. Trans- 
sumpt von 1285 in Coblenz. Gedr. Wurth-Paquet, Wormeldange S. 
58. Mttlrh. Ukb. 3,498. Reg. Goerz, Keg. der Erzbb. 42. 124. 

1239 inl. 1. Der trier. Archidiakon Theoderich bekennt, kein 
Recht auf die Nikiauskapelle zu Luxemburg zu haben. 1239 in oc- 
tava Johan. bapt. Chartul. in Luxemburg. Reg. Publ. de la soc. de 
Luxemb. 14,101. 125. 

1239 iul. 6. Arnold Herr von der Fels schenkt mit Consens seiner Ge- 
mahlin und des Grafen Johann v. Spanheim dem Kl. Marien- 
thal das Patronatsrecht von WaltbiUke. 1239 prid. non. jul. Orig. 
in Luxemburg. Keg. Publ. de Luxemb. 14,101. 126. 

1239 inl. 24. Erzb. T h. (eoderich) v. Trier belehnt die Gräfin Erme- 
sinde v. Luzillinburg und ihren Sohn Henrich mit seinen Rechten in 



30 1239. Mittelrhein. Regesten. 127—31. 

der Stadt Ridebiirg, und behält sich nur die zur erzbischöflichen 
Kanuner gehöiigen Gei'älle im Betrage von 4 Pfund jährlich aus, 
welche für ihn der Stadt-Schultheiss erheben soll; dieselben sollen 
die Stadt befestigen und die Einwohner der Gräfin und deren Sohne, 
sowie den Erzbischöfen den Treu-Eid schwören; letztere sollen in 
der Stadt ein nicht befestigtes Haus haben, dessen Bewuhner von 
allen Abgaben befreit sein sollen; auch ernennt er den gen. Sohn 
der Gräfin und dessen Nachfolger als Grafen v. Lucillinburg zu Burg- 
niänner von Kilburg mit der Verpflichtung, statt seiner einen Rit- 
ter zur persönlichen Residenz dorthin zu stellen, welcher das dem- 
selben vom Grafen ausgeworfene »Sezlen« vom Erzbischofe em- 
pfangen soll. 1239, 9 kal. aug. Orig. in Coblenz. Gedr. Hontheim 
1,725. Mttlrh. Ukb. 3,500. Reg. Goerz, Reg. der Erzbb. 42. Kreg- 
linger in Gompte rendu etc. 3,227. Publ. de Luxemb. 14,101. 
Wauters 4,312. Vgl. Brower, Ann. 2,132. 127. 

1239 iul. 24. Die Gräfin Ermesinde v. Lucillinburg und ihr Sohn Hen- 
rich schwören dem Erzb. Th. (eoderich) v. Trier Hilfe und Bei- 
stand gegen Jedermann, ausgenommen den Kaiser und den Herzog 
V. Lothringen ; jedoch auch gegen Letztern, wenn derselbe gewaltsam 
das Erzstift überfallen sollte. 1239, 9 kal. aug. Chartul. in Coblenz. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,501. Reg. (Kreglinger) Catalogue Renesse 9 
no. 57 nach dem Original. Publ. de Luxemb. 14,101; woselbst und 
in Gompte rendu 5,288 dasselbe Reg. mit kal. aug. 128. 

1239 aug. Burchard Propst v. Witflar zu Gelnhausen Zeuge in 
König Conrad's IV Urk. für das Kl. Meirolden. Geilenhusin 1239 
mense aug. ind. IG (12). Gedr. Huillard-Breholles 5,1183. 129. 

1239 aug. 19. Guno Herr v. Schon enberg (in der Eifel) und seine 
Gemahlin A. verzichten zu Trier auf ihre gegen den Erzb. Theo- 
derich V. Trier erhobenen Ansprüche auf das Patronatsrecht zu 
Edegrei, nachdem durch einen Compromiss die Entscheidung in 
dem Streite dem Abt Conrad von Hemmenrod übertragen 
worden war, und dieser mit Zuziehung Arnold 's v. Bruneshorn 
und anderer seiner Confratern dieses Recht dem Erzbischofe zuer- 
kannt hatte. Treveri 14 kal. sept. 1239. Copie des 14. Jahrh. 
im Balduineum zu Trier. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,501. 130. 

1239 sept. 17. Der tri er. Official Th. (eoderich) beurkundet, wie .sich 
die Abtei S. Max im in bei Trier mit dem Ritter Johann von 
Helmedinge wegen dessen Schulden auf Gütern zum Hof Gundelinge 






1239. Mittelrheiü. Regesten. 131—35. 31 

gehörig und von der Abtei lelienrührig, verglichen habe. 1239 in 
festo Lamberii. Orig. in Heidelberg. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,502 ex 
Ghartiil. lic^. Oberrhein. Zeitschr. 23,133. 131. 

1239 sept. 22. Philipp Herr v. Hohinvels verzichtet zu Mainz Angesichts 
des dort. Erzbischofs auf alle Rechte an die Güter zu Gensiiigen, 
welche die Herzogin von Nanzig, die Tante seiner Gemahlin, dem 
Nonnenkl. Rupertsberg geschenkt hat (vgl. 1220 Reg. 1479). 
Unter den Zeugen der Mainzer Domherr Theo der. v. Stalekin, 
der Wildgraf (com. silvestr.) Gunrad, Rheingraf (Rin- 
gravius) Emercho, Eberhard, Wilh. ßuzzel, Henr. von 
Stein (de Lapide), Theoder. v. Kellinbach und Wilh. von 
Swarcinberg. Mogunt. 10 kal. oct. 1239. Gedr. Schaab, Gesch. d. 
Erfind, der Buchdruckerk. 2,357. Reg. Weidenbach, Bingen 14 no. 
134. Scriba 3,92 no. 1425. 132. 

1239 sept. 28. Albert Abt und der Convent von Mediolac nehmen 
das Kl. S. Marie ad mart. in Trier in ihre Fraternität auf. 1239, 
4 kal. aug, Ghartul. in Goblenz. 133. 

1239 oct. 27. Graf Johann V. Spanheim beurkundet dem Propst 
Heinrich von Revingersburg und dessen Gonvent, dass er de- 
ren klösterl. Hof und Güter zu Enkerich dieselben Freiheiten er- 
theilt habe, welche auch der verstorbene Graf Berthold bei der 
Gründung des Klosters dessen Hof und Güter zu Ryle gegeben. 
Zeugen die Ritter Ret her, Hermann v. Ufer (de Ripa), 
Volker, Eberhard v. Odinbach, Frider. v. Dille, Herm. Be- 
heimer, Godefr. Grawe und Herm. Grobe; Danhiel der 
Pastor zu Enkerich, Joh. Struphavere, Ingebrand von 
Kere, der Templer Godefrid, sein Truchsess Gozwin, 
Heinrich der Genturio in Enkerich mit den Schöffen 
Theoder, Begenot, Godefrid und Joh. Motze daselbst. 1239 
vigil. Simonis et Jude. Orig. in Goblenz. Gedr. Acta Palat. 3,102. 
Würdtwein, Subs. 5,412. v. Reisach, Archiv 2,256. Mttlrh. Ukb. 
3,503. Reg. Günther, Cod. 2,187. Lehmann, Spanheim 2,3. 134, 

1239 oct. Der köln. Erzb. Conrad (von Hochstaden) schenkt zu Cöln 
seinen Blutsverwandten, den köln. Domherren den beiden Gebrüdern 
V. Wickerode und dem Luthar v. Covirne, sein Haus gen. »alter 
Pallast« daselbst zur Vergrösserung der Domfreiheit. Colonie 1239 
mense oct. Gedr. Lacomblet, Ukb. 2,126 no. 244. Reg. Harless, 
Archiv 1,19. 135. 



S2 1239. Mittelrhein. Regesten. 136. 

1239 .... Wildgraf (Silvester comes) Conrad sühnt sich zu 
Bingen mit dem Erzb. Sifrid v. Mainz, nnd verpflichtet sich, demsel- 
ben zur Hilfe gegen Jedermann, namentlich aber gegen den Herzog 
V. Baiern und dessen Anhang. Der Wildgraf verzichtet für sich, 
seine Gemahlin und Söhne auf die Güter zu Medersheim, und 
verspricht, den von ihm auf diesen Gütern seit dem Tode des Gra- 
fen S.(imon) v. Sarbrucke angerichteten Schaden bis zu nächsten 
Weihnachten wieder gut zu machen, worüber er nach der Abschätzung 
Theoderich 's von Kelle nbach und dreier Anderer Bürgen 
gestellt hat. Diese Abschätzung des Schadens solle bis zu nächsten . 
Martini (nov. 11) geschehen sein, widrigenfalls jene Bürgen, nämlich 
Graf Gerhard v. Ditse, Symon der Bruder des Grafen v. Span- 
heim, Godefrid v. Bike nbach, Raugraf (comes Irsutus) Con- 
rad, Eberhard v. Stein (de Lapide), Wernher v. Bolanden, Philipp 
V. Falkenstein, Philipp v. Hohenfels, Rheingraf (Ringravius) 
Embricho und Theoder. v. Kellenbach Einlager zu Mainz 
leisten sollen. Für sonstige Schäden, welche das Erzstift Mainz durch 
ihn erlitten, verpflichtet er sich, demselben mit 60 Rittern und 40 
Edelknechten fünf Jahre lang zu dienen. Ferner verspricht er, 
das Mainzer Domcapitel nicht auf den Gütern in Monsterche zu 
beschweren oder beschweren zu lassen, und wenn er gegen einen 
der Punkte des Sühne- Vergleichs handeln würde, sich der Strafe der 
Exkommunikation und Acht freiwillig zu unterwerfen. Als Gesammt- 
Bürgen aber stellt er den Grafen Gerlach v. Veldenze, Grafen 
Friderich v. Linningen, Kheingrafen (Ringravium) Embricho, 
Raugrafen (com. Irsutum) Conrad, Godefrid und Gerhard v. Eppen- 
stein, Wernher v. Bolanden, Philipp v. Hohenvels, Philipp v. Falcken- 
stein, Theoder. v. Kellenbach, Wilh. v. Swarzenberg, Wilh. 
Buzel v. Stein (de Lapide), Heinr. v. Stein (-Kallenfels, de La- 
pide), Hermann den Sohn Cuno's v. Dune, Winand v. Wal- 
deck, Wilh. Porez v. Durne, Gerlach v. Merkesheim, 
Philipp den Sohn Kindelin's v. Spanheim, Wilh. v. Franken- 
stein, den älteren und jüngeren Vicedom Gerhard von Worms, Cunr. 
Stoeck, Volker v. Dune, Theoder. v. Blidenstat, Joh. v. Dal- 
burg, Philipp den Sohn Vrolig's v. Spanheim, Wernher v. 
Walbach, Wernher v. Stein (de Lapide-Kallenfels), An- 
selm V. Stein (Kallenfels), Gotfrid v. Randeck, Berthold Schuhe, 
die Gebr. Godefrid Grau (Canum) und Hermann, Ludolf v. Smide- 
burc, Hermann v. Crubo und Eberhard v. Stein (de Lapide, 
Kallenfels). Dieselben sollen bei Verletzung des Vertrags in Mainz 
so lange Einlager thun, bis dem Erzbischofe 2000 Mark gezahlt 
worden seien. Ap. Pinguiam 1239. Gedr. Guden, Cod. 1,559. 



1239. Mittolrhein. Kegesten. 13G— 42. 33 

Mttlrh. Ukb. 3,508. Reg. Scriba 4c,5 iio. 5194. Weidenbach, Bin- 
gen 14 no. 132. 136. 

1239 nov. 21. Papst Gregor IX befiehlt dem trier. Domherrn Fride- 
rich darauf zu sehen, dass der von dem Erzbischofe v. Trier 
in dem Streite des Kl. Hemmenrode mit dem trier. Archidia- 
kon Radulph wegen der Zehnten zu Noviant und Maranc 
vermittelte Vergleich gehalten werde, wenn derselbe beiderseits frei- 
willig acceptirt worden sei. »Significantibus« etc. Laterani 11 kal. 
dec. pont. a. 13, Chartul. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,504. 
Reg. Potthast 2109 no. 2G295. 137. 

1239 nov. Der Wildgraf (com es silvestr.) Conrad, welcher von 
dem verstorbenen Erzb. Engelbert v. Göln 200 Mark empfangen, und 
von Erzb. Conrad v. Cöln 400 Mark angewiesen erhalten hat, macht 
sein Schi. Smedeburg zu des Erzstifts Cöln Lehen- und Offenhaus. 
1239 mense nov. Gedr. Lacomblet, Ukb. 2,12G no. 245. 138. 

1239 dec. 1 Cuno, Hermann, Heinrich und Arnold Herren v. 
Leye (bei Uerzig a. d. Mosel) versprechen zu Göln dem dort. Erzb. 
Conrad, nachdem sie von demselben 120 Mark erhalten haben, ihre 
Burg Leye ihm und seinem Erzstifte offen zu halten und daraus 
gleich einem ledig Mann zu dienen. Wegen Mangels eignen Siegels 
von dem Wildgrafen (comes silvestr.) Gunrad und Everard 
V. (Ober-) Stein (de Lapide) besiegelt. Golonie dnc. post Andree 
1239. Orig. in Goblenz. Gedr. Kremer, Akad. Beitr. 2,255. Günther, 
Cod. 2,188. Niederrh. Annalen 18,306. Mttlrh. Ukb. 3,504. 139. 

1239 dec. 7. Graf H. (einrieb) v. Seyn beurkundet zu Cöln, dass der 
dortige Erzb. Conrad und dessen Nachfolger jederzeit das Einlösungs- 
recht an den ihm für Tausend Mark verpfändeten Höfen Zeltanc 
und Ratike haben sollen. Golonie 1239 octava Andree. Orig. in 
Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,505. 140. 

1239 dec. 30. Erzb. Th. (eoderich) v. Trier schenkt dem Kl. Hem- 
men rod zu seinem Anniversarium ein Gut zu Kestente, das er 
für 100 Mark von dem Trierer Bürger Bonefacius gekauft 
hat. 1239, 3 kal. jan. Orig. in Goblenz. Gedr. Heesius, Manip. 
Him. 33. Mttlrh. Ukb. 3,505. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 42. 141. 

1239 .... A. (rnold) Propst, W. (ilhelm) Dechant und Capitel des 
Doms zu Trier geben ihre Wingerten zu Chouese (Cus an der 

3 



34 1239-40. Mittelrhein. Regesten. 142-47. 

Mosel) gegen die Hälfte des Ertrags in Erbpacht. 1239. Orig. in 
Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 2,506. 142. 

1239 .... AbtFriderich und der Convent von Prüm überlassen 
der Abtei Steinfeld 3 Morgen Wingert zu Arwilre hinter der Kirche 
als Eigenthum, welche dieselbe von dem prüm. Lehnträger, dem 
Ritter Johann v. Bacheim, erworben hat, gegen jährl. Entrich- 
tung zweier Jagdstiefel an die Abtei; ebenso eine Hofstatt zu Ge- 
roldeshoven, welche sie von dem prüm. Vasallen Gerard v. 
Arwilre gekauft hat, gegen Entrichtung zweier Sandalen jährlich. 
1239. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,506. 143. 

1239 . . . . Hugo Vogt v. Hunolesteyn schenkt dem Kl. (Frau-) 
Lautern (Lutera) das Patronatrecht und Zehnten zu Swarzen- 
holtz. 1239. Chartul. in Idstein. Gedr. Kremer, Ardenn.- Gesch. 
2,329. Toepfer, HunolsL Ukb. 1,13. 144. 

1240 ian. (6). Erzb. Theoderich v. Trier ertheilt (wie Papst Gre- 
gor IX am 7. Jan. 1237 Reg. 2250) für die Prozession am 13. Jan. 
nach der Abtei S. Maxim in ein Ablass-Privilegium. 1239, 8 non. 
(wohl id. zu lesen) jan. Chartul. in Coblenz. Citirt Mttlrh. Ukb. 
3,446. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 42. Vgl. ßrower, Ann. 2,132. 
Chron. Maximin. ap. Honth. Prodr. 1021. 145. 

1240 ian. Propst Conrad von S. Florin in Coblenz beurkundet 
als Pastor der Laurentiuskirche in Trier unter Mitbesiege- 
lung des trier. Domdechanten Willelm, wie sein Streit mit 
der Abtei Hemmerodde wegen dreier Morgen Ackerland vor 
dem runden Wingert (ante rotundam vineam), im Dorfe 
Curvece und bei der Kirche S. Marie ad martyres, welche 
für freies Widdum seiner Kirche gehalten würden, da sie dieser den 
Zehnten entrichteten, durch die beiden Schiedsrichter, die trier. 
Domherren mag. (Conrad von S. Simeon und den (Dom-) 
Kellner Friderich, geschlichtet worden sei. 1239 mense jan. 
Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,490. 146. 

1240 ian. Derselbe beurkundet (wie vorher) als Pastor der Lau- 
rentiuskirche, wie sein Streit mit dem Kl. S. Marie ad martyr. 
bei Trier wegen des runden Wingerts (rotunda vinea), wel- 
chen Henrich der Mönch dieses Klosters von dem verstorbenen 
Cono Hurscolf gekauft hat, und welcher für V^iddum seiner 
Kirche gehalten würde, da er derselben den Zehnten gebe, durch die 



1240. Mittehhem. Regesten. 147—51. 35 

genannton beiden Schiedsrichter entschieden worden sei; das Kloster 
solle nämlich von diesem Wingert dem Pfarrer den Zehnten und 4 
Soliden Zins jährlich entrichten. 1239 mense jan. Orig. in Coblenz. 

147. 

40 febr. 21. Cunrad Prior, Cristine Meisterin und der Gon- 
vent des Nonnenklosters Aide n bürg (bei Wetzlar) vererblehnen 
daselbst gewisse Aecker zu Mulenheim (Hermannstein) genannt 
»Bruderagger« an Werner Volen und Consorten von Mulen- 
heim gegen einen jährlichen Zins von einer halben Mark und 30 
Käsen, sowie mit der Verpflichtung, bei jeweiligem Tode eines der 
Erbpächter einen leichten Solidus als Weinkauf (pro vinicopio) 
dem Kloster zu zahlen. Zeugen Hart mann Dechant, Ernest 
Scholastikus und Cunrad Thesaurar zu Wetflar; Wigand 
unter den Kraemen (sub tuguriis), Richolf, Weide mann, 
Godofrid Engelmud's, Hermann früher Vogt und Ortolf 
Schöffen (von Wetzlar). Ap. Aldenburg 10 kal. mart. 1239. 
Gedr. Guden, Cod. 2,77. Mttlrh. Ukb. 3,490. 148. 

;0 febr. Der Pleban Isenbard von Epternach, im Begriffe über's Meer 
zu segeln, schenkt zu Trier dem Kl. Himerod einige Jahresrenten 
zu Trier. Ap. Treverim 1239, 14 kal. mart. (febr. 17), und 
darnach 6 kal. mart. (febr. 25) de ms. Kloster noch seine Wohnstät- 
ten zu Trier, einige Geldrenten und 4 Malter Fruchtzins von einem 
Acker zu Uren. Chartul. Himerod. vol. 2 fol. 58b saec. 14 in 
Trier. In Booz, Ser. abb. zu Coblenz mit 6 kal. maji. 149. 

mz. 25. Der Ritter Sifrid Unrait v. Bopard schenkt in der 
Kirche des Nonnenklosters Marienberg bei Bopard (in monte 
S. Marie ap. Bopardiam) diesem Kloster seine Hörigen, die 4 
I Töchter Gerlach's von Seiewege, zu Camp. In supra dicta eccl. S. 
Marie 1240 in annunciat. Marie. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. 
|Ukb. 3,514. 150. 

mz. 2ö. Hontheim 1,725 siehe 1241 mz. 20 Reg. 211. 

mz. 27. Erzb. Th.(eoderich) v. Trier verkauft zu Trier mit 
Konsens seines Domkapitels zur Beschaffung des nöthigen Geldes für 
len Bau der neuen Burg Kilburg dem Kl. S. Thomas (an der 
lill) für 200 Pfund die durch den Tod der Agnes Frau v. M al- 
te rg ihm heimgefallenen Lehen zu Eusport. Treveri 6 kal. apr. 
i240. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,515. Keg. Goerz, 
leg. d. Erzbb. 42. 151. 



36 1240. Mittelrhein. Regesten. 152—56. j 

1240 (41) mz. Beatrix Priorin und der Convent des Kl. Martins- 
berg (S. Martini in monte Treveris) vererbpachten das Haus l 
in der Neugasse (nova platea) zu Trier neben dem Hause der i 
Wittwe Bilza, welches ihnen die Wittwe Edelins vermacht hat, 
gegen 10 Soliden Jahrzins. Mitbesiegler der Domdechant Wil- 
lelm. Zeugen der Priester und Domvikar Otto, der Gleri- 
ker Titerus und die Dombrüder Hermann und Ysenbard. 
1240 mense mart. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,515. 

152. 

1240 apr. 2. Rheingraf (Ringravius) Embricho verleiht an Wil- 
trud, die Gemahlin Herrn Hermann's v. Hohenstein, als Wittum 24 
Malter Hafer zu Hirzenowe und andere Güter, welche derselbe 
von ihm als Burglehen von Rhinberg (bei Lorch im Wisperthal) zu 
Lehen hat. 1240, 4 non. apr. Gedr. Bodmann, Rheing. Alterth. 
1,155 nach dem Original. Copien von Kindlinger in Münster und 
von Schott in Miltenberg haben 5 non. apr. 153. 



1 



1240 apr. 2. Graf Heinrich v. Sa in schreibt von Lüttich aus ge- 
meinschaftlich mit den Herzogen v. Brabant, Lothringen, Limburg 
und andern Grafen an Papst Gregor IX in Betr. des Zwistes zwi- 
schen dem Papst und Kaiser. Ap. Leodium 2. intrantis april. Gedr. 
Pertz, Leges 2,334. Huillard-Breholles 5b,987. v. Sloet, Oorkb. 
1,031 Extr. — Ein ähnliches Schreiben an den Papst erliess auch derj 
Erzbischof v. Trier ohne Dat. und Ort. Pertz, Leges 2,335 
Huillard-Breholles 5b,98ö. Vgl. Goerz, Reg. d. Erzbb. 339 und z 
beider Schreiben Boehmer 384—85 no. 127 und 128. Schirrmache 
3,127—28. 1^4 

1240 apr. 9. Das Mainzer Gericht entscheidet in Sachen des Marien 
gradenstifts daselbst gegen die Gebr. Heinrich und Helfrich, Söhnt 
Heinrich's v. Rudinsheim, wegen deren auf den Zehnten zu Diepacl 
erhobene Ansprüche. 1240 fer. 2 post palmar. Orig. in Miltenberg 

15t 



i 



1240 apr. 12. Rudenger Sachse (Saxo) erlässt dem Kl. Wadego 
5 Metzer Pfund, welche dasselbe ihm schuldete, und schenkt üb 
diess mit seiner Ehefrau Mechtilde demselben 5 Soliden Jahrrenj 
aus seinem Allod zu Halmugin. Besiegelt vom Capitel des S. A^ 
nualstifts und seinem Herrn, dem Grafen von Gastel. 1240 f^ 
5 in cena Dni. Ghartul. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,51t 

isrf 



1240. Mittclrhein. Regcsteu. 157—62. 37 

L240 apr. 13. Graf Ger lach v. Veldenzen verzichtet auf die Bede 
und Abgaben, welche er von dem Hofe und den Gütern des Kl. 
Disibodenberg zu Odernheini zu erheben pflegte. 1246 id. apr. 
Chartul. in Darnistadt. Gedr. Joannis, Spicil. 141. Mttlrh. Ukb. 
3,516. Reg. Georgisch 1,1012. 157. 

1240 apr. 26. Erzb. Th. (eoderich) v. Trier inkorporirt zu Coblenz 
mit Consens des Domkapitels und betr. Archidiakons Arnold 
auf die Bitte des Propstes G. (onrad) von S. Flor in daselbst und 
dessen Capitel's der Küsterei dieses Stifts die Kirche zu Shoninberch 
(Schönberg bei Hachenburg), und setzt fest, wie viel Wachs, und 
was sonst für Kerzen und Beleuchtung im Stift zu liefern ist. Con- 
fluentie 6 kal. mai 1240. Orig. in der Dombibl. zu Trier. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,517. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 42. 158. 

1240 apr. Graf Henrich v. Seyn schenkt zu Herchen (im Sieg- 
kreise) dem Deutschen Orden seinen Weinzehnten im Dorfe Mal en- 
der en. Ap. Hergen 1240 mense apr. ind. 13. Orig. in Wien. 
Gedr. Hennes, Ukb. 1,111. Mttlrh. Ukb. 3,518. 159. 

1240 mai 5. Mag. Radulphus de Velliaco, Ganonikus von Soissons, be- 
stimmt als vom päpstl. Legaten J.(acob) Bischof von Palestrina be- 
stellter Executor in Sachen des mag. Theoderich gegen das 
trier. Domcapitel wegen der vorenthaltenen Sc holaste rie- 
Gefälle einen weitern Termin auf den 28. Mai (fer. 2 post ascens. 
Dni.) nach Soissons, nachdem das Domkapitel durch seinen Proku- 
rator, den trier. Domherrn Keiner, auf dem ihm angesetzten 
Tage den 4. Mai (fer. 6 post invent. crucis) seine Replik angebracht 
hatte. Lauduni (Laon) 1240 sabb. post invent. crucis. Orig. in 
Coblenz, woselbst auch das Orig. der undatirten Instruction des 
Domcapitels für den Domherrn Reiner zu dem Gerichtstage 
am 4. Mai nach Laon (in eccl. S. Johannis ap. Laudunum ad fer. 6 
post invent. crucis). 160. 

Aus der Instruction geht hervor, dass es statt des in der Citation vom 5. Mai 
deutlich geschriebenen auffallenden fer. secunda post invent. crucis (mai 7) für 
den ersten Termin fer. sexta etc. heissen muss. 

1240 mai 8. Der päpstl. Legat fr. Jacob Bischof von Palestrina ertheilt 
dem Cistertienser Nonnenkl. Macra zu dessen Neubau einen Ablass- 
brief. Ap. Corbeiam 8 id. mai 1240. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,518. 161. 

1240 iun. 3—9. Manegold Kade und seine Frau schenken zu Montabaur 



38 l-MO. Mittelrhein. Regesten. 1G2-66. 

dem D u l s c h e n Hause zu C o b 1 c n z ihre Güter zu Rodenbach, 
Ileiligenrod und in andern (ehemals nassauischen) Orten, und erhalteu 
sie auf ihre Lebenszeit gegen einen Jahrzins in Besitz. Besiegelt von 
Erzb. Theo der ich v. Trier, sowie von den beiden Aebten 
Henrich von Remirsdorf (Romersdorf) und Ludinger von 
Seyn. Ap. Monthabor 1240 infra octav. pentecost. Orig. in Wien. 
Gedr. Hennes, Ukb. 1,111. 162. 

1240 iun. Die verwittwete Uda, Weberin, schenkt dem Kl. Hem- 
menrode in Gegenwart der 14 Schöffen von Trier, worunter 
ßonefacius, Ordolf, Ludovich Vreisamm, Ludovich 
Weiss (Albus), Ludovich Puella, Tristand, Arnold Ho- 
wais, Gilleth, Baldewin u. a. ihr Haus in der Johannes- 
strasse daselbst. 1240 niense jun. Orig. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,519. 163. 

1240 iul. 7. König Conrad (Kaiser Friedrich's Sohn, von Gottes Gnaden 
erwählter röm. König, allezeit Mehrer des Reichs und Erbe des Kö- 
nigreichs Jerusalem) meldet den Cölnern, dass er sie dem Schutze 
der Grafen v. Seyn und Geldern empfohlen habe. Ap. Ulmam 
7 jul. ind. 13. Gedr. Senkenberg, Rare Schriften 4,234. Lacomblet, 
Ukb. 2,127. Huillard - Breholles 5b, 1194. Ennen, Quellen 2,202. 
v. Sloet, Oorkb. 1,622. Reg. Boehmer 258 no. 22. 164. 

1240 iul. 9. Mag. Radulphus de Velliaco Domherr von Soissons und 
vom päpstl. Legaten J. (acob) Bischof von Palestrina bestellter Exe- 
cutor, — wx^lcher das trier. Domcapitel d.d. Lauduni sabb. post 
invent. crucis 1240 wegen Vorenthaltung der Gefälle der von dem 
Legaten dem Domherrn mag. Theoderich verliehenen S c h o - 
lasterie auf den 7. Mai (fer. 2 post invent. crucis) nach Laon ge- 
laden hatte, und dem dort am bestimmten Termine erschienenen 
domcapitul. Prokurator Reiner zur weitern Verhandlung (Interlocu- 
tum) einen zweiten Tag nach Soissons am 28. Mai (fer. 2 post 
ascens. Dni.) gesetzt, den er mit Zustimmung beider Parteien, mag. 
Theoderich 's und des domcapitul. Prokurators Henrich, auf 
den 9. Juli (fer. 2 post octav. Petri et Pauli) verschoben habe, wo- 
selbst zu Soissons beide Genannte erschienen sind — verurtheilt das 
Domcapitel zur Verabfolgung der Scholasteriegefälle an mag. Theo- 
derich als wirklichen Scholaster. 1240 fer. 2 post octav. Petri 
et Pauli. Orig. in Coblenz. 165. 

1240 aug. 7. Derselbe verschiebt den in Sachen des mag. Theo de- 



1240. Mittelrhein. Regesten. 166—71. 39 

rieh contra das trier. Domkapitel nach Soissons auf den 7. 
August (fer. 3 post Sixti) angesetzten Gerichtstag mit Zustimmung 
beider Parteien, des gen. mag. Theoderich und domcapitul. 
Prokurators Henrich, auf den 4. Sept. (fer. 3 ante nativ. Marie) 
nach Soissons oder event. auf den 2. October (crast. Remigii), wenn 
das Domcapitel inzwischen angezeigt habe, dass es der Sentenz (vom 
9. Juli) sich füge, und die Scholasteriegefälle dem mag. Theode- 
rich als seinem Scholaster überweisen würde. 1 240 crast. Sixti. 
Orig. in Coblenz. 166. 

1240 aug. 8. Erzb. Th.(eoderich) v. Trier bestätigt zu Montabaur die 
Sentenz seiner Delegirten in Sachen des Stiftscapitels zu Wetflar 
(vom 6. Apr. 1239), und befiehlt dem Gantor und Thesaurar 
von S. Florin zu Coblenz gegen die Widerspenstigen mit Stra- 
fen einzuschreiten. Monthabur 1240, 6 id. aug. pont. nri. a. 20. 
Orig. in Privatbesitz. 167. 

1240 aug. 23. A.(rnold) Propst, W.(ilhelm) Dechant und Gapitel 
des Doms zu Trier melden dem mag. Radulf de Villiaco, Dom- 
herrn von Soissons, auf dessen inserirten Erlass vom 7. Aug., dass 
sie dessen Sentenz gehorchen, und die Scholasteriegefälle an den 
mag. Th. (eoderich) als ihren Scholaster in dessen Hause zu 
Trier überweisen wollen. 1240 vigil. Bartholomei. Orig. in Coblenz. 

168. 

1240 aug. 24. Das Marienstift in Aachen beurkundet, dass der Stiftsherr 
mag. Ricolph Normann 3 Ohm Weinrente zu Sintzge aus den 
Wingerten Godefrid's Bunzem und W i i s zur Vertheilung auf 
Katharinenfest angewiesen habe. Aquisgrani in domo Th. decani 
1240 in die Bartholomei. Gedr. Quix, Cod. Aquens. 1,109 — 10. 

169. 

1240 sept. 5. Mag. Radulph de Villiaco (wie jul. 9) benachrichtigt 
A.(rnold) Propst, W. (ilhelm) Dechant und Domcapitel zu 
Trier vom Empfang deren Schreibens (v. 23. Aug.), und dass er 
jedoch vernommen habe, Sendlinge des Burggrafen von Cho- 
cheme hätten nach kurzer Zeit gewisse von ihnen in das Haus des 
Scholasters gelieferte Brode hinweggenommen, wesshalb er sie er- 
mahnt, gegen diese Verletzung der Immunität ihrer Kirche gemäss 
deren Satzungen und Gewohnheiten einzuschreiten. Suession. fer. 
4 ante nativ. beate V'irginis 1240. Orig. in Coblenz. 170. 

1240 sept. 9. Bruno Edler (nobilis) von Isenburg leistet zu 



i 



40 1240. Mittelrhein. Regesten. 171—75. 

Hachenburg dem Grafen Heiir. von Sein wegen seiner Burg 
Brunsberg, welche seine Vorfahren dem gen. Grafen zu Lehen 
aufgetragen haben, den Lehenseid. Hachenburg 1240 crast. nativ. 
Marie. Gedr. Wahrhafter Gegenbericht etc. Sain. Deduklionsschrift 
V. 1742 fol. 2,11. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,520. 171. 

1240 sept. Kaiser Friedrich (II) erlaubt im Lager während der Belage- 
rung von Faenza auf die Bitte des Landgrafen Heinrich von Thürin- 
gen, dass diesem der Goldschmidt Dederich von Bo parte n 
seine Reichslehen, nämlich das »Martampt zu Boparten, 1 
Karre Weins und 10 Mass Frucht daselbst« dergestalt verkaufe, dass 
dieselben der Landgraf vom Reich zu Lehen tragen und damit den 
Getreuen Helyas belehnen soll. In castris in obsidione Faventie 
1240 mense sept. (ind.) 14. In altdeutscher Uebersetz. gedr. Huil- 
lard-Breholles 5b,1046. Mttlrh. Ukb. 3,520. Reg. Boehmer 187 no. 
997. 172. 

1240 sept. R. Propst, C. Dechant und das Capitel des Simeons- 
stifts zu Trier verleihen das von ihrem verstorbenen Scholaster 
W. (arner) gemeinsam mit dem Priester Anselm besessene und 
dem Stifte vermachte Flaus (zu Trier) dessen beiden Testaments- 
Exekutoren Th. v. Cazenhelnboge und W. Pastor zu Metthenich 
auf Lebenszeit gegen einen Jahrzins von 20 Soliden. 1240 mense 
sept. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,521. 173. 

1240 oct. 2. Rodolf Herr v. Mailberg bestätigt in Gegenwart der 
Edeln, des Herrn v. Meysinburch, der Gebr. Gerard und Odo v. 
Esch, Walter's Herrn v. Litiche, Friderich's Burggrafen 
(b ur gravi i) v. Kilburg, Johann 's v. Keile und des Ritters 
Werner v. Bruche dem Kl. Himmenrode die von seinen Vor- 
fahren, den Herrn v. Mailberg, mit Zustimmung des Grafen 
Conrad von Lutzilburg geschenkten Rechte im Walde von Hoen- 
scheit. 1240 crast. Remigii. Chartul. in Coblenz. Gedr. Fahne 
Cod. Salm. 17. Mttlrh. Ukb. 3,521. Reg. Wauters 4,338. 174. 

1240 oct. Richeza vermacht mit Zustimmung ihres Gatten Godefrid 
zum Seelenheile ihres frühern Gatten Wezelo dem Kl. S. Thomas 
(an der Kyll) 2 Häuser (bei Trier) zu Urley und an der Juden- 
mauer (juxta murum judeorum) nebst einem Bongert und Wingert 
am Geizeber eh. Zeugen Conrad Abt von Hemmenrode, 
Fr i de rieh Kellner und ungenannte Trierer Schöffen. 1240 
mense octobr. Chartu], in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,522. 175. 



1240. Mittelrhein. Regesten. 176—80. 41 

240 oct. 31. A. (rnold) Propst, W. (ilhelm) Dechant und Dom- 
capitel von Trier, welchen der mag. Rod.(olpli) de Velliaco, 
Domherr von Solssons, als vom päpstl. Legaten, dem Bischof J.(acob) 
von Palestrina, bestellter Executor geschrieben hatte, ihm bis zum 12. 
Nov. (crast. Martini) zu melden, ob sie gemäss des Befehls des Le- 
gaten ihren Mitcanonikus mag. Th. (eoderich) als Scholaster 
angenommen, antworten demselben, dass dieses, wie sie schon be- 
reits gemeldet, geschehen sei, und sie auch bereit wären, demselben 
seine Präbende, dem Befehle gemäss, im Kl. Mousson Reimser Diö- 
zese zu überweisen, bitten jedoch, wenn dem genannten Magister die 
Gefälle nicht in der bestimmten Frist und Grösse überwiesen würden, 
nicht eher gegen sie eine Sentenz zu erlassen, als bis gerichtlich con- 
statirt worden, an wem hieran die Schuld gelegen sei. Treveri 
1240 vigil. omnium sctor. Orig. in Goblenz. 176. 

1240 nov. 24. Erzb. Sifrid (v. Eppenstein) v. Mainz, iVrnold Dompropst. 
v. Trier, Bruno v. Brunesberg, Thiderich v. Isenburg, 
Godefrid und Gerard v. Eppenstein vergleichen sich zu Braunsberg 
wegen Theilung des Erbes und Eigen ihrer Mütter und Oheime 
(avunculorum) von Wide, sowie der Lehen ihres Oheims, des 
Grafen Lothar v. Wide. Brunesberg 8 kal. dec, 1240. Gedr. 
(Fischer) Geschlechtsregister 62. Mttlrh. Ukb. 3,523. 177. 

1240 nov. 29. Der Prior Johann im Kl. Sponheim, welcher dem 
am 22. Nov. 1239 verstorbenen neunten Prior Regln fr id gefolgt 
war, stirbt an Altersschwäche vigil. Andreae; sein Nachfolger der 
Mönch Sifrid aus Trier wurde nach 4 Jahren abgesetzt. Trithem. 
Chron. Sponh. 277. 178. 

1240 nov. 30. Mehfrid (v. Neumagen) und seine Frau Gutta ver- 
pfänden dem Kl. S. Thomas (a. d. Kyll), welches sich für sie bei 
Ulrich und Johann v, Budensheim für 100 trier. Pfund ver- 
bürgt hat, ihre Zehnten zu Alt r ei, Pisport, Numagen und 
Live. 1240 in festo Andree. Orig. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 
3,524. 179. 

1240 nov. Erzb. Theoderich v. Trier bestätigt dem Kl. Orval die 
Inkorporation der Pfarrkirche S. Walfroy. 126 (lies 4)0 mense nov. 
Gedr. Miraeus, Opp. 4,403. Bertholet 5,16. Jeantin, Orval 134. 
Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 339. Publ. de Luxemb. 14,104. Wauters 
4,330. 180. 






42 1240. Mittelrhein. Regesten. 181—85. 

1240 dec. (4 oder 11). Elyzabcth v. Hengebach giebt zu Cöln mit Gon- 
sens des dortigen Erzbischois, ihres Bruders, dem Herrn (Grafen) 
Symon v. Spanheym ihre Tochter Margaret ha zur Ehe, und 
derselben alle ihre köln. Lehengüter zur Mitgift. Unter den Zeugen 
Graf Heinr. v. Seyn, Graf Joh. v. Spanheym und dessen 
Bruder H.(enrich) v. Hennsberg (Heinsberg), Frider. v. Ryferscheit, 
Heinrich (v. Arberg) Burggraf v. Cöln, Walther v. Brunes- 
horn, Hermann v. Are der Schenk. Golonie 1240 fer. 3 (ante 
oder post) Nicolai. Orig. in München. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,524. 
Vgl. Lehmann, Spanheim 1,31. 181. 

1240 dec. 18. Erzb. Theoderich v. Trier erlässt zu Co b lenz eine 
Verordnung für das Simeonstift in Trier über die Vertheilung 
der dem Refektorium einverleibten Einkünfte der Kirche zu Hoin- 
gen. Gonfluentie 15 kal. jan. 1240. Gedr. Honth. 1,726. Mttlrh. 
Ukb. 3,525. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 42. 182. 

1240 .... Abt 0. (Ito) von Disibodenberg bestätigt den Vertrag seines 
Vorgängers, des Abts Ghristian, mit dem Pleban, Glöckner, Meier 
und Pfarrgenossen von Sobernheim wegen der Glöcknerbesoldung 
aus dem zwischen der Abtei und dem Pfarrer gemeinschaftlichen 
Pfarrzehnten. Für den etwaigen Ausfall bei der Zehntlieferung sol- 
len der Abtei, welche dem Glöckner das festgesetzte Antheil zu ver- 
abfolgen hat, für die Früchte die Aecker neben dem »Frone win- 
garte« im »Gredenloch« und »Hunenmulen«, für den Wein 
2 Wingerten oder Morgen am »Dam berge« verpfändet sein. Unter 
den Zeugen der Pastor Theoderich und Glöckner Theode- 
rich; von Laien der Meier Ruthard, Dydo, Gunrad der Sohn 
ßurchard's Spheit, Manegold und Peter Schele. 1240. 
Ghartul. in Darmstadt. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,525. 183. 

1240 .... Acco der Sohn Godefrid's Germann vergleicht sich mit der 
Abtei Wadegoz wegen des Weidegenusses für ihr Vieh zu Wop- 
penswillre. 1240. Orig. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,526. 

184. 

1240 .... Graf Thidcrich v. Katzenelenbogen erlaubt dem Ritter Vol- 
mar Bir v. Sterrenberg die Güter zu Gemerich, welche derselbe von 
ihm zu Lehen hat, an Herrn Gonrad v. Schonecke zu über- 
tragen, da ihm dafür Volmar seinen Wingert »Am er er berge« bei 
S. Goar zu Lehengut gemacht hat. 1240. Ghartul. in Goblenz. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,527. 185. 



1240. Mittelrhein. Regesten. 186-92. 43 

1240 .... Elizabeth Frau v. Montcleir verkauft alle ihre Güter 
zu Clerevaus (Luxemburgisch) für 150 frier. Pfund an ihren Bluts- 
verwandten Herrn Symon v. Spanheim. Zeugen die Herren 
Egidius V. Kavlre, Simon v. Dille und Peter v. ßile mit Diener 
Cuno. 1240. Orig. in München. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,527. Vgl. 
Lehmann, Spanheim 1,31. 186. 

1240 . . . . Graf Symon v. Spanheim schenkt dem Kl. Schwaben- 
heim das Patronatsrecht zu Hackenheim. 1240. Gedr. Würdtwein, 
Dioec. Mog. 1,97 und Monastic. Palat. 5,131. Reg. Scriba, Hess. 
Reg. 4,5 no. 5195 und 3,97 no. 1498 unrichtig zu 1249. Lehmann, 
Spanh. 1,31. 187. 

1240 .... dementia die Ehefrau des Schmidts Sifrid (zu Trier) 
schenkt dem Kl. Hemmeroth ihr Haus bei Gaste le und einen 
halben Morgen auf dem »Jeizeberch« vorbehaltlich des lebensläng- 
lichen Besitzes für ihren Ehemann und ihren Bruder, den Cleriker 
Johann. 1240. Orig. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,519. 188. 

1240 .... Gotfrid, ein Bürger zu Trier, am Ufer gegenüber dem 
Minoritenthore wohnhaft, und seine Frau Richeza vermachen dem 
Kl. Hemmenrod 2 Häuser und einen Wingert in der Neugasse 
(nova platea). Zeugen der Domk ellner Friderich, Philipp 
Pleban von S. Laurentius, die Schöffen Bonifacius, Leo, 
Tristant, Puella und andere. 1240. Ghartul. in Trier. 189. 

1240 . . . . R. Propst, C. Dechant und Capitel des Simeonstifts 
in Trier geben ein Haus ihres Hospitals in der Diedrichsgasse 
(in platea Thirici) in Erbpacht. 1240. Orig. in Goblenz. 190. 

.240 .... Der Herzog von Lothringen beurkundet einen Tauschvertrag 
zwischen dem Kl. Münster zu Luxemburg und Beatrix, der Wittwe 
Arnold's V. Sirk, in Betreff Güter zu M andern und Bredenes. 1240. 
Keg. Publ de Luxemb. 14,102 nach dem Chartul. in Luxemburg. 

191. 

.240 .... Wildgraf (com. silv est r.) Co no entscheidet als Schieds- 
richter im Kl. Flonheim einen Streit dieses Klosters mit dem Ritter 
Bertram v. Lonsheim wegen Güter zu Offhoven. Zeugen der 
Truchsess Wernher und v. Dunen die Ritter Wilh. Por- 
reiz. Heben e, Tragebodo und Gotfrid Unge rech. In claustro 
S. Marie Flanheim 1240. Gedr. Frey und Remling, Otterb. Ukb. 54. 

192. 



44 1240. Mittelrheiu. Regesten. 193—98. 

1240 .... Die Bürgerschaft von Wetflar beurkundet den Ankauf 
eines Hauses zu Frankfurt Seitens des Cistertienserklosters Hegenehe. 
Zeugen der Erzpriester Cunrad, der Pleban Wernher; die 
Kitt er Eberwin v. Garbenheim mit seinem Sohne Eberwin, 
die Gebr. Wezelo und Eberwin, Gerlach Lesche, Sifrid v. 
Blasbach, Heinr. Roth (Rufus), Eckehard v. Linden, 
Heinr. Scobelin und Godefrid v. Linden; der Schultheiss 
Lude wich und die Bürger Hartmannv. Iberda), Gerbert, 
Heinrich (der Sohn) der Beatrix, Wigand Unter den Kramen 
(sub Tuguriis), Ortolf, Wezelo v. Pemberg und Weide- 
mann. 1240. Gedr. Guden, Cod. 1,452. Boehmer, Cod. Francof. 
1,69. 193. 

1240 . . . . Erzb. Theoderich v. Trier kassirt die Bestimmung in 
dem Vertrage des Kl. Romersdorf mit der Gemeinde Hoenn In- 
gen, wonach das Kloster versprochen hatte, in einem gewissen Di- 
strikte 'des Dorfs keine Güter zu erwerben. 1240. Nur Reg. im 
alten Kloster-Repertorium zu Coblenz. 194. 

1240 .... Gerhart Herr v. Lüttingen schenkt dem Kl. Metlach das 
Patronatsrecht zu Reiningen und Gelingen. 1240. Reg. im klösterl. 
Lagerbuch zu Coblenz. 195. 

(1240) . . . . Abt Richard von S. Marie ad martyr. bei Trier 
nimmt den Abt Abertin von Metlach (S. Lutvvin) und dessen 
Convent in die Fraternität seines Klosters auf. 1240 (späterer Zu- 
satz). Chartul. in Coblenz. 196. 

1240 .... Gründung des Elisabeth -Hospitals bei der Abtei S. 
Maxim in bei Trier durch deren Abt Henrich v. Bruch, wel- 
cher demselben den Mönch Godefrid v. Kastelberch als Ver- 
walter bestimmte. Godefrid stand demselben bis zu seinem Tode 
1281 aug. 9 (vigil. Laurentii) als Provisor vor. Liber de redditibus 
et proventiljus hosp. S. Elyzabeth Cod. perg. 4te in Coblenz. Chron. 
Maxim, ap. Honth. Prodr. 1020 und 1021. (Winkelmann) Hist. suc- 
cincta hospital. S. Elisabeth 1. Browcr, Ann. 2,131 und Metrop. 
1,354 zu 1237, dagegen Masen. Epit. Ann. 462 zu 1240. Marx,| 
Erzst. Trier 2,282 etc. 197. | 

C. 1240 .... W. (ilhelm) Dechant und C. (uno) Cantor des Doms 
zu Trier beurkunden die vor ihnen von Rechtskundigen zu Trier 
erfolgte Entscheidung in dem Streite des Kl. Wadegoz mit dem 



1240-41. Mittelrhein. Regesteu. 198—201. 45 

Propste Stephan von Neuhausen wegen eines dem Kloster vom 
Grafen v. Saarbrücken (Sarapont.) geschenkten Allods zu 
Liestorf. Ohne Dat. Chartul. in Coblenz, Gedr. Mttlrh. Ukb. 
3,331 zu c. 1230. 198. 

Propst Stephan hatte schon früher diese Schenkung des Grafen v. Saar- 
brücken, seines Bruders, angegriffen, da erTheil an diesem Allod und zu der 
Schenkung nicht seinen Consens gegeben habe. Später verzichtete der Propst, 
nachdem er 8 Metzer Pfund erhalten hatte, auf alle Anfechtungen, und cedirte 
dem Kloster seine Rechte auf das Gut; stellte auch zuletzt über seine Cession 
dem Kloster eine Urkunde aus (1233 Reg. 2095). Nun aber behauptete der 
Propst, zu dieser Cession durch eine falsche Vorspiegelung des frühern Abts 
R. (einer) verleitet worden zu sein, und stützte sich auf die jetzige Aussage die- 
ses Abts. Von Seiten des Klosters wurde jedoch eine Urkunde des Bruders 
vom Predigerorden mag. Conrad (von Marburg) producirt, worin derselbe erklärt, 
dass in seiner Gegenwart der Graf dem Kloster das Allod geschenkt habe, so- 
wie eine andere vom Grafen, dem Propste und ^ielen andern Edeln besiegelte, 
welche dieses bestätigte (1234 Reg. 2138), und wurde gestützt auf diese Urkun- 
den die Sache zu Gunsten des Klosters entschieden. Am 18. März 1247 bestä- 
tigte der Propst Stephan gemeinsam mit den übrigen Familiengliedern den 
Verzicht ihres Anrechts auf dieses Allod (Mttlrh. Ukb. 3,673). — Cuno war bis 
1241 Domcantor. 

C. 1240 .... Die Aebte der Benediktinerklöster von S. Mattlieis 
bei Trier, S. Evre zu Toul, von Hirn er od und Weiskirchen pu- 
bliciren die Statuten ihres Ordens für die Trierer Provinz, welche 
im Generalcapitel zu Trier erlassen worden sind. Ohne Dat. Gedr. 
Bertholet 5,17. Reg. Publ. de Luxemb. 14,102. Wauters 4,343. 

199. 

(c. 1241) .... Der Priester Peregrimus übergiebt erblich zu den 
Zeiten Erzb. Gonrad's v. Cöln, des Vogts (von Andernach) Grafen 
Lotar von Wide und der 12 gen. Schöffen (von Andernach), 
w^orunter Joh. Rorich, Henr. Bec, Florentius, Hedenrich, 
Joh. Geioel und Joh. Surbir an die Geschwister Tamars und 
deren Mutter seine Güter in Andernach, Misenheim, Kelle 
und Ludensdorf. Tempore Gonrado aepo. Colon, et Lotario 
comite Widense advocato et temporibus scabinorum etc. 
Schreinsrolle no. 54 in Andernach. 200. 

Erzb. Conrad v. Cöln seit 1238 und Graf Lothar v. Wied bis 1243, dess- 
halb, sowie wegen der folg. Eintragungen, hierher gesetzt. 

1241 . . . . Cristine, die Wittwe Gerard 's Judas, und ihr Sohn 
fr. Joh. Skelard geben dem Kl. Eumersdorf ein halbes Haus 
oberhalb des Hofs mit den zwei gemalten Faustkämpfern, den obern 
halben Wingert im »Olterbag« und eine Halle, wo Brot verkauft 



&' _ 



4G 1241. Mitteirhein. Regesten. 201—7. 

wird. Unter den 14 Schöffen ,Toh. Rorich, Henr. Bec, Joh. 
Surbir, Joh. Geiol, Joh. Dorn, He den rieh und sechs wie 
in vor. Eintragung. Act. 1241 sub aepo. Colon. Conrado et Lota- 
rio comite Widense advocato tempore scabinorum etc. etc. 
Schreinsrolle 55 in Andernach. 201. 

1241 . . . . Mag. Meinward, Scholastikus von S. Gastor in 
Coblenz, vererbpachtet Namens seiner Kirche an Embricovon 
Rengesdorf, Bürger zu Andernach, ein Haus an der Ecke der 
»Kerenporten« gegen eine halbe Mark Jahrzins und frei von der 
»Vorhure«. Act. 1241 etc. etc. und mit dens. Zeugten wie vorher. 

iL 

Schreinsrolle 56 in Andernach. 202. 

1241 .... Mag. Mein ward, der Sohn Herrn Buchart's, vererb- 
pachtet an Friderich v. Misenheim seinen Hof und sein Haus 
gegenüber der Scheune des Erzbischofs v. Cöln für 2 Mark Jahrzins 
und ohne Zahlung der »Vorhure«. Act. 1241 etc. (wie vorher). 
Schreinsrolle 57 in Andernach. 203. 

1241 .... De müde, die Wittwe Godefrid's v. Belle, überträgt 
einen Wingert auf dem »Kirberg«, welchen sie und ihr Ehemann 
von Flerrn Godefrid Sparwere in Erbpacht hatten, mit Consens 
des letztern an das Kl. Rosendal gegen einen gewissen Zins an 
gen. Godefrid. Act. 1241 etc. (wie vorher). Schreinsrolle 58 in 
Andernach. 204. 

1241 .... Die Gebr. Friderich und Marsilius erwarben den An- 
thcil ihres Bruders Engelbert an ihrem älterlichen Hause in der 
Fischgasse (platea piscium). Act. 1241 sub dno. Colon, aepo. 
Conrado et coraite Widense Lotario, tempore scabinor. in 
proximo cirografo scriptorum. Schreinsrolle 59 in Andernach. 205. 

(1241) .... Methilde Schoene (Pulchra), Frau Gertrud Ozir 
und Frau Densilde, die Tochter Herrn Joh. Rorich's, setzen 
das Erbtheil ihrer Töchter im Kl. Com e da (Chumbd) fest. Act. 
temp. dni. Conrad! Col. aepi. et scabinorum dni. Henr. von 
Brule, Joh. Rorich, Joh. Surilber, Joh. Geole, Heiden- 
rich etc. (und noch 9 anderer, wovon 4 auch in no. 54). Schreins- 
rolle 60 in Andernach. 206. 

1241 .... Petronilla giebt dem Diderich Wendech mit ihrer 
Tochter Yrmedrud als Mitgift über ihr gemeinschaftliches Erbtheil 



1241. Mittelrhein. Regesten. 207—8. 47 

mit ihrer Schwester Gertrude ein Haus innerhalb der Mauern von 
Andernach neben dem Backhause Herrn Johann 's v. Layn- 
steyn, und einen Wingert im Distrikt »Afgesie«. In Gegenwart 
der Schöffen Joh. Surbir, Joh. Geole, Johann v. Dorn 
(de Spina), Ber wich's und 8 anderer. Act. sub epo. Colon. Gun- 
rado, presentibus scabinis etc. 1241. Schreinsrolle 61 in Ander- 
nach. 207. 

Mttlrh. Ukb. 3,528 siehe Reg. 276 zu 1242 jan. 



L ian. 9. Der Dechant Burchard von S. Paulin bei Trier 
errichtet folgendes Testament. Sein Haus in der Brodgasse (pa- 
nis platea), welches Bezelin bewohnt; seinen Wingert zu Euren 
(ap. ürium) neben des Paulinstifts Wingerten »P lenz er« und 
seine Wiese zu Ruvere, w^elche »Mene weide« (Gemein- Weide) 
war, sollen Zubehörungen seiner Stiftswohnung sein und mit dersel- 
ben der jeweilige Stifts-Dechant besitzen, dafür aber zu gewissen 
näher angegebenen Leistungen verpflichtet sein. Dem Nonnenkloster 
zu Loewenbrücken (in ponte Leonis) vermacht er sein Haus 
in der Brodgasse, welches er von Albero v. Trittenheim ge- 
kauft hat; ferner 2 Häuser, welche Herbrand, dem frühern Pallast- 
meister (magister palacii), waren; ein Haus, welches er von 
Henrich v. Age gekauft; alle Behausungen, welche er unter den 
Juden (inter judeos) hat, sowie jene, welche er von Friderich 
Herecin's Sohn gekauft hat. Dem Krankenhause zu Loewen- 
rücken vermacht er seine Hofstätten in der Jakobsstrasse 
Dlatea Jacob i) und seine Gebäulichkeiten, welche den Ausgang 
on dieser Strasse nach dem Markt (ad forum) haben. Demselben 
gelöster vermacht er noch verschiedene Jahrzinsen, und erwählt sich 
n der Cripta desselben seine Grabstätte. Geld -Legate erhalten die 
Oomkirche, S. Symeon, die Predigermönche, Minoriten, 
5. Martin, ad Horreum, S. Barbara, Martinsberg (Mons 
. Martini), die Keuerinnen (sorores penitent.), dieReclu- 
en und Beginen, Henrich v. Sar..., Kl. Pfalzel (Palaciol.), 
lie Nonnen an S. Gervasius, sowie S. Paul in zur Ablösung 
iner Verpflichtung seines Verwandten (cognatus) Rudolf an diese 
[irche und zur Berichtigung einer Schuld von ihm an die Canoniker 
US seiner Pension zu Ensche. Zu Testaments-Exekutoren ernennt 
r den Domcantor G.(uno), den Dom keilner F. (riderich) und 
:en Trierer Bürger Jacob Papst (Papa). Als seine Schuldner 
ührt er auf: Friderich v. Lucilburch und Henr. Novelin, 
eren Bürge sind der Ritter Hermann Grauhaar (Canus) und 



Ä:^ ._ 



48 1241. Mittelrhein. Re^esten. 208—1^. ; 

Frider. Guz; wie auch Henr. Gralant als Schuldner. 1240, 5 
id. Jan. — In einem anhangenden Codicill giebt derselbe den Te- 
stanients-Exekutoren noch nähere Anweisungen in Betr. einiger seiner 
Legate. 1240 prid. id. jan. (1241 jan. 12). Chartul. in Goblenz. 
Reg. (Kreglinger) Catalogue Renesse 9 no. 58 nach dem Orig. Das 
Testament gedr. Mttlrh. Ukb. 3,511. 208. 

1241 febr. 27. Erzb. Th. (eoderich) v. Trier excommunicirt zu Gob- 
lenz Alle, welche Schenkungen an das Nikolaushospital zu S. Flo 
r i n, welches er dem Deuts chen Hause in Goblenz übergeben 
unrechtmässiger Weise vorenthalten oder angreifen. Confluenti 
3 kal. mart. 1240. Orig. in Wien. Gedr. Hennes, Ukb. 1,113 
Mttlrh. Ukb. 3,513. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 42. 20 

1241 mz. 5. Nybelung, Propst des Dom- und des S. Martinstifts zi 
Worms, inkorporirt dem Gapitel des Martinstifts zur Verbesserun 
der Präbenden die erledigte Küsterei zu Bopard, behält jedoc 
sich und dem zeitigen Propste dieses Stifts das Gericht zu Bopar 
und die Anstellung der Priester für die der Küsterei gehörigen Ks 
pellen aus. AVormatie 3 non. mart. 1241. Orig. in duplo in Gol 
lenz. Gedr. Günther, God. 2,194. v. Ledebur, Archiv 14,81. Mttlrl 
Ukb. 3,530. Reg. Scriba 3,94 no. 1445. — Mit gleichem Dat. b( 
stätigt dieses der Bischof Landolf v. Worms. Orig. in Goblenz. Ged 
Schannat, Hist. Worm. 1,138. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,531. 21 



^il 



1241 mz. 20. Th. (eoderich) v. Isinburch genehmigt, dass der He 
V. Falkenstein (de Falconis petra) die Hälfte des Zehnten i 
Dorfe Mezcerich, welche derselbe von ihm zu Lehen hat, de|| ^ 
Erzb. Th. (eoderich) v. Trier für die 100 trier. Pfund verpfän 
die dieser demselben für die Burgmannschaft auf Kielburch a 
gewiesen hat. 1240, 13 kal. apr. Orig. in Goblenz. Gedr. MttUj 
Ukb. 3,514. Hontheim 1,725 mit 8 kal. (Fischer) Geschlechtsregi 
2,159. 2 

1241 mz. 26. Nybelung, Propst des Dom- und Martinstifts zu Won 
verleiht dem Gapitel des Martinstifts zur Verbesserung der Präbem 
das Paironatsrecht zu Heirrichiswiese trier. Diözese (Hersc| 
wiesen Kr. St. Goar). Wormatie 1241 crast. dnce. annunciat. Oi 
in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,512. 2 

1241 mz. 26. Das Domcapitel von Worms bestätigt seines und des M. 
tinstiftes Propstes Nibelung, sowie der andern Pröpste letztern St; 

li 



1241. Mittelihein. Hegesten. 213—18. 49 

Verleihung des Zehnten zu Salchc tri er. Diözese (Salzig) an das 
Capitel des Martinstifts zur Verbesserung der Präbenden. Wormaeie 
1241 crast. annunciat. Marie. Orig. in Coblenz. Gedr. Günther, Cod. 
2,189. Reg. Scriba 3,93 no. 1441. 213. 

1241 mz. 27. Nybelung der Propst des Martinstifts zu Worms überweist 
dem Capitel dieses Stifts zur Verbesserung der Präbenden den Zehn- 
ten zu Salz ziehe. Wormatie 6 kal. apr. 1241. Orig. in Coblenz. 
Die Bestätigung durch den Bischof Landulf von Worms dd. 1241 
crast. annunciat. Marie (mz. 26) im Orig. in Coblenz. 214. 

1241 (1242) mz. The od er ich v. Dune theilt mit dem Kl. Himmen- 
rode die bisher gemeinschaftlich besessenen Güter zu Hundiswin- 
kil, ober- und unterhalb des direkten Pfads von Ober-Stadevelt 
nach Hundiswinkil, doch solle die Weide auf diesen Gütern un- 
getheilt verbleiben. Zugegen waren der Abt Conrad, der Prior 
Walter, die Kellner Johann und Henrich, der (Plof-) Mei- 
ster (magist er) Henrich auf Rodenbusch, 2 Conversen, der 
Priester Fr id er ich von Nunkirchen, die Ritter Jacob v. 
Dune, Richard v. Malburch, Wilh. v. Stadevelt, The od. 
Cutherave, Girard v. Stadevelt und die betheiligten Bauern 
von Hundiswinkil. 1241 mense mart. Chartul. in Coblenz. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,533. ^ 215. 

1241 mz. Otto Pfalzgraf vom Rhein und Herzog von Baiern verleiht zu 
Landshut seinem Marschall Zorno und dessen Kindern das Patronat- 
recht zu Hedensheim (Heddesheim bei Creuznach). Unter den 
Gegenwärtigen Henrich v. Bacher ac. Lantshute 1241 mense 
mart. Orig. in Heidelberg. Gedr. Boehmer, Acta imp. G73. Reg. 
Boehmer, AVittelsb. Reg. S. 20. Oberrhein. Zeitschr. 24,207. 210. 

1241 mz. Wolfram v. (Rheingrafen-) Stein (de Lapide) und Ul- 
rich V. Dune w^ährend der Belagerung von Faenza Zeugen in Kai- 
ser Friedrich's 11 Urk. für die Bürgerschaft von Gonstanz. In obsi- 
dione Faventie 1241 mense marcio ind. 14, a. imp. 20, regni Jerus. 
15, Sicil. 43. Gedr. Huillard-BrehoUes 5b,1103. 217. 

1241 apr. 4. Garsilius und Hermann v. Berg, Herren v. Ar ras, 
leisten wegen ihres Schi. Arras dem Grafen Heinrich V.Luxemburg 
den Lehenseid. 1241 fer. 4 ante pasche. Reg. Publ. de Luxemb. 
14,104. Bertholet 5,83. 218. 

4 



50 1241. Mittelrhohi. Regesten. 219-23. 

1241 apr. 13. Erzb. Tlieodorich v. Trier hestütigt dem Kl. Ru- 
inir>(lorf einen der Pfarrkirche zn Metrie gehörigen Wingert an 
der Mosel, welchen dasselbe von dem Erbpächter mit Consens des 
betr. Archidiakons Henrich (Verwandten des Erzbischofs) nnd 
Pastors Richard erworben hat. 1241 id. apr. Orig. in Coblenz. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,533. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 42. 219. 

1241 apr. 26. Derselbe schlichtet zn Coblenz den Streit der beiden 
Klöster Siegbnrg und Kaufungen wegen deren Patronatsrecht zu 
L e y e, und überweist mit Consens des Archidiakons Henrich 
dem Ortspfarrer den dritten Theil des Zehnten, den Rest aber bei- 
den Klöstern zu gleichen Theilen. Mitbesiegler sein Verwandter (con- 
sanguineus) der Orts- Ar chidiako n H.(enrich) und Gross-Ar- 
chiiHakon Arnold. Gonfluentie G kal. mai 1241. Gedr. Günther, 
Cod. 2,190. Mttlrh. Ukb. 3,534. Reg. Goerz, Reg. der Erzbb. 42. 

220. 

1241 apr. Die Wittwe Carissima und ihre Schwester Frau Glis- 
mude vermachen zu Roppard ihr Haus, gegenüber dem des Rit- 
ters Herdegen, dem Hospital des Kl. Eberbach, und der Mönch 
Adolf, früherer (Flof-) Meister zu Speie, nimmt Namens des Klo- 
sters feierlich nach bürgerlichem Rechte diese Schenkung an. Zeu- 
gen sind Herr Philipp v. Schonecke, Herr Wigand der 
frühere Schultheiss, die Schöffen Cunr. Gulre, Volcmar 
der Vogt und dessen Bruder K r i c h , Henrich der Sohn Frau 
Alverade's und der Bürger Herr Wasmud, sowie fr. Adolf. 
Act. Bopardie 1241 mense apr. Gedr. Rössel, Eberb. Ukb. 1,342. 
Mttlrh. Ukb. 3,535. Bodmann, Rheing. Alterth. 1,191 Extr. Vgl. 
aug. 26 Reg. 239. 221. 

1241 mai 3. Unter den von der kaiserl. Flotte gefangen genommenen 
Prälaten, welche sich zu dem vom Papste auf Pfingsten ausgeschriebe- 
nen Generalconcil begeben wollten, befanden sich nicht die Ab- 
gesandten des Erzbischofs v. Trier, noch wurden deren Briefe 
gefunden. Gesta Trevir. ed. Waitz in Pertz, Script. 24,404 und ed. 
Wyttenbach 1,327 zum April. Vgl. Brower, Ann. 2,134 zum Jahre 
1240. Nach Boehmer, Reg. 189 ist 1241 mai 3 der Tag der Schlacht. 
Am 25. Apr. geschah die Abfalirt von Genua; vgl. auch Huillard- 
Breholles 5b,1118. Schirrmacher 3,198. Damberger 10,341. 222. 

1241 mai. Wir ich v. Dune, Helias v. Bopard, Otto v. Sconen- 
burc u. A. Zeugen zu Facnza in Dietelm's v. Krenkingen Urk., wo- 



1241. Mittelrhein. Regesten. 223—28. ßl 

nach derselbe und seine Söhne dem Kaiser Friedrich II die Vogt ei 
von Rheinau verkaufen. Faventie 1241 niense mai ind. 14. Gedr. 
Gerbert, Cod. epist. Rudohi 220. Huiliard-Breholles 5b,1129. 223. 

1241 mai 23. Der Domkellner Friderich zu Trier schenkt dem 
Kl. S. Thomas (an der Kyll) seine Apotheke mit dabei gelegenem 
Hause am Graben (super fossatum) in der Stadt, sowie seine 
Wingerten »Luthartwingarten« und »Cornewingarth« mit 
Kelter auf dem Neuberg (in novo monte) bei Trier. 1241, 10 
kal. jun. Orig. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,536. 224. 

1241 iun. 5. Erzb. Th.(eoderich) v. Trier bewilligt zu Lützelcob- 
lenz, dass das Lehen Bälde win's v. Wolken nach dessen Tode 
an die Wittwe Ida und deren Tochter Petrissa, wenn erstere 
sich aber wieder verheirathen würde, an Petrissa vererben solle. 
Ap. Parvam Confluentiam non. jun. 1241. Kindl. Gopie. Gedr. 
Guden, Cod. 2,942. Mttlrh. Ukb. 3,530. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 
42. 225. 

1241 inl. 6. Der tri er. Domherr und Official Theo der ich be- 
urkundet einen Vergleich des Mattheisklosters zu Trier mit 
Godefrid v. Ephternac wegen der S. Euchariusgüter im Gau 
Bideburch, welche derselbe von Godefr. v. Bürge in After- 
lehen hat. 1241, 2 non. jul. Chartul. in Goblenz. 226. 

1241 iul. 10. Philipp v. Schonecke (auf dem Hunsrück) und seine 
Frau Aley de versichern in öffentlicher Gerichtssitzung zu Boppard 
vor Conrad, Propst von S. Martin zu Worms und Notar zu Bo- 
pard, Schultheisen, Schöffen und Bürgern, da sie ihrer an den Sohn 
Emilrich's v. Hepinhefte verheiratheten Tochter 120 Mark als Mitgift 
versprochen haben, ebensoviel jedem ihrer übrigen Kinder. Act. Bo- 
pardie in publico judicii consistorio 6 id. jul. 1241 ind. 
. 14. Kindl. Copie. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,537. 227. 

1241 iul. U. Theoderich Abt und der Convent von Laach verkau- 
fen daselbst mit Consens des Erzb. Theoderich und des Dom- 
capitels v. Trier, sowie des Erzb. Conrad v. Cöln dem Canonikus 
Godefrid von S. Florin in Goblenz ihren Hof Minkilvey 
mit allem Zubehör und einigen dabei gelegenen Aeckern um 105 
köln. Mark. Act. in monasterio Lacensi 5 id. jul. 1241. Orig. 
in Goblenz. Gedr. Günther, Cod. 2,191. Mttlrh. Ukb. 3,537. Reg. 
Wegeier, Laach 2,30. 228. 

4* 



52 1241. Mitteliheiii. Rcgcsten. 229—33. 

1211 iul. 21. Erzb. Th.(eodericli) v. Trier befiehll aus Coblenz dem 
Schultheisen, den Schuften und der Bürgerschaft v. Trier, darauf 
zu sehen, dass der von den Schöß'en und Bürgern daselbst festgesetzte 
Zolltarif für die Schifte der Coblenzer Bürger beobachtet werde, 
da er verordnet habe, dass ein gleicher auch in Coblenz für sie 
gelten solle. Confluentie 12 kal. aug. 1241. Inserirt in Erzb. 
Arnold's Urk. v. 1251. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,538. 
Günther, Cod. 2,250. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 43. 229. 

1241 iul. 25. Derselbe benachrichtigt aus Coblenz den Propst 
H. (einrieb) v. Pfalzel, dass er hiermit seinem Ministerialen 
G.(erard) v. Esch erlaube, alle Rechte in Anspruch zu nehmen, 
welche derselbe infolge des zu Lehen tragenden Kämmereramtos 
habe. Confluentie 8 kal. aug. 1241. Orig. in Coblenz. Gedr. 
JMtnrh. i:kb. 3,531). Reg. Goerz, lieg. d. Erzbb. 43. 230. 

1241 iul. 26. Graf Henrich v. Sein (Senensis) gewährt zu Cöln 
auf die Bitte seines Verwandten Godefrid, Pröpsten von S. Gereon 
daselbst, und mag. Theobald's Dechanten von S. Stephan zu 
Mainz, seines Capellans, zu seinem und seiner Gemahlin Me- 
thilde Seelenheile dem Marien Magdalenenkloster in Cöln Bede- 
und Dienstfreiheit für dessen Güter zu Merkenech. Colonie 1241 
crast. Jacobi. Gedr. Lacomblet, Ukb. 2,131 no. 256. 231. 

1241 iul. 29. Erzb. Theoderich v. Trier genehmigt zu Coblenz 
den der S. Annakapelle im Kl. Marienberg bei Boppard (in 
monte b. Marie Bopard.) von dem Bischof Henrich v. Oesel 
(in Liefland), welcher dieselbe auf sein Ansuchen am Sonntag nach 
Jakobi (jul. 28) geweiht hat, ertheilten Ablass. Confluentie 4 
kal. aug. 1241. Chartul. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,539. 
Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 43. 232. 

1241 aug. 1. Philipp V. llohenvels beurkundet im Rheingau, dass vor 
ihm und dem Abt von Eberbach der Rheingraf (Ringravius) 
Embrico auf die Vasallenschaft Embrico's, des Hohenfelsischen 
Burgmannes von Riehen st ein, verzichtet habe, da die Weinberge, 
welche diesem derselbe zu Lehen gegeben, er nicht mit Recht ver- 
geben konnte, weil sie dem Kl. Eberbach und Andern gehörten. 
In pago Reni kal. aug. 1241. Orig. in Idstein. Gedr. Rössel, Eberh. 
Ukb. 1,341. Mttlrh. Ukb. 3,540. Vgl. Baer, Dipl. Gesch. von 
Eberb. 2,56. 233. 



1241. Mittelrhein. Regesten. 234—39. 53 

1241 aug. 12. Der Ritter R. (einer) v. d. Brücke (de Ponte), Vogt 
zu Kestenthe, schreibt aus Trier an den Abt und Convent von 
Hymmelroth, dass er dem Si gewin und dessen Miterben gestat- 
tet habe, die Hofstätte an dem abteil. Hause zu Kestenthe, deren 
Vogteirecht derselbe von ihm besitze, an sie zu verkaufen ; zugleich 
bittet er sie, ihn und seinen verstorbenen Bruder F. (riedrich) in ihre 
Fraternität aufzunehmen, und dass dieses geschehen, ihm schriftlich 
mitzutheilen. Treveri 1241 fer. 2 post Laurentii. Orig. in Cob- 
lenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,540. 234. 

1241 aug. 16. Der Bischof Henrich v. Oesel in Liefland, vom Prediger- 
orden, beurkundet zu Co b lenz, dass er im Auftrage des Erzb. 
Th. (eoderich) v. Trier die Kirche auf dem Beatusberg geweiht, 
und seitens des Erzbischofs und seiner derselben Ablässe ertheilt 
habe. Confluentie 17 kal. sept. 1241. Orig. in Coblenz. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,540. 235. 

1241 .... Erzb. Th. (eoderich) v. Trier ertheilt der von dem Bi- 
schof fr. Henrich von Oesel geweihten Kirche im Kloster auf dem 
Beatusberg, dessen Weihe er wegen Leibesschwachheit demselben 
aufgetragen habe, ein Ablassprivilegium, und setzt das jährliche 
Kirchweihfest auf den Sonntag nach Maria Himmelfahrt fest. 1241. 
Orig. in Coblenz. Gedr. v. P\.eisach, Archiv 1,219. Holzer, Pro- 
episc. 17 Extr. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 43. Mttlrh. Ukb. 3,541. 

236. 

1241 aug. 17. Henrich v. Stein (-Kallenfels — de L a p i d e) im La- 
ger bei Tivoli Zeuge in Kaiser Friedrich's II Urk. für Kl. Rheinau. 
In castris prope Tibur 1241 aug. 17, ind. 14, Rom. imp. a. 21, 
reg. Jerus. 17, Sicil. 44. Gedr. Huillard-ßreholles 5b, 1161. Gerbert, 
Cod. epist. Rudolfi 221. 237. 

1241 aug. 23. Erzb. Theoderich v. Trier bestätigt zu Romers- 
dorf dem Stift Garden die Befreiung von der Cathedralsteuer für 
die Kirchen, deren Patronatrecht dasselbe besitzt. Rumerstorph 
10 kal. sept. 1241. Orig. in Coblenz. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 
43. Mttlrh. Ukb. 3,530. 238. 

1241 aug. 26. Gunrad Propst von S. Martin zu Worms und Notar 
zu Boppard, Sifrid Schultheiss, Schöffen, Ritter und 
Bürger daselbst beurkunden die Erneuerung der Schenkung vom 



54 1241. Mittelrbein. Regresten. 239—43. 

April (Reg. 221) in Gegenwart derselben Zeugen. Bopardie 7 
kal. sepl. 1211. Orig. in Idstein. 239. 

1241 aug. 26. Theodor ich Abt und der Convent von Laach ver- 
kaufen mit Consens und Mitbesiegcknig der Erzbischöfe Theo- 
dor ich V. Trier und Conrad v. Cöhi dem Kl. Rumerstorph 
103 Morgen an Aeckcrn zu lleimbach für 200 köln. Mark. In 
conventu monasterii Lacensis 7 kal. sept. 1241. Orig. in 
Coblenz. Gedr. Wegeier, Laach 2,31. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,542. 240. 

1241 aug. 26. Erzb. The oder ich v. Trier bestätigt zu Laach 
vorgen. Güterverkauf, nachdem auch der Edle Henrich v. Co- 
vern als Vogt des Laacherhofs zu H e i m b a c h seinen Consens da- 
zu gegeben hat, und die Verpflichtungen gegen denselben geregelt 
worden, sowie die feierliche Besitzübergabe im Hofe zu Heimbach 
durch den Abt Theoderich v. Laach an den Abt Heinrich 
V. Rumirstorph stattgefunden hat. Ap. Lac um 7 kal. sept. 
1241. Orig. in Coblenz. Gedr. Günther, Cod. 2,192. Mttlrh. Ukb. 
3,541. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 43. Wegeier, Laach 2,31. 241. 

1241 .... Die Prämonstratenser Aebte Hin rieh zu Rumerstorph 
und Lutger zu Seine beurkunden, dass Theoderich Abt und 
der Convent von Laach dem Kl. Rumerstorph für 200 köln. 
Mark 100 Morgen Ackerland von dem Hofe zu Hembach ver- 
kauft, dass Abt Hinrich und der Convent von Rumerstorph 
darnach den vierten Theil dieser Aecker, nämlich 25 Morgen für 
50 köln. Mark an den Ritter Arnold v. Overn-Engersche 
verkauft, dieser aber zu seinem, seiner Ehefrau Alverade und sei- 
ner Aeltern Seelenheile von diesen Aeckern 5 Morgen an Kl. Ru- 
merstorph und 3 Morgen an Kl. Seyne geschenkt, aber von 
denselben in lebenslänglichen Niessbrauch erhalten habe; sodann 
aber auch in den angegebenen Grenzen zwischen Rumerstorph 
und dem Ritter Arnold wegen der 25 Morgen ein Vertrag ge- 
macht worden sei. Zeugen Johann Prior und Gerhard Sub- 
prior von Rumerstorph; Hinrich Prior und Bruno Sub- 
prior von Seine. 1241. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 
3,551. 242. 

1241 . . . . Erzb. T h e o d e r i c h v. Trier bestätigt dem Kl. R o m e r s- 
dorf den Ankauf von 25 Morgen Ackerland und einer Wiese zu 
Valien dar. 1241. Nur Reg. im Kloster-Repertorium. 243. 



1241. Ärittelrhein. Regesten. 244—40. 55 

(c. 1241) .... Erzb. The oder ich v. Trier cassirt den Vertrag 
zwisclieii Kl. Komerslorl' und den Einwohnern des Dorfs II Gin- 
gen wegen Beschränkung des klösterl. Gütererwerbs daselbst. Ohne 
Dal. Orig. in Koblenz. Gedr. xMlUrh. Ukb. 3,554. Reg. Goerz, 
Reg. d. Erzbb. 44. 244. 

1241 ang. Der trier. Domherr Fridcrich bestätigt zufolge inserirlen 
päpstl. Mandats (v. 21. Nov. 1239 lieg. 137) den gleichfalls inserir- 
ten Vergleich zwischen dem Kl. H e m m e n r o d e und dem t r i e r. 
Archidiakon Radulf (v. Apr. 1237 Reg. 9.) 1241 mense aug. 
Chartul. in Coblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,452. 245. 

(1241) . . . . Erzb. Theoderich v. Trier bestätigt einen zwischen 
dem Abt von Gladbach und dem Dompropst v. Trier als Pa- 
stor von Celtanc und Radi che getroffenen Vergleich wegen des 
Zehnten. Ohne Dat. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,554. 
Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 43. 246. 

1241 .... Richter, Schöffen und Bürgerschaft von Cöln beurkunden, 
dass vor ihnen in Cöln die Abtei Gladbach für 900 köln. Mark alle 
ihre Besitzungen zu Ratege und Celtanc, sowie das Patronat- 
recht zu Lossenig an den Grafen Henrich v. Seyn verkauft 
habe. 1241. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,549. 247. 

1241 sept. 1. Die Gebr. Kodolf, Wilhelm, Franco und Otto von 
Walde (S. Peters^vald), Henrich v. Leffelszeyt, Bartholo- 
m e u s V. Walde, G e r a r d B r u c o v. V e 1 d e n z e , G o d e f r i d v. 
Dille und Theoder. Moro v. Walde beurkunden, dass Alard v. 
Sprendelingenheim eidlich seiner Eigenthumsrechte auf die Güter zu 
Bleyneke zu Gunsten des Grafen Johann v. Spanhey m entsagt 
habe, und versprechen dem Grafen ihre Hilfe, wenn Alard diese 
Güter an einen andern übertragen wollte. Zeugen Graf Symon 
V. Spanheym, der Edle Ulrich v. Stein (-Kallenfels — de 
li a p i d e), die Gebr. V o 1 c k e r und Philipp B u r g m ä n n e r auf 
Starckenberc , Theoderich der Schultheiss, Gozewin der 
Truchsess und Andere von Enkerige. Besiegelt von Graf Jo- 
hann (v. Spanheim). 1241 ind. 14, kal. sept. regn. Fr. (iderico). 
Orig. in München. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,543. Vgl. Lehmann, 
Spanh. 2,3. 248. 

1241 sept. 3. Der Dechant von S. Georg in Cöln beurkundet, dass in 
seiner Gegenwart der köln. Domherr Albert v. Renninberg 



56 1211. Mittelrheiu. Ke^-estcu. 240—53. 

seiner Schwester, der Aebtissin (Elise v. Rennenberg) des Klosters 
der h. (11 Tausend) Jungfrauen das. die Maclit crtheilt habe, auf 
die Kirclie in Ilagene zu resigniren. 1241, 3 non. sept. Orig. in 
Cöhi. Gedr. Ennen, Quellen 2,220. 249. 

12^1 sept. 11. König Conrad IV (Kaiser Friedrich's Sohn, erwählter Rö- 
mischer König und Erbe des Königreichs Jerusalem) ersucht den 
Herzog von Limburg, wenn der Erwählte von Göln beabsichtigen 
sollte, zu Rimage eine Burg zu erbauen, dieses mit aller Macht zu 
verhindern, und empfiehlt ihm den Gerhard v. Sinzche. Ap. 
Hall 11. sept. ind. 14. Gedr. Guden, Cod. 2,941. Ernst, Hist. de 
Limb. 4,200 und 6,222. Huillard - Brcholles 6b,8i7. Mttlrh. Ukb. 
3,544. Ernst, Hist. de Limb. 4,200 Extr. Reg. Boehmer 261 no. 
35. Wauters 4,357. Schirrmacher 4,13. 250. 

1241 sept. 15. Derselbe gebietet den Burggrafen v. Hamer stein 
und seinen Ministerialen, Vasallen und übrigen Reichs-Getreuen, auf 
die Aufforderung Gerhard 's v. Z in zieh, seines Getreuen, gegen 
den Grafen von Nassau, H. (einrieb) v. Isenbergh und andere 
Reichsfeinde zu Felde zu ziehen. Ap. Hall 15. sept. ind. 14. Gedr. 
Tross, Westfal. 1825 jul. 1. Huillard - Brcholles 6b,818. Mttlrh. 
Ukb. 3,544. Hennes, Grafen v. Nassau 232. Reg. Boehmer 261 
no. 36. 251. 

1241 sept. Die 14 Schöffen von Trier, darunter Bonefacius, 
Ludewic Freysam, Ordolf, Ludew. Puella, Ludew. Weiss 
(Albus), Tristan d, Gyleth, beurkunden, dass Herr Wir ic v. 
Schowenberch mit Zustinnnung des Canon ikus Johann von 
S. Symeon und dessen Mutter Ofylia vorbehaltlich der Nutz- 
niessung auf ihrer dreien Lebenszeit einen AVingert innerhalb der 
Stadtmauern von Trier am Thurm »Spize« an das Symeonstift 
für die Anniversarienfeier der edeln Matrone Methilde, Tochter 
des Grafen v. Castel, geschenkt habe. 1241 mense sept. Orig. in 
Coblenz, wo auch eines ohne Dat. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,424. Reg. 
ibid. 3,545. 252. 

1241 oct. 16. Das Mindener Domcapitel verkauft für 500 köln. Mark, 
die Mark zu 12 Soliden gerechnet, seine sämmllichen Besitzungen zu 
Relherstorpe au den G rafen 11 einri ch v. Sein und dessen Ge- 
mahlin Mechthilde. Unter den Zeugen der Graf v. Arneberg 
(Ai-emberg) Burggraf zu Cöln, die Gebr. Gerard und Arnold v. 
Renninberg. Herreke 17 kal. nov. in die Galli 1241. Gedr. La- 
comblet, Ukb. 2,134 no. 259. 253. 



1241. Mittelrhein. Regesteu. 254—56. 57 

1241 oct. 21. Der tri er. Domcantor Cuno (v. Falkenstein) macht in 
Gegenwart des Domdochanten W. (ilhelm) , des Propstes 
R.(udolph V. d. Brücke) von S. Paul in, des Ritters Richard 
V. Pallast (de Palatio), des Landdechanten C, der Mit- 
canoniker Everard und Godefrid, der Prediger mön che 
W. V. Brandenburch und H. v. P falze 1 (de Palaciolo) sein Te- 
stament, welches der Erzbischof und das Domcapitel v. Trier 
mitbesiegeln. Zum Erben seiner Güter in Buchbach (Bubach Kr. 
Ottweiler) setzt er den nächsten Verwandten (parentela) aus dem 
Stamme der Herren v. Falkenstein (de Falconis petra) ein, welcher 
zugleich tri er. Domherr sein wird, und zu seiner und seines ver- 
storbenen Oheims (patrui) Ludewich Anniversarienfeier verpflichtet 
sein soll, eine bestimmte Rente an's Domcapitel zu zahlen. Häuser 
in Trier und Kilburch, seine Güter zu Cure, Reinesvelt, 
Odelvengen, Urien und Hosele, seine Weinberge bei S. Jo- 
hann und auf dem Neuberg (in Novo monte), überhaupt alle 
seine Güter ausser denen zu Buchpach, überweist er dem Propst 
von S. Paulin und dem Ritter Richard v. Pal last, um die- 
selben behufs Tilgung seiner Schulden zu verkaufen; auch bestimmt 
er aus den Gütern zu Cure eine Leibrente für seine Verwandte 
(cognata) Gertrude, Nonne auf Marienberg (bei Boppard — 
in monte S. Marie). 1241, 12 kal. nov. Orig. in Goblenz. Gedr. 
Mttlrh. ükb. 3,545. Reg. Goerz, Keg. der Erzbb. 43 zum 1. Nov. 
nach dem Chartul. mit dem unricht. Dat. 1241 kal. nov. 254. 

1241 oct. 23. Henrich Edler v. Kovern genehmigt als Vogt den 
Verkauf von 103 Morgen Ackerland aus dem Hofe zu Heimbach 
Seitens der Abtei Laach an das Kl. Rumerstorph (v. 26. Aug. 
Reg. 241). 1241, 10 kal. nov. Chartul. in Coblenz. Reg. Mttlrh. 
Ukb. 3,543. 255. 

1241 oct. 24. Die Gebr. Theoderich und Frederich (^Grafen) von 
Veldenz schenken dem Kl. Machra verschiedene Zehnten in des- 
sen Umgegend (*bis Rattig, Kader ig und Wellen). Da die 
Schenker keine eigenen Siegel besitzen, so lassen sie die betr. Urk. 
von dem A r c h i d i a k o n und Propst R. (udolf) von S. P a u 1 i n 
bei Trier besiegehi, wie auch von dem Ritter Fridericli von der 
Brücke (de Ponte), welcher als Lehensherr zu dieser Schenkung 
seinen Consens gegeben hat. 1241 non. kal. nov. Orig. in Coblenz, 
auf das die beiden eingeklammerten Stellen mit Sternchen (*) 
von moderner Hand überschrieben sind. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,546. 

256. 



58 1241. Mittelrliein. Regesten. 257 — 61. 

1241 oct. Willi. Gilde (Bonus [v. Sinzich]) Zeuge in einer Urk. Kaiser 
Friedrich's II für den Grafen v. Jülich. Cremone 1241 niense od. 
ind. 15. Gedr. Krenier, Akad. Beilr. o,82. lluillard -Breholles 
i3b,824. 257. 

Nach Boehmer, Reg. S. LXXXV ist die Urk. nadi Zeugen, Zeitdaten und In- 
halt nicht Kaiser Friedrich, sondern König Conrad IV zuzuschreiben; auch nach 
lluillard statt Cremone wahrscheinlich Tremonie (Dortmund) oder Colonie zu lesen. 

1241 nov. 6. Matheus Herzog v. Lothringen und Markgraf befiehlt aus 
Trier dem AVinemar v. Mandreseni (Manderscheid) wiederholt, 
dem Nonnenkloster Orreum in Trier die schuldige Justiz gegen 
die Leute des Hofs Fleriche (Fleringen in der Eifel), welcher von 
ihm zu Lehen, und worüber dasselbe sich bei ihm, als dem obersten 
Vogt gleichsam, beschweret, nicht länger zu verweigern. Treveri 
fer. 4 post Ornnium sanctorum 1241. Ghartul. in Coblenz. Gedr; 
Mttlrh. Ukb. 3,547. 258. 

1241 nov. 10. Graf R. (einhold) v. (Blies-) Castel Herr zu Bitsch beur- 
kundet, dass die Gebr. Theoderich und Hugo v. Hagen (de 
In dag ine) unter sich eine Gütertheilung über all ihr Erbe und Lehen 
gemacht haben, und er einem der Brüder gegen den andern wegen 
seines Theils Gewähr leisten wolle. 1241 vigil. Martini. Orig. in 
Berleburg. Gedr. Toepfer, Hunolstein. Ukb. 1,304. Mttlrh. Ukb. 
3,547. 259. 

1241 nov. 19. Das Kl. Schiffenburg vererbpachtet zu Wetzlar eine 
Hofraithe zu Germeze, welche der Fischer Albert gegen einen 
Jahrzins inne hat, und eine dabei gelegene Wiese, worin zwei Fisch- 
teiche sich befinden, an AVigand Unter den Kramen (sub Tu- 
guriis) für 18 leichte Denaren Jahrzins. Zeugen Hart mann De- 
chant, Cunrad Erzpriester, Wigand v. Gozolshusen, die 
Schöffen Richolf, Weidemann, Gerbcrt, Hermann vor- 
mals Vogt und Rudolph Regel. Wetflarie 13 kal. dec. 1241. 
Gedr. Guden, Cod. 2,82. Reg. Scriba 2,32 no. 398. 260. 

1241 .... Der Dechant und der Gustos von Bingen beurkunden, dass 
der Rittor Heinr. Prentsac und 'seine Ehefrau Agnes v. Winkel der 
Michelskapelle zu Eberbach für eine ewige Lampe 2 Weinberge, ge- 
nannt Lange ne, zu Monstre bei Bingen, geschenkt, und auf der 
Landstrasse nach bürgerlichem Rechtsbrauch in die Hände des Abts, 
Oberkellners und zweier Mönche von Eberbach auf die Wingerten 
verzichtet haben, dieselben aber auf Lebenszeit gegen einen Oehlzins 



1241. Mittelrheiii. Reffesten. 261—65. 59 

in Bau erhallen; dass derselbe Heinrich darnach in der Walburgis- 
kirche zu Winkel vor Zeugen diese Schenkung erneuert, nichtsdesto- 
weniger auch noch im Dorie Monstre öfientlich vor allen Dorf- 
bewohnern, worunter der Meier Peregrin, die Gebr. Di der ich 
und Cunrad v. Strazeburg, die Gebr. Sifrid und Diderich 
Grin, dieses ausgesprochen habe. 1241. Orig. in Idstein. Gedr. 
Rössel, Eberb. Ukb. 1,345. JVlttlrh. Ukb. 3,548. 261. 

1241 .... B. Meisterin und der Convent von Lutra (Fraulautern) 
beurkunden, dass sie zu (Frau-) Lautern in Gegenwart des Pastors 
Sibodo von Uccelstorf, des Priesters Friderich von Bedres- 
torf und Johanns v. Bedrestorf von Bencelin v. Bedestorf 
8 Morgen Feld zu Iluceistorf, bei Bissenpul, Daswilre und am Wege 
nach Oswilre gekauft haben. Ap. Lutra 1241. Besiegelt von dem 
Abt von Lungfelden (Glandariens.) und Herrn Joh. v. Sirsperch. 
Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,548. 262. 

1241 .... Der Priester Friderich, Caplan von S. Abruncu- 
lus in Trier, und seine Mutter, die Wittwe Lifmude, schenken 
dem Kl. Hemmenrode ihr grosses Haus mit Garten und den klei- 
nern Häusern bis zum Hause des Ganonikus Arnold von S. Sy- 
meon in der »Vlandergasse«, welche Schenkung Lifmude nach 
dem Tode ihres Sohnes erneuerte. Zeugen Friderich (Dom-) 
Kellner, Theoderich erzbischöfl. Official, Philipp Ple- 
ban von S. Laurentius, der Priester Theoderich, Walter 
der Prior von Hemmenrode, die 14 Schöffen Lo de wich 
Vreissam, Bonifacius, Ordolf, Gilot, Tristand, Lode- 
wich Puella, Lodew. W^eiss (Albus) etc. etc. 1241. Orig. in 
Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,550. 263. 

1241 .... Der trier. Gross-Archidiakon A. (rnold) genehmigt 
die Inkorporation der in seinem Archidiakonatsbezirk gelegenen Kirche 
zu Lusche durch den Erzb. Th. (eoderich) v. Trier an das Kl. 
Horreum. 1241. Chartul. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,552. 

264. 

1241 .... Der trier. Archidiakon Rudolph schenkt dem Kl. 
Chumbd alle seine Güter nebst dem Kirchensatz zu Bornheim bei 
Flanheim und Sülz. 1241. Reg. Büttinghausen, Beitr. 2,326. Wid- 
der, Kurpfalz 3,479. AVürdtwein, Monast. Palat. 5,455. Unrichtig 
bei Scriba 4c,6 no. 5200. 265. 



60 1241. Mittelrhein. Ren^esten. 266—73. 

1241 .... Der Bürger Hin rieh Ogyr zu Boppard und der Krä- 
mer Wasmud werden in des Erstem Hause wegen der Scheide- 
maucr und Dachtraufe ihrer beiden Häuser, worüber sie in Streit 
lagen, verglichen. Zeugen der SchuUheiss Sifrid, die Ritter 
Herden, Wigand und Herbold; die Schöffen Cunr. Gulre, 
Hin rieh, Volcmar Vogt und dessen Bruder Krich, Hermann, 
Sifrid und Helewic Rifeling, Wilhelm vom Kirchhofe 
(de Gimiterio). Bopardic in domo Hinrici 1241. Orig. in Cob- 
lenz. Gedr. Rössel, Eberb. Ukb. 1,343. Älttlrh. Ukb. 3,552. 266. 

1241 .... Friderich v. Ockenheim verkauft sein Antheil an der Burg 
Steincallenfels (Lapis) mit Gonsens seines Schwagers (sororii) 
F.(riderich v. Steincallenfels) de Lapide und seiner Gemahlin Chri- 
stine an seinen Schwager Anshehn. 1241. Gedr. Toepfer, Hunolst. 
Ukb. 1,358 nach einer Gopie im Hunolstein. Hausarchiv. 267. 

1241 .... Die Abtei S. Marie ad Martyr. in Trier vererbpachtet 
ein Haus mit halbem Garten in der Webergasse (in platea 
t ex forum) daselbst an den Schmidt Henrich für 9 Soliden 
Jahrzins. 1241. Ghartul. in Trier. 268. 

1241 .... Die Eheleute Johann und Luzia v. Ar weil er überwei- f 
sen ihrer Tochter Benigna, Nonne im Kl. Nieder ehe, einige 
Güter. 1241. Reg. Schannat, Eifl. illustr. und Baersch, Ueber- 
setzung 2 a, 4. 269. 

1241 . . . . M a r c w a r d Edler v. S w o 1 m e z e zu Herford Zeuge in 
des Erzb. Gonrad v. Göln Urk. für die Gräfin Sophie v. Eavensberg. 
In Hervordia 1241 pont. nri. a. 4. Gedr. Wilmans, Westfäl. Ukb. 
3,212 no. 392. 270. 

1241 . . . . W e 1 1 e r v. B r u n s h o r n Zeuge in des Erzb. Gonrad von 
Göln Urk. für die Abtei Brauweiler. 1241. Gedr. Lacomblet, Ukb. 
2,135 no. 261. v. Ledebur, Neues Archiv 3,154. Ernst, Hist. de 
Limb. 5,324. 271. 

1241 .... Die Bauern von Sommerloch bei Wall hausen werden 
von dem Erzbischofe v. Mainz mit der Exkommunikation und schwe- 
ren Strafen belegt, weil sie den Pastor David von Roxheim 
grausam ermordet hatten. Trithem, Ghron. Sponh. 277. Vgl. Wid- 
der Kurpfalz 4,95. 272. 

1241 .... Bischof Gonrad v. Speier verkauft an den Grafen Hein- 



1241-42. Mittelrhein. Regesten. 273—77. 61 

rieh V. Sayn für 1100 Mark die Güter seines ITochstifts und Dom- 
capitels zu G reu z na eh. Trithem, Chron. Sponh. 277. Würdt- 
wein, Nov. Subs. 1,147—48 und Monastic. Palat. 5,317. Vgl. Wid- 
der, Kurpfalz 4,25. Lehmann, Spanlicim 1,31 — 32. 273. 

(1241) .... Mlüi-h. ükb. 3,553—54 no. 734—36 siehe Reg. 28G, 
24G und 244. 

1242 . . . . Theoderich Abt und der Convent des Martinsklo- 
sters zu Trier verkaufen an das Cistert, Nonnenkloster Loewen- 
brücken (de Ponte Leonis) den Paulsberg (Montem S. 
Pauli) daselbst. 1241 imp. Frider. II. Gopie in Schreiner's Hist. 
abb. S. Martini, Manuscr. saec. 18 in Trier. Gedr. Mttlrh. Ukb. 
3,528. AVegen folg. Urk. frier. Zeitrechnung angenommen. 274. 

1242 ian. 23. Erzb. Theoderich v. Trier bestätigt zu Trier den 
von Abt Theoderich von S. Martin und dessen Gonvent um 
61 Pfund geschehenen Verkauf des Paulsberg an das Kl. Löwen- 
brücken. Treviris 10 kal. febr. 1241. Gopie wie vorher. Reg. 
Goerz, Reg. d. Erzbb. 339. Mttlrh. Ukb. 3,528. 275. 

1242 ian. Rerlewin Zorno, Marschall des Pfalzgrafen, beurkundet 
auf der Burg Strom b er g, dass Herr Bertold Scue und dessen 
Söhne Udo und Rupert v. Struburg auf alle Ansprüche an das 
Kl. Eberbach wegen ihres Mannes Gumpelmann verzichtet haben. 
Unter den Rittern sind Zeugen Werner Golspenning v. Li- 
niene, Burcard v. Struenburg, Herdegen v. Mannen bach, 
Marquard Roth (Rufus), Heinr. Golspenning und Arnold 
V. Di bach. In castro Struenburg 1242 mense Januar. Orig. 
in Idstein. Gedr. Rössel, Eberb. Ukb. 2,414. 276. 

1242 febr. 15. G.(odefrid) Dechant und das Gapitel des Stifts zu 
Garden vergleichen sich bei Monreal mit dem Grafen Hen- 
rich V. Virninburch wegen des von demselben und dessen Die- 
nern (nuntii) ihnen geraubten Getreides und zugefügten Schadens. 
Darnach stellt der Graf die Edeln Herren Philipp v. Virnin- 
burch und Roussemann v. Kempenich, sowie die Eitter 
Hermann und Burchard als Bürgen für den vollen Ersatz alles 
Schadens, ^velcher gemeinschaftlich, seitens des Klosters durch Lu- 
dewic Schufbach und Echard, seitens des Grafen durch dessen 
Burgmänner Godefrid v. Alcea (Elz) und Sifrid ermittelt 
w^erden soll. Juxta Monrealh 1241 crast. Valentini. Orig. in 
Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,528. 277. 



G2 1242. Mittelrheiii. Regesteu. 278—83. 

1242 febr. 22. Erzb. Theo der ich v. Trier crtheilt zu Trier dem 
Capitel von Garden noclimals eine Urk. (gleiclilautend mit der von f 
1241 aug. 23 zu Romersdorf). Treveri 8 kal. mart. 1241 ponL 
a. 30. Orig. in Coblenz. Gedr. Mtürh. Ukb. 3,529. 278. 

1242 mz. 1. König Conrad (IV) verschreibt zu Trier seinem Cleriker, 
dem Propste Henrich von Pfalzel, welcher ihm 300 trier. 
Pfund vorgestreckt hatte, die gefangenen Juden Helemann nebst 
dessen Schwiegersohn Heckelin von Cogme und Aaron von 
Grove, um sich aus deren Habe bezahlt zu machen, und verspricht 
ihm, wenn diese nicht hinreiche, das Fehlende aus seinem Aerar zu 
ersetzen. Treveri 1241 kal. mart. Orig. in Trier. Gedr. Gesta 
Trev. ed. Wyttenbach 1 Add. 50. Huillard-Breholles Gb,827. 
Mttlrh. Ukb. 3,530. Reg. ßoehmer 259 no. 29. Kreglinger in 
Compte rendu 5,252. 279. 

1242 mz. Derselbe ertheilt zu Trier der x\btei S. Maxim in einen 
Schutzbrief. Ap. Treverim 1242 mense mart. ind. 15. Orig. in 
Trier. Gedr. Zyllesius 3,59. Hontheim 1,726. Lünig, Reichsarchiv 
16,284. Vredius, Geneal. comit. Flandr. 1,135. Huillard-Breholles 
0b,828. Mttlrh. Ukb. 3,559. Keg. Boehmer 262 no. 42. Publ. de 
Luxemb. 14,105. Wauters 4,366. Georgisch 1,1022. — Nach den 
Gest. Trev. kam der König auf der Durchreise nach Aachen in den 
Fasten nach Trier, wo ihm Erzb. Theo der ich einen ehrenvol- 
len Empfang bereitete. Nach der Abreise des Königs begab sich der 
Erzbischof nach Coblenz. Vgl. Huillard-Breholles 6b, 827. 
Boehmer, Reg. 262. Schirrmacher 4,19. Ann. Pantal. ap. Boeh- 
mer, Fontes 4,479 und ap. Pertz, Script. 22,537. 280. 

1242 mz. 5. Dechant und Capitel des Doms zu Worms geben ihren 
Consens zu des Propstes Nibelung Inkorporation der Küsterei zu 
Bopard und der Zehnten zu Sal ziehe an das Capitel des Martin- 
stifts zu Worms. Wormatie 3 non. mart. 1242. Orig. in Coblenz. 
Vgl. 1241 mz. 5 und mz. 27. 281. 

1242 mz. 18. Der Ritter Wirric v. Virei verkauft dem Kl. Neumün- 
ster (Nov. monaster.) das Dorf Puis (Spiesen bei Ottweiler). 
1241 mense mart. fer. 3 post dnc. Reminiscere. Orig. in Coblenz. 
Gedr. Kremer, Ard. Gesch. 2,330. Mttlrh. Ukb. 3,531. 282. 

1242 mz. 21. Die Ritter Gebr. Friderich und Heirbold v. Bo- 
pard erneuern und beurkunden zu Boppard ein schon längst 



1242. Mittehhcin. Re^esten. 283-86. 63 

getroftcnes Abkommen mit dem Scliolastikus Lodevic von S. Mar- 
tin zn Worms, als P leb an der Kirche von Kis 11 speie, wornaeh 
dieselben sich auch ferner demselben zur Lelienstreue verpflichtet 
erklären, nachdem ihnen ihr Fuder Weinrente, welches sie von der 
Kirche als Lehen beziehen, mit einer genügenden Geldsumme abge- 
kauft worden ist. Besiegelt von Conrad Propst von St. Martin zu 
Worms, dem gen. Herbold und von dessen Schwager (sororius) 
Sifrid V. Gundilnhusen, zur Zeit Schultheisen zu Bopard, 
statt des obengen. Pride rieh. Actum dudum, innovatum et dat. 
Bopard ie 1241 Benedicti abb. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,531. 283. 

1242 (43) mz. 27. Der Erzb. Conrad v. Cöln und Bischof Conrad von 
Speier vermitteln einen Frieden zwischen dem Erzb. Sifrid v. Mainz 
einerseits, und dem AVildgrafen (com. silvest.) Conrad, den 
Raugrafen (irsut.) Heinrich und Conrad, und dem Grafen Symon 
V. Spanheim andrerseits. Darnacli sollen dafür, dass der Erz- 
bischof seine Befestigungswerke auf dem Dissibodenberge abtragen 
soll, Wildgraf Conrad seine Burg Cirberc, die Gebr. Johann, 
Heinrich und Symon v. Span heim ihre Burg Spanheim, und 
die Raugrafen Heinrich und Conrad ihre Burg Buhinberc dem Erzst. 
Mainz zu Lehen auftragen. Auch solle von keiner Seite je mehr 
eine Befestigung auf dem Dissibodenberge errichtet werden; wenn 
dieses jedoch noch in neuerer Zeit von einem Theil wieder geschehen 
sollte, so verpflichten sich der Erzbischof v. Cöln und der Bischof 
V. Speier mit den Grafen Heinrich v. Seyn, Friderich v. Lei- 
ningen, Eberhard v. Eberstein und den andern Obengenannten gegen 
den üebertreter Hilfe zu leisten. 1242, 6 kal. apr. Gedr. Guden, 
Cod. 1,570. V. Reisach, Archiv 2,258. Mttlrh. Ukb. 3,558. Reg. 
Boehmer 389 no. 169. Günther, Cod 2,196. Lehmann, Spanheim 
1,32. Vgl. Schirrmacher 4,506. 284. 

1242 mz. Wildgraf Conrad v. Kirburg trägt zu Cöln dem Herzog 
V. Brabant sein Schi. Grumbach zu Lehen auf, und erhält dafür 
auf 4 Jahre 20 Fuder Wein zu (Ober-) Wesel, welche der Herzog 
vom Keich zu Lehen hat. Colonie 1241 mense mart. Extr. Butkens 
1,84. Reg. Wauters 4,389. 285. 

(1212—42) . . . . Erzb. Theoderich v. Trier beurkundet, dass die 
Märkerschaft des Dorfes Trimpse alle ihre Märker-Felder und Wie- 
sen daselbst gegen einen Jahrzins von 10 köln. Soliden und 9 Malter 
Korn Andernacher Maass dem Nonnenkloster zu hindern ach 



G4 1242. Mittelrliein. Regesten. 28G-S9. 

(S. Thomas) in Erbpacht gegeben habe. Ohne Dat. Chartul. in 
Goblenz. Gedr. Mtth-h. Ukb. 3,553. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 340. 

286. 

(1212—42) .... Erzb. Theoderich v. Trier ertheilt für den Kir- 
chenbau des Kl. Lonnig diesem ein Ablassprivilegium. Ohne Dat. 
Nach Privatmittheilung. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 340. 287. 

1242 mz. 28. Als König Conrad auf der Rückreise (von Cöln) vor Ostern 
in die Gegend von Goblenz kam, starb Erzb. Theoderich von 
Trier 5 kal. apr. im 30. Jahre seines Pontifikats. Gesta Treviro- 
rum ed. Waitz ap. Pertz, Script. 24,404. Necrol. S. Kuniberti Colon, 
bei Ennen, Quellen 2,102. Vgl. Kyriander 173. Brower, Ann. 2,135. 
Huillard-Breholles 6,829. Goerz, Reg. d. Erzbb. 43. — Theode- 
rich wurde im Dome zu Trier vor dem Martinsaltar begraben. Vgl. 
Gest. Trev. ed. Wyttenbach 1,328 Note f. Brower, 1. c. — Das 
Pontifikat Theoderich's erzählt auch der rhein. Antiquarius Abth. 
3 Band 3 S. 672—73. 701—706. Ueber die Vita Theoderici in 
den Gest. Trev. vgl. die Dissertation v. Bertheau S. 54 etc. 288. 

1242 .... Nach dem Tode des Erzb. The od er ich wählte der 
grössere Theil des Domcapitels dessen Schwestersohn, den D o m - 
pro pst Arnold v. Isenburg, zum Nachfolger, während eine ge- 
ringe Minorität den Rudolph v. d. Brücke, Pröpsten von S. 
Paulin bei Trier, ernannte. Letzterer erhielt von König Conrad, 
da auch der päpstl. Stuhl erledigt war, die Regalien. Beide Theile 
bekriegten sich längere Zeit, und die Minorität wurde von dem Her- 
zog von Lothringen, den Grafen v. Seyne und Luxemburg mit 
aller Macht unterstützt. Der Archidiakon Theoderich v. Ha- 
gen, ein schon bejahrter Mann, wurde gefangen genommen, der 
Dom befestigt und die Burg Sarburch besetzt. Die Anhänger Ar- 
nold's, welchen die Meisten vor Rudolf begünstigten, hatten den 
erzb. Pallast befestigt, und ihre Helfer durch die Musspforte (per 
portam Moselim) eingelassen; einen Angriff auf den Thurm des 
Ritters Richard v. d. Brücke gemacht, wo der Prümer 
Propst Theoderich v. Blankenheim gefangen sass; Rudolf 
V. d. Brücke, den Bruderssohn des Propstes v. S. Paul in, ge- 
fangen genommen; andernmals wieder Arnold v. der Fels, Gobelo 
V. Weiler und Theoderich v. Linzer mit andern Edeln als Gefangene, 
in den Pallast abgeführt, während der Graf v. Luxemburg in der 
Stadt war; vergebens belagerte derselbe den Pallast, um sie su be- 
freien. Endlich kam zwischen beiden Parteien ein Vergleich zu 



1242. Mittelrhcin. Keßesten. 289—90. 65 

Stande, nachdem man vorher bei N u v e 1 e (Newel Landkr. Trier) in 
Unterhandkingen getreten war. Rudolf trat zurück und erhielt auf 
einige Zeit das Schi. Sarburch, wo er nicht lange darauf gestor- 
ben sein soll. Arnold stellte seine Wahl in die Hand des Papstes 
Innocenz IV (welcher am 24. Juni 1243 den seit dem 17. Nov. 1241 
erledigten päpstlichen Stuhl bestiegen hatte). Gesta Trev. ed. Wyt- 
tenbach 1,328—32 und ed. Waitz ap. Pertz, Script. 24,405 etc. 
Vgl. Brower, Ann. 2,136. Damberger 10,380 und folg. Reg. 289. 

Nach oinem Bericht des belg. General-Archivars, Herrn Gachard, im 11. Bde. 
S. 254 no. 183 der Bulletins de la commission royale d'histoire de la Belg. be- 
findet sich im herzogt. Archive auf dem Schlosse de Beaumont ein kleines Heft 
von 8 Blättern, welches in lat. Sprache in sehr enger Schrift aus dem 15. Jahr- 
hundert eine Erzählung der nachdem Tode des Erzb. Theoderich's entstande- 
nen Zerwürfnisse enthält. 

(1242) Das trier. Domcapitel (Gapitulum Trevirense) 

wendet sich nochmals beschwerend an die Gräfin E. (rmesinde) von 
Luceinburg gegen W. v. Roddemache (Rodemachern), J.(ohann) v. 
Weiler (de Vilario) und deren Genossen wegen Wegnahme seiner 
Gefälle zu Maris, Vilirs, Lenningen, Vivers, Perle und Gris, und 
bittet dieselbe, da diese Dörfer in ihrer Herrschaft gelegen sind, sie 
auch einige derselben von der trier. Kirche zu Lehen habe, um 
ihre Hilfe, indem es die ihm von der Gräfin übersandte Antwort 
seiner Gegner auf seine erste Klage in ihren einzelnen Punkten wi- 
derlegt. Auf die von den Gegnern gemachte Erwiderung, dass ihre 
Genossen, unter denen sie den Dompropst, den Domdechan- 
ten, den Domcantor J.(ohann) v. Roddemache, den Propst v. 
S. Symeon Th.(eoderich) v. Ulmen und den Scholastikus 
Sifrid von Garden nennen, der grössere Theil des Capitel sei, 
antwortete das Domcapitel, dass seine Zahl mehr denn vierzig, die 
der Widersacher kaum zwanzig sei, dass unter seiner Zahl der Ar- 
chidiakon v. Trier und andere Würdenträger, überhaupt mehrere 
Prälaten, nämlich drei Archidiakone, die Pröpste von Pfalzel, 
Münster (-maifeld), S. Flor in (zu Goblenz) und Celle, ausserdem 
die den Vortritt habenden (priores in gressu) und sonst in Wissen- 
schaft und Sitten hervorragenden sich befänden. 

Auf die von den Gegnern erhobene Beschuldigung, dass es den 
Dom mit Bewaffneten besetzt habe, erwidert das Capitel, es habe 
nur von Unbewaffneten die Domfreiheit (monasterium) bewachen 
lassen, und auch die Wache entfernt, als Friede und Sicherheit ver- 
sprochen worden, und sein Gewählter (filius noster?) und der Wild- 
graf auf den versprochenen Frieden vertraut hätten. Darauf sei aber 

5 



60 1242. Mittolrhein. Rotesten. 200—92. 

einer der Gegenpartei in geistlicher Kleidung in den Chor gekommen, 
nnd habe in Gegenwart des Dechants und der andern Canoniker 
gesagt, »Ihr Herren habt genug gesungen, gehet hinaus!«. Dieser 
wäre mit dem Archidiakon Th.(eoderich v. Hagen) hinausgegan- 
gen und habe noch demselben, weil er sich vor Gewaltsamkeiten der 
BewafTneten vor der Domfreiheit gefürchtet habe, Sicherheit verspro- 
chen. Als aber der Archidiakon vertrauensvoll aus der Domfrei- 
heit getreten, hätten plötzlich die bewaffneten Verwandten (cognati) 
seines Begleiters Hand an ihn gelegt und ihn wie einen Räuber mit 
Schwertern und Knütteln als Gefangenen abgeführt. (Vgl. Gesta 
Trev. ed. Wyttenb. 1,329.) — Diese und andere Beschwerden Über- 
macht es der Gräfin unter dem Siegel des Archidiakons Th., 
dessen es sich zur Zeit bei Ermangelung des eigenen bedient. Ohne 
Dat. Gleichzeitige sehr zierliche Copie auf Perg. in Coblenz. 290. 

Die Gräfin Ermesinde starb 1247 febr. 17 (vgl. Wurth-Paquet, Table chronol. 
in Publ. de Luxcmb. 14). Der Domcantor Job. v. Rodemachern in Urkk. 
seit 1242, und sein Vorgänger Cuno bis 1241. Als Propst von S. Simeon 
nennt Brower, Metrop. 1,212 seit 1242 Hillin nnd den Theod. v. Ulmen seit 
1253, in welchem Jahre dieser auch erst im Mttlrh. Ukb. genannt wird; als 
Dompropst seit 1242 Brower 1. c. 1,144 Radulf de Vilario. Da das Schreiben 
also nur in die Zeit von 1242—47 fiillen kann, so ist es wegen seiner Ueberein- 
stlmmung mit dem Bericht der Gesta, deren Quelle es wohl ist, hierher gesetzt, 
obgleich die gegenseitigen Befehdungen der beiden Parteien noch im Juli 1844 | 
andauerten. Vgl. Reg. 293. 308—10. 387. 

1242 (43) mz. Das Nonnenkl. Wulfirsberch beurkundet, dass der 
Ganonikus Reiner von S. Flor in in Coblenz ihm verschie- 
dene Güter und Renten zu Heimbach (-Weiss), welche er von 
dem Ritter Arnold v. Coblenz (de Gonfluentia) und seinem 
Schwager (sororius) Hermann Puls für 37 köln. Mark gekauft 
hat, sowie einen grossen Weinberg beim Kloster vermacht, und sich da- 
gegen eine lebenslängliche Geld- und Erbsen-Rente ausbedungen habe, 
über welche Geldrente er auch noch 3 Jahre verfügen könne, wenn 
er mit dem Kreuze bezeichnet nach dem heil. Lande ziehen würde. 
Wulfirsberch 1242 mense marcio. Orig. in Coblenz. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,559. 291. 

1242 apr. 2. Abt Th. (eoderich) von Laach und sein Gonvent ver- 
erbpachten ihren Hof zu Heimbach, von dem sie bereits 103 
Morgen Aecker an den Abt Heinrich von Rum erst orph und! 
dessen Gonvent verkauft haben, an dieselben gegen 14 köln. Mark- 
Jahrzins und den Bezug des nöthigen Bauholzes auf ihre eigenen; 
sowie der Wingertspfähle auf des Kl. Uumerstorp Kosten bis an'g 



1242. Mittelrlioin. Kegesten. 202—05. 6? 

TJfcr zu Engirsche. Milbesiegelt von dem ecleln Herrn Hen- 
rich V. Covern. Laci 4 non. apr. 1242. Orig. in Coblen?. 
Gedr. Wegeier, Laach 2,31. Mttlrh. Ukb. 3,5G0. 292. 

1242 apr. 17. Das Dom-Paul in- und Simeonsstift, sowie die Ab- 
teien S. Maxim in, S. Eucharius, S. Maria ad martyr. und 
S. Martin zu Trier erlassen eine Verordnung wegen strengeren 
Verfahrens gegen die exkommunicirten Kirchenschädiger. 1242. 17 
apr. Gedr. Hontheim 1,727. Blattau 1,43. Mttlrh. Ukb. 3,561. 293. 

1242 apr. Der tri er. Domherr und Official Ah. (lies Theoderich) 
beurkundet, dass der Trier. Priester Becelin dem Kl. Hym- 
merode sein Haus in der VI andergasse, die Hälfte einer Kelter 
nebst Wingerten zu Iselbach und 17 frier. Pfund, welche ihm der 
Domherr Johann v. Weiler (de Villario) schuldet, geschenkt habe. 
Zeugen die Domherren Friderich der Kellner, Symon v. 
Franchirmont und Johann v. Weiler. 1242 mense apr. Copie 
fol. 57 in dem Himeroder Ghartul. v. 1345 zu Trier. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,564. . 294. 

1242 apr. 30. Mttlrh. Ukb. 3,531 Reg. siehe 1242 jun. 30 Reg. 301. 

1242 mai 2. König Conrad (IV) beurkundet zu Rothenburg, dass sein 
Getreuer Gerard v. Sinsigh vor seinen Beamten Rechnung über 
ein Jahr seines Meieramts abgelegt habe. Darnach hat derselbe ein- 
genommen: aus Rentgefällen 29 weniger ein Viertel Mark, von den 
Juden 20 Mark, von der Ehefrau des Propstes (prepositi) 15 Mark, 
aus der Bede 50 Mk., Schätzung von den Reichsfeinden 105 Mk.; 
38^2 Malter Korn, 30^/2 Mltr. Hafer, welche er für 9 weniger ein 
Viertel Mark verkaufte, und 16 Fuder oder Zulast (carratas) Wein, 
welche er dem Herzoge von Brabant überwies, im Ganzen 227^2 
Mark. Seine Ausgaben betragen : 28 Mark und 8 köln. Soliden 
Guthaben aus voriger Rechnung, 20 Mk. Guthaben für sein Kriegs- 
zeug, 8 Mk. Burglehengeld an Joh. Gude (Bonus), desgleichen 6 
Mk. an Everhard v. Mendorp, 18 Mk. für anzufertigende Bhden, 
67 Mk. 26 Denaren Ausgaben für den König zu Sin sich, 32 weni- 
ger ein Viertel Mark Ausgaben für die Ritter, welche nach dem 
Könige zum Kriegszug kamen, 6 Mk. 4 Soliden Erndte- und Herbst- 
kosten, 60 Mk. drei Rittern für Streitrosse, 16 Mk. zweien Wepelin- 
gen für im Kampfe verlorene Pferde, 15 Mk. für drei bei Verbren- 
nung des Dorfs Arwilre verlorene Pferde, 18 Mk. den 6 auf drei 
Monate gehabten Schleuderern (balistariis) ; 8 frier. Pfund Kosten 

5* 



08 124-2. Mittolrlicin. Re^-osten. 20")— Ol). 

wülirend des Königs Aufenthalt zu Trier; je 3 Mk. für dessen Kosten 
7X1 Aachen und Cöhi, sowie 4 Mk. für selbige in Mainz. Im Ganzen 
SOG Mark Ausgaben, so dass Gerard noch 78 V2 Mk. zu fordern 
hat, und das Amt noch bis Margarethentag (jul. 13) behalten soll. 
Auch gab Gerard an, dass er 16 Wochen lang 50 Bewaffnete mit 
eben so viel Reiterei in des Königs Dienst unentgeldlich gehalten, 
dass sein Hans zu Sintzig verbrannt, seine Weine und Früchte 
zerstreut und seine Besitzungen angezündet worden seien, sowie dass 
er auf Befehl des Königs die Gefangenen habe frei gelassen, von 
denen er an 400 Mark habe erhalten können. Für alles dieses hoffe 
er auf die Erkenntlichkeit des Kaisers und des Königs. Ap. Rodem- 
burch 1242 in 2. die maii ind. 15. Kindl. Copie in Münster. Gedr. 
Tross, Westfal. 1825 jun. 25. Huillard-Breholles 6b,832. Mttlrh. 
Ukb. 3,504. Reg. Boehmer 262 no. 45. Wauters 4,644. 295. 

1242 mai. König Conrad (IV) bestätigt der Bürgerschaft von Wetphlar 
alle ihre Rechte, Freiheiten und Gewohnheiten, und befiehlt seinem 
Burggrafen sie darin zu schützen. Ap. Rodinburch 1242 raense 
maio ind. 15. Orig. in AVetzlar. Gedr. Guden, Sylloge 471. Huil- 
lard-Breholles 6b,834. Mttlrh. Ukb. 3,505. Reg. Boehmer 202 no. 
47. Georgisch 1,1022. 296. 

1242 mai. Wirich v. Dune Zeuge zu Capua in Kaiser Friedriclvs II 
ürk. für Cöln. Capue 1242 mense madio ind. 15 a. imp. 22, reg. 
Jerus. 18, Sicil. 45. Gedr. Ennen, Quellen 2,220. Huillard-Breholles 
0a,47 und 49. Lacomblet, Ukb. 2,138. Securis ad rad. 238 und 
250. Apologie der Stadt Cöln 9. Hanselmann 2,125. Lünig, 
Reichsarch. 13,341. Reg. Boehmer 192 no. 1025—20. 297. 



1242 mai 29. Die Wittwe, Matrone Lucarde v. Waltmannshusen, über- 
giebt dem deutschen Orden ihren Hof zu Boppard, welchen sie | 
für 32^4 Mark gekauft und demselben schon früher geschenkt hatte. 
Zeugen Limburger Schöffen. 1242 in die ascens. Dni. et festo S. 
Maximini. Orig. in Wien. Gedr. Hennes 1,114. Mttlrh. Ukb. 3,500. 

298. 

1242 iiin 9. Graf Lothar v. Wide giebt dem Marienkloster zu 
Andernach (S.Thomas) für mehrere Parzellen in seinem und sei- 
ner Leute Walde von Dacenrode, worüber zwischen beiden Thei- 
len öfters Streit entstand, den Wald »Gruelsifen« mit Ausnahme 
des Theils, welchen die Burgleute von Hammerstein haben. 
Zeugen die Ritter Henrich von u g nebst dessen Bruder 



1242. Mittclrliein. Kcgcsten. 209-305. 69 

Vidclei'iiis und Conrad v. Miniingen, die Cleriker der 
Pleban von Andernach und Notar Peter, Conrad Notar 
und Sebert Truchsess, Conrad Centurio und Leute von 
Dacenrode. 1242 mens. jun. 5 id. Chartul. in Coblenz. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,5GG. 299. 

1242 inn. 16. Burchard, der Propst des Stii'ts zu Wetflar, schenkt 
daselbst im Hofe des Seh ulth eisen Lude wich seinem Stifts- 
capitel den Weinzehnten zu Kalsmunt und Garbenheim. Unter 
den Zeugen der Schöffe Richolf. Wetflarie in curia Lude- 
wici sculteti nri. 16 kal. jul. 1242. Gedr. Gurten, Cod. 1,571. 
Mttlrh. Ukb. 3,567. 300. 

1242 iun. 30. Der Bischof von Metz beurkundet, dass Herr Wirich von 
Wirei mit Zustimmung seiner Erben Wirich und Johann seine Rechte 
im Dorfe Puis (vgl. 1242 mz. 18 Reg. 282) an das Kl. Neumün- 
ster verkauft habe. 1242 fer. 2 post Petri. Chartul. in Coblenz. 
Gedr. Kremer, Ard. Gesch. 2,330. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,531. 301. 

1242 iul. 14. König Conrad (IV) nimmt die Bürgerschaft von Trier 
wegen der seinem Vater, ihm und dem Reiche geleisteten treuen 
Dienste in seinen und des Reichs besondern Schutz. Hagen (ow) 
14. jul. ind. 15. Orig. in Privatbesitz. Gedr. Brower, Ann. 2,137. 
Kyriander 233. Honth. 1,729. Huillard-Breholles 6b,839. Mttlrh. 
Ukb. 3,567. Reg. Boehmer 263 no. 52. Georgisch 1,1024. 302. 

1242 aug. 4. Die Gebr. Hermann und Wentzo, sowie Garsilius, 
alle drei Ritter v. Arras, schenken dem Cistert. Nonnenkloster 
Machra das Patronatrecht zu Love. Zeugen Rudolph Propst 
V. S. Paul in, Henrich v. Bolanden Archidiakon (v. Garden) 
und der Ritter Jacob v. Du na. 1242 prid. non. aug. Copie in 
Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,56^ 303. 

1242 aug. 31. Der Cleriker Wir ich v. Scouwenberch schenkt zu 
Trier mit Consens des Canonikus Johannes von S. Symeon 
und seiner Mutter Osilia dem Kl. Hemmeroth 40 trier. Pfund, 
versichert auf sein Haus bei der Brücke (juxta pontem). Zeu- 
gen 14 Schöffen, worunter Bonifacius, Lodevic Freissam, 
(^rdolf, Lodevic Puella, Tristan t, Lodevic Albus und 
Gilet. Treviris 1242 in die Paulini. Orig. in Coblenz. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,568. 304. 

1242 sept. 1. Gyselbert v. Ascheburnen beurkundet mit dem Siegel des 



70 1242. Mittclrhein. Kcgesten. , 305-8. 

Priors von Aldenburc zu Wetzlar, dass er gemeinschaftlich 
mit seiner verstorbenen Ehefrau Kunegunde dem Marienstift in 
Wetflar einen Mansus zu Wertdorf geschenkt habe, welchen er 
von dem verstorbenen Bürger Eudolf vom Hofe (de Curia) in 
Wetflar und dieser von dem noch lebenden Ritter Reinher v. j 
Lunspach gekauft habe. Zeugen Gyselbert Dechant, mag. 
Kudolf Scholastikus, Conrad Gustos, Burcard v. Stock- 
heim, Ortho, Wolfram, Heinrich v. Berchusen, Gerard 
Notar, Heinrich v. Kalsmunt und Arnold v. Therinbach 
Canonici, sowie viele Bürger von Wetflar. Wetflarie 1242 
mense sept. in die Egidii. Gedr. Guden, Cod. 5,7. Mttlrh. Ukb. 
3,569. 305. 

1242 oct. 1. Philipp Herr von Falkenstein bekundet, dass er bei der 
Schenkung zugegen gewesen sei, welche Irmentrudis die Tante (ma- 
tertera) des verstorbenen Herrn v. Kirkel für das Seelenheit ihres 
Gemahls Heinrich Herrn v. Kirkel durch die Vermittelung der Gebr. 
Johann und Arnold v. Siersbcrgh, Theoderich 's v. Ha- 
gen, Alexanders v. Stalecken und Anderer am Tage des 
Begräbnisses ihres Gemahls zu Werneswilre gemacht hat. 1242 in 
festo Kemigii. Copie no. 240 in Dipl. Ringr. 4 zu Miltenberg. Gedr. 
Crollius, Orig. ßipont. 1,146 Extr. — Vgl. folg. Reg. 306. 

1242 oct. 2. Die Gebr. Johann und Arnold v. Syersbergh be- 
urkunden, dass, als ihr Oheim (avunculus) Henrich Herr v. Kirckle 
ohne Testament verstorben sei, sie und die übrigen Erben, nämlich 
Lodewich, der Sohn des Grafen v. Sarwerden, The oder ich Herr 
V. Hagen und Alexander v. Staleken mit Irmengarde der 
Wittwe des Flerrn v. Kirckle das Dorf Walesheim und die Kirche 
dem Kl. Werneswilre geschenkt haben, um die Schädigungen des 
Klosters durch ihren Oheim wieder gut zu machen. 1242 crast. 
Remigii. Gedr. Crollius, Orig. Bipont. 1,144. 307. 

1242 oct. 4. A. (rnold) Erwählter von Trier, W. (ilhelm) Dechant 
und das Domcapitel daselbst übergeben ihrem Dompropst 
Radulf für 1000 trier. Pfund, welche sie demselben für Ausgaben 
schulden, und die sie in 10 Jahren zurückerstatten sich verpflichten, 
die Burg Sarburch mit allen Zubehörungen, ausgenommen den Hof 
Boltingen, mit dem Vorbehalt, dass es dem Erzbischofe nach fünf 
Jahren gestattet sein soll, die Burg mit 500 Pfund wieder einzulösen 
und anderer Bedingnissen. 1242 sabb. post Remigii. Orig. in Cob- 
lenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,570. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 44. 



I 



1242. Mittehheiu. Kegesten. 308—11. 71 

(Kregliiiger) Catiiloji^ue Renesse 9 iio. 00 unrichtig zum 18. Ja- 
nuar 1243. 308. 

1242 oct. 10. A.(rnüld) Erwählter von Trier, R.(adulf) Propst, 
W. (ilhehn) Dochant und ganzes Gapitel vom Dome, sowie 
Schöffen und Gemeinde von Trier verpflichten sich die von dem 
Erwählten A. bei dem Metzer Domherrn Theobald und dem 
Kitt er Johann v. Pal last (de Palatio) geliehenen 1300 trier. 
Pfund denselben in 3 gen. Terminen, deren letzter auf die Octave 
von nächsten Marien-Lichtmess fällt (1243 febr. 9), zuri^ickzuzahlen, 
und verzichtet der Erwählte ausdrücklich für sich auf die »Excep- 
tio non numerate pecunie« und jedes andere Recht der gerichtlichen 
Einsprache. Auch verbürgen sich für ihn solidarisch der Dom- 
dechant W. (ilhelm), der Grossarchidiakon Propst A.(rnold) 
von S. Flor in (in Goblenz), der Domcantor J. (ohann) , der 
D o m c u s 1 s S . und die trier. Domherren H. de Petra Archi- 
diakon zu Strassburg, H. (einrieb) Propst zu Pfalzel, S.(imon) v. 
Franchirmont u. A. (rnold) v. Falkenstein (de Falconispetra), 
die Eitter Jacob v. Warlesperch, Reiner v. Saarbrücken (de 
Saraponte), Ricard v. Pal last (de Palatio), R. und R. von 
der Brücke (de Ponte), W. (irich) Herr v. Bereperc und 
M.(effrid) Herr v. Numagen, sowie 7 Trierer Schöffen, da- 
runter ßonefacius Rex (Reich), Gilez und Jacob Papa 
(Papst). Von diesen Bürgen versprechen die Domherren in Die- 
denhofen, die andern aber in Luxemburg acht Tage nach einem 
ohne Zahlung verstrichenen Termine Einlager zu nehmen, und ver- 
zichten sämmtlich auf das »bcneficium Vellejan.« und die »Epistola 
divi Adriani«. Treveri 1242 fer. 6 post Dionysii. Orig. in Gob- 
lenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,571. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 44. 

309. 

1242 oct. 10. Die Aebte J.(acob) von S. Mathie, H. (einrieb) von 
S. Max im in, von S. Marie (ad martyr.) und S. Martin zu 
Trier verbürgen sich in gleicher Weise wie in vor. Reg. die Ritter 
und Bürger für den Erwählten A. (rnold) v. Trier. Treveri 
wie vorher. Orig. in Coblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,572. 310. 

1242 oct. 29. Arnold Edler v. Kennenberg verzichtet zu Linz in 
Gegenwart Gunrad's v. Gavenrode, Gerard 's und Her- 
mann 's V. Rennenberg seiner Brüder, Werner 's v. Daden- 
berg, Gunrad's v. Rade, Lambert's v. Neuerburg (de 
Novo Castro), The oder ich's Vogt von H o y n g e n und 



72 1242. Mittelrhein. Regesten. 311-14. 

Werner 's PI ob ans von Lynse auf alle Ansprüche an das Kl. 
Rumerstorp wegen des Hofs Merkenberg an dem Seynbach. 
Mitbesiegelt von i:einer Schwester, der Aebtissin Lyse vom Kloster 
der (11000) Jungfrauen in Cöln, und dem gen. Pleban. Lyns 1242 
fer. 4 ante Omn. Sctor. Orig. in Coblenz. Gedr. Günther, Cod. 
2,200. Mtth-h. Ukb. 3,572. 311. 

1242 nov. 2. Erzb. Conrad v. Cöln verspricht in seinem Vertrage mit 
dem Grafen von Jülich wegen seiner Entlassung aus dessen Gefan- 
genschaft unter anderm demselben Urkunden seiner vornehmsten 
Städte Cöln, Neuss, Soest und Andernach zu verschaffen, worin 
sich dieselben verpflichten, dem Grafen zu helfen, wenn der Erz- 
bischof nicht allen eingegangenen Verbindlichkeiten nachkommen 
würde. Auch stellt der Erzbischof unter andern Edeln den Wel- 
ter V. Brunshorn, den Sohn des Herrn v. d. Neuerburg (de 
Novo Castro), den Heinrich v. Virninburg, den Sohn des 
Herrn v. Ysinburg und den Sohn des Burggrafen v. Arberg 
als Geiseln, sowie Ph. (ilipp) Herrn v. Wildinberg, W. (ilhelm) 
Herrn v. Saffinberg, den Burggrafen v. Arberg und Andere 
als Bürgen. 1242 crast. Omnium Sctor. Gedr. Kremer, Akad. Beitr. 
3,87. Lacomblet, Ukb. 2,140—41 no. 270. 312. 

1242 nov. Arnold Erwählter von Trier beurkundet, dass vor 
ihm zu Isemburg der Ritter Rieh w in Sac mit seiner Ehefrau 
Irmentrud und seiner Tochter auf alle Ansprüche an das Kl. 
Hemmenrode wegen ihres Erbrechts an den Gütern des verstorbe- 
nen Henrich Hunschwin zu Leye verzichtet haben, und ihnen 
Cunrad der Abt des Klosters zur Vermeidung alles ferneren Strei- 
tes 10 Mark gegeben habe. 1242 mense nov. Orig. in Coblenz. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,572. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 44. 313. 

1242 nov. R.(obert) Propst, C. Dechant und das Capitel von S. 
Symeon zu Trier beurkunden, dass der (Land-) Dechant War- 
ner zuMetthenich das Haus beim Graben (prope fossatum), 
welches dem Pleban Godefrid von S. Michael gehört hatte, 
und derselbe für 15 Pfund gekauft, wovon sie ihm 10 Pfund gege- 
ben, ihrer Kirche geschenkt, sich aber die lebenslängliche Nutznies- 
sung daran vorbehalten habe; dass sie aber auch im Falle frühern 
Absterbens des (Land-) Dechanten, dessen Cl eriker, dem Pastor 
Lodewich zu Ildingen, diese Nutzniessung gestattet hätten, und 
dass aus diesem Hause ausser den 4 Denaren, welche der Schul t- 
heiss von S. Maximin, und den 2 Denaren, welche die Catha- 



1242. Mittelrhein. Regesten. 314—19. 73 

rinenkapelle in der S y m e o n s kirche schon jährlich bezichen, 
letztere Kirche auch noch 18 Denare jilhrl. erhalten soll. 1242 mense 
nov. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,573. 314. 

1242 dec. 20. Das Florinstift in Coblenz regelt das Jurisdiktions- 
Verhältniss seines Scholastikiis über die Jüngern Canoniker. In 
capitulo S. Florini in Confluentia 1242 sab. ante Thome. Orig. 
nach Reg. (Kreglinger) Gatalogue Renesse 9 no. 59. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,58G mit J. 1243 nach einer Gopie saec. 14 in Coblenz. 315. 

1242 dec. 27. Die Abtei Metlach (Mediolac.) vererbpachtet an 
Eberwin v. Merzig (de Marceto) einen Wingert auf dem Gep- 
penbergh gegen ein Achtel der Grescenz. 1242 die Johannis evarig. 
Chartul. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,573. 316. 

1242 .... Abt und Convent von S. Vitus zu Verdun beurkunden, 
dass die Gebr. Theobald und Albert, Canonici von S. Maurus da- 
selbst vor ihnen erklärt haben, den Hof zu Danvillers mit Ausnahme 
des Kirchenpatronats auf Lebenszeit gegen 20 Metzer Pfund jährlich 
von dem Abt Albert von Metlach erhalten zu haben. 1242. 
Chartul. in Trier. Reg. Lager, Mettlach 298. 317. 

1242 .... B. (erlewin Zorno) v. Thurun, Marschall des Pfalzgrafen 
vom Rhein, beurkundet, dass der Edelherr Gunrad v. Eren- 
berg mit seiner Mutter, Ehefrau und seinen Söhnen nach Empfang 
von 10 Mark auf allen Streit mit Kl. Rumerstorph wegen Güter 
zu Marchenberg verzichtet habe. Hierbei waren zugegen der 
Abt H. (einrieb) und Prior J. (ohann) von Rumerstorph, der 
Propst Heinrich von Gulse, der Ritter Johann v. Love, 
Hertwin v. Winningen und dessen Schwager (sororius) der 
Ritter Arnold. 1242. Orig. in Coblenz. Gedr. Günther, Cod. 
2,198. Mttlrh. Ukb. 3,574. 318. 

1242 .... Der Ritter Wilhelm auf Helphenstein und seine 
Ehefrau Jutta schenken dem Marienkloster in Valindra (Schönstatt) 
zum Anniversarium ihres verstorbenen Sohnes Johann eine Geld- 
rente zu H i n g e n , sowie eine Wein- und Spelzrente zu M u 1 i n - 
heim (Thal Ehrenbreitstein). Zeugen die Ritter Theo der ich 
in Valindra, Hugo in Montabaur, Cunrad in Helphenstein 
und Wilhelm in Er ibrectstein. 1242. Orig. in Coblenz. Gedr. 
Günther, Cod. 2,195. Mttlrh. Ukb. 3,574. 319. 



74 1242—43. Mittelrlioiu. Ke^^esten. 320—25. 

1212 . . . . Abt Theo de rieh von Laach und dessen Goiivent ver- 
erbpaehten unter Erzb. Conrad v. Cöhi, Grafen Lotar v. Wide 
als Vogl von Andernach, und unter den 14 genannten Schöf- 
fen daselbst, darunter Job. Rorich, llenr. Bec, Job. Surbir, 
Ernest, Heiderich, Job. Geioel und Job. Dorn ein Haus (in ! 
Andernach) an den Schöffen Cristian. 1242. Schreinsrolle no. 
144 in Andernach. 320. 

1242 .... Conrad der Sohn Anechilde's kauft unter den Oben- 
genannten von Henrich, dem Sohne des Macharius, und dessen 
Frau Elizabeth die Hälfte eines Feldes im Durchgang (in transitu) 
Orsburg, und erhält die andere Hälfte dieses Feldes von seinem 
Schwiegervater (socer) F 1 o r e n t i u s und dessen Frau Hildeburge 
in Erbpacht. 1242. — Unter denselben Obengenannten erhält Ru- 
d eng er v. Kelle das Feld genannt Giselesvorst von Herrn 
H US mann in Erbpacht. 1242. Schreinsrolle no. 145—46 in An- 
dernach. 321. 

1242 .... G e r t r u d e , die Wittwe G o d e f r i d 's 1 g e r , übergiebt 
unter Erzb. G. (onrad) v. Cöln, unter dem Vogt Grafen L.(othar) 
V. Wide, unter dem bischöfl. Schultheisen Godefrid und den- 
selben 14 Schöffen wie oben (no. 144) dem Kl. Rumersdorf 
ihren Neffen (nepos) Welt er und ein Drittel ihres Erbguts; derselbe 
Welt er aber dem Kloster die Hälfte des Hauses »in ekke« der 
Cramgazze zum Markte (ad forum), einen Wingert neben dem 
Leenherren's auf dem Martinsberg (supra montem S.Mar- 
tini), 1 Morgen Acker gen. Gere am Wege nach Eiche und einen 
Wingert zu Heddensdorf. 1242. Schreinsrolle 147 in Andernach. 

322. 

1242 . . . . Walter v. Brunshorn unter den Edeln zu Cöln Zeuge 
in des Erzbischofs Urk. wegen Abbrechung der Befestigung des Klo- 
sters zu Deutz. Ap. Coloniam 1242. Gedr. Ennen, Quellen 2,231. 
Ebenso derselbe in der betr. Vertragsurk. des Herzogs v. Limburg 
mit dem Erzbischofe. 1242. Gedr. Lacomblet, Ukb. 2,143 no. 274. 
Ernst, Hist. de Limbg. G,226. v. Ledebur, Archiv 8,166. 323. 

1242 .... Heinrich v. Dune unter den Rittern Zeuge in derl 
Edelfrau Elisabeth Wittwe v. Monjoie Urk. für's Kl. Schweinheim. 
1242. Gedr. Lacomblet, Ukb. 2,141 no. 272. 324. 

1243 ian. 15. König Conrad (IV) befiehlt seinem Getreuen G. (erhard) 



1243. Mittelrheiu. Kegesteu. 325—30. 75 

V. Sin zeche sofort 500 Mark für seinen Hof von den Juden zu 
Sinzche zu erheben, und wenn nüthi^', mit Gefangenschaft zu er- 
pressen. Hallis 15 Jan. ind. 1. Kindl. Gopie gedr. Guden, Cod. 
2,943. Huillard-Breholles Gb,842. Mtth-h. Ukb. 3,575. lieg, ßoehmer 
263 no. 54. 325. 

1243 ian. 17. R. (adolf) Dompropst und G. (onrad) Scholastikus 
von S. Simeon zu Trier entscheiden als Schiedsrichter einen Streit 
zwischen den beiden Abteien S. Marie ad martyr. zu Trier und 
Met lach (Mediolac.) wegen des Zehnten zu Wiltingen. 1242 
sabb. post octav. epiphan. Ghartul. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 
3,555. Reg. Lager, Mettl. 298, wo auch die Uk. beider Abteien 
vom vorhergehenden Tage nach dem Ghartul. in Trier. 326. 

1243 ian. 18. Ein Bürger von Goblenz erhält für sich und seine Frau 
auf Lebenszeit von dem Gastorstift daselbst ein Haus gegen einen 
Jahrzins von 22 köln. Soliden, und mit der Verpflichtung, daran in 
den nächsten 3 Jahren 5 Mark und zwar jährl. 20 köln. Soliden zu 
verbauen. 1242, 15 kal. febr. Orig. in Goblenz. 327. 

1243 febr. 9. Die Gräfin Agnes v. (Blies-) Gastet giebt mit Einwilligung 
ihres Bruders, des Grafen Henrich v. Seyn, ihrem Schwieger- 
sohne, dem Edeln Henr. v. Salm, als Mitgift ihrer Tochter Lo- 
retha, dessen Gemahhn, die Hälfte der Burg Hunolstein, und 
verspricht ihm, falls er Gastet und Scow^enberch (Schauenburg 
bei Tholey) erobern würde, den Vorzug auf den Besitz der Graf- 
schaft (Blies-) Gastel vor allen andern Erben. 1242 in octava purif. 
Marie. Orig. in Goblenz. Gedr. Günther, God. 2,200. Toepfer, 
Hunolst. Ukb. 1,15. Mttlrh. Ukb. 3,556. 328. 

1243 febr. 9. Graf H. (einrieb) v. Seyn beurkundet, dass Henrich v. 
Salm mit der (vorhergenannten) Mitgift seiner Gemahlin Loretta, der 
Nichte des Grafen v. Seyn, sich zufrieden erklärt, und ihm dess- 
halb gen, Bürgen, worunter Wilhelm Herr v. Swarcinberg, 
gestellt habe. Dat. wie vor. Urk. — Orig. in Paris. Gedr. Toepfer, 
Hunolst. Ukb. 1,16. 329. 

1243 .... Graf Henrich v. Zweybrücken quittirt dem Nico laus 
Vogt V. Hunolstein über 120 trier. Pfund für Raubgut. 1242. 
— Derselbe schenkt dem Grafen Heinrich v. Salm die Hälfte der 
Burg Hunolstein. 1242. Reg. im alt. Repertor. in Goblenz. Toepfer, 
Hunolst. Ukb. 1,15. 330. 



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^b 1243. Mittelrhein. Regesten. 331—35. 

1243 mz. 5. Lothar (Graf v. Wied) setzt zu Wied seine Verwandten 
(consanguinei) die beiden Brüder Bruno und Theoderich Edel- 
herrn v. Isenburg in Besitz seiner sämmtlichcn Lehen, und lässt 
die betr. Urk. von dem Erzb. (Erwählten) Arnold v. Trier mit- 
besiegeln. Zeugen die Minoritenbrüder Eorich und Thomas, der 
trier. Domherr Henrich v. Scenkilinberg, sein Notar 
Peter, der Kämmerer Conrad, BuUo, Henrich v. Rhein 
(de Reno), Nicolaus Falkener, Giso, Isfrid und andere 
seiner Diener, nebst Mechtilde v. Hol brücke, Bertrande, 
Gunheit und Odilie. Wide 5 martii 1242. Gedr. (Fischer) 
Geschlechtsregist. 2,88. Hoppenstedt, Rechtl. Ausführung 2,1. Mttlrh. 
Ukb. 3,576. 331. 

1243 mz. 14. Wildgraf (comes Sylvester) Conrad, seine Ge- 
mahlin Gysela und Sohn Emicho überlassen der Propstei Flon- 
heim einen Hörigen daselbst gegen 5 Mark köln. Denaren. Unter 
den Zeugen Johann Capellan von Dune nebst den Kittern 
Godefrid Ungerech Truchsess und dessen Bruder Wilhelm 
v. Suedirbac. 1243 prid. id. martii. Gopie in Coblenz. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,576. Acta Palat. 1,52 mit id. mart. Reg. Scriba 
3,94 no. 1449 fälschlich Raugraf genannt. 332. 

1243 mz. 25. Erzb. Conrad v. Cöln belehnt die Ritter Heribert, 
Udo, Bosso und Winand v. Waldecke mit der Burg Wal- 
decke, welche ihm dieselben lür 200 Mark köln. Denaren zu Eigen 
gegeben haben, und überweist denselben bis zur Auszahlung dieses 
Geldes 12 Fuder oder Zulast Wein zu Rensc, welche früher als 
Burglehen von Turris (Thuron) verschrieben waren. Zeugen ausser 
3 köln. Domherren und 5 erzb. Ministerialen der Edelherr Wal- 
ter V. Brunchorn. 1242, 8 kal. apr. Transsumpt von 1398 in 
Coblenz. Gedr. Günther, Cod. 2,397. Mttlrh. Ukb. 3,557. 333. 

1243 mz. Das Capitel des Apostelnstifts in Cöln vererbpachtet ein stei- 
nernes Haus daselbst an Flenrich v. Rense. 1242 mense marcio. 
Gedr. Ennen, Quellen 2,232. 334. 

1243 apr. 11. Theoderich Abt und der Convent von S. Marie ad| 
martyr. in Trier bestimmen wie die Einkünfte aus den Wein- 
bergen zu Celtanc, welche ihr Prior Gerard und der Mönchj 
Bertram erworben haben, sollen verwendet werden, und dass die 
Austheilung dieser Gefälle dem Krankenhause obliegen soll, weil! 
demselben für diese nun zur Allmose gezogenen Weinberge andereij 



1243. Mittelrliein. Re^csteu. ^35— 39. 77 

nämlich zwei jenseits der Mosel, einer genannt Pulere und der 
andere beim Born (juxta fontem) in Paliene, und ein dritter, 
genannt Brule, neben der Bischofs wiese (juxta pratum 
episcopi) überwiesen worden seien. 1243 mense apr. vig. pasche, 
ind. 1, concur. 3, epact. 18. Orig. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 
3,577. Die Zeitbestimmungen richtig. 335. 

1243 apr. 19. Das Capitel des Simeonstifts zu Trier beantragt eine 
gerichtliche Thcilung der mit der Abtei Himerode gemeinschaft- 
lichen Waldungen wegen übermässigen Holzhau's der Letztern in 
denselben, und der desfallsige Gerichtstag wird auf Freitag nach Jubi- 
late (mai 8) anberaumt. 1243 dnc. Quasimodo. Ghartul. in Goblenz. 

336. 

1243 mai 9. Der Speirer Dompropst B. (erthold) befreit auf die Bitte 
des Kl. Hemmen rode die in seinem Archidiakonatsbezirk gelegene 
Kapelle zu Mettenheim, welche zum Neuhof gehört, von allen Archi- 
diakonats-Abgaben. Spire 7 id. mai 1243. Gedr. Remling, Speir. 
Ukb. 3,228. 337. 

1243 mai 12. Der trier. Dompropst und Archidiakon R. (adulf) 
verbietet dem (Land-) Dechanten von Losmen, die Abtei 
Wad egozingen an der Ausübung des Gottesdienstes zu Bos durch 
einen ihrer Canoniker zu hindern. 1243 fer. 3 post Gantate. 
Chartul. in Goblenz. 338. 

1243 mai. Das Marienstift zu Aachen und die Abtei Deutz machen ei- 
nen Tauschvertrag, wornach Ersteres seinen Zehnten zu Reimagen 
der Abtei für deren Zehnten in der Pfarrei Sintzge überlässt, und 
diese dem Ritter Thiricus, wie auch dessen Bruder Riguin, 
w^elche den Zehnten zu Sintzge nebst einem Theile des Zehnten 
zu Reimagen, zwischen Salices (den Weiden), Linze und 
Kernis gelegen, von der Abtei zu Lehen hatten, statt desselben 
gewisse andere Gefälle zu Lehen giebt. Seitens der Abtei geschah 
die Uebergabe ihres Zehnten vor dem Gericht und den Bürgern des 
Reichs zu Sintzge, nämlich den Meiern (villici) Herbert und 
Rudolph, den Rittern Joh. Goz, Roinch, Gonrad, den Gebr. 
Friderich und Lo de wich nebst Bruno v. Kunsdorp, vor 
Thirricus v. Hulsbach, Heinr. Voz, Thirricus Nose und 
dessen Bruder W ig and, sowie andern Genannten; Seitens des 
Marienstifts ebenso vor dem Gericht und den Bürgern, dem Priester 
Richard, den Meiern Georg und Symon, Marchgravius 



78 1243. Mittelrhein. Keßesten. 330—44. 

und dessen Sohn Jacob, Karl und Nicolaus v. Ufer (de 
Ripa), Hermann dem Meier von Deutz und andern Genannten 
zu Reima^en. 1243 mense maio. Gedr. Quix, Cod. Aquens. 
1,112. Mttlrh. Ukb. 3,578. 339. 

1243 iun. 1. Die Abtei Retlei (bei Sirk) verkauft für 10 Pfund an 
Agnes, die Wittwe Anselm's v. Kalre, einen Jahrzins von 10 Soliden 
aus dem Hause Conrad 's, des Meiers der Abtei S. Martin zu 
Trier über der Brücke. 1243 kal. jun. Orig. in Goblenz. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,579. 340. 

1243 iun. 3. Erzb. Conrad v. Cöln ertheilt zu Andernach für seine 
Kirchenprovinz der durch Alter verfallenen Marienkirche in 
Trier, gleichsam das Haupt der Mutter- und die Erste (magistra) 
aller andern Kirchen der tri er. Provinz, einen Collectenbrief zum 
Wiederaufbau. Andernaci 3 non. jun. 1243. Chartul. in Gob- 
lenz. Gedr. Wyttenbach, Animadv. in Gest. Trcv. 1,59. Mttlrh. 
Ukb. 3,580. Vgl. Brower, Ann. 2,138. Marx, Erzst. Trier 4,49. 

341. 

1243 iun. 6. Bischof Conrad von Speier befreit auf Bitte der Mönche 
zu Hemmenrode die zum Neuhof gehörige Capelle zu Mettenheim 
von der Geldabgabe der einzelnen Cleriker seiner Diözese an ihn. 
1243, 8 id. jun. Gedr. Remling, Speier. Ukb. 1,228. 342. 

1243 iun. 20. A. (rnold) Erwählter v. Trier beurkundet, dass in 
seiner Gegenwart zu Trier Conrad Geburrchen v. Hoingen, 
der Sohn der verstorbenen Agnes, dem Kl. Hemmeroth einen 
Jahrzins von 8 frier. Soliden aus 2 Häusern zu Cella hinter dem 
Hause des Ritters Reiner v. Dille unter gewissen Vorbehalten 
vermacht habe. Treviris 1243 sabb. ante Joh. bapt. Original in 
Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,581. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 44. 

343. 

1243 iun. Derselbe beurkundet, dass der Kitt er Godefrid von 
Dudelindorp in seinem, wie man glaubt, auf Anreizung seiner 
Bauern erhobenen Streite mit dem Abt Cunrad und dem Convent 
von Hemmenrode wegen eines Walddistrikts im Banne von 
Remboldiswilre, von dem Stein im Meinholz abwärts bis 
zum Stein im Meroseit, hier wendend, und auf dem Berg im 
Schartelle und in den daselbst gesetzten Marksteinen, mit Zustim- 
mung seiner Ehefrau Lucie und Sohnes G. auf alle seine 



1243. AfittoIrluM'n. Rci^-eston. 344—40. 79 

beanspruchten Rechte verziclitet liabe. 1243 mense jiin. Orig. in 
Cüblenz. Gedr. MUhli. Ukb. 3,581. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 44. 

344. 

L243 inl. 1. Der trier. Domherr und Official S. (imon) beurkundet 
die Entscheidung der in dem Streite des Kl. S. Marie ad martyr. 
zu Trier mit der Gemeinde Sclileicli wegen Einsetzung des Cen- 
turiü ernannten Schiedsrichter. 1243 fer. 4 post dnc. Dominus illu- 
minatio. Ghartul. in Coblenz. Gedr. Mtth'h. Ukb. 3,582. 345. 

L243 iul. 6. In einem Streite zwischen Lude wich und dem trier. 
Domherrn Theo der ich über die Pfarrei Oxheim findet an 
heutigem Tage ein Zeugen verhör statt, ob dem Abt von S. Maxi- 
min bei Trier oder dem Grafen v. Nurberg das Collationsreclit, 
welclies Beide beanspruchten, gehöre. Da aber die Parteien sicli 
nicht nach Verkündigung des Zeugenverhörs einigen konnten, beraumt 
der Richter einen neuen Termin zur Verhandhnig auf den 20. Juli 
(octava Margarethe) an. 1243 octav. Petri et Pauli. — Nach den 
Zeugen-Aussagen ist der Abt, dessen Abtei der Ort gehört, daselbst 
Patron, und von demselben Graf Joann (v. Nurberg) mit der 
Vogtei belehnt. Der Abt hat durchgehends, jedoch häufig gezwun- 
gen, einem Verwandten v. Nurberg die Pfarrei vergeben, wel- 
cher einen Vikar für sich bestellte; selbst Graf Johann mit dem 
Herzog von Nanzig habe bei einer Verweigerung seitens des Abts 
gedroht, sie doch zu vergeben. Nach deai Bischof Th. (eoderich 
von Utrecht 1198—1212 ein Graf v. Nurberg) habe Matthaeus, 
der Sohn des Grafen Ulrich v. Are die Kirche von dem Abt 
Conrad von S. Maxi min erhalten; nach Ulrich's Tode aber 
habe Gerard (v. Nurberg) seinen Bruder Matthaeus vertrieben 
und die Kirche seinem Sohne Gerard verliehen. Es habe aus der 
Familie des Grafen der Propst Gerard von Bonn, der Propst 
Hugo von Mariengraden in Cöln und der Propst von Triebt (wohl 
Theoderich, nachher Bischofs v. Utrecht) die Kirche gehabt. Andere 
nennen dagegen Ludewich als Nachfolger des Matthaeus. — 
Unter den 32 Zeugen der einen Partei befinden sich: der (Land-) 
Dechant und Pleban T. von Oxheim, welcher schon über 40 
Jahre als Vikar daselbst fungirt ; Hermann B e r n e s c h u r e, Rei- 
ner V. Scomowe, der Schultheiss (praetor) H. ; der Pleban 
x\ndreas, Priester Godefrid, Ritter Henrich v. Scomowe, 
Ritter Leonius, Henrich der Priester von Schölte, der 
Mönch Nico laus von S. Maximin, früher abteil. Kämmerer, 
Henrich der Priester von Wische, der Priester H. von Dollen- 



80 1243. Mittelrhein. Regesten. 346—51. 

dorp, der Priester Iwan von Ilillesheim, der Ritler H. v. Blan- 
kenlicim und der Ritter Baldewin v. Oxheim. — Unter den 
10 Zengen der Gegenpartei werden aufgeführt: der Priester Fri- 
derich Her dingen früher Hausgeistlicher des Grafen Gerard, 
und der Ritter Peter v. Nurberg. — Chartul. in Coblenz. Gedr. 
iMllh-h. Ukb. 3,582 Extr. 346. 

1243 iul. 16. Giselbert, der Kellner der Edeln H, (enrich) und G. (er- 
lach) Herrn v. Isenburch, schenkt mit Consens seiner Herren 
dem Kl. Dirstein die andere Hälfte seiner Fleischbank zu Limburg. 
1243, 17 kal. aug. Gedr. Reinhard, Kleine Ausführ. 1,310. (Fischer) 
Geschlechtsregist. 2,87. 347. 

1243 iul. 19. Arnold Erwählter v. Trier beurkundet zu Romers- 
dorf den vor ihm durch seinen Bruder Theo der ich v. Isin- 
b u r c h , den trier. Domherrn Henrich v. Scenkilinberch 
und Henr. v. Langinowe geschlichteten Streit des Ritters Ger- 
lach, Sohnes des Ritters Rubin v. Isinburch, mit dem Kl. 
Romirsdorph wegen einiger Wingerten zu Valendre, welche 
Ger lach erblich dem Kloster gegen die halbe Grescenz und ohne 
die Verpflichtung zur »Vorhure« oder irgend einer andern Gabe 
bei seinem Tode, überträgt. Komirsdorph 14 kal. aug. 1243. 
Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,584. Reg. Goerz, Reg. der 
Erzbb. 44. 348. 

1243 aug. 13. Der Erzbischof v. Mainz l)estätigt die Dotirung der Niko- 
lauskapelle zu Bingen mit Wingerten zu Monstre und Sarmdes- 
h e i m durch deren Stifter, den Schultheisen Anselm und dessen 
Ehefrau Lucardis. Pinguie id. aug. 1243. Gedr. Rössel, Eberb. 
Ukb. 1,358. Baur. Hess. Ukb. 2,02. Reg. Weidonbach, Bingen 14 
no. 136. Scriba 4c,6 no. 5100. 340. 

1243 aug. 14. Der trier. Domherr und Official S.(imon) spricht 
in dem Streite des Abts von S. Marie ad martir. mit den Pa-I 
tronen der Kirche von Yranc wegen des Herbergerechts, dieses 
nach stattgefundenem Zeugen - Verhöre dem Abte zu. 1243 vigil. 
a.ssumpt. Marie. Transsumpt v. 1201 in Coblenz. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,584. 350. 

1243 .... König Conrad (IV) setzt zur Bewachung des von ihm ein- 
genommenen Castells (gegenüber Mainz) den Wirich Herrn von 
Dune, welcher grossen Zoll daselbst von den Städten erpresste. 



1243. Mittclrhein. Kegesten. 351—58. 81 

Ann. Worniat. ap. Bochmer, Fontes 2,183 und ap. Pertz, Script. 
17,48. Vgl. Bochmer, Reg. 263. 351. 

1243 sept. 7. Embrico, der erwählte Propst von S. Martin zu Worms, 
verspricht in seinem Jurament auch alle Schenkungen seiner Vor- 
gänger, namentlich die des Patronatsrechts zu Herrichswisen, 
der Küsterei zu Bopard und der Zehnten zu Sal ziehe aufrecht 
zu erhalten. In eccl. b. Martini in Wormatia. 1243 vig. nativ. Virg. 
Gedr. Baur, Hess. Ukb. 2,94. 352. 

1243 sept. 28. Der trier. Dompropst und Archidiakon R.(adulph) 
notificirt von Trier aus dem Pleban P. und der Pfarrgemeinde 
von Leuve, dass er seine Einkünfte aus ihrer Pfarrei dem Cistert. 
Nonnenkloster Macra geschenkt habe. Treveri 1243 vigil. My- 
chaelis. Orig. in Coblcnz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,568 zu no. 752. 

353. 

1243 oct. Gerhard Herr zu Lutinge vermacht dem Kl. Metlach (Me- 
diolac.) seine Rechte am Patronatsrecht und Zehnten in den Dör- 
fern Geldinga und Rimininga. 1243 mense oct. Chartul. in Goblenz. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,585. Reg. Lager, Mettl. 298. 354. 

1243 nov. 2. Graf Henrich v. Seyn und Walter v. ßrunshorn 
zu Cöln Zeugen in des das. Erzbischofs Urk. für Lupert v. Swans- 
bule. Colonie 1243 mense nov. crast. Omn. sctor. Gedr. Lacomblet, 
Ukb. 2,145 no. 279. — Auch verspricht der Erzbischof in seinem 
Vergleich von diesem Tage dem Grafen v. Arnsberg nach dem Rathe 
und Ausspruche des Grafen v. Sein Genugthuung zu leisten. Ibid. 
144 no. 278. 355. 

12(43) nov. 16. A. (rnold) Erwählter v. Trier inkorporirt mit Con- 
sens des betr. Archidiakons dem Kl. Marienthal die Kirchen zu 
Bechkirchen und Tuntingen. 1238, 16 kal. dec. Orig. in Weimar, 
worin XXXVIII offenbar ein Schreibfehler und vielleicht XXXXII 
oder III zu lesen ist. 356. 

1243 nov. 20. Papst Innocenz IV befiehlt dem Dechanten von S. Georg 
in Cöln, das Kl. Prüm behufs Wiedererlangung entfremdeter Güter 
zu unterstützen. »Ad audientiam« etc. Rome ap. S. Petrum 12 
kal. dec. pont. a. 1. Chartul. in Goblenz. 357. 

1243 nov. 24. Derselbe beauftragt den Dechant, Scholaster und Canonikus 
W. V. Hascebui'n am Dome zu Mainz, die schon früher von Papst 



82 1243. Mittolrhein. Renresten. SövS— 61. 

Gregor (IX. 1228 jan. 27) behufs Heiligsprechung der Meisterin 
Hilde gar de vom Kl. S. Ruberti zu Bingen (Paipertsborg) an- 
geordnete Untei'suchung zu vervollsländigon. »Supplicantibus olim« 
etc. Laterani 8 kal. dec. pont. a. 1. Gedr. Würdtw. Nov. Subs. 
9,34. Reg. Potthast 953 no. 11182. Weidenbach, Bingen 14 no. 
137. Scriba 3,94 no. 1453. Vgl. auch 1233 dec. 16 und 1237 
niai 6. 358. 

Nach dem Aveiiig glaubwürdigen Tiitliemiiis in Cliron. Sponh. 277 war an 
Stelle des 1242 verstorbenen Propstes Johann zu Rupertsberg (seit 1226 
vgl. Reg. 1787) von dem Abte Juan von Sponlieim der Mönch Rorich 
gesetzt Avorden. 

1243 dec. 1. Erzb. Conrad v. Cöln sühnt sich zu Rheindorf durch die 
Vermittelung des Grafen Henrich v. S e y n m it dem Rheinpfalz- 
grafen Otto, Flerzogen v. Baiern, und verleiht demselben zur Befesti- 
gung dieser Sühne seine köln. Lehen, namentlich die Burgen Stal- 
berg und Vurstinberg gleichwie St alecke; verzichtet auf seine 
Rechte an der Burg Thurun; dagegen soll der Pfalzgraf die Güter 
zu Baggeragge, Dietbag und Heyenbach, welche demselben 
der verstorbene Erzb. Henrich v. Cöln verpfändet hat, frei zurück- 
stellen. Beiderseits Bürgen sind der Herzog Henrich v. Limburg, 
die Grafen Henrich v. Seyn, Henr. v. Nassau, Johann von 
Spanheym, Wilh. v. Jülich und Theoderich v. Hostade. Ap. 
Rindorp 1243 crast. Andree. Gleichzeit. Copie in Coblenz. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,585. 359. 

1243 dec. 19. Mttlrh. Ukb. 3,58G siehe Reg. 315 zu 1242 dec. 20. 

1243 .... Theoderich Herr des Schi. Bruch und seine Ge- 
mahlin Claricia verzichten zu Gunsten des Kl. Hemmenrode 
auf alle ihre Rechte an gewisse Besitzungen und Marksteine im 
Banne des Dorfs Remboldis wilre, worin sie nach der Versiche- 
rung ihrer Bauern vom Kloster beeinträchtigt worden seien und 
desshalb gegen dasselbe hätten Klage erheben können. 1243 mense 
Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,587. 360. 



1243 .... Mttlrh. Ukb. 3,588 no. 781 siehe Reg. 367 zum 6. Jan. 
1244. 

1243 .... Der Bürger Godefrid zu Trier, wohnhaft am Ufer (su- 
pra ripam) gegenüber der Min o ri f en pf orte, und seine Fraul 
Richeza, vermachen dem KI. Hymmerode ihr Wohnhaus undr 
ein Haus in der Neu gas se (nova platea) mit dabei gelegenem 



1243. Mittcirhein. Kef^eston. 3G1— OG. 83 

Wingert. Zeugen der D o m k e 1 1 n e r F r i d c r i c h , der P 1 e b a n 
Philipp von S. Laurenlii nebst den Schöffen Bonefacius, 
Lude wich Puella und Tristant. 1243. Ghartul. in Trier. Gedr. 
Mtth'h. Ukb. 3,588. 3G1. 

1243 .... Das Nonnenkloster Dirstein beurkundet eine von der frühe- 
ren Aebtissin geschehene Vererbpachtung seines Guts zu Nieder- 
brechen an das Marienkloster zu Andernach (S. Thomas). 
Zeugen der Abt von Schönau mit 7 Conventsschwestern, worunter 
Gert rüde v. Rense. 1243. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,589. 362. 

.243 . . . . Walter v. Arinderoth (al. v. Malberg), seine Gemahlin 
Elisabeth, ihre Söhne Theuderich, Richard, Walter und 
Bruniche, nebst ihrer Tochter Elisabeth verkaufen an das Kl. 
S. Thomas (an der Kyll) ihren Zehnten zu Arinderoth für 35 
Pfund, vorbehaltlich des Wiederkaufsrechts. Da sie kein eigenes 
Siegel haben, so lassen sie die Verkaufsurkunde von den Herren 
Theoderich v. Bruch und Rudolf v. Malberch besiegeln. — 
M. (echtilde) Aebtissin und der Convent beurkunden gleichfalls 
dem Edeln, Ritter Walter v. Malberch, dies Wiederkaufs- 
recht. 1243. Beide Origg. in Coblenz. Gedr. Fahne, Cod. Salm. 
18. Die erstere Mttlrh. Ukb. 3,589, und von der andern das. S. 
590 Reg. 363. 

.243 .... Der Abt H. (einrieb) v, Rumerstorph beurkundet, dass 
die kinderlosen Ehegatten Heinrich und Christine von En- 
gersche im Beisein von Heim ich 's Verwandtem (consanguin.) 
Peter und Cunrad's, des Bruders der Christine, auf dem Pe- 
tersaltare zu Wulfirsberch vor dem Prior fr. Arnold und 
dessen Genossen fr. Baldwin wie auch Richza, der Meisterin 
des Klosters, diesem ihr Ackerland zu Langindorf (jetzt Neuwied), 
welches sie vom Marienkoster zu Andernach (S.Thomas) ge- 
kauft hatten, vorbehaltlich einer Leibrente in Korn, als Eigenthum 
übergeben haben. 1243. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,590. 

364. 

|243 . . . . Lutgarde v. Isinburch, die Wittwe des Edeln Heinrich 
V. Hanau, bestätigt eine mit ihrem Gemahl an's Kl. Eberbach ge- 
machte Schenkung von Aeckern zu Wachenbuchen. 1243. Gedr. Wenck, 
Hess. Ukb. 2,158. Rössel, Eberb. Ukb. 1,394. 365. 

J43 . . . . Der Propst des Florinstifts in Coblenz vertauscht 

6* 



84 1243—44. Mittelrhein. Reg-csten. 366—72. 

mit Consens seines Capitels eine zum Hofe Wirges gehörige »Lan- 
disliove« gegen ein All od Henrich 's v. Isenburg 7A\ Hundis- 
dorf. 1243. iXcg. im alten Stifts-Repertor. in Coblenz. 3G6. 

1244 ian. 6. Theoderich der Jüngere Edler v. Ysinburch und 
seine Gemahlin Jutta vergleichen sich im Kl. Sayn auf den Rath 
ihres Oheims (patrui) Theoderich's Herrn v. Kempinich 
mit dem Kl. Hemm inrode wegen dessen zu ihrem Hofe gehörigen 
Güter bei Mettirich, und verzichten gegen 12 kölnische Mark 
auf ihre erhobenen Ansprüche. Zeugen Abt Luger von Seyn, 
Theo der ich Herr v. Kempinich, sowie die Ritter Wipert, 
Gisilbert, Manegold und Theoderich v. Seyn. In claustro 
Seynensi in epiphan. Dni. 1243. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,588. 367. 



1244 ian. 7. A.(rnold) Erwählter v. Trier beurkundet auf Eh 
breitstein vorsteh. Vergleich seines Verwandten (consangui 
mit dens. Zeugen ausser The oder ich Edeln v. Kempe 
Erinbrechtstein 7 id. jan. 1243. Orig. in Coblenz. Gedr 
Günther, Cod. 2,202. Mttlrh. Ukb. 3,591. Reg. Goerz, Reg. der 
Erzbb. 44. 368 



h r e n- 1 

guinei)fc 

nich.l 



1244 ian. 7. König Conrad (IV) befiehlt den Leuten und Juden zi 
Sin ziehe, die von ihm für das Kelch ausgeschriebene Bede von 0(||li 
Mark von den Christen und 20 Mark von den Juden daselbst so 
gleich dem Ueberbringer dieses Befehls auszuzahlen. Ulme 7. jan 
ind. 2. Kindl. Copie. Gedr. Boehmer, Acta imp. 289. Mttlrh 
Ukb. 3,592. 369 



H 



1244 febr. 5. Derselbe giebt seinem Getreuen Gerhard von Sin 
zech, Burggrafen von Landescrone, volle Gewalt alles fü 
das Reich Nöthige von den Leuten seines Amts einzutreiben. Ap 
Solodrum 5. febr. ind. 2. Kindl. Copie. Gedr. Boehmer, Acta imp 
289. Mttlrh. Ukb. 3,592. 37C 

1244 febr. 11. Graf Joffrid v. Saarbrücken (Sarepont.) Her; 
V. Aspermont erkennt sich als ledig Mann und die Burg Aspermorj 
als Lehen des Bischofs v. Metz. 1243 mense febr. fer. 5 post dnJ 
Exurge. Gedr. Meurisse, Hist. de Metz 617. Kremer, Ardenip 
Gesch. 2,329—30. Crollius, Or. Bip. 1,225. 37| 

1244 febr. 24. Erzb. Conrad v. Cöln maclit zu Roermond durch dSf 



he 



i 



1244. Mittolrhein. Regesten. 372—76. 85 

Vermittelung der Grafen Henrich v. Seyn und Otto v. Geldern 
einen Frieden zwischen dem Herzoge v. Brahant und seinem Neffen 
(fratruehs) dem Grafen Theoderich v. Hostaden wegen des Schlosses 
Dalehem. Ap. Ruremonde vigil. Mathic 1243. Gedr. Butkens 1,85. 
Bondam 1,442. Dumont la,182. Lünig, Cod. Germ. 2,1101—4. 
V. Ledebur, Neues Arch. 3,156. Ernst, Hist. de Limb. 5,325. 
V. Sloet 1,638—40 no. 633. — Die Urk. des Grafen v. Hostaden 
d. eod. dat. mitbesiegelt von dem Grafen v. Seyn und Walter 
V. Brunshorn gedr. Butkens 1,85. Bondam 1,440. Dumont 
la,182. V. Ledebur 1. c. 3,150. Ernst 5,325. — Letztere beiden 
auch Zeugen in der betr. Urk. des Herzogs v. Brabant d. eod. dat. 
Gedr. Butkens 1,86. Bondam 1,441. Dumont la,181. v. Ledebur 
3,160. Ernst 5,326. — Die Bürgschafts-Erklärung der Grafen von 
Seyn und Loes für den Herzog ap. Ruremond 1243. Reg. in 
Compte rendu de la Belg. etc. 16,39. 372. 

244 febr. Schultheiss, Schöffen und Bürgerschaft v. Wetflar 
beurkunden, dass Guda, die Wittwe Heinr. Dens (Zahn) v. Liehe, 
die Apotheke zu Minzenberg dem Kl. Arnsburg geschenkt habe. 
Unter den Zeugen der Wetflarer Pleban Werner. 1243 mense 
febr. Gedr. Guden, Cod. 5,8. Reg. Scriba 2,33 no. 408. Baur, 
Arnsb. Ukb. 206 no. 47. 373. 

144 mz. 18. Graf Henrich v. Sayn (Senens. ) und der Edle 
Walter v. Brunshorn Zeugen in des Erzb. Conrad v. Cöln Pri- 
vilegium für die Stadt Bonn. 1243, 15 kal. apr. pont. a. 6. Gedr. 
Lacomblet, Ukb. 2,148 no. 284. 374. 

!44 (45) mz. Graf Heinrich von Zweibrücken beurkundet unter Mit- 
besiegelung des Grafen v. Saarbrücken (Sarapont.) und des 
Abts von Glandiers (Lungfelden) , dass der Ritter Theoderich von 
Honburch ein Drittel seines Allods zu Werbele für 20 Metzer 
Pfund an die Abtei Wadegoz verkauft habe. 1244 mense marcio. 
Orig. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,593. 375. 

|44 apr. 11. Der Ritter Andreas v. Marburg und seine Frau Gertrude 
bekennen, auf Lebenszeit vom Stiftscapitel zu Wetflar das Meier- 
amt zu Gulbe erhalten zu haben. Ap. Marpurg 3 id. apr. 1244. 
Gedr. v. Gramer, Wetzl. Nebenstunden 73,48. Guden, Cod. 5,9. 

376. 

t4 apr. 16, Mttlrh. Ukb. 3,593 siehe Reg. 824 zum J. 1198. 



8G 1244. Mittelrlieiii. Reffeston. 377-81. 

1244 apr. 22. ri\\^A Innocenz IV bestätigt dein Kl. S. Mathie bei 
Trier das von dem Ritler Bartholomeus v. Siresperg ge- 
schenkte Patronatsrecht zu Bederstorf. »Cum a nobis« etc. 
Laterani 10 kal. mai pont. a. 1. Copie in Coblenz. Gedr. Mttlrli. 
Ukb. 3,594. Reg. Potlhast 2111 no. 2G307. 377. 

1244 mai 3. mag. Helyas und Godefrid, Canonici des Florin- 
stifts in Coblenz, entscheiden daselbst, als vom Erwählten 
A.(rnold) von Trier ernannte Richter, in einer Streitsache des Kl. 
Hemm inrode mit dem Kl. Siegburg wegen einer von dem Pro- 
kurator des Ilimeroder Hofs Rore nach der Lese des Berges da- 
selbst an den Prokurator des Siegburger llofs zu Gulse zu ent- 
richtenden Weinrente. Mitbesiegelt von dem Propst Conrad von 
S. Flor in und dem Scholastikus mag. Menward von S. 
Castor in Coblenz. Confluentie in claustro S. Florini 5 
non. mai 1244. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,594. 378. 

1244 mai 21. Das Nonnenkloster Dünwald verkauft für 30 Soliden einen 
Morgen Ackerland zu Tliure an das Kl. Seyn. Unter den Zeugen 
der Kämmerer Heinrich und einige Mönche von Seyn. Ap. 
Dune wall 1244 vigil. penthecost. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,595. 379. 

1244 mai. Das tri er. Domcapitel bestimmt, wie die Schenkung sei- 
nes verstorbenen Kellners Fr id er ich an den Willibrords- Altar, 
sowie die des Priesters Jacob (von diesem Altare) solle verwen- 
det werden. Die des Erstem besteht in einem Wingert in B ritten 
bach, sowie Geldzinsen aus 2 Häusern am Graben (super fos 
satum) und in der Poterne am Ufer (in posterna supe 
ripam) und aus Gärten hinter dem Castell, aus welchen letzter 
auch die Canoniker der Marienkirche am Dome einen Geldzinl| 
beziehen. Der Priester Jacob schenkte sein Haus neben den 
des verstorbenen Lo de wich Papst (Pape), Muselun gegen 
über, seinen Garten ausserhalb des Thors daselbst und einei 
Weinzins auf dem Ellenberch aus einem Wingert, welche 
dem Winter gehört hatte. 1244 mense maio. Orig. in Coblenz 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,595. 38 



1244 mai. Graf Heinrich von Luxemburg bestätigt als Landesherr de 
Verkauf des väterlichen und mütterlichen Erbguts der Kinder de 
Ritters Egidius v. Bettingen, der Geschwister Warne 
E g i d i u s , T h e d e r i c h , Elisabeth und G e r t r u d , zu SchifTlir 



1 



I 



1244. Mittelrhein. Rcgesten. 381 8G. 87 

^vn Seitens derselben an das KI. Bonne voye. 1244 niense niajo. 
Gedr. Bertholet 5,20. Reg. Publ. de Lux. 14,108. 381. 

1244 iun. 13. Der trier. Domherr und Official S. (imeon) spricht, 
nach stattgefundener Zengen- Vernehmung, in dem Streite des Kl. 
S. T h o m a s (an der Kyll) mit Henrich v. N u m a g e n wegen 
eines Wingerts zu r)Ovaries, welchen dessen Bruder, der verstor- 
bene Priester Erfo von Numagen, dem Kloster vermacht hatte, 
denselben dem Letztern zu, und gen. Henrich verzichtet mfolge die- 
ser Sentenz vor dem Oi'ficial auf diesen Wingert. 1244 fer. 2 post 
Barnabe. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,596. 382. 

1244 iun. 18. Papst Innocenz IV fordert die Gläubigen der Diözesen 
Lüttich, Trier, Gambrai und Tournay zu Beiträgen für die baufäl- 
lige Kirche zu Nivelle auf. Ap. civit. Castellaun. 14 kal. jul. pont. 
a. 1. Gedr. Annal. de Tacademie d'archeol. du ßelg. 7,83. Schayes, 
Analect. archeol. 7. Reg. Wauters 4,650. 383. 

1244 iul. 4. C.(uno) Herr v. Sconenberch (in der Eifel) beurkun- 
det den V^erzicht Theo der. Lile v. Clotten, dessen Frau Mar- 
gareta und deren Kinder auf ihre Ansprüche auf den Zehnten zu 
Nuenheim. 1244 mense julio, translat. Martini. Gedr. Günther, 
Cod. 2,203. Mttlrh. Ukb. 3,596. 384. 

1244 iul. 17. Der Propst Henrich von Pfalzel (Palatiol.) be- 
kennt zu Trier, dem Kl. S. Thomas (an der Kyll) 100 trier. 
Pfund schuldig zu sein, und verpfändet demselben dafür seine Güter 
auf der L a n g m a u e r (in longo m u r o ) und vor der C a s t e 11 - 
pforte (extra portam castelli). Mitbesiegelt von seinem trier. 
Mitdomherrn, Official Symeon. Zeugen der trier. Dom- 
herr Arnold v. Falkenstein (de Falconis petra) und 2 trier. 
Schöffen. Treveris 1244 dnc. ante Marie Magdal. Büchel'sche 
Copie in Trier. Ghartul. in Coblenz mit J. 1243. Gedr. Mttlrh. Ukb. 
3,597. 385. 

1244 iul. 20. Der Herzog v. Limburg, Graf v. Berg, nebst den Grafen 
v. Geldern und Wassenberg machen zu Loithe bei Venlo einen 
Waffenstillstand bis zum 6. Januar zwischen dem Erzbischof von 
Cöln, dem Herzog v. Brabant, dem Grafen Henrich v. Seyn 
und deren Helfern einerseits und dem Grafen v. Jülich, dessen Bru- 
der und deren Helfern andererseits. Ap. Loithe juxta Venlo 1244 
mense jul. fer. 4 ante Marie Magdalene. Gedr. Butkens 1,87. Bon- 
dam 1,449. Dumont la,185. Brosius 1,33. Lünig, Cod, Germ, 



88 1241. Mittelrhoiu. Re^^estou. 38G-90. 

2,1105—6. V. Sloot 1,652. Ernst, Hist. de Limb. 4,206 und 6,234 
Extr. Keg. Wauters 4,421. Boehmer 391 no. 179. Schirrrnacher 
4,139. 386. 

1244 iul. 30. Der Dechant von S. Maria Magdalena zu Verdun beauf- 
tragt als päpstl. delegirter Richter den Scholastik us mag. Con- 
rad von S. Simeon und den Gantor von S. Paulin zu Trier 
mit einem Zeugenverhör zu Rettel, da der Gleriker Johann als 
Prokurator der Archidiakone Alnod, Henrich, Theoderich 
und S.(imon), sowie der andern trier. Domherren 2 Einwendun- 
dungen am Gericht (exceptiones) gegen die Excommunikation zu 
Gunsten des trier. Domherrn Th. de Urmis (Theoderich's von 
Ulmen) vorgebracht und sich zum Beweis derselben erboten habe, 
wenn seiner Partei ein Ort bestimmt würde, wohin sie sicher gelan- 
gen könne, indem wegen des Krieges zwischen dem Erwählten v. 
Trier, auf dessen Seite seine Partei, und dem Domcapitel einer- 
seits, sowie den .Grafen v. Luxemburg und v. Seyn (Senens.) 
nebst deren Anhängern andererseits, dieselbe und deren Zeugen nicht 
wagen dürften, nach Verdun zu kommen. 1244 sab. ante Petri vin- 
cula. Orig. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,597. Vgl. Goerz, Reg. 
d. Erzbb. 44. 387. 

1244 iul. 31. Ritter Garsilius, Hermann v. Berghe, Eosela, 
die Wittwe Herrn Hermann's, und Elizabet, die Wittwe 
Herrn Wen zo 's v. Arraz, schenken auf Ar ras dem Gistertienser 
Nonnenkloster Machra das Patronatsrecht von der Kirche zu Lowe, 
und bitten den Archidiakon Henrich, Pröpsten v. Garden, 
dieses zu bestätigen. Arraz 1244 prid. kal. aug. Orig. in Goblenz. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,598. 388. 

1244 aug. 10. Der Propst C. (onrad) und Dechant E. (ngelbert) von 
S. Flor in in Goblenz genehmigen zu Goblenz einen Wingerts- 
tausch des Priesters Hermann, Provisors oder Meisters des 
Spitals hinter der Leir, mit der Wittwe Ben ig na (v. Helfenstein), 
Gründerin des neuen Marienklosters daselbst; wornach Ersterer 
einen Spitals-Wingert bei demselben, welcher einen Geldzins an die 
Pfarrkirche S. Marie entrichtet, gegen einen andern am Bea- 
tusberg bei dem Bilde (ap. ymaginem) giebt. Gonfluentie 
1244 die Laurcntii. Orig. in Goblenz. Gedr. Gobi. Gymnas.- Pro- 
gramm V. 1838 S. 8 und von 1847 S. 7. 389. 

1244 aug. Robert v. Esch, Walter v. Velz, Theobald von 



1244. :Mittclrliem. Kcg-esten. 390-95. 89 

Falkenstein (de Falconis petra), Cono v. Ouren, Walter 
V. Bruncsliorn, Henrich v. Bett in gen, Rodulph v. Mail- 
berch und Henrich v. Harn zu Luxemburg Mitbeschwörer und 
Zeugen des Freiheits- Privilegiums der Gräfin Ermesinde v. Luxem- 
burg für die Bürgerschaft daselbst. Ap. Lucenbourg 1244 niense 
aug. Gedr. Publ. de Lux. 7,198. Bertholet 5,25 Extr. 390. 

244 ang. Wildgraf (com. silvestr.) Emicho zu Pisa Zeuge in 
Kaiser Friedrich's II Urk. für die Bürgerschaft von Aachen. Pisis 
1244 mense aug. ind. 2, Rom. imp. a. 24, reg. Jerus. 20, Sicil. 46. 
Gedr. Lünig, Reichsarch. 13,5G. Ludolf, Coli. stat. 417. Quix, Cod. 
Aquens. 1,116 no. 16G. Huillard-Breholles Ga,227. Reg. Boehmer, 
198 no. 1069. 391. 

244 Bept. 29. Der Abt v. W^örschweiler, der Gustos Hellwich von 
S. Arnual und der Erzpriester Johann v. Wecklingen beurkunden 
die Uebergabe eines Guts zu Wilre und einer Mühle zu S. Welffert 
an den Herrn v. Brücken seitens dessen frühern Schultheisen von 
Wilre. 1244 Michaelis. Gopie in Coblenz. 392. 

244 oct. 28. Reiner der Jüngere v. d. Brücke (de Ponte) er- 
laubt für sich und seinen Verwandten (cognatus) Peter seinem Hö- 
rigen (homini) Henr. Umbescheide zu Kestente eine Hofstatt 
daselbst bei der Linde (prope thiliam) an das Kl. Hemmerot 
zu verkaufen. Zeugen der Priester Felix, Rodulf und Reiner 
(wahrscheinlich de Ponte). Mitbesiegler der tri er. Official. 1244 
die Symonis et Jude. Orig. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,599. 

393. 

244 nov. 4. Der Abt Friderich von Prüm überweist zu Münster- 
eifel dem Krankenhause zu Prüm Zehnten zu Mulenburne und 
Herstor ff, die Hälfte der von dem frühern Abt Gerard im Bau 
begonnenen Mühle zu Kumersheym, sowie die Fischweiher zu 
Rumersheym und Prüm. Monasterii 2 non. nov. 1244. Ghartul. 
in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,600. 394. 

244 nov. 26. Arnold Erwählter v. Trier bestätigt auf Ehren - 
breitstein die eingerückte Urk. des Erzb. Theoderich's v. 5. 
Juni 1241. Erinbreitstein 6 kal. dec. 1244. Gedr. Guden, Cod. 
2,942. Honth. 1,730. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 44. Mttlrh. Ukb. 
3,537. 395. 



90 " 1244. Mittelrhein. Regesten. 30Ü-401. 

1244 dec. Arnold Erzbischof (! noch Erwählter) von Trier be-. 
lu kündet nochmals auf Eh ren br ei ts tein wörtlich wie daselbst' 
1244 Jan. 7 die Beilegung der Streitigkeit Theo de rieh's des Jün- 
gern V. Isinburch, des Sohnes Salatin's. Erbretstein 1244 
niense dec. Orig. in Coblenz. Rc^^. Goerz, Reg. d. Erzbb. 44. 
Mttlrh. Ukb. 3,592. 396. 

Das Datum scheint etwas später als der Text der Urkunde geschrieben zu 
sein. Auch auf dem Siegel wird A r n o Id u s A r c h i e p i s c o p u s genannt. 

1244 dec. 8. Papst Innocenz IV befiehlt dem Dechant und Scho-i 
1 a s t e r von S. P a u 1 i n bei Trier, daliin zu wirken, dass der : 
Herzog von Limburg und andere aufhören die Abtei Stablo zu be- 
unruhigen. Lugduni G id. dec. pont. a. 2. Keg. Publ. de Luxemb. 
14,110 no. 280 nach Gachard in Mem. acad. Belg. 1848 no. 35. 
Potthast 974 no. 114G8. 397.- 

(c. 1244) .... Papst Innocenz IV übersendet dem Erwählten (Ar- 
nold) V, Trier das Pallium durch den Abt (Henrich) von S. 
Maxi min, welchen derselbe behufs dessen Erbetung an den Papst 
abgeordnet hatte. »Cum pallium« etc. Ohne Dcit. Gedr. Kyriander 
175. Brower, Ann. 2,138. Gesta Trev. ed. Wyttenbach 1,331 und 
ed. Waitz ap. Pertz. Script. 24,407. 398. 

(c. 1244) .... Derselbe bewilligt dem Erwählten Arnold von 
Trier auf dessen Bitte, da dessen Tischgefälle durch die Kriegel 
sehr verringert worden seien, bis auf Widerruf den Fortbezug den 
geistl. Pfründen, welche derselbe zur Zeit seiner Wahl besessen und! 
der Papst noch nicht andern verliehen habe. »Promerente tue« etc. 
Ohne Dat. Gedr. Kyriander und Gesta Trev. 1. c. Flontheim 1,729.| 
Mttlrh. Ukb. 3,007. Reg. beide Potthast 944 no. 11077-78 un( 
2111 no. 20310 die zweite nochmals. 399. 

1244 .... Erzb. Conrad v. Cöln ertheilt für seine Diözese dem Prä 
monstratenser Nonnenkloster Hy (Niederehe) zur Vollendung desse 
Baues einen Gollectenbrief mit Ablassbewilligung. Colonie 124 

mense Chartul. in Coblenz. Gedr. Niederrhein. Annalcn v 

185G S. 305. Mttlrh. Ukb. 3,004. 400. 

1244 .... Der Abt (Conrad) von Hymmerode, welcher mit den] 
Prediger-Prior II. von Coblenz in der Streitsache des Capi- 
tels zu Garden mit den Rittern der Burg und den Dorfbewoh- 
nern zu Trys wegen des Holzhaurechtes daselbst als Schicdsrichtei 



1244. Mittelrhein. Kegcstcn. 401—4. 91 

ernannt worden war, spricht für sich nnd seinen CoUegen, welcher 
brieflich seinen Rath Übermacht hatte, zu Garden, nachdem die 
Rechtslcraft des dem Cai)itel in der tri er. Generalsynode ertheilten 
Privilegiums (v. 1210 Reg. 1107) von den Rechtskundigen anerkamit 
worden, dem Capitel die aus dem Privilegium zu entnehmenden 
Rechte zu. Cardoni 1244. ürig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 
3,600. 401. 

1244 .... Die Gebri^ider Cunrad, Pride rieh und Rudolf von 
Du na verzichten eidlich vor dem Fiochaltar im Kl. Himmelrodt 
auf alle ferneren Ansprachen an Himmenrode wegen des Hofs 
(grangia) Gevelstorf, und erlauben dem Kloster, wenn sie dasselbe 
schädigen sollten, ihren Herren, Rudulf v. Duna, oder Jeden 
andern zu Flülfe zu rufen. Zugegen der Abt Conrad und Prior 
Johann von Himmenrodt, der Pastor Hermann von Duna, 
der Pleban Friderich von Nunkirche, der Kitter Wilhelm 
V. Duna, Girard v. Stadevelt, Schultheiss Winand, Herr 
Richard v. Bullinsem, Wirich v. Winndorp und Ingebrand v. Bet- 
tenveit. Besiegler Herr R. v. Mal berg, V. v. Mand erscheid t 
und R. V. Duna der Jüngere. 1244. Chartul. in Coblenz. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,601. 402. 

1244 .... Dither Herr v. Molsberg bestätigt dem Kl. Marienstatt das 
Allod Kirpurch mit allen Zubehörungen in dessen Bezirk oder »Bi- 
wanc«, sowie dies- und jenseits des Rheines, welclies die Tante (amita) 
seines Vaters Florentius, die edle Matrone Alheide, mit ihrem Ge- 
mahle Everhard v. Arburgh in Gegenwart des Erzb. Theode- 
rich's V. Trier und anderer dem Kloster geschenkt (Reg. 1259 des 
2. Theils), sein Vater aber streitig gemacht hatte, in derselben Weise, 
wie sein Vater dem Kloster nach dem durch die Aebte v. flem- 
minrod, Romerstorf und Marienstatt vermittelten Vergleich den 
Besitz anerkannt hatte. Mitbesiegler der Erzbischof v. Cöln, der Er- 
wählte A.(rnold) v. Trier, Graf H. (einrieb) v. Sein, H. (einrieb)' 
Herr v. Isenburgh. Unter den Anwesenden Gerhard, Ar- 
nold und Hermann v. Rennenbergh, Willelm v. Helfen- 
stein, Arnold, Friderich, Johann und Godefrid v. Ham- 
merstein, Lambert und Conrad Gebrüder und Gonzo von 
Neuerburg (de Novo Castro). 1244. Gedr. Beweiss, dass 
Marienstatt etc. Dedukt. 2,6. Mttlrh. Ukb. 3,602. Reg. Brower, 
Ann. 2,125. 403. 

1244 .... Graf Henrich v. Nassau gestattet zu Nassau dem Ritter 



02 1244. Mittelrheiu. Regesten. 404-9. 

Ger lach v. Iseiiburch, des Ritters Robin Sohne, 2 Lehen- 
weinberge unterhalb Valendra am Wege nach Bedendorf an 
das Kl. Rumerstorph, welches eine darauf ruhende Pfandsumme 
von 10 Mark bei dem Ritter Rorich v. Brunisberg abgelöst, 
gegen die halbe Crescenz zu vererbpachten. Zeugen Theoderich 
der A eitere v. Ysenburch, Arnold Ludolf, Heinrich v. Ni- 
stere, Arnold v. Engirsche, Heinrich Hildeger. Nassowe 1244. 
Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,605. Vgl. Hennes, Gfn. v. 
Nassau S. 199. 404. 

(1214) .... Graf Heinrich v. Nassau gestattet den Gebrüdern Hen- 
rich und Ger lach, Söhnendes in ein weitentferntes Land bleibend 
weggezogenen Ritters Rubyn (v. Isenburg), einen Lehenwingert 
in der Pfarrei Valendre, welchen die Abtei Rumerstorp von 
einer Pfandsumme von 10 Mark bei dem Ritter Rorich v. Bru- 
nisberch befreit, an dieselbe um die halbe Crescenz zu vererb- 
pachten. Zeugen wie m vor. Regest. Ohne Dat. Orig. in Idstein. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,G08. 405. 

1244 .... Th. (eoderich) Abt und der Gonvent von S. Martin zu 
Trier geben den lehensherrlichen Gonsens zu dem Verkauf des 
halben Zehnten zu Hunkele für 15 trier. Pfund seitens Henr. 
Kelcing v. Malberg an das Kl. S. Thomas (an der Kyll). 1244 
Orig. in duplo zu Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,605. 406. 

1244 .... Dieselben geben einen Garten zu Moncelle an Otto 
V. Moncelle, den Sohn Rudolfs, in Erbpacht. 1244. Büchel'- 
sche Copie in Trier. 407. 

1244 .... In diesem Jahre wird beurkundet, dass der verstorbene 
Henr. v. Traven für sein, seines Vaters Godefrid und seiner 
Mutter Marie Seelenheil mit Bezeugniss des (Land-) Dechanten 
Isenbard und der ganzen Pfarrei Traven und Travenbach 
dem Kl. S. Thomas (an der Kyll) ein Haus mit dem Wingert gen. 
»Ortus« dabei zu Traven gegeben habe. 1244. Chartul. in Cob- 
lenz. Gedr. xMttlrh. Ukb. 3,606. 408. 

1244 .... Widekynd v. Merenberg beurkundet unter welchen Bedin- 
gungen er mit Consens und Zuziehung seiner Frau Kunegunde an 
Wigand unter den Kramen (sub tuguriis, Wetzlar. Bürger) 
seine Güter zu Dudenhoben verkauft habe. Zeugen der Vogt 
Eberwin, die Ritter Giselbert v. Vodesberg, Widerold,. 



1244-45. Mitteh-hein. Re^esten. 400—14. 93 

Dag Omar und Sifrid v. Blasbach, der Schultheiss Lude- 
w i c h und die Schöffen r t o 1 f , R i c h o 1 f v. Bracht und 
Bcrno von Wetflar. 1244. Stifls-Chariul. in Wetzlar. Gedr. Gil- 
den, Cod. 2,83. Mttlrh. Ukb. 3,606. Reg. Abicht, Kreis Wetzlar 2,31. 

409. 

(1244) . . . . Arnold Erwählter v. Trier verbietet den Leuten von 
N o V i a n t und M a r a n g , gleichwie sein Oheim , der verstorbene 
Erzb. Theo der ich v. Trier, die eingehegte Neu wiese bei dem 
Hemmenroder Hofe Sivenborn nach der Fleuerndte mit ihrem 
Vieh zu betreten. Ohne Dat. Gopie in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 
3,607. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 50. 410. 

1245 ian. 6. Der Prior V., die Meisterin und der Convent des Klosters 
Stuben (S. Nicholai in insula) vererbpachten zu Leimen den 
Gebr. Theoderich, Volkold und Bertolf v. Sygenheim ge- 
wisse Wingerten, welche dieselben als Lehen zu besitzen behaupteten, 
gegen die halbie Grescenz mit derselben Verpflichtung zum klösterl. 
Hof in Neve wie die andern Gensiten desselben, sowie dass Jo- 
hann und Mett bilde, die Kinder Volcold's, und deren Erben 
die auf dieselben fallenden nicht mehr als in 2 Theile vertheilen 
sollen, und unter andern weitern Bedingungen. Zugegen waren der 
Ritter Friderich V. Sigeheim, Job. Gopyn und Lambert. 
In Limene 1244 in epyph. Dni. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,608. ' 411. 

1245 ian. 9. Papst Innocenz IV beruft das trier. Domcapitel zu 
einem Concil auf den 24. Juni (nach Lyon) in Sachen des heiligen 
Landes, des röm. Reichs gegen die Tartaren, der Kirche mit Kaiser 
Friedrich (principem) und anderm mehr. »Dei virtus« etc. Lugduni 
5 id. Jan. pont. a. 2. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,609. 
Reg. Potthast 2111 no. 26311, wo auch 976 no. 11493 gleichlau- 
tende Erlasse an Andere v. 3. Januar. (Kreglinger) Catal. Renesse 
10 no. 61. 412. 

1245 ian. 16. Erzb. Sifrid v. Mainz befiehlt seinen Rhein- (Zoll-) Beam- 
ten die Schiffe des deutschen Hauses in Coblenz mit ihren 
eigenen Sachen auf dem Rheine zollfrei passiren zu lassen. Ap. Lo- 
neckke 17 kal. febr. 1245 pont. a. 15. Orig. in Wien. Gedr. Hen- 
nes, Ukb. 1,121. 413. 

1245 febr. 18. Arnold Erwählter v. Trier genehmigt, dass der 



94 1245. Mittolrhein. Rc<?cstcn. 414-10. 

A 1) t II. (einrieb) von S. M a x i m i n zu Trier dem von demselben 
auf Tumbeit erbauten (Elisabetli-) Hospital mit Zustimmung des 
Domcapitels und betr. Archidiakons Th. (eoderich) die Kirche zu 
Giersch inkorporire. Und in einer zweiten gleichlautenden Urk. auch 
die Kirche zu Brois (Breux). 1244, 12 kal. mart. Transsumpt von 
1387 in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,610. Reg. Goerz, Reg. der 
Erzbb. 44 und 340. Publ. de Luxemb. 11,20. 414. 

1245 febr. 21. König Gonrad(IV) bekennt, dem Wildgrafen Conrad 
für dessen Dienste 400 Mark schuldig zu sein, und verpfändet ihm 
dafür das Dorf Wilrebach. Ap. Nurinberc 21. febr. 1244 ind. 3. 
Schott'sche Gopie in Miltenberg. Extr. gedr. Kremer, Wild- und 
Rheingräfl. Hauses S. 7, Huillard-Brt3hülles Gb,858. Reg. Boehmer 
204 no. 08. 415. 

1245 febr. 26. Erzb. G.(onrad) v. Cöln bestätigt zu Cöln auf die Bitte 
der edeln Matrone Megthilde, vervvittweten Gräfin v. Seyn, 
deren und deren Gemahls Schenkungen an das Kl. Drolshagen. Go- 
lonie 1244 dnc. Estomichi. Gedr. Seibertz, Ukb. 1,291. 416. 

1245 febr. Schultheiss, Schöffen und Bürgerschaft von Wetflar beur- 
kunden, dass Guda, die Wittwe Heinr. Zahn (Dens) von Liehe, dem 
Kl. Arnsburg ihre Apotheke zu Minzenberg geschenkt habe. Zeugen 
Werner Pleban (von Wetzlar), Wigand unter den Kramen 
(sub tuguriis), Richolf und dessen Bruder v. Gatzenvort 
nebst 4 Arnsburger Mönchen. 1244 mense febr. Gedr. Guden, Cod. 
5,8. Reg. Scriba 2,33 no. 408. Baur, Arnsb. Ukb. 206 no. 47. 

417. 

1245 mz. 10. Papst Innocenz IV beauftragt den Abt von Beatus- 
berg (bei Coblenz) mit der Untersuchung und Entscheidung in der 
Klagsache des trier. Domcapitels gegen den Abt von Rettel, 
den Wildgrafen Herrn v. Dun und Andere wegen Beeinträchti-| 
gungen in dessen Gütern und Gefällen. »Dilecti fdii« etc. Lugduni 
6 id. mart. pont. a. 2. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,612.| 
Reg. Potthast 2111 no. 26315. 418.1 

1245 mz. 27. Der Schultheiss Henrich, die Schöffen und Bür- 
gerschaft von Trier beurkunden , dass der C a n o n i k u s mag. 
Warner von Pfalzel sein Haus hinter dem Dome, neben der 
Stadtmauer bei dem Thore Muselun, der Abtei Epternach zu sei-l 
ner, seines Vaters Warner und seiner Mutter Gerberge Annivcr-I 



1245. Mitteh-hein. Recresteii. 419—22. 95 

sarien- und Memorienfeier vermacht habe, und dass der Abt in Ge- 
genwart des Canonikus Thomas von S. Paulin, zweier gen. 
Trierer Schöffen, Theo der ich's des Bruderssohnes Warner's 
und anderer Genannten die an der Schenkung haftenden Verpflich- 
tungen Namens seiner Abtei acceptirt habe. 1245 fer. 2 post dnc. 
Letare. Orig. in Coblenz. Gedr. Mtth-h. Ukb. 3,612. 419. 

245 mz. Herzog Heinrich v. Limburg, Graf v. Berg, nebst Gemahhn, 
den beiden Söhnen und deren Gemahlinnen, erneuern der Stadt 
Rymagus (Remagen) ihre ursprüngliche Steuer- und Bedefreiheit, 
wofür dieselbe 5 Morgen Ackerland neben der städtischen Linde 
am Wege nach Briseke verehrt, w^elche nach 5 Jahren, nachdem 
sie dieselben in Weinberge umgerodet habe, dienstfrei denselben sol- 
len übergeben w^erden. Zeugen waren 54 gen. Zeugen , darunter 
Georg der Schult heiss (villicus) zu Rymagen, der Keichs- 
Schultheiss Winrich, der Ritter Rembodo v. Bacher- 
dorp, Arnold Moench (Monachus), Arnold Vogt v. Ni- 
rendorp, Symon Jung (Juvenis) und seine 3 Söhne Johann, 
Phylipp und Engelbert, Jacob der Meier (villicus) von 
Malmedy-Stablo (S. Remacli), Jacob Bodkin, Nicolaus Jun- 
ker (Domicellus) , Joh. Hozel, Henr. Markgraf (Marchio) 
und sein Sohn Jacob, Symon Bischof (Episcopus), Walter 
Scotto, Richard der Pleban von Rymagen und sein College 
(socius) Wer and. 1244 mense martio, regn. Frid. II imp. et fi- 
lio suo Conr. rege Jerosol., Colon, antist. Conrado. Gedr. Lacom- 
blet, Ukb. 2,150. Citat. Ernst, Hist. de Limb. 4,209. 420. 

J45 apr. 5. Schultheiss, Schöffen und Bürgerschaft zu Wetflar beur- 
kunden, dass der Pvitter Werner v. Meingozeshusen nach dem Tode 
seiner Frau Methilde vor ihnen das früher mit derselben geschehene 
Vermächtniss seiner Güter zu Meingozeshusen an das Kl. Arnsburg 
bestätigt und erneuert habe. Zeugen die Ritter Godefrid von 
Linden, Sifrid v. Hattenrode, Everwin v. Drahe und Gi sel- 
ber t V. V oitesber g; die Wetflar er Schöffen Wigand unter 
den Kramen (sub tuguriis), Richolf Gerbert 's Sohn, Or- 
tholf, Godefrid Engelmud's Ehemann und Rudolf Reigel; 
ferner noch Heinrich in der Gazzen, der Abt mit 2 Mönchen 
und einem Conversen von Arnsburg. 1245 crast. Ambrosii. Gedr. 
Baur, Arnsb. Ukb. 28. Reg. Scriba 4b,5 no. 3371. 421. 

245 apr. 26. Die Abtei Wadego zen löst bei den Gebr. Hermann und 
Marsilius v. Flanpont einen Jahrzins von 4 Metzer Soliden mit 3 



96 1245. Mittelrhein. Re^eston. 422—25. 

Talenten G Soliden in Gegenwart des Ritters Rodiilf v. Ropenheim 
und Anderer, und der Graf H. v. Morlianges besiegelt zu Moercliin- 
gen die Urkunde hieriiber. Morhangie 1245 crasl. Marci evang. 
Ghartul. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. ükb. 3,G13. 422. 

1245 apr. 26. Der Edle Walter v. Brunshorn, der Burggraf 
Henrich v. Ri necke und andere Bürgen für den Erzbischof von 
Cöln in dessen Schuldverschreibung an den Grafen v. Jülich. 1245 
crast. Marci. Lacomblet, Ukb. 2,152 no. 292. 423. 

1245 apr. 30. Beatrix, die Wittwe des Grafen Ger lach v. Vel- 
dencia, im Einverständnisse ihrer Blutsverwandten, Vasallen und 
Dienstmannen als Vorniünderin ihres Sohnes Gerlach bestellt, über- 
trägt als solche das Vermächtniss ihres verstorbenen Gemahls für 
das Hospital Helenenberg mit Erlaubniss des Erwählten Ar- 
nold V. Trier auf das Gistert. Kloster Macra, und bestimmt die 
jährlichen Gefälle, welche ihr »Hoveman« (colonus curtis) zu Mu- 
lenheim an Korn, an Wein aus dem Wingert Isanes und an 
Geld, sowie der zu And eile an Korn oder Geld, das Malter zu drei 
trier. Soliden gerechnet, an das Kloster liefern soll, welches auch die 
also belasteten Güter so lange besitzen soll, bis ihr Sohn sie mit 70 
Pfund wieder freigemacht habe. Zeugen ihres Sohnes Vasallen, die 
Ritter Wolfram v. Levenstein, Godefrid v. Ran decke, Cunzo 
Cloz, Emicho von Wigerbach, der Truchsess Willem 
Her ine, Udo v. Blane, die Gebr. Hei wich und Willem, Ger- 
hard Bruche und Isenbard. 1245 prid. kal. mai. Orig. in 
Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,613. 424. 

(1245) .... Die Gräfin B. (eatrix) v. Veldencia befiehlt ihren 
Getreuen, den beiden Rittern G. (erhard) Bruche und Is. (enbard), 
sowie ihrem Verwalter (procurator) En. zu Veldencia die als 
Vermächtniss ihres verstorbenen Gemahls ausgeworfenen Gefälle aus 
ihren Höfen Mulenheim und And eile dem Gistert. Kl. Macra 
anzuweisen und dasselbe bis zur Einlösung dieser Renten mit 70 
Pfund durch ihren Sohn in den Besitz dieser Höfe zu setzen, auch 
nicht zu hindern, wenn das Kloster die Gebäude auf Helenenberg 
benutzen wolle, welche Herrn Isen. (bard's) Schwester zur Auf- 
nahme von Christen daselbst erbaut habe. Ohne Datum. Orig. in 
Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,615. 425. 

1245 mai 1. Mttlrh. ükb. 3,615 no. 822 siehe Reg. 435 zum 1. Juli. 



1245. Mittellhein. Regesten. 42G-31. 97 

1245 mal 13. Papst Innoceiiz IV bestätigt dem Capitel von Garden 
des verstorbenen Erzb. Johann v. Trier Sentenz in dem Streite 
des Capitels mit dem Ritter Ewrard v. Trys und Andern wegen 
der Wald- und Weidrechte. »Ea que« etc. Lugduni 3 id. mai, 
pont. a. 2. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,G16. Reg. Pott- 
hast 2112 no. 2G316. 420. 

1245 mai 15. Derselbe ertheilt dem (Elisabeth-) Hospital von S. Maxi- 
min zu Trier einen Schutzbrief, und bestätigt demselben die von 
dem Erwählten (Arnold) v. Trier geschenkte Kirche von Mersch. 
»Vestris justis« etc. Lugduni id. mai pont. a. 2. Chartul. in Cob- 
lenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,G1G. Reg. Potthast 2112 no. 26317. 

427. 

1245 mai 31. A.(rnold) Erwählter v. Trier beurkundet zu Adenrolh, 
dass Hermann v. Wcndene im Sterben, und nachher dessen Bruder 
Gebehard, in Gegenwart seiner (des Erwählten) Getreuen, der E dein 
Henrich, Theoderich und Theoderich, des Plebans Her- 
mann, Henrich 's des Sohns Em und 's und anderer Burgmänner 
von Isenburch erklärt hätten, keine Rechte auf die Leute zu haben, 
welche der verstorbene Gebehard Benne dem Kl. Wulphers- 
berch vermacht habe. Adinroth 2 kal. jun. 1245. Orig. in Coblenz. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,G17. Reg. Goerz, Eeg. d. Erzbb. 44. 428. 

1245 mai. Giselbert Pfarrweser (provisor eccl.) von Noviant 
schenkt dem Kl. Hemmen rode W^einrenten zu Maranch und 
Lisere wie auch seine sämmtlichen Güter, und bestimmt über de- 
ren Verwendung. Zeugen die trier. Domherren Symon Offi- 
cial und Theoderich Capeila n, sowie der Canonikus Titer 
von S. Marien (beim Dome). 1245 mense maio. Orig. in Coblenz. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,617. 429. 

1245 mai. Robin Herr v. .. (wohl v. Esch) und Cono Herr von 
Schonecke beurkunden die Erklärung des Höfers N. zu Rulant, 
dass Theoderich Herr v. Rulant das Dorf Bruceveit (Pronsfeld) 
und andere Güter für 300 Pfund in Pfand habe. 1245 mense maio. 
Sehr lückenhaft in einem Chartul. von 1546 zu Luxemburg. Reg. 
Publ. de Lux. 14,109. 430. 

1245 mai. fr. Walter v. Meisenburg (de Mesenbruch) Prediger- 
Prior zu Trier Zeuge in dem Testamente Alexander's Herrn v. 
Zolver, worin derselbe unter Anderm 200 Metzer Pfund zur Vertheilung 

7 



98 1245. Mittelrhcin. Reffesten. 431-34. 

an arme Religiösen nach dem Rathe des Abts v. Himmerode, 
des Priors der Prediger und des Quardians der Minori- 
ten in Trier vermacht. 1235 mense maio. Gedr. Bcrtholet 4,62. 
Reg. Publ. de Lux. 14,109 mit 1245 nach dem Chartul. in Luxem- 
burg. 431. 

1245 iun. 9. Mlth-h. Ukb. 3,618 no. 827 gehört in's J. 1265. 

1245 inn. 26. Mtth-h. ükb. 3,618 no. 828 und Honth. 1,730 siehe Reg. 
491 zu 1246. 

1245 iun. 28. Erzb. Conrad v. Cöln ertheilt der Abtei S. Max im in zu 
Trier, welche er (heute) vigil. Petri et Pauli mit Zustimmung des 
Erzbischofs (archiepiscopi) Arnold von Trier und in 
Gegenwart des Erzbischofs Sifrid v. Mainz eingeweiht, und deren 
Jahresfeier er auf Kilianstag (jul. 8) verlegt hat, für diesen Tag ein 
Ablassprivilegium. Treveri 4 kal. jul. 1245. Chartul. in Coblenz. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,619. Vgl. Goerz, Reg. d. Erzbb. 340. Schirr- 
macher 4,400. 432. 

Zu dieser Zeit wird auch erst die Bischofsweihe Arnold's in Trier 
stattgefunden haben, da er von mm an stets «Archiepiscopus« genannt 
wird, und nach den Gesta Trevirorum die Weihe durch die beiden Erzbischöfe 
von Mainz und Cöln und den Bischof von Toul vollzogen wurde ; auch hiermit 
das pont. a. 2 in der Urk. vom 13. April 1247 stimmt. 

Da nach obiger Bestimmung die Jahresfeier von Maximin 's Einweihung am 
8. Juli stattfinden soll, und auch auf diesen Tag in den Memorienbüchern in der 
Abtei eingetragen ist, so haben Browcr, Ann. 2,140 und Marx 3,161 die Einweihung 
irrig auf den 8. Juli gesetzt, und Alex. Wilthem giebt in der Ser. abb. Maxim, 
nach Compte rendu de la commiss. bist, de Bclg. 5,7 und 16 sogar den 8. 
April an. 

1245 iun. Der trier. x\rchidiakon Symon bestimmt, da die Pasto- 
ralgefälle der Kapellen in Gozprecteroth und Vi Ische dem 
Nonnenkl. Martinsberg bei Trier gehören, die Einkünfte und 
Verpflichtungen des Priesters und der Parrochianen dieser Kapellen, 
sowie des Klosters. 1245 mense junio. Orig. in Coblenz. 433. 

1245 iun. Henrich Canonikus und Prokurator des Stifts Essen beurkun- 
det zu S. Donat in Breysich mit den Siegeln des Propstes Ar- 
nold von S. Gereon (in Cöln) und der Brüder des Templer- 
hauses in Brisiche, dass er Namens der Aebtissin und des 
Convents von Essen die Cession des Meiers Godescalc in Bri- 
siche auf die Güter daselbst, welche derselbe als jährl. Pension von 
33 Denaren gehabt, in Empfang genommen habe. Zeugen der 



1245. Mittelrhein. Regesten. 434—39. 09 

Canonikus Roricli von S. Gereon in Cöln, der Templermeistcr 
Godefrid, die Ritter Jacob v. Eich, Jacob v. der Neuer- 
burg (de Novo Castro), Johann v. Rinecke, Arnold v. An- 
dernach; der Pleban G. von Rockerode, der Vogt Henrich zu 
Bris ich e, Brünsten v. Gundesdorp und Ernest. 1245 ap. S. Do- 
natum in Brisiche mense junio. Gedr. v. Ledebur, Archiv 2,316 
ex Orig. (in Düsseldorf?). 434. 

1245 iul. 1. Erzb. S. (ifrid) v. Mainz ertheilt mit Consens des Erz- 
bischofs Arnold v. Trier für die acht Altäre, welche im Kl. 
S. Maximin daselbst geweiht worden sind, ein Ablassprivilegium. 
1245 kal. maii. Chartul. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,615. — 
Ebenso Erzb. Conrad v. Cöln. 1245 kal. jul. Chartul. in Goblenz. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,620. 435. 

Wegen des in der zweiten Urk. gegebenen Tages auch die erstere dahin ge- 
gesetzt, da dieses Datum wahrscheinlicher ist. 

1245 inl. 18. Papst Innocenz IV bestätigt dem Stiftscapitel von Garden 
dessen Vergleich mit dem Ritter Peter v. Elz (de Alcea) wegen 
gewisser Ländereien und anderer Sachen (vgl. 1229 apr. 26 Reg. 
1901 und 1250 jun. 13 Mttlrh. Ukb. 3,975), wie derselbe durch den 
Erzbischof v. Trier und dessen Gollegen vermittelt worden ist. 
Lugduni 15 kal. aiig. pont. a. 3. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,620. Reg. Potthast 2112 no. 26325. 436. 

1245 iul. 24. Conrad Propst, G. Dechant und Capitel v. S. Flo- 
rin in Coblenz erlassen in Gegenwart ihrer Pächter (pactarii), der 
Mitcanoniker Godefrid, Johann 's v. Engirse und Cantors 
W. ein Statut in Betr. der unter Strafe einzuhaltenden Termine für 
die Früchtelieferungen an's Capitel von ihren Pachten zu K er liehe, 
Mulinheim, Mendich, Meygene und Vlacthe. 1245 vig. Jacobi. 
Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,620. 437. 

1245 iul. 26. WM rieh Herr v. Dune verspricht dem Bischof Jacob 
v. Metz, welcher ihm 50 Pfund ausgezahlt und für weitere 100 
Pfund ihm 10 Pfund jährl. Rente zu Lorchengen angewiesen hat. 
Ländereien bei Sarbrucken und Lutere als Lehen aufzutragen. 
1245 crast. Jacobi et Christofori. Chartul. in Metz. 438. 

1245 aiig. 9. L.(udwig) Domicella und seine Frau Dem u de ver- 
pfänden im deutschen Hause zu Trier dem Deutschen Orden da- 
selbst für 120 Talente ihre beiden aneinanderstossenden Häuser 

r 



\{)i) 1245. Mittelrheiu. Regesten. 439—43. 

mit dazwischen gelegenem Hofe in der »Brotgazen«, sowie 3 Wein- 
berge im S ch i b e und T r i m e I e l, weiches alles derselbe für immer be- 
sitzen soll, wenn sie nicht das Geld bis zu nächste Johanni (jun. 24) zu- 
rückgezahlt hätten. Zeugen 10 Trierer Schöffen, darunter Or- 
dulf, Walther, Tristand, Heinr. ßauwarus, ßonefacius, 
Richard v. Pallast (de Palatio) und Theoderich von der 
Brücke (de Ponte). In domo fratrum predictorum in Trevir. 
civitate P245 vig. Laurentii. Orig. in Coblenz. Gedr. Hennes, Ukb. 
2,68. Mttlrh. Ukb. 3,G22. 439. 

1245 aug. 10. Die trier. Domherren WMlhem v. Davils, Huge von 
der L eigen, S.(imon) v. Franchirmont und Ca pell an Th.(eode- 
rich) setzen in Vollmacht des Domcapitels und der domcapitula- 
rischen Dienerschaft fest, was letztere im Laufe des Jahrs aus den 
Gefällen zu beziehen hat. 1245 Laurentii. Uebers. des 15. Jahrh. 
in Privatbesitz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,622. 440. 

1245 aug. 12. Papst Innocenz IV befiehlt dem Erzbischofe von 
Trier und dessen Suffraganen, sowie dem gesummten Clerus der 
trier. Kirchenprovinz gegen die Schädiger des Kl. Hymmeroth 
energisch mit der Strafe der Exkommunikation und Suspension ein- 
zuschreiten. »Non absquc« etc. Lugduni 2 id. aug. pont. a. 3. 
Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,623. Reg. Potthast 2113 
no. 26329. 



441. ; 



1245 aug. Der Priester Conrad verkauft zu Trier lür 30 trier. 
Pfund der Abtei Hemmenrode einen Weinberg mit Kelterantheil 
unter der Bedingung, dass ihm lebenslänglich die Hälfte der Grescenz 
von Yso Ispach nach Trier geliefert werde, und die Abtei auch 
der Kirche zu Pfalzel eine bestimmte Rente entrichte. Zeugen 13 
Trierer Schöffen, darunter Bonefacius, Ordolf, Tristant, 

• Ludew. Puella, Ludew. A Ibus und Gi let. Treveri mense 
1245. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,625. 442. 



auer. 



1245 sept. 6. Papst Innocenz IV ertheilt dem Euchariuskloster 
bei Trier ein grosses Schutz- und Bestätigungs- Privilegium seiner 
Privilegien und Besitzungen, unter deren letztern das Dorf Machera 
mit Markt, Zoll- und andern Zubehörungen, wie auch das Dorf Sus- 
senges genannt werden. »Religiosam vitam« etc. Lugduni 8 id. 
sept. 1245 ind. 3, pont. a. 3. Orig. in Trier. Gedr. Mttlrh. Ukb.j 
3,625. lieg. Potthast 2113 no. 26333. 443.1 




*<'"■■ 



LIßRAF 



1245. Mittolrlicin. Regesten. 444-50. 101 

1245 nov. 6. Papst Innocenz IV bestätigt der Abtei S. Maximin bei 
Trier die ihr im Laufe der Zeit verloren gegangenen oder ausser 
Brauch gekommenen Privilegien und Indulgenzen. »Exigentibus ve- 
stris« etc. Lugduni 8 id. nov. pont. a. 3. Chartul. in Coblenz. 
Gedr. xMttlrh. Ukb. 8,628. Reg. Potthast 2113 no. 2633G. 444. 

1245 nov. 7. Derselbe verleiht dem Capitel von S. Castor in Cob- 
lenz das Privilegium, dass es nicht könne zur Vergebung einer 
Pfründe gezwungen werden. »Paci et« etc. Lugduni 7 id. nov. 
pont. a. 3. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,629. Reg. Pott- 
hast 2113 no. 26337. 445. 

1245 nov. 16. Derselbe ertheilt der Abtei S. Maximin bei Trier 
wegen der bei ihrem Neubau gefundenen vielen Reliquien für den 
Jahrestag der Kirchweihe ein Ablassprivilegium. »Licet quod« etc. 
Lugduni 16 kal. dec. pont. a. 3. Chartul. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,630. Reg. Potthast 2113 no. 26339. 446. 

1245 nov. 16. Derselbe desgl. derselben für die Wohlthäter des (Elisa- 
beth-) Spitals, welches auf deren Grund und Boden ist erbaut 
worden. »Cum sicut« etc. Lugduni 16 kal. dec. pont. a. 3. Chartul. 
in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,630. Reg. Potthast 2113 no. 26340. 

447. 

1245 nov. Isenbard der Rektor der Pfarrkirche zu Epternach schenkt 
zu Trier dem Kl. Hemmenrode einen Jahrzins von dem Hause 
Johann's Homo und andern kleinern am Moselufer bei Horreum, 
welchen er von dem Trierer Bürger Wale ram gekauft hat. Tre- 
veri 1245 mense nov. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,631. 

448. 

1245 . . . . FI ermann v. Veldenz vererbpachtet dem Kl. S. Tho- 
mas (a. d. Kyll) ein Haus mit Garten an der Burg zu Numagen, 
welches sein Höriger Henr. Vus ihm wieder abgetreten hatte. In 
Ermangelung eines Siegels Hermann's soll Meffrid Herr v. Nu- 
magen die Urk. besiegeln. 1245. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,632. 449. 

1245 . . . . Gunrad Prior, Cristina Meisterin und der Convent 
von Aldi nburch vertauschen zu Wetzlar an's Kl. Arnsburg ihren 
Hof zu Huchilnheim, woraus der Wetflarer Bürger Richolf v. 
Bracht einen Jahrzins bezieht, gegen dessen Hof daselbst. Gegen- 
wärtig waren die beiden Grafen Henrich und Marquard von 



'.^1' 



102 1245. Mittelrhcin. Regesten. 450—53. 

So 1ms e, von Gicsen Sifrid v. Hiiltinrodc und dessen Sohn Werner, 
Engebrand v. Wertdorf; von lluchilnlieim die Dorfbewohner, und 
von der Stadt Wetflar die Schöffen Wigand unter den 
»Crem in«, Henr. Wedeman und dessen Bruder Richolf, Wi- 
gand V. Gozlinshusen, Ortolf, Godefr. Engilmude, Ger- 
lach V. Kazzinvort, Gunr. Reye, Berno v. Dalheim, Ru- 
dolf Regil und der Vogt Hermann. Wetflarie 1245. Gedr. 
Guden, Cod. 2,84. Reg. Scriba 2,33 no. 412. 450. 

1245 .... Thiebaus, cuens (Wepeling) de Baar, beurkundet, dass sein 
Vasall (hom feaules) Messires Habrans de Briei vor ihm auf die 
Kirche zu ßreues zu Gunsten der Abtei S. Maximin bei Trier 
verzichtet habe. En lan que li miliares couroit par mil 45 ans. 
Chartul. in Goblenz. 451. 

(c. 1245) . . . . Herr Hilfrid v. Wolvindorph und seine Erben 
verpachten einen Hof mit Haus in Andernach an Theoder. 
Hasz und an den Gerber Henrich von Heddinsdorph nebst 
dessen Schwiegersohn. Act. 1204 (sie) presid. aepo. Gonradi Colon, 
tempore scabinorum Joh. Rorici, Henr. de Brul, Joh. 
Geyol, Heddenrici, Hernesti, Joh. Surberi, Conradi filii 
Hollende, Henrici generi Suevi, Cristiani fdii Neflini, 
Hengelberti, Jacobi, Johannis, Henrici et Nicolai. 
Schreinsrolle no. 148 (ausgestrichen) in Andernach. — Zu desselben 
Erzbischofs und der ebengenannten Schöffen Zeit kauften von 
dem Ritter Gisilbert Lenerius in Andernach ein Haus nebst 
Jahrzins Ilelwicus Cor dewenarius, sowie Godefrid Bodard 
einen Garten. Schreinsrolle no. 149 — 50 daselbst. 452. 

(c. 1245) .... Die Eheleute Judelin und Jutta kauften Haus und 
Hof, worin sie wohnen, zur Zeit des Erzb. Conrad v. Cöln und der 
Schöffen Joh. Surbir, Joh. Geyol, Hernest, Conrad, 
Cristian Neflins, Jacob, Hengelbert des Vogts (advo- 
cati) Sohns, Joh. Dorns (Spine), Henrich Haych Sohns und 
Nicolaus Hildeburge's Sohns. (Ausradirte Aufzeichnung.) — 
Zu derselben Zeit verkauften die Eheleute Hei wich und Methilde 
an die Eheleute Gerwin und Margareta ein Haus mit Hof; und 
der Ritter Hermann v. Nickindich nebst Frau vererbpachteten 
an die Eheleute Lude wie Flamme ein Haus gegenüber dem 
Pfahl (contra Cippum) auf dem alten Markt (in antiquo 
foro). Schreinsrolle no. 151—53 in Andernach. 453. 



1246. Mittelrhein. Regesten. 454—57. 103 

1246 . . . . Elyas der Official zu Bopard, die Ritler und Bür- 
gerschaft daselbst beurkunden, dass der Ritter Johann v. llolzhusin 
mit Consens sehier Frau Kegina und seiner Kinder an Symon, den 
Sohn Herrn Rüde w in 's Schado, einen Hof mit Haus und Zu- 
behör daselbst für 20 Mark, zahlbar in 3 Terminen v. 2. Febr. 1246 
bis 1. Jan. 1248, verkauft habe, und die Ritter v. Bopard: Cun- 
rad V. Schonekken, Rembold v. Sterrinberch, Sybodo v. Vallo 
und Henr. Bau wams Bürgen geworden seien. Zeugen Herr 
Elyas Official und dessen Bruder Herr Franco, Herr Wi- 
nand der Schultheiss und die Ritter Herr W ig and, Sy- 
frid V. G undilnhusin, Henrich v. Rense, Herden und 
Cunrad Spanier (Hyspanus); der Vogt Volcmar und die 
Schöffen Gunr. Gulre, Henrich Alveradis Sohn, Her- 
mann V. Gratsenberc und Kr ich nebst dem Notar Wilhelm. 
1245 ind. 4. Orig. in Goblenz. Gedr. Rössel, Eberbach. Ukb. 1,362. 
Mttlrh. Ukb. 3,631. 454. 

Wegen der Indiktion und des ersten Termins ist 1245 als mor. Trev. an- 
genommen, und die Urk. in den Anfang des J. 1246 gesetzt. 

12^6 ian. 11. Walt her v. Bronshorn unter den Edelherren, und 
Henrich v. Duna Zeugen in dem Vergleich der Frau v. Montjoie 
mit dem Erzb. Gonrad v. Göln wegen der >Lifzucht« ihrer Toch- 
ter Berta, Wittwe des Grafen Theoderich v. Hostaden, auf das Schi. 
Hart. 1245 fer. 5 post Epiphan. Gedr. Günther, God. 2,208. 455. 

1216 ian. 12. Papst Innocenz IV ertheilt zum Wiederaufbau des ver- 
brannten Predigerklosters in Goblenz demselben ein Ablass- 
Privilegium. »Quoniam ut« etc. Lugduni 2 id. jan. pont. a. 3. Orig. 
in Goblenz. Gedr. Mttlrh. ükb. 3,632. Reg. Potthast 2114 no. 26342. 

456. 

1216 ian. 13. Giselbert Dechant und das Gapitel zu Wetflar ver- 
crbpachten den sechsten Theil der »Loinmule«, welchen sie von 
Rocker v. Edelingesberge und dessen Frau De müde gekauft 
haben, an den Müller Pride rieh und dessen Frau Hildegunde. 
Zeugen der gen. Dechant, der Erzpriester Gunrad, der 
Scholaster mag. Rudulf und die Ganoniker Gunr. übel- 
acker, Burchard v. Stocheim, Cunrad v. Linden, Ortho, 
Giselbert v. Gunse und Henr. Berchusin; der Edle Gonrad 
V. Merenberch, der Ritter Gotfrid v. Lindin, der Vogt Eber- 
win, Schultheiss Ludewich und die Schöffen Ortholf, 
Richolf, Wigand unter den Kramen (sub tuguriis), Henr. 



104 1210. Mittclrhciu. Regesteu. 157— Gl. 

Weidemann, Richolf v. Bralh, Bcrno, Rudulph Regel 
und Gotdefrid Engelmodis, sodann noch der Münzer Ar- 
nold und Gotfr. Streckerimo. 1245 id. jan. Innocentio IV. 
Frider. imp. eisdemque discordantibus inter se. Orig. in Wetzlar. 
Gedr. Mttlrli. Ukb. 3,633. 457. 

1246 ian. 14. Der Ritter Johann v. Polleche und seine Frau Lu- 
karde mit ihren Kindern verzichten vor der Thalpforte der Stadt 
Munreal in Gegenwart der Ritter Emelrich v. Tris, Franco 
V. Glottene, Conrad v. Guthenheim und Hermann v. Elze, 
sowie Johann's des Gapellans von Munreal auf Wingerten zu 
Lützelcoblenz (parva Gonfluentia) , welche der Wirth 
Heinrich bis jetzt inne gehabt, und Johann für 39 köln. Mark 
an den Scholaster mag. Meinward von S. Gastor in Gob- 
lenz verkauft hat. Ap. Munreal 19 kal. febr. 1245. Am 22. Jan. 
(die Vincentil) vom Grafen Heinrich v. Virneburg besiegelt. 
Orig. in Coblenz. Gedr. Günther, Cod. 2,207. Mttlrh. Ukb. 3,634. 
Vgl. "folg. Reg. 458. 

1246 ian. 15. Der Schultheiss Meffrid zu Coblenz beurkundet, 
dass der Ritter Joh. v. Polleche mit seinem Sohne Johann 
vor ihm am Gericht erklärt habe, anderthalb Morgen Wingert zu 
Lützelcoblenz (parva Confl.) hinter dem Hause des verstorbe- 
nen Ritters Rifrid an den Scholastikus mag. Menward v. 
S. Castor in Coblenz verkauft zuhaben, und dieser dieselben an 
den Wirth Heinrich verpachtet habe. 1245, 18 kal. febr. Orig. 
in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,635. 459. 

1246 ian. 23. Lude wich v. Richenstein Mitbeschwörer, und der 
Wildgraf (silvestr. comes) mit seinem Sohne Embicho als Mit- 
besiegler bestimmt, in der Sühne der SLadt Worms mit Philipp von 
Hohenfels. Spire 23. jan. ind. 4. Gedr. Boehmer, Fontes 2,225. 
Huillard-Breholles 6b,865. 460. 

1246 ian. Walter Herr v. Meisenburg beurkundet, dass Arnold Na- 
gart V. Neuerburg (Novo Castro) alle seine Güter zu Kevin-j 
gen, welche derselbe von ihm zu Lehen habe, mit seinem Consenset 
der Abtei Epternach geschenkt, und derselbe mit seinem Sohne' 
Frider ich, dessen Frau Gertrudc und Schwager (sororius) Inj 
gram \regen ein halbes iVlalter Frucht jährlich an Arnold nacli 
Neuer bürg lieferbar, darauf verzichtet habe. Mitbesiegelt von deni 
Edeln Friderich Herrn v. Neuerburg. Zeugen der Schenkung 



124G. Mittelrheiu. Regesten. 4G1- 68. 105 

Sifrid der Sohn Herrn Sifrid's v. Daspercli, Rudolf von 
W i 1 s a c k e r S c h ii 1 1 h o i s s von N e u c r b u r g, Hermann K e U n e r 
daselbst und andere. 1245 niense jan. Orig. in Goblenz. Gedr. 
.Mttlrh. Ukb. 3,635. 461. 

1246 ian. Der Graf (Heinrich) v. Sain beurkundet, dass er kein Recht 
an den Gütern zu Rommerskirchen habe, welche der Ritter Thitmar 
dem küln. Domcapitel verkauft liabe, sondern dieselben mit dem Forst- 
rechte »Holzgewalt« dessen Allod seien. 1245 mense jan. Char- 
tular in Düsseldorf. 462. 

1246 ian. Der Abt von S. Nabor beurkundet einen Compromiss in dem 
Zehnt-Streite der Abtei Wadegoz mit dem Pfarrer Jordan v. Guer- 
bedinge. 1245 mense jan. (Uiartul. in Goblenz. 463. 

1246 febr. 15. Erzb. Arnold v. Trier spricht dem Bischof von Lüt- 
tich den Besitz von Hennegau zu, welches demselben durch den Tod 
der Gräfin Johanne v. Flandern heimgefallen war, da nach den 
Reichsgesetzen die Lehen eines ohne legitime Söhne verstorbenen 
Vasallen an den Lehensherrn zurückfallen sollen. 1245, 15 kal. 
mart. — An dems. Tage bittet auch der Erzbischof in einem 
Schreiben den Papst, den Bischof im Besitz von Hennegau zu 
schützen. Reg. Schoonbroodt, Inventaire 52 no. 193. 464. 

1246 febr. 27. Dechant und Capitel von Ivoi bitten den Erzbischof 
A.(rnold) v. Trier, einem Subchakon, Ueberbringer des Schreibens, 
die Diakonatsweihe zu ertheilen. 1245 fer. 3 post. dnc. Invocavit. 
Orig. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,636. 465. 

1246 febr. 28. Meffrid Flerr v. Numagen schenkt zu Trier dem 
Kl. Hymmerod eine Weinrente aus seinem Weinberge »Kuniul« 
zu Pisport. Treveri 2 kal. mart. 1245. Orig. in Goblenz. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,636. 466. 

1246 febr. Zwei Bürger von Marsal beurkunden, dass sie die Besitzun- 
gen der Abtei Wadego zen in Marsal in Erbpacht haben. 1245 
mense febr. Ghartul. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,636. 467. 

1246 mz. 18. Ritter Stephan v. Lemene schenkt an das Nonnenkloster 
Rosen dal seine Güter zu Brule, einen Weinberg nebst Garten in 
Pale nee und ein Haus nebst Wingert zu Garden, welche Schen- 
kung der Pleban Th. von (Ober-) Wesele namens des Klosters 
entgegennimmt. Zeugen sind die Minoritenbrüder fr. Johann 



106 124G. Mittelrhem. Regesteu. 4Gö— 72. 

und H e y d 1 f , T h. der Rector der ^M a r t i n s kirclie in Wesel e, 
die Priester Adam und Henrich von Garden, Hermann der 
ßeclor der Scholaren in Wesel e, der Scholare Henr. Sce- 
leven, der Ritter Everold in Wiesel, sowie die Ritter Go- 
b e 1 e und H e r m a n n in B o p a r d. Auch gaben sein Schwiegersohn 
Sifrid und dessen Frau Stephanie, sowie seine Söhne Johann 
und Conrad ihre Zustimmung zu der Schenkung. 1245, 15 kal. apr. 
Orig. m Coblenz. Gedr. Günther, Cod. 2,206. .Alttlrb. Ukb. 3,637. 468. 

1246 mz. 30. Papst Innocenz IV nimmt das Augustiner Nonnenkloster 
Hye (Niederehe) in seinen Schutz, und bestätigt de:isen Privilegien, 
Rechte und Besitzungen; unter Letztern namentlich die Höfe Kele 
und S. Walburgis Berg. »Religiosam vitam« etc. Lugduni 3 kal. 
apr. 1246 ind. 3 pont. a. 3. Chartul. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,637. Hugo, Ann. Praem. 2.224. Niederrhein. Annalen 1856 
S. 297. Reg. Potthast 1020 no. 12040 zum 29. März. 469. 

1246 mz. 31. Erzb. Conrad r. Cöln entscheidet nach stattgehabtem Zeu- 
genverhör in einer Streitsache des Domküsters von Cöln mit den 
Lehenträgern des Weinzehnten zu Unkele, welcher zum Theil dem 
Domcustos als Patronatsherrn, zum Theil dem Rektor der Marien- 
gradenkirche gehört, und womit der Edle Ludew. Walbodo und 
Henrich v. ßlanckenberch, von diesen aber der Ptitter Henrich 
V. Breitbach belehnt sind. Mitbesiegelt vom köln. Domcapitel und 
dem Grafen Henrich v. Seyn. 1245 prid. kal. apr. vigil. pal- 
mar. Copie saec. 17 in Coblenz. Gedr. Günther, Cod. 2,204. Mttlrh. 
ükb. 3,640. — Nach dem Zeugenverhör waren zu den Zeiten Ran- 
dolf's. des Vaters des Ritters Henr. v. Breitbach, von Wer- 
ner Cinke Aecker zu Wingerten umgerodet worden. Vgl. 1. c. 
Note. 470. 

1246 apr. 3. Papst Innocenz IV befiehlt dem Domcantor und dem 
Scholastikus von S. Symeon zu Trier die Untersuchung und 
Entscheidung in der Klagesache eines Theils des Convents der Bene- 
diktiner Abtei zu Prüm gegen den Propst des CoUegiatstifts 
daselbst wegen angcmasster Admmistration der Abtei während der 
abteil. Sedisvacanz zur Zeit des Erwählten, jetzigen Erz bischofs 
(Arnold) v. Trier. »Ex parte« etc. Lugduni 3 non. apr. pont. a. 
3. Orig. in Trier. Gedr. xMttlrh. Ukb. 3,641. Reg. Potthast 2114 
no. 26347. 471. 

1245 apr. 9. König Conrad IV ertheilt dem Gcrchin v. Sinzigh, 



1246. MittelrUein. Kegcstou. 472—70. 107 

Burgiiumn auf Landtsc ron, beglaubigte Abschrift der Urk. König 
Heinrich's (VII) v. 7. Oct. 122G (Reg. 1770). Gamundie 9. apr. ind. 
4. Gedr. Tross, Westfal. 1825 jul. 9. Huillard-ßreholles 6b,8G9. 
Reg. Boehuier 265 no. 76. 472. 

,246 apr 16. Graf Friedrich v. Hostaden schenkt dem Erzstift Göln 
gegen eine Leibrente von 60 Mark die Grafschaft Ilostaden und die 
Schlösser Are, Hart und Hostaden, welche er von demselben zu 
Lehen hat. 1246 crast. octav. pasche. — An dems. Tage giebt auch 
sein Bruder, der Erzb. Conrad v. Cöln, durch eine Urk. zu dieser 
Schenkung seine Zustimmung. Beide Orig. in Düsseldorf. Gedr. 
Kremer, Akad. Beitr. 2,257—9. Lacomblet, Ukb. 2,155. Mttlrh. 
Ukb. 3,642—44. Reg. Günther, Cod. 2,210. Vgl. auch Ann. Pantal. 
ap. Boehmer, Fontes 4,485 und ap. Pertz, Script. 22,541. 473. 

246 apr. 16. Derselbe schenkt dem köln. Domcapitel sein Allod W al- 
prech shoven in der Pfarrei Arwilre. 1246 crast. octav. pasche. 
Orig. in Düsseldorf. Gedr. Kremer, Akad. Beitr. 2,259. Lacomblet, 
Ukb. 2,156. Mttlrh. Ukb. 3,644. Reg. Harless, Archiv 1,21. 474. 

246 apr. 17. Conrad (v. Rheineck), Propst von S. Florin in 
Coblenz und Domherr zu Trier, vermacht daselbst im Dom- 
capitel seinem Verwandten (cognatoj und Mitdomherrn Conrad, 
und nach dessen Tode seinem Verwandten (consanguineo), dem 
tri er. Canonikus The oder ich, nach Beider Tode aber dem 
Domcapitel sein Haus in Trier, sowie der Marien Magdalenen- 
kapelle in diesem Hause das Gnadenjahr seiner Dompfründe. Mit- 
besiegelt vom Domdechant Wirich. In capitulo majori 
Trevirensi 15 kal. mai 1246. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,645. — In einem stift. Chartul. in Coblenz ist zum 2. April 
1239 das Testament des Propstes Conrad d. d. Confluent. 4 
non. apr. 1239 nur kurz erwähnt. 475. 

246 apr. 23. Erzb. Arnold v. Trier genehmigt als vom Propst 
zu Prüm bestellter Administrator dieser Abtei (vgl. apr. 3 Reg. 
471) des Grafen Friedrich v. Hostaden Verpfändung seiner prü mi- 
schen Lehen an's Erzstift Cöln für eine Schuld von 3000 Mark Sil- 
bers. Unter den Zeugen der Unterdechant des köln. Doms Conrad 
v. Rennenberg. 1246, 9 kal. madii. Orig. in Düsseldorf. Gedr. 
Günther, Cod. 2,211. Mttlrh. Ukb. 3,646. Reg. Goerz, Keg. der 
Erzbb. 45. Wauters 4,469. 476. 



108 1246. Mittolrhoiu. Regesten. 477—80. 

1246 apr. 26. Isinbard, der Roctor der Pfiirrkirche zu Epiernach, schenkt 
zu Hirn ine rode dem Kl. Hym nierode einen Wingert ausserhalb 
der Stadtmauer von Trier bei S. Alban, welchen er von dem 
verstorbenen Cantor Wetzelo von S. Symeon gekauft hat, mit 
der Verpflichtung, davon jährlich G Denaren an den Kleister von S. 
Symeon und ebensoviel an das Spital vom Dom zu zahlen. Ap. 
II immerode 1240 crast. Marci evang. Chartul. in Trier. Gedr. 
iMttlrh. Ukb. 3,047. 477.1 

1246 apr. Cono v. Rulant und seine Frau geben dem Schöffen Karl 
in Trier ihre Güter zu Trierweiler (Wilre supra montem.) 
1240 mense apr. Orig. in Coblenz. Gedr. Hennes, ükb. des deut- 
schen Ordens 2,75. Mttlrh. Ukb. 3,047. 478. 

1246 apr. Wildgraf (silvester com es) C. (onrad) und sein Sohn 
E. (micho) bestätigen das Urtheil ihrer Bevollmächtigten in der Klag- 
sache ihres Vasallen S y b o d o Roth ( R u f u s ) v. L i s u r a gegen 
die Abtei S. Mariae ad martyr. bei Trier. Auf die Beschwerde 
Sybodo's wegen Entziehung einiger AVeinberge durch die Abtei, 
und deren Entgegnung, dass derselbe keinen Grund zur Beschwerde 
habe, da er selbst in einer vom Domcapitel, ihrem Gonvent und 
dem ehemaligen Propst R. (udolf) v. S. Paul in besiegelten Ur- 
kunde gegen die Nutzniessung eines Weinbergs über der Mosel 
auf alle Ansprüche in Betr. seiner Pfründe verzichtet habe, beauf- 
tragen die Wildgrafen den trier. Domherrn, Gapellan 
Th. (eoderich) und den Schöffen Bonefacius Rex (Reich- 
Fetzenrich) mit der Untersuchung der Sache. Dieselben erklärten 
zwar, dass Kläger weder nach dem Wortlaut der Urkunde noch nac 
Aussage der Zeugen ein Recht zu mehrerm Begehren an die Abteil 
habe, doch baten sie dieselbe, ihm zum Lebensunterhalt noch eine 
Rückhalt zu gewähren, worauf denn auch die Abtei dem Sybod 
noch eine lebenslängliche Eente von 4 Malter Frucht und 2 Oh 
Wein versprach, doch solle er von dem in Nutzniessung habende 
Weinberge jährl. 5 Soliden für das Anniversarium seiner verstorbe 
nen Ehefrau II. an die Abtei zahlen. Mitbcsiegclt von dem Erzb 
A. (rnold) v. Trier. 1240 mense apr. Orig. in Coblenz. Gedr| 
Mttlrh. Ukb. 3,048. 479 

1246 mai 5. Papst Innocenz IV ertheiU dem Erzbisch ofe (Arnold 
und Domcapitel von Trier das Privilegium, dass kein Delega 
Subdelegat, Exekutor oder Gonservator im Namen des Papstes ode 
dessen Legaten die Excominunikation, Suspension oder das Interdikl 






1246. Mittelrliein. Rcgesten. 480—84. 109 

gegen sie ohne pilpstl. Specialbefehl verkünde, oder ihnen den Zutritt 
zur Kirche untersage. »Apostolice sedis« etc. Lugduni 3 non. mal, 
pont. a. o. — Derselbe bewilligt auch an demselben Tage dem 
Erzbischofe und Domcapitel, da einige, auf seinen Befehl und 
durch deren, von den ihrer Kirche von ihm als Reformato- 
ren gegebenen beiden Erzbischöfen von Mainz und Cöln bestätig- 
ten Wahl, daselbst Recipirte noch nicht mit Pfründen bedacht werden 
konnten, dass Niemand Reception oder Provision erhalten solle, bis alle 
bis jetzt Receptirte mit Pfründen versehen seien. »Cum sicut« etc. 
~ An demselben Tage ertheilt er denselben noch das Privilegium, 
dass sie nicht ohne des Domcapitels und ausdrückliche Erwäh- 
nung dieses Privilegiums zur Provision sollen gezwungen werden. »Cum 
frequenter« etc. 3 Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,649—50. 
Re^. Potthast 2114 no. 20349-51. (Kreglinger) Catal. Renesse 10 
no. 62—64. 480. 

Heinrich Raspe Gegenkönig (1246 — 47). 

1246 mai 22. Königswahl Heinrich Raspe's Landgrafen von Thüringen 
zu Hochheim eine Stunde unterhalb Wirzburg am Main auf Anwei- 
sung des Papstes von dessen Partei, unter der auch der Erzbischof 
Arnold von Trier. Ellenhardi Ghron. ap. Pertz, Script. 17,121. 
Gesta Trev. ed. Wyttenb. 1,335 und andere; vgl. Boehmer, Reg. 1. 
Schirrmacher 4,204 und 426. Damberger 10,451. Goerz, Reg. der 
Erzb. 45. 481. 

1246 mai 25. Erzb. Arnold v. Trier im Lager vor (Veits-)Hochheim 
Zeuge Heinr. Raspe's für Corvey 8 kal. jan. die 4 electionis. Gedr. 
Falke, Trad. Corb. 403. Grüner, Opusc. 2,317. v. Stillfried, Mon. 
Zoll. 2,21 Extr. Reg. Boehmer l,-). Goerz, Keg. d. Erzbb. 45. 482. 

1246 mai 31. König Conrad IV verspricht seinem Getreuen Gerard 
V. Zintzigh als Ersatz der Ausgaben für die Burg Landscrone 
100 Mark, und verpfändet ihm dafür seine neuen Einkünfte von 5 
Mark jenseits des Rheins gegenüber von Dorf Lubsdorf, und 
seinen Wald »von Hoevile«. Ap. Ulmam ultimo mai, 4 ind. 
Kindl. Copie in Münster. Gedr. Tross, Westf. 1825 jul. 9. Huil- 
lard-Breholles 6b,871. Mttlrh. Ukb. 3,650. Reg. Boehmer 265 
no. 79. 483. 

1246 mai. Derselbe belehnt seine Getreuen C.(onrad) und W. (ittekind) 
V. Merenberg, welche sich schriftlich zu Treue und Hilfe dem Kaiser 
und ihm verpflichtet haben, mit der Vogtei zu Wetzflar und der 



110 1246. Mittelrhoiii. Regesten. 484-89. 

Jurisdiktion im Hittenberge, welche deren Vorfahren schon vom 
Kaiser erhalten hatten. Ap. Esselingen 1246 mense mai, ind. 4. 
Chartül. in Coblenz. Gedr. Wenck, Hess. ükb. 2,164. Huillard- 
Breholles 6b,870. Mttlrh. ükb. 3,651. Reg. Bochiner 265 no. 77 
ohne Grund zum 6. Mai. Scriba 2,33 no. 414. 484. 

1246 mai. Der Ritter Bernard v. d. Brücke (de Ponte) und 
seine Frau Elizabeth verkaufen für 80 trier. Pfund dem Kloster 
Martinsberg bei Trier Ländereien und Zinsen zu Euren (ap. 
Ureum). Zeugen 12 Trierer Schöffen; darunter Bonefacius, 
Ordolf, Tristant, Warner, Lodowich Puella, Gilet und 
Karl. 1246 mense maio. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 
3,651 Extr. 485. 

1246 mai. Das D o m c a p i t e 1 zu Trier vererbpachtet gegen einen 
Jahrzins von 35 Soliden einen Keller und Gemach auf dem Markte 
(in for.o) am Ende der Jakobsstrasse an den Bürger Sibodo, 
wogegen derselbe für nöthige Reparaturen durch Unglücksfälle 10 Soli- 
den Jahrzins aus dem Hause des frühern Fuhrmanns Lodewich 
in der Staffelgasse dem Domcapitel verpfändet. Zeugen und Dat. 
wie im vor. Reg. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,652. 486. 

1246 inn. 2. Ulrich von Horcheim, Bürger zu Coblenz, und 
seine Frau Elizabeth schenken daselbst dem KI. Hemminrode 
Wingerten in der Rinowe beim Kalcovin und im Flor. Zeugen 
waren der Schultheiss Meffrid, der Vogt Jordan, der Rit- 
ter Wilhelm V. Area mit den Schöffen Damar, Godeschalc, 
Jacob, Hertwich, Gisilbert, Reiner und Nicolaus, sowie 
die Bürger Heimo, Hellas und Sifrid Spedil. Confluentie 
4 non. jun. 1246. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,652. 

487. 

1246 iun. 9. König Conrad IV befiehlt seinem Getreuen, dem Burg- 
grafen Gerhard v. Sinzcge, gemäss der letzten Abrechnung 
unverzüglich seinem Getreuen Conrad v. Bruneche 100 köln. Mark 
von dem in Gefangenschaft befindlichen Juden auszuzahlen. Haitis 
9. jun. ind. 4. Gedr. Guden, Cod. 2,943. Hanselmann, Beweis des 
Hauses Hohenloh etc. 1,408. Huillard-Breholles 6b,872. Mttlrh. 
Ukb. 3,653. Reg. Boehmer 2G6 no. 80. 488. 

1246 iun. 13. Papst Innocenz IV befiehlt nochmals dem Erzbischof 
(Arnold) v. Trier, dem zum Abt von Prüm gewählten Mönche 



1246. Mittelrhein. Regesten. -189—03. Hl 

Joffrid, einem Verwandten des Erzbischofs v. Cöln (Conrad's von 
Hostaden), die Weihe zu erlheilen. »Ex parte« etc. Lngduni id. 
jun. pont. a. 3. Orig. in Coblenz. Gedr. Mtth'h. Ukb. 3,653. Reg. 
Polthast 2114 no. 26353. 489. 

1246 iun. 23. Der Canonikus Elyas von S. Flor in in Coblenz 
besiimmt daselbst die Errichtung eines Altars in seiner Stiftskirche, 
und vermacht dazu ein Flaus neben seinem Hause gen. »Kelter« 
(Torcular), Wingerten zu Lützel coblenz (parva Gonfluentia), 
zu Gapellen im »Tu ttenrodh«, unterm »Forst (foresto)« im 
Distrikt »Rein«, im »Flor«, in »Bitzene« und »Virminc«, so- 
wie Zinsen zu Andernach und Ludenstorph. Auch bestimmt 
er, wie die Zinsen und sonstigen Renten bei seinem und des Prop- 
stes Conrad Anniversarien, sowie sonsten sollen vertheilt werden, 
und Dechant und Capitel bestellen den Scholaren Henrich 
Paravunculus als Diener dieses Altars. Besiegelt vom Erzb. 
Arnold v. Trier und der Florinskirche. Confluentie 1246 
vigil. Joh. bapt. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,654. 490. 

1246 iun. 26. Papst Innocenz IV verleiht zur Vollendung des Baues des 
Predigerklosters in Coblenz ein Ablassprivileg. »Quoniam 
ut« etc. Lugduni 6 kal. jul. pont. a. 3. Orig. in Coblenz, Gedr. 
Hontheim 1,730. Mttlrh. ükb. 3,618. Keg. Potthast 2115 no. 26356. 
Günther, Cod. 2,203. 491. 

1246 iul. 9. Graf Marquard v. Solmense, die Ritter Dagemar 
V. Wetflar, Sifrid v. Biosbach und Sibold v. Linde, der 
Pleban Werner von Wetflar, Ludewich v. W^etflar Con- 
verse in Arnsburg, der Schultheiss Ludewich von W^etflar 
und die Wetflar er Schöffen Rudolph Gerber t's Sohn, Wi- 
gand unter den Kramen (sub tuguriis) und Ricolph von 
ßragt unter den Zeugen in einem von der Stadt Wetflar mit- 
besiegelten Vergleich der Brüder Conrad und Wittekind Herrn von 
Merenberg mit Kl. Arnsburg. 1246 fer. 2 ante Margarete 7 id. jul. 
Gedr. W^enck, Hess. Ukb. 2,167. 492. 

1246 iul. 13. Der Dechant R.(icolf) von Garden vermacht testa- 
mentarisch seinem Blutsverwandten Conrad seinen Weinberg im 
»Ledun«, welcher aber nach dessen Tode an's Kl. Hemmerode, 
dem er auch sein Gnadenjahr vermacht, zu seiner Anniversarienfeier 
fallen solle. 1246 die Margarethe. Orig. in Coblenz. Reg. Mttlrh. 
Ukb. 3,656. Vgl. folg. Reg. 493. 



112 1246. Mittelrliein. Regesten. 404— 98. 

1246 iul. 13. Der Dechant Ricolf von Cardcn verfügt in einem 
Cudicill über seine G Weinberge im »Ledun« und »Pelenze«, deren 
einen er von Stodo v. Tris gekauft hat, über sein Haus zu Gar- 
den und sein Gnaden jähr zu Gunsten, des Collegiatstifts und 
der Marienkirche in Garden, des Kl. Himmenrode, des 
mag. Rodolf und seines Verwandten (consanguin.) Gonrad. Be- 
siegelt von dem Archidiakon H. (einrieb) Propst zu Garden, 
dem Gonvent von Himmerode und seiner Stiftskirehe. Zeugen 
Johann v. Trys, Sybert, Nicholaus, mag. Jordan und 
Richard Ganonici von Garden etc. 124G die Margarethe. 
Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,655. 494. 

1246 iul. Die küln. D o m p r i e s t e r Johann v. A r w i 1 r e und Wal- 
daver treffen Bestimmungen über 2 von ihnen erbaute Ganonikal- 
häuser. 1246 mense jul. Gedr. Harless, Archiv 1,22. 495. 

1246 aug. 5. Erzb. Arnold von Trier nimmt auf Seiten Heinrich 
Easpe's Theil an dessen siegreicher Schlacht um das Reich gegen 
König Gonrad IV in der Gemarkung von Frankfurt auf S. Oswalds- 
tag. Gesta Trovir. ed. Wyttenb. 1,336 und ed. Waitz ap. Pertz, 
Script. 24,411. Ueber die Schlacht vgl. Boehmer, Reg. Conrad's S. 
266 und Raspe's S. 1. 496. 

1246 aug. 7. Der Ganonikus Th. (eoderich) von S. Paul in zu 
Trier entscheidet Namens des Gr ossär chidiakons A. (rnold) 
in der Klagsache der Abtei S. Maria ad martyr. gegen den 
Bäcker Lude wich zu Trier wegen Zerstörung einer Walkmühle 
am Biverbach, und wegen nicht geschehener Ueberweisung von 
Gütern im Werthe von 20 frier. Pfund an die Abtei zu Ersatz und 
Sicherheit oder »Angret«, sowie nicht geleisteter Lieferung eines 
Zinses an »Weize«. Zeugen Th. (eoderich) Capellan und Ale- 
xander Canonici von S. Paulin, Wezelo Papa und des.sen 
Sohn Heinrich, Bervvich nebst andern Bäckern und Bürgern 
von Trier. 1246, 7 id. aug. Orig. in Goblenz. Gedr. Mttlrh.j 
Ukb. 3,656. 497.1 

1246 aug. 11. Guardian und Gonvent der Minoritenbrüder z 
Goblenz beurkunden daselbst dem Reyner v. Lützelcoblen 
(Gonfluentia minor), welcher zum Bau ihres Klosters ein 
Geldsumme, die derselbe dem Kl. Walkenried am Harze schuldig 
war, vorbehaltlich der Genehmigung dieses Klosters geschenkt hatte 
dass dasselbe ihrem Boten, welchen sie mit der Bilte um die 



1246. Mittelrhein. Rc^esten. 498-502. Il3 

Genehmigung dazu dahin abgesendet, diese durch denselben in einem 
besiegelten Schreiben an Keyner ertheilt, und Letzterer dasselbe 
öffentlich in der Liebfrauenkirche zu Coblenz (in eccl. do- 
mine nre. [i. e. beate Marie] in Confluentia) habe verlesen las- 
sen. Gonfluentie 3 id. aug. 124G. Orig. in Antfeld. Gedr. 
Hennes, Ukb. des deutsch. Ordens 2,75. Mttlrh. Ukb. 3,657. 498. 

1246 aug. Erzb. Theoderich (lies Arnold) v. Trier auf dem Reichs- 
tage zu Frankfurt Zeuge in des Königs Heinr. Raspe Urk. für Basel, 
ohne Tagesangabe. Ap. Frankenfurt in sollempni curia 1246 mense 
aug. Gedr. Lünig, Reichsarch. 19,514. 499. 

1246 aug. 13. Der päpstl. Legat Philipp, Erwählter von Ferrara, zu An- 
dernach, von wo er ein Schreiben an zwei Vertraute am römischen 
Hofe datirt. Ap. Andernachen id. aug. 1246. Bibl. des lit. Ver- 
eins 16,121. Vgl. Boehmer, Addit. I ad Reg. Imp. 398 no. 313. 
Schirrmacher 4,430. Damberger 10,454 und Krit. 63. 500. 

1246 aug. Conrad v. Rennenberg, Subdechant des Doms zu Göln, 
stiftet daselbst eine Memorie. 1246 mense aug. Gedr. Lacomblet, 
Archiv 2,48. 501. 

1246 sept. 9. Die verwittwete Gräfin Agnes v. (Blies-) Gastet schenkt 
für sich und ihren verstorbenen Gemahl, Grafen H. (einrieb), dem 
deutschen Hause in Trier 300 Metzer Pfund unter der Bedin- 
gung, dass es ihr lebenslänglich jährlich 30 trier. Pfund aus seinen 
Gütern zu Trier zahle, und zwar aus den von fr. Bartholomeus 
bei seiner Aufnahme in den Orden gegebenen, aus den Gütern 
Ludewich's Puella, des Canonikus Arnold von S. Sy- 
meon, fr. Peter 's v. d. Brücke (de Poilte) und dessen Mutter 
Wal bürge, von einem Hause in der Symeonsstrasse, welches 
fr. Wilhelm dem Orden gegeben, und von einem Hauszins in der 
Brückenstrasse (platea pontis); wenn der Orden aber noch 
mehr Güter in der Stadt erhalten würde, solle er ihr nach der 
Schätzung Herrn Richard's v. Pallast (dePalatio) und Herrn 
Nicholaus v. Luzellenburch mehr dergleichen überweisen. Mitbesie- 
gelt vom Erzbischof A. (rnold) v. Trier. Zeugen die 3 Predi- 
germönche fr. Gunrad und die beiden Godescalc; die Mino- 
ritenbrüder fr. Walter v. Petra und der Lector Gunrad; 
die Deutschordensbrüder fr. Everard Gomthur v. Loth- 
ringen, fr. Rudolf V. Grimberch, fr. Henrich v. Goblenz, 
fr. Bartholomeus v. Trier, fr. Johann v. Galre, fr. Theo- 

9 



tl4 1246. Mittelrhcin. Regcsten. 502-6. 

der ich v. Albach und fr. Walter; die Ritter Richard vom 
Pal last lind Nicholaus v. Liizcllenbiirch, sowie der Pleban von 
Tal van eh. 1246 crast. nativ. beate Virginis. Orig. in Coblenz. 
Gedr. Hennes, Ukb. 2,76. Mttlrh. Ukb. 3,658. Reg. Goerz, Reg. 
d. Erzbb. 45. 502. 

1246 sept. Th.(eoderich) Abt und der Convent von S. Marie ad 
m a r t y r. bei Trier vererbpachten eine Hofstatt mit Garten und 
einen Wingert in der Achte (croada) nach S. Remigius zu um 18 
Soliden Jahrzins. Mitbesiegelt vom trier. Official Symeon und 
dem C a n o n i k u s Thomas von S. P a u 1 i n als Stellvertretern des 
Grossarchi d iakons A. (rnold). 1246 mense sept. Orig. in Cob- 
lenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,659. 503. 

1246 oct. 1. Mechtilde Aebtissin und der Convent von S. Tho- 
mas (an der Kyll) vererbpachten ein Gut zu Guvvendorf (Gindorf 
Kr. Bitburg), welches ein Höriger ihres Klosters von ihnen hatte und 
an einen andern verkaufte, an diesen ihren Hörigen. 1246 festo 
Remigii. Chartid. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,659. 504. 

1246 oct. 18. Erzb. Arnold v. Trier überweist in Montabaur auf 
die Bitte seines Gap eil ans und Notars Alexander, Dechants 
von Münster (-Maifeld), dessen Verwandte (consanguinea), seine 
Ministerialin Alheide, die Gemahlin Johann's v. Brucoldehusin, mit 
Gonsens seines Domcapitels dem Hochstift Herford als Ministeria- 
lin. Monthabur 15 kal. nov. 1246 pont. a. 2. Gedr. Wilmans, 
Westfäl. Ukb. 4,241 no. 368. 504 a. 

1246 oct. 29. Papst Innocenz IV bestätigt dem Capitel von Munster- 
maifeld (Monast. in Meine weit) die Memorienstiftungen seines 
frühern Propstes Ingelbrand mit Gütern im Dorfe Vallevey 
an der Mosel (1228 aug. 6 Reg. 1872). »Solct annuere« etc. 4 
kal. nov. pont. a. 4. Orig. in Coblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,281. 
Potthast 2115 no. 26370. 505. 

1246 .... Theoderich Abt und der Convent von S. Martin am 
Ufer zu Trier vererbpachten an den Trierer Bürger Barthol o- 
meus Ungenade den Berg Hart für 3 trier. Pfund Jahrzins auf 
Martini, von denen 25 Soliden Jahrzins auf dessen Häuser am 
»breiten Bach (prope latum rivulum)« und in der Weber- 
gasse, die übrigen 35 Soliden aber (das Pfund also = 20 Soliden) 
auf die Gebäude und Gulturen des Berges versichert werden. Zeugen 



1246. Mittelrhein. Kegesten. 50G— lÖ. Il5 

11 Trierer Schöffen, darunter Bon efa ei us, Ordolf, Ludow. 
Puella, Gilet, Tristan t und Karl. 1246. ßüchel'sche Copie 
in Trier. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,669. 506. 

1246 nov. 10. Henrich Herr v. Isenburgh und seine Gemahlin 
Mechtilde mit ihrem Sohne Ger lach verzichten zu Gunsten des 
Erzstifts Cöln nach Verbesserung ihrer köln. Lehen um 500 köln. 
Mark oder jährlich 50 Mark aus der Bonner Bede auf ihre Ansprüche 
auf die Grafschaften Honstaden und Are. Unter den Zeugen ihr 
Bruder Fred er ich Propst von S. Marie ad gradus in Cöln und 
der Burggraf Henrich v. Rynecke. 1246 vigil. Martini. Kind- 
linger'sche Copie in Münster. Gedr. (Fischer) Geschl.-Regist. 2,91. 
Mttlrh. Ukb. 3,660. Reg. Günther, Cod. 2,211. 507. 

1246 nov. 22. Theoderich Abt und Garsilius Prior v. S. Mar- 
tin zu Trier entscheiden als Subdelegirte der päpstl. Delegirten, 
des Propstes Conrad von S. Flor in in Coblenz, sowie Rei- 
nard 's Gantors und Symon's Thesaurar's von Münster- 
niaifeld (Monast. in Menevelt), im Domcapitel zu Trier 
in Gegenwart der Domherren Willelm v. Davils, dessen Bruders 
Reiner, Johann 's des Kellners und Ricard's die Klage des 
Symeonstifts daselbst gegen den köln. Domherrn Gerlach, w^elcher 
die Inkorporation der Kirche zu Hoingen angefochten (vgl. 1216 
Reg. 1305), zu Gunsten des Klägers, da Verklagter der Ladung keine 
Folge geleistet hatte. In capitulo major, eccl. Trev. 1246 fer. 
5 post octav. Martini. Orig. in Coblenz. Gedr. Honth. 1,731. Mttlrh. 
Ukb. 3,661. 508. 

L246 nov. 24. Erzb. Conrad von Cöln verordnet mit Consens des Dom- 
capitels, des Domthesaurars als Patrons und des Propstes von 
Bonn als Are hidia kons des Orts, dass die Kirche zu Unkele statt 
durch Vicare durch Pastore oder Rectore solle bedient werden, setzt 
deren Einkünfte fest, und bestimmt, dass die Küsterei des Petersaltar 
im Dom zu Cöln stets mit der Domthesaurarie vereinigt sein solle. 
Unter den Zeugen die köln. Domherren Conrad v. Rennenberg 
Subdechant und Embrico Propst von Bobard. 1246, 8 kal. dec. 
Gedr. Günther, Cod. 2,212. Mttlrh. Ukb. 3,662. 509. 

246 dec. 12. Graf Wilhelm von Jülich verspricht nach dem Ausspruche 
E. (berhards) von Eberstein, H. (einrichs) von Ulmen, W. von Span- 
heim und anderer Reichsgetreuen dem Kaiser und dessen Sohne 
Hülfe zu leisten. Nach König Conrad's IV Urk. d. d. Aquis 1246 



11(5 1246. Mittelrhein. Regesten. 510—16. 

vigil. Lucie. Gedr. Kremer, Akad. Beitr. 3,92. Lacomblet, Ukb. 
2,160. Huillard-Breholles 6b,881. 510. 

1246 dec. 19. Papst Innocenz IV befreit das Kl. Himerod (de Clau- 
stro) von gewissen Abgaben, welche die Weltlichen zu entrichten 
haben. »Solet annuere« etc. Lugduni 14 kal. jan. pont. a. 4. Orig. 
in Trier. Gedr. Heesius, Manip. 47. Reg. Potthast 1046 no. 12375. 
Mttlrh. Ukb. 3,664. 511. 

1246 dec. 19. Derselbe erlaubt dem Kl. Himerod (de Glaustro) 
den Rückkauf der Zehnten aus Laienhand in fremden Pfarreien. 
>Vestris inclinati« etc. Lugduni 14 kal. jan. pont. a. 4. Orig. in 
Trier. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,665 zum 24. Dec. Reg. Potthast 2116 
no. 26373. 512. 

1246 dec. 19. Derselbe ertheilt demselben Kloster das Privilegium, 
nicht zur Vergebung von Pfründen gezwungen zu werden. »Mona- 
sterii vestri« etc. Dat. wie vorher. Orig. in Trier. Reg. Mttlrh. 
Ukb. 3,664. — Unter gleichem Datum ertheilt er auch diesem Klo- 
ster das Recht, die Güter der Conversen von ausserhalb einzuziehen. 
»Devotionis vestre« etc. Transumpt von 1326 in Coblenz. 513. 

1246 dec. 20. Graf Hey nr ich von Seyn verzichtet im Beisein der 
Aebte von Heisterbach und Marienstatt, der Minoriten fr. Heinrich 
V. Rosepe und fr. Gerard, Herrn Gerard's v. Rennenberch, 
Lodewich's W^albodo und Arnold's v. Rennenberch auf 
alle von ihm bisher unrechtmässig besessenen Güter, hebt alle neu-| 
eingeführten Abgaben und Zölle auf, und bestimmt 200 Mark Ein-| 
künfte, welche seine Gemahlin nach seinem Tode an Alle zahlen soll, I 
welche von ihm Schaden erlitten haben. 1246 vigil. Thome. Orig.||, 
in Idstein. Gedr. Mttrh. Ukb. 3,664. 514. 

1246 dec. 24. Mttlrh. Ukb. 3,665 no. 889 siehe dec. 19 Reg. 512. 

1246 dec. 24. Die Abtei Epternach bestimmt die Einkünfte zweier Man- 
sus zu Kewingin und Geiene, welche ihr Elemosinar Godefrid 
von Thomas v. Leyen (de Petra) und Arnold dem Schul- 
Iheisen von Neuerburg (de Novo Castro) erworben hat, zur 
Vertheilung an die Armen, die unter anderm daraus Wollentuch, die 
Elle zu 7 Denaren, erhalten sollen. 1246 vigil. natalis Dni. Orig. 
in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,665. 515. 

1246 dec. 25. Ricard Propst, Johann Dechant und Capitel des 



1246. Mittelrhein. Regesten. 516—20. 117 

Symeonstifts (in Trier) geben ihrem Zöllner Friderich zu 
Coblenz Abschrift der Urk. v. 1185 (Heg. 545). 1246 in nativ. 
Dni. Orig. in Idstein. Gedr. Rössel, Eberb. ükb. 1,369. 516. 

1246 dec. 26. Graf Jo. von Sain (Senensis) giebt zu Herchin- 
gen seine Zustimmung, dass das Kl. Burvenich seine Güter zu Gor- 
gendorp an das Kl. Gottesfrieden in Cöln gegen dessen Güter zu 
Shuren vertausche. Herchingen 1246, 7 kal. Januar. Gedr. Quix, 
Grafen v. Hengebach 72. 517. 

1246 dec. 26—31. Graf Henrich v. Seyn bestimmt, dass, falls seine 
Gemahlin einen Nachkommen erhalten würde, dieselbe einen Theil 
von seinem Hause in Cöln, welches er den Minoritenbrüdern ab- 
gekauft habe, andernfalls aber die Nonnen, welche darin wohnen, er- 
halten sollen. 1246 infra octav. nativ. Christi. Gedr. Lacomblet, 
Ukb. 2,160. Ennen, Quellen 2,256. Mttlrh. Ukb. 3,667. 518. 

1246 dec. 26—31. Derselbe ermahnt seine Verwandten, Vasallen, 
Burgmänner und Ministerialen, falls ihm von seiner Gemahlin Mech- 
tilde ein Kind nachgeboren würde, zur Treue gegen dasselbe, und 
bestimmt über die Vertheilung seiner Allodien und Lehen. Gegen- 
wärtig waren seine Gemahlin Mechtilde, seine Schwestern die 
Gräfinnen v. Spanheim und Castel, der Abt von Petersthal 
(Heisterbach), der Minoritenbruder fr. Gerard, Ludowich Wal- 
podo, die Gebr. Gerard und Arnold v. Rennenberch, Hermann 
v. Winther und der Kämmerer Gerlach. 1246 infra octav. 
nativ. Christi. Orig. in Idstein. Gedr. Sayn-Dedukt. Mttlrh. Ukb. 
3,666. Vgl. Lehmann, Spanheim 1,33. 5191 

1246 dec. 26—31. Derselbe bestimmt, dass die von ihm zum Ersatz 
seiner Schädigungen ausgeworfenen 200 Mark Jahresrente (dec. 20) 
aus den Einkünften der Güter zu Valendre, welche er von Herrn 
Adolph V. Dolendorp gekauft hat, von seinem Allod neben der Burg 
zu Seyne, seinen Gütern zu Remage und Niedercassel sollen ge- 
nommen werden. Dat. wie vorher. Gedr. in vielen Sayn. Deduktions- 
schriften von 1627, 1664, 1712, 1742. Lünig, Reichsarch. 23,981. 
Mttlrh. Ukb. 3,668. Vgl. Brower, Ann. 2,140. 520. 

Nach den Ann. Sayn. in Coblenz hatte das (verlorene) Nekrolog der Abtei 
Sayn den letzten December als Todestag des Grafen Heinrich von 
Sayn; das Nekrolog der köln. Domkirche bei Ennen, Quellen 2,604 den 1. Ja- 
nuar; die Ann. Pantal. ap. Boehmer, Fontes 4,486 und ap. Pertz, Script. 22,541, 
aber sicher unrichtig, 1247 aug. 14 (vigil. assumpt. Marie). 



118 1240—47. Mittelilioiu. Kegesteu. 521—26. 

1216 . . . . F r i d e r i e li B o 1 h a n o von der Brücke und T i r i c u s 
von Conz N'crkaui'en für 55 Iricr. Pfund an Beatrix die Prio- 
rin und den Convent auf dem Martinsberg bei Trier eine 
Mühle mitAeckern, Wiesen und sonstigen Gütern zu Nivenderoth 
an der Rower bei Gozbrelrotli. Zeugen 12 Trierer Schöf- 
fen, worunter Bonefacius, Ordolf, Gilet, Lodow. Puella, 
Tristant und Karl. 1240. Orig. in Trier. Gedr. Mttlrh. Ukb. 
3,G70. 521. 

1246 .... Der Ritter Cunrad v. Wilre Zeuge in einer Urk. des 
Binger Scliöflengerichts für Kl. Eberbach. 124G. Baur, Hess. Ukb. 
3,590. 522. 

(1246) .... Graf J. (ohann) von Sponheim g^ebt seine Einwilligung 
zu des Kitters Cunrad v. Wisebaden Verkauf seiner Güter bei Hat- 
tenheini und Neuhof, woraus derselbe von ihm ein halbes Talent 
Jahresrente zu Lehen trägt, 1246 an's Kl. Eberbach. Ohne Datum. 
Gedr. Rössel, Eberb. Ukb. 1,371. 523. 

1246 .... Das Ende des Sommers und der ganze Herbst waren reg- 
nerisch; zur Winterszeit trat ungewöhnlich häufig der Rhein aus. 
Ann. Pantal. ap. Boehmer, Fontes 4,485 und ap. Pertz, Script. 
22,541. 524. 

1247 ian. 20. Die Mainzer geistl. Richter entscheiden im Domstift da- 
selbst in der Klagesache des Abts v. Span heim gegen das Stift ! 
Marie de gradibus zu Mainz, dass derselbe und sein Convent, welche 
Eigenthumsrecht an dem vom Stift gekauften Kakelhof erhoben hat- 
ten, kein Kecht mehr an demselben haben sollen, wenn sie nicht 
bis Palmtag (mz. 24) dem Stift den Kaufpreis, welchen dasselbe da- 
für gegeben habe, erstatten würden. In claustro majoris ecclesie 13 
kal. febr. 1247. Orig. in Darmstadt. Gedr. Baur, Hess. Ukb. 2,101. 



525. 



1247 ian. Die Gräfin Megthilde v. Seyn überweist zu Blankenberg 
dem Deutschen Orden die 200 Mark Jahresrente, welche ihr verstor- 
bener Gemahl, Graf Henrich v. Seyn, aus den Gütern zu Va 11 en- 
dar, welche er von dem Herrn v. Dollendorp gekauft hat, dem Allod 
bei der Burg Seyne, den Gütern zu Rimagen und Niedercassel 
zur Tilgung seiner Verpflichtungen bestimmt hat, und stellt für ihren 
Todesfall ihre 4 Vasallen, die Gebr. Gerard und Arnold Herrn 
v. Rennenberg, Gobelin v. Blankenberg und Renard ihren 



1247. Mittelrheiu. Regesten. 526—29. 119 

Truclisess von Hilkerode als Bürgen, welche den Gläubigern 
verantwüitlich sein sollen. Zeugen die beiden Schwestern ihres 
verstorbenen Gemahls, Aleyde Gräfin v. Span heim und Eber- 
stein und A^nes Gräfin v. Gastel, Flenrich Burggraf v. Göln, Engel- 
bert der Sohn des Grafen von der Mark, Gerard der Abt v. Heister- 
bach, A. Herr v. Heinsberg, die Gebr. Gerard und Arnold v. 
Rennenberg, Ludowich Walpodo von ihrer Burg Neuer- 
burg (Nov. castr.), sowie ihre ßurgmänner die Gebr. Gobe- 
lin und Ger lach v. Oitgenbac, Ernest v. Virneburg, Ro- 
r i c h v. G e V a r z h a n, T h. v. G e i s 1 a e r, R i c w i n v. V o n f e 1 d e n, 
Hermann v. Wintre, Theo der. v. Porta und Arnold v. 
Haue. Apud Blankenberg 1246 inense jan. Orig. in Coblenz. 
Gedr. Hennes, Ukb. 2,77. iMttlrh, Ukb. 3,670. 526. 

1247 .... Die verwittwete Gräfin Mechtilde v. Seyn übergiebt 
mit Einrückung des Testaments ihres verstorbenen Gemahls, Gra- 
fen Henrich 's v. Seyn, d.d. 1246 infra octav. nativ. Dni. (Eeg. 
520), nach der Bestimmung desselben dem Deutschen Orden die ihr 
überwiesenen Güter, und statt der zu Valendre, welche der Erz- 
bischof v. Trier nach dem Tode ihres Gemahls gewaltsam an 
sich gezogen, andere zu Geltanc und Ratiche. Zeugen die Aebte 
von Heisterbach und von Nester (Marienstatt), fr. Gerhard v. Geldern, 
AValpodo von der Neuerburg (Nov. castr.) und die Gebrüder 
Gerhard und Arnold v. Rennenberg. 1246. Orig. in Coblenz. 
Gedr. Mttlrh. ükb. 3,672. 527. 

1247 ian. 21. Erzb. Conrad v. Cöln verspricht zu Bonn seiner Verwand- 
ten und Getreuen, der Gräfin Megt bilde v. Seyn, Rechtsschutz 
und Vertretung gegen Jedermann, wie ein Lehensherr seinem Ledig- 
mann zu thun verpflichtet ist, und stellt ihr dafür als Bürgen Hen- 
rich Herrn v. Ysenberg, Gerard Grafen v. Nuwenare und vier 
andere Edelherren, sowie Henrich Burggrafen v. Rinekke, 
Theoderich Vogt v. Asse, Efenrich v. Rinekke, Hermann den 
Schenk v. Are mit noch 7 köln. Dienstmannen und Rittern. 
Bunne 1246 die Agnetis. Gedr. Lacomblet, Ukb. 2,161. 528. 

1247 ian. 28. Papst Innocenz IV befiehlt dem Erzbischof v. Trier, 
darüber zu wachen, dass das Urtheil der päpstl. Subdelegirten in 
Sachen des Capitels von S. Simeon zu Trier gegen den köln. 
Domherrn Gerlach wegen der Kirche zu Hoingen (v. 22. Nov. 1246 
Reg. 508) befolgt werde. »Significarunt nobis« etc. Lugduni 5 kal. 



120 1247. Mittelrheiii. Regesten. 529—34. 

febr. pont. a. 4. Copie in Coblcnz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,662. Pott- 
hast 2116 110. 26376. 529. 

1247 ian. Das Euchariuskloster bei Trier (S. Mattheiss) vererb- 
pachtet die von dem verstorbenen Ritter Friderichv. d. Brücke 
(de Ponte) der Katharinenkapelle daselbst vermachten 20 Morgen 
Ackerland in den Fluren Heristail, Girlochen, Pratum (Wiese), 
Fossa (Graben), Wormspiz, unterm Fels (sub rupe), im 
Thale (in valle) und Lineich bei Zevene an Cunrad von 
Kerriche in dem Hause gen. »Sifrid's v. Hachilstorff« über 
der Brücke um 20 trier. Soliden Jahrzins. Zeugen 12 Trierer 
Schöffen, darunter Bonefacius, Ordolf, Gilet, Tristan t, 
Ludov. Puella und Karl. 1246 mense jan. Chartul. in Coblenz. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,672. 530. 

1247 febr. 11. Die Gräfin Ermesinde v. Luxemburg vermacht in ihrem 
Testamente unter anderm dem Nonnenkl. Bialeu die Besitzungen des 
verstorbenen trier. Dompropsten ßichard (Radulf?) v. Vilers 
zu Beckirchen, sowie den P redig er mönchen zu Trier 100 und 
den Minoriten daselbst 60 Soliden. 1246 crast. dnc. Estomihi. 
Gedr. Bertholet 5,29. 531. 

1247 febr. 17. Der Gegenkönig Heinrich Raspe stirbt auf der Wartburg 
in Thüringen, und wird in der Katharinenkirche zu Eisenach be- 
graben. Guden, Cod. 1,593. Vgl. Boehmer, Reg. S. 3. Schirrmacher 
4,328. Damberger 10,458—59. 532. 

1247 mz. 18. Stephan Propst von Neuhausen und Laurata Gräfin 
V. Saarbrücken (Sarapont.) mit ihren Schwestern, Friderich 
und E. (micho) Grafen v. Leiningen, E. (micho) Wildgraf (com. 
silvestr.) und H. (einrieb) Raugraf (com. irsutus), S. Edler v. Ge- 
roldseck mit seinen Brüdern überlassen zu Saargemünd dem Kloster 
Wategoz das demselben von dem verstorbenen Grafen S. (imon) 
V. Saarbrücken (Sarepont.) geschenkte Viertel der Einkünfte aus 
dem AUod zu Liezdorf. Unter den 7 anwesenden Rittern Mar- 
silius V. Liezdorf. Ap. Gemunde 1247 fer. 2 ante palmar. Orig. 
in Coblenz. Gedr. Kremer, Ard.-Gesch. 2,331. Mttlrh. Ukb. 3,673. 
Reg. Koellner, Nass.-Saarbr. 1,95. 533. 

Da 1248 der Montag vor Palnitag auf den 6. April fiel, so ist wohl hier nicht 
der Trierer oder Metzer Jahreswechsel zum 25. März anzunehmen. 

1247 mz. 25. Papst Innocenz IV bestätigt wie sein Vorgänger Papst 
Ilonorius (III) dem Kl. Disibodenberg die durch den Erzbischof von 






1247. Mittelrhein. Regesten. 534—37. 121 

Mainz geschehene Inkorporation der Kirche zu Sobernheim und 
Ostrina (Niederkirchen bei S. Wendel). »Cum a nobis« etc. Lug- 
duni 8 kal. apr. pont. a. 4. Ghartul. in Darnistadt. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,674. Reg. Potthast 2116 no. 26379. 534. 

247 mz. 30. Graf Friderich v. Hostaden schenkt dem Erzslift Göhi und 
übergiebt öffentlich und feierlich über dem Altar des h. Petrus (in 
der Domkirche zu Göln) in die Hände des Erzbischofs und Dom- 
dechants, sowie vor den ebenfalls anwesenden Propst von S. Aposteln, 
Aebten von S. Pantaleon und S. Martin, Dechanten von S. Gereon, 
Severin, Gunibert, Aposteln und S. Georg, dem (Dom-) Subdechant 
Conrad (v. Rennenberg), dem Domscholaster, dem Propst v. Soest, 
den Edclherren v. Schieiden, v. Randenrod, Gerard Grafen 
V. Nuenare, Walter v. Brunshorn und Wilhelm v. Hoensbruch, 
mehreren gen. köln. Dienstmannen, vor Glerus, Ritter, Schöffen und 
Bürgern der Stadt, seine Grafschaft Hostaden, die Burgen Are, 
Hart und Hostaden nebst allen andern Burgen und Befestigungen 
mit allen Vasallen, Ministerialen, Alloden und Lehen, indem er sich 
nur 60 Mark Jahreseinkünfte daraus auf Lebenszeit vorbehält, welche 
später an's Domcapitel fallen sollen. Acta publice et sollempniter et 
oblata super altare b. Petri 1246 in die Quirini. An dems. Tage zu 
Cöln bestätigt auch der Erzbischof diese Schenkung und üebertra- 
gung. Gedr. Kremer, Akad. Beitr. 2,257—59. Vgl. Lacomblet, Ukb. 
2,155 Note. 535. 

Da 1246 Ostern auf den 8. April fiel, und im Kölnischen erst am Ostersonn- 
abend nach der Weihe der Osterkerze das neue Jahr gezählt woirde, so ist die 
Urkunde in's J. 1247 zu setzen, obgleich in diesem Jahre der 30. März der 
Sonnabend vor Ostern war. Es ist daher gegen Lacomblet 1. c, welcher die 
köln. Jahresrechnung nicht berücksichtigte, doch wohl anzunehmen, dass ausser 
der einfachen Schenkungsurk. v. 16. April 1246 über eine so bedeutende Schen- 
kung noch eine spätere formelle feierliche Uebergabsur künde bei Zeugen aus- 
gefertigt wurde. 

1247 apr. 1. Erzb. Arnold v. Trier genehmigt im Lager zu Gob- 
lenz (also vor Belagerung von Thuron bei Alken), dass die Abtei 
Laach ihre Besitzungen zu Rheidt an's köln. Domcapitel verkaufe. 
Confluent. in castris kal. apr. 1247. Orig. in Düsseldorf. Reg. 
Goerz, Reg. d. Erzbb. 340. 536. 

i2i7 apr. 8. Dompropst W. (erner) und das Domcapitel zu Trier 
bitten den Erzbischof Arnold v. Trier das in heutigem Gene- 
ralcapitel erlassene Statut wegen der Residenz zu bestätigen. Treveri 



122 1247. Mittelrlieiu. Regesten. 537—41. 

1247 fer. 2 post tliic. Qiiasimodo. Inserirt in des Erzbischofs Be- 
bläligung V. 13. Apr. folg. Reg. 537. 

1217 apr. 13. Erzb. A.(iiiold) v. Trier bestätigt auf dem Bleiden- 
berg während der Belagerung Thuron's (vgl. Klein, Mosel- 
tlial IUI) dem irier. Domstift in Folge dessen eingerückten Ge- 
suchs V. 8. Apr. dessen Statut (vgl. vor. Reg.). Blithenberch in 
obsidione Thurun id. apr. 1247 pont. a. 2. Orig. in Coblenz. 
Gedr. Blattau, Stat. 1,45. Mttlrh. Ukb. 3,674. Reg. Goerz, Reg. d. 
Erzbb. 45. — Nach den Gest. Trev. ed. Wyttenbach 1,332—33 und 
ed. Waitz ai). Pertz, Script. 24,498 dauerte die Belagerung der Burg 
Thuron, welche der als ein zweiter Nero geschilderte pfalzgräfliche 
Marschall Zorno vertheidigte, beinahe 2 Jahre. Vgl. auch 1248 jul 
29 und sept. 17 iui Mttlrh. Ukb. 3,718 und 723. 538. 

1247 apr. 26. Papst Innocenz IV bestätigt der Abtei Metlach (Me- 
diolac.) deren Statut, welches die Zahl der Mönche daselbst auf 
300 festsetzt. »Ecclesiarum« etc. Lugduni 6 kal. maji pont. a. 4. 
Chartul. in Trier. Gedr. Mttlrh. Ukb. 2,675. Reg. Potthast 2116 
no. 26382. Lager, Mettl. 298. 539. 

1247 apr. Die Burgmänner auf Glouburg (Gleiberg Kr. Wetzlar) be- 
urkunden daselbst, dass der Ritter Wortwin v. Glouburg 
und dessen Frau Hedewig eine frühere Schenkung von Gütern zu 
Wanebach, Wilgotssassen und Tuttelnsheim an das Kl. Arnsburg er- 
neuert haben. Zugegen waren Fr i de rieh der Bruder und Lude- 
wich der Schwestersohn W o r t w i n 's, Pl u k e r v. R o r b a c h, Hein- 
rich V. Tuttelnsheim, Richard v. Buches und dessen Bruder Fri- 
dorich, Friderich v. Bleichenbach, Wortwin Spedel, Orto 
Knosse, Rudeger der Balistarius, Heinrich der Schmied 
von Staden, Godebold v. Tuttelnsheim (wohl alle von der Burg), der 
Abt mit 2 Mönchen und der P leb an Wigand zu Glouburg. In 
Glouburg 1247 mense apr. Gedr. Baur, Arnsb. Ukb. 34. Reg. 
Scriba 4b,6 no. 3380. 540. 

« 
1247 apr. Dieselben beurkunden eine vor ihnen von Godebold von 

Tuttelnsheim und dessen Ehefrau Hildeburge an das Kl. Arnsburg 

geschehene Schenkung von Gütern zu Tuttelnsheim (Düdelsheim in 

Oberhessen). Mit Ausnahme Godebold's v. Tuttelnsheim und des 

Plebans von Glouburg sämmtl. Zeugen der vor. Urk. In Glouburg 

1247 mense apr. Gedr. Hess. Archiv 1,287. Reg. Scriba 2,33 no. 

416. Baur, Arnsb. Ukb. 207. 541. 



1247. Mittolrhein. Regesten. 542— IG. 123 

1247 mai 13. Papst Innocenz IV genehmigt der Abtei Met lach (Me- 
diolac.) die Translation des Körpers des h. Ludwin, Erzbischofs 
V. Trier, an einen passenderen Ort, und ertheilt ihr für die Jahres- 
feier dieser Translation ein Ablassprivilegiuni. »In sanctoruni« etc. 
Lugdiini 3 id. maji pont. a. 4. Chartul. in Trier. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,676. Reg. Potthast 21 16 no. 26386. Lager, Metlach 299. 542. 

1247 mai 13. Derselbe ertheilt der Abtei S. Mattheis bei Trier we- 
gen der Reliquien des Apostels Mathias daselbst ein Ablassprivilegium 
für dessen Festtag und die Octav. »Licet is« etc. Lugduni 3 id. 
maji pont. a. 4. Orig. in Trier. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,676. Reg. 
Potthast 2116 no. 26385. 543. 

1247 iun. 4. Derselbe ertheilt der Abtei S. Maxi min bei Trier das 
Privilegium, ohne speciellen päpstl. Befehl zu keinen Receptionen ge- 
zwungen werden zu dürfen. »Paci et tranquillitati« etc. Lugduni 
10 (lies 2) non. jun. pont. a. 4. Chartul. in Coblenz. Reg. Mttlrh. 
3,677. Potthast 2116 no. 26388. 544. 

1247 iun. 5. Erzb. Conrad v. Cöln verspricht zu Cöln seinem Verwand- 
ten (consanguineo), dem Abt Godefrid von Prüm und dessen 
Abtei, für die Abtretung der Güter zu Münstereifel, Rheinbach, 
Arewilre, Wichterich und sonsten, welche sein Bruder, Graf Fri- 
derich als Erbe der Grafschaft Hostaden von der Abtei zu Lehen 
gehabt, seinen Schutz und Vertretung, wie auch die Abtei dem Erz- 
stift ein Gleiches thun soll. Colonie non. jun. 1247. Orig. in Cob- 
lenz. Gedr. Günther, Cod. 2,215. Mttlrh. Ukb. 3,677. Keg. Wau- 

■ ters 4,498. 545. 

1247 iun. 19. Der Er zbischof A. (rnold) v. Trier, der Archidia- 
kon und Domcustos S. (imon), sowie der Official S. (imeon) 
beurkunden die vor dem Pal last meister in dem Streit der Abtei 
S. Marie ad martyr. zu Trier mit Radulph v. der Brücke 
(de Ponte) wegen des beiden gemeinschaftlichen Waldes von Ta- 
vern ergangene Entscheidung, welche beider Betheiligten Rechte auf 
diesen Wald feststellt. Derselben wohnten bei der Dompropst 
W. (erner), der^gen. Archidiakon und Official nebst dem 
Domherrn C. (onrad) v. Rynechen, Richard v. Pallast (de 
Palati o), die Ritter Theo der ich, Nico laus und Rener von 
der Brücke und der Ritter Crippin v. Suarcenberch. 
1247, 13 kal. jul. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttrh. Ukb. 3,678. Reg. 
Goerz, Reg. d. Erzbb. 45. 546. 



124 1247. Mittelrhein. Regesten. 547—52. 

1247 iul. 3. Der päpsll. Legat Petrus Cardinaldiakon von S. Georg ad 
velum aureum zu Andernach, von wo er ein Schreiben an den 
Domdechanten von Regensburg erlässt. Ried, Cod. Ratisbon. 1,413. 
Vgl. Boehmer, Reg. Addit. 1,398 no. 316. 547. 

1247 iul. 18. Nicolaus v. Hunoldstein genehmigt zu Trier als 
Vogt zu Winter ich dem trier. Domcapitel die Verpfändung 
von Immobilien daselbst durch Petrissa, die Wittwe Stephans 
zu Winterich an dasselbe, und des Vogts Herrin Agnes, die 
Wittwe des Grafen Henrich v. (lastel, besiegelt diese Urkunde. Tre- 
veri 15 kal. aug. 1247. Orig. in Goblenz. Gedr. Toepfer, Hunolst. 
Ukb. 1,17. Mttlrh. Ukb. 3,679. 548. 

1247 iul. 29. Papst Innocenz IV befiehlt den Gläubigen der Diöcesen 
Lüttich, Cöln und Trier, das Leprosenhaus zu Stavelot zu unter- 
stützen. Lugduni 4 kal. aug. pont. a. 5. Reg. Publ. de Luxemb. 
15,56. Mem. acad. belg. 1848 no. 36. Potthast 1064 no. 12627. 

549. 

1247 iul. Der Bischof Heinrich v. Bamberg belehnt zu Goblenz den 
Edeln Godefrid v. Eppinstein und dessen Sohn Godefrid mit der 
Hälfte der Lehen des verstorbenen Grafen Henrich v. Seyn. 
In Gonfluentia 1247 mense jul. ind. 5. Zeugen der Bischof 
H. (ermann) v. Wirzburg, nebst den Bamberger Domherren Albert 
Dompropst, L. Thesaurar, Heinrich Propst v. Altenkapellen, Conrad 
von Butdenstein und Walther von Burcheim. Gedr. Joannis, Spie. 
229. 550. 

1247 aug. 10. Gerhard Herr v. Wildinburg verspricht dem Gra- 
fen Adolph V. Berg, welcher ihm 125 Mark als Mannlehen verschrie- 
ben, seine Hilfe gegen die Grafen v. Spanheim und jeden An- 
dern, ausgenommen den Erzbischof von Cöln und die Gräfin von 
Seyn. 1247 die Laurentii. Gedr. Kremer, Akad. Beitr. 3,95. La- 
comblet Ukb. 2,164. , 551. 

(1247) axLg. 24. Pfalzgraf Otto v. Rhein meldet seinem Official zu 
Bacherach, dass er dem Kl. Eberbach die von seinem Vater er- 
theilte Zollfreiheit auf dem Rhein bestätigt habe, und verbietet daher, 
von demselben ferner Zoll zu erheben. Ap. Ezelingen 9 kal. sept. 
Orig. in Idstein. Gedr. Rössel, Eberb. Ukb. 1,375. Keg. Mttlrh. 
Ukb. 3,685. Vgl. aug. 30. 552. 



1247. Mittelrhein. Regesten. 553—56. l25 

1247 ang. 25. Der päpstl. Legat Petrus, Gardinaldiakon von S. Georg 
ad velum aureum, bestätigt zu Co b lenz dem Gislert. Nonnenkloster 
Macra das Patronatsrecht über, die Kirchen zu Love und Ces- 
tente. Ap. Gonfluent. 8 kal. sept. 1247. Orig. in Goblenz. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,680. 553. 

1247 aug. 25. Ricard Propst, Johann Dechant und Gapitel von 
S. Symeon zu Trier verleihen ihrem Zöllner Friderich in 
Goblenz den Wingert in der Rinowe daselbst, welchen ihr frü- 
herer Zöllner Wichard und dessen Frau H eis winde für die 
Zollbefreiung des Kl. Eberbach geschenkt hatten (Reg. 544 zu 1185). 
1247 crast. Barthol. Original in Idstein. Gedr. Rössel, Eberb. Ukb. 
1,374. iMttlrh. Ukb. 3,680. 554. 

1247 ang. 27. Erzb. Gonrad von Cöln belehnt zu Kessel Henrich Herrn 
V. Heinsberg, Simon Herrn v. Spainhem und Godefrid den 
Sohn des Grafen Johann v. Spainhem des Bruders derselben 
mit den köln. Lehen des verstorbenen Grafen Henrich v. Seyn, 
deren Leibzucht sich dessen Wittwe Methilde begeben, wogegen 
diese drei auf ihre vogteilichen Renten innerhalb der Festungswerke 
von Bonn, sowie auf ihre Ansprüche an die Burg Nuenseyne und 
die Vogtei des Stifts Essen verzichten. Unter den Zeugen Graf 
Gerard v. Nuenare, Henrich v. Arberg Burggraf von Göln, 
Philipp Herr von Wildenberg und Gerard von Rennenberg. 
Kessele 1247 die Rufi. Gedr. Lacomblet, Ukb. 2,164. 555. 

1247 aug. 29. Die Gebrüder v. Spanheym, nämlich Graf Johann, 
Henrich Herr v. Heymsberg (Heinsberg bei Aachen), Symon und 
Everhard erhalten zu Blankenberg von Methyl de, der Wittwe 
ihres Oheims, des Grafen Henrich 's v. Seyn, gemäss dessen 
Bestimmungen dessen Lehen: Schloss und Stadt Blankinberg und 
Hackinberg, die Schlösser Vrospret, Seyn, Saffinberg und 
Hylkerode, die Grafschaft Hademare und Vogtei von Bonn, und 
stellen derselben für die von ihnen übernommenen Verpflichtungen 
gegen dieselbe den Grafen Eberhard den Aeltern v. Ebersteyn, den 
Burggrafen Henrich von Cöln, Philipp Herrn v. Wildinberg, 
Henrich Vogt von Hackinburg, Ernest v. Virnenburg, Gisel- 
bert V. Seyn, Hermann v. Winther und Thomas v. Sytthirt als 
Bürgen mit der Verpflichtung zum Einlager in der Gräfin Dorfe 
Linse. Unter den Zeugen Godefrid und Gerlach v. Othegin- 
bag, Walpodo und Gerard v. Rennenberg. Ap. Blankinberg 
1247 die decollat. Joh. bap. Orig. in Goblenz. Gedr. ausser de^ 



126 1247. Mittelrhein. Rcgestcn. 556-62. 

vielen Sayn. Deductionsschriftcn des 17. und 18. Jahrh. Lünig,- 
Reichsarch. 23.982. Günther, Cod. 2,216. v. Heisach, Archiv 2,260. 
Mttlrh. Ukb. 3,681. Reg. Georgisch 1,1056. Wauters 4,503. — An 
dems. Tage und Orte versprechen auch diese Brüder in einer andern 
Urkunde der Gräfin, dass sie binnen 3 Jahren die von ihrem Oheim 
dem Deutschen Orden vermachten Güter bei der Burg Seyn gegen, 
andere eintauschen wollen. Orig. in Cobicnz. Gedr. Günther 2,222.'" 
V. Reisach, Archiv 2,266. Mttlrh. Ukb. 3,684. Vgl. Lehmann, 
Spanh. 1,34. 556. 

1247 aug. 30. Pfalzgraf Otto v. Rhein, Herzog v. Baiern, ertheilt dem 
Kl. Eberbach Zollfreiheit für dessen Schiffe in seinem Bezirk von 
■ Bach er ach und sonsten. Ap. Wormatiam 3 kal. sept. 1247 ind. 
5. Orig. in Idstein. Ged. Baer. Beitr. 2,287. Rössel, Eberb. Ukb., 
1,376. xMttlrh. Ukb. 3,685. Reg. Boehmer, Wittelsb. Reg. 22. 557.' 

1247 sept. 1. Das Florinstift in Coblenz vergleicht sich mit dem 
deutschen Hause daselbst wegen der gemeinschaftlichen Mosel- 
fähre dahin, dass es dieselbe allein übernimmt und dem Deutschen 
Orden dafür jährlich 3 Mark 6 Soliden kölnisch entrichtet. Erzb. 
Arnold v. Trier Mitbesiegler. 1247 kal. sept. Orig. in Cobicnz 
und Wien. Gedr. Günther 2,223. Hennes, Ukb. 1,126. Mttlrh. Ukb. 
3,685. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 45. 558. 

1247 sept. 3. Der päpstl. Legat Petrus, Gardinaldiakon von S. Georg 
ad velum aureum , zu Andernach, nach einem von hier aus dat. 
Schreiben an die Lübecker. Cod. Lubec. 1,124. Vgl. Boehmer, Reg.. 
348 no. 2. 559. 

1247 sept. 4. Wildgraf (com. silvest.) Cunrad zu Bingen unter 
den Zeugen in des Pfalzgrafcn Otto v. Rhein, Flerzogen v. Baiern, 
Vergleich mit dem Erzbischof von Mainz wegen der Vogtei über Kl. 
Lorsch. Ap. Pingwiam 2 non. sept. 1247. Gedr. ßaur, Hess. Ukb. 
3,591. 560. 

1247 sept. 5. Die Mainzer Kichter sprechen in Sachen der Abtei Span- 
heim gegen das Mariengradenstift zu Mainz wegen des »Gakelt- 
hofs« daselbst (vgl. jan. 20 Reg. 525) Letzteres gegen Zahlung von 
einer halben Mark jährl. an die Abtei von allen weitern Ansprachen 1 
derselben frei. In claustro majoris eccl. Magunt. non. sept. 1247. | 
Orig. in Darmstadt. Gedr. Baur, Hess. Ukb. 2,102. 561. ! 

1247 sept. Dem Kl. Hemmerode zeigt das Gapitel von Lunniche 



1247. Mittelrhem. Rcgcsten. 562-67. 12? 

an, dass es den Gütertaiisch zu Wilre, welclien sein Prior Engel- 
bert mit dessen Hofs nie ister fr. Henrich von Wilre ge- 
macht, bestätige, vorbehaltlich des bestimmten Zinses und Holzfäl- 
lungsrechtes gen. »Gewalt«. 1247 mense scpt. Orig. in Goblenz. 
Gedr.' Mttlrh. Ukb. 3,G86. 562. 

Wilhelm Gegenkönig (1247—56). 

1247 oct. 3. Königswahl Wilhelms Grafen v, Holland zu Worringen auf 
Betreiben des päpst. Legaten Petrus, an welcher auch der Erzb. 
Arnold v. Trier (sowie wohl an dem von dem Legaten auf den 
29. Sept. nach Neuss ausgeschriebenen Concil) i\ntheil nahm. Gest. 
Trev. ed. Wyttenb. 1,336 und ed. Waitz ap. Pertz, Script. 24,411. 
Ann. Pantal. ap. Boehmer, Fontes 4,486 und ap. Pertz, Script. 
22,542 u. a. vgl. Boehmer, Reg. S. 3. Schirrmacher 4,263 und 
449. Bertheau, Dissert. De Gest. Trev. 83. Goerz, Reg. d. Erzbb. 
45. Brower, Ann. 5,140. 563. 

1247 oct. i. Die Erzbischöfe Sifrid v. Mainz, Arnold v. Trier 
und Gerhard v. Bremen nebst mehreren andern Bischöfen ertheilen 
zu Worringen auf Bitte des Erzb. Conrad v. Cöln der von demsel- 
ben eingeweihten Gunibertskirche in Cöln ein Ablassprivilegium. 
Gedr. Kreuscr, Cölner Dombriefe 376. Reg. Boehmer 348 no. 6. 
Goerz, Reg. d. Erzbb. 45. Schirrmacher 4,449. Damberger 10,517. 

564. 

L247 oct. 4. Papst Innocenz IV nennt in seinem Schutz- und Güter- 
bestätigungsbrief für das Kl. Differtingen unter dessen Gütern Winger- 
ten zu Egel. Lugduni 4 non. oct. 1247 pont. a. 5. Bertholet 5,31. 
Reg. Publ. de Luxemb. 15,54. 065. 

1247 oct. 9. König Wilhelm ertheilt in seinem Freiheitsprivilegium für 
die Bürgerschaft in Cöln derselben auch Zollfreiheit zu Boppard. 
Ap. Nussiam 7 id. oct. ind. 5. Gedr. Ennen, Quellen 2,266. Reg. 
Boehmer 6 no. 2. Schirrmacher 4,264. 566. 

1247 oct. 11. Aleide Frau v. Wilre giebt mit Consens ihrer beiden Söhne, 
des trier. Domcantors Johann und Ritters Godefrid, sowie 
ihrer Neffen und Schwiegersöhne dem Kl. Bonnevoie das Patronats- 
recht zu Burscheit. 1247, 5 id. oct. Reg. Publ. de Luxemb. 15,54. 

567, 



12Ö 1247. Mittelrhein. Regesten. 568-7^. i 

1247 oct. 14. Graf Eberhard der Jüngere v. Eberstein verzichtet zu Hau- 
sen, da er vom Pfalzgrafen Otto v. Rhein mit den Lehen des ver- 
storbenen Grafen v. Seyn belehnt worden, auf die Dörfer Valdre 
(Vallendar) und Winingen. Auch versprechen derselbe und sein 
Vater Eberhard der Aeltere, dass sie die Gebr. Johann, Heinrich 
und Simon Grafen v. Spanheim zu einem gleichen Verzicht bis 
spätestens zum 6. Januar bewegen wollen, oder im Falle deren 
Weigerung in Speier Einlager zu leisten ; sollte aber Eberhard der 
Aeltere wegen seiner derzeitigen kaiserlichen Verpflichtung ausser 
Stande sein, seinem Versprechen nachzukommen, so solle er nach 
Erfüllung derselben sich stellen. Unter den 16 Zeugen Wildgraf 
(com. sylvest.) C. (onrad), D. Edler v. Schouenbere und 
Reinhard de Treve. Husen prid. id. oct. 1247 ind. 6. Ghartul. in 
Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,G87. Vgl. Lehmann, Sponheim 1,34. 

568. 

1247 oct. 17. Papst Innocenz IV befiehlt seinem Legaten Petrus Cardi- 
naldiakon von S. Georg ad velum aureum auf den Wunsch der ver- 
wittweten Gräfin von Sene das von derselben auf einer Burg 
(Blankenberg) zu bauen begonnene Augustiner Nonnenkloster in 
eines vom Cistertienserorden umzuwandeln, da deren Gemahl in sei- 
nem Testamente die Stiftung zweier Cistert. Nonnenklöster bestimmt 
habe. »Insinuavit nobis« etc. Lugduni 16 kal. nov. pont. a. 5. 
Eingerückt in des Legaten Befehl an die Cist.- Abtei Heisterbach v. 
30. Nov. das Kloster als Tochterkloster aufzunehmen. Gedr. Lacom- 
blet, Ukb. 2,167. 569. 

1247 nov. 15. Der päpstl. Legat Petrus, Gardinaldiakon von S. Georgii 
ad Velum aureum, beauftragt zu Andernach den Scholastikus 
von S. Castor in Coblenz mit der Untersuchung einer Klage 
des Deutschordenshauses zu Marburg gegen den Mainzer Domherrn 
Giselbert. Ap. Andernacum 17 kal. dec. 1247. Orig. in Marburg. 
Gedr. Wyss, Ukb. der Deutschord. Bailei Hessen 1,74 no. 88. 570. 

1247 nov. 19. Papst Innocenz IV erlässt ein Dank- und Belobungs- 
schreiben an den Erzbischof v. Trier (und ebenso an Andere) 
wegen der Königswahl Wilhelm's v. Holland. »Studium et« etc. 
Lugduni 13 kal. dec. pont. a. 5. Pertz, Leges 2^64. Huillard-Bre- 
holles 6,576. Reg. Boehmer 315 no. 40. Potthast 1074 no. 12759. 
V. Sloet 686 no. 683. 571. 

1247 nov. Conrad v. Hohenloch, Rose mann v. Kempen ich und 



I 



1247. Mittelrhein. Regesten. 572—7;). 129 

Albort V. Ti-inipercli bestäÜgen eine Güterscheiikung, welche der Rit- 
ler Henr. Scobeiiii mit Consens ihres verstorbenen Schwagers Gerlach 
V. Büdingen dem Kl. Hegene (am Donnersberg) gemacht hat. 1247 
niense nov. Gedr. Guden, Cod. 1,001. Hanselmann, Hohenl. Landesh. 
1,408. 572. 

1247 nov. C.(uno) Herr zu Ouren beurkundet einen Vergleich zwischen 
dem Kl. S. Thomas (an der Kyll) und Elysabeth der Wittwe 
des Ritters R u r i c h v. D a s b e r c h wegen Güter zu W i 1 r e. 1 247 
mense nov. Orig. in Coblenz. Gedr. xMttlrh. Ukb. 3,688. 573. 

(1247) nov. In Gegenwart Lodowich's v. Salzbude, Flenr. Martin, Hen- 
rich 's V. Adsbach, Damme's v. Bukesecke und Lodo wich's von 
Elsaße ertheilen zu Merenberg die Gebr. Conrad und Widekin dem 
Kl. Hachborn eine Urkunde. Ap. Merenberch (1247) mense nov. 
Wenck, Hess. Ukb. 2,165. 574. 

1247 nov. In einer Streitsache des Ritters Joh. Struphaver und 
dessen Bruders Godefrid sowie der Ritter Godefrid Grawe 
von Dune und Ensfrid von Rulfsberch gegen das Kloster 
H y m m e r o d e wegen einiger Aecker jenseits der M o s el gegenüber 
dem Dorfe Enkirche sagen die eidlich vernommenen 4 Zeugen 
aus, nämlich : 

1) Gräfin Ale yd e, die Mutter des Grafen Johann v. Span- 
heim, dass der Truchsess Godefrid von Starkenberch nach 
dem Tode seiner Frau von ihr ihr Fräulein Cunegunde zur Ehe 
erbeten, und als er sie erhalten, derselben eine gewisse Summe Gel- 
des als Heirathsgut geschenkt und ihr, der Gräfin, in Verwahr gege- 
ben habe; von diesem Gelde habe sie dem Ehepaar Güter zu Drase 
und jenseits der Mosel gegenüber Enkerich von dem Kl. Hym- 
merode mit der Bedingung gekauft, dass letztere Güter nach dem 
Tode Cunegunde 's an's Kloster zurückfallen sollen; auch habe 
Godefrid mit Zustimmung seiner Frau Conegunde in Gegenwart 
des Grafen Godefrid v. Starkin her ch und Anderer sich aller 
seiner Rechte auf diese Güter begeben, und Conegunde unter 
Vorbehalt der lebenslänglichen Nutzniessung dasselbe gethan; dass 
nach dem Tode G o d e f r i d 's Cunegunde den E m b r i c o (Ritter 
V. Kestelun) geheirathet und 3 Wochen vor ihrem Tode gemeinsamer 
Hand mit ihrem Gemahle Embrico zu Kestelun dem Abt von 
H y m m e r o d e die Güter jenseits der Mosel wieder zurückgestellt 
habe. Diese Aussage der Gräfin schrieb der Abt von Soyne 
nieder. 



130 1247. Mittelrhein. Kegesten. 575—76. 

2) Jo.(hann Graf) v. Spanheim Herr v. Starkenberch be- 
urkundet, von seiner Mutter, der Gräfin A. (leide) v. Spanheim 
und Eber st ein, gehört zu haben, dass diese Aecker jenseits der 
Mosel dem Kl. Hymmerode seien und weder die Gebr. Strup- 
haver noch die beiden andern Ritter ein Recht daran hätten. 
1247 mense nov. 

3) Der Ritter Henrich v. Grove erklärt eidlich als Zeuge über- 
einstimmend mit der Aussage der Gräfin, dass Godefrid Strup- 
havere nach dem Tode seiner Frau von dem Grafen Godefrid 
V. Spanheim und der Gräfin deren Edelfräulein Gonegunde zur 
Gemahlin erbeten habe, welche Bitte diese aber abgeschlagen hätten, 
da er Kinder von der ersten Frau habe, welche nach seinem Tode 
seine Besitzungen erben würden; daraufhin habe Godefrid der 
noch lebenden Gräfin 100 Pfund zum Ankauf von Gütern für 
Gunegunde übergeben und so sei die Ehe vollzogen worden; 
nachdem aber Godefr. Struphavere verstorben sei, habe dessen 
Wittwe Gunegunde den Ritter Embrico v. Kestelun gehei- 
rathet, und als sie einige Zeit darauf krank geworden, habe sie mit 
Zustimmung ihres Ehemanns Embrico dem herbeigerufenen Abt 
V. Hymmerode das streitige Ackerland übergeben; die Söhne des 
verstorbenen Godefr. Struphavere, nämlich der Vater des jetzi- 
gen Johann Struphavere, habe aber gegen die verstorbene 
Stiefmutter (Gunegunde) wegen dieser Güter geklagt, weil dieselben 
vom Gelde seines Vaters gekauft worden seien ; nachdem jedoch der 
Sachverhalt festgestellt worden, auf die Güter verzichtet. 

4) Der Ritter Embrico v. Kestelun sagt gleichfalls als ver- 
eideter Zeuge aus, dass das zwischen dem Kl. Hymmerode und 
den Gebr. Johann Struphavere und Godefrid v. Enkerich 
streitige Ackerland dem Kloster gehöre. Diese mit Zuziehung des 
Priesters von Helle (Zelle?) vor dem Canonikus Anselm v. 
Garden gemachte Aussage Embrico 's übersendet Anselm 
schriftlich, besiegelt von seinem Mitcanoniker mag. Jordan an 
den Official zu Trier. Ohne Dat. Chartul. in Trier. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,689-91. 575. 

1247 dec. 14. Der trier. Domherr und Official S.(imeon) erneuert 
gegen den Ritter Joh. Struphavere und dessen Bruder G.fode- 
frid) die früher ausgesprochene Excommunikation, da dieselben in 
ihrem Streite mit dem Kl. Hymmeroth wegen eines neuerdings in 
Ackerland umgearbeiteten V^ingerts gegenüber dem Dorfe Enkeriche 
an dem auf heute festgesetzten Termine, nachdem die erwählten 
Schiedsrichter, die Ritter Henrich v. Grove und Werner von 






1247. Mittelrhein. Regcsten. 576—79. 131 

Dille den auf gestern bestimmten Termin zu ihrem Ausspruch ha- 
ben verstreichen lassen, nicht erschienen sind. 1247 crast. Lucie. 
Chartul. in Trier. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,691. 576. 

1247 dec. 17. Mttlrh. Ukb. 3,692 no. 921 gehören in's J. 1249. 

1247 dec. 18. Der Ritter Henrich v. Athenbach und das Kl. Steinfeld 
vergleichen sich wegen der Einkünfte »Niderval« und »Upcu- 
minge«, welche derselbe ausser den Jahrespächten von einigen an 
das Kloster vererblehnten gedüngten Aeckern, sowie Zinsen von dem 
Novalland hinter Geroidesberge aus des Klosters Hofe Gerol- 
deshoven haben solle, welchen Vertrag der Abt und Arnold der 
Vogt zu Arwilre besiegeln. Zeugen die Ritter Godefr. Golve 
und dessen Bruder Theoder. Blancard, Simon v. Bintheim und 
Theoder. Sommer (Aestas) v. Gisenhoven, die Schöffen 
Alberich v. Herle, Arnold der Vogt, Alexander und Do- 
minicus nebst ganzer Pfarrei zu Arwilre, sowie Macharius 
der Schultheis s, der Klosterprior und Kellner, die Hofsmeister 
Adam zu Geroldeshoven und Winand zu Heimersheim 
mit dem Gonversen Wolbero. 1247, 15 kal. jan. Orig. in Cöln. 
Gedr. Niederrhein. Annal. 23,165. Mttlrh. Ukb. 3,692. 577. 

1247 . . . . Gunrad Prior, Crystina Meisterin und der Convent 
zu Aldynburch (bei Wetzlar) vertauschen zu D a 1 h e y m an den 
Schmied Adolf von Waldgirmce und dessen Frau Alheyde einen 
Hof mit Ackerländereien und eine Quelle mit der Eiche, gen. »Ru- 
zele's und deren Ehemanns Da mar Güter oder Erbe« zu Wan- 
dorf gegen einen Hof mit ebensoviel Ackerland und einer Wiese zu 
Hustedyn. Zeugen Hildelin, Bern, Ounrad v. Wandorf, 
Gumpreccus, Hei wich und dessen Sohn L u d e w i c h nebst Allen v. 
Dalheym. 1247 in villa Dalheym. Mit dem Siegel des Klosters 
und der Stadt Wetflar. Gedr. Guden 2,88. Mttlrh. Ukb. 3,693. 
Vgl. Abicht, Kreis Wetzt. 2,218. 578. 

1247 .... Der Ritter Sifrid v. Bopard gen. v. Gondelhusen 
und seine Frau Garissima schenken der Kirche zu Hirtzenau 
ihr AUod zu Gondelhusen. Zeugen Franco Burggraf (bur- 
chravius) zu Cocheme und Richter zu Boppard, Winand 
der Schultheiss, Embrico Propst v. S. Martin zu Worms und 
dessen Bruder Phillipp v. Schoenecke, Herden, Herold, 
Prendelin und andere Ritter; Volcmar der Vogt, Conr. 
Gulre und andere Schöffen mit Bürgern. 1247. Mit den Siegeln 
der Kirche v. Hirtzenau und der Bürger v. Bopard. Neueres 

9* 



132 1247. MUtelrhein. Regesten. 570-85. 

Chartul. im Privatbesitz. Gedr. Günther, Cod. 2,224. iMttlrh. Ukb. ^ 
3,G04. 579. 

1247 . . . . Graf Symon v. Spanheym schenkt zu Creuznach 
dem Peterskloster die Vogtei über 2 Mansus Ackerland daselbst, 
welche der Rheingraf (Ringravius) Wernher von ihm zu 
Lehen trug und resignirte. Mitbesiegelt von Herrn Philipp v. Hohin- 
vels und Willikin Gude (Bonus) v. Spanheym. Ap. Cruce- 
nache 1247. Kindl. und Schott'sche Gopie in Münster und Milten- 
berg. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,695. 580. 

1247 . . . . Abt Henrich v. Laach und sein Gonvent verkaufen 
für 40 Mark ihre Güter zu Welling an das Marienkloster bei 
Andernach (S. Thomas), und stellen demselben die Ritter Ja- 
cob V. K r u f t und H e 1 w i c h und E v a r d v. N i c k e n i c h als Bür- 
gen. 1247. Ghartul. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,695. 581. 

1247 .... Der Ritter Theoderich v. Aren de rot schenkt mit 
Consens des Erzb. Arnold v. Trier und seiner Kinder dem 
Kl. S. Thomas (an der Kyll) ein Drittel am Zehnten mit dem Pa- 
tronatsrecht zu A r e n d i r o t h , welche er mit seinem Bruder, dem 
Ritter Walter, gemeinschaftHch besitzt. 1247. Orig. in Coblenz. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,696. — Der Erzb. Arnold v. Trier bestä- 
tigt dieses in gleichlautender Urk. 1247. Orig. in Coblenz. Reg. 
Goerz, Reg. d. Erzbb. 45. Mttlrh. Ukb. 3,696. 582. 

1247 . . . . Erzb. Arnold v. Trier bestätigt die Disposition Ar- 
nold 's V. Langedorph gen. Junker (Domicellus) und dessen 
Mutter Pauline über ihre Güter zu Gunsten des Kl. Wulfers- 
berg. 1247. Orig. in Coblenz. Gedr. Günther 2,225. Mttlrh. 
Ukb. 3,696. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 45. 583. 

1247 . . . . Henrich Abt und der Convent von Laach verkaufen 
zu Coblenz mit Consens und Mitbesiegelung des Erzb. Arnold 
V. Trier dem Deutschen Hause in Coblenz für 72 köln. Mark, 
die Mark zu 12 Soliden gerechnet, ihren Hof zu Galt he, und stel- 
len zur Sicherheit dieses Verkaufs ihre Güter zu Winningen als 
Unterpfand. Confluentie 1247. Orig. in Wien. Gedr. Hennes 
1,127. Mttlrh. Ukb. 3,697. 584. 

1247 .... Theoderich der Jüngere Edler v. Isenburg ver- '' 
erbpachtet an die Leute von Mumdersbach (Amt Hachenburg) seine 
Güter in diesem Dorfe, namentlich auch die Felder Wide, Lüste, 



1247— 4S. Mittelilicin. Regesten. 585—89. 133 

S loche und den Marienwald (silva Marie virg.) mit ^^enauer 
Festsetzung der jährl. Leisturgen und der von jedem neu eintreten- 
den Erbpächter zu entrichtenden »Vorhure« (in antecessu). Zeugen 
Henrich Edler v. Isenburg, Bruno der Aeltere und der 
Jüngere v. Brunesberch, Herr Theoderich der Aeltere 
V. Isenburgh, Ludew. Walpodo, Henrich vom Thale (de 
Valle), Sebert der Truchsess, Frider. Jude (Judeus) und 
Wigand V ideler, von denen mit dem Erzbischof A. (rnold) v. 
Trier Vier der erstem Zeugen auch mitbesiegeln. 1247. Orig. in 
Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,698. 585. 

1247 .... Gertrude, die Wittwe Raduli s v. Epternach, macht mit Be- 
s'.egelung des trier. Domherrn und Officials S.(imeon), des 
Abts V. Hymerode, des Minoritenconvents zu Trier und 
des Priesters I.(senbard) zu Epternach ihr Testament. Darin ver- 
macht sie ihr Wohnhaus am »Ufer« (super ripam) und den Wingert 
»Harpach« bei Epternach, von denen diese Abtei verschiedene 
Zinsen bezieht, dem Hospital von Hymerode; ihre Güter zu Mon- 
ternach, woraus der Abt v. S. Maxi min bei Trier Z'nsen er- 
hält, dem Allmosenhause zu Epternach; einen Geldzins aus dem 
Wohnhause Poth's der Willibrordskirche; ihren Gari:en in »Blu- 
lelgazen«, welcher dem Abt v. Epternach einen Geldzins giebt, 
an's Hospital und eine Wiese an den Pleban daselbst; ferner an Kl. 
Hymerode Jahrzinsen von 2 Ohm Wein zu Numagin und G 
Soliden zu Trier. 1247. Ghartul. Flimerod. in Trier fol. 21. 586. 

1247 .... Alexander Herr von Zolver schenkt mit Consens seines 
Lehensherrn, des Grafen H. (einrieb) v. Luxemburg, dem Kl. Differ- 
tingen das Patronatsrecht zu Keyle (Oberkail Kr. Wittlich). 1247. 
Ghartul. in Luxemburg. Reg. Publ. de Luxemb. 15,53. 587. 

1247 .... In Greuznach entstand ein Aufruhr der Bürgerschaft gegen 
den Magistrat, weil derselbe gewisse Freiheiten und Privilegien der 
Stadt den Armen nicht gehalten. Trithem. Chron. Sponh. 278. 588. 

1248 ian. 3. G.(iselbert) Dechant und Capitel des Stifts Wetflar 
vererbpachten zu Wetzlar auf's Neue die Mühle im Flusse Dil na 
mit dem Wasserlauf und anderm Zubehör, nach dem Tode des bis- 
herigen Erbpächters Wigand an dessen beide Schwiegersöhne 
Heinrich und Albert und deren Frauen Adeleide und Ger- 
burge. Zeugen Giselbert Dechant, Conrad Erzpriester, 
ma^. Rudolf Scholastikus und die Canonici Conrad von 



134 1248. Mittelrheiii. Resresten. 589-93. 



ö" 



S w a 1 e 1) a c h , Conrad v. Lyndon, B o r c h a r d v. S t o g h e y m, 
Orto, Rembold v. Solmsze und Henrich v. Cerghusen, 
ferner die Schöffen Ricolf, Wigand unter den Kramen 
(s u b t u g u r i i s), II e i n r. W e i d e ni a n n, r t o 1 f, R u d o 1 f R e g e 1, 
Berno, Gerlac v. Catzenfurt und Conr. Revo. Wetflarie 
3 non. Jan. 1247. Chartul. in Wetzlar. Gedr. Mtthh. Ukb. 3,699. 

589. 

1248 ian. 6. Mit Rath und Zustimmung wie auch Besiegelung des 
Erzbischofs, des Domcapitels und der Gemeinde soll für 
die Befestigung der Stadt Trier von Petri Stuhlfeier (febr. 22) an 
auf 4 Jahre eine bestimmte Abgabe (Accise) von dem daselbst zum 
Verkauf Gebrachtem erhoben werden. Als accisepflichtig werden 
aufgezählt: Wein, jedes Fischwerk, Ochsen, Schweine, Suwe, 
Schafe, Geissen, Ziegenböcke, Schinken, Rehe, Tuch aus Ripa (?), 
Huy, Flandern, ßeauce, Lons (in Frankreich?), Rees und Aachen, 
Scharlachtuch, reiner Honig, Honigscheibe (seimis), Mülilsteine, Fische, 
Ochsen-, Küh-, Geissen-, Bocks- und Schaffelle, Salz, Oel, Fett, 
Wolle (sago). Eisen, Kupfer und anderes Metall, Last Heringe; von 
Verkäufern Fleischer, (mercenarii) oder Apotheker in oder 
ausserhalb der Potern und Bürger. 1247 in epiph. Dni. Orig. in 
Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,700. Hoefer, Zeitschr. 1,346. Extr. 
Kyriander 177. Gest. Trev. ed. Wyttenb. 1 Animadv. 58. Reg. 
Goerz, Reg. d. Erzbb. 34ö. Vgl. Brower, Ann. 2,144 zum J. 1249. 

590. 

1248 ian. 9 . E r z b. Arnold v. Trier bestätigt zu Coblenz dem 
Capitel V. S. Gastor daselbst die Verfügung von dessen Canonikus 
mag. Conrad wegen Bestellung eines Priesters für die Michaels- 
kapelle. Confluentie 5 id. jan. 1247. Orig. in Coblenz. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,701. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 45. 591. 

1248 jan. 12. Papst Innocenz IV befiehlt dem Propst von Schwaben- 
heim, wenn die Gräfin v. Span he im als Patronin und der Diö- 
zesan des Orts die Kirche zu Göllheim dem Kl. Rosenthal in Main- 
zer Diöcese inkorporiren würden, dieses aus päpstl. Machtvollkom- 
menheit zu bestätigen. »Dilectus filius« etc. Lugduni 2 id. jan. pont. 
a. 5. Gedr. Remling, Klöster in Rheinbaiern 1,342. Reg. Potthast 
1078 no. 12808. 592. 

1248 jan 18. Das köln. Domcapitel gelobt der Gräfin Mechtilde v. 
Seyn V^ertretung und Schulz, weil sie ihre Güter zu Waidenberg, 



1248. Mittelrhein. Regesten. 593—99. 135 

Drulshain und Moinardeshane an's Erzstift Cöln verkauft. 1247, 15 
kal. febr. Extr. Lacomblet. Ukb. 2,161 Note 2. 593. 

1248 Jan. 19. Die verwittwete Gräfin Mettilde v. Seyn verkauft im 
Pallast zu Cöln dem dort. Erzbischofe für 2000 Mark Schi. Waiden- 
berg und Güter zu Drulshein, jedoch das das. von ihr und ihrem 
verstorbenen Gemahl, G raf en H. (einrieb), gestiftete Kloster ausgenom- 
men, zu Meinersheim, und den Wald Ebba, indem sie unter anderm 
auch bestimmt, dass, wenn sie vor gänzlicher Berichtigung der Kauf- 
summe sterben sollte, das Geld an Gerard Herrn v. Kennen- 
berg und den Ritter Conrad v. Bryske abgetragen und den- 
selben bis dahin das Schloss überantwortet werden solle. In palat. 
Colon. 1247 dnc. post octav. epiph. Gedr. Seibertz, Ukb. 1,308. 594. 

1248 ian. Heinrich Abt und Convent von Laach verkaufen mit 
Consens des Erzb. Arnold v. Trier dem köln. Domcapitel für 
375 Mark ihre Güter zu Reide. 1247 mense jan. Gedr. Harless, 
Archiv 1,26. 595. 

1248 ian. 26. Erzb. Arnold von Trier giebt zu vor. Verkauf der 
Güter des Kl. Laach zu Reide bei Mundorp seinen Consens. 1247, 
7 kal. febr. Reg. ibid. Note. 596. 

1248 ian. (27). Philipp v. Hohinvels gestattet, dass in seinem Bezirk zu 
Drechtingeshusen und zu Heymbach mit seinem Consens 
dem Kl. Otterburg Güter können verschenkt, verkauft oder vermacht 
werden, und dass, wer von seinen Beamten oder sonsten das Kloster 
hierin hindere, vom Abt an's geistl. Gericht solle gezogen werden. 
1248 infra octav. Agnetis. Gedr. Frey und RemUng, Otterb. Ukb. 60. 

597. 

1248 febr. 8. In Gegenwart des Stift sdechants Giselbert von 
Wetzlar, der Ritter Craht v. Rudenhusen, Everwin v. Gar- 
venheim, Wetzelo V. Garvenheim und Da mar, sowie der 
Schöffen Ricolf und Lodowich erneuern zu Wetzlar die 
Gebrüder V. Merenberg ihre Urk. für das Kl. Hachborn vom Nov. 
vor. Jahrs. Apud Wetslariam 6 id. febr. 1247. Wenck, Hess. 
Ukb. 2,165. 598. 

1248 febr. 18. Der Canonikus Wilhelm zu Pfalzel schenkt dem 
Kl. Himmerode zu seiner und seiner FamiUe Memorie am 21. 
Febr. seinen Wingert »Wustkirche« bei S. Alb an ausserhalb der 



130 12-iS. Mi.^tdrhem. Regesten. 591)— 605. 

Mauern von T r i e r. Besiegelt vom frier. f fi c i n 1 S y m e o n. 
1247, 12 kal. mart. Ghartul. in Tiier. Gedr. Mülrh. Ukb. 3,701. 

599. 



1248 febr . 22. Der Edle Heinrich H e r r v. I s e n b u r g und Ger- 
hard V. Sinzeken zu Göln Zeugen in einer Urk. des Erzbischofs v. 
Cülri und des Bischofs v. Osnabräck. Colonie 9 kal. mart. 1247. 
Gedr. Lacomblet, Ukb. 2,168 no. 323. 600. 

1248 febr. 25. Schultheiss, Schöffen und Bürgerschaft von Goblenz 
beurkunden daselbst, dass der Ritter V. v. Kirchhofe (de Gy- 
mitherio) mit Frau und Söhnen, die Wittwe Sophya v. Mert- 
lach durch ihren Sohn Hermann Gustos von S. Florin, die 
Wittwe Yda für sich und ihre Söhne, der Ritter Hyffrid v. Ke- 
uch für sich und seinen Sohn, Walter der Schwiegersohn Bur- 
chard's des Bruders Hyffrid's, und Burchard der Sohn Pe- 
ter 's des Bruders derselben auf alles Recht an dem Hause gegen- 
über dem M i n o r i t e n kloster an der Mosel verzichtet, und dasselbe 
dem Deutschen Hause als Erbtheil des in dasselbe als Ordens- 
bruder eingetretenen Riffers Hinrich übergeben haben. Gon- 
fluenfie 6 kal. mart. 1247. Orig. in Wien. Gedr. Hennes 1,128. 
Mttlrh. Ukb. 3,702. 601. 

1248 mz. 6. Der Ritter Joh. Struphavere und sein Bruder Gode- 
frid verzichten in einem an den frier. Official S.(imeon) gerich- 
teten, von demPleban Isinbard v. Travene besiegelten Schrei- 
ben aus Trarbach an der Mosel auf ihre Klage gegen das Kl. 
H y m m e r o d e wegen des Ackers gegenüber E n k e r i c h e. Ap. 
Tra vi nerebach super ripam Mos eile 1247 mense martio fer. 
6 post cineres. Ghartul. in Trier. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,702. 602. 

1248 mz. 10. Der frier. Domherr und ff icial S.(imeon) beurkun- 
det und communicirf dem Kl. Hymerode vorstehenden Verzicht, 
1247 mense martio fer. 3 post Invocavit. Ghartul. in Trier. Rt^g. 
MItlrh. Ukb. 3,703. 603. 

1248 mz. 10. Der päpstl. Legat, Gardinaldiakon Petrus von S. Georg ad 
velum aureum, in Goblenz, wo er an den Abt v. Heisterbach 
schreibt d.d. Gonfluentie 6 id. marcii 1248. Reg. Lacomblet, 
Ukb. 2,167 Note 3. 604. 

1248 mz. 13. Der Pleban Isenbard zu Epfernach vermacht dem Kloster 
Hemme rode eine Jahresrente von 6 frier. Pfund, welche dasselbe 



12-18. Mittelrhein. Röf^esten. 605— C. 137 

an "hn zu ontrichton hatio. 1247 nvMisc niartio crast. Gregoril. 
Orlg. in Coblonz. ^Ö^- 

1218 mz. 13. G.(i5elbert) Dechant und Capitel der Stiflsidrche zu 
Wetflar alloditiciren daselbst dem Wet/larer Bürger Echard einen 
Acker im »Hochburhe«, welchen Godefrid Strekeriemen 
von ihnen zu Lehen hatte, und an Echard gegen 2 Aecker neben 
dem Wege nach Dal heim und bei dem Kreuze im Felde nach 
Germeze zu vertauschte, nachdem derselbe diese dafür zu Lehen- 
gut gemacht hat. Zeugen der Dechant Giselbert, Erzpriester 
Conrad, die Canonici Conrad, Orto, Henrich v. Berchu- 
sen und Giselbert v. Gunse, die Bürger Giselbert, Emzo 
und Henr. Hovemann von Wetflar. Wetflarie 3 id. marL 
1247. Gedr. Guden, Cod. 5,10. Mttlrh. Ukb. 3,703. 606. 

1248 (49) mz. 25. Graf Symon v. Spanheim und der Edle Hen- 
rich V. Isenberg zu Smerleke bei Soest Zeugen in des Bischofs 
Engelbert v. Osnabrück Urk. über sein Bündniss mit dem Erzbischofe 
V. Göln. Ap. Smerleke juxta Susatum 1248 in annunciat. Marie. 
Gedr. Lacomblet, Ukb. 2,169 no. 325. Gelen, S. Engelb. 176. 607. 

1248 (49) WZ. Friderich v. Spizze, Canon ikus v. S. Simeon 
zu Trier, schenkt dem Kl. Hemmenrode einen Wingert auf 
dem Berge bei Urium, welchen er von seinem längst kinderlos 
verstorbenen Bruder Herbord geerbt hatte, mit Consens der Wittwe 
desselben, Guda; behält jedoch sich und seiner Schwägerin lebens- 
länglich die Nutzniessung davon aus, und verpflichtet das Kloster zur 
jährl. Lieferung eines Pfundes Wachs an die S y m eonskirche. 
Zeugen der Canonikus Philipp von S. Symeon, Philipp der 
Pleban von S. Gangolf und 12 Schöffen zu Trier, worunter 
Walter, Karl, Ordolf. Bonefacius, Tristand, Warner, 
Gilot und Arnold. 1248 mense marcio. Orig. in Coblenz. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,704. 608. 

1248 apr. 5. Das trier. Domcapitel bestimmt • mit Consens des 
Domkellners Johann und Jacob 's des Priesters des Willi- 
brordsaltars daselbst, dass Letzterm und dessen Nachfolger die bei- 
den von Suaneburch und dem Goldschmiede bewohnten 
Häuser über'm Graben (supra fossatum) und in der Poterne 
ober dem Ufer (super ripam) neben dem Hause des frühern 
Domkellners Friderich, aus denen dieser 3 Pfund Jahrzinsen 
an den Priester des Willibrordsaltars für Kerzen auf dem Hochaltar 



138 1248. Mittelrhein. Rogesten. G09— 15. 

vermacht hat, welche der zeitige Bewohner des Hauses Friderich's 
entrichten solle, vermiethet werden sollen. 1248 dnc. Judica. Orig. 
doppelt in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,704. Reg, (Kreglinger) 
Catal. Renesse 10 no. 65—66. 609. 

1248 apr. 13. Papst Innocenz IV ertheilt dem Abt v. Prüm das Privi- 
legium, dass er nicht durch päpstl. Briefe, wenn sie nicht ausdrück- 
lich auf dieses Bezug nehmen, zu Provisionen könne gezwungen 
werden. »Devotionis tue« etc. Lugduni id. apr. pont. a. 5. Chartul. 
in Coblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,705. Potthast 2118 no. 26407. 

610. 

1248 apr. 13. Anselm Propst, Lucarde Meisterin und der Con- 
vent des Marienklosters zu Andernach (S. Thomas) vergleichen 
sich daselbst unter Mitbesiegelung des Erzb. Arnold v. Trier 
mit dem Stift Münster (-maifeld) wegen des Ackerzehnten zu 
Pol che und auf beiden Ufern der Nethe. Andernaci 1248 id. 
apr. Chartul. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,705. Reg. Goerz, 
Reg. d. Erzbb. 45. 611. 

1248 apr. 16. Der Pleban Isenbard zu Epternach Übermacht dem Kl. 
H im er od einige Aecker bei Uren (Euren) mit 4 Malter Kornzins. 
1248, 16 kal. maji. Reg. in Booz, Ann. Him. fol. 84 und Repert. 
Him. in Coblenz. 612. 

1248 apr. 23. Der Burggraf Heinrich v. Areberc, Gerhard von 
Wildenberc etc. zu Marburg Zeugen in der verwittweten Herzogin 
Sophie von Brabant Urk. für das deutsche Haus in Marburg. Mar- 
purg 1248, 9 kal. mai, ind. 6. Gedr. Wyss, Ukb. der Deutschord. 
Bailei Hessen 1,77 no. 87. Beurk. Nachricht 1,14 no. 17. VVenck, 
Hess. Ukb. 3,120 mit unrichtigem Dat. 1249 kal. mai. 613. 

1248 apr. 26. Der Abt von Lambertsthal erlässt, mitbesiegelt von den 
Aebten von Hemmerode und Heisterbach, ein Dankschreiben 
an den Pleban 1. (senbard) v. Epternach wegen dessen Schenkungen 
von Weinzinsen zu Vails und andern an's Kl. Hemmerode. 1248 
crast. Marci. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,706. 614. 

1248 apr. 29. König Wilhelm überweist dem Grafen Adolf v. Berg bis 
zur Auszahlung von 320 Mark Lehensgelder die Höfe Rath und 
Mettmann, sowie die Reichsgefälle zu Rymagen. In castris ap. 
Werden 3 kal. maji 1248 a. creat. nre. 1. Orig. in Düsseldorf. 
Gedr. Lacomblet, Ukb. 2,171. Reg. Boehmer 7 no. 15. 615. 



1248. Mittelrhein. Regesten. 61G— 19. 139 

1248 mai 1. Die verwittwote Gräfin Megt bilde v. Seyn vergleicht 
sich im erzbischöfl. Paliast zu Cöln mit dem Edeln Frederich Herrn 
V. Blankenheim wegen der demselben als Heirathsgut seiner Gemah- 
Hn versprochenen Hälfte der Burg II u no It stein. Da sie ihm dieses 
Erbe nicht geben kann, giebt ihm statt dessen die Gräfin Allodien 
von 54 Mark 2 Soliden jährlichem Werth zu Saffenberg ausser- 
halb der Burg und zu Arwilre, sowie zur Deckung des etwa an 
der Rente Fehlenden ihr Allod zu S. Martin bei Hemberg. Sodann 
sollen die Edeln Philipp Herr v. Wilden berg und Ritter 
Wilhelm v. Manderscheit die Einkünfte der Hunolst. Hälfte er- 
forschen, und werden als Bürgen gestellt der Erzb. C. (onrad) von 
Cöln, Philipp Herr v. Wildenberg, Gerard Herr v. Ren- 
nenberg, Ritter Gerard v. Lanzerone, und der Ritter 
Gonzo V. Briske, welche in Cöln Einlager halten sollen. Zeugen 
ausser den gen. Bürgen der Graf Gerard v. Nuwenare, der 
Ritter Udo v. Esch und Andere. Colonie in palacio dni. aepi. 
1248 in die Walburgis. Orig. in Coblenz. Gedr. Günther 2,227. 
Fahne, Cod. Salm. 21. Toepfer, Hunolst. Ukb. 1,18. Mttlrh. Ukb. 
3,706. Loersch und Schroeder 1,71. 616. 

1248 mai 1. Lütge r Abt und der Convent von Seyne beurkunden 
zu Cöln, dass ihnen der Gölner Bürger Henrich v. Vileke und dessen 
Frau Methilde 10 köln. Mark gegeben, wofür sie einen Wingert zu 
Metrich gekauft, und dass sie gemäss Vereinbarung den gen. Ehe- 
leuten ihre Lebenszeit hindurch jährl. einen Weinzins entrichten sol- 
len. In Colonia 1248 die Philippi et Jacobi. Transsumpt v. 1249 
in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,708. 617. 

1248 mai 4. Erzbischof A.(rnold) v. Trier bestätigt zu Coblenz 
den Pachtvertrag des Deutschen Hauses daselbst mit dem Ca- 
nonikus Richard von S. Flor in, wornach es Letzterm lebens- 
länglich seine Hofstatt zu Metrich am Moselufer überlässt. Con- 
fluentie 4 non. maji sequenti die invent. S. Crucis 1248. Orig. in 
Wien. Gedr. Hennes 1,129. Mttlrh. Ukb. 3,709. Reg. Goerz, Reg. 
d. Erzbb. 45. 618. 

1248 mai 25. Papst Innocenz IV gestattet dem Erzbischof v. Trier, 
an 3 gottesfürchtige Cleriker Pfründen seiner Diözese zu vergeben. 
»Exigentibus tue« etc. Lugduni 8 kal. jun. pont. a. 5. Orig. in 
Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,709. Blattau, Stat. 1,55 irrig zum J. 
1274. — Gleichzeitig ermächtigt auch der Papst den Erzbischof 
von Trier, den der röm. Kirche Ungehorsamen die bewilligten 



c* 



140 1248. Mittelrhein. Rcgesten. GID— 24. 

Pfiünilen zu entziehen. »Cum sicut accepimus« etc. D. eod. Ori 
in Cohlenz. Reg. Mttlrli. Ukb. 3,710. Potthast 2118 no. 2G410— 11. 
(Kreglin^^^er) Catal. Renesse 10—11 no. 67—68. 619. 

1248 iun. 3. Papst Innocenz IV beauftragt den Abt v. Justemont in 
Metzer Diözese mit der Untersuchung und Entscheidung in der Ap- 
pellationssache des Abts von Echternach gegen den Landdechan- 
ten von Bidburg, als Executor des Dechanten v. S. Dionysius in 
Lüttich, wegen der Pfründe Walter's, des Clerikers des Grafen von 
Vianden. »Sua nobis« etc. Lugduni 3 non. jun. pont. a. 5. Orig. 
in Trier. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,711. Potthast 2118 no. 26413. 620. 

1248 itin. 3. Erzb. Arnold v. Trier ertheilt zu Trier dem Elisa- 
bethspital in »Tombeit« zu S. Max im in, welches in seinem Auf- 
trage der Bischof Theoderich v. Wirland geweiht hat, für den Jahres- 
tag dieser Weihe ein Ablassprivilegium. Treveri 3 non. jun. 
1248. Chartul. in Goblenz, woselbst die Urk. noch einmal gleichlau- 
tend mit 4 non. jun. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,710 und Reg. daselbst. 

621. 

1248 inn. 5. Papst Innocenz IV ertheilt dem Euchariuskloster bei 
Trier (S. Mattheis) für den Festtag dieses Hei'igen (dec. 8) ein Ab- 
lassprivilegium. »Loca sanctorum« etc. Lugduni non. jun. pont. a. 
5. Orig. in Trier. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,711. Potthast 2118 no. 
26414. 622. 

1248 iun. 10. Die Deutschordens -Commende Altenbiesen überweist im 
Lager vor Aachen den Söhnen des Deutschordensbruders Gerard 
V. Malberg, Diedrich und Otto, den Zehnten zu Bughenheim, 
und ebendaselbst beurkundet an dems. Tage Heinrich, Erwählter 
(Bischof) V. Lüttich, den Verzicht beider Söhne auf alle Ansprüche 
an den Deutschen Orden. In castris ap. Aquisgran. 1248 fer. 4 
post pentecost. Reg. ßaersch, Eifl. illustr. 1 b,749 nach ßachem, 
Verzeichniss ?n Justi, Vorzeit, Taschenb. 1824 S. 311. 623. 

1248 iun. 13. Erzb. Conrad v. Göln beurkundet unter Mitbesiegelung 
des Grafen Gerard v. Nuenare und Friderich's Herrn v. Schiei- 
den zu Cöln die von den Gebr. Gerard, Theoderich und Luf- 
frid V. Sinzeke bei Entlassung aus der Gefangenschaft ihm und 
dem »Gestighte« von Cöln geschworene Urfehde und Vasallentreue, 
vorbehaltlich ihrer Verptlichtungen gegen Kaiser Friedrich und dessen 
Sohn, König Conrad, diesseits der Mosel wegen der Burg Landes- 



1*248. Mittelrhem. Re^csten. (124—08. 141 

crone, worüber dieselben die beiden gen. Mitbesiej^ler nebst Tlieo- 
derich den Vogt v. Muffendorf und dessen Bruder Ludewicii, Ge- 
rard V. Cunstorp und The od e rieb v. Vetelhoven ols Bür- 
gen stehen nvX event. Verpflichtung zum Einleger in Cöln. Colonie 
1248 sabb. quo cantatur Karitas Dei. Gedr. Guden, Cod. 2,944. 
Mttlrh. Ukb. 3,712. Reg. Günther 2,235, Schirrmacher 4,2G9. 624, 

1248 iun. 19. Der trier. Domherr und Official S.(imeon) beurkun- 
det dem Kl. Himmenrode auf dessen Verlangen das in der Streit- 
sache mit dem Ritter Job. Struphavere und dessen Bruder 
Godefrid wegen eines Ackers gegenüber Enkerich stattgefundene 
Zeugenverhör, da gen. Brüder vor Publikation desselben auf ihre 
Ansprüche verzichtet hatten. 1248 die Gervasii et Protasii. CharLul. 
in Trier. Reg. Mttlrh. ükb. 3,703; vgl. das. G88 und 702 v. Nov. 
1247 und 6. März 1218. G25. 

1248 iun. 19. Burggraf Heinrich v. Arber c und fr. Cunrad v. 
Solmes Deutschordenscomthur zu Marburg Zeugen in der Landgrä^m 
Soph'a V. Thüringen ürk. icv den Deutlichen Orden. 1248, 13 kal. 
jul. Gedr. Hernes, IJkb. 1,130. Wyss, Ukb. d. Deutschord. Bailei Hessen 
1,78 no. 88. 626. 

1248 iun. 27. Der Burggraf Arnold und seine Brüder Frederich 
und Johann v. Hamerstein schwören zu Bb nkenbei g der ver- 
wittwelen Gräfin Megthilde v. Seyn und Grafen Everard von 
Eberstein in deren zur Burg Wide gehörigen »Wiltban« weder 
Hirsche, H-rschkühe, Rehe noch Wildschweine zu jagen oder zu 
treiben, sowie »Urveda« oder Sicherheit dem Ritter Conrad v. 
Briske und dessen Dienern wt gen der Gefangernabme des obengen. 
Fred er ich. Alles wollen sie halten, List und Trug jederzeit aus- 
geschlossen, nicht ausgeschlossen aber ihre Verpflichtung, zu deutsch 
»Unverlovet« genannt, zum Kaiser Friedrich. Zeugen die Grafen 
E. (verard) v. Eberstein und Johann v. Spanheim, Herr v. Heins- 
berg und deren Brüder Symon und Everard, G.(erhard) Herr v. 
Landiscrone, der Vogt v. Hackenberg und dessen Bruder Er- 
nest V. Virneburg, H. der Sohn Cristians, Gobelo v. Oitgen- 
bag und dessen Bruder Gerlach, Walpodo, Alard v. Hafgesdale 
und Gerard v. Rennenberg. Ap. Blankenberg 1248 sabb. post 
nativ. Job. bapt. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,714. 627. 

1243 iun. Graf Henrich v. Vianden und seine Gemahlin Margarita schen- 
ken mit Zustimmung ihres ältesten Sohnes Philipp den Trinitarierr^ 



142 1248. Mittelrhein. Regesten. 628—31. 



zu Vianden die Kirche zu M e 1 1 e n d o r f und D a 1 e i d e n , und ver- 
pflichten dieselben zum Gottesdienst in ihrer Burgkapelle. 1248 
mense jun. Gedr. Wiltheim, Yolande 125, Miraeus, Op. dipl. 4,554. 
Bertholet 5,41. Neyen, Vianden 2,15. Mttlrh. Ukb. 3,715. Reg. 
Publ. Luxemb. 15,56. 628. 



1248 iun. Conrad Abt und der Convent von Hemmenrode ver- 
erbpachten zu Trier ihr Haus in der »Vleisgazze« (Fleischgasse) 
bei dem Jakobsspital für 20 Soliden Jahrzins an Theo der ich 
V. Gewilre und dessen Frau Lifmude. Treveri 1248 mense 
jun. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,716. 629. 

1248 iul. 10. Der Ritter Otto v. Bopard, Sohn Herrn Ger na nd's, 
verkaufte gesammter Hand mit seiner Frau Engilburge, seiner 
Töchter Odilie, Gertrude Nonne und Yda sowie seinem derzeit 
am Hofe Kaiser Friedrich's verweilenden Sohne Gernand dem Kl. 
Eberbach für 21 köln. Mark einen Wingert im »S. Goar's Vla- 
then«, woraus die Kirche in Limburg jährlich 4 Sextarien huni- 
schen Wein als Zehnten bezieht. Zeugen waren die Ritter Her- 
mann V. Stade (de Littore) derzeitiger S chultheiss, Herden, 
Wigand, Sifrid v. Gundilnhusin, Henr. Moench (Mona- 
chus), die Gebr. Henrich und Henrich der Jüngere Bai er 
(Bau wams), Rembold v. Sterrinberch, Crafto, die Gebr. Hen- 
rich und Conrad unter den Juden (inter Judeos), Sibodo 
V. Graben (de Fossato), die Gebr. Henrich und Conrad v. 
Bikkenbach, Sifrid Schelard; die Schöffen Volcmar der 
Vogt, Conr. Gulre, Henr. Alveradis und Krich; die Bür- 
ger Anselm Fisch (Piscis), Hei wich Riflin, Hermann v. 
Strude, Wasmud Krämer (Institor), Cunrad v, SalzheJ 
Hartliv v. Speie und Witkind v. Speie, nebst Wilhelm 
Notar zu Bopard. Auf Antrag der beiden Eberbacher Conversen 
Henrich und Ru dinge r von Speie wurde hierüber zu Bopard 
in den Hallen die Urkunde aufgenommen. Bopardie sub hal- 
lis 1248 mense jul. fer. 6 ante Margarethe, regn. imp. Friderico et 
rege Cunrado filio suo. Orig. in Idstein. Gedr. Rössel, Eberb. Ukb. 
1,381. Mttlrh. Ukb. 3,716. 630. 

1248 iul. 17. Der Ritter Symon v. Buy verzichtet in seinem Streite mil 
Kl. Wadegoz wegen des Dorfs Willanges (bei Busendorf) auf sein( 
beanspruchten Rechte daselbst. 1248, 16 kal. aug. Orig. in Coblenz. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,717. 631. 



L _ 



1248. Mittelrhein. Regesten. 632—36. 143 

1248 inl. 29. Orat Emecho der Jüngere v. Leiningen macht einen Ver- 
trag mit dem Pfalzgrafen v. Rhein, Herzogen in Baiern, worüber der 
Marschall Zurno beim Pfalzgrafen Urkunde auswirken soll. Dar- 
nach wird Graf Emicho für 300 köln. Mark Lehensgeld des Pfalz- 
grafen Burgmann auf Winzingen, und übernimmt gegen eine Ent- 
schädigung von 500 Mark die Verproviantirung der Burg Thurum. 
1248, 4 kal. aug. Gedr. Acta Palat. 6,319. Mttlrh. Ukb. 3,718. 
Reg. Boehmer, Wittelsb. Reg. 129. 632. 

1248 iul. Die Gebr. Friderich, Sifrid und Embricho v. Waltmannthusin 
bestätigen die Schenkung des Edelherrn Everard's v. Arberg 
und dessen Gemahlin Alleyde, ihrer Verwandten, von Gütern dies- 
und jenseits des Rheins an's Kl. Marienstatt, sowie den betreffenden 
Verzicht ihrer Aeltern Sifrid und Lucarde. Mitbesiegelt vom Erzb. 
Arnold v. Trier, den Grafen v. Seyen, Henrich Herrn v. 
Ysenburg und anderen. Zeugen der Minorit Wilhelm ihr Bruder, 
Dither Herr v. Mollisberg und 4 Ritter. 1248 mense jul. Orig. in 
Idstein. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,719. 633. 

1248 aug. 4. Papst Innocenz IV befiehlt dem Abt von S. Martin zu 
Trier die Untersuchung der streitigen Bischofswahl zu Worms. »Ex 
parte« etc. Lugduni 2 non. aug. pont. a. 6. Gedr. Baluz, Mise. 
1,213. Reg. Boehmer 317 no. 59. Potthast 1093 no. 12994. Scriba 
3,96 no. 1480. 634. 

Der päptsl. Legat Petrus hatte die nach dem Tode des Bischofs Conrad 
V. Worms (1247 oct. 6) durch das Domcapitel erfolgte Wahl des Propstes 
Conrad kassirt und an dessen Stelle den Richard v. Dann Domherrn in 
Trier, vgl. 1249 apr. 30. und Trithem, Chron. Sponh. 278. zum Bischof ernannt; 
vgl. 1249 mz. 18. 

1248 aug. 5. Erzb. Conrad v. Göln bestätigt zu (Alten-) Ahr den Bür- 
gern von Arewilre die unter den Grafen v. Hostaden namentlich 
zu den Zeiten seines verstorbenen Bruders Lothar zu erhebende Bede 
nach der Taxation der Bürgerschaft. Ap. Are 1248 non. aug. 
Orig. in Ahrweiler. Gedr. Weidenbach, Grafen v. Are 168. Mttlrh. 
Ukb. 3,720 mit 6 non. 635. 

1248 aug. 5. Der trier. Archidiakon S. (imon) und Gapellan 
T h. (eoderich) entscheiden als vom Erzbischofe A. (rnold) von 
Trier bestellte Richter in der Streitsache des Kl. Horrcum gegen 
Otto V. Manne nb ach wegen Ländereien zu Gunsten des Klosters. 
1248 fer. 4 post invent. Stephani. Ghartul. in Goblenv.. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,720, 636, 



144 1^48. Mittelrhein. Regesten. 637-39. 

1248 aug. Kl. Herninerode überlässt dem Propst H. (einrieb) von 
Pfalzel auf Leljonszeit seine Wiese oberhalb dessen Hause am 
Bache Ol e via beim Taufborn (ad baptismnni), L^'id der 
Propst verpflichtet sich dafür zr" jiMirl. Entrichtung einer Ohm 
Wein aus seinem Wingert, gen. von der L a n g m a u e r (de longo 
muro). 1248 mense aug. Orig. -n Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 
3,721. — Unter gleichem Dat. beurkundet Er zbischof A r.(nold) 
V. Trier diesen Vertrag. Orig. in Coblenz. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 
45. Mttlrh. Ukb. 3,721. ' 637. 

1248 sept. 2. Conrad Propst von S. Florin in Coblenz beur- 
kundet in der Florinskirche daselbst o's vom Erzb. Arnold 
V. Trier bestellter Richter in der Streitsache des Kl. Himmenrod 
mit dem Ritter Gillo v. Misenheim wegen der kleinen Zehnten 
und gemeinschaftlichen Weiden zu Misenheim, 50\\ie wegen der 
Besitzungen in der Pfarrei Mettrich, welche derselbe für seine 
Knechte Hartlif, Henr. Münsch und des.^en Schwester Alve- 
rade und seinen Vasa^^en Bertram beanspruchte, dass Gillo. von 
seinem Unrecht überzeugt, am Geiicht auf alle prätendiite Rechte in 
beiden Pfarreien Mettrich und Misenheim verzichtet habe, 
dass diesen Verzicht auch dessen beide Schwäger, der Kitter 
Engelbert v. Reineck o^- Vormund der Kinder Gillo's von 
seiner verstorbenen Schwester, und Verner, der Sohn Herrn 
Verner's v. der Linde (de Tilia), fÜT- seine Schwester, die 
jetzige Ehefrau Gillo's, und deren Kinder bestätigt haben, wie auch 
Arnold Noigant, Jacob und Theo der ich ßerguntz, die 
Knechte Gillo's, welche gleichfalls Erbrecht auf diese Güter behaup- 
tet hatten, wie ihr Herr Verzicht geleistet halten. Milbesiegelt von 
dem Dechant Johann von S. Castor (in Coblenz). 1248 crast. 
Prisci, in eccl. S. Florini in Confluentia. Chartul. in Coblenz. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,722. 638. 

1248 sept. 17. Erzb. Arnold v. Trier beurkundet den für sich und 
den Erzbischof v. Cöln mit dem Pfalzgrafen v. Rhein vor Thuron 
gemachten Friedensvertrag. Hiernach soll der Pfalzgraf den Erz- 
bischof V, Trier, dessen ErzstilV, Mannen und Helfer in die »Ge- 
were« setzen, in der sie unter Pfalzgraf Henrich sassen; ein 
Gleiches solle er dem Erzbischof v. Cöln thun. Aller Schaden, den 
er und die Seinen erlitten seit der Zeit da Herr Curn Pfleger 
auf Thoron war, solle mit Geld gutgemacht werden, und geschehe 
dieses nicht, so solle Graf Henrich v. Lucenburg ihm Thoron 



1248. Mittelrhein. Regesteti. 639—41. 140 

überantworten; derselbe solle aueb des Erzbischofs Kosten bei der 
Belagerung ermitteln und berichtigen. Herr Czurn, dessen Brüder, 
Söhne und Angehörigen sollen beiderseits der Na weder wohnen 
noch Pfleger sein. In gleicher Weise solle der Erzbischof v. Cöln 
wegen des erlittenen Schadens versichert werden, und wenn dieses 
geschehen sei, solle der Graf dem Pfalzgrafen, geschehe es aber 
nicht, dem Erzbischof v. Trier das Haus Thoron übergeben. 
Vor Thoron 1248 des vircenden daes vor S. Rimeyes dayc. Orig. 
in Coblenz. Gedr. Honth. 1,733. Schoenemann, Cod. 2,10. Günth. 
2,229. Hoefer, Deutsche Urkunden S. 3. Mttlrh. Ukb. 3,723. Reg. 
Boehmer 348 no. 9. Kreglinger in Gompte rend. Belg. 4,145. Vgl. 
über die fast zweijährige Belagerung Thurons Gesta Trev. ed. 
Wyttenb. 1,332 etc. und ed. Waitz ap. Pertz, Script. 24,408. Ann. 
Pantal. ap. Boehmer, Fontes 4,489—90 und ap. Pertz, Script. 
22,544. Schirrmacher 4,267. Brower, Ann. 2,141—42. Damber- 
ger 10,540. 639. 

Diese, eine der ältesten Urkunden in deutscher Sprache, ist wegen des unge- 
wöhnlichen Datums »vierzehn Tage vor Remigius« von den frühern Herausgebern 
theils zum 27. theils zum^SO. Sept. gesetzt worden. 

1248 sept. 23. Der Marschall Sifrid v. Vrowenstein überlässt dem Sy- 
meonsstift in Trier den Zehnten zu Mosbach (bei Biebrich). 
1248, 9 kal. oct. Orig. in Idstein. Gedr. Rössel, Eberb. Ukb. 1,382. 
Mttlrh. Ukb. 3,724. 640. 

1248 oct. 13. Heinrich Herr zu Heinsberg (bei Aachen) giebt mit Con- 
sens seiner Gemahlin Agnes zu Blankenberg seinem Bruder Symon 
(Grafen v. Sponheim) und dessen Gemahlin Margarete aus seinem 
väterhchen Erbtheil die Burgen und Vesten Kestelun, Neve und 
Kirberg mit allen andern Gütern, die von seinem Oheim, dem 
verstorbenen Grafen Henrich v. Seyn, erworbenen Vasallen 
auf dem rechten Moselufer nebst Gunzo v. Erenberg, Johann 
V. Stremge (Strimich), Winand Moench (Monachus) v. Sin- 
heim und dessen Bruder, ausgenommen jedoch die Söhne des ver- 
storbenen Herrn Walter v. Brunshorn, welche alle Vasallen 
von Saffenberg sind, sowie seine Güter zu Makeseyne und Sei- 
terse, indem er sich unter Anderm ein Viertel an Schi. Vrozpret, 
dem Walde Wiltban und der Fischerei daselbst, sich beiden aber 
das Recht auf die verlornen Burgen und Güter ihres gen. Oheims 
zu Virneburg, Waidenberg, Geno und Wetter vorbehält. Hier- 
gegen giebt ihm sein Bruder Symon die demselben aus dem Erbe 
des Oheims zugetheilten Burgen und Güter zu Blankenberg, Saffen- 

10 



146 1248. Mittelrlicin. Re^osten. 641—46. 

berg und FJilkerode, sowie dessen Thcil an Burg Lewenberg, sich 
tiber die Güter zu Kente vorbehaltend. Unter den Zeugen Wilkin 
V. Spanheim und Philipp Edclherr v. Wildenberg. Ap. 
Blankcnberg 1248 fer. 5 ante Luce evang. Gedr. Kremer, Akad. 
Beitr. 1,3. v. Reisach, Archiv 2,266. Mttlrh. ükb. 3,725. Reg. Gün- 
ther, Cod. 2,232. Lehmann, Sponh. 1,35. 641. 

1248 oct. 18. Der Abt v. Prüm und Graf Gerard v. Nuenaren 
in Aachen Zeugen in König Wilhelm's Freiheitsbrief für diese Stadt. 
Aquis 15 kal. oct. 1248. Gedr. Lünig, Reichsarch. 13,57. Quix, 
Cod. Aquens. 1,117. Extr. Lacomblet, Ukb. 2,175. v. Sloet, Oorkb. 
1,693. Reg. Boehmer 9 no. 30. Damberger 10,535. 642. 

Da erst an diesem Tage die lange belagerte Stadt eingenommen wnrde, so 
ist wohl mit Bölimer statt 15 kal. oct. zu lesen 15 kal. nov. — Nach den Ann. 
Salisbnrg. ap. Pertz, Script. 9,789 nahm auch der Erzbischof v. Trier an 
der Belagerung Theil. Vgl. auch Meerman, Gesch. 1,291. 

1248 oct. 21. Der Meier (villicus) Thomas zu Mazoltre verzich- 
tet in Gegenwart seines Herrn Johann 's v. Villar und des Prop- 
stes von Bideburch auf seine beanspruchte Rechte an den Gütern, 
welche Lodevich und Gerard inMazoltere und Hugo in Merch 
dem H i m m e n r 1 h e r Mönch Jacob v. Kestende verkauft 
haben. 1248 fer. 4 post Luce. Orig. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,726. G43. 

1248 oct. 30. König Wilhelm erlaubt dem Kl. Rode (im Rheingau) die 
vom Reich an Gunrad Heppechin v. Baccherac verpfändete 
Rheininsel »Werdere« bei Ingelheim als Eigenthum einzulösen. Ap. 
Aquas 3 kal. nov. 1248 ind. 6. Gedr. Bodmann, Rheing. Alterth. 
224. Reg. Boehmer 9 no. 31. 644. 

1248 oct. 30. Erzbischof A. (rnold) V. Trier bestätigt die von seinem 
Vorgänger, Er zb. Th. (eoderich), dem Kl. Martinsberg bei Trierl 
geschenkte und von Papst Gregor bestätigte Kirche zu Lucenrodcj 
(vgl. 1235 mz. und 1239 jun. 8). 1248, 3 kal. nov. Orig. in GO"! 
blenz. Ein zweites gleichlautendes Orig. das. hat statt 3 kal. nov.l 
von späterer Hand 3 kal. dec. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,727. Reg.jf 
Goerz, Reg. d. Erzbb. 46. 645. 

1248 oct. Derselbe beurkundet, wie auf Vermittelung des Propstes 
C. (onrad) von S. Florin in Goblenz und seines Verwandten^. 
11. (einrich's) Edelherrn v. Govern der Streit des Kl. Hemme- 



124<S. Mittelrhein. Regesten. G4G— 50. 147 

rode mit dem Ritter Gillo v. Mesenheim wegen einiger Zehn- 
ten in der Pfarrei Metriche, welche das Kloster mit Gonsens 
des verstorbenen Grafen H. (einrich) v. Seyn und dessen Gemah- 
lin M. (cchtilde) von dem damit belehnten Herbord v. Metriche 
gekauft hatte, entschieden worden sei. Gegen eine jährlich vom 
Kloster in seine Kelter und Hof Rore zu liefernde Wein- und 
Fruchtrente verzichtet Gillo auf seine Rechte an diesen Zehnten, 
welche Herbord von ihm zu Afterlehen besessen und ohne seinen 
Gonsens verkauft hatte. 1248 mense oct. Orig. in Goblenz. Gedr. 
Günther 2,233. Mttlrh. Ukb. 3,727. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 46. 

646. 

1248 nov. 1. Königskrönung Wilhelm's zu Aachen, aber nicht mit der 
Krone Garl's des Grossen. Vgl. Boehmer 10. Meerman 1,277. 
Schirrmacher 4,267 und 451. Nach Link, Ann. Zwetl. 333. Chron. 
Hirsaug. und Damberger 10,535 soll auch der Erzb. Arnold von 
Trier mitwirkend gewesen sein (eine Nachricht aus dem Krönungs- 
ceremoniel, welches aber eine Fiktion aus der Zeit der goldenen 
Bulle ist). 647. 

1248 nov. 2. Die Raugrafen Heinrich und Conrad v. Baumberg verglei- 
chen sich auf der Burg Boeckelheim mit dem Grafen Symon 
V. Spanheim über ihre gemeinschaftlichen Rechten auf die Kinder 
zweier Hörigen, Godefrid's von Lebersheim, des Sohns des verstorbe- 
nen Hirzhals, und Engelbrecht 's von M e r c h e s h e i m. In Castro 
Bechelnheim 1248 mense nov. crast. Oran. Sanctor. Orig. in 
München. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,728. Vgl. Lehmann, Sponh. 1.36. 

648. 

1248 nov. 8. Erzbischof A. (rnold) v. Trier beurkundet (nochmals 
fast gleichlautend wie im Okt.) den Verzicht des Ritters Gillo v. 
Miesenheim auf die Zehnten zu Mettheriche, welche der Rit- 
; ter Herbod daselbst dem Kl. Himerode verkauft hat, und dass 
GiUo bei Strafe von 100 Mark, wofür derselbe seine Güter als 
Unterpfand gesetzt habe, versprochen, das Kloster deshalb nicht 
mehr anzufechten. 1248, 6 id. nov. Orig. in Goblenz. Reg. Goerz, 
Reg. d. Erzbb. 46. Mttlrh. Ukb. 3,728. 649. 

1248 nov. 17. Der Priester Walter, Pastor zu Meckele, ver- 
macht seine 3 Wingerten zu Trier, nämlich den am W^eg »Car- 
ral« bei h. Kreuz (ad Grucem) gelegenen dem Kl. Epternach, 
einen dem Kl. Hemmenrode und den dritten auf dem Neuber^ 

10* 



148 1248. Mittelrhein. Regesten. 650—55. 

(in Novo monto) dorn Kl. S. Thomas (a. d. Kyll). Besiegelt 
vom Abt V. n e m m c n r o d e und der A e b t i s s i n v. S. Thomas. 
1248 mensc nov. 15 kal. dec. Orig. in Coblcnz. Gedr. MUlrh. Ukb. | 
3,729. G50. 

1248 nov. 23. Papst Innocenz IV bestätigt dem Stiftscapitel von Bonn 
die für dessen Refektorium von dem Propste Godefrid gemachte 
Schenkung in Betr. des Hofs Wadenhey m und der Zehnten eini- 
ger Höfe und Dörfer, welche der Propstei gehörten. »Cum a nobis« 
etc. Lugduni 9 kal. dec. pont. a. 6. Günther'sche Copie in Gob- 
lenz nach dem Orig. 651. 

1248 nov. 25. Andern Elisabethspital bei S. Maximin zu Trier 
wird von Godefrid ( v. Castelbercli), Prokurator desselben, von dem 
Mönche E l d e r i c h, den Diakonen A n s e 1 m, M a t h i a s, Walter 
Puzhemann und Gerard, dem Pastor Henrich von ßesch, 
den Subdiakonen Conr. Rössel, Johann von Lizendorf 
und Reiner von Brabant, dem Ritter Reiner v. Schonoue 
und dem Bäcker Henrich eine Bruderschaft errichtet. 1248 die 
Katherine. Ghartul. in Goblenz. Vgl. Mttlrh. Ukb. 3,788. 652. 

1248 dec. 1. Erzb. Arnold v. Trier bestätigt dem Kl. Martins- 
berg bei Trier die Kirche zu Grimolderode, welche demselben 
der verstorbene Theoderich Herr v. Maleberg und dessen 
Gemahlin Agnes geschenkt (1235 nov. 1) und der Erzbischof 
Th. (eoderich) v. Trier bestätigt (1237 mai 27) haben. 1248 kal. 
dec. Transsumpt v. 1265 in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,730. 
Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 46. 653. 

1248 dec. 26. G. (erhard) Graf v. Nuwcnar zu Nymwegen Zeuge in 
König Wilhelm's Urk. für die Gräfin v. Geldern. In Castro Novimagii. 
1249, 7 kal. jan. ind. 6. Gedr. Kremer, Akad. Beitr. 3,102. Bon- 
dam 1,472. v. Sloet 1,697. Reg. Boehmer 11 no. 47. Damberger 
10,536. • 654. 

1248 dec. Kl. Marienstatt genehmigt den Vertrag des Kl. Hemmerode 
mit dem Ritter Hertwich v. Winningen und dessen Ehefrau 
ßenedicta wegen einiger Ackerstückc bei seinem Flofe zu Rore, 
vorbehaltlich jedoch eines aus denselben in seinen Flof zu Mettriche 
zu liefernden Jahrzinses. 1248 mense dec. Orig. in Goblenz. Gedr.! 
MUlrh. Ukb. 3,730. 655. 



' 



f) 



i 



1248. Mittelrhciii. Regesten. 65G-60. 149 

.248 .... Erzb. A.(rnold) v. Trier befiehlt zu Coblenz allen 
Pfarrern und Vikaren seiner Diözese gegen die Schädiger des Kl. 
Hemmenrod in dessen Gütern event. mit der Excommunikalion 
vorzugehen. Confluentie 1248. Orig. in Coblenz. Reg. Goerz, 
Reg. d. Erzbb. 45. Mttlrh. ükb. 3,731. 65G. 

248 .... Abt und Convent von Marienstatt, Agnes Frau v. Hu- 
nolzstein, Th eode rieh Herr v. Isinburch und der Ritter 
Wille Im V. Are ha in Coblenz beurkunden, dass die Gemeinde 
Mettriche mit ihrer Zustimmung auf das Servitut »Kere«, wel- 
ches dieselbe auf den Wingert »Langestuche« des Kl. Hemme- 
rode bei dessen Hofe Rore beanspruchte, nachdem der Ritter 
Gillo V. Covern das Servitut auf seine Güter für das Kloster 
übernommen, verzichtet habe. 1248. Orig. in Coblenz. Gedr. Gün- 
ther 2,234. Mttlrh. ükb. 3,731. Reg. Toepfer, Hunolst. Ukb. 1,18. 

657. 

.248 .... Unter dem Siegel der Stadt Trier wird beurkundet, dass 
die Abtei Hemmen rode ihr Haus an der Castelp forte (prope 
portam Kastei), welches ihr der verstorbene Schmied Sifrid 
und dessen Frau C 1 em e n t i a geschenkt hatten , an den Stein- 
metzen Johann und dessen Frau Gert rüde unter der Bedin- 
gung vererbpachtet habe, dass dieselben ausser einem Jahrzins von 
20 trier. Soliden an die Abtei, noch 5 Pfund an baulichen Verbesse- 
rungen daran verwenden sollen, wofür sie ihren Wingert auf dem 
Berge Ersehe als Unterpfand stellen. 1248. Orig. in Coblenz. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,731. 658. 

248 .... Lutger Abt und der Convent zu Seyne beurkunden, 
dass Henr. Senderchim v. Andernach und dessen Frau Ger- 
trude Ackerländereien im Dorfe Ormunze, einen Wingert zu 
Meiriche von der Wittwe Alheide v. Andernach, sowie an- 
dere Wingertsstücke daselbst gekauft, und gegen Entrichtung eines 
bestimmten Korn- und Weinzinses an dieselben auf ihre Lebenszeit, 
zum Bau und Eigenthum dem Kloster gegeben haben. Zeugen Hen- 
rich Prior, Gerard Subprior, Hermann und Theo der ich 
Priester nebst 3 Conversen. 1248. Copie in Ann. Sayn. Manus- 
cript in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,732 ohne Dat. nach einem 
Transsumpt v. 1249 in Coblenz. 659. 

248 .... Agnes von Gundenburg und ihr Ehemann Wolfram schen- 
ken zu Marienthal dem Kl. Eberbach zum Schadenersatz der dem- 



150 1248--49. Mittelrliein. Regesten. GGO-65. 

I 

selben zu Breidenvas woggenomineiicn Schweine 10 Morgen 

Acker am Wege nach Weitersheim und 5 Morgen »an der Bundin«. 

Ap. vallem S. Marie 1248. Gedr. Rössel, Eberb. Ukb. 2,417. Reg. 

Scriba 3,97 no. 148G. 660. 

1 

1248 .... Die Propstei Bidburg beurkundet einen Verzicht wegen 
Güter in Kesten für das Kl. Hirn er od 1248. Keg. des klösterl. 
Repertor. aus dem 15. Jahrh. in Coblenz. 661. 

1248 . . . . Embrico Propst zu Bob ard Zeuge eines Erbpachlbriefs 
des köln. Domcapitels. 1248 Conrado aepo. Colon. Gedr. Niederrhein. 
Ann. 23,269. 661a. 

1248—49 .... Der ganze Winter war regnerisch und sehr gelinde, so 
dass nur an 2 Tagen massiges Eis gesehen wurde. Daher gaben 
auch im folgenden Sommer die Früchte, obgleich reichlich gewach- 
sen, nicht die gehoffte Erndte; auch der Wein, obgleich viel, konnte 
nicht gut zeitig werden. Ann. Pantal. ap. Boehmer, Fontes 4,491 
und ap. Pertz, Script. 22,544. 662. 

1249 ian. 2. Papst Innocenz IV bewilligt dem Kl. Romerstorp die 
Einziehung der Güter, mit Ausnahme von Lehen, welche dort Profess 
abgelegte Freie als ihr Erbgut zu beanspruchen haben. »Devotionis 
vestre« etc. Lugduni 4 non. jan. pont. a. 6. Orig. in Coblenz. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,733. Reg. Potthast 2119 no. 26425. 663. 

1249 ian. 7. König Wilhelm erneuert dem Kl. Heimerode die von 
seinen Aeltern ertheilte Zollfreiheit zu Gervliet für ein Schiff im Jahre. 
Golonie 7 id. jan. 1249 a reg. 1 ind. 6. Cop. saec. 14 in Coblenz. 
— Mit dems. Dat. erlaubt derselbe dem Kl. Heimenrode 50 Fäs- 
ser Wein durch die Burg Kaiserswerth zollfrei durchzuführen. Orig. 
in Coblenz. Gedr. Erstere im Mttlrh. Ukb. 3,733. Beide Boehmer, 
Acta imp. 296. Reg. Boehmer 11 no. 49 und 381 no. 289. Wauters 
4,549. — An dems. Tage und Orte der Ritter Rorich v. Renen- 
berg unter den Getreuen des Königs in dessen Urkunde für den Burg 
grafen von Kaiserswerth. Gedr. Lacomblet, Ukb. 2,181no. 343. 064. 

1249 ian. 8. Derselbe beurkundet auf die Bitte der Erzbischöfe vo 
Mainz und Cöln dem Kl. Hemm er od e dieselbe Zollfreiheit für Kai 
serswerth (wie vorher). Colonie 6 id. jan. 1249 a. reg. 1 ind. 6 
Orig. in Coblenz. Gedr. Boehmer, Acta imp. 296. Mttlrh. Ukb 
3,733. Reg. Boehmer 11 no. 50. Wauters 4,550. 665 






1249. Mittelrheiu. Regesten. 666—69. 151 

1249 ian. 19. PIiili])p v. Ilohinvels, des kaiserlichen Hofs Kämmerer, 
H e r m a n n der S c h u 1 1 h e i s s , die li i 1 1 e r und ßüi'gerschaf t zu 
Bopard beurkunden, dass im Gerichtshause daselbst der Krämer 
Wasmud und dessen Frau Lukarde ihr früheres Vermächtniss 
an's Kl. Eberbach (vgl 1231 Mttlrh. ükb. 3,327 und Note 328) dem 
Abte dieses Klosters erneuert haben. 1248 fer. 4 post octav. epiphan. 
Orig. in Idstein. Gedr. Rössel, Eberb. Ukb. 1,377. Mttlrh. Ukb. 
3,734 zum 13. Jan. Vgl. Baer, Gesch. v. Eberb. herausgegeben von 
Rössel 2,78. 066. 

1249 ian. 25. Die 13 Schöffen, Heimo an Stelle des Schultheissen 
Vorsitzender, Sifrid Spedel, Elyas, H er t wich, Damar, Go- 
descalc, Rickolf, Walter, Lude wich. Reiner, Nycliolaus, 
Heinrich, Gisilbert und die Bürgerschaft von Goblenz beur- 
kunden daselbst, dass vor ihnen zwischen Ludewich, dem Sohne 
Ludewich's v. Rudensheim, und dessen Mutter Kunegunde ein Ver- 
trag gemacht worden sei, wornach derselbe als sein väterliches Erb- 
Iheil das bei dem Deutschen Hause gelegene Haus auf dem 
Rhein- und Mosel ufer mit davor gelegener Hofstatt erhalten, je- 
doch nach dem Tode seiner Mutter an Flermann, den Sohn seiner 
Schwester Beatrix,'' den sechsten Theil dieses Hauses abtreten solle, und 
dass LudewicluHaus und Hofstatt dem Deutschen Hause in Gob- 
lenz mit dieser Verpflichtung geschenkt habe. 1248, 8 kal. febr. Orig. 
in Wien. Gedr. Hennes, Ukb. 1,132. Mttlrh. Ukb. 3,735. 667. 

1249 ian. Conrad Abt und der Gonvent von Hemmenrode über- 
weisen dem Ritter Symon, dem Sohne des verstorbenen Herrn 
Walter Gross (Magni), welcher nach dem Tode seiner Mutter 
mit 12 Mark den von seinem Vater für dieses Geld an das Kloster 
verkauften Trauben-Drittel aus dessen Wingert an der »Loubach« 
wieder eingelöst hat, diesen Drittel; wogegen Symon nicht unter- 
lassen soll, dem Erzbischofe (v. Trier) wegen Verminderung sei- 
nes Lehens Ersatz zu leisten. 1248 mense jan. Orig. in Goblenz. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,735. 6G8. 

1249 ian. Henrich Abt und der Gonvent von Laach schliesson im 
Florinstift zu Goblenz mit dessen Propst G. (onrad) und dem 
Pastor K i c h w i n von b e r m e n d i c h einen Vertrag ab, wegen 
Abhaltung des Gottesdienstes in ihrer Kapelle zu Bell durch die 
Pfarrer zu Obermendich. Gonfluentie ap. monaster. S. 
Florini 1248 mense jan. Chartul. in Goblenz. Gedr. Günther 
2,235. Mttlrh. ükb. 3,736. 669. 



152 V2VJ. Mittelrliein. Regesten. 670—74. 

1249 ian. Der Burggraf, die Burgmäiiner und die Bürgerschaft von 
Friedberg beurkunden, dass Wilh. Weise und dessen Frau Odilie 
einen Mansus und Hofstatt zu Furbach dem KL Aldinburc (bei 
Wetzlar) geschenkt haben. 1249 mense jan. Gedr. Guden, Cod. 
2,89. Reg. Scriba 2,34 no. 425. 670. 

1249 ian. Erzb. Conrad v. Cöln maclit mit Wah^am v. Jühch und dessen 
Verlobten Methilde v. Mulenarken einen Vertrag wegen der Graf- 
schaft Hochstaden; wornach unter anderm die Prü mischen Lehen 
dieser Grafschaft einstweilen in ihrem derzeitigen Stande bleiben und 
kein Theil darüber verfügen soll. Unter Walram's Bürgen Ph.(ilipp) 
V. Wildenberg, sowie unter denen des Erzbischofs der Graf v. 
Nuenare und der Edelherr v. Saffenberg. Colonie 1248 
mense jan. Gedr. Lacorablet, Ukb. 2,179. Kremer, Akad. Beitr. 3,95. 

671. 

1249 febr. 1. Joffrid Abt und der Gonvent von Prüm verordnen 
wegen der Lage ihres Klosters inmitten eines schlechten und ver- 
kehrten Volkes, von dessen unaufhörlichen Rohheiten es viel zu lei- 
den hat, dass Jeder, welcher als (Laien-) Bruder, Mönch oder Pfründ- 
ner angenommen würde, einen vollständigen Harnisch und Waffen- 
zeug haben soll, um das Kloster zu vertheidigen; auch bestimmt der 
Abt auf die Bitte des Dechants Engelbert, dass den Brüdern, 
welche am Feste des h. Matthias (febr. 24) in Prozession zu dessen 
Altar wandeln, der Spitalsverwalter 1 Modius Hafermehl zur Pitanz 
verabreichen soll. 1248 kal. febr. Chartul. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,737. 672. 

1249 febr. Nach dem Feste von Maria Reinigung (fehr. 2) belagerte 
König Wilhelm Boppard; da aber die Bürger einen Waffenstillstand 
erbaten, bewilligte er diesen bedingungsweise, und zog den Ehein 
weiter hinauf bis Ingelheim, das er belagerte. Ann. Pantal. ap. 
Boehmer, Font. 4,491 und ap. Pertz, Script. 22,545. 673. 

1249 febr. 12. Papst Innocenz IV zeigt dem Abt von S. Maxim in bei 
Trier an, dass er dem Erzbischofe und Domcapitel von 
Trier bewilligt habe, nicht zur Reception von Gegnern der Kömi- 
schen oder Trierischen Kirche gezwungen werden zu dürfen, in- 
dem deren päpstliche oder durch päpstl. Legate ertheilte Provisionen 
keine Kraft haben sollen, und befiehlt demselben darüber zu wachen, 
dass dieselben nicht wegen dieses Indults beschwert würden. »De- 
votionis venerabllis« etc. Lugduni 2 id. febr. pont. a. 6. Orig. in 



1249. Mittelrhein. Rcgesten. 674—78. 153 

Coblenz. Gedr. Mttlrh. ükb. 3,737. Reg. Potthast 2119 no. 26430. 
(Kregliiiger) Catal. Renesse 11 no. 69. 674. 

1249 febr. 19. Erzb. C.(onrad) v. Cöln beurkundet daselbst im Hofe 
der verwittweten Gräfin Megthilde v. Seyn, dass in seiner 
Gegenwart sein Schwager Henrich Herr v. Ysenburch für sich, 
seine Gemahlin, Kinder und Geschwister auf die Güter zu Nister, 
Hartenfels, Herschbach und Metrig, sowie auf die Jurisdiktion von 
Lupsdorf und Dadenberg zu Gunsten der gen. Gräfin verzichtet, 
und diese dafür demselben 200 köln. Mark gegeben habe. Unter 
den Zeugen G.(erhard) v. Rennenberg. In curia ejusd. co- 
mitisse in Colonia 1248 fer. 6 post Gineres. Orig. in Coblenz. 
Gedr. (Fischer) Geschlechtsreg. 2,48. Mttlrh. Ukb. 3,738. Reg. 
Günther, Cod. 2,226. 675. 

1249 febr. 19. Wildgraf (com. sylv est.) Conrad und Wir ich v. 
Dune im Lager bei Ingelheim Zeugen in König Wilhelm's Urkunde 
für den Papst. Ap. Engelheim in castris 11 kal. mart. 1247 ind. 
7 reg. a. 1. Gedr. Würdtwein, Nov. Subs. 11,22. Pertz, Leges 
2,365. Huillard-Breholles 6b,693. Reg. Boehmer 12 no. 52. Schirr- 
macher 4,456. Damberger 10,536. 676. 

1249 febr. 21. Lutger Abt und der Convent zu Seyne beurkunden, 
dass ihr Hausgenosse, Ritter Henrich v. Slafhus, ihnen 15 
köln. Mark gegeben habe, wofür sie ihm jährlich auf Lebenszeit 1 
Fuder Wein in Wittersberg verabreichen sollen; nach dessen 
Tode aber sollen die Erben keinen Anspruch auf diese Eente haben, 
sondern dieselbe an den Convent fallen, und zwar 3 Ohm für die 
Memorienfeier der Aeltern Gerard und Costa sowie Gerard's, 
des Sohnes gen. Hen rieh's, und 3 Ohm für die Memorie der Ge- 
mahlin Margaretha und Henrich 's selbsten. 1248 in Quadra- 
gesima. Gleichzeit. Transsumpt in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,739. 

677. 

1249 febr. 23. Papst Innocenz IV bewilligt auf die Vorstellung des Erz- 
bischofsv. Trier dem Clerus der Stadt Trier, dass derselbe 
während der jetzigen Kriegszeiten durch päpstl. Briefe oder deren der 
päpstl. Legaten nicht ausserhalb der Stadt vor Gericht geladen wer- 
den soll. »Exigentibus vestris« etc. Lugduni 7 kal. mart. pont. a. 
6. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh, Ukb. 3,740. — Unter dems. 
Dat. beauftragt der Papst den Abt v. S. Maximin bei Trier 
mit der Ueberwachung dieses Indults. »Cum sicut« etc. Orig. in 



154 1249. Mittelrhein. Regesten. G78— 83. 

Coblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,740. (Kroglin-or) Calal. Renessc 11 
no. 70—71. PoUhast 2119 no. 2G481 Berichtig-, v. 1111 no. 13228 
zum 22. Febr. nach Hoefler, Albert v. Boham 181 no. 390. Schirr- 
inacher 4,456. 678. 

1249 febr. 25. König Wilhelm belehnt im Lager bei Ingelheim den 
Wildgrafen Em ich den Jüngern und dessen Erben mit den 
Reichslehen des Grafen Heinr. v. Werda für den Fall, dass der Erbe 
dieses Grafen erblos sterben sollte. Unter den Zeugen Wildgraf 
C. (onrad) der Aeltere und Wirich v. Thuna. Ap. Ingelheim 
in castris 5 kal. marL. 1249 ind. 7 reg. a. 1. Gedr. Senckenberg, 
Jus feud. 6. Schoepflin, Alsat. dipl. 1,401. Reg. Boehmer 12 no. 55. 

679. 

1249 febr. Jofrid Abt, Engelbert Dechant und der Gonvent des 
Sal vatorsklosters in Prüm beurkunden die verschiedenen Stif- 
tungen, welche der Mönch Wir ich mit ihrem Gonsens gemacht hat 
mit Wingerten zu Mernke beim Wingert »Verkel« und am »Vro- 
nusboyme«, mit Häusern und einer Mühle zu Gueme, Wingerten 
auf »Celrebergh«, über »Hatten« und in »Gruven«, mit einem 
Hause zu Prüm neben der Mühle und zugehörigen Gärten nebst einer 
Wiese zwischen den Bergen T betten bergh und Hello über der 
Prüm, mit Geldrenten zu Lisendorp, einem Garten zu Prüm ne- 
ben der Mühle und einer ihm von Walt her Durch ölten ver- 
pfändetenKornrente. 1248 mense febr. Ghartul. in Goblenz. Gedr. 
Mttlrh. Ukb, 2,740. 680. 

1249 febr. Zur Zeit Herrn Symon's v. Franchirmont (trier. Dom- 
herrn und Officials), welcher an 23 Jahre den Hof des Kl. S. Trund 
(in Belgien) zu Bridal (a. d. Mosel) gepachtet hatte, wurden ausser 
den Lehen-Weinbergen dieses Klosters noch andere 44 Weinberge 
desselben zu Bridal in den Fluren (meta) Sigel, Pravinca, 
Ilam, Bridalre dale, Dal, Gauz, Tunkey, Guttheit, Sin- 
ten, Fenestra und ein Gartenstück im »Suzcoit« 1248 mense 
febr. gezählt und aufgezeichnet. Ghartul. Himerod. in Trier. 681. 

1249 mz. 4. Der Abt von S. Maxim in zu Trier cassirt daselbst 
(in Folge des päptl, eingerückten Mandats vom 12. Febr.) die gegen 
den Erzbischof und das Domcapitel ergangenen Sentenzen. 
Trever. 1248 fer. 5 post dnc. Reminiscere. Orig. in Trier. 682. 

1249 mz. 5. Walter der Gomthur und die Brüder des Deutschen 



1249. Mittelrhciu. Re^csteu. 683—88. 155 

Hauses in Coblenz vertauschen mit dem Ganonikus Lauren- 
tius von S. Castor daselbst verschiedene Wingerten in gen. 
Fluren zu (Nieder-) Lonstein. Mitbesiegler mag. Medard Scho- 
lastikus von S. Gastor in Coblenz. Zeugen die Brüder 
des Deutschen Hauses Peter Kitter, Härtung v. Drie, 
Johann Sohn Alverade's, Rether, Alb er o, Gonrad, Herbord 
und Rupert. 1248, 3 non. marcii. Orig. in Wien. Gedr. Hennes, 
Ukb. 1,132. Mttlrh. Ukb. 3,742. 683. 

1249 mz. 18. Papst Innocenz IV befiehlt dem Propst von S. Mariae 
Rotundae zu Metz, den durch seinen Legaten Petrus zum Bischof 
V. Worms ernannten Richard, den er auf die Vorstellung dessen 
Bruders, des königl. Hofmarschalls Wir ich v. Dune, würdig er- 
achte, bis zur Beendigung des Wahlstreits, in den einstweiligen Ge- 
nuss der bischöfl. Einkünfte zu setzen. »Nolentes ut« etc. Lugduni 
15 kal. apr. a. G. Gedr. Baluze, Mise. 7,475. Reg. Potthast 1113 
no. 13254. Scriba 3,97 no. 1491. 684. 

1249 mz. 29. Das Gapitel von S. Florin in Goblenz erlässt ein Sta- 
tut über die Verwendung der Einkünfte des neuen Refektoriums, 
wozu sein Propst Conrad v. R ine che die Kirche von Ker- 
liclie gegeben hat. In capitulo nro. 1249 mense marcio, crast. 
palmar. Statutenbuch des 14. Jahrh. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,742. 685. 

1249 apr. 1. Papst Innocenz IV erlaubt dem Simeonsstift in Trier 
die letzte Oelung und Beerdigung Derjenigen vorzunehmen, welche 
auf dortigem Kirchhofe begraben zu sein wäinschen. »Cum a nobis« 
etc. Laterani kal. apr. pont. a. 6. Gopie in Coblenz. Keg. Mttlrh. 
ükb. 3,743. Potthast 2119 no. 26435. 686. 

Da Papst Innocenz IV erst vom 12. Okt. 1253 bis 27. Apr. 1254 wieder im 
Lateran urkundete, so ist Lateran! im Datum als Schreibfehler für Lugduni zu 
nehmen, wenn nicht die Urk. einem andern Papste zuzuschreiben ist. 

1249 apr. 1. Erzb. Arnold v. Trier bestätigt zu Trier seines Vor- 
gängers Th.(eoderich) Ordination für das Kl. Marienthal, und ertheilt 
demselben ein Ablassprivilegium. Treveri kal. apr. 1249. Gedr. 
Publ. de Luxemb. 19,219 Extr. 687. 

1249 apr. 5. Papst Innocenz IV gestattet dem Simeonsstift in Trier 
seine Widersacher und Verfolger mit der Exkommunikation zu be- 
legen. »Ex parte vestra« etc. Laterani non. apr. pont. a. 6. Co- 



15Ö 1219. Mittelrheiu. Regesten. G88— 93. 

pie in Coblenz. Reg. Mttlrli. Ukb. 3,743. Potthast 2120 no. 204:6. 
Vgl. Note unterm 1. April. G88. 

12^9 apr. 8. Menfrid Herr v. Numage macht mit Gonsens seiner 
Frau und Kinder seine Burg Clara costa zu einem Lehen des 
Grafen v. Luxemburg, und stellt sie demselben zur Hilfe gegen Jeder- 
mann, alle Fürsten, Erzbischöfe, Edle und Unedle zur Verfügung. 
1249 fer. 5 ante octav. pasche. Ghartul. in Luxemburg. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,744. Reg. Publ. de Luxemb. 15,57. Bertholet 5,83. 
Toepfer, Hunolst. Ukb. 1,346. 689. 

1249 apr. 15. G a r s i 1 i u s und Hermann v. B e r g u e s Herrn v. 
Arras verpflichten sich mit ihrer Burg Ar ras dem Grafen v. Lu- 
xemburg zur Lehenstreue und Hilfe gegen den Erzbischof von 
Trier und Jedermann. 1249 fer. 5 post octav. pasche. Ghartul. in 
Luxemburg. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,744. Reg. Publ. de Lux. 15,58. 690. 

1249 apr. 23. Albert Abt v. Arnsburg, Johann Dechant, Menwnrd 
Scholastikus und mag. Gonrad Canonikus v. S. Gastor in 
Coblenz beurkunden zu Goblenz mit ihren und der streitigen Par- 
teien Siegeln, dass in der Klage des Dechants und Gapitels zu 
Wetflar gegen den Erzpriester und Gustos daselbst wegen der 
Kirche zu Wetflar beide Theile sie als Schiedsrichter ernannt, und 
sich ihrem Ausspruche bei Strafe von 100 Mark unterwerfen wollen. 
Gonfluentie 1249 die Georgii. Orig. in Privatbesitz. Reg. Mttlrh. 
Ukb. 3,746. Vgl. folg. Reg. 691. 

1249 apr. 24. Dieselben entscheiden zu Goblenz als Schiedsrichter 
in der Klagsache des Gapitels gegen den Erzpriester und 
Gustos zu Wetflar wegen Verwendung der Opfergaben, Verwah- 
rung des Kirchensiegels, der Reliquien, Paramente und Ersatzes der 
von dem Erzpriester entwendeten goldenen Rotul, worin die 
Reliquien verwahrt werden, welche sie auf 10 iMark taxiren, und 
die derselbe in 4jährl. Terminen mit je 30 Soliden zurückerstatten 
soll. Gonfluentie 1249 crast. Georgii. Orig. in Privatbesitz. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,745. 692. 

1249 apr. 27. Der Erzbischof v. Trier und Wildgraf Em ich zu 
Mainz Zeugen in König Wilhelm's Beurkundung eines Rechtspruchs 
wegen der Grafschaft Namur. Ap. Maguntiam 5 kal. mai 1248. 
Gedr. Martene, Thes. 1,1032. Lünig, God. Germ. 2,2459. Mieris 
1,247. Kluit 2,553. Rousset la,99. Reiffenberg, Monuments 1,467. 



1240. Mittclrhcin. Heffcsteii. ß03— 07. 157 



Reg". Boehmcr 13 no. 


G2. 


Gocrz, 


Reg. (1. 


Erzbb. 


4G. 


Dambor- 


ger 10,542. 












G93. 



1249 apr. 28. Papst Innocenz IV ennahnt die Gräfin v. Scnc (Sayn) 
mit der Veräusseriing des künftigen Erbes des Grafen Theoderich v. 
Cleve cinzuliaUen. Lugduni 4 kal. mai a. G. Reg. Potthast 1118 no. 
13322 verdächtig. 694.* 

1249 apr. 30. Die frier. Domherren, die beiden Archidiakone 
[Jen rieh v. Bolanden und Symon, Henrich Propst v. P fal- 
ze!, Theoderich Dechant von S. Symeon und Willelm v. 
Davels ernennen als vom Domcapitel erwählte Vertrauensmänner 
wegen der schweren Bedrückungen ihrer Kirche durch deren und 
der römischen Kirche Feinde rings umher, folgende zu Mitcanoni- 
kern, welche ihrer Kirche durch eigene und ihrer Freunde Macht 
und Klugheit eine Hilfe gegen die Feinde bieten. Auf die Bitte des 
Erzbischofs den Waleram und den Gerard v. Bolanden; auf 
Bitte des Dompropstes Wirich, den Sohn Herrn Meffrid's 
V. Numagin, Henrich, Isenbard, Heimerich, Arnold und 
Warner den Sohn Flerrn Philipp's v. Valkenstein ; für den Propst 
von S. Paulin bleibt eine Stelle offen; Rudulf den Sohn 
Herrn Radulf 's v. Vilers; für den (Dom-) Dechanten bleibt eine 
Stelle unbesetzt, sodann mag. Laurentius; für den Erwählten von 
Worms (Richard) behalten sie sich die Ernennung bevor; ferner er- 
nennen sie Egidius v. Frenschermunt, Henrich v. Garlandin, 
Theoderich den Sohn des Herrn v. Winesperch, Fr i der ich, 
Luther, Lodewich, Friderich v. Heincenberch, Gobelo von 
So Im es. Zwei, die der Erzbischof ernennen will, Friderich's 
v. Bassindorf Ordination reserviren sie sich, und ernennen noch fer- 
ner Philipp den Sohn Herrn Rudolfs v. Dudelindorf sowie 
den Sohn des Herrn v. Helfenstein. Treveri 1249 vigil. Phi- 
lippi et Jacobi. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,74G. G95. 

1249 apr. Agnes Frau v. Hunolzstein, Wittwe des Grafen H.(ein- 
rich) V. Castel, befreit mit Gonsens und Mitbesiegelung ihres Schwie- 
gersohnes Heinrich Grafen v. Salm und dessen Genriahlin Laureate 
die Güter des Kl. Hemmerode in ihrer Vogtei zu Ghuese von 
allen vogteilichen Lasten. 1249 mense apr. Orig. in Goblenz. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,747. Reg. Toepfer, Hunolst. Ukb. 1,20. G9G. 

1249 apr. Das Kl. Hemmenrode vertauscht mit den Gebr. Jacob 
und Reinold v. ßlidenbach Bürgern zu Trier gegen Acker- 



158 1249. Mittelrhein. Rcgesten. G07— 701. 

ländereien derselben zwischen der Brücke und dem Dorfe Ure, 
zwischen dem Dorfe Zevene und Ure bei den Weinbergen und ^ 
gegenüber »Engestrich«, drei seiner Wingerten, nämlich den über 
der Brücke, welcher Albert dem Schultheisen Herrn Fri- 
d er ich 's v. der Brücke (de Ponte) gehörte, einen gen. »Has- 
senholke« bei S. Alb an und einen im »Kloipt« bei Kassolre 
am Pfade. Zeugen 12 Trierer Schöffen, darunter Bonefacius, 
Ordolf, Ludw. Puella, Arnold, Tristant, Gilet, Walter, 
Karl und Warner. 1249 mense apr. Orig. in Goblenz. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,748. G97. 

1249 apr. Die beiden Canonici Lodewich und Sibodo von S. 
P a u 1 i n , sowie die Laien Peter und E g i d i u s , alle Vier Brüder 
und Erben des verstorbenen Ritters Lude wich v. der Brücke 
(de Ponte) zu Trier, verkaufen dem (weltlichen) Propst Theo- 
derich von Bideburch den Zehnten und das Kirchenpatronat zu 
Daleim und Trimparden unter Vorbehalt des Wiederkaufsrechts 
für ihren nächsten Erben mit 300 Pfund frier. Denaren. Besiegler 
die Stadt Trier und der Ritter Theoderich v. d. Brücke. 
Zeugen die 12 Schöffen wie in vor. Reg. Orig. in Goblenz. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,749. 698. 

1249 mai 8. Papst Innocenz IV erlaubt auf die Bitte des römischen Kö- 
nigs (Wilhelm) dem Gölner Domherrn Gerard, einem Sohne des 
Wildgrafen, welcher vom Bischof früher abgesetzt, aber wieder 
in seine Stelle eingesetzt worden war, künftig Prälaturen zu erlangen. 
Lugduni 8 id. mai pont. a. 6. Reg. Höfler, Albert v. Beham 191 
no. 505. Potthast 1120 no. 13,353. Schirrmacher 4,455. 699. 

1249 mai 8. Erzb. Arnold v. Trier verbessert zu Goblenz die von 
dem Gapitel von S. Castor daselbst für die Michaelskapelle in des- 
sen Bering ausgeworfenen Einkünfte mit 1 Fuder Wein jährl. ßente 
aus den Gefällen der Propstei daselbst, welche er noch bis jetzt 
aus päpstl. Gnade besitzt; belastet mit dieser Rente das Haus des 
Stifts gen. »Aula« und bestätigt des Gapitels Dotation. Confluen- 
tie 8 id. maji 1249. Copie des 14. Jahrh. in Goblenz. Gedr. Mttrh. 
Ukb. 3,749. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 46. 700. 

1249 mai 10. Papst Innocenz IV bestätigt das domcapitul. Statut v, 
8. April 1247 in Betr. der Residenzpflicht. »Dudum sicut« etc. 
Lugduni 6 id. maji, pont. a. 6. Orig. in Goblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 
3,675 und 750. Potthast 2120 no. 26437. (Kreglinger) Gatal. Re- 



V2i0. Mittclrliciii. Re^-esten. 701—7. 159 

ncsse 11 no. 73 und no. 74 der päpstl. Befehl an den Abt von S. 
Max im in behufs Ueberwachung dieses Privilegiums. 701. 

1249 mai 24. Der Convcnt zu Andernach (S. Thomas?) überlässt 
zu Landscron anderthalb Mark von seinen siebenthalb Mark aus 
Gütern im Walde bei Bodindorf dem Ritter Gerard v. Lan- 
discronen, auf dass derselbe diese Güter nicht mehr schädige, 
sondern in ihren Wald- und andern Rechten schütze. Zeugen der 
Ritter Gerard v. Gummistorf (Gonstorf), Herr Johann von 
Rimage und Herr Godescalc v. Frankin. Ap. Landiscro- 
nen 1249 fer. 2 post pentecost. Gedr. Guden, Cod. 2,947. Mttlrh. 
Ukb. 3,750. 702. 

1249 mai 31. Philipp v. Hohenfels, des kaiserl. Hofs Kämmerer, befiehlt 
von Boppard aus allen seinen und des Reichs Zöllnern gemäss 
der dem Deutschordenshause in Coblenz vom Kaiser bewil- 
ligten Zollfreiheit auf dem Rheine, dessen Schiffe frei passiren zu 
lassen. Ap. Bopardiam 1249 ,ultimo maji. Orig. in Wien. Gedr. 
Hennes, Ukb. 1,133. Huillard-Breholles 6,735. Mttlrh. Ukb. 3,751. 
Vgl. Schirrmacher 4,452. 703. 

1249 mai. Eustaces Sires de Gonvlans beurkundet den Sühne- und Erb- 
vertrag der Ysabel Deme Diz und ihres Sohnes Gui ot mit Huet, dem 
Sohne des Videme de Chaalons, in Betreff des Schlosses M o n c 1 e r, 
welches beiden Theilen zur Hälfte als Erbe gehören soll. 1249 en 
mois de mai. Orig. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,751. — Das- 
selbe beurkundet auch der Ritter Hues v. Gonvlans mit gleichem 
Dat. Gleichzeit. Gopie in Coblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,752. 704. 

1249 iun. 1. Die Abtei Eberbach beurkundet, dass mag. Menvard 
Scholastikus von S. Castor in Coblenz, ihr zu seinem Anni- 
versarium einen Wingert zu Speye im »Flure Geseze« gegeben, 
und sich lebenslänglich die Nutzniessung davon ausbehalten habe. 
1249 kal. jun. Orig. in Idstein. Gedr. Kossei, Eberb. Ukb. 2,8. 
Mttlrh. Ukb. 3,753. 705. 

1249 iun. G. Die Abtei Corvey verpfändet für 200 köln. Mark ihre Gü- 
ter zu Kessenich bei Bonn an den erzst. köln. Schenk Hermann 
Flekke v. Are. 12(4)9, 8 id. jun. Gedr. Wilmans, Westf. Ukb. 
4,261 no. 402. 706. 

1249 iun. 12. Pfalzgraf Ludwich v. Rhein, Herzog v. Baiern, ertheilt zu 



IGO 1249. Mittclrhein. Regesten. 707-13. 

Fürstenberg dem Kl. Hymmenrode sicheres Geleit und Zoll- 
freilieit in seinem Jurisdiktionsbezirk. Ap. Vorstenberg 1249 
prid. id. jnn. ind. 7. Orig. in Goblenz. Gedr. iVlttlrh. Ukb. 3,753. 

707. 

1249 hin. 17. Der Ritter Gerard v. Sinzeke, Burggraf auf 
Landiscrone, überträgt daselbst dem Kl. Schillingskapellen 1 
Mansus zu Scchtem gegen einen Geldzins und die Verpflichtung zur 
Zahlung der »Curmeda« und »Gewerve«. Unter den Zeugen 
der Ritter Joh. Gude. Ap. Landiscrone 15 kal. jul. 1249. 
Kindl. Copie in Münster. Gedr. Guden, Cod. 2,948. Reg. Mttlrh. 
Ukb. 3,754 no. 1009. 708. 

1249 iun. 19. König Wilhelm ertheilt zu Goblenz dem Nonnenkloster 
llimmelspfort in Seeland eine Schenkungsurk. Confluentie 13 
kal. jul. ind. 7. Gedr. Meermann 2,328. v. d. Bergh, Oorkb. 1,265. 
Reg. Boehmer 13 no. 65. Wauters 4,563. Damberger 10,543 jun. 10. 

709. 

1249 iun. 19. Die verwittwete Gräfin Met bilde v. Sein schenkt 
dem von ihr gestifteten Cistert. Nonnenkl. Herchingen für ihr und 
ihres verstorbenen Gemahls, Grafen Henrich v. Sein, Seelenheil | 
ihren Hof in Munchenrode und Zehnten in Waldenroide. 1249 die | 
Gervasii et Protasii. Kindl. Copie in Münster. Reg. Mttlrh. Ukb. ' 
3,755. 710. ' 

1249 inn. 24. König Wilhelm überweist im Lager bei Boppard dem 
Cunrad v. Schonecke bis zur Auszahlung der demselben für 
seine Kriegshilfe versprochenen 200 Mark köln. Denaren das Gericht 
und die Vogtei zu Galginscheit (auf dem Hunsrücken). In castris 
prope Bobard 8 kal. jul. ind. 7. Kindl. Copie. Gedr. Mttlrh. Ukb. 
3,754. 711. 

1248—49 .... Papst Innocenz IV erlässt aus Lyon 2 Mandate an 
1) den Dechantenvon S. Paulin bei Trier und 2) den frier. 
Domherrn Theobai d. Lugduni pont. a. 6. Reg. Iloefler, Al- 
bert V. Beheim nach dem Kegistr. Innoc. no. 559 und 574 ohne 
nähere Inhaltsangabe. Potthast 1134—35 no. 13058 und 13663. 

712. 

1249 iul. 1. Die verwittwete Gräfin Methilde v. Sein schenkt zu 
Betzdorf dem KI. Herchingen (wie am 19. Juni) ihren Hof zu 



1240. Mittelrhein. Regesten. 713—18. 161 

Manchenrode und ihre Zehnten zu Schonenburg und Waldenroide. 
Zeugen ihr Vasall, der Edle Gerard v. Rennenberg, ihr Mi- 
ni st erial Conrad v. Brise h (Breisich), fr. Conrad v. Rameres- 
torp, ihr Capellan Eberard und ihr Notar Wilhelm. Ap. 
ßetstorp in octava Joh. bapt. 1249. Copie in Coblenz. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,754. 713. 

1249 iul. 2. Der Scholaster mag. Menward von S. Castor in 
Coblenz beurkundet, dass er für 10 Mark einen Wingert zu Ham- 
merstein gekauft und davon dem Nonnenkloster bei Andernach 
(S. Thomas) unter Vorbehalt der lebenslänglichen Nutzniessung für 
sich eine Weinrente geschenkt habe, wofür das Kloster ihm jährlich 
15 köln. Soliden zu geben versprochen. 1249, 6 non. jul. Chartul. 
in Coblenz. Reg. xMttlrh. Ukb. 3,755. 714. 

1249 inl. 3. Der frier. Domherr und Official S. (imeon) erkennt 
im Domcapitel zu Trier der Abtei S. Martin in deren Streite 
mit dem Kl. S. Barbara daselbst wegen des Zehnten vom Berge 
»Hart« diesen der Erstem zu, da dieselbe den Berg zur Urbar- 
machung dem verstorbenen Trierer Bürger Bartholomaeus 
Ungenade in Erbpacht gegeben habe, und das Barbarakloster 
dessen Nachfolger sei. In capitulo Treverensi 1249 sabb. post 
Petri et Pauli. Büchel'sche Copie in Trier. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,755. 

715. 

1249 iul. 7. Erzb. Conrad v. Cöln belehnt den Edeln Godefrid v. Ep- 
penstein, nachdem derselbe ihm den Lehenseid geleistet, mit der 
Burg Ol brücke, welche dessen Vorfahren schon vom Erzstift, und 
mit einem Burglehen auf Are, welches dieselben von den Grafen 
V. Hostaden zu Lehen besessen hatten. Unter den Zeugen Graf 
Gerhard v. Nuenare. 1249 vigil. Kiliani. Orig. in Stolberg. 
Gedr. Joannis, Spie. 280. Mttlrh. Ukb. 3,756. Reg. Georgisch 1,1066. 

716. 



149 iul. 29. Die Grafen v. Solmes Mitbesiegler und Friderich v. 
Calsmunt Zeuge einer Urk. der Gebrüder v. Hohenfels. 1249, 4 
kal. aug. Gedr. Wenck, Hess. Ukb. 2,171-72. 717. 



|.249 iul. fr. Conrad (v. Rheineck) der frühere Propst von S. Flo- 
rin zu Coblenz, nun aber Novize im Kl. Himmenrod, verfügt, 
da er noch nicht das Ordenskleid angezogen, über seine Besitzungen 
zu Leidesdorf, welche zum Theil an den Ritter Elias un:l 

IX 



\(^2 l--i*^- Mittelrhein. Keßesten. 718— 2ii. 

Sifrid Hess auf 10 Jahre gegen die Hälfte verpachtet sind, 
zu Gunsten seines Verwandten, des frier. Domherrn Conrad, 
der Kinder seiner 5 verstorbenen Geschwister, des Burggrafen 
Henrich, Arnold's, Richard's, Liffrid's und Irmentrud's 
zu Trier mit besondein Aufträgen für Henrich, den Sohn seines 
Bruders Richard, für Arnold und Johann, die Söhne des ver- 
storbenen Burggrafe n Henrich, und für Henrich v. Rheineck 
wohnhaft zu Co b lenz, sowie zu Gunsten des Kl. Himmenrod. 
1249 mense jul. Chartul. in Goblenz. Gedr. Mttirh. Ukb. 3,75G. 

718. 

1249 aug. 2. Graf Heinrich v. Luxemburg bestätigt als Lehensherr den 
Theilungs\ ertrag (vom Mai) der Ysabel Frau v. Moncler und 
Iz, und ihres Sohnes Guiot mit Hues, dem Sohne des Vidams von 
Chalons, wegen der Burg Moncler, wonach kein Theil sich seines 
Antheils an der Burg ohne des andern Gonsens entäussern soll. 
1249 landemain de la feste S. Pierre entrent aoust. Copie des 14. 
Jahrh. in Goblenz. Gedr. Mttirh. Ukb. 3,758. 719. 

1249 ang. 11. Pfalzgraf Ludwig vom Rhein und Herzog von ßaiern er- 
theilt dem Kl. Eberbach für dessen Schiffe Zollfreiheit zu Bache- 
rach und in seinem übrigen Gebiet. 1249, 3 id. aug. Orig. in 
Idstein. Gedr. Rössel, Eberb. Ukb. 2,8. Reg. Mttirh. Ukb. 3,758. 

720. 

Der bei Rössel 1. c. S. 7 zum 23. März 1249 abgedruckte Befehl des Pfalz- 
grafeii L.(ud\vich) au seinen Beamten zu Bach er ach wegen der dem Kloster 
Eberbach ertheilten Zollfreiheit auf dem Rheine mit dem Dat. ap. Wormatiara 
10 kal. apr. gehört unzweifelhaft in's Jahr 1225, da das Privilegium auf Ver- 
wenden des päpstl. Legaten C.(onrad's) Bisehofs von Porto ertheilt wurde, wel- 
cher Anfangs Juni 1224 in Deutschland eintraf, und Pfalzgraf Ludwig I nach 
Tolner, Hist. Pal. 70 und Boehmer, Wittelsb. Reg. S. 11 zu Worms am 24. März 
1225 von dem dort. Bischof mit Heidelberg belehnt wurde. 

1249 aug. 11 Die Gebr. Gerhard und Hermann v. Rennenberg 
bekennen, ihre Burg Rennenberg gleich ihren Vorfahren von der 
verwittweten Gräfin Mechtilde v. Seyn zu Lehen zu tragen. 
1249 vigil. assumpt. Virg. Gedr. Mering, Burgen etc. 8,29. Mttirh. 
Ukb. 3,759. "^^l. 

1249 aug. 28. Erzb. x\.(rnold) v. Trier befiehlt dem frier. Dom- 
herrn und Official S. (imeon) die Untersuchung und Entscheidung 
in der Klagsache des Nonnenkl. Martinsberg gegen den Dechant 
Johann von S. Paul in wegen Zehntberaubung, und gegen den 






1249. Mittelrhein. Regesten. 722—27. 163 

Priester Riiger Canonikus von S. Marien (am Dom) Avegen 
Vorenthaltiing eines Hauses und Zinses. 1249, 5 kal. sept. Orig. in 
Coblenz. Keg. Mttlrh. Ukb. 3,759. Goerz, Reg. d. Erzbb. 46. 722. 

1249 aug. 29. Erzb. Arnold v. Trier weiht 4 kal. sept. 1249 den 
S. Annenaltar in Paulinskirche bei Trier. Nach dem Weihe- 
titel in Paulinskirche gedr. Schmitt, Paulinskirche 472. Mttlrh. Ukb. 
3,759. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 46. 723. 

1249 sept. 4. König Wilhelm ertheilt zu Coblenz den Grafen v. La- 
vagna ein Privilegium. Ap. Confluentiam 2 non. sept. 1249 ind. 
7 a. reg. 1. Gedr. Lünig, Cod. Ital. 2,2459. Meermann 2,330. Reg. 
Boehmer 14 no. 69. Damberger 10,546. 724. 

1249 sept. (7). Der trier. Domherr und Official S.(imeon) beur- 
kundet die Entscheidung der beiden Ritter Richard und Theo- 
d er ich v. d. Brücke (de Ponte) als Compromissmänner in der 
Streitsache zwischen den Abteien S. Marie ad martyr. in Trier 
und Metlach (Mediolac.) wegen gewisser Zehnten zu Wiltin- 
gen. Zeugen der Dompropst W. (erner), die beiden Domherrn 
Conrad v. Rinechen und Theode rieh, der Pleban Philipp 
von S. Gangulph, die beiden Ritter Eichard v. Pallast (de 
Palatio) und Theoderich v. d. Brücke. 1249, 7 non. (id.?) 
sept. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,760. Reg. Lager. 
Metlach 299. 725. 

1249 sept. 10. Derselbe beauftragt in der Streitsache des trier. Ar- 
chidiakons S. mit dem Capitel von S. Pauli n wegen der Kirche 
und des Kirchenzehnten zu Grenderich mit Consens beider Par- 
teien den Domherrn W. (ilhelm) v. Davels und den Landdechan- 
ten V. Trier mit der Beilegung dieser Streitigkeit bis zum Fest des 
h. Remigius (oct. 1), und theilt ihnen mit, dass er den Parteien den 
Donnerst, nach Matheus (sept. 23) zur Vereidigung und Zeugenvor- 
führung anberaumt habe. 1249 fer. 6 post nativ. b. Virginis. Vgl. 
Urk. V. 28. Sept., in welche diese eingerückt ist. 726. 

1249 sept. H. Die Gebr. Elias und Willelm Herrn v. Elze ent- 
heben zu Münstermaifeld, nachdem sie die von ihrem Vater, 
dem Edelherrn Ritter Peter Herrn v. Elze, für 120 köln. 
Mark an die Gebr. Joh. Munsche und Peter Moir verpfände- 
ten Höfe in Mertlache und Suvesche wieder eingelöst haben, 
die beiden Brüder der bei der Verpfändung übernommenen Lehens- 

11* 



1G4 1249. Mittelrheiu. Uegesten. 727—30. 

und andern Verpflichtungen. Ap. Monasterium Meineveit 1249 
die Prothi et Jacinethi. Zeugen die Ritter Burggraf Arnold 
V. Flammirstein, Colvo v. Bell und Schul th ei ss Isfrid, J 
Behieni v. Mertelach, Giselbert v. Gastrum, Thomas und 
H e Iw i c h v. E 1 z e, Henrich v. P o i 1 i c h e, PI e n r i c h der Scharf- 
richter? (carnificus adjuratus) und Heinrich v. Ganede. 
Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,761. 727. 

1249 sept. 28. Der Domherr W.(ilhelm) v. Davels und der Land- 
dechant Henrich von Trier entscheiden (infolge eingerijckten 
Auftrags v. 10. Sept.), dass die Kapelle zu Grenderich zur Pfarr- 
kirche von Wadrell gehöre, und das Gapitel von S. Paul in 
ebenso das Patronatsrecht über diese Kapelle wie über die Pfarr- 
kirche, der Archidiakon Namens der Domküsterei aber keine An- 
sprüche darauf habe, da Grenderich eine Filiale von Wadrell, 
und die Pfarrer Hugo, Peter und Thomas von Wadrell 
ohne specielle Präsentation und Einführung in der Kapelle durch die 
Präsentation und Einführung in der Pfarrkirche Pfarrer daselbst ge- 
worden seien. 1249 vigil. Michaelis. Orig. in Miltenberg. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,762. 728. 

1249 sept. Richter, Schöffen und Bürgerschaft von Wetflar beurkun- 
den daselbst, dass ihr Mitbürger Manegold mit Zustimmung seiner 
Frau Berta den Ankauf einer Jahresrente von 18 köln. Denaren 
aus einer Mühle zu Plusen für ihn Seitens des Schöffen Richolf 
V. Braht anerkannt habe. Gegenwärtig die Schöffen Richolf 
Sohn weiland Gerberts, Lude wich früher Schutheiss, Ru- 
dolf Regel, ßerno, Conr. Reio, The oder. Roth (Rufus), 
Ekelo und Conrad v. Driedorf. Wetflarie 1249 mense sept. 
Orig. in Coblenz und Marburg. Extr. gedr. Wyss, Ukb. d. Deutschord. 
Bailei Hessen 1,81 no. 94. 729. 

1249 oct. 1. König Wilhelm machte am Festtage des h. Remigius, nach- 
dem er seine Streitkräfte mit denen der Erzbischöfe von Göln, Mainz 
und Trier und des Erwählten von Lüttich verstärkt hatte, einen 
Angriff auf die Stadt Boppard, weil die Kitter und Bürgerschaft 
daselbst den Friedensbedingungen (wahrscheinlich vom 24. Juni) 
nicht nachgekommen waren. Als er aber erfuhr, dass Philipp von I 
Hohenfels, sowie gewisse Grafen und Anhänger Kaiser Friedrich's 
aus dem Oberland mit starker Hand der Stadt zu Hilfe kämen, zog 
er un verrichteter Dinge von Boppard ab. Ann. Pantal. ap. Boeh- 
nier. Font. 4,493 und ap. Pertz, Script. 22,546. — Damals wird auch 



L _ 



1249. Mittclrlicin. Regesten. 730—37. 165 

die Zerslöruui,' der gegenüber Boppard gelegenen Burg (Sternberg) 
staügefandea haben, von der die Ann. Mog. ap. Boehmer, Font. 
2,250 ap. Pertz, Script. 17,2 und Jafie, Mon. Mog. 709 berichten. 

730. 

1249 oct. 2. König Wilhelm stellt an diesem Tage zu Co b lenz zwei 
Urkunden aus. Vgl. Boehmer, Reg. 14 und 405 no. 70 und 30G. 
Damberger (Kritik) 10,72. 731. 

1249 oct. 15. Erzb. Christian v. Mainz befiehlt seinen Rheinzollbcamten 
die Schiffe des Deutschen Hauses in Coblenz zollfrei passiren 
zu lassen. Maguntie 1249 id. oct. Orig. in Wien. Gedr. Hennes, 
Ukb. 1,134. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,763. 732. 

1249 nov. 1. Der Ritter Embricho v. Eandeck trägt dem Grafen Ger- 
lach V. Veldenz, welcher ihm seine Lehen um 50 Mark gebessert, 
dafür sein Allod zu Finkenbach als Lehen auf. Mitbesiegler Rhein- 
graf Wernher. 1249 die omnium sctor. Schott'sche Copie in 
Miltenberg. 733. 

1249 nov. 25. W. (erner) v. Bolanden, des kaiserl. Hofs Truchsess, ge- 
währt zu Coblenz dem K^l. Altenberg (bei Cöln) Zollfreiheit auf dem 
Rhein bei Sternberg und sonst in seinem Gebiet. In Confluentia 
1249 in festo Katerine. Gedr. Lacomblet, Ukb. 2,186. 734. 

1249 nov. 25. Anselm v. Bicken und seine Frau Jutda verkaufen zu 
Bicken ihre Güter in Wertdorf an Richolf den Sohn des Wetf- 
larer Schöffen Gerbert, und Anselm mit seinem Sohne Conrad 
leisten demselben wegen dieses Kaufs Garantie. Bichene 1249, G 
kal. dec. Gedr. Guden, Cod. 2,90. Mttlrh. Ukb. 3,763. 735. 

1249 nov. 28. Erzb. Conrad v. Cöln verspricht seinem Vasallen und 
Burgmann Mathias v. Calmunthe 200 Mark für die Zerstörung 
dessen bei Are gelegenen und dieser Burg gefährlichen Veste Ecka 
zu geben. 1249, 4 kal. dec. Schannat, Eifl. illustr. Mannuscript in 
Trier. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,763. 736. 

1249 dec. 13. Die Abtei Deutz verkauft dem Cölner Bürger Mathias 
von Bingen und dessen Frau ihre Besitzungen im Dorfe Windense 
(Windesheim) in Mainzer Diözese. Unter den Zeugen Werner der 
Pleban von Linse frier. Diözese, der Edelmann Symon Herr 
V. Spanheim und Willekin Gu de (Bonus) v. Spanheim. 



166 1249. Mittelrhein. Regesten. 737—42. 

In capitulo monasterii 1249 octav. Nicolai. Gedr. Beurk. Inhalt etc. 
1773 fol. S. 337. 737. 

1249 dec. 17. Papst Innocenz IV bewilligt dem Kl. Rupertsberg, 
dass es nicht zur Aufnahme von Mitgliedern oder zur Besetzung zu- 
stehender Pfründen durch den päpstl. Stuhl oder dessen Legaten 
gezwungen werden dürfe. »Utilitatibus monasterii« etc. Lugduni 16 
kal. Jan. pont. a. 7. Orig. in Coblenz. — Unter dems. Dat. beauftragt 
der Papst den Dechant von Bingen mit der Ueberwachung dieses 
Privilegs. >Utilitatibus dilectarum« etc. Gleichzeit. Transsumpt in 
Coblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,764 und unricht. zu 1247 ibid. 3,692. 
Potthast 2120 no. 26446—47. 738. 

1249 dec. 23. Die Abtei Deutz verkündet ihren Ministerialen, Leuten 
und Gensiten zu Windense in Mainzer Diözese, dass sie ihre Be- 
sitzungen daselbst mit dem Patronatsrecht an den Gölner Bürger 
Mathyas v. Bingen und dessen Frau Margretha verkauft habe. Tuicii 
1249 fer. 5 ante fest. Natalis Dni. Gopie in Miltenberg: Schott, 
Ringrav. 6 suppl. 739. 

1249 .... Der Abt von Eberbach beurkundet, dass der verstorbene 
Ritter Embricho v. Drehtingeshusen zu seiner und seiner 
verstorbenen Gemahlin H e i 1 s w i n d e Anniversarienfeier dem Kloster 
2 Wingerten im »Kappinstucke« am »Buswege« und »Kich- 
bach« geschenkt habe; da aber Embricho vor Anfertigung eines 
Testaments verstorben sei, so habe er hierüber unter Mitbesiegelung 
dessen Sohnes Graft o eine Urkunde aufgenommen und den Erben 
des Ritters präsentirt. 1249. Orig. in Idstein. Gedr. Rössel, Eberb. 
Ukb. 2,4. Mttlrh. Ukb. 3,764. 740. 

1249 .... Anselm Propst, Meisterin und Gonvent des Marien- 
klosters bei Andernach (S. Thomas) vertauschen an's Kl. Hem- 
minrod Ländereien zu Ludinstorf gegen 2 Wingerten zu Ham- 
mirstein. Zeugen die beiden Schultheissen Walleram zu 
Ludinstorf und Luzze zu Hamirstein, 2 Himeroder Mönche| 
und Hartlif v. Ludinstorf. 1249. Orig. in Goblenz. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,765. 741. j 

1249 .... Der Weihbischof v. Lüttich fr. A. vom Gistertienser Orden 
ertheilt y.ur Zeit des Generalcapitels für das Hospital in AndernachlJ 
ein Ablassprivilegium. 1249 tempore capituli generalis. Orig. in| , 
Andernach. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,765. 742.' ' 



1240. Mittelrhein. Rep^csten. 743-49. 1G7 

1249 .... Generalcapitol des Dominikaner-Ordens im Dominikaner- 
klostor zu Trier; nach Brower, Metrop. 2,371. 743. 

1249 .... H. Cantor von S. Simeon zu Trier vererbpachtet 
als Pastor zu Rimisbagh eine Hofstatt daselbst an Gerard v. 
Herbringen. Mitbcsiegler der Abt Albert von Metlach (Me- 
diolac). 1249. Ghartul. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,766. 

744. 

1249 .... Der Propst Theoderich von Bideburch verschreibt 
seiner Ehefrau Elisabeth das Haus »zum Rad (ad rotam)« in 
der ßrodgasse (platea panis) zu Trier zur Morgengabe. Zeu- 
gen 12 Trierer Schöffen, darunter Bonefacius, Ordolf, 
Lodewich Puella, Walter, Tristant, Gilet h, Warner und 
Karl. 1249. Orig. in Coblenz. Gedr. xMttlrh. Ukb. 3,766. 745. 

1249 .... Erzb. Conrad v. Cöln inkorporirt dem Kl. Chumbd die 
Pfarrei Bornheim. 1249. Reg. Büttinghausen, Beitr. 2,326. 746. 

1249 .... Licege die Ehefrau Spiser's erhält von Cunr. Cnolle 
in der Fischergasse (in vico piscatorum) zu Andernach 
ein Haus gegen 10 Soliden Jahrzins und frei von >Vorhure« in 
Erbpacht. Zeugen 12 Schöffen, darunter Job. Geiol, Ernest, 
Joh. Surbiere, Johann v. Dorn (de Spina), ßerewich, 
Gunrad v. Widergis und Engilbert des Vogts Sohn. 1249 
temp. Cunradi epi. Colon. Schreinsrolle no. 155 in Andernach. 

747. 

1249 .... Heinr. Sendelin und seine Frau Gerdrude errichteten 
Gebäulichkeiten auf Hofstätten des Marienklosters bei Ander- 
nach (S. Thomas), wovon sie demselben Zins gaben; diesen erliess 
ihnen aber das Kloster unter der Bedingung, dass nach Beider Tode 
das Gebäude an's Kloster fallen solle. Zeugen 11 Schöffen, welche 
auch in vor. Keg. 1249. Schreinsrolle no. 156 in Andernach. 

748. 

1249 .... Das Marienkloster bei Andernach (S. Thomas) ver- 
pachtete zu Lebzeiten des Propstes Anshelm ein Haus innerhalb 
der Stadtmauern von Andernach an ein Ehepaar daselbst auf 
Lebenszeit, und setzte fest, dass die Flälfte deren Vermögens an's 
Kloster fallen solle, wenn eines der Eheleute stürbe und das andere 
nicht in's Kloster gehen würde, verheirathe sich aber das überlebende 



168 1249—50. Mittelrhein. Regesten. 749-54. 

wieder, so solle es das Haus verlassen, und dieses wieder an's Kloster 
fallen. Zeugen wie vorher. 1249 temp. prepositi Anshelmi. 
Schreinsrolle no. 157 in Andernach. 749. I 

1249 .... Das Marien-Kloster bei Andernach (S. Thomas) ver- 
pachtete zu Lebzeiten seines Propstes Anshelm an Henrich v. 
V alind er und dessen Frau Guta einen Hof innerhalb der Mauern 
der Stadt Andernach auf Lebenszeit für vierthalb Mark Jahrzins. 
Zeugen und Dat. wie vorher. Schreinsrolle no. 158 in Andernach. 750. 

1249 . . . . Mehthilde v. Cuchenbach und ihre Kinder vererb- 
pachten an Fr id er ich Buf einen Garten bei dem Bache am 
köln. Thore zu Andernach. Zeugen wie vorher. 1249 temp. 
Gunradi epi. Colon. Schreinsrolle no. 159. 751. 

1249 .... Die Dorfgemeinde Miesenheim cedirte zu Lebzeiten des 
(Andernacher) Schultheisen Godefrid dem Kl. Hymminrode 
einige Gemeindegüter am Wege über die Nectha, worüber Beide 
in Streit waren, und verzichtete auf ihr behauptetes Recht daran. 
Zeugen 12 (Andernach er) Schöffen, worunter Ernest, Joh. Dorn 
(Spina), Berewic, Gunrad v. Widergis, Engilbert und Die- 
ther V. Hemmishove; auch waren die Ritter Husmann und 
Wenicbule zugegen. 1249 temp. Gunradi Gol. aepi. et sculteti 
Godefridi. Schreinsrolle no. 160. 752. 

(1249) .... Cunrad v. Grüfte, der Sohn Wigand's, und seine 
Frau Margare ta verzichten zu Gunsten Gobelin's, Henrich's 
und Wigand's, der 3 Brüder Cunrad 's, auf ihre Erbgüter zu 
Andernach und Ludistorf. Zeugen die vor. 12 Schöffen. 
Act. temp. Gunradi Gol. aepi. Schreinsrolle no. 161. 753. 

C. 1250 .... Nach einer Aufzeichnung der Leistungen für den Trans- 
port der Weine des Stifts Hervord von Ludenstorpe bis Duis- 
burg giebt unter Anderm Siffrid der Meier von Ludenstorpe 
(1226 in Urkunde) dem Schiffer 2 Soliden gen. Eogepenninge. 
Den Amedregern giebt die Aebtissin ebensoviel wie der ConvenL 
Der verkaufte Wein wird in dem untern Hause, »Kelterhus« ge- 
nannt, aufbewahrt. Jeder »Hien« oder lito giebt 3 Fassdauben; 
der Meier in Overenberg (Arenberg) 17 und ein halbes Malter 
Korn und 18 »Spanrep«. Erwähnt werden noch Rechte in Bur- 
telebag (Bürdenbach Kr. Altenkirchen) und Hiserenberg (Isen- 
burg), der Hof Tordorp (?). Ohne Datum. Orig. in Idstein. Gedr. 
Pick, Monatsschrift 5,91, 754, 



c. 1250. Mittelrhein. Regesten. 755. 169 

(c. 1250) .... Ein Verzeichniss der Rechte eines Erzbischofs v. 
Trier in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts nennt als solche 
folgende : 

In Mercehe (Merzig) 20 Mansus, von denen 10 der Vogt und 
8 Herr Peter v. xMerche (urkundl. 1218 Reg. 1400 des 2. Theils) 
zu Lehen haben. Ein Viertel eines Mansus »Berinhuve« (Bering) 
genannt. Vier Fischer. Hatthin oder Aecker und Brule oder 
Wiesen. Sechs Kammerforste: zu Riningen (Rehlingen?), Vuhtin 
(Fitten), Metelache, Wilre, Mercehe und Buzin (Buss). 
Markt- und Fährzoll. 1 Mühle. 

In Vuchte 11 Mansus; ferner Scarhuvin, Glashuve, Bar- 
denhuvin, Atthin und Brule. — In Wilre sechsthalb Mansus, 
Atthin und Brule. — In Bezzeringen 2 Mansus. — Die Be- 
wohner von Stalle geben nur dem Er zbischofe Zins, und haben 
keinen andern Vogt. — In Buzze neunthalb M^.nsus, Atthin und 
Brule. 

In Sarburg die Gerichtsbarkeit, die Hälfte des Wasser- und 
Marktzolles. Den Fluss-Bann der Luca von der Sarah bis zum 
Senchelstein. 1 Mühle. Die Burg bezieht 5 Pfund (Denaren) 
vom Sare-Archidiakonat und 5 Fuder Zinswein zu Liva, wo- 
von der Erzbischof die Hälfte erhält. Die Einwohner von K a r n e 
und Mannenbach, sowie der Hof von Winechere sind zur 
Kalkbereitung daselbst verpflichtet, dagegen die Leute der Matthei- 
ser Höfe zu Lampede, Pellinc und H e m t r e zum Bau der Burg ; 
andere Verpflichtungen haben die Leute des Hofs von Bulcingin 
und die von Nieder -Luca. 

Im Hofe Hevese (Irsch) dreizehnthalb Mansus, welche ausser 
anderm auf Weihnachten auch 90 »facule oder Surcen« Hefern; eine 
Mühle. 3 Mansus in Serviche (Serrig), welche an die Fischer 
verliehen sind, und wovon der Erzbischof unter anderm ein Bün- 
del (manipulus) bezieht, welches 30 Bozen enthält. Zur Nachther- 
berge des Erzbischofs liefert jedes Haus zu S o d h e und c ch e v e 
(Schoden und Ockfen) gewisse Zinsen. Der Erzbischof ist Patron 
in Hevese und bezieht daselbst 2 Theile vom Zehnten der Mutter- 
kirche in Serviche. 

Zum Pallast in Trier (Treveri) gehören 35 Mansus, davon 
vier zur Keller- und einer zur Speichermeisterei. Von erstem Vier 
hat einen Herr Walt her v. Pal last (de Palatio) und den letz- 
tern einen derselbe mit seinem Neffen Hermann gemeinschaftlich 
zu Lehen; zu den übrigen 30 Mansus gehören 24 Wingerten oder 
»Picthere«, nämlich 17 zu Curvece (Kürenz) und 7 bei Virca 



170 c. 1250. Mittelrheiii. Regesten. 755. 

(später der Neuberg genannt). Die 5 Schultheisen von VVit- 
licli, Birkenvelt, Machere, Waltrache und Wintriche sind zu 
gewissen Dienstleistungen im Pallast, sowie die 6 Schultheisen 
von Birkenveit, Walt räche, Wintriche, Pilliche, Pfalzel 
(Palaciol.) und Witlich zu besondern Lieferungen verpflichtet. 
Der Erzbischof hat 40 Morgen im Mar, was früher dessen Fisch- 
^veiher war. Ein Geldzins von dem Ackerland oder Atha auf dem 
Berge hinter Trier bei Tumba (Thomra), welches p]rzb. Theo- 
derich erst zur Urbarmachung verpachtet hat. 

Zur erzbischöfl. Kammer in Trier gehört die Münze, 
welche der Erzbischof mit Beirath der Prälaten, Ministeria- 
len und Bürger vergiebt, und der Kämmerer auf Reinheit und 
Gewicht zu überwachen hat. Ein Pfund der neu geprägten Denaren 
soll versiegelt bei der Domkirche bewahrt werden, um die später 
kursirenden zu prüfen. Bei Ausgabe neuer Denare erhält der 
Schultheiss von Trier 5 Soliden, und die Schultheisen von 
Witlich, Berencastel und Merzig (Marc et.) je 30 Denaren 
für Mühe und Arbeit bei Prüfung und Feststellung der Denare. Die 
Juden haben jährlich 150 Mark und von jeder Mark eine Unze für 
:&Slegesaz« in die Münze zu liefern. In der Münze sind 6 Münzer 
(discipuli) und der siebente ist Münzmeister. Der Kämmerer 
ist Judenmeister und richtet in Ausschreitungen der Juden, je- 
doch bei Friedensbruch auch der Schultheiss. Der Juden- 
bischof muss dem Erzbischof jährlich 10 Mark ohne Zinsen 
kreditiren, und erhält dagegen von diesem eine Kuh, eine Ohm 
AVein, 2 Metzen Waizen und einen alten Mantel, welchen der Erz 
bischof abgelegt hat und nicht mehr tragen will. Auch geben di 
Juden dem Erzbischof, dessen C a p e 1 1 a n , dem Kam m e • 
rer und dessen Frau Gürteln und Seide zu neuen Kleidern. Sechj 
Kürschner, worüber ein siebenter als Meister, haben die Klei 
der für die erzbischöfl. Kammer zu nähen, und der Kämm er ei 
muss dem Meister ein Pferd leihen zur Reise nach Cöin ode 
Duisburg (Dispartum) um die verschiedenen rohen Felle zu kaufen 
Die Schuster haben gleiche Rechte wie die Kürschner, aucl 
beziehen Beider Meister und Genossen ein Gleiches. Die Schmied 
müssen alles für die Reisen und den Aufenthalt am kaiserl. Hofe nö 
thige Schmiedewerk machen, sowie für die Städte, w^o der Erzbischo 
Wächter oder Zöllner hat. Der Schultheiss zu Trier bestimm 
den Meister über die Fleischer, welcher unter dem Kämmerer ar 
beitet, und auf dessen Befehl 6 Meilen um Trier für den Erzbischof Bo 
tendienst thun soll. Der Kämmerer ist Richter der Münzer, Kür seh 
ncr, Schuster, Schmiede und Fleischer in allen Sachen ausse 



c. 1250. Mittelrhcin. Regestou. 755. 171 

Friedbrucli; auch ist Derselbe Meister aller Scarhiiver, Glas- 
huverund Peremintliuver. Die Husgenozen zu Trier sind 
dem Erzbischof zu 40 Soliden jährl. verpflichtet. 

Der Bezirk des Forstamts geht von Trithenheim an der 
Fähre über den Berg durch den Weg »Garral«, durch die Drogene 
bis zu deren Mitte, diese aufwärts das Ufer, welches sich nach dem 
Dorfe Live erstreckt, bis in's Dorf D r o u n e , von da bis in's Dorf 
Malbru, dann in's Dorf Difendelle, von da zum »Wüsten- 
brüh 1 (pratum q. des er tum vocat.)«, von wo er durch die 
Bremze hinabgeht bis zum Ort Traf, dann bis Büschfeld 
(vi IIa episcopi) bis zum Bache Heminge, diesen aufwärts bis 
zum Dorfe Loisme, über dieses hinüber zum Ort G ädere (Har- 
garten) nach dem Bache Sef ferne, diesen hinab bis Merz ig 
(Marc et um) und über Beckingin bis zur Sara, diese ab^värts 
in die Mosel und diese hinab bis Trittenheim. Innerhalb dieses 
Bezirks darf Niemand ohne des Erzbischofs Erlaubniss jagen, 
fischen oder im Hochwalde Neu -Rodungen machen unter Strafe 
von 3 Pfund 1 Obol Carl 's (des Grossen) Gewicht zu 6 Mark oder 
der Wasserprobe (Judicium aque frigide). Dieselbe Strafe er- 
leidet wer Honig ganz für sich behält, da von diesem und allem 
Bienenfund im Hochwald dem Forstmeister die Hälfte gebührt, 
oder wer von Mitte April bis Mitte Juni einen Hund in den Hochwald 
oder in's dichte Gestrüpp führt. Der Forstmeister soll aus dem 
Vieh der Verstorbenen 12 Kühe, Hertmal genannt, zusammen thun, 
und von deren Käse die Jäger speisen ; zu diesem Zweck giebt dem- 
selben auch ein Mansus zu Live ein Fuder Wein. Niemand darf ohne 
Erlaubniss des Erzbischofs eine Mühle erbauen, noch das Wasser 
zu den Mühlen und Wiesen zum Schaden der Fische ableiten, oder 
das Dickicht aushauen, worin sich das Wild aufhält. In der Zeit vom 
1. Oct. bis 6. Jan. sollen die Förster die »Mulendiche« durch- 
brechen, um den Fischen das Aufsteigen offen zu halten, und vom 
1. Oct. bis 30. November die Jäger für den Erzbischof die Eber 
jagen. Alle Vergehen gegen die Bannrechte sollen auf dem Jahr- 
geding im März gerügt werden. Dem Capitel von S. Paul in giebt 
am Festtage dieses Heiligen (aug. 31) der Erzbischof einen Hirsch, 
wogegen dieses den Jägern Hafer, Weissbrot, Wein und Ciaret 
geben muss. Wer eine Meise fängt, ist bannbrüchig. Die Vorst- 
und Gidelhuven stehen in der besondern Gewalt des Erz- 
bischofs. Zu dem Forstamt gehören Mansus in Cerve, Stein- 
berch, Reinsvelt, Hermanniskellede (Hermeskeil), Live, 
Kellede und Sarhulsbach; darunter sind Vischirhuven und 
Cydelhuven, und als Abgaben auch gestrichene Malter Hafer gen. 



172 c. 1250. Mittelrhein. Regesten. 755. 

»Wisiingc«, Frischinge oder Frisinge, Seimme und Hafer 
tui- Nach(t)seilde. 

In Walt räche hat der Erzbischof 19 und einen halben Man- 
sus, eine Periminthuve, 10 Hofstätten, 15 Wingerten, Pichtere 
genannt, und einen Bongert, welche ausser dem Erzbischofe auch 
an's Bauamt Zins geben; desgleichen fallen Zinsen aus Tumbe, 
von der Mühle zu Walt räche, zu Mortseit und zu Pluvei in 
den tlof Waltrache. Von Casel sind Einige verpflichtet, dem 
Jahrgeding zu Waltrache beizuwohnen, und wer seinen ständigen 
Wohnsitz in Waltrache hat, muss 3 Bandache dem Erz- 
bischofe dienen, auch müssen dessen Leute daselbst mit denen 
von Ozburch die Fischwehre herrichten. 

In Pilliche sind ausser 21 Mansus noch Scaf-, Parsel-, Kol-, 
Scar- und Silvirsmidehuven, und werden als Zins Geld, Hüh- 
ner, Eier, Kerne, Juchkorn und Wisunge entrichtet. Dasselbe 
liefern auch die Mansus in Sulmene und Rule, wo sich auch 
Scaf-, Drasel-, Scar-, Ride-, und Selhuven befinden. 

In Miene (Moehn) sind 12 alte Mansus, 1 Scafhuve, 2 Ri de- 
hn ven, 4 Mühlen. Einen Mansus erhielt Steiner, in Gegenwart 
des Archidiakons Johann (bis 1218), des Gantors Guno 
(vom Dom bis 1241), der Schöffen und des Hofs zu Pfalzel. Wer 
zum Hof in Pilche gehört, oder Güter dieses Hofs hat, giebt zu 
Trier keinen Zoll. 

In Pfalzel (Palaciolo) hat der Erzbischof 32 Mansus, 
welche unter anderm auch je ein Howemalder Hafer Zins ge- 
ben; ferner entrichten die Mühle daselbst und zu Biber e, sowie 
jedes Haus zu P aliginne Zinsen. Die von Gurdele, Yranc und 
Pfalzel müssen das Heu des Erzbischofs häufen, und derselbe 
hat den Bann in der Mosel von S. M er gen der Alten (S. Ma- 
rie senior.) bis zur Kila. Im J. 1215 machte der Erzbischof 
von der Visserie und Sueirie einen neuen Mansus, welchen er 
dem Steiner in Erbpacht gab. 

In Yranc 20 Mansus und von diesen, der Mühle, den Jüchen, 
Ilattin und beiden Fischern verschiedene Abgaben; von den im 
Walde bebauten Feldern allen Medimin. 

In Gordele hat der Erzbischof an 9 Mansus, welche tlicil- 
weise ihre Zinsen in Huvemalder und auch Luhtin (cortices) 
entrichten. Desgleichen geben daselbst ein halber Fischerei - Mansus, 
je eine Glase-, Parsilli- und Vorsthuve, sowie eine Fluve 
zu Miene, 2 Hatte und eine Wiese zu Pilche, welche nach 
Cordel gehört, Zinsen. Von den Feldern im Kuwait hat der 
Erzbischof allen Medemin, von denen im Walde Lorche 



:jl 



c. 1250. Mittelrlicin. Rogesten. 755. 173 

dagegen halb der Erzbichof und halb der Abt von S. Marie 
(ad martyr.) 

In Birkenfeld hat der Erzbischof 10 Mansus, die unter anderm 
Mezcorn in den Pallast nach Trier liefern. Dahin und an's 
Bauamt, sowie an den Schultheissen und dessen Beamte geben ausser 
diesen Mansus auch die zu Soetern und Brambach Zinsen. Der 
Schultheiss von Birkenfeld erhält von dem Walde Idere zu Male- 
bru Geld, von dem Medencorn des ganzen Waldes die siebente 
Gelima, sowie von den Eingesessenen des Bannes von Birkenfeld und 
Brambach wegen der Vronde Haccorn. Dieser Wald Idere er- 
streckt sich in der Länge von Wizuloz bis Howeburne, und in 
der Breite von Bulenbrech bis Malbru. Darin ist Niemanden 
ohne des Erzbischofs oder dessen Beamten Erlaubniss gestattet 
zu roden, jagen und fischen. Der Graf v. Spanheim ist Vogt 
dieses Waldes, und hat ihn zu schützen. Im Camirvorst darf 
nur nutzloses und dürres Holz gehauen werden, und hat darin der 
Vogt keine Eechte. Die erzbischöflichen Güter im Banne von 
Birkenfeld und Brambach erstrecken sich von Brunichenburne bis 
Richenbach, zuui Dorfe Aldena, durch den Wald Dureholz 
bis nach Isena an die Brücke. Der Erzbischof giebt dem Gra- 
fen V. Spanheim, w^elcher Vogt durch den ganzen Bann Birken- 
feld ist, eine festgesetzte Besoldung, und erhält zwei, der Graf aber 
ein Drittel der Bussen dieses und des Bannes von Brambach; auch 
soll der Vogt dreimal jährlich dem Gericht »Dink« präsidiren. In 
Inglinheim wohnen 4 Fischer, welche für den Erzbischof in der 
Drogene und Na zu fischen haben; ohne dessen Gonsens aber 
Niemand. Diese erzbischöfliche Fischerei geht von dem Virmeris- 
bach bis zur Mündung des Suusbach in die Na und von da bis 
Ilamerswilre, andrerseits von Ellenwilre bis Dagebrech- 
deswac. Auch soll der Erzbischof in Birkenfeld und Brambach 
4 Gins er e oder Centener haben, welche frei von Bede und Ab- 
gaben sein sollen. 

Zum Bauamt gehören Zinsen zu Merzig (Marc et.), die 
Betzo, Steinirich und Volmar v. Rochte von Hüben entrich- 
ten, von denen Theile auch zu Eveche (Irsch) und Seveche lie- 
gen; ferner Zinsen zu Cerve, Vianna bei S. Eucharius (Feyen), 
welche zum Theil Ludevich der Vogt giebt; zu Pilliche, 
Miene, Nuvele und Cordele, zu Witlich, Altrei, Noviant, 
ßerincastele, Moncelvile, Loncamp, Clenniche, Bran- 
bach, Lucei, Birkenveit, Walt räch, Em bei de. Live, Wintrich, 
Pfalzel (Palaciol.) und Yranc; in beiden letztern Orten auch 
beim Tode eines Hausbesitzers das beste Stück Vieh, ^en. Hertm^l, 



174 c. 1250. Mittclrhein. Rcgcstcn. 755. 

Von Plancene werden Karste und eiserne Dreizacken zu Dach- 
nägeln geliefert, von Alve soviel Karsten als Manewerc da sind. 
Je ein Mansus zu S. Eucharius, den 2 Steinmetzen haben, und 
je einer zu Egle und Trier an der Brücke haben Dienste zu leisten; 
desgleichen die Bauern von Grindrich. j^ 

Als Burgknechte erhalten eine Jahresbesoldung G Thürmer, 2 
Wächter, ein Pförtner und ein Eselwart auf Mandirsceit; 2 Wäch- 
ter und 1 Pförtner auf Arr z; 4 Thürmer, 2 Wächter, 1 Pförtner, 

1 Eselwart, der Meier und der Kellner auf Sarburg; 3 Thürmer, 
4 AVächter, 1 Pförtner, der Kellner, der Eselwart auf Grimberch; 
4 Thürmer, 2 Wächter und 1 Pförtner auf Pil liehe*); ebensoviel 
auf Neuerburg (Nov. castr.); 4 Thürmer, 4 Wächter, 1 Pfört- 
ner, 1 Eselwart und 2 Aussen-Wächter auf Erenbrechtistein. 

Der Erzbischof hat zu Andernach einen Hof, welchen Len- 
herius (1187 — 1230) gegen Zins verliehen hat; ausserdem giebt von 
Gütern dieses Hofs Th. v. Meisen heim (v. Miesenh. Theoderich 
1254) Zins. Ferner geben Zins Macharius v. Andernach 
(1211—42), Agnissa (c. 1225), Witegans (c. 1200—1216), Si- 
bold (c. 1215) und Godefrid v. Ludensdorf, der Meier von 
Kerleche, in Miseheim Albert, Johann, Richelmus, Ku- 
cherus, Arnold und Gutta; davon beziehen einige Zinsen auch 
Lenherius, Arnold de alta domo und Henrich v. Cr ec he 1- 
heim (c. 1217). Der Erzbischof ist Fündator der Pfarrkirche zu 
Andernach und bezieht 2 Drittel vom Getreidezehnten; ferner hat 
er 7 kleine Weinberge daselbst, und stellt ein Jahr über das andere 
einen Scuzen in Namedei. 

Zu Renesvelt, Huncenroth, Polroth und Bure Zinsen, 
und wenn Ueberflass an Eicheln und Bucheckern auch Deme, so- 
wie Baseset h. Bei der Wahl und Einsetzung eines neuen Erz- 
bischofs und alle 7 Jahre entrichten nur die Bauern von Renes- 
velt 9 Soliden als Breclefenke. 

In Hozburch, Tumba, Roverisse und Velle fallen von 
verschiedenen Mansus und Scarhuven Zinsen und Wisunge. 
Der Erzbischof ist Fündator* der Kirche in Hozburch und hat 

2 Drittel vom Zehnten daselbst. 

In Kellede sind Mansus, die Zins geben; eine Glashube des- 
gleichen als Wisunge, und hat der Erzbischof eine Wiese 
oder Brule. 



*) Nach den Gest. Trevir. (ed. Wyttenbach 1,334) befestigte Erzb. Arnold 
II (1242—59) die Burg Pil liehe mit 7 Thürmen; vgl. auch Brower, Ann. 2,144 
zum Jahr 1249. 



V. 1250. Mittelrhcin. Re^csten. 755. l75 

Der Bischofshofs in Coblcnz erhält jährlich von 24 dazu 
gehörigen Mansus Geld-, Wein- und Schweinezins, das Schwein zu 
12 Denaren angeschlagen. Vier Mansus sind zum Kriegszug nach 
Burgund verpflichtet, andere vier stellen einen Mann mit Schiff auf 
14 Tage, und machen 3 Fahrten zu Schiffe mit Wein und Getreide 
bis Trier. Zwei Militair-Mansus müssen bis zu den Alpen, sowie 
wenn sie zu den Engländern oder Teneder gesendet werden, bis 
Walesgemund auf eigene, darüber hinaus aber auf des Erzbischofs 
Kosten gehen. — Wenn die Reise des Erzbischofs von Goblenz 
nacli Trier geht, müssen die Goblenzer Fischer bis zur Brücke 
in Trier mitziehen und fischen. — Wenn der Erzbischof einen 
Kriegszug unternehmen will, solle den Schustern Felle, Fett, Salz 
und Leinen gegeben werden, um das Nöthige zu flicken und zu- 
zubereiten; ebenso den Kürschnern mit ihren Gesellen. — Wenn der 
Erzbischof Goblenz neu befestigen will, sollen Alle beiderseits des 
Rheins von Bingen abwärts und die von Go eherne Hülfe leisten, 
die von Deutz und Duisburg einen Thurm mit Ausfallsthüre bauen. 
— Die Winninger, Guleser, von S. Servati us (des Stifts zu 
Mastricht Güter bei Güls), die von Met riebe, Buobenheim, 
Walirisheim, Valentra, Ibmedorf (Immendorf), Arenberg 
(de superiore monte), Pafendorf und Horcheim sind zu 
verschiedenen Abgaben und Diensten verpflichtet. 

In Niedere nb er c hat der Erzbischof 12 und einen Viertel 
Mansus, welche Zmsen entrichten, und alle, die im Banne von Ni- 
derenberc wohnen, mähen 2 Tage im Jahre auf den »Hatten« 
oder Aeckern des Erzbischofs. Auch ist daselbst eine halbe 
»Budelhube«, zu Waltersdorf eine halbe Hube, zu Mulene (jetzt 
Thal Ehrenbreitstein) eine Hube, eine halbe »Gisilishub e« und 
eine genannt Volkenan des hübe. — Der Prior von Valendar 
(Kl. Schönstatt) zahlt 30 Denaren vom Trajekt zu Orvar; daselbst 
geben auch 28 Hofstätten und neun zu Niderenberc Zins; des- 
gleichen ein Wingert in Malderbac, und das Nonnenkloster in 
Valendra (Schönstatt) von dem Acker Dickengriz. — Live- 
rad giebt von einer Mühle zu Molene Zins. Zwei Mansus zu 
Omeze gehören zum tlof in Niderenberc. — Von dem Stein am 
Trajekt zu Molene, an welchen die Kette befestigt wird, werden 3 
Denaren, und von Arnold von jedem Nachen 12 Denaren entrich- 
tet. — Der Erzbischof hat zu Niederenberc einen Gamer- 
vorst, in welchem der Vogt kein Recht hat, und vor der Burg 
Eren brecht istein einen Gamervorst, Gruceberc genannt, 
welcher zum Hof Niederenberc gehört. — Die W^einberge in 
Molenderbach, Mulenbach und Orvar geben den Drittel; 



176 c. 1250. Mittelrhein. Kegesten. 755. 

auch hat der Erzbischof daselbst an Aeckern 3 Hattae, auf 
denen der Kaplan des Dorfes eine Kelter, Bunde genannt, hat; 
eine Mühle nebst Hofstatt dabei zu Mulene hat der Kämmerer 
Willelm zu Lehen. Auch hat der Erzbischof zu Pavendorf 
einen Wingert und zu Mulene einen Garten mit Haus. 

Zu Ofdemedinc hat der Erzbischof einen Hof, zu welchem 
38 Mansus gehören; und Alle im Banne daselbst mähen dem Erz- 
bischofe 5 Tage im Jahre; die von Waldorf, Sakenheim und 
Vresene 3 Tage. Während der Ernte sollen die Vorstere und 
der Bidellus dem Erzbisch ofe Dienste thun. Derselbe hat 
zu Ofdemedinc 11 Aecker, welche Bunden genannt werden. 
Die Hübner haben das Recht des »Seicorn«, nämlich das hun- 
dertste Malter von des Erzbischofs Saaten, und sollen von den 
Bunden das Getreide nach Goblenz fahren. .Der Erzbischof 
hat zu Ofdemedinc einen Gamervorst, in welchem der Vogt 
kein Recht hat, und eine Mühle. Jedes Haus giebt jährlich auf Ger- 
trudentag (mz. 17) ein halbes Malter Hafer, Holzcorn genannt. 
Ausser den Ministerialen des Erzbischofs ist alle Jurisdiktion zu 
Ofdemedinc dem Erzbischofe, aber der Vogt empfängt den 
dritten Theil vom Gericht und der Erzbischof ist dem Vogt im Jahre 
drei Jahresdienste schuldig. 

Im Banne von Rethirode hat der Erzbischof 75 Mansus, 
und alle Hübner, ausgenommen die Schöffen und Ministerialen, müs- 
sen einmal im Jahre mit Lastwagen eine Fahrt nach Ohtimedinc, 
Münster (-maifeld) oder Cardon thun. Von den salischen Gütern 
erhält der Erzbischof jährl. 15 leichte Soliden Zins; auch hat er 
daselbst 3 Mühlen, welche ihm, den Schöffen, dem Schulthei- 
sen, Vogt und den Förstern einen Zins geben; ferner hat er 
daselbst 3 Hatte oder Aecker und 3 Wiesen oder Bruele, sowie 
6 Kammerforste und einen Hof, wozu 56 Morgen Acker gehören. 

Im Hofe Mandilscheit hat der Erzbischof 11 Mansus, und 
jeder giebt unter anderm 4 Klafter Holz und 40 Rinden, auch 
Louste genannt, sowie 16 Brode, deren 60 ein Malter machen. In 
demselben Banne hat der Erzbischof 2 Hatte oder Aecker, und 
2 Wiesen oder Brut. Alles was in Roscheit ist, hat der Erz- 
bichof nach sallschem Rechte. In Lancginscheit ist der dritte 
Theil alles Allods mit allem Rechte und allen Leuten der Dom- 
kirche, und der Erzbischof bezieht keinen Zins davon. In 
Dal heim ist ein halber Mansus, und in Meli che die Hälfte eines 
Forstes dem Erzbischofe. 

In Ge pinrode hat der Erzbischof 3 Mansus, und demselben 



c. 1250. Mittelrhcin. I7ei?cstcn. 755. 177 

ist der sechste Theil des Zehnten dieses Dorfes, auch hat er die 
Vogt ei über die Symeonsgüter in diesem Dorfe. 

In S. Adtr ud-Uffiningin hat der Erzbischof 3 Mansus 
und 13 Juche, welche Zins geben; desgleichen erhält er von den 
Aeckern, welche Ubirlende genannt werden, Zins, und hat das 
Patronatrecht und 2 Drittel vom Zehnten. 

In Wittlich sind 9 Mansus, welche den Wein nach Trier zu 
fahren haben. Von einem Mansus erhält der Kellner von der 
Neuerburg (de Novo Castro) 10 Soliden, um das Nöthige für 
den Erzbischof zu bereiten. Von anderthalb Mansus, welche unter 
dem Pfluge des Erzbischofs sind, werden 6 Soliden weniger 3 
Denaren, Gupenninge genannt, gegeben. Das salische Land be- 
ackert der Pflug des Erzbischofs. Von den Bergen Ca m pelle, 
Kalemonth und Altrensart erhält der Erzbischof das dritte 
Fass Wein, und von den W^ingerten Peetren die Hälfte, sowie vom 
Markte und Zoll zu AVitlich 2 Theile. Zum Hofe in Witlich ge- 
hören 2 Mansus, deren Pächter das Heu des Erzbischofs schneiden 
und häufen müssen, auch müssen 4 Leute, welche das Lehen Her- 
mann's V. Pal last (de Palatio) besitzen, beim Heuschneiden hel- 
fen. Der Erzbischof ist Fundator der Kirche zu Witlich und 
erhält 2 Theile vom Zehnten, wofür er die Kirche zu decken hat. 

Im Hofe Altrei sind 8 Mansus, deren jeder 4 Ohm Wein von 
Witlich nach Trier zu fahren hat, sowie verschiedene Zins- und 
Diensthuben nebst zweien von Polenbach. Vom Berge Stuphe- 
lenberch werden jährlich 30 Malter Korn und 30 Malter Hafer 
entrichtet; auch geben die Bürger von Noviant und Maranc für 
ihr Holzfällungsrecht auf diesem Berge von jedem Karren 1 Situla 
Wein. Die Bürger von Platene, mit Ausnahme der Ministerialen, 
geben im März nur einen Bannpfennig. Wenn der Erzbischof 
dort eine Mühle baut, sind alle aus dem Banne daselbst mahlpflich- 
tig. Die Bürger Ton Grache haben in der »Hatta« des Erz- 
bischofs zu ackern und einzuerndten. Von einem Lehen zu Wit- 
lich werden die eisernen Geräthschaften des Erzbischofs herge- 
stellt; dieser giebt aber das Eisen dazu. Auch ist daselbst ein Man- 
sus in Paffenroth. 

Alle Güter in Lisere sind dem Erzbischofe dienstpflichtig, 
bis auf drei Hofstätten, näuilich je eine der Abtei S. Hubert (in den 
Ardennen), des Thomas v. Lisere und Theoderich's v. Sar- 
burg. Von den Dienstgütern des Erzbischofs empfängt Ade- 
leide, welche in dem Hofe Guno's v. ßulant daselbst wohnt, 1 
Fuder Wein. 

Dem Grafen v. Gastet sind vom Erzbischofe zu Lehen verheben 

12 



178 c. 1250. Mittelrhein. Hegesten. 755. 

die Höfe in Morse heit, Gandanc, Suarzerdin, Merscheit, 
Manbach und Wilre, worin derselbe nur das, was ihm als Vof^t 
zukömmt, zu beziehen hat; ausserdem sind demselben gewisse Hü- 
ben zu Grache und Wellene verliehen. 

Als Zinszahler in Trier werden unter andern genannt Henrich 
V. Age, Conr. Mennige, der Pallast meister Herbrand 
(1230 jun. Zeuge) vom Pallastplatz Stulenberch, Waltor 
V. Polige, von Curvize Volmar, Henrich der Steinmetz, 
Henrich der Sohn S ist ab, Kloster Weiler-(betnach), Th. v. Bli- 
denbach, Stift S. Paulin, Phi. Vigil, Gisilbert Kinde- 
sulen, Gerard Meire, G. Rinder, Ludw. Wekerling; von 
Virkan der Centener Lodewich, der Cleriker^ Jacob und 
Lodew. Weiss (Albus). 

Zum Hofe Himbach (Montabaur) gehören 65 Mansus; davon 
werden 38 Scharhuben genannt und fället jede dem Erzbischof 
5 Tage im Jahre das Holz, am sechsten Tage fährt sie es nach 
Erinbrechtistein oder Co b lenz. Zinshöfe sind zu Berenscheit 
(Bannberscheid), Eschilbach, Aldendorf, Himbach, Hildigerode, Derin- 
bach, Sigarshagen, Stokin, Widirgis, Dedinsburch, Mühlen zu Eschim- 
bach und Bodime. Der Erzbischof hat^daselbst 6 Kammerforste, 
wovon aber zwei gelichtet sind. Ein Mansus in Elchindorf giebt 600 
Schüsseln und je 300 Schüsseln ein halber Mansus zu Crusin und 
zu Berinscheid. Wildhub in sind zu Lieprehdingin , Elewarthin, 
Omize und Sibinbrunnin. 

Die Grenze des Waldes Spurginberch geht von Loginstein da, 
wo die Logina in den Rhein mündet, die Lahn hinauf bis in den Fluss 
Anra (der Gelbach im Amt Montabaur), von da aufwärts zum Flusse 
Isena (Eisenbach im Amt Wallmerod) bis an die Westseite der 
Kirche zu xMeud, von dort zur Westseite der Kirche in Helferskirchen, 
den Bach dieses Dorfs hinab bis in die alte Sei na und diese ab- 
wärts in den Rhein, sodann diesen hinauf bis zur Lahn. Von den 
Bussen in diesem Walde erhält der Erzbischof zwei und der 
Vogt ein Drittel. Dieselben, wie auch die Uebelthäter werden in 
den erzbischöfl. Hof Eschelenbach abgeführt. Wer eine »Ban- 
meise« fängt, ist 60 Soliden straffällig, so viel wie für einen Hirsch. 
Wenn der Erzbischof nach Erinbrehtistein kommt, und! 
schickt nach Isenburg oder Nassov/e, so müssen alle Jäger und ( 
Hunde, welche dorten sind, ihm geschickt werden; nimmt er vor j 
Weihnachten oder Fastnacht, oder überhaupt einen kürzern Aufent- [ 
halt daselbst, so ist auf dessen Befehl der »Wiltforstere« gehal- ! 
ten, mit einem Hunde und Strick dort zu sein. Von jedem Instru- ; 
mente, was »Hepa« genannt wird, muss 1 Denar, ausser den 



c. 1250. Änttelrlieiii. Rcgcsten. 755. 179 

geringsten Strafe von CO Soliden, von dem gezahlt werden, welcher 
ohne Erlanbniss des Erzbischofs oder der Vögte in den Bächen 
dieses Waldes fischet. Der Förster soll zweimal im Jahr den 
Vogt des Dorfs mit einem Ritter und beider Diener, mit einem Jä- 
ger und zweien Fussknechten, mit 12 Hunden und einem »Leide- 
hunde« aufnehmen, und Abends, Morgens und Mittags gut ver- 
pflegen; dann soll derselbe mit ihnen und 2 Hunden auf den x\nstand 
>ad Wartam« gehen; kömmt ein Hirsch, die Hunde loslassen und 
denselben mit ihnen jagen; wird derselbe gefangen, so soll er sein 
Recht, »Furslach« genannt, empfangen. Wenn ein Förster 
>Swant« treibt, d. h. selbst (Hoch) Wild, Rehe oder Fische ohne 
Wissen des Erzbischofs oder der Vögte fängt, oder es einem Andern 
erlaubt, soll er seinen Dienst quittiren. Vier Mansus sind den För- 
stern, nämlich zu Sibenburnen, Liprehtingen, Elewartin und Oumece. 

Zum Hofe Münster(-maifeld) gehören ausser diesem noch 13 
Höfe. Der Meier übt die Justiz auf dem Markte, und der Vogt 
in dem Hofe. Der Meier hält ohne den Vogt ein »Budinch« 
in dem Hofe. Die Münze hat der Erzbischof, und sollen die hie- 
sigen Denare gleiches Gewicht, Schrot und Korn mit denen von 
Co b lenz haben. 

In Gersinnache sind 7 Mansus. Ein Mansus ist in Metriche. 
Stirbt einer auf diesen Mansus, so giebt dessen Nachfolger »Vure- 
hure«. Dinesthuven sind sieben; nämlich 1 zu Cutiche, 2 zu 
Münster, 3 zu Metriche und 1 zu Lissarie (Lasserg). In 
Burgene ist 1 Mansus, welcher ausser anderm einen »Reche« 
giebt. Zu Metriche ist auch eine Mühle. Der Hof in Gate seh 
giebt anderthalb Malter Hafer, ein Hof in Gersinnache 6 Som- 
mer, und ein anderer daselbst 7 Hovemazen. Die Hovestede 
in Münster zahlen 21 Soliden. In Chelesun ist eine »Hisen- 
huve«, sowie noch eine »Sohushuve« und »Scurhuve«. Zu 
Münster hat der Erzbischof 3 »Kumde« oder »Platte«, welche 
an 175 Morgen ausmachen; auch hat derselbe daselbst einen Game- 
ralwald, genannt Faich. 

In dem (Land-) Dekanate Keimta erhebt der Erzbischof Gathe- 
dralsteuer zu Pumere, Klotene, Cogeme, Gunda, Prodecha, 
Sigenheim, Noren, Edegrei, Alve, Gelle, Bridal, Rila, 
Enkri^ga (nichts), Travena, Huntheim, Lovenvelt (Laufeld), 
Gillenvelt, Wolmerod, Bumage (nichts), Alflo (nichts), 
Belle, Mannenbach, Kelteme, Luze, Gunterhusen, Bu- 
liche und Gleniche (nichts); die Kapellen dieses Dekanats, welche 
Zinsen geben, sind: Elenza, Neven, Breme (nicht), Bolei, Ur- 
cicha, Busendorf, Grimolderod, Gepenrod, Uffeningen, 

12» 



180 c. 1250. Mittclrhcin. Re^csten. 755—57. 

zu S. B c r l r i c (nichts), L u c e n r o d, S t r u v e r s b u s, G i 1 1 c n b u r e n, 
Ursniicda, Stremiche, Mastershusen (nichts), Bucha, Mo- 
resdorf, Roda, Savershusen, Licha (nichts), Bodershusen 
(nichts), Dummershusen (nichts), Sevenich, Loupach und 
Honren. Ohne Dat. Orig. ui Coblenz. Gedr. Lacomblet, Archiv 
1,297. xMtth'h. Ukb. 2,391. 755. 

c. 1250 . . . . Herr Bertram d. Jüngere (minor) v. Wise nebst 
Frau und Kinder, sowie der Sohn Herrn Mein ward 's vererbpach- 
ten zur Zeit des Erzb. Conrad v. Göin und des Andernach er 
Schulth eisen Godefrid v. Bruche in Gegenwart der Ander- 
nacher Schöffen Job. Surber, Job. Geiol, Hernest's, 
Coiirad's des Sohns He nil de 's, Engelbert's des Vogts Sohns, 
Jacob's Bizebezs, Henrich 's des Sohns Hache 's, Nicholaus 
Ilildeburg's Sohn, Berewic's, Gunrad's v. Widergis, Cri- 
stian's Nefflin's Sohns und Henr. Send rieh's eine Hofstatt 
bei Sifrid Muscato (in Andernach) an Hei rieh; desgleichen 
Ricwin Michel mann und Frau demselben Hericus eine Hof- 
statt, sowie demselben die Mönche von Rum erst orp die Hälfte 
eines Hauses bei dem Hofe, welchen Frau Gristina die Wittwe 
Judan's den Mönchen übertragen hat. — Heinr. Hirnestoz 
kaufte zu desselben Erzbischofs und derselben 12 Schöffen Zeiten 
eine mit seinen Geschwistern gemeinschaftlich besessene Wohn- 
stätte wieder an sich. — Die Eheleute Gristian Rüde kauften (zu 
desselben Erzbischofs, Schultheisen und derselben 11 Schöffen Zeiten) 
von dem Ritter Heinrich v. Bazneim und dessen Ehefrau ihr 
Haus. — Zu desselben Erzbischofs Zeiten und in Gegenwart der 
vorgen. Scliöffen kauften die Eheleute Gonr. Bingezere von 
Heinr. Hunold ein Haus in der Krämergasse (in vico mer- 
catorum); auch machte ders. Conrad einen Vertrag mit Herr 
Jacob V. Grüfte, wornach er demselben jährlich 8 Denaren un 
ein halbes Malter Korn geben, dagegen aber nicht versäumen solle, 
einmal im Jahre an dessen Gericht zu kommen ; auch vererbpachtete 
diesem Cunrad Thirricus v. Hemmingesho ven ein Haus 
Schreinsrolle no. 62— G7 in Andernach. 756 

C. 1250 .... Arnold Roth (Rufus) verkaufte an die Eheleute 
Laurentius v. Bulen seine Weinberge und Aecker zur Zeit de 
Erzb. Cunrad von Göln, des Andernacher Schultheissei 
Godefrid v. Brüchen und der vorgen. Schöffen; auch vererb 
pachtete denselben Eheleuten Arnold Buzard eine Hofstatt ii 
Gegenwart der obengen. 12 Schöffen. — Zu desselben Erzbischof 



I 



M! 



: 



I 



c. 1250. Mittelrheiu. Regesten. 757—59. 181 

und Schultheissen Godefrid Zeit kaufte Henr. Scndric in 
Gegenwart vorgen. 12 Schöffen von Herrn Hermann v. R i n- 
chedorp und dessen Miterben eine Hofstatt; zwischen Berewic, 
Frau Hereburg, deren Söhnen und dem Kl. Marienstatt fand ein 
Vergleich statt wegen Anbaues auf eine Mauer des erstem; diesem 
Berewic vererbpachtete Herr Gobelin v. Graben (de Fos- 
sato) zu Ysenburch, der Sohn Heinrich's v. Ysenburch, 
seine Güter innerhalb der Mauern von Andernach; dems. Bere- 
wic und dessen Frau verliehen ihr Wohnhaus der Ritter Em- 
brico v. Lanstein und dessen Frau; denselben und deren 
Miterben vererbpachteten Husmann und Frau ein Haus beim Alt- 
thor (ap. veterem portam), sowie Arnold Buzard und Frau 
eine Halle zu den Zeiten der vorgen. Schöffen. — Herr Helle- 
wic und Mein ward nebst deren Mutter v. Nichedich vererb- 
pachteten für 1 Mark, die »Vorhure« ausgenommen, an Cunrad, 
Sohn Henulde's, und dessen Miterben einen Wingert auf Buche 
zur Zeit des Erzb. Cunrad v. Cöln, des Ander nach er Schult- 
heissen Godefrid und 11 obengen. Schöffen. Schreinsrolle 
no. 68—76 in Andernach. 757. 

1250 . . . . H e i n r. R e z v. G u 1 s e und Frau schenken dem Kloster 
Himmenrode ihre Güter in der Pfarrei M i s e n h e i m zur Zeit des 
Erzb. Cunrad v. Cöln und des Schultheissen Godefrid von 
Andernach, in Gegenwart der 11 Schöffen Joh. Surber, Joh. 
Geiol, Ernest, Cunrad 's Enildis Sohns, Jac. Bizebez, Cri- 
stian's NeffHn's Sohns, Heirich's, Engelbert 's des Vogts 
Sohns, Berewic 's, Conrad 's v. Widergiz und Heinr. Sen- 
drico's. — Dems. Kloster schenkte Frau Cristina, die Tochter 
Nodulo's, ihren Hof in der »Tueregazen« unter dem Vorbehalt, 
dass auch die andern Theilhaber auf denselben verzichten werden ; 
ebenfalls zur Zeit des gen. Erzbischofs und der vorgen. Schöffen. 
— Costentia, deren Gemahl Henr. Sceiz und deren Sohn 
Henrich v. Speie mit Frau vererblehnten an Rikard, dessen 
Frau und Miterben ihre Güter, zur Zeit des Erzb. Cunrad v. Cöln 
und Schultheissen Godefrid von Andernach. Schreinsrolle 
no. 77—79 in Andernach. 758. 

1250 .... Lude wie v. Valender kaufte für sich, seine Frau 
und Miterben von Gerewin und Frau einen Erbzins von 2 Mark 
aus dem Hause, worin er wohnt; zur Zeit des Erzb. Cunrad von 
Cöln, des Andernacher Schultheissen Godefrid und im 
Beisein der 12 Schöffen Joh. Geiol, Joh. Surber, Ernest, 



182 1250. Mittelrhcin. Regesten. 759-03. 

Engilbert des Vogts Sohn, Cum* ad, Gunrad v. Widergis, 
Gristian, Sendrico, Nicolaus, Hcricus, Bcrwic und Ja- 
cob. Schreinsiollo no. 80 in Andernach. 759. 

C. 1250 .... Benignav. Grecie giebt ihrem Bruder Arnold und 
dessen Kindern alle ihre Güter und Zinsen im Banne von Ander- 
nacli; zu den Zeiten des Erzb. Gunrad v. Cöln, des Schulheissen 
Godefrid in Gegenwart der 14 Schöffen Joh. Geol, Joh. Sur- 
bire, Jacob, Gunrad Enildi's Sohn, Gristian, Engilbert, 
Henr. Send riehen, Nicolaus, Hericus, Gunrad v. Wider- 
gis, Berwic, Bulo, Gobiin und Henrich. — Beatrix, die 
Wittwe Herrn Theoderich's Nuchilbroth, gab den Predi- 
digermönchen in Goblenz behufs Ablösung der auf deren 
Hofstatt ruhenden Zinsen einen Erbzins von 1 Mark 2 Denaren und 
2 Hühnern; Lenzemann v. Bulen zahlte 14 Denare und 2 Hüh- 
ner; Ludewic Münzer (monetarius) 5 Soliden, und Arnold 
V. Vare eine halbe Mark; zu den Zeiten und Schöffen wie vorher. 
Schreinsrolle no. 81—82 in Andernach. 760« 

1250 ian. 1. Schultheiss, Richter, Schöffen und Bürger der Stadt An- 
dernach beurkunden, dass der Bürger Er n est und dessen Frau 
Gristina dem von denselben gegründeten Spital daselbst ihr 
sämmtliches Vermögen als Eigenthum überwiesen haben. 1249 kal. jan. 
Orig. in Goblenz. Gedr. Günther, God. 2,237. Mttlrh. Ukb. 3,766. 
— An dems. Tage ertheilte auch zu Göln der Erzb. Gonrad diesem 
Spital einen Schutzbrief. Colonie kal. jan. 1249. Romersd. Ghartul. 
in Goblenz. Gedr. Günth. 2,237. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,767. 761. 

1250 ian. 8. Aleide Frau v. Brunshorn bittet den Grafen Heinrich 
V. Luxemburg um den lehensherrl. Gonsens zum Verkauf des Schlos- 
ses Ruttich an A. Herrn von der Fels. 1249 sab. post epiphan. Reg. 
Publ. de Luxemb. 15,57. 762. 

1250 ian. 19. Lude wich v. Bikkenbach, Schultheiss zu Bop- 
pard, und seine Frau Lukarde hatten zu Boppard im Gerichts- 
hause vor Notar Gunrad, Reichsministerialen, Schöffen und Bür- 
gerschaft das Kl. Marienberg bei Bopard (Marie virg. in 
monte Bopard.) zum Erben aller der Güter eingesetzt, welche 
Lukarde von ihren Aeltern, ihrem frühern Gemahl Arnold von 
Grufthe, ihrem Sohne Henrich und ihrer Tochter Ortrude er- 
erbt hatte, und bestimmt, dass, wenn Marienberg den von Lu-' 
karde und ihrem frühern Gemahl der Kirche in Hirzenowe 



1250. Mittelrhein. Regesten. 763—66. 183 

vermachten Weinberg auch an sich ziehen wollte, es denselben von 
den Mönchen des Kl. Hirzenowe mit 10 Mark zurückkaufen solle. 
(Vgl. Reg. 16G7 von 1224, wo auch übereinstimmend wie hier die 
Güter verzeichnet sind.) Als aber Lucarde gestorben war, kamen 
deren Erben, der Ritter Henrich v. Rense und Symon, in's 
Gemeindehaus, und behaupteten Erbrecht auf diese Güter, welche 
dem Lude wich v. Bikkenbach bestimmungsmässig auf Lebens- 
zelt überlassen worden waren ; verzichteten jedoch auf ihre Ansprüche, 
als das Kloster den rechtlichen Erwerb bewiesen hatte, und Phi- 
lipp V. Hohinvels, der Amtmann (offi Cialis) von Bopard, 
sprach darauf diese Güter feierlich mit seinem Banne dem Kloster zu. 
Zeugen der Amtmann und des kaiserl. Hofs Kämmerer Herr 
Philipp V. Flohinvels, die Ritter Conrad v. Schonekke, Her- 
mann der Schultheiss, Winand v. Waldekken, Hartmud 
V. Erscheburnen, Rembold v. Burnhoven, Herden, Sifrid, 
Wigand, die Gebr. Cunrad und Henrich v. Bikken, die Gebr. 
Winand, Henrich und Cunrad, Brendelin, Henr. Bayer 
(Bauwarus), Cunr. Spanier (Hispanus), Johann v. Holz- 
husen, Sibodo v. Graben (de Fossato) und Henr. Moench 
(Monachus); 5 Canonici (von Boppard), der Vogt Volcmann, 
die Schöffen Cunr. Gulro, Henr. Alverade's, Hermann v. 
Cratzenburch und Kr ich; der Baumeister Anselm, die 
Bürger Helle wich Rifun, Hermann v. Strude, Wasmud, 
Herbord v. Markte (de Foro), Henrich v. Valindre und 
Cunrad v. Brye, welchen allen Walter der Propst des Klosters 
feierlich 1 Sextarium Wein zum Trunk gab. Actum Bopardie 
1249 fer. 4 post octav. epiph. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. ükb. 
3,767. 763. 

1250 ian. 23. Papst Innocenz IV bestätigt dem Domthesaurar von Cöln 
die in dessen Streite mit dem Ritter Henrich v. Bretbach we- 
gen gewisser Zehnten und Ländereien (zu Unkel) von dem Erzb. v. 
Cöln erlassene Sentenz (vgl. 1246 mz. 31 Reg. 470). »Ea que« etc. 
Lugduni 10 kal. febr. pont. a. 7. Gedr. Günther, Cod. 2,238. Reg. 
Mttlrh. Ukb. 3,769. Potthast 1149 no. 13902. 764. 

1250 febr. 11. Erzb. Christian v. Mainz nimmt das Kl. Himmeroth in 
seinen Schutz, und ertheilt ihm Zoll- und Abgabenfreiheit auf dem 
Rhein. Pinguie 3 id. febr. pont. a. 1. Orig. in Trier. Reg. Mttlrh. 
Ukb. 3,769. 765. 

1250 febr. 13. Schultheiss und Bürgerschaft von Bingen verzichten 



184 



1250. Mittelrhein. Regesteu. 7GG— 70. 



daselbst in Gegenwart des Erzb. Christian v. Mainz und auf dessen 
Antrieb auf ihre erhobene Ansprüche an den Garten zwischen dem 
Eberbacher Weinberg und dem Fkisse Naha zu Gunsten des KI. 
Rupertsberg (monast. S. Ruperti ap. Pingui am), wogegen 
dasselbe ihnen die Zerslörung des Klosters vergessen soll. Pinguie 
id. febr. 1250. Orig. in Goblenz. Gedr. ßaur, Hess. Ukb. 3,595. 
Mttlrh. Ukb. 3,7G9. 766. 



1250 febr. 14. Erzb. Christian v. Mainz nimmt das Kl. Rupertsberg | 
(monast. S. Ruperti ap. Pinguiam) in seinen besondern Schutz 
und befreit dessen Besitzungen in seinem Gebiete von Beden, Steuern 4 
und Abgaben. Pinguie IG kal. mart. pont. a. 1. Orig. in Coblenz. 
Gedr. Freiheiten des Klosters etc. S. 22. Reg. Scriba 4c,6 no. 5206. 
Weidenbach 14 no. 142. Mttlrh. Ukb. 3,770. 767. 

1250 febr. 20. G.(iselbert) Dechant und das Capitel von Wetflar 
erlassen nach dem Tode ihres Thesaurars, des Erzpriesters 
C. (onrad), ein Capitelsstatut für den jeweiligen Custos wegen der 
von demselben und der Kirche gemäss des Schiedsspruchs in ihrem 
Streite mit dem Custos (vgl. 1249 apr. 24 Reg. 692) zu beziehen- 
den Gefälle. 1249, 10 kal. mart. Gedr. Guden, Cod. 5,11. Wigand, 
Wetzl. Beitr. 1,166. Mttlrh. Ukb. 3,770. 768. 



1250 febr. 26. Der Ritter Joannes v. Lusenich, Joannes der 
Sohn des Eitters Rodulf v. Wittlich und die Gebr. Stephan 
und Warner v. Lisur verbürgen sich der Abtei Flimmenrode 
wegen des derselben von Lucarde und deren Sohne Peter von 
Noviant verkauften Weinbergs zu ßuveranc für den Fall, dass 
Theoderich, der andere Sohn, welcher ausser Landes, bei seiner 
Rückkehr in die Heimath den Verkauf nicht anerkennen sollte, und 
versprechen, wenn sie denselben nicht dazu bringen würden, auf die 
Mahnung des trier. Officials, bis zur Auszahlung des Antheils 
Theo der icli's im Betrag von 30 Pfund an die Käufer, in der 
Stadt Trier Einlager zu leisten. Zeugen der Kitter Franco v. 
Walde (de Silva), Alexander Canonikus von S. Marie 
(am Dom), die Schöffen Henrich und Henr. Bayer (Bava- 
rus), der Schult heiss Lambert von ßerncastel. 1249 sabb. 
post Mathie. Chartul. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,771. 769. 

1250 febr. 27. Papst Innocenz IV bestätigt dem Capitel von S. Martin 
zu Worms auf dessen, des Grafen E. (micho) von Leiningen und des 
kaiserl. Truchsess Warnher v. Bolanden Bitten das von dem frühern 



1250. Mittelrhein. Regesten. 770—74. 185 

Propste Nybelung geschenkte Patronatsrecht zu Ilerriches wisen. 
»Justis petentiuni« etc. Lugduiii 3 kal. mart. pont. a. 7. Orig. in 
Coblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,532. Potthast 2121 no. 2G453. 770. 

250 mz. H. Graf Heinrich v. Luxemburg beurkundet, dass Rodulph v. 
Machern und dessen Sohn Rodulph zu Gunsten des Kl. Marienthal 
auf ihre Ansprüche auf die Güter zu Rail dingin an der Mosel, 
welche den Gebr. Theoderich, dem frühern Truchsess, und Henrich 
von Diedenhofen waren, verzichtet haben. 1249 fer. 2 ante ramos 
palmar. Orig. in Coblenz. Reg. Publ. de Luxemb. 15,57. 771. 

,250 mz. 15. Erzb. Christian v. Mainz vidimirt zu Rüdesheim dem Kl. 
Rupertsberg die beiden päpstl. Urkk. vom 17. dec. 1249. Rudins- 
heim id. mart. pont. a. 1. Orig. in Coblenz. 772. 

.250 mz. 17. Erzb. Arnold v. Trier bestätigt zu Coblenz die vor 
ihm geschehene Vereinbarung des Propstes Conrad von S. Flo- 
rin daselbst mit dessen Capitel wegen seiner Meiereien und Zehnten, 
wornach der Propst die Zehnten zu Hunbach und die Meiereien von 
Kerliche, Mendich, Hunbach und Widirgiz dem Capitel cedirt, 
und von diesem dagegen die Meiereien in Gillenvelt und Gillen- 
buren, sowie den Zehnten in Widrigishusen erhält. Gegen- 
wärtig waren mag. Johann Dechant v. S. Castor, Godefrid 
Dechant, Johann Scholastikus, Wolfram Cantor und 
Johann Thesaura r von S. Florin in Coblenz, Walter 
Pleban der Marienkirche in Coblenz und Godefrid Ple- 
ban von S. Marien in Andernach. Confluentie 16 kal. 
apr. 1249. Nach dem Orig. in Coblenz. Reg. (Kreglinger) Catal. 
Renesse 11 no. 72. Goerz, Reg. d. Erzbb. 46. Mttlrh. Ukb. 3,773. 
— Am darauffolgenden Tage stellte auch in derselben Weise zu 
Coblenz, jedoch ohne Erwähnung von Zeugen, Cunrad von Ri- 
neche, der Propst des Florinstifts, die Urkunde über diese 
seine Vereinbarung mit dem Stiftscapitel aus. In Confluentia 
1249 mense mart. crast. Gertrudis. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,772. 773. 

250 mz. 18. Pfalzgraf Otto vom Rhein, Herzog v. Baiern, erneuert dem 
Kl. Chombde die Zoll- und Schatzungsfreiheit in den Thälern zu 
Diebach und Bacharach. Velburg 1250, 15 kal. apr. ind. 8. 
Gedr. Büttinghausen, Beitr. 2,335. Reg. Boehmer, Witteisbacher 
Reg. 23 zum 15. Apr. nach Büttinghausen 1,26 mit irrig. Dat. ebenso 
Mttlrh. Ukb. 3,775. 774. 



186 1250. Mittelrhein. Regesten. 775—80. 

1250 mz 21. Erzb. Conrad v. Cöln überlässt in seinem Pallast zu Cöln 
die Ministerialen der Flerrschaft Rospe und Wide, welche ungetheilt 
der Burggraf Henrich (v. Aremberg) von Cöln und der Edle Ge- 
rard Herr v. Wildenberg mit der verwittweten Gräfin Mech- 
tilde V. Sayn bisher besassen, denselben auch ferner mit vollem 
Recht und dem bisherigen Kindgeding der Ministerialen. In pal. 
nro. Colon. 12 kal. apr. 1249. Gedr. (Fischer) Geschlechtsreg. 2,49. 
Mttlrh. Ukb. 3,773. 775. 

1250 mz. Gräfin Methilde v. Sene (Wittwe v. Sayn) schenkt dem 
Cunibertstift in Cöln zum Anniversar ihres verstorbenen Gemahls, 
des Grafen Henrich v. Sene, einen Wingert zu Honnef. 1249 
mense mart. ind. 6. Gedr. Lacomblet, Ukb. 2,183 no. 347. 776. 

1250 mz. Graf Adolf v. Berg und seine Gemahlin Margareta entlassen 
ein Gut zu Winingen, welches der Ritter Werner, Sohn des 
frühern Schultheissen von Soest, von ihnen zu Lehen hat, wegen 
dessen Verkaufs an's köln. Domstift aus dem bisherigen Lehensver- 
hältniss, da Werner ihnen ein anderes zu Eppendorp als Lehengut 
aufgetragen. 1249 mense martio. Gedr. Lacomblet, Ukb. 2,183 no. 
34G. 777. 

1250(51) mz. Udekin v. Aichs (Esch a. d. Salm) überweist zu Trier 
unter Mitbesieglung des dort. Erzbischofs A. (rnold) dem Kl. S. 
Thomas (a. d. Kill) für die ihm erblich überlassene Mühle zu 
Platten eine Kornrente aus. seinem Zehnten des Dorfs Derinbach. 
Treveri 1250 mense martio. Orig. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,774. 778. 

1250 apr. 7. Das Kl. Hymerode theilt mit einer Wittwe zu Trier 
Häuser mit deren Zubehör am Markte (inforo) gegenüber der 
Strasse, die nach der Jacobsstrasse führt, und stellt deren Ser- 
vitute fest. Zeugen sind 3 Mönche von Hirn er od (de Claustro) 
der Ganonikus Philipp von S. Symeon und die 3 Schöffer 
Tristand, Henrich und Nevelin. 1250 fer. 5 post dnc. Quasi 
modo geniti. Chartul. in Trier. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,774. 779 

1250 apr. 15. Mttlrh. Ukb. 3,775 no. 1045 Keg. siehe mz. 18. 

1250 apr. 18. Der Ganonikus mag. Meynward v. S. Castor in Gob- 
lenz vererbpachtet Wingerten zu Lützelcoblenz (parva Gonflu- 
entia) neben dem Hause der beiden Ritter, der Brüder Heiden 
rieh und Henrich, an Engele, die Wittwe des Wirths Henricl 
daselbst, für die Hälfte der Wein-Crescenz, welche unter der Lindi 



1250. Mitteh-hein. Regesten. 780—85. 187 

bei S. Castor abgeliefert werden soll, und mit der Verpflichtung, 
die Weinberge alle 7 Jahre zu misten. Zeugen der Schultheiss 
Meffrid, Vogt Jordan und die Schöffen Sifrid Spedil mit 
seinem Sohne Sifrid, Heimo, Henrich v. Müde, Hertwich, 
Godescalc, Richolf, Gunrad, Da mar, Gisilbert, Walter, 
Elyas, Ren er und Nycholaus. 1250 fer. 2 ante Georgii. Orig. 
in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,775. 780. 

1250 apr. 21. Herzog Matthäus v. Lothringen und seine Gemahlin Kathe- 
rina beurkunden einen Vergleich in dem Streite zwischen Anselm v. 
Wicensdorf, dem Lehensmanne seines Bruders, des Grafen R. (einald) 
V. Gastet, und der Abtei Wadegozen wegen des Patronats und 
Zehnten zu Esswilre (S. Oran) mit Zugehörungen zu Berns (ap. 
Bellum ramum) und versprechen, die Abtei in ihren Rechten zu 
schützen. 1250, 11 kal. maji. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 
3,776. 781. 

L250 ap. 23. Der Kitter Theoderich v. Bidburg, Truchsess der 
Grafschaft Luxemburg, erlässt nach seinem Tode der Abtei Hem- 
menrode die Gefälle aus dem Zehnten zu Dal heim und Trim- 
parden, welche dieselbe an ihn zu entrichten hat. 1250, 9 kal. 
maji. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,777. 782- 

1250 apr. 27. Walther Comthur des Deutschen Ordenshauses 
zu Coblenz und Provisor des Deutschen Hauses von Cöln vermie- 
thet ein Haus zu Neuss. 1250, 5 kal. maji. Orig. in Düsseldorf. 
Gedr. Hennes, Ukb. 2,87. 783. 

1250 apr. 28. Der Ritter Embrico, Godeb'ert's Sohn, verkauft zu 
Boppard mit Consens seiner Frau Bertrade und seiner Kinder 
dem Kl. Marie nberg (S. Marie in monte Bopardie) einen 
Weinberg im »Ger wardesrehin«, und da er diesen Weinberg 
vom Reich hatte, so überweist er dafür demselben einen bessern auf 
»Aldenburch«. Zeugen der Schultheiss Hermann, Herden, 
Sifrid v. Gundilnhusin, Wigand, Volcmar, Anselm der 
Baumeister, Cunr. Gulro, Krich, Henrich Sohn Alverad's, 
Arnold, Hermann v. Cratzenberch und der Notar Wil- 
helm. Bopardie 1250 mense apr. (die) Vitalis. Orig. in Coblenz. 
Gedr. xMttlrh. Ukb. 3,777. 781 

1250 apr. Das Capitel von S. Georg in Cöln verkauft seine Güter zu 



188 1250. Mittelrliein. Regesten. 785-88. 

Ratiche und U reiche auf der Mosel an den Grafen Simon 
von Span heim. 1250 mense apr. Charlul. in Coblenz. Gedr. 
Mtth'h. Ukb. 3,778. 785. 

1250 mai 1. Erzb. Arnold v. Trier mit König Wilhelm und vielen 
Bischöfen anwesend bei der Weihe des Hochaltars im Dome zu Lüt- 
tich durch den Erzbischof von Ronen. Hocsemius ap. Chapeaville 
2,27G. Marlene, Coli. 5,95. Vgl. Boehmer, Reg. S. 14. Goerz, Reg. 
d. Erzbb. 340. Brower, Ann. 2,145. Damborger 10,575. 786. 

1250 mai 1. Erzb. Conrad v. Cöln, das Domstift, die Prälaten und der 
Clerus der Stadt und Diözese Cöln beurkunden feierlich in Cöln die 
Bedingungen, unter welchen die verwittwete Gräfin Mechtilde v, 
Seyn zu ihrem und ihres verstorbenen Gemahls, Grafen Henrich, 
Seelenheile dem Erzstift Cöln nach ihrem Tode ihre Rechte an den 
Schlössern Wie de, Windeck, Rennen berg, und die Dörfer 
Rospe, Linse, Lupstorf, Nuenstat, Aspas, Winthan, Gils- 
torp und Sechem mit Vasallen, Getreuen , Ministerialen , Hörigen, 
Knechten , Weiden , Wiesen, W i 1 1 b a n n , AValdungen und übrigen 
Zubehörungen, welche sie vom Erzstift als Lehen besitzt, ferner 
Neuerburg (Novum castrum) in der Pfarrei Breytbach an 
der Wied und das andere Dorf Breitbach (am Rhein), welche 
zwischen dem Erzstift und der Gräfin streitig, gegen 600 köln. Mark, 
die Mark zu 12 Soliden gerechnet, abtritt. Nach den Bedingungen 
erhält die Gräfin noch eine Leibrente von 170 Mark, mit deren 
Auszahlung die köln. Domherren und Priester Johann v. Arwilre, 
Johann v. S. Kater ine und Flermann v. Münster beauftragt wer- 
den; auch wird dem Edelmann Ernest v. Virnemburg für die 
demselben von der Gräfin verliehenen Güter Schutz zugesichert.. 
Act. sollempniter Colonie 1250 kal. mai. Orig. in Coblenz. Gedr. 
Kindlinger, Hörigkeit 271. Günther, Cod. 2,239. Mttlrh. Ukb. 3,778. 
Vgl. Axnn. Pantal. ap. Boehmer, Fontes 4,494 und ap. Pertz, Script. 
22,547 zum J. 1249. . 787. 

1250 mai 1. Die Gebrüder Embricho, Propst von S. Peter zu 
Crucenachen, und Rheingraf (Ringravius) Sifrid bestätigen 
die Schenkung, welche ihr Bruder, der Rheingraf Wernher, an's J 
Kl. Rupertsberg (in monte S. Ruperti prope Binguiam) zur 
Vermehrung dessen Güterbestandes, sowie zum bessern Unterhalt 
ihrer Schwester Guda, Reclusen daselbst, aus ihren Gütern in 
Heimbach gemacht hat. 1250 in festo Philipp! et Jacobi. Kindl. 



1250. Mittclrlieiii. Regcsten. 788—93. ISO 

und Schott. Gopie in Münster und Miltenberg. Gedr. Mttlrh. Ukb. 

3,782. ' 788. 

1250 mai 6. Der Ritter Reinbold v. Burnhoven, Bürger zu Bo- 
pard, vertauscht mit Gonsens seiner Frau Sophya und seiner 
Kinder gen. Güter zu Osterspeye mit dem Kecht der »Vurhure« 
an das Kl. Eberbach gegen dessen Hof in der Judengasse (in 
vico judeorum) zu Bopard, welchen dem Kloster der Notar 
Gunrad verkauft hatte. 1250 Joannis ante portam Latinam. Orig. 
in Idstein. Gedr. Rössel, Eberb. Ukb. 2,19. Mttlrh. Ukb. 3,783. 789. 

1250 mai 10. Theoderich v. Brathendorf schenkt dem Kloster 
Hemmenrode zu seinem und seines verstorbenen Sohns Conrad 
Seelenheile, vorbehaltlich der lebenslänglichen Nutzniessung, den 
Wingert »Pelenze« im »Kyrste«, von dessen Mauer die Gemeinde 
Tris einen Zins bezieht. Zeugen Ludewich Scholastikus, 
Lude wich v. Hoyngen, Richard Ganonikus (von Garden), 
die Priester Sifrid von Ryle und Th. 1250 in festo Gordiani 
et Epimachi. Orig. in Coblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,784. 790. 

1250 mai 13. Erzb. Arnold v. Trier bestätigt daselbst den Vertrag 
der Yrmengarde v. Corrich, Wittwe des Vogts Gerard von Lonwich, 
mit dem Ritter Nicolas v. Berg wegen der Ausübung ihres Patronat- 
rechts zu Stirpenich. Treveri 3 id. maji 1250. Ebenso mit dems. 
Dat. der frier. Archidiakon Theoderich. Reg. Publ. de Lu- 
xembourg 15,59 aus dem Ghartul. Marienthal in Luxemburg. Goerz, 
Reg. d. Erzbb. 340. Vgl. auch Publ. 15,69 und Goerz 341, wo die- 
selbe Urk. mit 1253 id. mai. 791. 

1250 mai 17. Erzb. Christian v. Mainz belehnt daselbst Gunrad von 
Schonecke und die Söhne dessen Bruders Philipp, seine Ver- 
wandten, mit den Mainzischen Lehen Cunrad's v. Cogelinberg. Ma- 
guntie 16 kal. jun. 1250. Kindl. Gopie in Münster. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,784. 792. 

1250 mai 18. Das Deutschordenshaus zu Marburg und die Gebr. Herr 
Gysilbert v. Votdisberc und Gunrad verzichten auf ihren 
Streit wegen Güter zu Guzelindorf. 1250, 15 kal. jun. fer. 4 septem 
diebus ante Urbani. Orig. in Marburg. Gedr. Wyss, Ukb. der 
Deutschord. Bailei Hessen 1,84 no. 99 Extr. Reg. Scriba 4b,6 no. 
33S9 nach einem Extr. im Archiv für hess. Gesch. 8,106 (?) 793, 



190 1250. Mittelrhcin. Regesten. 794—98. 

1250 mai 23. Das Kl. Ilbcnstadt (in der Wettcran) verkauft alle seine 
Güter zu Palgunsin ' für 100 Mark an das Kl. Aldinburg bei Witf- 
lar. Frideberg 10 kal. jun. 1250. Gedr. Guden, Cod. 2,94. Mltlrh. 
Ukb. 3,784. Reg. Scriba 2,34 no. 433. 794. 

1250 mai. Conrad Notar des PAxlzgrafen vom Rhein und Prokura- 
tor auf Vurstinberg, sowie Werner Truchsess von Alzei beurkun- 
den, dass Herr Bertold Schuhe v. Strumberg, nachdem er 
5 Mark von Kl. Eberbach empfangen, in Gegenwart sämmtlicher 
Burgmänner von Strumberg auf seine Ansprüche wegen des 
Hörigen Gumpelmann und eines ihm vom Kellner des Klosters 
versprochenen Füllen verzichtet habe; dass dasselbe auch dessen Frau 
Adel hei de und Sohn Udo gethan, sowie dass Bertold für den 
Verzicht seines Sohnes Nycolaus, wenn derselbe in die Heimath 
zurückkehren sollte, und für den seiner Tochter, der Frau Hed- 
wig, seine Güter zu S um er lachen als Unterpfand gegeben habe. 
Zeugen fr. Arnold Grangiarius und fr. Anshelm Converse zu Eber- 
bach und Magisterin Breidenvas; die Ritter Wilderich, 
Sibelmann, Werner Azzo, Burcard, Marc ward und Kyn- 
delman auf Strumberg, sowie Godelman Himestoz von der 
Dienerschaft dieser Burg. 1250 mense majo, ind. 8. Orig. in Id- 
stein. Gedr. Rössel, Eberb. Ukb. 2,17. Mttlrh. Ukb. 3,785. 795. 

1250 mai. Eine schiedsrichterliche Entscheidung in dem Streite der Ab- 
tei Metlach (Mediolac.) mit dem Ritter Wilhelm v. Buren 
wegen einer halben Hube im Dorfe Sincia wird zur Bekräftigung 
vom Abt und der Edel fr au Eli sähet v. Moncler besiegelt. 
1250 mense majo. Chartul. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,786. 
Reg. Lager, Mctl. 299. 796. 

1250 mai. Jacob Abt v. S. Eucharius (S. Matthois) bei Trier ver- 
erbpachtet die abtcil. Mühle oberhalb des Dorfs Urium an Lo de- 
wich Scouwclant daselbst, und dieser stellt zur Sicherheit des 
Erbpachts einen Wingert ober dem Helenenborn (super fon- 
tem S. Helene), welcher mit einem Geldzins an die Gemeinde 
Ureum beschwert ist, sowie einen andern im »Pisterschun« mit 
einem Weinzins an die Paulinskirche beschwerten als Unter- 
pfand. Zeugen 12 Trierer Schöffen, darunter Bonefacius, 
Ordolf, Tristant, Gilet, Warner und Karl. 1250 mense 
majo. Chartul. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,786. 797. 

1250 iun. 1. Giselbert Dechant und das Capitel von Wetflar 



1250. Mittelrliein. Rotesten. 798—802. 191 

vergleichen sich mit dem Ritter Damar wegen der Stiftscnrie des 
verstorbenen Erzpriesters G. (onrad), an der derselbe Namens 
seiner Ehefrau Cunegunde Ansprüche hatte, und verleihen dem- 
selben und dessen Sohne Eberhard Güter in Garbin heim, 
Waltgermeze, Mulnheim, Nuvern und Stendorf auf 
Lebenszeit, welche Cunegunde mit ihrem (ersten) Gemahl Ger- 
bert von dem Stift halte. Zeugen die Ritter Sifrid v. Blas- 
bach und Wezelin v. Garbinheim nebst den 5 Wetflarer 
Schöffen Richolf, Berno, Richolf v. Brath, Godefr. 
Engelmud's und Gonr. Rei. 1250 kal. jun. Gedr. Guden, God. 
5,12. Wigand, Wetzl. Beitr. 1,255. Mttlrh. Ukb. 3,787. Reg. Scriba 
2,34 no. 435. 798. 

250 iun. 2. H, (einrieb) Edelherr von Covern beurkundet im 
Deutsch Ordenshause zu Coblenz den Verzicht seines Vogts 
Hartlif Leytgast auf seine Ansprüche an einen Deutschordens- 
wingert in der Pfarrei Valender im Dorfe Malender über dem 
Bache. In Confluentia in domo fratrum predictor. 4 non. 
jun. 1250. Original in Wien. Gedr. Hennes, Ukb. 1,135. Mttlrh. 
Ukb. 3,788. 799. 

250 iul. 1. König Wilhelm beurkundet im Lager bei Boppard ei- 
nen Rechtsspruch für den Erwählten (Bischof) v. Passau. In cas- 
tris ap. Bopardiam kal. jul. 1250 ind. 8. Gedr. Mon. Boic. 
30a,309. Pertz, Leges 2,366. Reg. Boehmer 16 no. 89. Damber- 
ger 10,577 und Kritik 74. Vgl. Ann. Wormat. ap. Pertz, Script. 
17,52. 800. 

250 iTil. 10. Erzb. A.(rnold) v. Trier befiehlt, während der Be- 
lagerung Boppards, dem Abt von S. Matheis bei Trier 
auf die Klage des Domcapitels, dass die Subdiakone unter den 
Domherren, angeblich auf Antrieb ihres Scholasters Th., ihren 
kirchlichen Obliegenheiten nicht nachkommen, sich zur Untersuchung 
der Sache in den Dom zu begeben. In obsidione Bopardie 6 
id. jul. 1250. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,789. Reg. 
Goerz, Reg. d. Erzbb. 46. 801. 

250 iul. 15. Godefrid v. Castelberch, Spitalsverwalter (pro- 
visor), Gerung Priester und die Uebrigen, welche 1248 nov. 
25 (vgl. Reg. 652) eine Bruderschaft an dem Elisabethspital zu 
S. Maxim in bei Trier gestiftet haben, lassen ihre Statuten von 
dem Abt Henrich zu S. Maxi min, dem Gründer dieses Spitals, 



192 1250. Mittelrhein. Regesten. 802—8. 

besiegeln, Treveri id. jul. 1250. Ghartul. in Coblenz. Gedr. Mtilrh. 
Ukb. 3,789. 802. 

1250 iul. 21. Erzbischof A. (rnold) v. Trier ertheilt auf Ehren- 
b reitstein dem Kl. Himmenrode die Erlaubniss, auf dessen 
Höfen die Messe zu lesen. Erinbretstein 12 kal. aug. 1250. 
Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,792. Reg. Goerz, Reg. d. 
Erzbb. 46. 803. 

1250 iul. Derselbe mit den beiden andern rheinischen Erzbischö- 
fen, der Wildgraf mit seinem Sohne, Wirich von Du na 
und Andere beim Heere Königs Wilhelm gegen König Conrad 
in der Gegend von Mainz. König Wilhelm, welcher auf Jakobstag 
(jul. 25) zu Bechtolsheim sich gelagert hatte, verheerte die ganz 
Umgegend, namentlich die Dörfer Philipp's v. Ilohenfels, des Ver 
theidigers von Boppard. Am Freitag nach Jacobi (jul. 29) kehrt 
er nach dem Rheine bei Mainz zurück und. entliess das Heer. Ann 
Wormat. ap. Boehmer, Font. 2,187 und ap. Pertz, Script. 17,51 
Vgl. Boehmer, Reg. 16. Schirrmacher 4,276. Goerz, Reg. d. Erzbb 
46. Damberger 10,577. 804 

1250 aug. 7. Das Domcapitel zu Trier verpachtet auf 20 Jahr( 
seinen Hof zu Harle dingin und Bir ringin an den Propst unc 
die Kirche zu Merzig (Marcetum). Treveri 1250 die Afre 
Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,793. 805 

1250 aug. 10. Erzb. Conrad v. Cöln beurkundet daselbst, dass die Abte 
Gladbach mit seinem Consens ihre Güter zu Radeche und Zel 
tanc, frier. Diözese, dem verstorbenen Grafen Henrich vo 
Seyn und dessen Gemahlin Methilde für 900 Mark verkauft habe 
Colonie 1250 die Laurentii. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. ükb| 
3,793. 80 



« 



1250 aug. 13. Derselbe ertheilt dem Hofe der Abtei Rumerstorp z 
Winter Bede- und Abgabenfreiheit. Colonie id. aug. 1250. Orig. i 
Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,794. Niederrhein. Annalen 13,28$ 

801 

1250 aug. 13. König Conrad, welcher sich bei Mainz gelagert hatte, z 
am Sonnabend vor Maria Himmelfahrt mit seinem Heere in's Gebi 
des Wildgrafen und brandschatzte dasselbe. Annal. Wormat. a 
Boehmer, Font. 2,188 und ap. Pertz, Script. 17,52. Vgl. Boehme 
Reg. S. 208. 80 



1250. Mittelrhein. Regeston. 809—14. 193 

.250 aug. Reinald Graf zu Gastel und Herr zu Bitsch beurk. den Ver- 
gleich seines Lehenmanns Anselin v. Wicensdorf mit der Abtei 
Wadegocen (wie am 21. Apr. der Herzog v. Lothringen). 1250 
mense aug. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,794. 809. 

.250 aug. Abt Johann von S. Martin zu Trier verschreibt He- 
ia iw ig, der Ehefrau des Gonversen, Deutschordensbruders Warner, 
welche seiner Abtei einen Wingert zu Grach gegeben haben, ver- 
schiedene Leibrenten. 1250 mense aug. Gopie saec. 18 in Schrei- 
ners Hist. abb. 1,164 in Trier. Gedr. xMtürh. Ukb. 3,795. 810. 

.250 sept. 1. Henrich Burggraf v. Göln und Arberg erkennt sich 
als Lehensmann des Grafen von Berg, und schwört demselben den 
»Ledicheyt«. 1250 die Aegidii. Gedr. Kremer, Akad. Beitr. 3,104. 

811. 

.250 sept. 3. Henrich Abt und der Gonvent von S. Maxim in bei 
Trier belehnen in Gegenwart ihrer beiden Lehensleuten, der Trie- 
rer Schöffen Tristand und Henrich, den Gerard v. Adespelt 
mit dem salischen Zehnten zu Vresingen, welchen bisher Gobolo v. 
Rodemacre zu Lehen hatte, unter Vorbehalt des Wiedereinlösungs- 
rechtes in den nächsten 5 Jahren. 1250 sabb. ante nativ. Marie. 
Orig. in Trier. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,795. 812. 

^250 sept. 10. Hermann der Schenke v. Are unter den 3 erzst. 
köln. Leuten, welche Graf Wilhelm v. Jülich in seinem Freund- 
schaftsvertrage mit Erzb. G. (onrad) v. Göln zu Schiedsrichter erwählt. 
Colonie 1250 sabb. post nativ. Marie. Gedr. Lacomblet, Ukb. 2,191 
no. 361. , 813. 

|250 sept. 14. Die Bürgerschaft von Bopard beurkundet, dass Engil- 
irude, die Wittwe des Ritters Godefrid Stumph v. Bopard 
und Schwester der Burggrafen Elyas und Franc o v. Gochme, 
dem Kl. Marien berg (b. Marie in m onte Bop.) einige Häu- 
ser zu Bopard nebst Wingerten im Barcha, Wickinloch, 
Vlachinsperc, Salzche und Wirich loch geschenkt, jedoch von 
einem dieser Häuser und Wingerten die lebenslängliche Nutzniessung 
für ihr Mädchen (puella) Ida vorbehalten habe. Zeugen der 
Schultheiss Hermann, die Ritter Wigand, Sifrid v. Gun- 
dilnhusen, Winand, die Gebr. Henrich und Cunrad, Em- 
brico der Sohn Ekkehard's und die Schöffen Gunr. Gulro, 

13 



194 l'^r)0. Mittohhoin. Represtcn. 814—18. 

Rudolf Crich und Arnold. Bopardie 18 kal. oct. 1250. Orig. 
dopiDelt in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,796. 814. 

1250 oct. 4. Die vcrwittwete Gräfin Mechtildc v. Seyn schenkt in 
Cüln zu ihrem und ihres verstorbenen Gemahls, des Grafen Hen- 
rich V. Seyn, Seelenheile dem Kl. Arnstein (a. d. Lahn), welchem 
sie ihr väterliches Erbgut zu Winden verkaufte, auch die dazugehö- 
rige Pfarrkirche mit dem Patronatsrechte. Colonie 1250 fer. 3 post 
Remigii. Gedr. Guden, Cod. 2,9G. Mttlrh. Ukb. 3,796. — Dieses 
bestätigte am 19. Oktober eines ungen. Jahres zu Montabaur der 
Erzb. Arnold v. Trier. Munthabur 14 kal. nov. Reg. Guden 
und Mttlrh. Ukb. 1. c. 815. 

1250 oct. 19. Der Ritter Hermann v. Veldence übergiebt im 
Domcapitel zu Trier mit Gonsens seiner Frau und Kinder dem 
Kl. S. Thomas (a. d. Kyll) erblich gegen einen Jahrzins sein Haus 
nebst Garten zu Numagen, welches Henr. Fuchs (Vulpes) be- 
wohnt, und einen Wingert zu Pizeport. Zeugen der Archidia- 
kon Symon, Propst Henrich von Pfalzel, Wilhelm von 
Davilis (Domherr) und der Official Symon. Mit den Siegeln 
des Erzbischofs A. (rnold) und des Domcapitels von Trier. 
1250 crast. Luce evang. in capitulo Treverensi. Orig. in Cob- 
lenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,797. 816. 

1250 oct. 27. Ida, die Wittwe des Ritters Henrich v. Kunz, und 

ihr Sohn Friderich schenken dem Kl. Wadegoz 5 Weinberge 

bei Kunz, und behalten sich und ihren Erben deren Rückkaufsrecht 

aus. 1250 vigil. Simon, et Jude. Chartul. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. 

• Ukb. 3,798. 817. 

1250 nov. 18. Methilde, die Wittwe des^Grafen Heinrich von 
Seyn, schenkt auf Neu er bürg zum Seelenheile ihres verstorbenen 
Gemahls dem Deutschen Orden die von ihnen dem Kl. Gladbach 
abgekauften Güter zu Ratheke und Celtanc, frier. Diözese, mit 
Zehnten und Pfarrkirche, sowie mit der Verpflichtung, davon die 
Schulden des verstorbenen Grafen zu bezahlen. Zeugen der Edel- ^ 
mann Heinrich Herr v. Arscheit, Herr Cunrad v. Brisich, der 
Truchsess Lambert v. der Neuerburg (de Novo Castro) 
und Heinrich v. Husin. Ap. Novura castrum 1250 ocfav. 
Martini. Transsumpt v. 1202 in Coblenz. Gedr. Hennes, Ukb. 2,88. 
Mttlrh. Ukb. 3,798. 818. 



U 



1250. Mittelrhcin. Regestcn. 819—22. 195 

1250 nov. 18. M e t i 1 d e A e b t i s s i n und der Convent von L o o w e n- 
brückcMi (in Ponte Leonis) bei Trier geben ihr Kelterhaus 7ai 
Tremeleith in Erbpacht, und zur Sicherheit des zu entrichtenden 
Pachtzinses stellt der Erbpächter so lange bis die Güter so gebaut 
sind, dass das Kloster desselben gesichert ist, einen Morgen Land 
neben dem Deutsch ordenslande daselbst zu Unterpfande oder 
»Zanegruthe«. 1250 fer. 6 post Brictii. Orig. in Coblenz. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,799. 819. 

1250 nov. 25. Theoderich der Jüngere v. Isenburch übergiebt 
im Minoritenkloster zu Coblenz dem Kl. Hemmenrode 
die ihm zu diesem Zwecke resignirten Güter des Ritters Ekke- 
bert und dessen Ehefrau Sophie zu Me tri che, welche in seinen 
Hof daselbst Zins liefern, mit Ausnahme von B er wich 's Gut, wo- 
mit er Sophie auf Lebenszeit belehnt. Zeugen die Kitt er Bruno 
der Jüngere v. Brunsperg, Gerlach der Sohn Robin's von 
Heimbach, Henrich v. Nister und Henrich v. Wizzelebach 
mit seinen beiden Brüdern Conrad und Theoderich, welche 
noch Trabanten (satellites) sind, Henr. Vastir, Dido der Sohn 
Embrico's v. Heimbach, Arnold Munt, Gerard v. Kane, 
Reiner und der Priester von Metriche. 1250 mense nov. in 
festo Katherine in domo fratrum Minor um Confluentie. Orig. 
in Coblenz. Gedr. Günther 2,248. Mttlrh. Ukb. 3,800. 820. 

1250 nov. 27. Wirich v. Dun zu Bergen im Hennegau Zeuge König 
Wilhelm's für die Abtei Gislen. Ap. Montes in Hannonia 5 kal. dec. 
1250 ind. 9, reg. a. 3. Gedr. Miraeus, Op. dipl. 1,583. Reg. Boeh- 
mer 16 no. 95 hat irrthümlich Johann v. D. 821. 

1250 nov. 29. Erzb. Conrad v. Cöln belehnt auf Bitte seiner Schwester 
Elyse V. Hengebach deren Tochter Margareta, Gemahlin des 
Edelherrn Symonv. Spanheim, mit deren Lehen, und schenkt 
ihr 300 koln. Mark. Für Letztere stellt er als Bürgen mit der Ver- 
pflichtung zum Einlager in Cöln den Burggrafen Heinrich von Cöln, 
Welter v. Brunshorn, Hermann den Schenk v. Are, den 
Truchsess Gisilbert v. Are und Andere. Zeugen sind Graf 
H. (?) V. Seine, G r a f J o h a n n v. S p a n h e i m und dessen Bruder 
Henrich v. Hensberg, der Burggraf Henrich v. Cöln, Welter v. 
Brunshorn, Heinrich der Schenk v. Are und Andere. 1250 
fer. 3 ante Nicolai. Orig. in München. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,800. 
Vgl. Lehmann, Spanh. 1,37. 822, 

13* 



19Ö 1250. Mittelrhein. Regesten. 823—28. 

1250 dec. 12. Papst Innocenz IV bestätigt dem Capitel zu Wetflar die 
Wingertszehnten daselbst, zu Garben heim und Kalsmunt, 
welche demselben der verstorbene Propst Burchard zur Verbesse- 
rung der Pfründen geschenkt hat. »Justis petentium« etc. Lugduni 
2 id. dec. pont. a. 8. Gedr. Guden, Cod. 5,13. iMttlrh. Ukb. 3,801. 
Reg. Potthast 1168 no. 14140. 823. 

1250 dec. 13. Kaiser Friedrich II stirbt zu Fiorentino in der Capitanata. 
Sein Grabmal befindet sich im Dome zu Palermo. Matteo di Gio- 
verazzo ap. Muratori 7,1067. Vgl. Boehmer, Reg. S. 210. Huillard- 
Breholles 6b,811 — 14. Schirrmacher 4.337. Damberger 10,574. 

824. 

1250 dec. Der Ritter Theoderich Sterre von Starkinberg 
und seine Frau Jutta vermachen dem Kl. Hemmenrode zu 
ihrem Anniversarium das vaterliche Erbgut Theoderich's, und 
verpflichten sich als Anerkcnntniss dieses Vermächtnisses zur Ent- 
richtung einer ^^Burde« Wein jährlich. Das Erbe besteht in Ren- 
ten zu Bermundisheim, einem halben Hof in Predin, Zins- 
Wiesen und Aecker bei Ulmene, Zinsen von Henrich v. Usse 
und einem dritten Theile des Wingerts »in Kameroth« bei Glot- 
ten. Auch wird den Erben des Ehemanns freigestellt, innerhalb ! 
zweier Jahre nach der beiden Eheleuten Tode gegen Zahlung von | 
50 trier. Pfund die Güter an sich zu ziehen. Unter den Zeugen der i 
Ritter Henrich v. Respe und Herm. Crobo. Besiegelt von ' 
dem Grafen Johann v. (Spanh.) Starkinberg und dem Abt 
von Hemmenroth. 1250 mense dec. Orig. in Coblenz. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,802. 825. 

1250 .... Erzb. Christian v. Mainz ertheilt dem Kl. Rupertsberg 
(monast. S. Ruperti prope Pinguiam) m dessen baulicher Wieder- 
herstellung ein Ablassprivilegium. Maguntie 1250 pont. a. 2. Copie 
saec. 15 im klösterl. Lagerbuch in Coblenz. 826. 

1250 .... Erzb. Conrad v. Cöln ertheilt dem Augustiner Nonnenkl. 
Aldenburg (bei Wetzlar?) für, 5 bestimmte Festtage und für Bei- 
wohnung der Predigten der Brüder vom Predigerorden ein Ablass- 
privilegium. 1250. Gedr. Guden, Cod. 3,1116. 827. 

1250 .... Die Abtei Epternach beurkundet, dass der Ritter Arnold 
V. der Neuerburg (de Novo Castro) seine Güter zu Kevin- 
gen, welche er von Walter Herr t. Meysenborch zu Lehen hatte, 






1250. Mittelrhein. Regesten. 828-32. 197 

nachdem er diese Lehenspfliclit auf andere Güter übertragen, ihrem 
rioCsvorsteher daselbst und Elemosinarius Godefrid in Erbpacht ge- 
geben habe, und dass sie denselben mit Frau und Söhnen dafür in 
die Gemeinschaft ihrer Güter aufgenommen. 1250. Copie saec. 17 
in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,803. 828. 

1250 .... Anselm Abt und der Convent von La ach beurkunden 
zu Komersdorf wie ihr Streit mit der Abtei Rum er stör ph 
wegen der Zinsleute des dieser Abtei von ihrem frühern Abt Theo- 
derich verkauften Hofs zu Heimbach verglichen worden. Dar- 
nach fällt der Zins von Hedenstorph und der Wein von En- 
gers che an jedes Kloster zur Hälfte. Kl. Laach erhält die Zins- 
leute Arnold Lösche, Gunr. Irrer, Gisla und Martin mit 
ihren Kindern; Kl. Rum erst orph die Nachkommenschaft der 
Leute von K e t h t i g e und R e i n a r d 's von Heimbach, Arnold 
Rasechar und Frider. Urse, Ludw. Memme, Rorich von 
Glense, Becelin und Gerard, Methilde die Ehefrau Her- 
mann's Schwarz (Nigri), Adolph von Hamerstein, Sifrid 
von Hedenstorph, Sifrid und Lude wich von Kerlich, die 
Söhne Wendilmude's. Mitbesiegelt von dem Abt Gerard von 
Romersdorf. Ap. Rumer storph 1250. Oiig. in Coblenz. 
Gedr. Wegeier, Laach 2,33. Mttlrh. Ukb. 3,803. 829. 

1250 .... Die Ritter W i 1 1 e c h o, der Sohn Hede w i g 's, und P h i- 
Hpp Pap ho V. Spanheim befreien die Güter des Kl. Ruperts- 
berg (monast. S. Ruperti) in Ockenheim von ihren vogteilichen 
Beden oder Abgaben. Zeugen die Ritter Volcgnand v. Ockinheim, 
Gerhard v. Ravenesburg, Gisilbert v. Birgestat, Arnold Roth 
(Rufus), Henrich v. Lefelsceit und Hillin; Conr. Gipeshorn. 
1250. Orig. in Coblenz. Gedr. Lerch, Ord. equestr. Germ. 185. 
Lünig, Reichsarch. 12c,76. Mttlrh. Ukb. 3,804. Reg. Scriba 3,98. 
no. 1504. Weidenbach, Bingen 14 no. 141. 830. 

1250 .... Das Schöffengericht zu Bingen beurkundet die Erklärung 
des Ritters Burkard v. Drechdingeshusen, dass ein Zins 
aus dem beim Hofe des Klosters Rupertsberg gelegenen Wingert 
zu Wi Ire künftig aus einem vor dem Gauburgthor gelegenen solle 
entrichtet werden, da er diesen für jenen vorn Kloster in Tausch er- 
halten. 1250. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,805. 831. 

1250 . . . . Henrich Abt v. Sprenkirbac beurkundet, dass Henr. 
Wyen und dessen Frau Aleide dem Kl. Wadegozen ihren 



198 1250. Mittelrheiii. Kegcstcii. 832-38. 

Wingert »Planteiz« zu Rivers gegeben, aber ausbehalten haben, 
dass Aleide als Wittwe denselben auf Lebenszeit gegen 6 Denaren 
Zins besitzen soll. Zeugen die Ritter Johann v. Stremiche, 
Henrich v. Nüssen und II e r m. K r o b o n. 1 250. Ghartul. in 
Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,805. 832. 

1250 . . . . Theoderich Edler v. Ysenburg schenkt mit Gonsens 
seines Sohnes Salentin dem Kl. Wulfirsberg für die Aufnahme 
seiner Tochter Methilde einen Wingert zu Heimbach. 1250. 
Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,806. 833. 

1250 . . . . Graf Johann v. Starkenburg (Sponh.) befreit dem 
Kl. Ghumbd dessen Hof zu Enkrich von aller Dienstbarkeit. 
1250. Reg. Büttinghausen, Beitr. 2,327. Lehmann, Spanh. 2,3. 

334. 

1250 .... Die Gebrüder Philipp, Friderich und Heinrich llit- 
ter auf Leien (a. d. Nahe bei Bingen) verzichten auf ihre Rechte 
an den Sandhof des Kl. Eberbach. 1250. Orig. in Darmstadt. Gedr. 
Baur, Hess. Ukb. 3,594. Rössel, Eberb. Ukb. 2,10. 835. 

(C. 1250) .... Mttlrh. Ukb. 3,806 no. 1087 siehe 1255 (mz.) 

(c. 1250) . . . . Theoderich Edler v. Isenburch befiehlt seinem 
Schultheissen Rudenger zu Mettrich, in der Streitsache mit 
Kl. Hymmerode wegen der demselben von Heymo geschenkten 
Güter, an dem angeordneten Termin sein Zougniss abzugeben , und 
dasselbe auch dem Adolf und übrigen Hörigen vorzuschreiben. 
Ohne Dat. Ghartul. in Trier. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,807. 836. 

(c. 1250) . . . . Henrich Edler v. Govern beurkundet den Mieth- 
vertiag der Abtei Ro-mmersdorf mit Dionys v. Etrich wegen 
eines gemeinschaftlichen Hauses zu Covern, das ihr durch den 
Mönch Bertolf zugefallen ist. Ohne Dat. Ghartul. in Coblenz. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,807. 837. 

(c. 1250) . . . . Eber w in v. Garben heim vermacht verschiedene 
Zinsen aus seinen Gütern zu Garbenheim der Kirche in Wetf- 
lar zu seinem, seines Vaters , wozu sein Bruderssohn Wetzelo 
beiträgt, seines Sohnes Borchard und seiner Gemahlin Mechtilde 
V. Stochheim Anniversarien, ferner Zinsen daraus, aus einem 
Garten an der Wetfa und andern Gütern derselben Kirche, sowie 
denen zu Garbenheim und Buvelingshusen. An allen diesen 



1250-51. Mittelrheiii. Rc^osten. 838-44. 199 

Gütern sollen diese Kirchen keine anderen Rechte, als diese Zinsen zu 
erheben haben, sundern sollen erblich an seine beiden Söhne Ru- 
dolf und Eberwin fallen, jedoch den Hof, den er bewohnt und 
der Kirche zu Wetflar vermacht, solle sein Sohn mag. Rudolf 
lebenslänglich besitzen. Ohne Dat. Gedr. Guden, Cod. 2,125. Mttlrh. 
Ukb. 3,808. 838. 

(c. 1250) .... Graf W. (ilhelm) v. Jülich verschreibt seinem Getreuen 
G.(erard) v. Sinzeche 2 Mark Jahresrente aus seinen Gütern zu 
Bris che, ablöslich mit 20 Mark. Ohne Dat. Kindl. Copie in Mün- 
ster. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,809. 839. 

1251 ian. 17. Das Capitel des Simeonstifts zu Trier vererbpachtet 
seine Mühle bei S. Ger vasiuskirche an den Trierer Bürger 
Er n est um 4 Malter Spelte jährlich. 1250 fer. 3 ante Agnetis. 
Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,809. 840. 

1251 ian. 20. Papst Innocenz IV bestätigt dem Deutschen Orden die 
von der Edelfrau M. (echtilde), ^Vittwe des Grafen H. (einrieb) v. 
Seyn, geschenkten Besitzungen zu Ratich und Zeltanc, Dörfer 
der trier. Diözese. »Cum a nobis« etc. Lugduni 13 kal. febr. pont. 
a. 8. Orig. in Coblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,799. Potthast 2121 
no. 26466. 841. 

1251 ian. 25. Erzb. Conrad v. Cöln schlichtet mit Hilfe der Grafen v. 
Leiningen, Nassau, Henrich 's v. Solimse und Hen rieh's von 
Vernenburg, sowie der Edeln Philipp 's v. Wildenberg und 
Friderich's von Sleiden die Streitigkeiten seines Schwagers Hen- 
rich v. Ysenburg mit dem Grafen Gerard v. Dyze wegen des 
Letztern gräflicher, und Henrich 's vogteilicher Rechte zu Vilmar, 
und beide Theile erwählen obengen. Schiedsrichter, sowie den Gra- 
fen V. Catzenelnbogen und den Edeln v. Covern als Beschützer 
dieses Friedens. 1250 in conversione Pauli. Gedr. Kremer, Or. 
Nass. 2,284. (Fischer) Geschlechtsregister 2,30. Vgl. Hennes, Gfn 
V. Nassau 213. 842. 

1251 ian. Conrad Dechant v. Pfalzel (Palaciol.) vermacht zu 
seinem Anniversarium dem Kl. Hemmenrode seinen Weinberg zu 
Ysolsbach, den er von Philipp v. W a 1 1 r a c h e gekauft hat. 
1250 mense jan. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,809. 843. 

1251 febr. 3. Der Ritter Adolf v. Huchilheim verkauft mit Consens 



200 1251. Mittelrhein. Eegesten. 844—47. 

seiner Frau C.unegunde und seiner Kinder an Cunrad den 
Prior und den Convent v. Aldinburg für 46 köln. Mark Lände- 
reien zu Huciiilheim , welche iiim in der väterlichen Erbüieilung 
mit seinem Schwager, Ritter Bernhelm, zugefallen sind. Zeu- 
gen Ingebrand v. Wertdorf, Gernand v. Swalebach nebst 
andern Kittern und Schöffen von Giessen, sowie die Wetflarer 
Schöffen und Bürger Richolf Gerbert 's Sohn, Richolf von 
Brath, Ludewic der Schultheiss, Rudolf Regul, die Rit- 
ter Damar und Milkeling, Godefrid v. Dridorf, W ig and 
V. Geylnhusen und Heinrich v. Munichhusen. 1250, 3 non. 
febr. Gedr. Guden, Cod. 2,93. Mtürh. Ukb. 3,810. Reg. Scriba 
2,34 no. 431. 844. 

1251 febr. 10. Die Ehefrau Sophia zu Garden schenkt einen Wingert 
im Flur Schwarzerden (nigra terra) dem Kl. Hemmen rode. 
Zeugen der Priester Richard Ganonikus (v. Garden), der 
Priester Henrich, Genturio Jacob und ihr Ehemann Con- 
rad. 1250 Scolastice. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,810. 

845. 

1251 febr. 23. Der Eitter Johann v. Usse und seine Frau Elisa- 
beth schenken dem Kl. Hemmenrode in dessen Hause zu Zell 
ihr Wohnhaus und ihre Güter zu Keimpte mit den Weinbergen 
Dirackir und Plentere mit dem V^orbehalte lebenslänglicher 
Nutzniessung, und lassen die Urkunde über diese Schenkung, da sie 
kein eigenes Siegel haben, von dem Convent des Nonnenklosters 
Marienburg a. d. Mosel (de Monte S. Marie) besiegeln. Zeugen 
sind der Abt Cunrad von Hemmenrode, die beiden regulirten 
Chorherren von Spr enkir sbach Leo Prior von Marienburg 
und Bertolf, 2 Mönche und 3 Conversi von Hemmenrode, die 
Ritter Volmar, Herm. Schelart v. Cella, Albero v. Kurei 
und Warner Kolscherpennink, der Schultheiss Wir ich, 
Warner von Kurei und 3 andere Laien. In domo conventus de 
Hemmenrode ap. Cell am 1250 mense febr. vigil. Matthie. Orig. 
in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,811. 846. 

1251 febr. 25. Papst Innocenz IV bestätigt dem Deutschen Orden die 
von der verwittweten Gräfin M. (echtilde) v. Seyn geschenkten 
Besitzungen zu Ratich und Celtanc nach der eingerückten Ur- 
kunde V. 1250 nov. 18. »Cum a nobis« etc. Lugduni 5 kal. mart. 
pont. a. 8. Orig. in Coblenz. Gedr. Ilennes, Ukb. 2,90. Reg. Pott- 
hast 1174 no. 14218. Mttlrh. Ukb. 3,799. 847. 



1251. Miltelrhein. Regesten. 848—53. 201 

.251 febr. Ein Ehepaar zu Wulliiistad schenkt seine Güter daselbst dem 
Kl. Aldinburg (bei Wetzlar). 1251 mense febr. Gedr. Guden, 
Cod. 2,97. Mltlrh. Ukb. 3,838. Reg. Scriba 2,35 no. 439. 848. 

Da nach der Besiedlung zu scliliessen iat, dass die Urkunde zu Friedberg in 
der Wetterau ausgestellt worden, so ist wohl nicht die trier. Zeitrechnung in 
der Datirung anzunehmen. 

1251 mz. 6, Papst Innocenz IV nimmt das Kl. Met lach (Mediolac.) 
in seinen Schutz, und bestätigt demselben alle Besitzungen. »Sacro- 
sancta Romana« etc. Lugduni 2 non. mart. pont. a. 8. Chartul. 
in Trier. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,812. Lager, Metl. 299. Potthast 2122 
no. 2G470. 849. 

1251 mz. 7. Erzb. Arnold v. Trier bestätigt zu Goblenz dem Kl. 
Hemmenrode die Schenkung von Gütern zu Kempta Seitens 
des Ritters Johann v. Usse und dessen Frau Elizabeth. 
Confluentie 1250 non. mart. Orig. in Coblenz. Reg. Goerz, 
Reg. d. Erzbb. 46. 850. 

1251 mz. 12. Derselbe bestätigt auf Ehre nb reit st ein dem Kloster 
Hemmenrode die Schenkung der Güter zu Metrich Seitens des 
Ritters Ekkebert v. Metriche und dessen Frau Sophie nach 
der Urk. des Lehensherrn Theoderich 's des Jüngern v. Isen- 
burch (v. 25. Nov. 1250). Erb retstein 1250 in festo Gregorii 
mense mart. Orig. in Coblenz. Gedr. Günther 2,249. Mttlrh. Ukb. 
3,812. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 46. — Derselbe bestätigt diese 
Schenkung in einer zweiten an den Abt und Gonvent gerichteten 
ganz kurz gefassten Urk. mit dems. Orts- und Zeitdatum. Orig. in 
Goblenz. 851. 

1251 mz. 12. Cristine Aebtissin und der Gonvent von Rosenthal 
( V a 1 1 i s r o s a r u m) verkaufen dem Kl. H e m m e r o d e für 17 köln. 
Mark und 4 Soliden ihr Antheil an dem von der verstorbenen Cri- 
stine V. Andernach, Tochter des verstorbenen Ritters x\rnold 
Nodeil, ihnen und den Klöstern Hemmerode und Marienstatt 
vermachten Legat. 1250 mense mart. die Georgii. Orig. in Ander- 
nach. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,813. 852. 

1251 mz. 14, J.(ohann) Abt und der Convent von S. Martin zu 
Trier verzichten in ihrem Streite mit dem Kl. Loewenb rücken 
(Ponteleonis) wegen eines Drittels am Zehnten vom Pauls berg 
(Mons S. Pauli) auf ihre Ansprüche, und erkennen dem Kloster 



202 1251. Mittelrhein. Regesten. 853-59. 

das Eigentlium dieses Berges als salisches Land zu, gleich wie sie 
es vor dem Verkaufe besessen haben. 1250 fer. 3 post Reminiscere. 
Orig. in Coblenz. Gedr. Rlttlrh. Ukb. 3,813. 853. 



1251 ms. 20. König Conrad IV benachrichtigt seinen Getreuen Gerhard 
V. Sinzigh, Burggrafen auf Land es er on, von dem Tode sei- 
nes Vaters, des Kaisers (Friedrich II), und verspricht ihm Ersatz für 
den von seinen Feinden erlittenen Schaden. Wormaeie 20 marcii, 
ind. 9. Kindl. Copie in Münster. Gedr. Tross, Westfal. 1825 jul. 
9. Huillard-Breholles 6b,892. Mttlrh. Ukb. 3,814. Reg. Boehmer, 
269 no. 102. 854. 

1251 mz. 27. Derselbe ertheilt dem Kl. Eberbach Zollfreiheit für seine 
Schiffe auf dem Rhein zu Bobard und sonst in seiner Jurisdiktion. 
Ap. Oppenheim 27 marcii 1251 ind. 9. Orig. in Idstein. Gedr. Rös- 
sel, Eberb. Ukb. 2,22. Reg. Boehmer 270 no. 104. 855. 

1251 apr. Derselbe belehnt zu Hagenau den Grafen Heinrich von 
Saarbrücken wegen der Treue und Dienste, die er von demsel- 
ben verhofft, mit der Reichsburg Kirkel bei Zweibrücken. Reg. 
Boehmer 270 no. 105 nach einer Copie v. 1425 in Idstein. 850. 

1251 apr. IL Die Wittwe Lucretia v. Walldorf überlässt dem KI. 
S. Thomas (a. d. Kyll) ihre Ansprüche an das Haus bei der Eiche 
im Dorfe Clussarte mit dem Wingert Pichten und allen andern 
Zugehörungen. 1251 fer. 3 post palmar. Copie in Coblenz. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,814. 857. 

1251 apr. 11 Er zb. Arnold v. Trier begleitet mit 60 Reitern König 
Wilhelm auf der Reise zum Papste nach Lyon, und verdolmetschte 
auf Charfreitag an der Seite des Papstes dessen Rede dem Könige 
und den Deutschen. Gesta Trevir. ed. Wyttenbach l,o37. Vgl. 
Boehmer 17. Potthast 1180. Goerz, Reg. d. Erzbb. 46. Damberge 
10,584. Brower, Ann. 2,145 zum J. 1252. 858 

1251 apr. 28. Der Canonikus Elias von S. Florin in Coblen 
(und von Münstermaifeld) macht sein Testament, zu dessen Exeku 
toren er seinen Mit canonikus mag. Symon, den Scholaste 
mag. Johann von S. Florin und den Prior der Prediger 
mönche in Coblenz ernennt. Darin verfügt er über das sogen 
grosse Haus (magna donius) auf der Hochstrasse zu Ändert 
nach, einen Wingert im Vellestal daselbst, Wingerten zu Lu- 



1251. Mittelrlieiu. Regesten. 850— Gl. 203 

deiiätorf iui Frivelstal, hinter der Koller Herrn Giselbert's 
Lener und gegenüber dem obern Tlieil der Kirche, Güter zu Be- 
dendorf, Ackerland bei Münster (-niaifeld) nach Mettrich zu, 
Haus und Hofstaü in Münster, Aecker, welche der Centurio 
Willelni daselbst in Erbpacht hat, und Spelte Zins geben, zur 
Vertheilung von Simede (Semmel) bei seiner Anniversarienfeier; 
über sein Gnadenjahr an den Stiftern zu Münster (-maifeld) und 
S. Florin in Goblenz, Renten zu Lützelcoblenz (Parva 
G n f 1 u e n t i a) ; über sein verschiedenes Hausgeräthe, Bett- und 
Tischzeug, Meubles, Kleidungsstücke, Ringe und sonstige Gold- und 
Silbersachen. Vermächtnisse erhalten der von ihm errichtete Drei- 
faltigkeits-Altar in der Florinskirche, die Schwestern Ghristine 
und Agnes, Töchter seines Bruders, sowie der 'Erstem Ehemann 
Mengot, die beiden Spitäler in Goblenz, der Erzbischof 
V. Trier, mag. Symon, sein Verwandter (cognatus) Gobolo, der 
Scholastikus Johann, die Klöster Hemmenrode, Rumers- 
torf, Andernach (S. Thomas), Oberwerth (in insula ap. 
Gonfluent.), der Prediger, Minoriten und Nonnen hinter der 
Leyr zu Goblenz, Beatusberg (Mons S. Beati) und Mün- 
ster (-maifeld); sein Verwandter (consanguineus) der Ganoni- 
k u s Elias (v. Elz) zu Münster, sein Kellner Lude wich, der 
Scholar Lude wich und Koch Lude wich. 1251, 4 kal. mai. 
Orig. in Goblenz. Gedr. IVlttlrh. Ukb. 3,815. 859. 

1251 mai 1. Marsilius v. Garden vermacht dem Kl. Hemmen- 
rode 3 Weinberge beim Schemel (scabellum) hinter Garden 
und im Kanvyr unterhalb dem grossen Stein (magna petra), 
sowie eine Weinrente aus dem Hause seiner Schwester in der Maxi- 
mingasse und deren beiden Wingerten bei Vasel und hinter dem 
Dorfe. Zeugen der Priester Bertolf, der Ganonikus Her- 
mann, Gunrad; die Laien, der Ritter Otto v. Tris, Walter 
V. P u m e r e , der Meier Se ward, Leo, der Centurio Jacob, 
Sifrid Pingil und Henr. Plenscart. 1251 in festo Phihppi et 
Jacobi. Orig. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,818. 8G0. 

1251 mai 1. Der Genturio Jacob zu Garden und seine Frau Ger- 
trude vermachen unter gewissen Vorbehalten dem Kl. Hemmen- 
rode ihr Wohnhaus in der (Pastor sgasse zu Garden nebst 2 
Wingerten im Gesezze und beim Müden er Fisch wehr (juxta 
vennara Mutinensem). Zeugender Scholastikus Ludewich, 
Lude wich v. Hoyngen, mag. Jordan, Hermann v. Glot- 
thene und Sifrid v. Rile, die Laien Petrus der Vogt, die 



20-1 1251. Mittelrhein. Reffesteu. 861—66. 



ö' 



Gebr. Stephan und Sifrid, Sifrid v. Merlelach, sowie Gode- 
frid und Walter die Brüder der obongen. Gertrude. 1251 Phi- 
lipp! et Jacobi. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,818. 861. 

1251 mai 17. Der Propst Henrich v. Pfalzel beurkundet als päpstl. 
delegirter Richter den vor ihm geschehenen Verzicht der Gebr. Her- 
vera mm und Hermann v. Kynhem auf ihren Streit mit dem 
Kl. Hymerod wegen Wein- und anderer Güter zu Kynhem. 1251 
fer. 4 post dnc. Gantate. Keg. des 15. Jahrh. im klüsterl. Repertor. 
zu Coblenz. 862. 

1251 mai 20. Lifmude von Garden, die Wittwe des Wirths Hen- 
rich am Ufer, vermacht dem KI. Hemmenrode den Wingert 
Gesezze und ein Drittel ihrer Hofstätte, woraus Theoderich v. 
Arewilre einen Zins bezieht. Zeugen der Scholastikus Lude- 
wich von Garden, der Canonikus Lude wich v. Hoyngen, 
die beiden Priester Sifrid und Theoderich, der Subdiakon 
Conrad; die Laien Jacob der Centn rio, Rudolf der Wirth 
und Henrich der Bruder der obengen. Lifmude. 1251, 13 kal. 
mai (lies jun.) Basille virg. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb^ 
3,819. 863! 

12fl .... Sifrid V. Bers ine und Henr. Bulo verzichten auf alle 
ihre Rechte an dem Hause zu Karadon, welches Lifmude an 
Kl. Hymminroth vermacht hat. Zeugen Nycolaus Cantor» 
Ludewich v. Hoingin, Ricard und Hermann Canoniker 
von Garden; Cunrad Canonikus von Münster (-maifeld), die 
Priester Syfrid und Hemiho; die Laien Seward der Schul- 
theiss, Jacob der Centurio, die Bürger Stefan und Rodolf 
zu Garden. 1251. Orig. in Coblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,820. 

864. 

1251 mai 23. Ernannte Schiedsrichter machen einen Vergleich zwischen 
dem Kl. Hemmen rüden und dem Capitel von S. Guido zu Speier 
wegen des Ausgangs eines klösterlichen Hauses daselbst und darauf 
ruhenden Weinschanksrechtes. 1251, 10 kal. jun. Or. in Garlsruhe. 
Gedr. Mone, Zeitschrift 13,401. 865. 

1251 mai 28. Thielmann v. Wellene und seine Frau Osilia schen- 
ken durch die Hand des Abts Cunrad von Hemmenrode dem 
Cistert. Nonnenkloster Machra vorbehaltlich lebenslänglicher Nutz- 
niessung ihr Haus mit Garten zu Wellene (Wehlen) und mehrere 



1251. Mittelrlicin. Rc^csten. SGO-Tl. 205 

Wingertsstücke im »Garten (orto)«, hinter dem Hause in der 
»neuen Anpflanzung (novella plantatione)«, in »Dudonis 
Wiese (prato)« und an »Schelard's Acker (ager)« herab. 
Zeugen der gen. Abt (de Glaustro), die beiden Priester und 
Mönche Walter und Godefrid, der Priester Henrich, der 
Kitt er Henrich v. Leyen (de Petra), Herrn. Schena, Teo- 
derich v. Noviant und Hermann v. Celtanc. 1251, 4 kal. 
jnn. Orig. in duplo zu Coblenz. 866. 

In beiden Orig'inalen ist der Name «T hi clmann» von neuerer Hand auf 
dem ursprünglichen Namen, welcher wahrscheinhch «Bonefacius» gelautet 
hat, überschrieben. 

1251 mai. Die Gebr. Johann und Symon'Grafen v. Spanheim 
beurkunden, dass der Ritter H. v. Gimmenich und dessen Ehefrau 
Guda, eine Tochter des verstorbenen Ritters Wolfram von 
Stein (de Lapide), ein Gut zu Ober- und Niederhohenstat in 
Speierer Diözese, welches dieselben von ihnen zu Lehen hatten, mit 
ihrem Consens an die Abtei Eussernthal verkauft, und sie auf ihre 
Rechte an diesem Gut verzichtet haben. 1251 mense majo. Gedr. 
AVürdtwein, Nova Subs. 12,156. Reg. Lehmann, Spanheim 2,3, 867. 

1251 mai. Friderich v. Spitza, Canonikus von S. Symeon zu 
Trier, vermacht zu Trier in Gegenwart seines Dechants Theo- 
derich, des Capitels und des tri er. Officials dem Kl. Hime- 
rod (de Glaustro) sein ganzes Vermögen mit Ausnahme seines 
Hauses. Treveri 1251 mense majo. Orig. in Coblenz. Gedr. 
Mtth'h. Ukb. 3,820. 868. 

1251 iun. 2. Papst Innocenz IV befiehlt dem Er zbischof v. Trier 
dessen Suffraganen und Clerus, das NonnenkL Loewenb rücken 
(de Ponte Leonis) gegen dessen Widersager zu schützen. »Non 
absque dolore« etc. Janue 4 non. jun. pont. a. 8. Orig. in Coblenz. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,821. Reg. Potthast 2122 no, 26475. 869. 

1251 iun, 3. Wernher Truchsess v. Alzei verkauft dem Kl. H im er od 
(de Glaustro) für 120 Mark seinen Zehnten zu Neuhof bei Speier. 
1251 vigil. penthecost. Gedr. Act. Palat. 7,274. Remling, Speir. 
Ukb. 1,266 ohne Dat. 870. 

1251 iun. 21 L(rmegard) Meisterin, .T. Priori n und der Gonvent 
von Stupha beurkunden mit ihren und des Edelmanns Wi- 
nand, Vogts v. Merle, Siegeln, dass die edle Matrone Lucre- 



206 1251. Mittelrbcin. Kegesten. 871—7-1 

tia V. Limine vor der Kirche zu Edigrc in Gegenwart der Edeln 
F r i d e r i c h's Vogt und dessen Schwiegersohns Karol, Portesl o's, 
Wilhelm' s v. Sigenheim, Theoderich's v. Aren den roth, 
Baldewin's v. Edigre, Joh. Breidebart's und Gristian's in 
ihrem Streite mit dem Kl. S. Thomas (a. d. Kill) wegen Güter zu 
Gluzerte nach Empfang von 3 Pfund 10 Soliden auf ihre An- 
sprüche mit allen ihren Kindern verzichtet habe. 1251 festo Joh. 
bapt. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. ükb. 3,821. 871. 

1251 iun. 24. König Wilhelm stellt auf Ehrenbreitstein für seine 
Base Ricarda eine Urk. aus. Ap. Erenbrech stein 8 kal. jul. 
1251 ind. 9. Gedr. Mieris 1,262. Meermann 2,340 Extr. — Nach 
den Gest. Trevir. (Wyttenb. 1,336) beherbergte der Erzbischof 
8 Wochen lang den König mit seinem Gefolge auf Ehrenbreit- 
stein. Vgl. Boehmer 18 no. 105. Goerz, Reg. der Erzbb. 341. 
Bertheau 84. Damberger 10,587. Vgl. noch jul. 31. 872. 

1251 iun. 26. Erzb. Arnold v. Trier überträgt auf Ehrenbreit- 
stein dem frier. Official die Untersuchung und Entscheidung in 
dem Streite der Abtei Münster zu Luxemburg und des Herrn von 
Zolver mit dem Kl. Marienthal wegen des Patronats zu Reckingen. 
Erenbrechstein 6 kal. jul. 1251. Reg. Publ. de Luxemb. 15,61 
und 17,XXVII. Goerz, Reg. d. Erzbb. 341. 873. 

1251 iul. 5. Das Domcapitel von Trier ernennt zu Domherren: auf 
die Bede des Dompropstes W. (erner) den Wir ich v. Numa- 
gin, auf die des Grossarchidiakons A. (rnold) Waleram v. 
Sleida, auf die des Archidiakons H. (einrieb) v. Bolandia den 
Warner, Sohn des Herrn v. Falkesteyn, auf die W. (ilhelm's) v. 
Davels Namens des Archidiakons S. (imons) den Heinrich, auf 
die des Archidiakons S.(imon's) Namens W. (ilhelm's) v. Davels 
den Ysenbard, auf die des Propstes v. Pfalzel den Heime- 
rich, auf die des Dechanten T h. (eoderich) v, S. Symeon den 
Arnold, auf die des Grossarchidiakons Namens des Archidia- 
kons v. Blankeneim den Gerard v. Dune, auf die des Cantors 
den Radulph v. Villers, auf d've des Scholasters Th. den Wal- 
ter V. Assetche (Aspelt), auf die des Erwählten (Richard's v. 
Dann) von Worms den Wir ich, Sohn seines Bruders, auf die des 
Capellans Th. (eoderich) den Heinrich v. Garlande, auf die des 
Officials S. (imon) den Gilett, auf die Walt er 's v. Coblenz 
(de Gonfluentia) den Kämmerer Warner, auf die Rein er 's 
(v. Davels) den Johann v. Winisperch, auf die Conrad 's v. Rin- 



1251. Mittclrhein. Regcston. 874—78. 20? 

ecke den Lude wie v. Ander nac, auf die Johann's den Pri- 
de rieh Sohn Gilett's, auf die des Elyas (v. Elz) den Luther, 
auf die des verstorbenen flerrn (Erzb. Christian's II) v. Mainz den 
Gerard Sohn des Herrn v. Bolandia, auf die wiederholte Bede des 
Dompropstes dessen Bruderssohn Jacob, auf die wiederholte 
des Archidiakons S. den War in v. Heys, auf die Bede des 
Erzbischofs 2 Präbenden, auf die des Grafen v. Luxemburg den 
Philipp Sohn des Ritters Raduiph v. Dudelesdorf, auf die 
der Frau v. Muncleir deren Sohn und auf die des Grafen von 
Losz dessen Sohn. Sodann stehen noch offen die Beden des Erz- 
bischofs (Arnold), des Domdechants W. (irich), sowie die zwei- 
ten Beden des Grossarchidiakons und Archidiakons 
H. (einrieb) v. Bolanden. 1251 fer. 4 post Petri et Pauli. Orig. in 
Coblenz. Gedr. Mttlrh. ükb. 3,821. 874. 

.251 iul. 6. Symon v. Spane im vertauscht mit Consens des Erz- 
bischofsv. Trier und Archidiakons des Orts seine GüLer 
nebst Rechte am Patronat und Zehnten zu Rile an das tri er. 
Domcapitel gegen dessen Besitzungen zu Sprendlingen. 1251 oc- 
tav. Petri et Pauli. Orig. in duplo zu Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 
3,822. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 46. (Kreglinger) Catal. Renesse 
12 no. 75—76. — Die Gegenurk. des frier. Domcapitels im 
Sponh. Gopialbuch zu Carlsruhe; vgl. Mttlrh. Ukb. 3,823. Lehmann, 
Spanh. 1,37. 875. 

.251 iul. 7. Der päpstl. Legat Cardinalpriester fr. Hugo von S. Sabina 
ertheilt zu Mainz dem Prämonstrat. Nonnenkloster AI denburg (bei 
Wetzlar) zu dessen Kirchen-Neubau ein Ablassprivilegium. Moguntie 
non. jul. pont. Innoc. ppe. a. 8. Gedr. Guden, Cod. 3,118. Mttlrh. 
Ukb. 3,823. 876. 

.251 iul. 21. Derselbe ertheilt zu Bingen dem Prior und Gonvent des 
Kl. Sponh eim behufs Neubaues der Georgskapelle zu Dalen ein 
Ablassprivilegium. Pingiae 12 kal. aug. pont. Innoc. IV ppe. a. 9. 
Gedr. Trithem, Chron. Sponh. 279. Mttlrh. Ukb. 3,824. Vgl. Leh- 
mann, Spanh. 1,37. 877. 

.251 Iul. 24. N. (icolaus) Dechant und das Capitel zu Garden ver- 
erbpachten daselbst an Frau Yliane v. Cocheme und deren 
Kinder für 43 Malter Korn mindern Maasses und 25 köln. Soliden 
Jährlich ihren Zehnten in der ganzen Pfarrei Alflvin. Mitbesicgler 
Erzb. Arnold v. Trier, der Abt Conrad v. Hirn m inrode 



208 1251. Mlttolrliein. Re.srostcn. 878—8^1. 

und der Edele C.(i]no) Herr v. Schoneber eh. Zeugen Nico- 
laus Dechant, Lodewic Scholastikus, Nicola us Cantor, 
Joannes Gustos, Gibert, mag. Jordan, Lodewic v. Hoin- 
gen und Ricard Ganonici v. Garden. Cardoni 9 kal. aug. 
1251. Gopie in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,824. 873. 

1251 iul. 30. Der päpsll. Legat Gardinalpriester fr. Hugo von S. Sabina 
ertheilt zu Goblenz dem Deutschenorden daselbst für dessen 
Hauskapelie ein Ablassprivilegium. Gonfluentie 3 kal. aug. pont. 
Innoc. IV ppe. a. 9. Orig. in Antfeld. Gedr. Hennes 2,92. Mttlrh. 
Ukb. 3,825. Theihveise faksimilirt mit Innoc. III ppe. im Dat. Wal- 
ter, Lexic. dipl. tab. 12 zum J. 1206. 879. 

1251 hl. 31. König Wilhelm ertheilt auf Ehrenbreitstein dem KL 
Roremund einen Schutzbrief. Ebrechtstein 2 kal. aug. 1251 Ind. 
9 reg. a. 3. Gedr. v. Sloet, Oorkb. 1,798 no. 735. Reg. Boehmer 
18 no. 107. 880. 

1251 iuL Graf Symon v. Spanheim theilt zu Neef mit dem Non- 
nenkloster Stuben (Stupa) die von ihnen gemeinschaftlich besesse- 
nen Güter der Katharinenkirche von Wraower (Waber?) im Dorfe 
Neven. Graf Symon erhält 2 Stücker in Kestelun und unter- 
halb des Dorfs Bulley im »Radegeier«, das Kloster aber de- 
ren im Dorfe Bremme, in NeverMark, Kerre, Manbeler, 
in der Delval und Zerben, sowie in Rumpenheim, welches 
halb dem Ritter Richard v. Buche ist. Unter den Zeugen und i 
Hausgenossen (familiäres) Theoder. Ruilant. Ap. villam Neve 
1251 mense jul. Gopie in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,825. 881. 

1251 iuL Die Wittwe Lifmutde v. Garden vermacht ihrem Bruder 
Henrich für die Pflege in ihrer Krankheit ein Viertel des Wingerts 
»Gesezze«, wovon dreiviertel das Kl. Hemrnerode hat (vgl. mai 
20). Besiegelt von dem Abt C. (onrad) v. Hemmerode. 1251 in 
julio. Orig. in Goblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,820. 882. 

1251 aug. 11. Graf Heinrich v. Luxemburg beurkundet, dass sein Cleri- 
ker Jacob von Luxemburg vom Kl. Mariendal zur Kirche von Vri- 
lingen gehöriger Weise präsentirt v/orden sei. 1251 mense aug. 
crast. Laurentii. Reg. Publ. de Luxemb. 15,62 nach dem Marien- 
thaler Ghartular in Luxemburg. 883. 

1251 aug. 21. König Wilhelm urkundet im Lager zu Pleitzenhausenl 



1251. Mittelrhein. Regesten. 884—88. 209 

zwischen Bingen und Boppard für den Bischof v. Grasse. Ap. 
Bligenhuscn inter Pinguiani et Bopardiam in castris 12 kal. 
sept. 1251 ind. 9 reg. a. 3. Gedr. Gall. Christ. 3,21G. Bouche, Hist. 
de Provence 1,828. Keg. Boehmer 18 no. 108. Meermann 2,341. 

884. 

1251 aug. 27. König Wilhelm desgl. im Lager vor Boppard für Kl. 
Schinna und am 28. xVug. für S. Lambert in Lüttich. Ap. Bopar- 
diam in castris 6 (und 5) kal. sept. 1251 ind. 9. Gedr. Orig. Guelf. 
5,23. Boehmer, Observ. jur. can. 27 L Meermann 2,341 Extr. Die 
andere gedr. Bormans, Rec. des ordon. de Liege 1,41 — 42. Reg. 
Boehmer 18 no. 109—10. 885. 

1251 sept. 2. Das Paulinstift zu Trier bestimmt in seinem Gene- 
ralcapitel, dass nicht residirende Stiftsherren nicht den Genuss ihrer 
Pfründe haben sollen. 1251 sabb. post Paulini in generali capitulo 
ecclesie Paulini. Orig. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,82G. 88G. 

1251 sept. 3. Henrich Burggraf v. Cöln und Herr v. Arberch be- 
lehnt im Dorfe Dümpelfeld den Cono Herrn v. Rullant mit dem 
Dorfe Dorsul, welches dessen verstorbener Bruder Theoderich zu 
Lehen gehabt hatte. Zeugen Johann Herr v. Nurberch, Cono 
Herr v. Schoenberg (de Pulcromonte) und dessen Sohn 
Theoderich, Henrich Herr v. Ulmen (Hylmene), Herr 
Richard v. Dune, Herr Herrn. Schenk (pincerna) v. Are 
und seine Söhne Herr Matthias und Herr Hermann, Herr 
Wolcold V. Bura, Herr Wolfram v. Wilsinte, die Herren Henrich, 
Sobert und Effirhard v. Arberch und Herr Theoderich v. 
Misce. Mitbesiegelt vom Erzbischof von Cöln. In villa Dumpin- 
velt 1251 mense sept. dnc. ante nativ. Marie. Chartul. in Luxem- 
burg. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,827. Reg. Publ. de Lux. 15,62. 887. 

1251 sept. 9. Erzb. Conrad v. Cöln und Graf Wilhelm v. Jülich kommen 
unter anderm in ihrem Vergleiche wiegen ihrer verschiedenen Strei- 
tigkeiten auch dahin überein, dass Letzterer dem Herrn v. Heinsberg 
Schloss und Land Hülchrath zurückstellen solle, wenn dieser ihm die 
Pfandsumme dafür zurückzahle, zwischenzeitlich aber diese Güter be- 
halten, wie sie von dem verstorbenen Grafen v. Seyn besessen 
worden; von den Gütern in Lommersum und Kente, welche der 
Erzbischof von der Gräfin v. Seyn in Pension hat, solle der Graf 
das weggenommene Getreide nach Abzug des von seinen Leuten 
während der Belagerung Tombergs erlittenen Schadens ersetzen; der 

14 



210 1251. Mittelrhein. Regestcu. 888-89. 

früher zwischen Graf Wilhelm und seinem Sohne Gerlach in Gegen- 
wart ihrer Verwandten gemachte Vergleich wegen Saffinbercli 
solle in Kraft bleiben ; dagegen sollen der päpstl. Legat, Cardinal- 
priester Hugo V. S. Sabina, oder wenn dieser verhindert, Friedrich 
Herr v. Schieiden, und die Brüder der Graf v. Berg und Herzog v. j 
Limburg, zu Brau wei 1er am Sonnt, nach Matheus (sept. 24) darüber 
enlscheiden, ob der Graf mit Reclit oder Unrecht seinen Sohn aus 
diesem Schlosse geworfen habe. Nussie 1251 crast. nativ. Marie. 
Lat. und deutsch ausgefertigt. Gedr. Lacomblet, TTkb. 2,198. Hoefer, 
Deutsche Urkunden S. 4—10. ' 888. 

1251 sept. 18. Mttlrh. Ukb. 3,828 gehört nach der Orig.-Urk. in's Jahr 
12(51 sept. 19. 

1251 sept, 23. Der Propst Henrich von Pfalzel (Palatiol.) und 
der Ritter T h e o d e r i c li v. der Brücke (de Ponte) Seitens 
des Erzbisciiofs v. Trier, sowie Egidius v. Kaiire und Friderich 
V. Wipenroth Seitens Herrn Everard's v. (Ober-) Stein (de Lapide) 
und dessen Sohn's E. (vcrhard) erwählte Schiedsrichter sprechen we- 
gen deren Fehde und Zwistigkeiten folgendes Urtheil zu Trier. 
Everard und sein Sohn sollen dem Erzbischofe für den demsel- 
ben zugefügten Schaden 200 trier. Pfund oder AUodialgüter in glei- 
chem Werthe überweisen und wie die Burg Stein von demselben zu 
Lehen erhalten; ferner solle Herr Everard wegen der zu Merz ig 
(ap. M a r c e t u m) gegen den E r z b i s c h o f ausgesprochenen Schmäh- ' 
Worte mit 40 Rittern oder Rittersöhnen baarfuss vom Kreuze auf 
dem Markte bis zur Domkiiche gehen und zu den Füssen 
des Erzbischofs reuig Gnade suchen, auch solle deren Gelöbniss 
Herr C. (uno) v. S c h o n e b e r g öffentlich verkü ndigen, wie auch 
dessen Ausspruch gehalten werden solle, wenn die Schiedsrichter 
wegen des dem Erzbischof zugefügten Schadens keine Einigung 
bewirken können; in Beti-eff der Klagsache des Archidiakons 
S.(imon) solle dessen Verwandter (consanguineus) Robert im Be- 
sitze der Kirche von Wolfeswilre bleiben, wie derselbe gewesen ist, 
und wenn Denselben Johann v. Stein (de Lapide) vor dem genannten 
Archidiakon belange , möge er daselbst sein Recht verfolgen ; 
wegen der Gefälle, welche FJerr Everard aus dieser Kirche bezogen, 
wegen des in der Gefangenschaft gestorbenen Ritters Bernewin un 
dessen gebrandschatzter Kinder, sowie wegen des in der Fehd 
Herrn Everhard's gefangen genommenen Ludewich, Sohns Sybodo's 
Sülle auch Herr C.(uno) v. Schoneberg sprechen, wenn sie 
Schiedsrichter keine Einigung treffen können. Treveri 1251 sabb 



1251. Mittclrlioin. Rcgestcii. 880-95. 21 1 

post Mathei. Orig. in Coblenz. Gedr. Ilonth. 1,734. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,830. Vgl. Brower, Ann. 2,145— 4G zum J. 1253. Toepfer, 
Hunolst. Ukb. 1,308. 889. 

1251 sept. 25. Erzb. Arnold v. Trier inkorporirt daselbst mit 
Consens des Domcapitels dem Gapitel v. Dietkirchen die Pfarrkirche 
von Nentirshusen, auf welche deren bisheriger Besitzer Hermann v. 
Coeln, Canonikus von S. Castor in Goblenz, resignirt hat, 
da derselbe die Pfarrkirche von Winningen erhalten. Treviris 
7 kal. oct. 1251. Vidim. Gopie des 18. Jahrhunderts in Goblenz. 

890. 

1251 oct. 1. Derselbe inkorporirt zu Trier dem Gistert. Nonnenkl. 
Rosenthal (Vallis rosarum) die Pfarrkirche zu Ilambach mit 
Gonsens deren Patrons Johann's Herrn v. Nurbherc. Treveri 

' 1251 kal. oct. Orig. in Goblenz. Gedr. Günther 2,251. Mttlrh. 
Ukb. 3,831. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 46. 891. 

1251 oct. 1. Derselbe ertheilt zu Trier dem Gistert. Nonnenkloster 
(Clairefontaine) bei Arlons dieselben Rechte und Freiheiten, welche 
die andern Klöster dieses Ordens haben. Treviris 1251 kal. oct. 
Gedr. Bertholet 5,36. Honth. 1,735. Gallia Christ. 13,357. Reg. 
Goerz, Reg. d. Erzbb. 46. Publ. de Lux. 15,62. 892. 

1251 oct. 1. fr. Eberhard v. S e y n e Deutschordens - Präceptor in 
Deutschland und Stellvertreter des Hochmeisters v. Liefland und 
Preussen urkundet zu Gulm. 1251 kal. oct. Gedr. Hennes, Ukb. 
1,137. 893. 

1251 oct. 2. Erzb. Arnold v. Trier befiehlt daselbst dem Abt 
von S. Martin bei Mittheilung seiner Bestätigung des eingerückten 
Gapitels-Statuts von S. Paulin in Betr. der Residenz (v. 2. Sept.), 
das Gapitel gegen etwaige Verletzer dieses Statuts zu schützen und 
dieselben mit geistlichen Gensuren zu belegen. Treviris 6 non. 
oct. 1251. Orig. in Heidelberg. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 47. 
Oberrhein. Zeitschr. 23,134. Mttlrh. Ukb. 3,827. 894. 

1251 oct. Die Abtei Marienstatt, welcher gemeinschaftlich mit den Klö- 
stern Hemmerode und Rosenthal (Vallis rosarum) die ver- 
storbene Ghristina, Tochter des Ritters Arnold Nodeil, ihr 
Haus mit Hofstatt und einige Ackerländereien zu Andernach ver- 
macht hat, einigt sich mit der Abtei Hemm er o de, da dieselbe 

14* 



212 12')!. Mittelrlioin. Kegestcn. 895—07. 

dem Kl. Roscnthal dessen Erbtheil abgekauft hat (vgl. 12. Mäi'z) 
dahin, dass sie die Aeeker, und Hemmerode als seine zwei Erbtheile 
das Haus mit der Hofstatt erhält. 1251 mense oct. Orig. in An- 
dernacli. Gedr. Mtllrh. Ukb. 3,831, woselbst S. 832 nochmals ein 
Reg. derselben Urk. nach dem Chartul. in Coblenz. 895. 

1251 oct. Gerhard von K e m p e n i c h , der Sohn des verstorbenen 
Herrn Th. (eoderich's) v. Kempenich, cedirt dem Kl. Hemme- 
rode für das noch nicht berichtigte Legat seines Vaters seine Rechte 
auf die Güter, welche Christine v. Andernach, die Tochter des 
Ritters Arnold Nodeil, den 3 Klöstern Hemm er od e, Marien- 
statt und Rosen tlial (V'allis rosaruni) vermacht hat. 1251 
mense oct. }3csiegolt von Gerhard 's Oheim (patruns) Herrn 
Rouseman (v. Isinburch nach dem Siegel). Orig. in Coblenz. 
Gedr. Günther 2,252. Mttlrh. Ukb. 3,832. 89G. 

1251 no V. 24. Arnold Propst, Simon A r c h i d i a k o n , Joannes 
Dechant und Lodowich Cantor, Canonici von S. Paul in 
bei Trier, ernennen als dazu Gewählte in ihrem Generalcapitel 
Tags nach S. Clemens neue Stifisherren ; nämlich auf die Bede des 
E r z b i s c h o f s v. Trier dessen Notar P e r e g r i n u s ; auf die ihres 
Propstes Arnold des Herrn Cono v. Viru e bürg Sohn Re- 
ther; aus Rücksicht göttlicher Vei'geltung den armen Cleriker, 
Diakon L u d o w i c h v. Lucellenburg ; auf die Bede ihres Dechanls 
Joannes dessen verstorbener Schwester dementia Sohn Jo- 
hann; auf die des tri er. Archidiakons Simon dessen Cleri- 
ker Zachareus; auf die ihres Cantors Lodowich den Petrus 
Sohn dessen Bruders Petrus; auf die des Herrn Theoderich den 
Mathe US Sohn Rodulph's des Bruders Herrn Everhard's; auf 
die des Herrn Albert in v. Bassindorf dessen Bruder Fride- 
rich; auf die ihres Scholastikus Alexander dessen Vetter 
(consanguineus) den Sühn Christian 's Roth (Rufi); auf die des 
Herrn A 1 b e r o dessen Schwester A d e 1 e i d e Sohn Jacob; auf die 
des Herrn Everard (fehlt); auf die des Herrn Hugo v. Velden- 
t i a den F r i d e r i c h Sohn L i v e r a d e 's der Schwester ihres De- 
chants; auf die ihres Mitcanonikus, des Propstes von Pfalzel, 
den Hermann Sohn Tilemann's Boffort; auf die des mag. Jacob 
dessen Vetter (consanguineus) Anselin; auf die mag. Johannis 
de Elemosina (von der Allmosen) dessen Cleriker Nicolaus; 
auf die Godefrid's v. Coblenz (de Confluentia) den Propst 
Theoderich von Prüm; auf die zweite Bede ihres Propstes 
Arnold (steht leer); auf die zweite des vorgen. Archidiakons 



1251. Mitteh-hein. Re^^esten. 897—901. 213 

S. (iiiion) Johann den Sohn des verstorbenen Ritters Egidius von 
der Fels (de Rupe) ; auf die zweite des Er:?bischofs von Trier 
(fehlt der Ernannte); auf Befehl des Papstes den. Nico laus Neffen 
des Canonikus Elias von Verdiin; auf Befehl des Legaten (Cardinais 
Hugo von S. Sabina) den Cleriker Gerlach Sohn II ermann 's 
Scorneleen (Scornichin) v. Bopard; auf die Bede des Grafen 
v. Luxemburg den Nico laus Sohn Herrn Theoderich's v. Lincer; 
auf die des Ritters Rodulph von der Brücke (de Ponte) 
dessen Sohn Friderich; auf die des Grafen v. Gastet (fehlt); und 
auf die zweite Bede ihres D e c h a n t s Joannes Friderich den 
Sohn des Ritters Reiner von der Brück e. 1251 crast. Gle- 
mentis. Orig. in Heidelberg. Gedr. Mttlrli. Ukb. 3,833. Pxeg. Ober- 
rheinische Zeitschrift 23,134. 897. 

1251 dec. 6. G o t z e m a n n und seine Frau M e t z e , Bürger zu C o b - 
lenz, vermachen zu C o b 1 e n z dem Kl. H e m m e n r o d ihre Mo- 
und Immobilien, sowie Henrich und dessen Frau Sophia, die 
Schwester der genannten Metze, demselben Kloster ihr Haus mit 
dem Vorbehalt, dass der Knabe, welchen Henrich nicht von der 
gen. Sophia sondern von einer Andern hat, das Haus lebensläng- 
lich gegen einen Zins besitzen soll. Zeugen die 14 Coblenzer 
Schöffen Gilo, Henr. Steinart, Walther v. Kesselnheim, 
R i c 1 f, S i f r i d, G o n z o , G o n r. M ü n z e r (M o n e t a r i u s), G o t - 
zalc, Damar, Nicholaus, Heymo, Elyas, Hertwin und 
Reiner; der Priester Johann von S. Gastor und Gobolo 
der Kellner des Klosters. Confluentie 1251 die Nicholai. Orig. 
in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,834. 898. 

1251 dec. H. Der päpstl. Legat Gardinalpriester Hugo von S. Sabina 
ertlieilt dem Kl. Seyne für das Fest der Kirch weihe am Sonntage 
nach S. Servatius und für andere Feste ein Ablassprivilegium. Go- 
lonie 19 kal. jan. pont. Innoc. IV a. 9. Inserirt in einer Orig.-Urk. 
von 1255 in Goblenz; vgl. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,936. 899. 

1251 dec. 15. Wildgraf Emicho zu Göln im Hause des Propstes von 
S. Georg Zeuge König Wilhelm's in dessen Urk. für den Erzbischof 
v. Embrun. Boehmer, Reg. 18 no. 114. 900. 

1251 dec. 18. Erzb. Conrad v. Göln bestätigt dem Kl. Marienstatt den 
von dem verstorbenen Grafen Henrich v. Seyn und dessen Ge- 
mahlin Methilde geschenkten Geldzins aus Gütern zu Rospe, 



214 12:>1. Mittelrhem. Rcgesten. tK)l— 7. 

welche an sein Erzstift gekommen sind. Duitii 15 kal. jan. 1251. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. ^;835. 901. 

1251 dec. 27. Alexander von Dicke wird für 100 Pfund des Bi- 
schofs von Metz Dienstmann. 1251 Johan. evang. Chartul. in Metz. 

902. 

1251 .... Die Gräfin Laureta v. Saarbrücken (Sareponte) 
bekennt für sich und ihre Nachfolger auf Schi. Saarbrücken dem 
Kl. Fraulautern jährlich von dessen Mühle zu Saarbrücken 
zu 12 Malter Frucht Erbpacht verpflichtet zu sein. Mitbesiegelt von 
ihrem Oheim (avunculus) dem Bischof von Metz, dem Abt und Con- 
vent von Wadegoz und dem Capitel von S. Arnual. 1251. Gedr. 
Kremer, Ardenn.-Gesch. 2,332. Mtth-h. Ukb. 3,835. Reg. Koelhier, 
Nass. Saarbr. 1,95. 903. 

1251 .... Der Trierer Bürger T h i 1 e m a n n , Schwiegersohn P e - 
ter's de Grangia, verkauft mit Consens seiner Frau Methilde 
dem Kl. Hemmeroth verschiedene Weinzinsen auf dem Erser- 
berch (Irscher Berg), Martinsberg und ausserhalb des Thors 
Muselun. Zeugen 13 Trierer Schöffen, darunter Bonefacius, 
Ordolf, Walter, Warner, Gileth, Henr. Tristan t, Karo- 
lus und Colinus. 1251. Orig. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 
3,836. 904. I 



1251 .... Pfalzgraf Otto v. Rhein, Herzog v. Baiern, notificirt aus if 
Augsburg seinen Beamten zu Vurstenberch und Bachcrach I 
die dem Deutschen Orden ertheilte Zollfreiheit auf dem Rheine. x\p. 
Augustam 1251 ind. 9. Orig. in Wien. Gedr. Hennes, Ukb. 1,139. 
Mttlrh. Ukb. 3,836. Reg. Boehmer, Witlelsb. Reg. 23. ~ Wegen 
ind. 9 wohl vor den Sept. fallend. 905. 

1251 . . . . Erzb. Arnold v. Trier ertheilt der Kirche /u ßurlscheid 
für deren Kirchweihfest auf Margarelhen - Tag (jul. 13) ein Ablass- 
privilegium. 1251. Orig. in Düsseldorf. Gedr. Quix, Burtscheid 
242. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 341. 906. 

1251 .... Graf Heinrich v. Luxemburg beurkundet, dass die Marien- 
kirche zu Luxemburg (Kl. Münster) eine Rente von 1 Malter Wei- 
zen und 2 Kapaunen zu Dalem von einem Gut bezieht, welches 
ihr der verstorbene Dechant Johann von Arlon gegeben hat. 1251. 
Reg. Publ. de Luxemb. 15,00 nach dem Chartul. des Kl. Münster 



zu Luxemburg. 907 






1251—52. Mittelrhein. Regesten. 903—12. 215 

1251 .... Der Abt R.(udülf) von S. Alban zu Mainz erklärt auf der 
Generalsynode daselbst infolge des dem Erzbischofe von Mainz er- 
theilten Indults, alle päpstl. Vergebungen von Beneficien in dessen 
Erzstift für ungültig, wenn nicht der Erzbischof selbst darüber als 
Vollstrecker ernannt ist; namentlich auch die Exkommunikations- 
Sentenz des Schol asters mag. Johann von S. Florin in 
Coblenz, als päpstl. Exekutors, gegen Dechant, Gustos und andere 
vom Mainzer Domkapitel wegen verweigerter Reception Godfrld's 
V. Sohns. 1251 in generali synodo Magunt. Gedr. Schunk, ßeitr. 
1,277. 908. 

1(2)51 .... Die 3 Schwestern M a r g a r e t a , Gert r u d e und A n - 
heidi s in L ütze Ico b lenz (parva Gonftuentia) machen ein 
gegenseitiges Testament. Zeugen deren Bruder Nicolaus und 
Schwager Fr i der ich, die Schöffen (von Goblenz) Reyner, 
Rembert, Rudolph und dessen Bruder Heinrich, Henrich 
V. En thershusi n , Gonrad Münzer (M on etar ius), Henrich 
des M a r g r a V e n Sohn und Henrich v. M u d i n. 1(2)5 1 . v. Las- 
saulx'sche Copie in Coblenz. 909. 

(1251) . . . . N i c 1 a u s v. B r e y t wohnhaft zu N i e d e r e m m e 1 be- 
kennt von dem Kl. S. Thomas (a. d. Kyll) 10 VVingertstücke auf 
dem E m m i 1 d e n b e r g und bei P e y s p o r t, welche er bisher gegen 
die halbe Weincrescenz gepachtet hatte, in Erbbestand gegen 1 Ohm 
rothen Wein jährlich an das gen. Kloster und vierthalb Sester Wein 
an's Simeonsstift erhalten zu haben.... Nach einer Büchel'- 
schen Gopie ohne Schlussworte und Datirung, jedoch mit der Jahres- 
zahl 1251 zur Seite in Coblenz. 910. 

1252 ian 3. Der frier. Domherr und Official S. (imon) beurkun- 
det, dass Jacob Sueme, der Sohn des verstorbenen Ritters 
Thomas von der Brücke (de Ponte) zu Trier auf seine be- 
haupteten Rechte an dem sogen, »grossen Wingert (magna vi- 
n e a)« auf dem Berge Hure, welchen F r i d e r i c h v. S p i z z e , C a- 
nonikus von S. Symeon, nach dem Tode Guda's, der Wittwe 
seines Bruders Erbord, dem Kl. Hemmerode geschenkt hatte, 
verzichtet habe. 1251 mense jan. octava Joli. Evang. Orig. in Cob- 
lenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,837. 911. 

1252 ian. 9. Graf Heinrich v. Solms zu Göln Zeuge in König 
Wilhelm's Urkunde für den Deutschen Orden. Reg. Boehmer 18 
no. 115. 912. 



216 1252. Mittelrhein. Regesten. 913—17. 

1252 ian. 26. Erzb. A.(rnold) v. Trier beüclilt auf Ehren breit- 
stein dem Pleban von Hedensdorf, die Verwandten des Arnold 
Junkers (Doniicellus) v. Langendorf zu excomniuniciren, 
wenn sie sich dessen Begräbnisses im Kl. W u If irsperch, dem 
derselbe und seine Mutter Paul ine Alles vermacht haben (vgl. 
1247), widersetzen sollten. Er inb retstein 1251 fer. G post con- 
vers. Pauli. Orig. in Goblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,697. Goerz, 
Reg. d. Erzbb. 47. 913. 

1252 febr. 11. Vermählung des etwa 23jährigcn Königs Otakar von Böh- 
men mit der 46 Jahre allen Margare tha, Wittwe des römischen 
Königs Heinrich (VII) und Tochter Herzog Liutpold's von Oesterreich, 
zu Heimburg. Vgl. Boehmer, Reg. S. 428. Margare tha wurde 
nach der Abführung ihres Gemahls Heinrich in die Gefangenschaft 
1245 von Kaiser Friedrich II mit Geschenken nach Deutschland ent- 
lassen, wo sie in den Dominikaner -Orden eintrat, und bis zu ihrer 
zweiten Vermählung in einem Nonnenkloster dieses Ordens bei 
Trier (auf dem Martinsberg) lebte. Chron. Colmar. ap. Boehmer, 
Fontes 2,51 und ap. Pertz, Script. 17,245; vgl. Marx, Erzst. Trier 
4,459. V. Raumer, Hohenstaufen 4,121 und 234. 914. 

1252 mz. 18. Der päpstl. Legat, Gardinalpriester fr. Hugo von S. Sabina, 
erlheilt dem Kl. Rupertsberg für 2 genannte Festtage, sowie in 
einer andern Urkunde dems. Kloster zum Wiederaufbau ein Ab- 
lassprivilegium. Beide d.d. Brunswich 15 kal. apr. pont. Innoc. ppe. 
IV a. 9. Copie saec. 15 im klösterlichen Lagerbuch zu Goblenz. 

915. 

1252 mz. 20. Graf Heinrich v. Solmes zu ßraunschweig Zeuge in 
König Wilhehn's ürk. für den Erwählten (Bischof) v. Speier. In 
Bruneswyk 13 kal. apr. 1252 Ind. 10. Gedr. Remling, Speir. Ukb. 
1,252. Hoefer, Zeitschrift 2,490. Meermann 5,115. Reg. Boehmer 
19 no. 123. Damberger 10.624. — Derselbe daselbst auch am 
3. April ebenso für Goslar. V^gl. Boehmer, Reg. 20 no. 126. Dam- 
berger 10,624. 916- 

1252 mz. 22. Der Pastor P. in Distorf meldet dem frier. Official, 
dass nacti der vorgenommenen Untersuchung sich herausgestellt 
habe, dass die Abtei Metlach stets im Besitze des Zehnten zu 
Lemmerstorf gewesen sei, was von dem Pastor in Mundelair und 
2 Pfarrangehörigen bestritten worden ist. 1252 fer. 6 ante Palmar. 
Chdrtul. in Trier. Reg. Lager, Metlach 300. 917. 



1252. Mittelrheiu. Re^esten. 918—23. 217 

1252 mz. 23. Erzb. A.(rnüld) v. Trier bestätigt zu Trier die ein- 
gerückte Urkunde seines Vürgiingers vurn 21. Juli 1241 (Reg. 229). 
Treveri 10 kal. apr. 1251. Orig. in Goblenz. Gedr. Günther, 
Cud. 2,250 ohne Monatstag. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 47. Mttlrh. 
Ukb. 3,539. 918. 

.252 mz. 24. Die Grafen Walrani und Otto v. Nassau verleihen aus 
Liebe zu ihrer Verwandten (consanguinea), der Tochter der h. Eli- 
sabeth, (Gertrud e Aebtissin) dem Kl. Aldenburc Zollfreiheit 
in ihren Landen, sowie in einer zweiten fast gleichlautenden Urkunde 
nur Zollfreiheit durch Herburn. Ap. Wilbnrg 1252 in die palmar. 
Copien in Goblenz. Erstere gedr. Kremer, ür. Nass. 2,288. Mttlrh. 
Ukb. 3,838; vgl. Hennes, Nassau 115. 919. 

.252 mz. Graf H. (einrieb) v. Zweibrücken beurkundet, dass der Edel- 
mann Godefrid und dessen Frau Loreta mit Consens ihrer Erben, 
Robert's ihres Sohnes, und ihrer Tochter Christina nebst deren Ge- 
mahls Wilhelm, ihr ganzes Allod zu Goltires dem Kloster Metlach 
geschenkt haben. 1252 mense mart. Ghartul. in Goblenz. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,839. Reg. Lager, Metlach 300. 920. 

.252 (53) mz. Abt und Gonvent von Hemmerode vermiethen das 
ihnen von Ulrich v. H o i r c h e i m und dessen Frau Elisabeth 
geschenkte Hans in der G a s t o r s s t r a s s e zu Goblenz an den 
Münz er Philip jj und dessen Frau Sophie um 2 köln. Mark 
jährl. Zinses, wofür die Miether ihren Wingert im Buhole zu Un- 
terpfand stellen; auch sollen Abt und Gonvent das Gapitel von S. 
Castor wegen eines Zinses von 7 Soliden 6 Denaren befriedigen. 
1252 mense marlio. Orig. in Goblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,879. 

921. 

L252 apr. 1. Erzbischof A.(rnold) v. Trier (auch zur Zeit über- 
rheinischer Archidiakon [von Dietkirchen]) inkorporirt zu Trier mit 
Gonsens des Domcapitels und Scholasters mag. Mein ward 
von S. Castor in Coblenz als Pastors zu ßrubach die Pfarrkirche 
daselbst dem Gapitel von S. Castor als Ersatz für dessen zu den 
Befestigungsbauten des Erzstiils gezogene Wingerten bei S. Geor- 
gen zu Goblenz. Treveri 1252 kal. apr. Orig. in Goblenz. 
Gedr. Günther, God. 2,253 ohne Ausstellort. Mttlrh. Ukb. 3,839. 
Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 47. 922. 

.252 apr. 1. S.(imon) Propst und das Gapitel der Domkirche zu 



218 



1252. Mittolrhcin. Recresten. 023—27. 



Trier benachrichtigen Dechant und Capitel von S. Castor in 
Coblenz, dass sie ihren Conscns dazu geben würden, wenn der 
Erzbischof die Kirche zu Rengcsdorph dem Gastorsstift inkor- 
poriren würde. Treveri 1252 kal. apr. Orig. in Coblenz. Gedr. 
Günther 2,254. Mtthh. Ukb. 3,840. 923. 

1252 apr. 4. Erzb. Arnold v. Trier schreibt von Trier aus der Ab- 
tei Met lach (Mediolac), dass er die von ihm mit päpstl. Erlaubniss 
geschehene Verleihung der erledigten Kircha S. Gangulph an seinen 
Notar Peregrinus und dessen Investitur damit wieder aufgehoben 
habe, nachdem er sich durch die von ihr vorgelegten Urkunden über- 
zeugt habe, dass dieselbe von seinem Vorgänger Erzb. Theode- 
rich ihr in aller kanonischen Form inkorporirt worden sei, welche 
Inkorporation er hiermit bestätigt und erneuert. Treveri 2 non. 
apr. 1252. Orig.in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,^40. Reg. Goerz» 
Reg. d. Erzbb. 47. Lage)-, Metlach 300. 924. 

1252 apr. 8. Der tri er. Official und Domherr S.(imon) beurkun- 
det, dass dem Kloster Hymmerode die Eheleute Henrich und 
H a d e w i n von S. Pauli n nebst ihrem Sohne, dem Priester An- 
selm ihr Wohnhaus daselbst, sowie die Eheleute Eudolf und 
Heilewin nebst der letztern Mutter Gert rüde einen Weinzins 
aus ihrem Wingert im untern Brule vermacht haben. . hartul. * 
in Trier. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,841. 925. ' 



1252 apr. 19. Gyselbert Dechant und das C.ij")itel von Wetflar 
nehmen daselbst den dortigen Bürger Heinr. Verwere (tinctor) 
und dessen Frau Richmud zu Colonen ihrer Stift.-güter an, w^elche 
als solcher der verstorbene Conrad von der Pforte (de Porta) 
und dessen Söhne besessen hatten. Zeugen Gyselbert Dechant, 
Rudolf Scholastikus, Conrad Erzpriester, Conrad Gu- 
stos, Ortho, Wolfram, Heinrich v. Berchusen und Ger- 
ard Notarius Canonici; Richolf der Sohn weiland Gerber t's, 
Lodewich der Schultheiss, Rudolf Regele, ßerno, Ri- 
cholf v. Braht, Conr. Reio, Ecgelo und Conrad v. Drie- 
dorf Schöffen, sowie Heinr. Schi neb ein Bürger von Wetf- 
lar. Wetflarie 1252 mense apr. fer. 6 post dnc. Misericordia. 
Orig. in Privatbesitz. Gedr. Guden, Cod. 5,14. Mttlrh. Ukb. 3,842. 

926. 

1252 apr. 20. Erzbischof Conrad von Cöln ertheilt dem Cunibertstift in 
Cöln seinen Consens zum Verkauf von dessen Gütern auf de 



1252. Mittelrhein. Regesten. 927-29. 219 

Mosel (vgl. Ke-. 952). Golonie 12 kal. iiiaji 1252. Orig. in Gob- 
lenz. Reg^ Mtildi. Ukb. 3,860. 927. 

.252 apr. Richter, Schöffen und Bürgerschaft v. Wett'lar beurkunden 
daselbst, dass der Bürger Ludewich, der alte Schultheiss, 
Sohn des verstorbenen Heinrich de Platea, mit Zustimmung 
seiner Frau Elizabeth, seiner Söhne und anderer Erben seine 
beiden Höfe in Dal he im mit zugehörigen Ländereien und Rechten 
für 80 köln. Mark, sowie die an ihn und seine Brüder, AVolfrad 
Canonikus zu Wetflar und Henr. Globeloch Bürger zu 
Frankfort, durch ihres Vaters Tode gefallenen Güter für G5 Mark, 
ferner noch 9 Morgen zwischen Wetflar und Dalheim bei der 
Rabodinmulin für 33 Mark an Gunrad den Prior, Ger- 
trude Aebtissin, Tochter der heil. Elisabeth, und den Gonvent 
von Aldinburg verkauft habe. Auch beurkunden dieselben, dass 
gen. Lude wich von dem Kl. Arnsburg fünf Güterstücke, welche 
demselben von Wezelo v. Pumberc geschenkt worden waren, ge- 
kauft, und einen Theil davon dem Kl. Aldinburg für 42 Mark 
verkauft, den andern Theil aber seinem Schwiegersohne Sifrid 
und dessen Frau, seiner Tochter Elizabeth, y,u Heirathsgut gege- 
ben habe, welche verschiedene Aecker davon um 20 Mark demsel- 
ben Kloster verkauft hätten. Zeugen die 7 Schöffen Richolf 
Sohn Gerbert 's, Richolf v. Brath, Rudolf Regele, Bern, 
The oder. Roth (Rufus), Ekkelo und Gunrad; die Ritter, 
B u r g m ä n n e r von G a 1 s m u n t , Erwin der Vogt, dessen Bru- 
der Wezelo und Vetter Erwin, Milch eling v. Mulinheim 
und dessen Vetter G e r 1 a c h , G o n r a d v. C r u f t e l e. W e t f 1 a r i e 
1252 mense apr. Gedr. Guden, God. 2,98. Mttlrh. Ukb. 3,843. 

928. 

.252 apr. Dieselben beurkunden, dass obengen. Lo de wich 1 Man- 
sus in Aboldeshusen, welchen derselbe von dem Ritter Gonr. 
Milchelinc v. Nord ecke zu Lehen besass, an das Kl. Alden- 
burc gegen dessen Mansus zu Aslar vertauscht habe. Zeugen die 
Ritter Eberwin der Vogt und dessen Bruder Wezelo, Eber- 
wiu V, Garbinheim, Milcheling v. Mulinheim, Ger lach 
L e s c h e und D i m a r v. K a 1 s m u n t ; die Schöffen Richolf 
weiland Gerbert 's Sohn, Richolf v. Braht, Rudolf Regel, 
Bern, Gonr. Reien, Eckebert und Gonrad v. Dridorf. 
Wetflarie 1252 mense apr. Orig. in Braunfels. Gedr. Guden, 
Cod. 2,100. Mttlrh. ükb. 3,844. 929. 



220 1252. Mittelrhcin. Rcgcstcn. 930—31. 

1252 apr. Der Priester Jacob v. Gast eile zu Trier inaclit sein 
Testament, welches der Dompropst Symon und der Abt von 
Hymmerode mitbesiegeln. Sein Wohnhaus in der Stadt nebst 
Kelter und 5 trier. Pfund, welche ihm der Domherr Willelm v. 
Davits schuldet, sowie seine und seines Bruders Lude wich Rechte 
an dem Wingert »Pethere« ausserhalb der Stadtmauern vermacht 
er der Domkirche. Seinen Wingert »Nuesezze« neben dem 
vorgenannten gelegen, und den Wingert in Rodenbach, welcher 
Arnold Greulin's war, dem Kl. Hymmerode. Sodann bestimmt 
er, dass sein Wingert im Rucelin's Graben, welchen er von 
Wezelo V. Gurvete gekauft habe, und der Wingert im Wim- 
plun verkauft werden, und aus dem erlösten Gelde je 5 Pfund an 
das Nonnenkloster S. Thomas (an der Kyll), an die Prediger- 
und Minor itenb rüder (in Trier), an Kl. Orval und die Nonnen 
von S. Gervasius (in Trier) sollen gegeben werden. Den Nonnen 
von S. Barbara und dem Kl. Loe wen brücken (in ponte Le- 
onis) vermacht er je einen Wingert in Kodenbach; dem Kloster 
Wadegozingen einen am Gast eil (ad Gas teil um); ferner in 
Rodenbach einen halben Morgen seinem Verwandten Arnold, 
einen Wingert, welcher Rudolph Rinchie war, seinem Wingerts- 
mann Gonrad, dem Ehemanne seiner Verwandten Drutwide, und 
eine halbe Ohm Weinzins daselbst seinem Verwandten Wezelo gen. 
Edelmann (n o b i 1 i s vir); Johann dem Bruder des genannten f 
Wezelo einen Wingert im Prederich, welchen er von der Kü- 
sterei des Simeonstifts, und die Wingerten, welche er von der 
Kantorei des Paulin stifts hat; seinen Wingert, welcher Pillan 
war, seiner Verwandten, der Begine Elizabet; seinen Wingert 
gegenüber Rodenbach seiner Verwandten Aleyde, der Ehefrau 
Fol mar 's v. Rusport, sowie dun Hospitälern v. S. Maxi min, 
S. Math eis, S. Symeon, S. Jacob und Ludo wich's Freisam 
verschiedenes Bettzeug. 1252 mense apr. Orig. in Goblenz. Gedr. 
Mttlrh. ükb. 3,845. Vgl. auch 1257 apr. 930. 



1252 mai 1. Erzbischof A.(rnolt]) v. Trier verschreibt dem Edel- 
mann Willelm V. Saffenberch und dessen Sohne Ger lach, 
welche ihm für 200 Mark ihren trier. Lehenhof zu Meigene als 
Pfand übergeben haben, so lange er in dessen Pfandbesitze ist, 28 
Mark jährl. Pacht, welche er an dieselben, deren Boten oder an 
Gerard v. Landiscrone in seinem Hause zu Andernach zahlen 
soll. 1252 kal. maji. Chartul. des Domcapitels in Trier. Gedr. 
Mttlrh. ükb. 3,847. 931. 



1252. Mittclrliein. Rc^esteii. 032-35. 221 

.252 mai. 1. G.(oi'hard) Abt v. Rumerstorph beurkundet, dass die 
von der verstorbenen El y sab etil v. Isenburch, Tochter Gode- 
frid's weiland des Vogts v. Cyssa, und deren Mutler Cristina 
vor dem Tode seinem Kloster vermachten 3 küln. Mark und 100 
Schafe zwischen dem Kämmerer (vestiarius) und Kellner des Klo- 
sters zu gleichen Theilen vertheilt worden seien, und diese dafür ihr 
Amt mit einem jährl. Zins von je C Soliden beschwert hätten, den 
der Kellner auf einen Wingert zu Wiiiingin, und der Kämmerer 
auf einen zu Wise versichert habe. Sodann bestimmt er, dass diese 
Zinsen bei der Anniversarienfeier der gen. Godefrid und Elisa- 
beth auf Marcellustag (jan. IG.), sowie Wolfram's v. Dadinberg 
und dessen Tochter Christine auf S. Priskatag (jan. 18) zur Re- 
creation und Pitanz des Convents, sowie noch C Soliden aus einem 
Wingert zu Dadinberg, welchen Herbord v. Lynse bebaut, für 
Wein sollen verwendet werden. Diese Anordnungen geschahen auf 
Verwendung des Mitkanonikers Wolfram, Neffen des obengen. 
Wolfram, auf dessen Bitte auch den Erbpächtern des Wingerts zu 
Dadinberg der Besitz dieses W^ingerts selbst bei Nichtzahlung des 
Zinses gesichert wird. 1252 kal. maji. Orig. in Goblenz. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,847. 932. 

1252 mai 7. Herzog Friedr. v. Lothringen gewinnt den Grafen Hein- 
rich V. Veldcnz zu seinem ledigen Mann vor allen Herren und 
Mannen nach dem röm. König, gegen 500 Pfd. Pfennige, die er von 
ihm zu Lehen tragen soll. 1252 Dinst. vor Ünsers Herrn Auffahrt. 
Reg. Bachmann, Pfalz-Zweibr. Staatsrecht S. 157. 933. 

1252 mai 16. Der frier. Archidiakon und Official Th. (eoderich) 
V. Blanckenheim bittet den Grafen und die Gräfin v. Luxemburg, das 
Kl. Marienthal in seinem Zehentrecht zu Roeckingen zu schützen. 
1252, 17 kal. Jun. Chartul. in Luxemburg. Reg. Publ. de Luxemb, 
15,65. 934. 

1252 mai 20—26. Die verwittvvete G r ä f i n M e y th i 1 d e v. S e y n schenkt 
mit Consenz des Erzbischofs v. Trier dem Deutschen Orden 
zum Seelenheile ihres verstorbenen Gemahls, Grafen Henrich 
V. Seyn, das Patronatsrecht über die Kirche zu Lussenich nebst 
zugehörigen Kapellen zu Radeke, Geld an c und Erdenne in 
tri er. Diözese. 1252 infra octav. pentecost. Origg. in Goblenz. 
Gedr. Günther 2,285. Hennes, Ukb. 2,95. Lentz, Rachtig 14. Mttlrh. 
Ukb. 3,848. Vgl. v. Stramberg, Moselthal 196. 935. 



222 1252. Mittolrlioin. Rcffestcn. 93()— 41. 

1252 mal 30. Wilh. v. Duna Canonikus von S. Peter zu Mainz da- 
selbst Zeuge iu einer Urk. seines Ga[)itels. Mnguncie 3 kal. jun. 1252. 
Gedr. Joannis, Mog. rer. 2,478. 936. 

1252 mai. Wir ich Coufman und seine Frau Karissima vermacheni 
zu ihrem Anniversarium dem Kl. Memme rode ihr Wohnhaus in 
der Dietrichsgasse (platea Tlieoderici) zu Trier. Zeugen 
die 14 Trier. Schöffen, darunter Bonefacius, Ordolf, Wal- 
ter, Arnold, Tristant, Nicolaus, Gilet, Warner, Karolus 
und Colin. 1252 mense majo. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,850. — Dieselben vermachen unter dems. Datum und mit 
denselben Zeugen dem Spital des Kl. S. Thomas (a. d. Kyll) ein 
Haus in ders. Strasse neben des Schultheissen Nico laus 
Wohnhause. Orig. in Coblenz. Keg. Mttlrh. Ukb. 3,851. 937. 

1252 iun. 2. Der tri er. Domherr und Official E. (wohl S.) publi- 
cirt und besiegelt die ihm vom Pfarrer in Distorf zugeschickte Urk. 
vom 22. März. 1252 crast. Simeonis. Chartul. in Trier. Reg. La- 
ger, Mettlach 300. 938, 

1252 inn. 7. Nachdem zu S. Nabor (S. Avold) vor mag. Remigius unc 
dem Abt von S. Nabor als Beisitzer des Gerichts in der Streitsacht 
des Dechants v. S. Arnual und der Leute von Tetingen, welche 
für ihre Kirche die Verleihung der Pfarr-Rechte durch den drittletz- 
ten Dechanten Eberwin von S. Arnual behauptet hatten, woP 
gegen der Dechant selbe nur als Filialkirche von S. Arnual erkennen 
wollte, beide Theile vernommen worden waren, wird ein Zeugen 
verhör vor dem Official zu Metz auf Donnerstag vor Johannes ßap 
(jun. 20) anberaumt. 1252 fer. G post octav. Trinitatis. Orig. i 
Coblenz. Gedr. Kremer, Ardenn. -Gesch. 334. Schoenemann, Coc 
dipl. 1,189. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,851. 93S 






1252 iun. 18. Graf Hin rieh von Verneborgh ap. pontem Hae 
Zeuge in des Edeln Waham v. Monjoie Urk. für das IJochstift Mün 
ster. 1252, 14 kal. jul. ind. 10. Gedr. Kindlinger, Münst. Beit: 
3,184. 94( 

1252 iun. 22. Erzb. Conrad v. Cöln macht mit dem Edeln Heiniich ^ 
Heynsberg zu Cöln einen Vergleich, wornach er unter anderm den 
selben wieder in den Besitz der Güter seines Oheims (avunculi) de 
verstorbenen Grafen Hi ein rieh v. Seyn setzt, wie derselbe si 
nach dessen Tode besessen hatte. Colonie 1252 sabb. ante nath 



1252. Mittelrheiii. Rep:oston. 941—45. 223 

Job. bapL Gedr. Kioinor, Boilr. 1,5. v. Reisacli, Arcliiv 2,270. 
Mltli-h. Ukb. 3,851. 941. 

1252 iun. 24. Erzb. Arnold v. Trier ciibcilt zu Coblcnz dem All- 
iier n a c b e r S c b ö ff e n E r ii e s t und dessen Frau G r i s t i n e die Er- 
laubnlss, die Kapelle und den Kircbliof bei dem von denselben er- 
bauten und dotirlen Hospital zu Andernacb von einem andern 
Biscbof weibeii zu lassen, wenn er verbindert sein solKe. (lon- 
fluentie 8 kal. jul. 1252. Orig. in Coblenz. Gedr. Mltb-b. Ukb. 
3,852. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 47. 942. 

1252 iun. 26. König Wilbelm eriheilt zu Coblenz dem Kl. Loccum in 
Westfalen einen Schutz- und Bestätigungsbrief (nachdem er zuletzt 
am 23. Juni zu Cöln geurkundet). Confluentie 6 kal. jul. 1252 
ind. 10. (Scheid) Orig. Guelf 1,238. Weidemann, Gesch. von Loc- 
cum 134. Meermann 2,348. Vgl. Boehmer, Reg. 22 no. 148. 943. 

1252 inn. Das Cunibertstift in Cöln verkauft mit Consens des dortigen 
Erzbischofs und Domcapitels seine sämmtlichen Güter auf der Mo- 
sel an die Abtei Himmenrode. Colonie mense jun. 1252. Chartul. 
in Coblenz. Reg. Mttlrli. Ukb. 3,859 Note. 944. 

1252 inn. Wernher Abt und der Gonvent des Kl. Arnsburg, Gisel- 
bert Dechant, Gunrad Erzpriester und das Gapitel zu Wetf- 
lar, sowie Richter, Schöffen und Bürgerschaft daselbst beurkunden 
zu Wetzlar die von dem Scholastikus mag. Rudolf und der 
Stadt Wetflar für den Unterhalt des Priesters an der Walpurgis- 
kapelle daselbst dem Kl. Arnsburg gemachten Schenkungen und 
sonstige gelroffene Anordnungen. Unter den Schenkungen werden 
genannt eine Geldrente im Dorfe Aspach und eine von dem Hause 
Heinr. Schelo's und dessen Schwestern Beatrix und Bert ha. 
Zeugen sind ausser neun Mönchen des Kl. Arnsburg noch sechs 
Gonversen desselben, darunter fr. Gunrad Magister in Wetf- 
lar; ferner die AVetflarer Stiftsherren Gisilbert Dechant, 
Gunrad Erzpriester, Gunrad Custos, Ortho, Wolfram 
Priester, Heinrich v. Berchusen, Gerhard Notarius, 
Heinr. v. Kalsmunt, Arnold v. Dernbach und Giselbert 
der P leb an; die Ritter Eberwin v. Garbenheim der Bruder 
des gen. Scholastikus Rudolf, die Brüder Eberwin und We- 
zelin V. Galsmunt; die Schöffen Richolf weiland Gerbert's 
Sohn, Richolf V. Brath, Rudolf Regel, Berno, der Schul- 
theiss Lude wich, Gunr. Reio, Ekelo und Gunrad v. Dri- 



224 1202. Älittelrhein. Rcgcsten. 940—50. 

dorf, Sifrid v. Blasbach, FT ein r. v. iMiincchusen, Wigand 
V. Gelnliuscn, Godcfrid und Heinr. v. Dridorf, Gerbert 
Sohn Richolf's und Borno der Sohn Borno's. Wetflarie 
1252 mense jun. Orig. in Coblenz. Gedr. Guden 5, IG. Mttlrh. 
Ukb. 3,853. Eeg. Baur, Arnsb. Ukb. S. 208. Scriba 2,35 no. 446. 

945. 

1252 iun. Graf Johann v. Spanheim und Sein e beurkundet, dass 
Godefrid Porretz v. Travene und dessen Frau Carissima 
dem Kl. Hemmen rode gegen eine Weinrente auf Godefrid 's 
Lebenszeit einen Acker mit Wiese zu Travena als Eigenthum 
überlassen haben. 1252 mense jun. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,85G. 946. 

1252 iun. Heinrich Propst zu P falzet (Palatio.) schenkt unter 
Vorbehalt der Leibzucht seinen Mi tkanonike rn am Dom die 
Güter zu Reinisvelt, welche er von Herrn Radulph, dem 
Sohne des verstorbenen R itters Friderich v. d. Brücke (de 
Ponte), gekauft haL Zeugen Symon Dompropst, Theoderich 
Dechant von S. Symeon, Willelm v. Davels, S. (imon) Offi- 
cial, E. (einer) v. Davels, Elias v. Elce, Johann und Conrad 
V. Ri necke seine Milcanoniker. 1252 mense jun. Orig. im Pri- 
vatbesitz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,857. 947. 

1252 iun. Wirich üoir v. Bcrburg beurkundet, dass die Edelfrau Ju 
liane v. d. Fels und ihr Sohn Herbrand dem Kl. Marienthal eine 
Weinrente zu T h e m e 1 c h e (Temmels) geschenkt haben. 1 252 mense 
jun. Pieg. Publ. de Luxemb. 15,GG ex Charlul. Mariendal. 948 

1252 iul. 1. Heinrich Erwählter (Bischof) von Lüttich ertheilt zu Cob- 
lenz einen Colieklen- und Ablas.sbriof für das Nonnenklostei 
Macrha (Machern a. d. Mosel), ap. Confluentiam 1252 octav 
Job. bapt. Orig. in Coblenz. Gedr. Mtthh. Ukb. 3,858. 949 

1252 iul. 1. Graf Dieüier v. Kalzenelnbogen und sein Bruder Eberharc 
ertheilen zu Mainz im erzbischöfl. Pallast während der Anwesenhei 
König Wilholm's daselbst unfer Mitbesieglung der Erzbischöf« 
Gerhard v. Mainz und Arnold v. Trier dem Kl. Eberbach Urkund 
über dessen Zollfreiheit bei der Burg Rinefels und sonsten i 
ihrem Gebiet auf dem Rheine. Unter den Zeugen Heinricli 
Dechant, Hermann Gustos und ganzer Convent von S. Goa 
Heinr. Bizc v. Rinefels. Moguntie in palalio venerabilis dni| 



1252. Mittelrhein. Regesten. 950—56. 2^5 

aepi. Mogunt. existente tunc ibidem inclito dno. Willelmo Rom. rege 
illustri 1252 kal. jul. Orig. in Idstein. Gedr. Wenck, Hess. Ukb. 
1,21. Grebel, Rheinfels 365. Rössel, Eberb. Ukb. 2,27. Reg. Gün- 
ther, Cod. 2,254. 950. 

1252 iul. 11. Die Wildgrafen im Lager bei Frankfurt Zeugen in Kö- 
nig Wilhelm's Belehnungsurk. für Job. v. Avesnes. Vgl. Boehmer, 
Reg. 23 no. 151. 951. 

1252 iul. 16. Zwischen dem Kloster Hemmen rode und dem Stift S. 
Gunibert in Cöln wird ein Kaufvertrag abgeschlossen, wornach dieses 
dem erstem seine Güter auf der Mosel, namentlich zu Gel tan c, 
Ratheke, Urceke, Grove, Ryspe, Travene und Pumere 
für 310 köln. Mark, 12 Soliden auf die Mark gerechnet, überlässt. 
1252, 17 kal. aug. Orig. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,859. 

952. 

1252 inl. 16. Erzb. Arnold v. Trier erlaubt zu Goblenz nach ein- 
geholtem Gonsens seines Domcapitels, seines Verwandten (consan- 
guinei) des Archidiakons Hinrich und des Pfarrers Gode- 
frid zu Andernach die Einweihung der Spitalskapelle und dessen 
Kirchhofs (wie am 24. Juni) zu Andernach durch einen andern 
Bischof im Falle seiner Verhinderung. Gonfluentie 17 kal. aug. 
1252. Orig. in Goblenz. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 47. Mttlrh. 
Ukb. 3,853. 953. 

1252 iul. 21. König Wilhelm ertheilt im Lager bei Lorchhausen dem 
Kl. Hemmen rode einen Schutzbrief. In castris ap. Lorkenhusen 
12 kal. aug. 1252 ind. 10. Orig. in Trier. Gedr. Heesius, Manip. 
48. Boehmer, Acta imp. 302. Mttlrh. Ukb. 3,860. Reg. Boehmer 
23 no. 160. 954. 

1252 iul. 23. Derselbe erlässt daselbst für das Kl. Hemmen rode ein 
Mandat, dasselbe nicht in dem demselben ertheilten Schutzprivilegium 
zu beeinträchtigen. In castris Lorchusen 10 kal. aug. ind. 10. Orig. 
in Trier. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,861. 955. 

1252 iul. 25. Der päpstl. Legat fr. Hugo Gardinalpriester von S. Sabina 
bestätigt zu Metz dem Edeln Symon Herrn v. Spanheim des- 
sen Tauschvertrag mit dem frier. Domcapitel, wornach letzteres 
seine Güter mit dem Patronatrecht zu Sprendelingen gegen andere 
Güter zu Rile dem Grafen giebt. Meti 8 kal. aug. pont. Jnnoc. 
IV ppe. a. 10. Orig. in Darmstadt. Gedr. Baur, Hess. Ukb. 2,121. 

15 



'22G lär>2. Mittolrhoin. Kegosten. 95G— Gl. 

MUlrh. Ukb. 3,SG1. Rog. Boehmer 420 no. 379. Vgl. Lehmann, 
Grafsch. Spunh. l,oS. 956. 

1252 iul. 25. fr. Arnold Woihbischof des Erwählten n.(cinrich) v. Lül- 
iich orthoilt dorn Spital zu Andernach, dessen Kapelle und Kirch- 
hof er mit Consens des Erzb. Ar, (nold) v. Trier geweiht hat, ein 
AblassprivÜegium, und beurkundet, dass Letzterer auch alle Indul- 
gonzen des Erzbischofs v. Cöln und Bischofs von Lüttich für dasselbe 
bestätigt habe. 1252 in die Jacobi. Orig. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,$(>2. Vgl. Reg. 097. 957. 

1252 iul. 26. fr. Th. (eoderich) Bischof von Samland ertheilt dem ein- 
gewoihlen Hospital zu Andernach ein Ablassprivilegium. 1252 
orast. Jacobi, Orig. in Andernach. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,8C2. 958. 

1252 iul. 26. Papst Innocenz IV bestätigt dem Paulinstift bei Trier 
das Statut wegen der Residenzpflicht der Stiftsherren (vom 2. Sept. 
1251). »Justis petenlium« etc. Perusii 7 kal. aug. pont. a. 10. — 
Unter dems. Dat. ernennt er den Domdechanten v. Metz zum Con- 
servator dieses Statuts. »Cum sicut« etc. Beide Origg. in Goblenz. 
Reg. Mttlrh. Ukb. 3,S26. Potthast 2122 no. 26483—84. 959. 

1252 iul. Wilhelm Herr v. Saffenberch und sein Sohn Gerlach 
vorgleichen sich in Gegenwart des Propstes Conrad von S. Gereon 
in Cöln und F. (riedrich's) Herrn v. Schieiden mit ihrem Verwandten 
(consanguineus) dem Edeln Friderich Herrn v. Blankenheim wegen 
einiger Weinberge bei Saffenberch, welche demselben von der 
Gräfin v. Sein ilberwiesen worden waren; ernennen Herrn Ge- 
rard V, Landiscrone und den Ritter Cunr. v. Duze zu Abschät- 
lern des von ihnen angerichteten Schadens, und im Falle dessen 
Nichtberichtung zur bestimmten Zeit verspricht Wilhelm in Mün- 
ster (-eifel) Einlager zu leisten. 1252 mense jul. Orig. in Goblenz. 
Gedr. Günther, Cod. 2,255. Mttlrh. Ukb. 2,863. 960. 

1252 iul, Graf Heinrich v. Viandan, seine Gemahlin Margareta und 
Sohn Philipp schenken den Trinitariern daselbst einen Wingert zu 
Rode iwischen dem We^ >Padem« und Flusse >Owere<, so^vie 
das Land >Berly nseit«, welches sie von Marsilius gekauft haben, 
Vlennae 1252 monse juüo. Gedr. Bertholet 5,37. Neyen, Vianden 
2.U\ Reg. Publ. de Luxemb. 15,60. 960 a. 

1^ aug. S. Der paj^Ü. Legat fr. Uiago Cardinalpriester von S. Sabina 



1252. Mittelrhein. Re^esten. OGl— 66. 227 

ertheilt zu Trier für das Hospital in Spandau ein Ablassprivilegium. 
Trevire 6 id. aug. pont. Innoc. IV ppe. a. 10. Gedr. Riedel, Cod. 
Brandenb. 1,XI. 4. 961. 

.252 ang. 10. Pfalzgraf Otto v. Rhein, Herzog v. Baiern, belehnt (zu 
Heidelberg) den Grafen Gottfried v. Eppenstein mit der erledigten 
Grafschaft Wied, welche dergestalten der rhein. Pfalzgrafschaft 
verpflichtet ist, dass deren Besitzer den Rheinpfalzgrafen gegen jeden 
Feind als »ledig Mane« Hilfe leisten muss. 1252 in die Laurentii. 
Gedr. Joannis, Spicil. 282. (Fischer) Geschlechtsregister 2,71. Mttlrh. 
Ukb. 3,864. Re^. ßoehmer, Wittelsb. Reg. 24. 962. 

.252 aug. 20. Erzb. A. (rnold) v. Trier beurkundet zu Trier den 
von dem Propst Henrich von Pfalzel und den Rittern Ri- 
card V. PaUast (de Palati o) und Theo der ich v. d. Brücke 
(de Ponte) vermittelten Vergleich zwischen dem Kl. S. Tho- 
mas (a. d. Kyll) und dem Kitter Rodulf v. d. Brücke zu 
Trier (de Ponte Treveri), wornach Letzterer, so lange seine 
Schwester Petrissa, Nonne in S. Thomas, lebt, dem Kloster eine 
bestimmte Geldrente aus dem Zehnten zu Kestente zahlen soll. 
Treveri 1252 in die Bernardi. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. 
ükb. 3,864. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 47. 963. 

152 aug. 23. Gottfried v. Eppenstein bekennt, dass er dem Rheinpfalz- 
grafen Otto wegen der Grafschaft in Widen, die derselbe ihm 
und seinen Söhnen als Erben seines Oheims, des Grafen daselbst, 
zu Lehen gegeben habe (aug. 10), als »Ledecman« verpflichtet sei. 
Heppenheim 10 kal. sept. 1252. Gedr. Boehmor, Acta imp. 675. 
Reg. Boehmer, Wittelsb. Reg. 129. Mttlrh. Ukb. 3,864. 964. 

152 aug. Erzb. Arnold v. Trier verleiht zu Trier dem Cistert. 
Kl. Clairefontaine dieselben Rechte und Privilegien der andern Klö- 
ster dieses Ordens (wörtlich wie 1251 oct. 1). Treviris 1252 mense 
aug. Reg. Publ. de Luxemb. 15,66. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 
341. 965. 

[52 sept. 9. Das Domcapitel zu Trier erlässt in seinem General- 
capitel Statuten in Betreff der Verwaltung der Gefälle des Refek- 
toriums, bei deren Erhebung H. (einrieb) der Propst v. Pfalzel 
und der Domherr R. (einer) v. Davels mit dem Refektorar 
Conrad zugegen sein sollen. — Ebenso in Betreff der Kellerei- 
gefälle. Beide in generali capitulo crast. nativ. b. Virginis 1252 in 

15* 



228 1252. Mittelrhein. Regesten. 966—71. 

Gef^enwart S.(imon's) Dompropstes, A.(rnold's) Archidiakon's, 
R.(ichard's v. Dann) Erwählten von Worms, W. (ilhelm's) v. Davels, 
J. (ohann's) Cantors, S.(imon's) Officials, S.v. Speier (de Spira), ||'j52 
R. (einer) v. Davels, J. (ohann's) Kellners, C. v. Elce, C. (onrad's) 
V. Kinecke, Th.(eoderich's) v. Ulmen und H. Propstes zu 
Pfalzel, Domherren. 2 Origg. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 
3,SG5 und 86G. 9G6. 



1252 sept. 11. Papst Innocenz IV befiehlt dem Erzbischof v. Trier 
nicht zu dulden, dass das Euchari uskloster (S. Mattheis) bei 
Trier mit Provisionen, den päpstl. Privilegien zuwider, belästigt 
werde, und gegen die ßelästiger mit geistl. Censuren vorzugehen. 
»Et qualitas temporis« etc. Perusii 3 id. sept. pont. a. 10. Chartul. 
in Goblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,867. Potthast 2123 no. 26487. 

967, 

1252 sept. 17. Der Ritter Henrich v. Breitpach und seine Frau 
Lucia schenken dem Kl. Hoven ihren Wingert »Ledinberch« in 
der Pfarrei Breitpach. 1252 die Lamberti. Gedr. Lacomblet, 
Ukb. 2,206 no. 384. Loersch und Schroeder, Ukb. 1,73 no. 107, 

968 

1252 sept. 17. Wildgraf (comes silvestris) C. (onrad) und Gra 
H. (einrieb) v. Solmese zu Friedberg Zeugen in König Wilhelm's 
Urk. für Kl. Arnsburg. Frideberg 15 kal. oct. 1252 ind. 11. Gedr. 
Baur, Arnsb. Ukb. 42. Hennes, Grafen v. Nassau 234. Reg. Boeh- 
nier 24 no. 163. 969 



22 



^ 



1252 sept. 27. Papst Innocenz IV ertheilt dem Erzbischof und Dom 
capitel V. Trier das Indult, dass sie nicht durch Briefe der Päpste > 
oder deren Legaten zur Reception solcher gezwungen werden sollen 
deren Väter oder Brüder gegen die Kirche feindlich gesinnt sind 
»Oblata nobis« etc. Perusii 5 kal. oct. pont. a. 10. Orig. in Gob- 
lenz. Reg. (Kreglinger) Catal. Renesse 12 no. 79, Mttlrh. Ukbj 
3,867. Potthast 2123 no. 26489. — Unter dems. Dat. ernennt de: 
Papst den Abt von Beatusberg (bei Goblenz) zum Conservatoi 
dieses Privilegiums. »Oblata nobis« etc. Domcap. Chartul. in Cob^ 
lenz. Reg. (Kreglinger) Catal. Renesse 12 no. 80. 97C 

1252 sept. Erzb. Arnold v. Trier bestätigt auf Ehrenbreitsteii 
die wörtlich inserirte Urkunde vom Juni (Reg. 945). Erembretstei)j;| 
mense sept. 1252. Orig. in Wetzlar. Keg. Guden, Cod. 5,21 Note 



II 



1252. Mittelrhein. Re^^esten. 971—76. 229 

ßaur, Arnsb. Ukb. 208. Scriba 2 no. 44G. Goerz, Reg. d. Erzbb. 
47 und 341. Mttlrh. Ukb. 3,85G. 971. 

.252 oct. 16. Der Edelmann Philipp v. Wildenbergh beurkundet 
den Verzicht Johann 's, Sohns des verstorbenen Walter 's von 
Brunshorn, auf seine Streitigkeit mit der Abtei S. Trond. 1252 
die Galli. Gedr. Piot, Gartulaire de S. Trond 1,257 no. 221. 972. 

252 oct. 28. Nicolaus Dechant und das Stiftskapitel zu Garden, 
sowie Herr Gono v. Schonenberg (in der Eifel) beurkunden zu 
Garden die Beilegung des Streites zwischen dem Kl. Himmen- 
rode und den Erben Theoderich 's v. Bractendorf wegen des- 
sen dem Kloster vermachten Güter zu Bractendorf und eines 
Wingerts in der Pellenze oberhalb Kysta, durch Sifrid den 
Priester und Peter den Vogt von Garden, den Ritter Eu- 
stachius v. Tris und Seward v. Gammenheim. Darnach solle 
das Kloster den Wingert als Eigenthum haben, von den Gütern zu 
Bractendorf aber Heinrich v. Clottene und dessen Schwager 
(sororius) Johann, sowie die Erben des vorgen. Theoderich dem 
Kloster eine Kornrente entrichten. Bürge dieses Vergleiches sollen 
sein der Vogt Peter und Genturio Jacob von Garden, sowie 
Garsilius und Sibold. Zeugen sind der Ganonikus Albert 
von Garden, die beiden Priester Theoderich, der Ritter 
Otto V. Trys, Otto und Sibold v. Garden, Friderich von 
Maspret. Gardone 1252 festo Simonis et Jude. Ghartul. in 
Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,868. 973. 

252 oct. 29. Die Abtei Gorvey verspricht, ihren Hof zu Litzig (Li- 
cia cum) nicht ohne Gonsens des Grafen Johann v. Spainheim 
zu verpfänden oder zu verkaufen, bei Strafe dessen Anfalls an den 
Grafen. 1252 crast. Symonis et Jude. Orig. in Goblenz. Gedr. 
Günther 2,257. v. Reisach, Archiv 2,269. Mttlrh. Ukb. 3,868. Reg. 
V. Stramberg, Moselthal 48. Lehmann, Spanh. 2,3 — 4. 974. 

!52 nov. 5. Die Stadt Göln und Schultheiss, Ritter, Bürger und 
sämmtliche unter der Gerichtsbarkeit von ßopard Stehende einigen 
sich wegen gleichmässigen Verfahrens gegen ihre Bürger in Schulden- 
sachen. 1252 fer. 3 post Omnium Sctor. Or. in Goblenz. Gedr. 
Günther 2,258. Mttlrh. Ukb. 3,869. Die Gegenurk. der Bopp ar- 
der gedr. Lacomblet, Ukb. 2,206. Ennen, Quellen 2,324. 975. 

152 nov. 11. Graf Gerard v. N ulnare beurkundet in seinem Dorfe 



230 1252. Mittelrhein. Regesten. 076—82. 

Wadenheim, dass sein Schwager (sororius) Gerard Burggraf 
auf Lanzor one ihm auf seine demselben und dessen Vater ver- 
pfändete Dörfer Dune und Gymnich (Kirchdaun und Gimmingen 
Kreis Ahrweiler) noch 15 köln. Mark geliehen habe. Zeugen gein 
Oheim (avunculus) Herr Johann Edelherr v. Nurberg, die 
Ritter Godefrid Golfe v. Arwilre, Hene Snilt, Nicolaus 
V. Burginheim und Gozwin v. Bengoven, ferner sein Sohn 
Tiiemann und sein Knecht Herbord v. Ludorf. Ap. Waden- 
heym villam nostram 1252 festo Martini. Kindl. Copie in Münster. 
Gedr. Guden, Cod. 2,951. Mttlrh. Ukb. 3,870. 976. 

1252 nov. 12. Der päpstl. Legat Cardinalpriester fr. Hugo von S. Sa- 
bina ertheilt dem Nonnenkloster Aldenburch (bei Wetzlar) für 
gewisse Festtage ein Ablassprivilegium. Colonie prid. id. nov. pont. 
Innoc. IV ppe. a. 10. Gedr. Guden, Cod. 3,1119. Reg. Mttlrh. Ukb. 
3,870. 977. 

1252 nov. (15). Derselbe beauftragt den Abt von Sain event. mit der 
Aufhebung der über die Mönche seines Klosters verhängten Excorn- 
munikation. Colonie VlIX (XVII?) kal. dec. pont. Innoc. IV ppe. a. 
10. Orig. in Coblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,870. 978. 

1252 nov. 27. Derselbe ertheilt dem Predigerkloster in Coblenz 
zu dessen Wiederaufbau ein Ablassprivilegium. Colonie 5 kal. dec. 
pont. Innoc. IV ppe. a. 10. Orig. in Coblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 
3,633 zum J. 1257. 979. 

1252 nov. 27. Wildgraf (com. silv.) Conrad und Ritter Wi- 
rich V. Dune zu Mainz Zeugen in König Wilhelm's Urk. für's Speir. 
Domcapitel. Moguntie 5 kal. dec. 1252 ind. 11. Gedr. Acta Palat. 
4,144. Kemling, Speir. Ukb. 1,253. Reg. Boehmer 25 no. 175. 

980. 

1252 nov. 28. Der päpstl. Legat fr. Hugo Cardinalpriester von S. Sabinal 
bestätigt Meister und Brüdern des Spitals zu Andernach das vom' 
Erzbischof v. Trier ertheilte Privilegium zur Abhaltung des Got- 
tesdienstes in der Spitalskapelle. Colonie 4 kal. dec. pont. Innoc. IV 
ppe. a. 10. Orig. in Andernach. Reg. MLtlrh. Ukb. 3,871. 981. 

1252 nov. 28. Johann Abt von Sponheim stirbt 4 kal. dec, und 
folgenden Tags wird der Cantor Johann, ein Sohn des Edeln 
V. Schon b er g als Nachfolger gewählt. Trithem. Chron. Sponh. 
279. 982.' 



1252. Mittolrhein. Regesten. 083—86. 



231 



1252 dec. 11. Erzb. Conrad v. Göln beurkundet daselbst, dass in seiner 
Gegenwart sein Vetter und Vasall, der Edelmann Gerard v. Ar- 
berg, Sohn des Burggrafen Henrich von Cöln, und dessen Ge- 
mahlin Mechtilde, Tochter des Edelmann's Adolph v. Holthe, dem 
Deutschen Orden ihren Zehnten in der Pfarrei Osterveide geschenkt, 
und da derselbe köln. Lehen, dafür dem Erzstift Güter zu Grinbechu- 
sen zu Lehengut gemacht haben. Colonie 3 id. dec. 1252. Orig. in 
Düsseldorf. Gedr. Hennes, Ukb. des Deutschen Ordens 2,90. 983. 

1252 dec. 12. Papst Innocenz IV beauftragt seinen Legaten Hugo, Car- 
dinalpriester von S. Sabina, den Erzbischof v. Trier, auf dessen 
Veranlassung der Schultheiss, die Ritter und Leute von Gob- 
lenz den römischen König, sowie die mit dem Kreuze Bezeichneten 
und Andere vom Heere des Königs mit bewaffneter Hand überfielen. 
Einige verwundeten. Andere beraubten, gefangen nahmen oder in 
den Rhein stürzten, dieserhalb zur Verantwortung zu ziehen, und 
wenn er nicht Genugthuung leisten wolle, zum persönlichen Erschei- 
nen am päpstl. Hofe binnen zwei Monaten vorzuladen. »Ad nostram 
noveris« etc. Perusii 2 id. dec. pont. a. 10. Gedr. Raynald, Ann. 
eccl. § 18. Ripolli, Bullar. Praed. 1,219 no. 273. Reg. Boehmer 
322 no. 118. Potthast 1219 no. 14807. Dambergcr 10,626. — In 
gleicher Weise schreibt der Papst an dens. Legaten unter demselben 
Dat. um das tri er. Domcapitel zu veranlassen in dieser Sache 
Bevollmächtigte an den päpstl. Hof zu senden. »Ad nostram nove- 
ris« etc. Gedr. Ripolli 1,219 no. 274. Reg. Potthast 1219 no. 14808. 
Vgl. Gesta Trevir. ed. Waitz ap. Pertz, Script. 24,412, wornach die 
Goblenzer von den Schiffen des Königs den Zoll verlangten. Der 
König, hierüber erzürnt, befahl den Seinigen sich zu bewaffnen, 
wurde aber erbärmlich geschlagen. Der Erzbischof, ohne dessen 
Wissen die That geschehen war, wurde auf den Antrag des Königs 
von dem päpstl. Legaten zur Verantwortung nach Göln citirt, wo 
eine Aussöhnung vermittelt w^urde. 984. 



L252 dec. 13. Philipp v. Falkenstein beurkundet zu Saarbrücken, 
dass er von dem Edelherrn Theoderich v. Cleve, Grafen v. Saar- 
brücken (Sarepont.), und Gräfin Lorata mit 150 Metzer 
Pfund belehnt worden sei, bis zu deren Auszahlung er jährlich 15 
Pfund aus deren beider Hof Neumünster (Nov. monast.) erhal- 
ten solle. Ap. Ponte m Saris 1252 die Lucie. Orig. in Coblenz. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,871. 985. 



l252 dec. 18. Erzb. Gonrad v. Göln befreit den Vungert zu Rulincs- 



232 1252. Mittelrhein. Regesten. 986—90. 

werd in der »S iinneheld« , welchen sein Vasall Heinrich, der 
Sühn des Ritters Arnold v. Alpheim, der Abtei Altenberg verkauft 
hat, vom Lehensverbande, und belastet ihn dafür mit 18 Denaren 
Jahrzins, wovon 6 Denaren für das Recht »Nidirval« sollen ent- 
richtet werden. Golonie 15 kal. dec. 1252. Gedr. Lacomblet, Ukb. 
2,207. 986. 

1252 dec. 25. Graf Henrich v. Salm und seine Gemahlin Loretha be- 
willigen den Gebr. Nicholaus und Johann Vögten (advoca- 
tis) V. Hunoldstein, welche ihre verschiedenen Lehengüter unter 
sich gleich vertheilt haben, die Vererbung sämmtlicher Lehen, welche 
dieselben von ihnen haben, auf den überlebenden Theil, wenn der 
eine ohne Kinder sterben würde. 1242 in nativ. Dni. Orig. doppelt 
in Coblenz. Gedr. Fahne, Cod. Salm. 24. Toepfer, Hunolst. Ukb. 
1,20. Mttlrh, Ukb. 3,871. 987. 

1252 dec. Conrad Abt und der Convent v. Hemmenrode beur- 
kunden, dass sie dem Pastor Isembard zu Epternach mit einer Leib- 
rente von 10 trier. Pfund aus ihrem Hofe zu ür ziehe verpflichtet 
sind, und dass gen. Isembard diese Rente zu einer Weinspende nach 
seinem Tode an den Convent bestimmt habe. 1252 mense dec. 
Orig. in Coblenz. Eeg. Mttlrh. Ukb. 3,872. 988. 

1252 .... Der Cantor Nicholaus zu Garden schenkt der Abtei 
Hemmen rode seine Güter zu Garden, nämlich einen Garten ne- 
ben der Kirche, einen kleinen Weinberg auf dem Felsen gegenüber 
dem Thurme und 2 Wingerten im Thale neben der obern Mühle, 
deren lebenslängliche Nutzniessung er dem Priester Emecho in 
Garden überlassen hat, unter Vorbehalt der Nutzniessung auf seine 
Lebenszeit, ferner noch einen Wingert in »Paffenburch«. Mitbesiegler 
der trier. Archidiakon Henrich Propst von Garden und 
der Scholaster Ludewich. Zeugen die Gardener Stifts- 
herren mag. Jordan, Ricard und Johann Frankin. 1252. 
Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,872. 989. 

1252 .... Der Pfarrer T h e o d e r i c h zu M e 1 1 r i c h e überträgt dem 
Kl. Hemmerode gegen eine Leibrente von 5 köln. Mark, welche 
nach seinem Tode zur Hälfte seine Verwandte (cognata) Odilia, 
wenn sie noch am Leben sein wird, als Leibrente erhalten soll, alle] 
seine Güter. Besiegelt von dem Erzb. Arnold v. Trier. 1252. 
Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,873. 990,1 



1252—53. Mittelrhein. Regesten. 991—97. 233 

.252 .... Bischof Jacob v. Metz bestätigt seines Vorgängers, des Bi- 
schofs und kaiserl. Canzlers Conrad, Inkorporation der Kirche zu 
Omersein an die Abtei Wadegoz. 1252. Orig. in Coblenz. Reg. 
xMtth-h. Ukb. 3,873. 991. 

,252 .... Johann Herr von Kyrkel gestattet seinem Herrn, dem 
Grafen Th.(eoderich) v. Saarbrücken (S arepont.), mit dessen 
Consens er die Dörfer Avensbahc, Habescheyt und Ruchelinga an 
die Edelknechte S. und M. für geleistete Bürgschaft verpfändet hat, 
dieselben für die Pfandsumme von 65 Metzer Pfund einzulösen, wenn 
er selbst dieses bis nächsten Martinitag nicht solle gethan haben, 
und die beiden Edelknechte darnach 5 Jahre lang im Pfandgenuss 
gewesen seien. 1252. Orig. in Coblenz. Gedr. Kremer, Ard.-Gesch. 
2,325. Mttlrh. Ukb. 3,873. 992. 

.252 .... Heinr. Stil mann v. Sinzege verkauft (zu Aachen) 
dem Aachener Schöffen Heribert Vrense 2 Fuder Weinrente aus den 
Distrikten Huttenbach, Erstal und Arsberg. Mitbesiegelt von 
Herrn Gerard Burggrafen v. Lanscrone und den Herren 
Friderich und Arnold Burggrafen v. Hamerstein. 1252. 
Gedr. Guden, Cod. 2,949. 993. 

.252 .... Der Canon ikus Johann zu Garden errichtet sein Te- 
stament, worin er der Küsterei seines Stifts den Weinberg »M erle- 
kam p« vermacht. 1252. Nach dem Reg. im alten Stifts -Reperto- 
rium in Coblenz. 994. 

252 . . . . Johann Dechant zu Trier (von S. Paulin?) Zeuge zu 
Deventer in des Bischofs v. Utrecht ürk. für Kl. Bethlehem. Daventri 
1252. Gedr. v. Sloet, Oorkb. 733 no. 741. 995. 

.252 .... Die beiden Predigermönche fr. Albero Schalle und fr. 
Theodor, v. Coblenz als Schiedsrichter ernannt von dem Herrn 
V. Schieiden in dessen Streitigkeit mit Kl. Steinfeld. 1252. Gedr. 
Niederrhein. Annalen 23,169. 996. 

253 ian. 1. Erzb. Arnold v. Trier erlaubt zu Coblenz dem An- 
dernacher Schöffen Ernest und dessen Frau Christine, 
welche in der Stadt Andernach ein Spital erbaut haben, dass die 
Kapelle und der Kirchhof bei demselben geweiht werde, und verbie- 
tet den Pfarrern, ohne speciellen erzbischöflichen Befehl, diese Ka- 
pelle mit dem Interdikt zu belegen, da nach der Erklärung des 
Plebans Godefrid daselbst die Mutterkirche durch Ueberweisung 



234 1253. Mittelrhein. Regesten. 997—1001. 

einer Jahresrente von 1 Mark auf dem Hause der Adeleide vom 
rothen Hause (de Eufa domo) in Andernach befriedigt wor- 
den sei; auch verspricht er, da beide Eheleute selbst dem Spitale vor- 
stehen wollen, nach deren Tode demselben Religiöse als Vorsteher zu 
bestellen. Confluentie kal. jan. 1252. Mitbesiegelt von Henrich, 
Archidiakon des Orts, und dem frier. Domkapitel. Orig. in 
Coblenz. Gedr. xMttlrh. Ukb. 3,874. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 47. 

997. 
Da nach Reg. 957 die Kapelle schon im Juli 1252 geweiht worden ist, so 
wäre diese Urkunde vor diese Zeit zu setzen, und etwa ein Irrthum in der 
Datirung anzunehmen; da aber die folg. Urk. Reg. 998 das J. 1253 hat und 
also nach dem 24. März 1253 ausgestellt sein muss, so sind beide Urkk. hier 
zusammengestellt. 

1253 . . . . Godefrid Pleban zu Andernach, weicherauch Can- 
tor von S. Florin in Coblenz gewesen war, genehmigt die von 
dem Erz b. Arnold v. Trier dem Spital zu Andernach ertheilte 
Erlaubniss zur Einweihung und Abhaltung des Gottesdienstes daselbst, 
da ihm und seinen Nachfolgern als Entschädigung von dem Ander- 
nacher Bürger Ernest und dessen Frau Gristina, den Funda- 
toren des Spitals, 1 Mark Jahrzins von dem Hause der Frau Adel- 
heide vom rothen Hause (de rufa domo) gegeben wird. Zeu- 
gen fr. Emund Prior und fr. Galichus von den Predigern 
in Coblenz, sowie die Andernacher Schöffen Cristian, 
Henr. Heiric und Ernest. 1253. Orig. in Coblenz. Reg. Mttlrh 
Ukb. 3,875. 998 

1253 ian. 14. Der Lütticher Archidiakon in den Ardennen bestätigt 
weiland des Grafen Heinrich von Vianden und dessen Gemahlin 
Margaretha Schenkung des Patronatrechts über die in seinem Archi- 
diakonatsbezirk gelegene Kirche zu Daleyden an die Trinitarier zu 
Vianden. 1252 crast. octavar. epiphan. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,875. 
Reg. Publ. de la soc. bist, de Luxemb. 15,19. 999. 

1253 ian. 17. Die 3 Schiedsrichter in dem Streite des Dechants vor 
S. Arnual mit den Leuten von Thedingen (vgl. 1252 jun. 7) ver- 
urlheilen Letztere zum Bau und Eeparatur des Dachs ihrer Kirche, 
da dieselbe eine zur Pfarrkirche von S. Arnual gehörige Kapelle 
sei. 1252 fer. 6 post octav. epiphan. continuata a fer. 5 precedentl 
Orig. in Coblenz. Gedr. Kremer, Ardenn.-Gesch. 2,333. Reg. Mttlrh 
Ukb. 3,87G no. 1181. 1000 



' 






1253 ian. 18. Odilie die Wittwe Fridrich's v. Muncella schenk 
mit Zustimmung ihres Neffen, des Subdiakon's Fridrich, ihres 



1253. Mittelrhein. Regesten. 1001—5. 235 

künfligen Erben, dem Kl. Macra ihre särnmtlichen Güter zu Mun- 
cella nebst ihrem Bürgerrecht an dem Walde auf dem Berge da- 
selbst zum Seelenheile ihres verstorbenen Gemahls, ihrer Tochter 
Sidelivis und ihrer Nichte (neptis) Odilie, vorbehaltlich der le- 
benslänglichen Nutzniessung für sie Beide gegen Entrichtung eines 
Jahrzinses an's Kloster. Zeugen die beiden Hemmenroder Prie- 
ster und Mönche Walter und Henrich, der Priester Henrich 
von Urcige, die Ritter Hermann, Henrich und Arnold v. 
Leyen (de Petra), sowie Hermann v. Geltanc, Johann, 
Bonefacius und Godefrid Gebrüder v. Macra. 1252 in festo 
b. Prisce, ind. 10. Besiegelt von dem Abt G. (onrad) von Hime- 
rode (de Claustro) und dem Kl. Macra. Orig. in Goblenz. Reg. 
Mttlrh. Ukb. 3,870 no. 1182. ^ 1001. 

1253 ian. 25. Papst Innocenz IV bestätigt dem Predigerorden in 
Trier die Verfügung des dortigen Erzbischofs, wornach in dem 
von dem Ritter Nicolaus von der Brücke erbauten Hause 
neben der Pr edigerbehausung ohne deren EinwiUigung kein Gon- 
vent solle aufgenommen werden. »Ex tenore« etc. Perusii 8 kal. 
febr. pont. a. 10. Gedr. Ripoll, BuUar. Praedicat. 1,222 no. 283. 
Reg. Potthast 1222 no. 14848. 1002. 

1253 ian. Der tri er. Official und Domherr Simon v. Frenchir- 
mont stiftet im Kl. Himerode sein Anniversarium. 1252 mense 
Jan. Reg. im Him. Repertor. saec. 15 S. 121 in Goblenz. 1003. 

1253 febr. 5. Ingebrand Prior, Irmengard Meisterin und gan- 
zes Capitel der Kirche S. Nicolai zu Stupa verkaufen in dem 
Dorfe Ediger an Bälde w in den Neffen Karl's von Kocheme 
für 15 köln. Mark den Weinberg bei dem Dorfe Valevey, welcher 
Eigenthum ihrer Kirche und Erbgut J a c o b 's von Valevey war. 
Zeugen Gerchin, Heinzemann, Winand von B r e m m e , der 
Fischer (piscator) Cr ist ian und ihre (Laien-) Brüder Johann v. 
Elre, Johann ihr Hofs- Verwalter und Richard ihr Schlüsselträ- 
ger (claviger^. In villa Edegrey 1252 in festo Agathe. Orig. in 
Goblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,876 no. 1183. 1004. 

.253 febr. 16. Meffrid Herr v. Nu magen verpfändet dem Trierer 
Bürger Wolter v. Saarbrücken (de Saraponte) für 500 trier. 
Pfund sein Dorf Vi Ich e (Filsch Landkr. Trier). Mitbesiegler Wilhelm 
Herr v. Heincenberch und Meffrid's Schwiegersohn Hugo Herr v. 
Suarcenberch. 1252 dnc. Circurndederunt me. Orig. in Goblenz. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,87G. Reg. Toepfer, Hunolst. Ukb. 1,340. 1005. 



236 1253. Mittelrhein. Reerestcn. lOOG— 12 



ö' 



1253 febr. 24. Papst Innocenz IV erthcilt Dechanten und Capitel der 
Stiftskirche in Münstermaifeld (monast. in Meine weit) ein Ab- 
lass-Privilegium für ihr Kirchweihfost. »Licet is de« etc. Perusii 6 
kal. mart. pont. a. 10. Orig. in Coblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,877 
no. 1185. Potthast 2123 no. 26493. — Derselbe auch hier an dem- 
selben Tage denselben ebenso für das Fest der heil. Martin und Se- 
verus. »Licet is« etc. Orig. in Coblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,877 
und Potthast no. 26194. 1006. 

1253 mz. 9. Wirich v. Du na und Syfrid v. Honecken regeln zu 
Landstuhl die Gebühren, welche ihre Förster zu Gersweiler jährlich 
vom Kl. Otterberg wegen des Waldes »Waltmarke« beziehen. Nan- 
nestul 1253 dnc. Invocavit. Besiegelt von Herrn G. (onrad) dem 
altern Wildgrafen (com. silvestr.) und obengen. Syfrid, da 
Wyrich sein Siegel vor kurzem bei seiner Gefangennahme verloren. 
Gedr. Frey und Remling, Ukb. 82. 1007. 

1253 mz. 10. Der päpstl. Legat fr. Hugo Cardinalpriester von S. Sabina 
ertheilt dem Kl. Rupertsberg für einige Feste ein Ablassprivile- 
gium. Leodii 6 id. mart. pont. Innoc. IV ppe. a. 10. Cop. saec. | 
15 fol. 162 des klöstl. Laorerbuchs in Coblenz. 1008. 



1253 mz. 12. Papst Innocenz IV ertheilt dem Euchariuskloster (S. 
Mattheis) bei Trier das Privilegium, dass es nicht zur Besetzung 
von Kirchen seines Patronats durch päpstl. Provisionen solle gezwun- 
gen werden. »Devotionis sinceritas« etc. Perusii 4 id. mart. pont. 
a. 10. Orig. in Trier. Eeg. Mttlrh. Ukb. 3,877 no. 1186. Potthast 
2123 no. 26495. 1009. 

1253 mz. 12. Arnold und Franco die Söhne Herrn Henrich's v. Mols- 
berg verzichten auf ihre Ansprüche an das Kl. Marienstatt wegen 
der demselben von dem Edelherrn Eberhard v. Arberg und 
dessen Gemahlin AI ei de v. Molsberg geschenkten Güter. Besiegler 
sein Vetter (consanguineus) Dieter Herr v. Molsberg, der Edelherr 
H. (einrieb) v. Isenburg und der Erzbischof A.(rnold) v. Trier. 
1252 in festo Gregorii. Gedr. xMttlrh. Ukb. 3,877. 1010. 

1253 mz. 22. Graf Gerard v. Nuinari zu Cöln Zeuge in des Erzb. 
Conrad Urk. für die beiden Grafen v. Nassau. Ap. Coloniam 1252 
sabb. ante annunciat. b. Virginis. Gedr. Kremer, Or. Nass. 2,289. 

1011. 

1253 mz. 28. Erzb. Arnold v. Trier macht in Trier einen Vertrag 



1253. Mittelrliein. Regesten. 1012—17. 237 

mit den Kindern und Erben Her mann 's, Wenzo's und Garsi- 
lius V. Arraz wegen der Burg Arraz; wornach unter anderm er 
verspricht, keinen Beamten oder Burgmann derer v. Schoninberch 
oder V. Ulmen auf die Burg zu setzen ; es ihm ferner freistehen 
soll, in seinem Hause darauf, welches Win and und Friderich 
Vögte V. Merle bewohnen, und auf der dabei gelegenen Hofstatt zu 
bauen, sowie nach dem Ausspruch der Aebte von Himmenrode 
und Sprenkirsbach Genugthuung zu leisten, wenn er gegen die- 
sen Vertrag handeln sollte. Und in einer zweiten Urk. erlaubt der 
Erzbischof denen v. Arraz, wenn er den Vertrag brechen würde, 
sich von der Burg Svarcenberch aus gegen ihn Hilfe zu verschaf- 
fen. Beide Origg. in Goblenz mit Dat. Treveri 1253 fer. 6 post 
annunciat. dncm. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,878—79. Reg. Goerz, Reg. 
d. Erzbb. 47. Erstere auch gedr. Günther, Cod. 2,259. 1012. 

1253 mz. Das köln. Domcapitel giebt seinen Gonsens zum Verkauf der 
Mosel guter des Gunibertsüfts an's Kl. Himerode (1252 jul. 15). 
1252 mense martio. Orig. in Goblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,860. 

1013. 

1253 (54) mz. Alexander Herr v. Zolver, der trier. Domherr Gono 
V. Orions (x\rlon) und das Kl. Marienthal (bei Luxemburg) ernennen 
den Prior der Prediger in Trier und den Ganonikus Heinrich 
von Echternach zu Schiedsrichtern in ihrem Streit wegen des Pa- 
tronats zu Rockingen. 1253 mense mart. Reg. Publ. de la soc. 
bist, de Luxemb. 15,67. 1014. 



1253 apr. 4. Die Abtei Echternach schenkt der trier. Domdechanei 
das Patronat zu Ettelbrück. 1253 prid. non. apr. Erzb. Arnold 
V. Trier Mitbesiegler. Ghartul. in Goblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,879 
no. 1190. Gompte rendu de la commiss. bist, de Belg. 5,289. 
(Kreglinger) Gatal. Renesse 12 no. 81 ex orig. Publ. de la soc. 
bist, de Luxemb. 15,68. 1015. 

1253 apr. 30. Das Cunibertstift in Göln verspricht dem dortigen Dom- 
kapitel, das Geld aus dem Verkauf seiner Moselgüter an die Abtei 
Heramen rode wieder zum Ankauf anderer Güter zu verwenden. 
1253 vigil. Philippi et Jacobi. Orig. in Goblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 
3,860. 1016. 

1253 apr. Heinrich v. Wechflar (Bürger zu Frankfurt) Zeuge in 
einer Urk. der Stadt Frankfurt für Kl. Arnsburg. 1253 mense apr. 
Gedr. Boehmer, Cod. Frankof. 86. 1017. 



238 1253. Mittelrhein. Regesten. 1018—22. 

1253 mai 3. Philipp Herr v. Falkenstein (am Donnersberg) verspricht 
dem Symon Herrn v. Sponheim, wenn derselbe ihm die schul- 
digen 100 köln. Mark Lehengelder auszahlen werde, Güter in glei- 
chem Werth bei Crucenach als Lehengut anzuweisen. 1253 in 
festo invent. crucis. Orig. in Coblcnz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,880. 
Vgl. Lehmann, Spanh. 1,38. 1018. 

1253 mai 5. Er zb. Arnold v. Trier bestätigt der Abtei Echternach 
die Schenkung seines Olieims und Vorgängers, des Erzb. Theode- 
rich V. Trier, mit der Pfarrkirche von Püttlingen. 1253, 3 non. 
may. Reg. Publ. de Luxemb. 15,69. Goerz, Reg. der Erzbb. 341. 
— d.d. Laterani 2 id. may. pont. a. 2 ist die Bestätigung des Pap- 
stes Alexander IV (1256 mai 14). Reg. Publ. de Luxemb. 15,74. 
Pütthast 1344 no. 16387. 1019. 

1253 mai 7. Der köln. Schenk Hermann v. Are zu Cöln unter den 
Räthen des Erzbischofs, nach dem Schiedsspruch des Erwählten von 
Lüttich in dessen Streite mit dem Grafen v. Jülich. Colonie 1253 
fer. 4 post invent. crucis. Lacomblet, Ukb. 2,208 no. 390. 1020. 

1253 mai 9. Päpstl. subdelegirte Richter kassiren die Appellationen in 
dem Prozesse gegen den vom Papste mit einer Mainzer Dompfründe 
providirten Godefrid v. Solms. 1253, 7 id. mai. Gedr. Schunk, 
Cod. dipl. 17. 1021. 

1253 mai 17. Burggraf Pride rieh v. Harn erst ein und Gerard 
Herr v. Landiscrone beurkunden zu Sin zig, dass Lifraude v. 
Guntravia, die Wittwe Th. (eoderich's), alle ihre Besitzungen im 
Dorfe Synzege mit Ausnahme eines Wingerts vor »Le« dem Kl. 
Marienstatt übergeben habe. Zeugen die Ritter Werner und 
Engelbert v. Guntravia; die Ritter Friderich, Gunzo und 
Engilbert v. Gunrestorph; die 3 Plebane Joh. Bonvalet, 
Joh. Cozzo und Rudolf von Valendre, Syn zeche und Lon- 
dorf; die »Hovinnere« (mansionarii) von Synzeche: Albero 
Hattirset, Wilh. Dunristein, Henrich v. Lyemene, Ever- 
hard, The od er ich und Wigand Nose, Luzzo Schultheiss 
(scultetus) V. Ha mer stein; mag. E. Lector zu C ob lenz und 
die Predigermönche von da: Johann v. Metrich, Godescalc, 
Cunrad und Henrich. Act. solempniter in Synzeche 1253 sabb. 
post Servatii. Orig. in Coblenz. Gedr. Günther, Cod. 2,262. Reg. 
Mttlrh. Ükb. 3,881 no. 1193. 1022. 



1253. Mittelrbein. Regesten. 1023—27. 239 

253 mal 20. Erzb. A.(rnülcl) v. Trier beurkundet 7ai Trier, dass 
sein M i n i s t e r i a 1 der Ritter Richard v. P a II a s t (d e P a 1 a t i o) 
mit Einwilligung seiner Gemahlin dementia einen Jahrzins von 2 
Soliden, welchen derselbe an das trier. Domcapitel zu entrichten 

1 verpflichtet war, von Wiesen bei Wilre auf eine Wiese über der 
Olevia vor dem Rothenberg (ante rubeum montem) über- 
tragen habe. Treveri 13 kal. jan. 1253. Orig. in Coblcnz. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,880. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 47. (Kreglinger) 
Catal. Renesse 12 no. 82. 1023. 

253 mai 28. Johann Domcantor und Alexander Scholaster 
von S. Paul in zu Trier bestimmen als von dem Dompropst 
und Archidiakon Symon delegirte Richter in der Streitsache 
zwischen dem Kl. S. Mattheis und dem Ritter Johann von 
Berge, sowie zwischen dem Canonikus Macharius von S. 
Paulin und dem Domherrn Aegidius wegen des Patronatrech- 
tes zu Sintzich (Sinz Kr. Saarburg) Termin auf den Freitag nach 
der Pfingstoktav (jun. 20) in Trier in dieser Sache; auch verbürgt 
sich der Ritter Aegidius v. Berge für seinen Sohn Aegidius, 
dass dieser sich der gerichtl. Entscheidung unterwerfen wolle. 1253 
vigil. ascens. Dni. Ghartul. des Kl. Mattheis in Goblenz. 1024. 

j53 mai 30. Der Metzer Archidiakon Johann giebt seinen Consens zu 
des frühern Bischofs Conrad daselbst Inkorporation der Kirche von 
Blidersdorf an das Kl. Wadegoz (1223 apr.j Meti 1253 mense 
majo, crast. ascens. Dni. Orig. in Coblenz. 1025. 

153 mai. Theoderich der Jüngere v. Ysenburch steht von aller 
Klage gegen die Abtei Hemmerode wegen der Festigung des Wein- 
bergs zu Rore und der Güter Herrn Ecbert's v. Metriche ab. 
Mitbesiegler Theoderich der Aeltere v. Ysenburch. 1253 mense 
majo. Orig. in Coblenz. Gedr. Günther, Cod. 2,260. Reg. Mttlrh. 
Ukb. 3,881 no. 1194. 1026. 

53 iun. Widekin verkauft mit Consens seiner Frau Guda und sei- 
ner Kinder dem Kl. Hemmenrode seine Güter im Dorfe Me- 
iriche. Als Bürgen stellt er dem Kloster den Ritter Gerlach 
V. Gulse, Theoderich v. Sternenberch und Symon v. Nekenich. 
Zeugen Walter v. Kescelheim, Heinr. Steinard, Thamar, 
Gillo, LifridSpedel, Richolf, Conr. Münzer (Monetarius), 
Conrad, Henr. Schoneweder, Hellas, Godescalc, Rei- 
nard, Nicholaus von Lützelcoblenz (de minore Confl.), 



240 1253. Mittelrhein. Re^esten. 1027-31. 

Heimo (14) Schöffen; ferner Albert Menno, Jacob, Alb er 
V. Hofe (de Curia), Wilhelm v. Archa, Wilh. Keverbuschl 
Peter v. Elze, Hermann v. Love, Ekbert v. Meiriche 
Theoderich Schul theiss (scultetus), Emold desgleichen um 
Rudolf V. Rense. 1253, 5 (?) non. jun. Mit dem Siegel de 
Stadt C ob lenz. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,881. 1027 

1253 iun. 5. Der Ritter Conrad v. Buches, Sohn des Ritters Wigand, ver 
kauft zu Wetzlar die Hälfte des ihm und seiner Tochter Gertrudi 
gehörigen Hofs daselbst, zwischen den Bürgern Heinr. Verwer 
und Heinr. Kesemann gelegen, an letztern Bürger. Zeugen di 
Ritter Rupert v. Karben sein Vetter (consanguineus), Herrn. Hai 
bir der Aeltere und dessen Vetter Herm. Halbir v. Cleberg; 
Schöffen Richolf weiland Gerbert 's Sohn, Richolf vo: 
Braht, Berno, R.udolf Eegel, Eckelo, Conr. Reio, Co 
rad V. Dridorf und Theo der. Roth (Rufus); die Bürgeij 
Gerb er t der Sohn Richolf 's und Winand von den Krame 
(de thuguriis). Wetflarie 1253 mense jun. die Bonifacii. Orif 
in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,882. 102^ 

1253 inn. 26. Der päpstl. Legat fr. Hugo Cardinalpriester von S. Sabii 
wird ehrenvoll in der Abtei Stablo 1253 crast. Joh. bapt. aufgenoi 
men, und reist folgenden Tags mit Einigen aus dieser Abtei na( 
der Abtei Prüm hin. Notae Stab. ap. Pertz, Script. 24,32. 1021 

1253 iun. Giselbert Dechant und das Capitel zu Wetflar beuj 
künden daselbst, dass ihr Scholaster mag. Rudolf das Hai 
Heinr. Schelin's und dessen Schwestern, der Beguinen Beatr! 
und Bertha, welches nach dem Tode dieser Dreien ihm anheii 
fällt, für den ständigen Vikar (Pfarrer), ihrer Kirche bestimmt hal 
Zeugen der gen. Dechant, derCustos Conrad und die 6 Stift| 
herren Burkard v. Stockheim, Ortho, Wolfram, H einriß 
V. Kalsmunt, Heinrich v. Berchusen und Gerhard Not; 
rius von Wetflar. Wetflarie 1253 mense jun. Gedr. Gude| 
Cod. 5,21. Mttlrh. Ukb. 3,882. 10^ 

1253 iun. Dieselben verpachten zu W^etzlar gegen einen Jahrzi 
von 5 leichten Soliden oder £0 schweren Denaren und 4 Hühnel 
nebst 2 Gänsen für den Mansus zwei Mansus in' Wandorf 
Ludewich, den Sohn des verstorbenen Pächters Heinrich v 
der Strase (de platea) Bürgers und Schultheissen v. We 
lar; sowie an Ludovich's Sohn Heinrich. Auch behalten 



1253. Mittelrhein. Regesten. 1031—38. 241 

sich bei jedesmaligem Todesfall der Pächter von jedem Mansus das 
beste Pferd als »B e s t e h o u b e t« aus. Zeugen GiselbertDechant, 
mag. Rudolf Scholastikus und ausser den in vor. Urk. Ge- 
nannten noch der Canon ikus Arnold v. Derinbach. Wetf- 
larie, 1253 mense jun. Orig. in Coblenz. Gedr. Guden 5,23. Reg. 
Mttlrh. Ukb. 3,883 no. 1198. Vgl. Abicht, Kreis Wetzlar 2,16. 1031. 

.253 iun. Das Cunibertsstift in Cöln setzt das Kl. Hemmenrode in 
den Besitz der von diesem angekauften Moselgüter und garantirt 
deren Vogteifreiheit. 1253 mense jun. Reg. im Repert. Him. saec. 
15 S. 157 und Booz, Series abb. Manuscr. in Coblenz. 1032. 

253 iul. 5. Der päpstl. Legat Hugo Cardinalpriester von S. Sabina be- 
stätigt zu Trier die von dem Official daselbst gegen den Ritter 
Theoderich v. Fischbach wegen der Kirche zu Fischbach ausgespro- 
chene Excommunikation. Treviris 3 non. jul. pont. Innoc. IV ppe. 
a. 11. Copie im Maximiner Chartul. in Coblenz. 1033. 

253 iul. 6. Derselbe gestattet daselbst dem Kl. Wadegozinge die 
Inkorporirung der Kirche zu Blidestorf. Trevir. 2 non. jul. 
pont. Innoc. IV ppe. a. 11. Orig. in Coblenz. Reg. Boehmer XXXV. 

1034. 

253 iul. 7. Derselbe ertheilt daselbst dem Kl. Machern ein Ablass- 
privilegium für alle Wohlthäter des Klosters. Treveri non. jul. 
pont. Innoc. IV ppe. a. 11. Orig. in Coblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,883 
no. 1199. 1035. 

253 iul. 7. Derselbe daselbst der Abtei S. Maximin desgl. für 
mehrere Festtage. Treveri wie vorher. Chartul. in Coblenz. Reg. 
Mttlrh. Ukb. 3,884 no. 1200. 1036. 

J53 iul. 8. Erzb. Arnold v. Trier bestätigt daselbst dem Kl. 
Differtingen die Inkorporation der Kirche zu Kar durch den Erzb. 
Theoderich. Ebenso 2, das trier. Domcapitel. Beide Tre- 
viris 1253 fer. 3 post octav. Petri et Pauli. Reg. Publ. de Luxemb. 
15,70. Goerz, Reg. d. Erzbb. 341. 1037. 

153 iul. 8. Derselbe desgl. daselbst einen Zehnten-Uebertrag an 
das Kloster der Pönitentiarerinnen bei Luxemburg. Treveri 8 id. 
jul. 1253. Keg. Publ. de Luxemb. 15,70 und 17,XXVII. Goerz, 
Reg. der Erzbb. 341. 1038. 

16 



242 1253. Mittelrhein. Regesten. 1039—44. 

1253 iul. 9. Erzb. Arnold v. Trier de?gl. daselbst dem Kl. Ma- 
rienlhal. Treveri 7 id. jul. 1253. Extr. Publ. de Luxemb. 10,219. 

1039. 

1253 iul. 9. Hinrich Herr v. Kovern, seine Gemahlin ^lechtilde 
und seine Schwester Gecilie verschreiben ihren Schwestern Jutta 
und Cunegunde verschiedene Renten in dem Dorfe Pouche, 
eine Weinrente aus ihrer verstorbenen Mutter Gütern im Dorfe Ko- 
vern e und den Trauben-Drittel eines Wingerts in Kerl i che, wel- 
chen Emedo in Erbpacht hat. 1253, 7 id. jul. Orig. in Coblenz. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,884. 1040. 

1253 iul. 10. Der päpstl. Legat fr. Hugo Gardinalpriester von S. Sabina 
ertheilt zu Trier ein Ablass-Privilegium für die Marienkapelle auf 
dem Kirchhofe des Kl. S. Matt h eis daselbst. Treveri 6 id. jul. 
pont. Innoc. IVppe. a. 11. Chartul. in Coblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 
3,885 no. 1202. — Desgl. an dems. Tage und Ort dem Kl. Ma- 
chera für die 4 Marienfeste. Orig. in Coblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 
3,883. — Derselbe bestätigt hier an dems. Tage dem Elisabeth- 
spital im Kl. S. Maxim in die Inkorporation der Kirche zu Breux. 
Chartul. in Coblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,611. — Derselbe ertheil 
hier an diesem Tage den Beguinen in Brüssel einen Schutzbrief. 
Gedr. Miraeus, Op. dipl. 2,998. Reg. Georgisch 1,1096. 1041 

1253 iul. U. Derselbe befiehlt zu Trier dem Erzbischof v. Trierj 
dass derselbe dem frier. Domherrn Robert v. WarnesperchJ 
Neffen des Propstes Theoderich von S. Mattheis daselbstJ 
eine Pfründe verleihe. Treviris 5 id. jul. pont. Innoc. IVppe. a 
11. Vidimus v. 1262 in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,885. 1042| 

1253 iul. 12. Derselbe erlaubt zu Trier dem Prior und Convent voi 
S. Max im in ein eigenes Conventssiegel unter Verschluss des Abts| 
des Priors und Eines aus dem Convent. Treveri 4 id. jul. poni 
Innoc. IVppe. a. 11. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,88( 
— Ders. verleiht an gleichem Ort und Tage dieser Abtei eil 
Ablass-Privilegium für den Festtag ihres Schutzpatrons. Chartul. ii 
Coblenz. — Mit gleichem Ort und Datum bestätigt derselbe auc| 
dem Kl. Differtingen die Inkorporation der Kirche von Kar. Re^ 
Publ. de Luxemb. 15,73 zum J. 1254. 1045 

1253 iul. 13. Derselbe ertheilt zu Trier ein Ablass-Privilegium für dal 
Hospital der Abtei S. Maxi min daselbst. Treviris 3 id. ju' .' 



II 



1253. Mittelrhein. Regesteti. 1044—50. 243 

pont. Innoc. IVppe. a. 11. Chartul. in Coblenz. Eeg. Mttlrh. Ukb. 
3,886 no. 1205. 1044. 

1253 iul. 13. Erzb. Arnold v. Trier bestätigt daselbst dem Kl. 
Marienthal (bei Luxemburg) eine Zehnten-Schenkung. Treveri 3 
id. jul. 1253. Keg. Publ. de Luxemb. 15,70. Goerz, Reg. der 
Erzbb. 341. 1045. 

1253 iul. 14. Der päpstl. Legat fr. Hugo Cardinalpriester von S. Sabina 
ertheilt zu Trier dem Deutschen Hause in Sarburg, Metzer Diöcese, 
ein Ablassprivilegium. Treveri 2 id. jul. pont. Innoc. IVppe. a. 
11. Orig. in Coblenz. Gedr. Hennes, Ukb. d. deutschen Ordens 
2,97. Reg. Boehmer 399 no. 333. 1046. 

1253 iul. 18. Erzb. Arnold v. Trier bestätigt daselbst dem Kl. 
Löwenbrücken (in ponte Leonis Trevir.) die Schenkung 
des Patronatrechts zu Talevanc seitens der Abtei S. Maxi min 
(1231 apr. 4). Treveri 15 kal. aug. 1253. Chartul. in Trier. 
Reg. Goerz, Reg. der Erzbb. 341. Mttlrh. Ukb. 3,887 no. 1206. 

1047. 

1253 iul. 22. Rathsherren, Schultheiss, Ritter und Bürgerschaft zu B o p- 
pard machen zur Vermeidung fernerer Streitigkeiten mit der Bürger- 
schaft von Coblenz einen Vergleich wegen gegenseitigen Rechts- 
schutzes in Schuld- und andern bürgerlichen Rechtssachen. Bopar- 
die 1253 Marie Magdalene. Gedr. Günther, Cod. 2,263 ex orig. 
Mttlrh. Ukb. 3,887. 1048. 

1253 iul. 23. Der päpstl. Legat fr. Hugo Cardinalpriester von S. Sabina 
bestätigt dem Kloster Echternach die Schenkung der Kirche zu 
Putelingen seitens des Erzbischofs v. Trier. Metis 10 kal. 
aug. pont. Innoc. IV ppe. a. 11. Reg. Publ. de Luxemb. 15,73 zum 
J. 1254. 1049. 

1253 iul. 25. Erzb. Arnold v. Trier beurkundet, dass die Grafen 
Walram und Otto von Nassau ihm die vom Erzstift lehenrührige 
Vogtei in Coblenz für 600 köln. Mark, zu 12 Soliden die Mark, 
sowie den Hof in Valendre and die Vogtei in Paffendorf für 
100 Mark verpfändet haben. Unter Mitbesieglung der Edelmänner 
Theoderich's des Aeltern und Henrich 's v. Isenburch, Hen- 
rich's V. Covern und Bruno's v. Brunisberch des Jüngern, 
ferner Sifrid's v. Vrou wenstein, Werner 's Suze, Henri ch's 
V. Leyen (de Lapide), Gerlach's Sohns Robin's, Symon's v. 

16* 



244 1253. Mittelrhein. Regesten. 1050—54. 

(Burg-) Thor (de Porta) und des Kämmerers Werner. 1253, 
8 kal. aug. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. ükb. 3,887. Reinhard, 
Kl. Schriften 1,318. Kremer, Orig. Nass. 2,292. (Fischer) Geschlechts- 
register 30. Reg. Günther, Cod. 2,2G4. Goerz, Reg. d. Erzbb. 47. 
Vgl. Hennes, Grafen v. Nassau 220. 1050. 

1253 iul. Erzb. Arnold v. Trier überträgt mit Consens des Domcapitels 
und des Orts-Archidiakons Theoderich auf Bitte des Abts 
Heinrich und Convents von S. Maxim in bei Trier, als Patro- 
natsherrn der Kirche zu Schoeneberch, dieselbe dem Martins- 
kloster zur Verbesserung dessen Einkünfte, u. ordnet deren Verhältnisse 
in Betr. des Vikars. 1253 mense jul. Copie saec. 18 in Schreiner's 
Hist. abb. S. Martini 1,166 Manusc. in Trier. Reg. Goerz, Reg. d. 
Erzbb. 341. Mttlrh. Ukb. 3,888 no. 1209. 1051. 

1253 aiag. 6. Der päpst. Legat fr. Plugo Cardinalpriester von S. Sabina 
ertheilt dem Gonvent von S. Maximin bei Trier nochmals Urkunde 
wie am 12. Juli. Metis 8 id. aug. pont. Innoc. IV ppe. a. 11. Cop. 
saec. 14 im Chartul. in Trier. Eeg. Mttlrh. Ukb. 3,886. — Derselbe 
ertheilt in Metz noch Ablass-Privilegien am 9. dem Deutschen Hause 
daselbst, am 11. dem Deutschen Hause Einsiedel, und am 21. Aug. 
zu Remiremont dem Deutschen Hause in Luxemburg. 3 Originale 
in Coblenz. 1052. 

1253 aug. 9. Die Eheleute Hildebrand und Methilde vermachen 
dem Kl. Eberbach für die Aufnahme ihrer Söhne Arnold und 
Heinrich Wingerten bei »Greige«, in Langesceiderbach, 
wovon einen sie von dem Ritter Corrad gekauft haben, und 
ober dem Randespad ober dem Wingert des Abts von Schönau, 
sowie ihr Haus in der Holegazen (zu Oberwesel). Zeugen der 
Schultheiss Nauthoch, der Burggraf Herr Otto und 
die Ritter Humbert, Merbodo, Otto und Friderich von 
Sconenburg, ferner die Schöffen HerrWinard, Eberard, 
Heinrich, Job. Weisheits (Sapientie) und Sifrid. Mit den 
Siegeln der Stadt Wesel und des Burggrafen v. Sconenburc. 
1253 vigil. Laurentii. Orig. in Idstein. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,888. 
Rössel, Eberb. Ukb. 2,32. 1053. 

1253 aug. 9. Die Stadt Oppenheim beurkundet einen unter lehensherr- 
lichem Consens des Rheingrafen Wernher und dessen Bürg- 
schaft für den abwesenden jüngeren Rheingrafen von dem Ritter 
Wernher Hcppendip v. Alzei an das Kl. Eberbach geschehenen 



1253. Mittelrheiu. Regesten. 1054—58. 245 

Verkauf des Drittels vom Zehnten zu Blidemisheini etc. Dat. wie 
vorher. Schott'sche Copie in Miltenberg. 1054. 

1253 aug. 13. König Wilhelm befiehlt aus Utrecht dem Burggrafen von 
Kaiserswerth, sowie den Zöllnern in Boppard und Wesel die 
Deutschordens- Weine und Güter zollfrei passiren zu lassen. Reg. 
Boehmer 26 no. 192 ex orig. in Stuttgart. 1055. 

1253 aug. 30. Papst Innocenz IV beauftragt den Dechant und Cantor 
von Brüssel mit der Untersuchung des Pfründestreits zwischen dem 
Canonikus Godefrid von S. Johann in Lüttich, Kaplan des Königs 
Wilhelm, und weiland dem Dechant Johann von S. Simeon 
zu Trier. »Sua nobis dilectus« etc. Assisii 3 kal. sept. pont. a. 
11. Meermann 5,147. Reg. Potthast 1243 no. 15109. 1056. 

1253 aug. Graf Johann v. Span heim beurkundet den Verzicht des 
Ritters Willekin und dessen Brüder Jacob und Henrich auf 
die von ihrem verstorbenen Bruder Eitter Theo der. Sterre dem 
Kl. Hemmen rode vermachten Güter und Zinsen zu Pumere. 
1253 mense aug. Original in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,889. 

1057. 

1253 aug. Gunrad Prior, Getrude Meisterin, Tochter der heil. 
Elisabeth, und der Convent von Aldi n bürg, sowie Giselbert 
Dechant und das Stiftskapitel von Wetflar beurkunden die 
Schenkungendes Wetflar er Scholasters mag. Rudolf, welche 
derselbe mit Consens seines Bruders des Kitters Eber w in sowie 
seiner Verwandten (cognati) der Ritter Wezelin und Eberwin 
v. Garbinheim dem Kl. Aldinburch und der Mutterkirche in 
Dill in he im nebst zugehörigen Kapellen in Culshusen, Wertorf 
und Berchusen, deren Pfarrer derselbe gewesen war, mit Gütern 
und Renten zu Berinb ach, Ober-Bartorf, Holzhusen, Bane- 
baden und Bile gemacht hat. Zeugen die Priester Peter und 
Alexander, 4 Laienbrüder von Aldinburg, die Prior in So- 
phia und deren Schwester Jutta v. Stockheim, Cunegunde, 
Mar gar et ha und Mechtilde Schwestern des gen. mag. Rudolf, 
alle Nonnen in Aldinburg; Conrad Gustos, Ortho, Bur- 
chard v. Stockheim, Wolfram, Heinrich v. Berchhusen, 
Heinr. v. Calsmunt, Gerard Notar und Arnold v. Derin- 
bach Wetflarer Stiftsherren; ferner die Ritter Wezelin, 
Eberwin und Eberwin v. Garbinheim, Conrad v. Grüfte le, 
Gonr. Milch elinc und Di mar; die Schöffen Richolf Ger- 



246 1253. Mittelrliein. Regesten. 1058-62. 

berts Sohn, Lude wich weiland Schul t hei ss, Gunr. Reio, 
Rudolf Regelo, Gunrad v. Dridorf, Berno, Eckard und 
Theo der. Roth (Rufus) von Wetflar; ferner FI ein r. v. Mu- 
nichhusen, Godefr. v. Dridorf, Wigand v. Geilenhusen, Ger- 
bert Sohn Richolf's und Berno Sohn Berno 's (Bürger). 1253 
mense aug. Gedr. Guden, Cod. 2,106. Mttlrh. Ukb. 3,890. 1058. 

1253 sept 1. Erzb. Gerhard v. Mainz befiehlt seinen Rheinzoll- Beamten 
(wie 1245 jan. 16) die Güter des Deutschen Hauses in Co- 
blenz zollfrei passiren zu lassen. Maguntie kal. sept. 1253 pont a. 
2. Orig. in Wien. Gedr. Hennes, Ukb. 1,141. Reg. Mttlrh. Ukb. 
3,892 no. 1213. 1059. 

1253 sept. 5. Das Stiftscapitel in Wetflar nimmt Sifrid auf 
dem Fruchtmarkt (in foro frumenti) den Sohn Berno's 
auf Lebenszeit als Colonen seiner Güter zu Wertorf an. 1253 fer. 
6 ante nativ. Marie. Orig. in Coblenz. Gedr. Guden, Cod. 5,26. 
Reg. Mttlrh. Ukb. 3,892 no. 1214. 1060. 

1253 sept. Im Generalcapitel des Domstifts zu Trier nach Maria 
Geburt (sept. 8) wird dem Domherrn und erzbischöfl. Capel- 
lan Symon v. Franchirmont die Verwaltung des Refektoriums 
übertragen, und angeordnet, wie die Vertheilung der Gefälle des 
Refektoriums geschehen soll. 1253 in generaU capitulo post nativ. 
b. Virginis. Chartul. in Trier. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,892. 1061. 

1253 sept. 20. Graf Everard v. Eberstein und seine Gemahlin Aleidel 
(verwittwe) Gräfin v. Spanheim verzichten in Kirchberg für 
sich und die Kinder ihres verstorbenen Sohns Everard gegen 1500 
köln. Mark auf die Lehen, welche gen. Sohn in der Theilung mit 
seinem Bruder Grafen Johann v. Spanheim erhalten hat. Es 
sind dieses Burg Seyne, Burg und Stadt Hachenburg mit den Aem- 
tern Hayn und Numbrecht, Dorf Unkele, die Höfe Bedendorp, 
Engirs, Orimez und Irleche. Auch stellen sie 7 Bürgen, dass 
die Kinder, wenn sie mündig geworden seien, auf die Mahnung desi 
Grafen Johann und dessen Sohns G. (odfrid) in Crucenachl 
diesen Verzicht anerkennen, und sich, wenn die Kinder dieses nichtl 
thäten, zum Einlager in Kirperch verpflichten. Doch sollen die| 
Güter zu Rath(ige) und Gel tan c auf der Mosel, zu Valendi- 
nar, die Burgen Vrosbret, Weltisberch und Lewenberch und was 
die verwittwete Gräfin M.(echtilde) v. Seyne besitzt, sowie Alles, 
was die beiden Brüder nicht getheilt haben, unverkürzt den Kindern 



1-253. Mittelrhein. Rci^estcn. 10G2— 67. 247 

verbleiben. Zeugen Synion Herr v. Spanheim, Henrich v. 
Covern, Graf Gerard v. Nuenare, Johann v. Warnsberch u. 
Henrich v. Stein (de Lapide). Kirpercli 12 kal. sept. (lies Oct.) 
vigil. Mathei 1253. Gedr. Crollius, Orig.Bipont. 2,G1. JVittlrh. Ukb. 
3,803. Vgl. Lehmann, Spanheim 1,39. 1002. 

1253 sept. 29. Wildgraf (com. silvestris) Conrad bestätigt zu 
Flonheim dem KI. Otterberg seiner Vorfahren Schenkung der Wiese 
zu Hunrescherre. Ap. Vlanheim 3 kal. oct. 1253. Gedr. Frey und 
Kemling, Ukb. 80. Reg. Toepfer, Hunolst. Ukb. 1,401 Note. 1003. 

1253 sept. 29. H. (einrieb) Abt und der Convent von S. Maxim in 
bei Trier überlassen dem Kl. Lo ewenb rücken (Pons Leonis) 
gegen einen jährlichen Pachtzins die Hofstatt am Fusse des Berges 
Yselsbach unterhalb Piuvere, worauf dasselbe eine Kelter erbaut 
hat, nebst dem Weinberg daselbst. 1253 in festo Michaelis. Ghartul. 
in Coblenz. Keg. Mttlrh. Ukb. 2,894 no. 1217. 1004. 

1253 sept. Gy selbe rt Dechant und das Gapitel von Wetflar ver- 
erbpachten daselbst ihr Haus neben Heinr. Kernere und Gonr. 
Dornbusch für 7 köln. Sohden oder wenn die leichte Münze bes- 
ser sein wird, für 14 Soliden Jahrzins und unter besondern Bedin- 
gungen an den Bäcker Bernhard und dessen Frau Kunegunde, 
Bürger zu Wetflar. Zeugen Richolf G erb er t 's Sohn, Richolf 
V. Braht, Rudolf Regel, Lodewich weiland Schultheiss, 
Berno, Eckelo, Reio, Conrad v. Driedorf und The oder. 
Roth (Rufus) Schöffen. Wetflarie 1253 mense sept. Gedr. 
Guden, Cod. 5,24. Mttlrh. Ukb. 3,895. 1005. 

1253 oct. i. Das Castorstift in Coblenz verpachtet zu Coblenz 
an das Marienkloster bei Andernach (S. Thomas) den bisher 
von dem Ritter G i 1 1 o v. M i s e n h e i m für 15 Malter Weizen ge- 
pachteten Drittel vom Zehnten zu Misenheim um denselben Pacht- 
zins, und gen. Ritter verzichtet in Gegenwart des Erzb. Arnold v. 
Trier auf alle Rechte an dem Zehnten. Confluentie 4 non. oct. 
1253. Der gen. Erzbischof Mitbcsiegler. Orig. in Coblenz. 1000. 

1253 oct. i. Erzb. Arnold v. Trier bestätigt in Coblenz vor- 
stehende Zehnt - Verpachtung. Zeugen mag. Johann Dechant, 
Henrich V. Schenkillinberch Thesaurar, mag. Mein ward 
Scholastikus, Theoderich v. Lussinich und Hermann v. 
Cöln Canoniker von S. Castor in Coblenz, Gerard Propst 



248 1253. MittelrheiD. Kegesten. 10G7— 71. 

des gen. Klosters, sowie die Ritter Henr. Weinichbule, Ge- 
rard V. Misenheim und Wilh. Keverbusch. Gonfluenlie 
4 non. oct. 1253. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttirh. Ukb. 3,896. Reg. 
Goerz, Reg. d. Erzbb. 47. 1067. 

1253 oct. 5. Mefrid Herr v. Numagen vergleicht sich mit dem Kl. 
S. Thomas (an der Kyll) wegen der demselben von seinem ver- 
storbenen Oheim (patruus) Mefrid geschenkten Güter zu Greven- 
rode und in der Pfarrei Numagen. Zeugen der Dompropst 
und Archidiakon Symon, Henrich Propst von Pfalzel und 
der Ritter Eichard v. d. Brücke (de Ponte). 1253, 3 non. 
oct. Mitbesiegler der Erzb. Arnold und das Domcapitel von 
Trier. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,896. Reg. Goerz, 
Reg. d. Erzbb. 47. 1068. 

1253 oct. 7. Abt und Convent v. S. Alban in Mainz beurkunden, dass, 
nachdem der Rheingraf Sifrid der Jüngere das Eberbacher Lehen 
aus dem Hofe Waleheim an sie resignirt habe, dasselbe sie gemäss 
dem Versprechen des altern Bruders, Rheingrafen Werner, an's 
Kl. Eberbach übergeben hätten. 1253 non. oct. Gedr. Rössel, Eberb. 
Ukb. 2,36. Extr. Bodmann, Rheing. Alterth. 337. 1069. 

1253 oct. 18. Der tri er. Domherr Elyas vermacht in Münster 
(-maifeld) dem Domcapitel zu seinem Anniversarium seine Dom- 
curie in Trier, die Wingerten in Urio und seinen Hof in Guttin- 
heim mit Ausnahme einiger Jahrrenten, welche er und seine Mutter 
der Kirche zu Münster (-maifeld) vermacht haben; dem Gobolo 
Feist (Pinguis) das Gnadenjahr seiner Dompfründe und das, was 
der Ritter Jacob v. Grüfte in diesem Jahre von den Gütern in 
C u 1 1 i n h e i m abgetragen hat ; A g n e s e n, der Tochter seines Oheims 
(avunculi) Elyas seine Güter in Urmirsbach zur ehelichen Aus- 
stattung, sowie Bettzeug; seinen für 30 trier. Pfund verpfändeten 
Thurm in Trier, seinen Wingert in »Spitce«, Güter in Sufte 
und anderswo seinem Oheim (avunculus) Herrn Peter und dessen 
Kindern, welche aber die 30 Pfund und andere Schulden bezahlen 
sollen. Zu Testaments -Exekutoren ernennt er den Archidiakon 
Henrich v. Bolant, den Propst Th. (eoderich) von S. Symeon 
und (den Domherrn) S y m o n v. Frenscirmunt. Ap. Monaste- 
rium 1253 crast. Luce evang. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 
3,898. 1070. 

1253 oct. 19. Derselbe, auch Ganonikusvon Münster in Meine- 



1253. Mittelrhein. Regesten. 1071—74. 249 

velt, vermacht daselbst dieser Kirche seine Wingerten zu 
Alkene auf der linken Seite der Mosel für sein Anniversarium, 
und bestimmt eine Weinspende an jeden mit einer Pfründe versehe- 
nen Priester des Stifts, an den Priester vom Berge (Bischofstein) und 
den Priester des Plebans von Münster; seinem Verwandten (cog- 
nato) Luther seine Stiftscurie in Münster; das Haus, v^elches 
seine Mutter bewohnt hatte und er für 12 Mark besitzt, wovon er 6 
Mark dem Priester Simon von Heiligkreuz gegeben und 6 
Mark sein Oheim Herr Peter v. Elz (Alcea) seiner Mutter schul- 
dete, an Herrn Peter und dessen Kinder. Zu Testaments-Exeku- 
toren ernennt er den Dechant S.(ibodo) von Münster und den 
Stift sherrn, Priester Conrad, welche er dem Schutze des 
Erzbischofs unterstellt. Dat. wie vorher und auf dems. Perga- 
mentblatt. Gedr. Mttlrh. ükb. 3,897. 1071. 

,253 oct. 22. Im Domcapitel zu Trier wird von dem Scholaster 
Alexander von S. Paulin und dem Domherrn und Official 
Laurentius, Letzterer an Stelle des zurückgetretenen Domkan- 
tors Johann, welche der Dompropst und Archidiakon Sy- 
mon mit der Untersuchung und Entscheidung in dem Streite des 
Abts Jacob von S. Mattheis mit dem Ritter Johann von 
Berg wegen des Patronatrechts zu Sin eich (Sinz Kr. Saarburg) 
beauftragt hat, zu Gunsten des Abts entschieden, und dem von 
demselben präsentirten Stift suerrn Macharius von S. Paul in 
die Kirche von Sin eich zugesprochen, dagegen der von seinem Va- 
ter, dem Ritter Joh. v. Berge und Herrn E.(gidius) v. Berge 
präsentirte trier. Domherr Egidius mit seinen Ansprüchen ab- 
gewiesen. Zeugen der obengen. Dompropst mit den beiden 
Domherren Symon v. Frenchermunt und Kobert v. Warnes- 
perch, nebst dem Landdechant A. von Winchere (Wincherin- 
gen). In capitulo major, eccl. Trever. 1253 fer. 4 post Luce 
evang. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,898. 1072. 

253 oct. 25. Das Gericht zu Bingen beurkundet, dass vor ihm der 
Stiftsherr Arnold von S. Stephan in Mainz, Sohn des verstorbenen 
Philipp V. Trethingishusin, VVernher den Sohn seiner Schwe- 
ster Gertrude, eventuel das Kl. Eberbach, zum Erben seiner Win- 
gerten in Binger Gemarkung bestimmt habe. Pinguie 8 kal. nov. 
1253. Orig. in Darmstadt. Gedr. Baur, Hess. ükb. 2,123. Rössel, 
Eberb. Ukb. 2,37. 1073. 

153 oct. Der Scholaster und Gantor von S. Stephan in Mainz ent- 



^ ■■ 



250 1253. Mittelrhcin. Regesten. 1074—78. 

scheiden als vom Papste in dem Streite des Kl. Eberbach mit dem 
Kl. Spanheim wegen Güter zu Baden bure bestellte Richter, 
dass Ersteres von denselben jiihrl. dem Kl. Spanheim 1 trier. 
Pfund in Geld und 4 Malter kleine Käse entrichten soll. 1253 mense 
oct. Orig. in Goblenz. Gedr. iMttlrh. ükb. 3,900. Rössel, Eberb. 
Ukb. 2,35; vgl. auch dessen Eberb. Gesch. von ßaer 2,95. 1074. 

1253 nov. 5. Eberhard v. Stein (de Lapide-Kallenfels?) Domherr 
zu Mainz Zeuge in einer Urk. des dort. Gerichts für das Kl. Eber- 
bach. 1253 non. nov. Gedr. Rössel, Eberb. Ukb. 2,38. 1075. 

1253 nov. 8. Der Ritter Richard v. d. Brücke (de Ponte) ver- 
zichtet als Lehensherr auf seine Rechte an den Gütern zu Noviant, 
welche der Ritter Gerard v. Urley und dessen Frau Agnes 
dem Kl. Hy mm inrode geschenkt haben, da dieselben ihm ein Haus 
in Em milde als Lehengut gestellt. Zeugen der Abt Theoderich 
von S. Maria ad Martyr. und die Ritter Gebrüder Theode- 
rich und Sybodo v. d. Brücke. Mitbesiegler sein Vetter (cogna- 
tus) Theo der ich v. der Brücke. 1253 octav. Omnium Sctor. 
Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,900. 1076. 

1253 nov. 9. Der Ritter Franco v. (Peters-) Wald (de Silva) ver-| 
kauft mit Zustimmung seiner Ehefrau und seines mündigen Sohne 
Otto dem Kl. S. Thomas (an der Kyll) für 14 trier. Pfund un 
10 Soliden Wingerten bei dem Klosterhof, in der »Ginsheide« un 
im Niederdorf Spey. Als Bürge setzt er seinen Bruder, Ritte 
R.(udolf) und Herrn Henrich v. Flusse. Besiegler der Ab 
H. (einrieb) von Sprenkirsbach. Zeugen folgende Ritter un 
Bürger des (Zeller) Hamm: Herr Friderich Vogt v. Merle 
Herr Richard v. Buche, Herr Herm. Govere, Henr 
Grenselin, Willichin, Herr Warner Cölnischpfenni 
(Coloniensis Denarius), Herr Johann v. Usse, Herr Henr 
Hoivit, Herr Herm. Scheel (Luscus), Herr Albero v. Ku- 
rey, Petrus, Herr Gobelo v. Dille, Warner des Vogtj 
Sohn und Rudolf Semmere. 1253 dnc. ante Martini. Oiig. ir 
Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,901. 1077 

1253 dec. 10. Der verwittweten Gräfin M.(echtilde) v. Seyn schenke 
Henrich, Theoderich der A eitere und Theoderich de 
Junge Herrn v. Ysenburg sowie Henrich Herr v. Kovern 
ihre Hälfte der Kinder, genannt Kintgedinge, aus der Ehe ihre; 
Ministerialin Ida mit Cunzo von Hunhusen, einem Ministerialei 



1253. Mittelrhein. Regesten. 1078—85. 251 

der Gräfin. 1253 fer. 4 post Nicolai. Orig. in Coblenz. Gedr. 
xMtllrh. Ukb. 3,902. 1078. 

253 dec. 12. Papst Innocenz IV erlaubt dem Kl. Hersfeld die Kirche 
zu Geuese in Mainzer und die Martinskapelle ausserhalb der 
Mauern von Andernach in Trierer Diözese, deren Patronatsrecht 
es besitzt, sich zu inkorporiren. »Debitores ad beneficentiam« etc. 
Laterani 2 id. dec. pont. a. 11. Gedr. Wenck, Hess. Ukb. 3,125. 
Reg. Pütthast 1249 no. 15178. 1079. 

253 dec. 12. Die Gräfin Lor et ha v. Sa r brücken beurkundet, dass 
sie mit Gonsens des Bischofs Jacob v. Metz als Lehensherrn dem 
Simon v. Homburg ihre Rechte an der Vogtei zu S. Nabor cedirt 
habe. 1253 prid. id. dec. Eeg. im alten Saarbr. Repertor. in Cob- 
lenz. Koellner, Nass. Saarbr. 1,95. 1080. 

253 dec. 13. Das Gericht von Mainz verurtheilt die Gemeinde Mün- 
ster bei Bingen wegen Besteuerung der Besitzungen des Kl. Eber- 
bach zu einer Geldbusse. 1253 id. dec. Gedr. Rössel, Eberb. Ukb. 
2,418. 1081. 

153 dec. 26. König Wilhelm bestätigt dem Deutschen Orden die Frei- 
heit vom Schiffszoll zu Oppenheim, (Ober-) Wesel und Boppard. 
Antwerpie 7 kal. jan. 1253 ind. 12. Orig. in Wien. Gedr. Hennes, 
Ukb. d. Deutsch. Ord. 1,142. Reg. Boehmer 27 no. 203. 1082. 

S53 dec. 28. Das Kl. Hemmenrode nimmt die Abtei Echternach in 
seine Fraternität auf. 1253 die Innocentum. Orig. in Luxemburg. 

1083. 

153 ... . Erzb. Arnold v. Trier bestätigt den Vergleich des 
Pastors Henrich von Bettinvelt und Mervelt und dessen 
Vaters, des Herrn v. d. Leyen (de Petra), als Patrons daselbst, 
mit der Abtei Hemmenrode wegen der von Letzterer an den 
Pastor für den Zehnten des Hofs Rodenbusch jährl. zu entrich- 
tenden Fruchtrente. Mitbesiegler der Gross-Archidiakon Ar- 
nold als Archidiakon des Orts, und H. (einrieb) der Archidiakon 
des Pastors. 1253. Chartul. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,902. 
Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 47. 1084. 

53 ... . Der Coblenzer Bürger Heymo und seine Frau Jutta 
schenken in Gegenwart des Erzb. Arnold v. Trier, des Herrn 
Theoderich 's des Jüngern v. Isinburch und dessen altern 



252 1253. Mittelrhein. Regesten. 1085—89. 

Sohns Salatin dem Kl. Hemenrode einen Weinberg zu Me- 
triche, welcher an gen. Theoderich Zins giebt, unter Vorbehalt' 
lebenslänglicher Nutzniessung. Zeugen Abt Gunradv. Hemen- 
rode, Johann Dechant von S. Gastor (in Goblenz) und der 
Kitter Eckbert v. Metriche. 1253. Orig. in Goblenz. Gedr. 
Günther, God. 2,261. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 47. Mttlrh. Ukb. 
3,903 no. 1229. 1085. 

1253 .... Henrich und The oder ich die Söhne Herrn Gun- 
rad's V. Pouche verzichten vor dem Dechant Jo.(hann) von S. 
Gastor in Goblenz auf ihre Klage gegen das Kl. Hemmen- 
rode wegen eines Weg-Servituts auf ihrem Wingert zu Metrie. 
Zeugen mag. H. v. Gumunde Canonikus von S. Gastor u 
Goblenz, Ritter Eckbert v. Metrie, Henrich v. Rospe um 
AVillelm v. Werth (de Insula) in Valendire. 1253. OrigJ 
in Goblenz. Gedr. Günther, God. 2,261. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,90^ 
no. 1230. 1086J 

1253 .... Theoderich V. Guts wohnhaft auf Sternberg und sein 
Frau Odilie verkaufen dem Kl. Hemmen rode für 25 Mark ihr 
eigenen und die mit Wifkind getheilten Güter in Mettrich 
Hierbei waren zugegen die Kitter Wilhelm v. Archa und desse 
Vetter (cognatus) Herr Wilhelm, Ecbert v. Mettrich, Menge 
und Paul v. Wisse, Wipold v. Flelfensten, Hugo v. Muntabur| 
Hedenrich v. Goblenz und Hertwin Stump; fernen als Zeu 
gen die Herren Helyas, Henrich Stenard, Gotscalc un 
Gilo Schöffen der Stadt Goblenz. 1253. Orig. in Goblen 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,904. 108711 

1253 .... Jutta, Wittwe des Ritters Walt her v. Littiche, un( 
ihre Söhne Walther, Nycholaus und Henrich vergleichen siel 
mit dem Kl. Himerod wegen aller ihrer Streitigkeiten mit demsel| 
ben. 1253. Extr. Schannat, Eifl. illustr. S. 201. Manuscript in G< 
blenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,904 no. 1232. 1081 

1253 .... Die Abtei Gisterz beurkundet zur Zeit des Generalcapitels 
dass sie von den Aebten von Himerod (de Glaustro) und Ebei 
bach 40 Pfund Turnosen zur Herrichtung einer Kammer mit 1| 
Betten in ihrem neuen Krankenhause zu deren Wohnung währen! 
der Generalcapitel erhalten habe, und überweist denselben bis zi 
Herstellung dieser Kammer die untere Kammer in dem Hause d( 



1253—54. Mittelrhein. Re^esten. 1089—97. 253 

Herzogs. 1253 tempore capituli generalis. Orig. in Idstein. Gedr. 
Rössel, Eberb. Ukb. 2,30. ]\Ittlrh. Ukb. 3,904. 1089. 

253 ... . Der Kitter Arnold von Montfort schenkt mit Consens seiner 
Frau und übrigen Kinder dem Kl. S. Ruppert in Bingen (Ruperts- 
berg) zum Unterhalt seiner Schwester Adilheid und seiner Tochter 
Adilheide eine Korn- und Geldrente zu Rudersheim. Unter 
den Zeugen sein Oheim (avunculus) der Gleriker Theoderich, Arnold 
V. Wiltberc, Philipp und Albert v. Spanheim, Jacob v. 
Smideburc, Peter und Eberhard v. Studernheim. 1253. 
Orig. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,905. 1090. 

!53 . . . . Bischof Jakob v. Metz bestätigt seines Vorgängers Conrad 
Schenkung der Pfarrkirche in Blitesdorf an das Kl. Wadgassen. 
1253. Orig. in Goblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,905 no. 1235. 1091. 

J53 . . . . Der Abt Conrad von Hemmenrode und sein Convent 
Urkunden wörtlich wie 1252 im December. Reg. 988. 1253. Orig. 
in Goblenz; vgl. Mttlrh. Ukb. 3,872 no. 1174. 1092. 

154 ian. 2. Cristian v. Wadenheim Schultheiss in Bonn, nach 
Urk. des Erzb. Conrad von Göln für den Deutschen Orden, 
d. d. 1253, 4 non. Jan. Hennes, Ukb. 2,100. 1093. 

54 ian. 5. Der Ritter Andreas v. Pallast (de Palatio) in 
Trier überträgt das vom Erzstift Trier und Guno v. Mussy zu 
Lehen tragende Patronatrecht über die Laurentiuskirche in 
Trier an das Nonnenkloster Martinsberg (Martini montis). 
1253 non. jan. Orig. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,906. 1094. 

54 ian. 5. Der Graf von Verneborch verzichtet auf seine Rechte 
auf die Güter in Gulse, w^elche das Servatiusstift in Mastricht von 
Otto V. Mendich gekauft hat. 1253 vigil. Epiph. Reg. Borman 
in Bulletin de la Commiss. bist, de Belg. Ser. III, tom. 9, 46 ex 
Chartul. 1095. 

i4 ian. Henrich Herr v. Uksley beurkundet den Verzicht Gode- 
frid's v. Garlande und dessen Frau auf alle Klage gegen das Kl. 
Hemmenrode wegen einer Schenkung des verstorbenen Eitters 
Daniel an das Kloster. 1253 mense jan. Orig. in Goblenz. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,906. 1096. 

i4 febr. 7. Henrich v. Born (de Ponte) und seine Frau Agnes 



254 1254. Mittelrhein. Regesten. 1097—1100. 

verkaufen mit Consens des Canonikus Philipp von S. Sy- 
meon, dessen Bruders Walter, der beiden Schöffen Boni- 
facius und Warner und Walram 's von Born an AI ey de { 
die Wittwe Conrad 's v. Born, Theoder. Propst (Prepo- 
situs) V. Bydeburg und dessen Frau Elizabet Krambuden in 
der »Po st er na« zu Trier um 250 frier. Pfund. 1253 sabb. 
post purif. Marie. Ghartul. in Trier. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,907. 

1097. 

1254 febr. 9. Der Edelmann Gerlach Herr v. Saffenberg ge- 
nehmigt die Uebertragung einer Wiese zu Bodendorp seitens Ar- 
nold's, des Sohnes des Ritters Nikolo v. Bodendorp, an das 
Nonnenkl. Füssenich, befreit sie von dem dortigen Hofsgeding, und 
verpflichtet sie zur Zahlung der »Curmeide.« Zeugen die Ritter 
Theoderich und Richard v. Vetloven, Burgmänner auf 
Saffenberg, der Priester Arnold Capellan und Gerard 
Knelinc Truchsess auf der Burg. 1253, 5 id. febr. — Da 
Ger lach kein eignes Siegel hat, besiegelt er mit dem seines ver- 
storbenen Vaters Herrn Wilhelm 's v. Saffenberg. Gedr. La- 
comblet, ükb. 2,212 no. 397. 1098. 

1254 febr. 10. Papst Innocenz IV verleiht der Deutschordenskirche 
in Trier für den Festtag der h. Elisabeth (nov. 19) ein Ablass- 
privilegium. »Vite perennis gloria« etc. Laterani 4 id. febr. pont. 
a. 11. Orig. in Goblenz. Gedr. Hennes, Ukb. 2,101. Keg. Mttlrh. 
Ukb. 3,908 no. 1239. Potthast 1253 no. 15228. 1099. 

1254 febr. Die verwittwete Gräfin Metildis v. Sene giebt dem 
Hospital des Kl. Petersthal zu Heisterbach in Ausführung der Be- 
stimmung ihres verstorbenen Gemahls, Grafen Henrich v. Sene, 
wornach mit dessen Gütern ein Hospital für 13 Arme in der Nähe 
von Blankenberg gegründet werden soll, folgende Güter: die Kirche, 
in Nuwenstat bei Wide mit dem Patronatsrecht, dem grossen 
und kleinen Zehnten, ausgenommen den, welchen der Pastor und 
dessen Vikar zu beziehen hat; eine Mühle, welche sie im Rhein 
bei Linse sofort erbauen soll, und daselbst eine zweite Mühlen- 
statt; im Gemeindewald daselbst eine »Ge weide« (potestas); 
ihren Wingert »Clingilspore« ze Stegen bei Linse, Wiesen im 
Durrebach und bei Rennenberg im Weinsbach, bei Linse 
die Aecker »Bechschede« und Wingerten in Rinhelde. 1253 
mense febr. Orig. in Neustadt. Gedr. Günther, Cod. 2,542. La- 
comblet, Ukb. 2,212. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,908 no. 1240. 1100. 



1254. Mittclrhein. Regestcn. 1101—5. 255 

1254 mz. Die vorwittwete Gräfin Methilclis v. Seyne erklärt mit Con- 
scns ihres Lchensherrn, des Erzb. Conrad v. Goln, die Lehen ihrer 
Burgmänner von W e d e , der Ritter Rorich v. Rennenberg 
und Godefrid v. Otgenbach, sowie Henrich 's Bu sie man 
für »Hantlen«, welche sie auf beliebige Güter anweisen kann, und 
ihren Zehnten von Nuwenstatt, sowie die Wingerten und andern 
Güter, welche sie dem Hospital des Kl. Petersthal (Heisterbach) ge- 
geben hat, von diesen Lehen befreit, doch sollen ihre Höfe und alle 
ihre Güter in der Pfarrei von Nuwenstat dem vorgen. Kloster den 
grossen und kleinen Zehnten entrichten. 1253 mense martio. Gedr. 
Günther, Cod. 2,544 ex orig. wohl in Neustadt. Reg. Mttlrh. Ukb. 
3,909 no. 1243. 1101. 

1254 mz. 10. Der päpstl. Legat fr. Hugo Cardinalpriester von S. Sabina 
ertheilt dem Nonnenkloster Rupertsberg (mons S. Rupert i) 
bei Bingen für die vier Marien- und einige andere Feiertage ein Ab- 
lass-Privilegium. Leodii 6 id. mart. pont. Innoc. IV a. 10. Gopie 
saec. 15 im Privilegienbuch des Klosters in Coblenz. Reg. Boehmer 
421 no. 381. 1102. 

1254 mz. 26. Der Ritter Henrich v. Hucsley und seine Frau Yda 
vermachen dem Kl. H e m m e n r o d e ihre Güter im Dorfe V o s e n e 
bei Trier. 1254, 6 kal. apr. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,908. 1103. 

1254 mz. 28. R h e i n g r a f (E i n g r a v i u s) Werner verspricht seinem 
Verwandten (consanguineo), dem Edelmann Sifrid v. Runkel, seinen 
Beistand gegen den Grafen Gerhard v. Dietz behufs Wiedererlangung 
der Burg Runkel. 1254, 5 kal. apr. Kindl. und Schott'sche Copien 
in Münster und Miltenberg. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,909. 1104. 

1254 (55) mz. Der Ritter Philipp v. Dudelendorf überweist dem 
Kl. S. Thomas (an der Kyll) für die Aufnahme seiner Tochter 
Lucia als Schwester daselbst, 4 Malter Frucht jährlich; nämlich 3 
Malter zu Dudelendorf, welche von Nicholaus, dem Sohne 
Herrn Rudolfs v. Dudelendorf, und 1 Malter, welches aus 
seinem AUod zu Spangen so lange dessen Grossmutter Met bilde 
leben wird, geliefert werden sollen ; nach deren Tode aber sollen die 
3 Malter aus seiner Mühle zu Bercheim entrichtet werden. Mit- 
besiegelt von dem Abt von Hemmenrode und R.(udolf) Herrn 
V. M alber eh. 1254 mense martio. Orig. in Coblenz. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,910. 1105, 



256 1254. Mittelrhein. Regesten. 1106—9. 

1254 apr. 1. Nanthoch Schultheis s, Ritter und Bürgerschaft von 
(Ober)-Wesel beurkunden, dass Frau Luchard, die Wittwe des 
Bürgers Theoderich v. Pütz (de Pute o), 2 Wingerten über 
dem Rhein gegenüber der Stadt und der Marienkirche neben 
dem Weinberge Hildebrand's und des Ritters Peter dem Kl. 
Eberbach, woselbst ihr Sohn Ru denger als Mönch und Bruder 
aufgenommen worden ist, sowie einen Geldzins, welchen Helewich 
Koleizpenninch von einem Weinberg gleichfalls überm Rhein 
zahlen soll, dem Kloster zu ihrem, ihres Mannes und ihres Sohnes 
Ortho Anniversarium vermacht habe. 1254 kal. apr. Orig. in 
Idstein. Gedr. Rössel, Eberb. Ukb. 2,44. Mttlrh. Ukb. 3,910. 1106. 

1254 apr. G.(odefrid) Schultheis s, Ritter, Schöffen und Bürgerschaft 
zu Andernach beurkunden, dass der Ritter Gerard v. Misen- 
heim mit Consens seines ältesten Sohns Theoderich dem Kloster 
Hemmenrode für 60 köln. Mark den sechsten Theil des Zehnten 
zu Misenheim, welchen er von dem Gapitel des Gastorstifts 
in Co b lenz für achthalb Malter Weizen jährlich in Pacht habe, 
verkauft, und die Ritter W. den Alten v. Kettiche, H. (einrieb) 
Wenichbule, die Gebr. Gisilbert, Gillo, Menward und 
Hei wich v. Nickedich, Nicolaus v. Meyiene undWichard 
Scado; ferner den Godefrid v. Meyiene, Henrich und 
Theoderich Gebrüder v. Poliche als Bürgen mit der Verpflich- 
tung zum Einlager in Andernach für den spätem Verzicht der 
noch minderjährigen Kinder gestellt habe. Andernaci 1254 mense 
apr. Orig. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,913. 1107. 

1254 apr. 10. Propst, Dechant und Gapitel von S. Castor in Go- 
blenz verpachten für achthalb Malter Weizen jährlich dem Kloster 
Hemraenrode das Sechstel am Zehnten zu Misenheim, welches 
der Ritter Gerard v. Misenheim bisher in Pacht hatte. Mit- 
besiegelt von dem Erzbischof v. Trier, welcher Propst des 
Stifts ist. Zeugen die Priester des Stifts: Johann, Wezelo, 
Conrad, Emelrich und Godefrid; der Ritter Ekbert und 2 
Bürger von Goblenz. Confluentie 4 id. apr. 1254 ind. 12. Orig. 
in Goblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,914. 1108. 

1254 apr. fr. C.(onrad) Abt und der Convent in Hemmen rode 
bekennen, dass sie jährlich den Stiftsherrn von S. Castor in Go- 
blenz achthalb Malter Weizen aus dem Zehnten zu Misinheim, 
welchen der Ritter Gerard von denselben besass, zu liefern 



1254. Mittelrhoin. Represton. 1100— Iß. 257 

haben. 1254 mense apr. Original in Coblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 
3,914. 1109. 

(1254 apr.) Erzb. A. (rnold) v. Trier bestätigt vorgen. Verpat'^tung 
des Zehnten von Misenheim, und befiehlt dem Abt von S. Mar- 
tin zu Trier die Anfechter dieses Vertrags mit geistl. Censuren 
zu belegen. Ohne Dat. Orig. in Coblenz. Reg. Goerz, Reg. der 
Erzbb. 50. Mttlrh. Ukb. 3,914. 1110. 

1254 apr. 12. Der Ritter Hugo der Wale (Gallicus) in Lorike (Lorch) 
und seine Frau Adeleide vermachen dem Kl. Eberbach ihren Wein- 
berg auf dem »Lind en berge« und in »Brücke« in der Gemar- 
kung des Dorfs Drehtingeshusen. Unter den Zeugen der Pre- 
digermönch fr. Hermann v. Wissalia. 1254 tempore paschali. 
Orig. in Idstein. Gedr. Rössel, Eberb. Ukb. 2,43. Mttlrh. Ukb. 
3,911. 1111. 

1254 apr. 14. Godefrid v. Spanheim verpflichtet sich dem Grafen 
H. (ermann) v. Virneburch zur Hilfe, ausser gegen seinen Herrn, 
den Erzbischof von Cöln, und verspricht, in seinem Streite mit dem 
Erzbisch ofe von Trier ohne des Grafen Willen keinen Ver- 
gleich einzugehen. 1254 mense apr. fer. 3 post pasche. Orig. in 
Coblenz. Gedr. Günther, Cod. 2,266. v. Reisach, Archiv 2,273. 
Reg. Mttlrh. Ukb. 3,911 no. 1247. 1112. 

1254 apr. 27. Das Deutsche Haus zu Welheim in ('ölner Diöcese kauft 
mit Consens fr. Walt er 's v. Coblenz, Deutschordens-Präceptors 
in Niederdeutschland, von Joffrid Abt und Convent zu Prüm 
zwei Drittel vom Zehnten in Duisburg, wo gen. Abt und Convent 
das Patronatsrecht besitzen, um einen jährl. Zins von 10 köln. Mark, 
12 Soliden auf die Mark gerechnet. 1254, 5 kal. maji. Orig. in 
Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,912. 1113. 

1254 apr. Der Ritter Henrich v. Uksley und seine Frau Ida ver- 
machen dem Kl. Hemmenrode alle ihre Güter in Wusevei zu 
ihrem Anniversarium. 1254 mense apr. Orig. in Coblenz. Eeg. 
Mttlrh. Ukb. 3,909. 1114. 

1254 apr. Erzb. Arnold v. Trier verleiht dem Kl. Marienthal (bei 
Luxemburg) das Patronatrecht von Elvingen. 1254 mense apr. Reg. 
Publ. de Luxemb. 15,73. Goerz, Reg. d. Erzbb. 341. 1115. 

1254 mai 15. Das Jacobskloster in Mainz schenkt sein Patronatsrecht zu 

17 



258 li^M. Mittelrhein. Rotesten. 111(1—23. 

Markes hol in (Merxhoiiii) an das Stophanssüft wegen dessen ver- 
niinderler Einkünfte durch das Schisma zwichen der röm. Kirche 
und den Regierern des Reichs. Maguntie id. maji 1254. Orig. in 
Coblenz. 1116. 

1254 mai 18. Graf Heinrich v. Sohns im Lager bei der Verheerung 
Westfrieskinds Zeuge in König Wilhehii's Urk. für den Bischof von 
Minden. In castris in depopulatione Westfrisie. Gedr. Lünig, Reichs- 
archiv 17,116. Schaten 2,77. Pistor, Script. 3,830. Vgk Boehmer, 
Reg. 28. no. 212. 1117. 

1254 mai 20. König Conrad IV stirbt zu Lavello. Seine Leiche wurde 
nach Messina gebracht, wo sie noch vor ihrer förmUchen Beisetzung 
bei einer Feuersbrunst mitverbrannte. Bart, de Neocastro ap. Murat. 
13,1016 u. A. vgl. Boehmer, Reg. S. 273. Damberger 10,643. 1118. 

1254 mai. 31. Der Official von Verdun bittet den Erzbischof von 
Trier, dass derselbe, wenn er nächsten Sonnabend vor Dreifaltig- 
keitstag (jun. 6) die Weihen ertheile, den Ueberbringer des Schrei- 
bens zum Priester weihe. 1254 pentecost. Gedr. Holzer, Proepisc. 
19 Note 41. 1119. 

1254 mai. Erzb. Arnold v. Trier ertheilt in Coblenz auf Ersuchen 
des Erzbischofs v. Cöln für das Gassiusstift in Bonn ein Ablass- 
Privilegium. Confluentie 1254 mense majo. Orig. in Düsseldorf. 
Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 341. 1120. 

1254 mai. Das Castorstift in Coblenz erlässt in seinem Capitel 
ein Statut wegen der Bestrafung der abwesenden Canoniker, und 
beschiiesst, dafes Niemand als Stiftsherr solle aufgenommen werden, 
bevor derselbe nicht dieses Statut zu halten versprochen habe. Con- 
fluentie in capitulo 1254 ind. 12, mense majo. Inserirt der Urk. 
V. 16. Sept. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,914. . 1121. 

1254 mai. Der frier. Domherr und Official mag. Laurentius 
beurkundet, dass der edele Mann Ritter Egidius v. Kalre auf seine 
behaupteten lehensherrlichen Rechte auf die Güter im Dorfe Vin- 
triche verzichtet habe, welche Johann v. Chocme und dessen 
Frau Sophia als ihr Eigengut dem Kl. Hemmen rode geschenkt 
haben. 1254 mense majo. Original in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 
3,915. 1122. 

1254 iun. 6. Erzb. Arnold v. Trier beurkundet, dass Johann v. 



1254. Mittelrheiii. Re^cston. 1123-28. 259 

Koch nie und dessen Frau Sophie ihre Allodialgüter zu Win- 
triche mit dem Vorbehalte lebenslänglicher Nutzniessung dem Kl. 
Hemmen rode geschenkt haben. 1254 mense jun. sabb. Karitas 
Dei. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,915. Reg. Goerz, Reg. 
d. Erzbb. 47. 1123. 

1254 iun. 12. Der Canonikus mag. Everard von S. Symeon in 
Trier bekennt, dass die Abtei Münster in Luxemburg ihm als de- 
ren Gl eriker auf Lebenszeit ihr Haus nebst dem Wingert am 
Stadtgraben zu Trier nach der »Cur vis« Pforte zu, überlassen 
habe. Mitbesiegelt von dem Dompropst S. (imon), Domcantor 
J.(ohann) und Domscholaster mag. Th. 1254 fer. 6 post octav. 
penthecost. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,91G. 1124. 

1254 inn. 13. fr. Walther v. Coblenz, Präceptor des Deutschen 
Ordens in Niederdeutschland, nimmt den AbtJofrid von Prüm 
und dessen Convent in die Fraternität des Ordens auf, und verspricht 
dem Abt aus Erkenntlichkeit für die üeberlassung des Patronatsrech- 
ies zu Duisburg, dass der zu dieser Kirche präsentirte Deutschordens- 
bruder dem zeitigen Abt einen Gold-Denar oder eine halbe kölnische 
Mark verehren solle. 1254 id. jun. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,917. 1125. 

L254 inn. 23. Graf Johann v. Spanheim gestattet den Eheleuten 
Henrich und Margareta v. Trabene die Güter in Traner- 
bach, welche sie von Lude wich Cunde gekauft haben, an's Kl. 
Macra zu schenken. 1254 vigil. Joh. bapt. Orig. in Coblenz. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,917. 1126. 

1254 inn. 26. Erzb. A. (rnold) v. Trier schenkt hierselbst dem 
Präceptor und den Brüdern des Deutschen Hauses in Coblenz 
die Pfarrkirchen von Herborn und Zeutzheim. Treveri 6 kal. jul. 
1254. Orig. in Coblenz. Gedr. Kremer, Or. Nass. 2,295. Guden, 
Cod. 4,884. Hennes, Ukb. 1,144. Mttlrh. Ukb. 3,918. Wyss, Ukb. 
d. Bailei Hessen 1,100 no. 124. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 47. 
Vgl. Hennes, Grafen von Nassau 181. 1127. 

254 iun. 27. In der Streitsache der Abtei S. Maxi min gegen Theo- 
derich V. Vischebach wegen des Patronatsrechts über die Kapelle 
zu Vischbach, welche zu der dem Elisabeth- Spital gehörigen 
Kirche in Mersch gehört, wird in Gegenwart Symon's frier. 
Domherrn und Schol asters v. S. Paulin, mag. Everard 's 



17 



* 



260 1254. Mittelrlioiii. Reffesten. 1128—33. 

unc\ Lude wich 's, Canoniker von S. Symeon, Godefrid's 
beständigen Dom -Vikars, Gerard 's Rektors der Kirche von 
Münsterappel und Godebold's Rektors der Kirche von Ser- 
viche das gegen gen. Theoderich, welcher auf dem Freitag nach 
Andreas 1253 (dec. 5) in Trier verordneten Rechtstage nicht erschie- 
nen war, erlassene Urtheil publicirt. 1254 sabb. ante Petri et Pauli. 
Orig. in Coblenz. Vgl. Mttlrh. Ukb. 3,950. 1128. 

1254 iun. Erzb. Arnold v. Trier inkorporirt dem Kl. Marienthal bei 
Luxemburg die Kirche von Ehingen. 1254 mense jun. Reg. Publ. 
de Luxemb. 15,73 und 17,XXVIL Goerz, Reg. der Erzbb. 341. 

1129. 

1254 iul. 6. Johann Herr v. Nurberg und sein Erstgeborner Cunzo 
leisten in Göln dem dort. Erzb. Conrad, ihrem Verwandten (consan- 
guineo), den Lehenseid, stellen ihre Burg dem Erzstift zur Verfügung 
gegen alle Feinde, mit Ausnahme des Reichs, des Grafen Gerard 
V. N u e n a r e und Gcrlach's v. Saffenberg, ihrer Verwandten, 
und versprechen, wenn ihnen die verschriebenen 200 köln. Mark 
Lehengelder ausgezahlt würden, dafür dem Erzbischof Allodialgüter 
als Lehengut aufzutragen. Golonie 2 non. jul. 1254. Gedr. Günther, 
Cod. 2,265 ex Orig. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,918 no. 1257. 1130. 

1254 iul. 8. Der Bischof Heinrich v. Kurland ertheilt in Trier beim 
Kirchweihfeste der Abtei S. Maximin dieser für diesen Festtag ein 
Ablass-Privilegium. Treveri 8 id. jul. 1254. Ghartul. in Coblenz. 
Reg. Mttlrh. Ukb. 3,919 no. 1258. 1131. 

1254 inl. 13. Erzb. Arnold v. Trier und die Städte Boppard und 
Oberwesel Theilhaber des vom nächsten Margrethentag auf 10 
Jahre geschlossenen rheinischen Landfriedens. Im Kriege gegen das 
Raubwesen der rhein. Ritter wurde von dem Bundesheer der rhein. 
Städte die Burg Riehen stein am Rhein unterhalb Bingen ge- 
schleift. Pertz, Leges 2,368. Schaab, Städtebund 2,16. Boehmer,. 
Cod. Francof. 1,103. Lünig, Reichsarch. 7c,3. Ann. Wormat. ap.' 
Pertz, Script. 17,54—58 etc. Vgl. Trithem. Chron. Hirsaug. 1,591 etc. 
Weidenbach, Reg. v. Bingen 15 no. 146—47. Boehmer, Reg. 350 
no. 25. 1132. 

1254 iul. 15. Der Cantor Nycholaus von Garden schenkt im Stift 
daselbst dem Kl. Hemmerode einen Garten und 4 Wingerten, 
wovon einer im »Paff enburg« , einer unterhalb der Mühle liegt, 



1254. Mittelrheiu. Re^esten. 1133—37. 261 

und wovon er aus zweien die Nutzniessung an den Priester 
Em i che auf Lebenszeit verkauft hat. Mitbesiegelt von H. (einrieb) 
Archidiakon und Propst von Garden. Zeugen Nycholaus 
Dechant, Lude wich Scholaster, Johann Gustos, Richard 
und A 1 b e r t i n G a n o n i k e r , Peter Vogt, J a c o 1) und der 
Schult hei SS Stephan von Garden. In claustro Gardonensi 
1254 in divisione aplor. Orig. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,919. 

1138. 

L254 iul. 18. Simon Schultheiss, Ritter, Schößen und Bürgerschaft 
von Goblenz vergleichen sich mit dem Deutschen Hause da- 
selbst wegen des Baues der Stadtmauer in der Nähe desselben am 
Zusammenfluss des Rheins und der Mosel, den sie nach Empfang 
einer genügenden Geldsumme übernehmen, und zu des Ordenshauses 
eigenem Gebrauche eine kleine Pforte in die Mauer machen, deren 
Bewachung demselben überlassen wird. Auch versprechen sie, keinen 
Zoll von dem ein- und ausgeführten Wein, den es selbst gezogen 
hat, zu erheben. Gonfluentie 1254 sabb. post divis. aplor. Orig. 
in Wien. Gedr. Günther 2,272. Hennes 1,145. Reg. Mttlrh. Ukb. 
3,920 no. 1260. 1134. 

.254 iul. 18. Symon Schultheiss, Siffrid Spedel, Henr. Stein- 
hard und Walther v. Kesselnheim Schöffen, sowie die an- 
dern Schöffen der Stadt Goblenz versprechen dem Diakon Hen- 
rich, Gleriker von S. Gastor, keine weitere Ansprüche wegen 
des Baues der Stadtmauer an dessen Hause neben dem D eutschen 
Hause an ihn zu erheben, da sie mit der von demselben gezahlten 
Geldsumme für den Bau hinlänglich befriedigt seien. 1254, 15 kal. 
aug. Orig. in Wien. Godr. Hennes 1,14(3. Mttlrh. Ukb. 3,920. 

1135. 

.254 iul. Erzb. Gonrad von Göln beurkundet den Vergleich des Rit- 
ters Theoderich v. Musch mit der Abtei Petersthal (Fleister- 
bach) wegen des von seinen sogen. »Strop«-Gütern zu Wirff an 
die Abtei zu zahlenden Zinses. 1254 mense jul. Ghartul. in Go- 
blenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,920. 1136. 

.254 iul. Nicolaus Dechant und das Capitel, nämlich Ludewich 
V. Scuhbach Scholaster, Nico laus Gantor, Johann v. 
Gohcme Gustos, Sibert v. Ulmen, Richard, Hermann und 
Philipp Ganoniker v. Garden beurkunden die Anniversarien- 
stiftung ihres frühern Dechants mag. Rudolfs Scholaster s 



262 1254. Mittelrbein. Kcgusten. 1137—43. 

von Wetflar mit Ueiiteii aus dem ^Vingel•t des Ceulurio Lude- 
wicli. 1251 mense jul. Orig. in Coblenz. Reg. MUlrli. Ukb. 3,U2l 
no. 12G3. 1137. 

1254 ang. 5. Erzb. Arnold v. Tri er inkorporirt daselbst dem Rc- 
fekloriuni des Domcapitels mit Consens des Dom pro pst es als 
Patronatsherrn und Oits-Arcbidiakon die Kirche von Schclin-i 
gen. Treveris non. aug. 1254. Orig. in Trier. Gedr. Mttlrli. 
Ukb. 3,921. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 48. 1138. 

1254 aug. 6. fr. Conrad Präceptor des Deutschen Ordens in 
Lothringen, fr. F r i d e r i c h v. Dille und andere Brüder dieses 
Ordens vergleichen sich mit ihren Lehensleuten in Uatiche wegen 
der Leistungen von den ehemaligen Gütern der Abtei Gladbach da- 
selbst. 1254 in die Sixti. Orig. in Coblenz. Gedr. Hennes 2,103. 
Mttlrh. Ukb. 3,922. 1139. 

1254 aug. 20. Der Edle Wi rieh v. Dune, Vogt des Prämonstratenser 
Nonnenklosters Enkebach in Wormser Diözese, Vermittler und Mitbe- 
siegler eines Vergleichs dieses Klosters mit dem Kl. Otterburg wegen 
der »Wald ma rke«. 1254, 13 kal. sept. Gedr. Würdtwein, 
Monastic. Palat. 1,296. 1140. 

1254 aug. 22. Das Metzer Domcapitel consentirt auf die Bitte des Erzb. 
A.(rnoldj v. Trier in die Schenkung der Kirche von Biidesdorf 
an die Abtei Wadegoz seitens des verstorbenen Bischofs v. Metz 
und kaiserl. Kanzlers Conrad. Meti 1254 octav. assumpt. Marie 
mense aug. Orig. in Coblenz. 1141. 

1254 aug. 25. Erzb. Arnold v. Trier beurkundet in Mallendar 
den von seinem Bruder Th. (eoderich) dem Aeltern v. Ysenburch 
geschlichteten Streit seines Vetters (consanguinei) T h. (eoderich) des 
.Jüngern, Sohns des verstorbenen Herrn Sal entin v. Ysen- 
burch, mit dem Deutschen Hause in Coblenz wegen der Be- 
sitzungen zu Malentre. Zeugen die Kitter Bertram v. Gulse, 
Rudolf V. Wertli (de Insuia), Lude wich v. W^ezelenbach 
und Heinrich v. Bascenheim, sowie Heinr. Bomunds, 
Herrn. Cottere und andere Dorfbewohner von Malenderen. In 
Malendre 8 kal. sept. 1254. Orig. in Wien. Gedr. Hennes 1,146. F 
Mttlrh. Ukb. 3,923. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 48. 1142. 

1254 aug. 27. Der Archidiakon H. (einrieb) Propst von Garden i 
und das Capitel daselbst, sowie der Ritter Ph. (ilipp) v. Wilden- 



1254. MittelrliHn. Ko^^estoii. 1113- 4v). 203 

berch beurkunden in Garden, dass Theo der. Grin v. Tris 
seinen Ilof auf dem Berge Tris dem Kl. Hemmenrode ver- 
maclit, und dessen Bruder Gonr. Grin mit Zustimmung seiner Frau 
Mett bilde dems. Kloster sein Besitzllium auf diesem Berge verkauft 
habe. Zeugen N i c h o 1 a u s D e c h a n t , L u d e w i c h S c h o 1 a s t e r, 
Nicholaus Gantor, Johann Gustos, Sibert, Rychard und 
Albert in Ganoniker von Garden, die Priester Peter, Si- 
frid und Emicho, ferner die Ritter Peter der Vogt und 
Ywan. Gardoni 1254 fer. 5 post Barthol. Orig. in Goblenz. 
Gedr. Fahne, God. Salm. 337. Mttlrh. Ukb. 3,924. 1143. 

1254 aug. 28. Erzb. Gerhard v. Mainz ertheilt dem Nonnenkl. Ruperts- 
berg bei Bingen (monast. monial S. Kuperti prope Pingwiam) zu 
dessen baulicher Restauration ein Ablass- Privilegium. Moguntie 5 
kal. sept. 1254 pont. a. 9. Gopie saec. 15 im klösterl. Lagerbuch 
in Goblenz. 1144. 

1254 sept. 9. Das Nonnenkloster Löwen brücken zu Trier verpflich- 
tet sich der Abtei S. Martin daselbst, als Ersatz des ihm von dem 
Abt Joannes überlassenen Schafstalls zwischen der Parrochie S. 
Isidor und dem Dorfe Urin (Euren), zur Entrichtung des Zehnten 
von seinen Schafen. 1254 fer. 4, prima post nativ. b. Marie virg. Gopie 
saec. 18 in Schreiner's bist. abb. S. Martini 1,168 zu Trier. 1145. 

1254 sept. 16. Erzb. Arnold v. Trier bestätigt in Goblenz das in- 
serirte Statut des dort. Gastorstifts vom Mai. Confluentie 16 
kal. oct. 1254 Ind. 12. Orig. in Goblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,915. 
Goerz, Reg. d. Erzbb. 48. 1146. 

1254 oct. 4. Heinrich von Wetflar als Zeuge 1254 die Francisci. 
Boehmer, Cod. Francof. 1,90. 1147. 

1254 oct. 15. Conr. Phephelin Stiftsherr von S. German bei Speyer und 
seine Schwester EHsabeth vermachen den beiden Klöstern Maulbronn 
und Hemmenrode Hofstätten in Speyer. 1254 id. oct Orig. in 
Garlsruhe. Gedr. Mone, Zeitschr. 13,402. Remling, Speir. Ukb. 1,200. 

1148. 

1254 cot. 15. In der Sühne des Erzb. Conrad v. Göln mit den Grafen 
v. Jülich wegen der Hochstaden'schen Erbschaft entbindet Ersterer 
den Grafen Henrich v. Vernenburg und Henrich Herrn v. 
Isenburg nebst Andern ihrer Verpflichtung ihm Hilfe zu leisten, 
wenn er den Ausspruch der 3 als Gompromissmänner erwählten 



2G-1 1254. Mittelrhein. Regesten. 11-49—55. 

kühl. Pröpste nicht bofolgcn würde. In casiris ap. Bladesheim 1254 
fer. 5 ante Luce evang. Gedr. Lacomblet, Ukb. 2,218 no. 404. 

1149. 

1254 oct. 17. Graf Godefrid V. Seyn Zeuge in des Bischofs v. Ut- 
recht Urk. für Henr. v. Heinsberg. 1254 vigil. Luce evang. Gedr. 
Kremer, Akad. Beitr. 1,6. v. Reisach, Archiv 2,272. v. Sloet, Oorkb. 
1,751 no. 765. 1150. 

1254 oct. Ein Höriger Philipp's Herrn v. Hohenfels zu Westhofcn ver- 
gleicht sich mit dem Stift S. Arnual wegen dessen Güter zu Wesl- 
hofen. 1254 mense oct. Ghartul. in Coblenz. 1151« 

1254 dec. 5. Graf Ger lach v. Veldentz beurkundet, dass die Güter 
der Eheleute Heinrich und Benigna v. Suffersheim in der Gemarkung 
des Dorfs Wentzenheim von Vogt- und Herrendiensten an ihn frei 
seien. 1254 vigil. Nicolai. Gedr. Acta Palat. 2,293. 1152. 

1254 dec. 9. Der Cantor Nycholaus von Garden verzichtet auf 
den vorbelialtenen lebenslänglichen Genuss eines dem Kl. Hemme- 
rode geschenkten Gartens (am 15. Juli) neben dem Hause des 
Scholasters Lude wich. Mitbesiegler die Canoniker Lude- 
wich V. Hoingin und Johann v. Ole brücke nebst dem Prie- 
ster Sifrid, welche auch mit Th. (eoderich) Grin Zeugen sind. 
1254 crast. Eucharii. Orig. in Coblenz. Reg. Mitlrli. Ukb. 3,919. 

1153. 

1254 dec. 13. Die beiden Brüder \V a r n e r und Henrich Vögte, G 1- 
selbert Lenner ins, Her m ann v.Sewel in gen und Elyas die 
Ritter, sowie sämmtliche Pfarrgenossen von Ludensdorp be- 
freien die Güter des Kl. Hymmeroth in ihrer Gemarkung von al- 
\vn Gemeindelasten, wofür jedoch jeder Besitzer des Wingerts 
»Sabiliginpr offen« jährlich 1 Ohm Wein an die Gemeinde ent- 
richten soll. Mitbesiegelt von dem Burggrafen Fred er ich von 
Harn ersten. Ap. Ludensdorp id. dec. 1254. Orig. in Coblenz. 
Gedr. xMttlrh. Ukb. 3,924. 1154. 

1254 dec. 15. Der Ritter Ger lach v. Bische überweist der Abtei 
Hymmerode, welcher er für das Anniversar seiner verstorbenen 
Gemahlin Juliane 5 trier. Pfund vermacht hatte, und ausserdem 
noch für die Exequieri deren Bruders verpflichtet war, seinen Win- 
gert bei »Engestrich«, welchen er von dem verstorbenen Trierer 



1254. Mittelrheiu. Regesten. 1155-59. 205 

Bürger Jacob ßusselin gekauft hat, zur Tilgung dieses Ver- 
niächtnisses und dieser Schuld. Zeugen der Domherr Caplaii 
Symon v. Frenschermont , mag. Everard Canonikus von S. 
Symeon, der Cleriker Godefrid von Trittenheim, Wir ich, 
W i 1 1 e 1 m K e r V o r u f , Arnold S t u m p und andere Diener G e r- 
lach's. 1254 fer. 3 post Lucie. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,925. 1155. 

1254 dec. Erzb. Arnold v. Trier bestätigt daselbst dem Paulln- 
stift die Urk. des Erzb. Theoderich v. 27. Nov. 1227 (2,486 
no. 1824). Treveri 1254 mense dec. Cop. von 1711 in Milten- 
berg. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 341. 1156. 

.254 dec. Der trier. Archidiakon Henrich v. Bolanden giebt zu 
Trier dem Stiftscapifel von S. Paul in seinen Consens dazu, dass 
der verstorbene Erzb. T h. (eoderich) v. Trier dem Stifts - Refekto- 
rium die Kirche von Kerve mit Zustimmung des Domcapitels und 
des verstorbenen Propstes M.(effrid) von S. Paulin als Patronats- 
herrn inkorporirt und nun Erzb. A.(rnold) dieses bestätigt habe 
(durch vorh. Urk.). Treveri 1254 mense dec. Orig. in Coblenz. 
Gedr. Günther, Cod. 2,267. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,926 no. 1270. 

1157. 

254 .... Die Gebr. Conrad, Friderich und Kudolf v. Dune 
verzichten gegen 3 Mark auf alle Ansprüche an das Kl. Hemme- 
rode wegen des Hofs Geve Istorf. Zeugen C. (onrad) Abt, 
J. (ohänn) Propst von Hemmerode, Hermann Pastor von 
Dune, Friderich P 1 e b a n von N u n k i r c h e n, W i 1 h e 1 m Ritter 
V. Dune, Girard v. Stadevelt, Winand Schult heiss Herrn 
Richard 's v. Bullensheim, Wir ich v. Urindorp, Inge- 
brand v. Bettin vclt und andere. Besiegelt von R. (udolf) von 
Malberch, V. v. Mand erscheid und von der 3 obengen. Brüder 
Herrn, R. v. Dune. 1254. Chartul. in Trier. Reg. Mttlrh. Ukb. 
3,926 no. 1271. 1158. 

254 . . . . Friderich v. Spizze Canonikus von S. Symeon in 
Trier vermacht dem Kl. He m m e n r o d e zu Anniversarien Winger- 
len auf dem Berge Urius und in Isolsbach, Geldrenten aus Häu- 
sern in Triei' bei Horreum an der Mosel und eine Weinrente 
in Kestente. 1254. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,926. 

1159. 



26G 1254. Mittelrhein. Re^esten. 1160—66. 

1254 .... Die Abtei Hi mm inrode vererbpachtet ihr Haus am Gra- 
ben (super fossatum) in Coblenz, welches sie aus dem Ver- 
mächlniss des verstorbenen Henr. Winbuch besitv.t, für 13 köln. 
Sohden Jahrzins an die Eheleute Johann und Benzing Munsch, 
welche als Unterpfand ihren Wingert in Lützel- Coblenz (parva 
Gonfluentia) an »Surin« stellen, der dem Ritter Bartholo- 
meus V. Di ve liehe jährlich 12 köln. Denaren Zins giebt. 1254. 
Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,927. 1160. 

1254 .... Der Trierer Bürger Walewan verkauft dem Kl. Ma- 
rienlhal bei Luxemburg für 110 trier. Pfund seine Güter zu Merce- 
lich. Zeugen 11 Trierer Schöffen, worunter Ordolf, Tris- 
tand, Gilet, Warner, Karol, Walter und Colin. 1254. Orig. 
in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,927. 1161. 

1254 .... R. Herr v. Esch und Philipp (weltl.) Propst v. Bide- 
burgh beurkunden, dass die Gebr. Johann, Henrich, Abele, Garsi- 
lius und Theoderich v. Hoven auf ihre Ansprüche auf des Klosters 
S. Thomas (an der Kyll) Hof in Bardenburne verzichtet haben, 
und alle künftigen Streitigkeiten darüber nicht vor ihnen und der 
Grafschaft Luxemburg, sondern vor Herrn B. v. Maylbergh, 
Herrn Philipp v. D u d i 1 n d o r f , Herrn Johann v. K e y 1 e, 
Godefrid v. Lysheim und den Schöffen von Byedeburgh 
zum Austrag sollen gebracht werden. 1254. Chartul. in Coblenz. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,928. 1162. 

1254 .... Jutta die Wittwe Herrn Johann's v. Beydebure vergleicht 
sich in der Abtei Steinfeld mit ihrem Bruder Gerhard Herrn v. 
Kempinich wegen der verpfändeten Güter in Budindorp. 1254. 
Chartul. in Coblenz. Gedr. Fahne, Cod. Salm. 2,20. Mttlrh. Ukb. 
3,928. 1163. 

1254 .... Der Bischof Heinrich v. Speier entscheidet zu Gunsten des 
Kl. Himerod in dessen Streite wegen des Zehnten vom Neuhof. 
1254. Reg. im klösterl. Repert. in Coblenz. 1164. 

1254 .... Der Bischof Heinrich v. Kurland ertheilt dem Kl. Ruperts- 
berg (convent. S. Rupert!) bei Bingen für dessen Kapelle des 
heil. Nikolaus am Rheinufer und den Altar in der Hauptkirche ein 
Ablass-Privilegium. Oderburc 1254 und 1256. Zwei Cop. saec. 15 
im Lagerbuch in Coblenz. 1165. 

1254 .... Herr Eberwin v. Drahe, Herr Eberwin v. Garbinheim 



1254—55. Mittelrlieiu. Regesten. 116G— 72. 267 

und Herr Cuiio v. Sol messe von den Gebrüdern v. Gunse in 
deren Streite mit dem KI. Arnsburg wegen Güter in llerlisheim als 
Schiedsrichter ernannt. Nach Urk. v. 1254 gedr. Grüsner, Dipl. 
Beilr. 3,175. Guden, Cod. 3,1120. 11 6G. 

(1254) .... Die Erzbischöfe von Mainz und Cöhi, die Bischöfe von 
Worms und Basel, die Wildgrafen G. (uno) der Aeltere und 
E. (miclio) der Jüngere nebst andern Edeln und 19 Städte, darunter 
Wetflar, Wesel, Bacherach, Dietbach und Boppard ver- 
künden der Stadt Göln den vom vergangenen Margarethentag (jul. 
13) auf 10 Jahre beschworenen Landfrieden. Defekt gedr. Schaab, 
Städtebund 2,22. Ennen, Quellen 2,264. — Durch Schreiben d. d. 
Colonie 1254 crast. octav. Epiph. (1255 Jan. 14) tritt die Stadt Göln 
diesem Bunde bei. Boehmer, Cod. Francof. 1,93. Ennen, Quellen 
2,365. 1167. 

1255 ian. 15. Heinrich v. Wetflar Schöffe in Frankfurt 1255 fer. 6 
post oct. Epiph. als Zeuge. Boehmer, Cod. Francof. 1,94. 1168. 

1255 ian. 25. Der päpstl. Legat, Cardinaldiakon Peter von S. Georg ad 
velum aureum, beauftragt den .\bt von Maximin bei Trier mit 
der Ausführung der Sentenz des trier. Officials in der Streitsache 
seiner Abtei mit Theoderich v. Vischbach wegen der Kapelle zu 
Vischbach. Ap. monaster. S. Andree in castello 1255, 8 kal. febr. 
Orig. in Trier. 1169. 

1255 ian. 31. Die Wildgrafen PI. (wohl Chonrad) der Aeltere und 
E. (micho) d. Junge, Wirich v. Dune etc. in Mainz Zeugen König 
Wilhelm's für Worms. xMaguntia 2 kal. febr. 1255 ind. 13. Gedr. 
Böhmer, Acta imp. 305. Reg. Boehmer 31 no. 235. Damberger 
10,662. 1170. 

1255 febr. 13. Dieselben zu Speier Zeugen König Wilhelm's für 
Speier. Spire id. febr. 1255 ind. 13. Gedr. Lehmann, Speir. Chro- 
nik 533. Lünig, lieichsarchiv 14,467. Reg. Boehmer 31 no. 239. 
Damberger 10,663. 1171. 

1255 febr. 23. Bischof H. von Strassburg beurkundet, dass sein Vasall 
Herr Henr. v, Vlechenstein binnen 3 Jahren die an den Wildgra- 
fen Cunrad verpfändeten Güter zu Tenebrete, Sulzbach und Wol- 
svisheim für 300 Mk. Silber und 200 köln. Mark einlösen soll. Ap. 
Spiram 7 kal. mart. 1255. Copie ex Orig. in Miltenberg: Schott, 
Eingr. 1172. 



268 1255. Mittelrhein. Regesten. 1173—79. 

1255 febr. 25. König Wilhelm iiimnit gleich seinen Vorgängern das 
iSonncnkl. Altenburg (bei Wetzlar) in seinen Schutz und Vogtei- 
lichkeit. Spire 5 kal. mart. 1255 ind. 13. Gedr. Ludolf, Siciliment. 
2,406. Hist. Nachr. 222. Hugo, Ann. Praem. 1,91. Mttlrh. Ukb. 
3,929. Reg. ßoehmer 32 no. 245. 1173. 

1255 febr. 26. Das Kl. Marienthal (bei Luxemburg) cedirt dem Kloster 
Hemmenrode den Weinberg zu Merzelich, woraus Walwan 
demselben eine Weinrente geschenkt hatte, und welchen dieser, als 
er Converse wurde, dem Kl. Marienthal hinterliess. 1254 fer. 6 post 
Mathie apost. Orig. in Coblenz. Reg. Mttlrh. ükb. 3,930 no. 1279. 

1174. 

1255 febr. Raugraf Heinrich v. Beymburg bestätigt die Erklärung Ni- 
co laus und Johann's der Vögte v. Hunelstein in Betr. gegen- 
seitiger Vererbung ihres raugräfl. Lehens zu Rissenthal. 1255 mense 
febr. Gedr. Toepfer, Hunolst. ükb. 1,21. Mttlrh. Ukb. 3,930. 1175. 

1255 mz. 1. Der tri er. Domherr Symon v. Franchirmont beurkun- 
det als deputirter erzbischöfl. Richter den Verzicht des Prokurators 
des Kl. Marienthal auf einen Wingert zu Mertzlich zu Gunsten des 
KI. Hemmenrode (vgl. 26. Febr.). 1254 fer. 2 post dnc. Oculi. 
Chartul. in Coblenz. 1176. 

1255 mz. 2. Arnold Archidiakon und Propst von S. Paulin 
bei Trier beurkundet seinem Stiftscapitel, wie viel er jährlich an 
Zinsen demselben aus dessen Höfen in Mesinich und Enche, aus 
dem Dorfe Grimelrot und dem untern Thiergarten (vivarium), 
welche ihm vom Capitel als Pension überwiesen sind, zu entrichten 
verpflichtet ist. 1254, 6 non. mart. Vidim. Cop. von 1714 in Cob- 
lenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,928 no. 1276. 1177. 

1255 mz. 17. Die Bürgerschaft der kaiserl. Stadt Bopard beurkundet 
das Vermächtniss ihres Bürgers Friderich v. Vilzene und dessen 
Frau Bertha an das Kloster auf Marienberg daselbst in Betr. 
zweier Häuser ausserhalb der Stadtmauer und eines Wingerts bei 
S. Martin, welcher ihr eigenthümlich aus erster Ehe gehört und 
auf den ihr zweiter Ehemann P'riderich kein Recht hat. 1254 Ger- 
thrudis. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,930. 1178. 

1255 mz. 18. König Wilhelm verspricht seinem Kanzler H. (einrieb) Er- 
wählten von Spcier alles genehm zu halten, was derselbe in Betreff 



1255. Mittelrhein. Keßesten. 117i)— 85. 269 

der Kirche von Altripp, deren Collalion dem Reiche zustelle, zu 
Gunsten der Abtei ITymniinrode vorfügen werde. Gelenhusen 15 
kal. apr. ind. 13. Chartul. in Trier. Gedr. Monum. Boica 31a. 584. 
Remling, Speir. Ukh. 1,267. Mtth-h. Ukb. 3,931. Reg. Boehmer 33 
no. 255. 1179. 

1255 mz. 21. König Wilhelm erlässt in Wetzlar ein Publikandum we- 
gen der Ernennung des Grafen Adolf v. Waldeck zum Reichs -Justi- 
tiar. W^etflarie 12 kal. apr. ind. 13. Gedr. Lacomblet, Ukb. 
2,223 no. 412. Reg. Boehmer 33 no. 259. Damberger 10,663. 

1180. 

1255 mz. 23. Derselbe verpfändet zu Boppard dem Wildgrafen 
Gunrad seine Güter in »Richinbachere daiU, die ihm der Raugraf 
Rupert resignirt hatte, und das Dorf Mensinbach für 300 köln. Mk. 
— Bopardie 10 kal. apr. 1255 ind. 13. Copie in Miltenberg: 
Schott, Dipl. Ringr. Reg. Boehmer 33 no. 261, woselbst noch 3 
andere an diesem Tage hier ausgestellte Urkunden des Königs ver- 
zeichnet sind. 1181. 

1255 mz. 25. Derselbe Urkunde t auf Ha mm er st ein für Kl. Beben- 
hausen. Hamerstein 8 kal. apr. 1255 ind. 13. Besold, Doc. red. 
1,233. iMeermann 2,366. Reg. Boehmer 34 no. 264. 1182. 

1255 mz. 25. Die Grafen Johann v. Spanheim und Godefrid 
V. Seine Besiegler einer Urk., wornach Rorich (v. Hachenburg) mit 
Consens seiner Frau Alverade aus Armuth dem Kl. Marienstatt die 
Hälfte seines Allods beim Kloster verkauft. 1255, 8 kal. apr. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,932. 1183. 

1255 (56) mz. Der Ritter Bernhelm v. Huchilnheim und seine Frau 
Elizabeth übergeben dem Kl. Aldinburg ihre demselben schon 
früher vermachten Güter zu Huchihiheim. Unter den Zeugen Graf 
Reimbold v. Solmse, die Ritter Erwin, die beiden Brüder 
Erwin und Wezelo, Gerlach auf Kalsmunt. 1255 mense 
mart. Gedr. Guden, Cod. 2,118. Mttlrh. Ukb. 3,932„ Reg. Scriba 
2,37 no. 467. 1184. 

(c. 1255) .... Gerard Dechant und das Capitel von S. Georg in Cöln 
beurkunden die Rechte und Verpflichtigungen des Meiers ihres frü- 
heren Hofs zu Raitche. Ohne Datum. Chartul. in Trier. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,806 zu c. 1250. 1185. 



270 1255. MittelrheJn. Rcgesteti. 1180-91. 

1255 (56) mz. S i m o n v. S p a n h e i m und seine Gemahlin M a r g a re t h a 
verkaufen dem Kl. Himmenrode für 314 k'6\n. Mark die Güter 
zu Urciche und Ratiche, welche sie von dem Capitel des S. 
Georgenslift in Cöhi gekauft hatten. Zeugen der Abt Conrad 
nebst den Mönchen Theoderich und Henrich von Himmen- 
rode, Graf Simon v. Span heim, die Ritter Rudolph v. 
Spanheim und Henrich v. Erdene, der Notar Bruno. Mit- 
besiegler Graf Johann v. Starkenburg. 1255 mense martio. 
Chartul. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,933. Reg. Heesius, 
Manip. 33 mit J. 1245. 118G. 

(C. 1255) .... Die Burggrafen F. (riedrich) und A. (rnold) v. Ha- 
rn erstein und der Burggraf G. (erhard) v. Landiscrone er- 
suchen einige Bürger von Cöln, die Pfarrei Sin eich, welche dem 
lieiche angehörig sei, in ihre Friedens-Eidgenossenschaft aufzunehmen. 
Ohne Datum. Gedr. Ennen, Quellen 3,137 zu 1257—77. Vgl. fol- 
gendes Reg. 1187. 

1255 apr. 1. Richter, Ritter und Alle, welche zu dem Allod von Sen- 
zege gehören, versprechen der Stadt Cöln, den vom vergangenen 
Margarethentag auf 10 Jahre beschlossenen Landfrieden zu halten. 
Da sie eines eignen Siegels entbehren, lassen sie von ihren Com- 
plicen, den Burggrafen Fr. (riedrich) und Arnold v. Ha m er- 
stein und Herrn Gerard v. Landescrone besiegeln. 1255, 1. 
die apr. Gedr. Ennen, Quellen 2,347. 1188. 

1255 apr. 2. Bischof Heinrich v. Utrecht gestattet seinem Verwandten 
(consanguineo), dem AbtJoffrid von Prüm und dessen Nach- 
folgern als Patroiiatsherrn von Arnheim der Kirche daselbst einen 
Mönch ihres Ordens zu präsentiren. Daventrie 1255 fer. G post 
pasche. Gedr. v. Sloet, Oorkb. 755 no. 770. 1189. 

1255 mz. 28. — apr. 3. Der Ritter Gundolf v. Hamirstein und 
seine Frau d i 1 i e erlassen dem Kl. H e m m e n r o d e einen Geld- 
zins aus dessen Hof zu Misinheim. 1255 in ebdomada pasche. Orig. 
in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,934. 1190. 

1255 apr. 4. Erzb. A. (rnold) v. Trier beurkundet daselbst, dass er 
für seine Leben.szeit um 700 Mark von der Abtei Laach deren Höfe 
zu Wise, Ludenstorf und Meyenschet gekauft habe. Mit- 
besiegelt von seinem V^erwandtcn, dem tricr. Archidiakon Hen- 
rich v. Bolanden, von seinem Bruder Bruno und dessen Sohne 



1255. Mittelrbein. Regesten. 1101—06. 271 

Bruno, seinen Verwandten (cognati) Henrich und Theo der ich 
Herrn v. Isenburch und Elen rieh Herrn v. Covern. Tre- 
veri 1255 mense apr. in festo Anibrosii. Orig. in Coblenz. Gedr. 
Mlth-h. Ukb. 3,935. Facti Species in Sachen Kirchspiels Meyscheid 
etc. 1743. fol. S. 46. (Fischer) Geschlechtsregister 201. VVegeler, 
Laach 2,34. Reg. Goerz, Reg. der Erzbb. 48. 1191. 

255 apr. 12. Abt G. (oswin) von Seyn und sein Capitel versprechen, 
gestützt auf das eingerückte Ablass-Privilegium vom 14. Dec. 1253, 
Allen, welche ihrem bevollmächtigten Canonikus Liebesgaben verab- 
reichen, die Fraternität nebst Lesung einer grossen Anzahl Messen und 
Psalter. Seyna 1255 prid. id. apr. Orig. in Coblenz. Reg. Mttlrh. 
Ukb. 8,936 no. 1288. 1192. 

255 apr. 12. Henrich v. der Weide (de Salice) und seine Frau 
Irmentrude, Bürger zu (Ober-) Wesel, schenken dem Nonnen- 
kloster (Allerheiligen) daselbst einen Wingert neben dem Hause 
Theoderich 's Holde mit der Bedingung, dass derselbe an die 
Prior in Sophia, ihre Tochter, fallen solle, wenn die Nonnen etwa 
aus Armuth oder Zwietracht sich trennen würden; ferner einen So- 
liden Jahrzins, w-elchen Hede wich Scaiden aus dem Wingert in 
»Langescheiderbach« oberhalb dem »Hunro der päd e« mit dem 
andern Jahrzins von 1 Soliden, welchen sie dem Kl. ülenhusen dar- 
aus gegeben, entrichten solle. 1255, 2 id. apr. Orig. in Coblenz. 
Gedr. iMttlrh. Ukb. 3,936. 1193. 

155 apr. 13. Papst Alexander IV ertheilt Abt und Prior von Hym- 
menrod die Indulgenz, wegen der vielen ihnen ertheilten Delega- 
tionen, künftig nicht ohne ihren Willen in Streitfällen mit päpstl. 
Commissorien betraut zu werden. »Cum preter rerum« etc. Nea- 
poli id. apr. pont. a. 1. Orig. in Trier. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,937. 
Reg. Potthast 2125 no. 26516. 1194. 

155 apr. 13. Erzb. Conrad von Cöln befreit mit Consens seines Dom- 
capitels die vier »Leync -Güter der Abtei Rumerstorf in deren 
Hof zu Wintere von Beden und Abgaben. Colonie id. apr. 1255. 
Orig. in Coblenz. Gedr. Günther, Cod. 2,277. Reg. Mttlrh. Ukb. 
3,794. 1195. 

p5 apr. 26. T h. (eoderich) Propst, H. Dechant und Capitel von 
S. Symeon in Trier vererbpachten gegen die halbe Crescenz ihren 
Wingert bei der sogen. »Winkelmule« des frühern Trierer 



272 1255. Mittelrhein. Keßesten. 119G-1201. 

Schöffen Ludew. Weiss (Albus) an den Notar (tabellio) 
Anselm in Trier, und dieser verspricht, jährlich den Wingert mit 
20 Wagen Dünger und 20 Gräben mit Schösslingen, »Proffen> ge- 
nannt, zu versehen. Mitbesiegelt von dem Schulth eisen Mar- 
silius in Trier. 1255, 6 kal. maji. Orig. in Coblenz. Gedr. 
Mttlrh. 3,937. 1196. 

1255 apr. 27. Die Gebr. Henrich und Marquard v. So 1ms Mit-: 
besiegler einer ürk. Siegfried's v. Runkel d. d. ap. Endriche 5 kal. 
maji 1255. Gedr. Reinhard, Kleine Ausführ. 1,99. (Fischer) Ge- 
schlechtsregister 2,32. 1197. 

1255 apr. Der Archidiakon und Dom pro pst Simon zu Trier 
giebt dem Capitel von S. Pauli n seinen Consens zu des Erzb. 
Arnold v. Trier Bestätigung der durch den verstorbenen Erzb. 
Theoderich und Archidiakon Meffrid geschehenen Inkorpo- 
ration der Kirchen zu Buren, Waltrachen, Weddrele, Cerve, 
Luke, Alkessingin und Otringen. Treviris 1255 mense apr. 
Vid. Copie von 1711 in Miltenberg. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,938 no. 
1292. 1198. 

1255 apr. Das Kl. Marienstatt nimmt Schöffen, Richter und Bürgerschaft 
von Wetflar wegen seiner Annahme als Mitbürger in seine Frater- 
nität auf. 1255 mense apr. Orig. in W^etzlar. Gedr. Mttlrh. Ukb. 
3,938. 1199. 

1255 apr. Gilbert Dechant und das Capitel von Wetflar verpach- 
ten daselbst an den Bäcker G i 1 o zu W e t f 1 a r und dessen ältesten 
Sohn Heinrich von der zweiten Ehefrau auf Lebenszeit, und bei 
Todesfall mit der Verpflichtung zur Entrichtung des ȧesthehou- 
bet« und der »Worhuira« an's Capitel, einen Mansus im Dorfe 
Mulinheim, welchen Eberhard, der Sohn des verstorbener 
Ritters Dagmar, als Pächter besessen, und worauf derselbe mi 
seinem Oheim (avunculus), dem Stiftsherrn Ortho, als seinea 
Vormunds, verzichtet hat. Wetflar ie 1255 mense apr. Orig. irl 
Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,938. 120ol 

1255 apr. Rosemann v. Kempenich bestätigt eine Güterschenkunj 
von Eheleuten in Düdelsheim an das Kl. Arnsburg nach dem Inhalt« 
der Urk. der Burgmänner von Glouburg darüber. Zeugen Conrac 
v. Ruchingen, Wortwin Spedel, Gernand v. Sten . . . , Heinricl 
von Coblenz (de Confluentia) und Otto Knosse. 1255 mens 



^ 



1255. Mittelrhein. Regesten. 1201— G. 273 

apr. Gedr. Gudcn, Cod. 3,1121. Reg. Scriba 2,37 no. 469. Baur, 
Arnsb. Ukb. S. 209. 1201. 

1255 mai 3. Nie ho laus Vogt (advocatiis) v. II unold stein be- 
wittumt mit Zustimtnung des Grafen II. (einrieb) v. Salm und dessen 
Gemahlin Loretha, als Lehensherrn, seine Gemahlin Beatrix, Toch- 
ter des Edelherrn Theo der ich v. Hagen (de In dag ine), für 
300 trier. Pfund auf sein Haus auf der Burg Ilunoldstein, so^^ie 
ferner auf die Dörfer Winthrich, Berencastel und Manbach 
und die Hofsrechte von Drogene. 1255 in invent. Crucis. Orig. 
in Goblenz. Gedr. Fahne, Cod. Salm. 28. Toepfer, Hunolst. Ukb. 
1,21. Mtth^h. Ukb. 3,939. 1202. 

1255 .... Walter Abt und der Gonvent von Laach, welche dem 
Kl. Rumerstorph schon früher 103 Morgen Acker von ihrem Hot 
in Heimbach verkauft, und nachher diesen Hof für 14 Mark und 
die Hälfte des Holzes aus dem Hofswald jährlich in Erbpacht gege- 
ben hatten, verkaufen nun auch dem Kloster diesen Erbzins mit dem 
Eigenthumsrecht des Hofs für 200 köln. Mark. Mitbesiegelt von dem 
Edelherrn Henrich v. Covern. Zeugen Gerard Propst des 
Nonncnkl. S. Mariae bei Andernach (S. Thomas), die Mino- 
ritenbrüder fr. Conrad von Xanten und fr. Hermann v. Solmise, 
der Schultheiss Godefrid und die Schöffen Christian 
Reffelin, Conr. Pvone, Conrad v. Widergis, Hericus und 
Engilbert von Andernach. 1255. Orig. in Goblenz. Gedr. 
Günther, Cod. 2,273. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,940. Vgl. folg. Reg. 

1203. 

1255 mai 21. Erzb. Arnold v. Trier bestätigt in Goblenz vor- 
stehenden Verkauf. Confluentie 12 kal. jun. 1255. Orig. in 
Goblenz. Gedr. Wegeier, Laach 2,35. Mttlrh. Ukb. 3,940. Reg. 
Günther 2,274 Note 3. Goerz, Reg. d. Erzbb. 48. 1204. 

1255 mai 26. Cono v. Schoneberg (in der Eifel) beurkundet in 
Cochem, dass die Eheleute Karl und Elisabet v. Kogeme dem 
Kl. Hemmen rode mit seinem Consens das Herren- und Eigen- 
thumsrecht nebst der Nutzniessung von ihren Gütern zu Vyde 
(Faid) vermacht haben. In Kogeme 1255 crast. Urbani. Chartul. 
in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,940. 1205- 

1255 mai 31. Der Bischof Richard v. Worms ertheilt in Trier der 
Abtei S. Maxim in daselbst für deren Kirchweihfest ein Ablass- 

18 



274 l'ii^r). Mittelrheiii. Kegesten. 1206—12. 

Privilogiiim. Trevori 1255 prid. kal. jiin, Charlul. in Goblonz. Reg. 
Mttlih. Ukb. 3,941 no. 1299. 1206. 

1255 mai. Die Abtei Malmedy vererbpachtet an das Gistert. Nonnenkl. 
Namen de th ihren Wald »S. Genofeve Gereuht« gegen 6 köln. 
Denaren jilhrl. in Andernach zahlbaren Zinses, und da dieser 
Zins bedeutend unter dem Werth des Waldes ist, so verspricht 
Namedy von allen Gütern und Gefällen in diesem Wald und auf 
den von Malmedy und der S. Genofevakapelle in Andernach 
herrührenden Orten die grossen und kleinen Zehnten zu entrichten. 
1255 mense majo. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,941. 

1207. 

1255 mai. Winand von Euren (de Urio) mit seiner Frau Aline 
und Tochter Elizabeth schenken bei ihrem Eintritt in's Kl. S. 
M a t h e i s bei T r i e r demselben ihre Besitzungen im Dorfe U r e u m, 
und das Kloster schliesst einen Vertrag mit denselben wegen ihrer 
zu beanspruchenden Leibzucht. Zeugen 13 Trierer Schöffen, 
darunter Ordolf, Tristant, Warner, Henr. Gilet, Ordolf, 
Carl und Colin. 1255 mense majo. Chartul. in Coblenz. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,942. 1208. 

1255 iun. 2. Die Abtei Seyn giebt eine gleichlautende Ausfertigung der 
Urk. vom 12. Apr. mit d.d. Seyne 1255 in die Marcellini et Petri. 
Orig. in Coblenz. Vgl. Mttlrh. Ukb. 3,936. 1209. 

1255 iun. 1 Graf Johann und sein Sohn Graf Godefrid von 
Seyne bestätigen in Hachenburg dem Kl. Marienstatt die Schenkung 
ihres verstorbenen Oheims (avunculi) Grafen FI en rieh v. Seyn 
und dessen Gemahlin Methilde in Betreff einer Kornrente in Ha- 
chenburg. In Hachenburgk 2 non. jun. 1255. Copie in Coblenz. 
Gedr. Mtthh. Ukb. 3,943. 1210. 

1255 iun. 7. Graf Wilhelm v. Jülich schenkt dem KI. Himmenrod 
das Eigenthumsrecht über 32 Morgen Ackerland zu Flersheim, welche 
sein Burggraf von Niedeggcn von ihm in Lehen und von diesem 
Winand v. Fler.sheim in Afterlehen hat. Colonie 7 id. jun. 1255. 
Chartul. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,944. 121 1.| 

1255 iun. 12. Das Castorstift in Coblenz verpachtet für 15 Malter 
Weizen jährl. dem Kl. Himmenrode ein Drittel seines Zehnten 
zu Misenhcim, welches der Ritter Gerard v. Misenheim 



1255. Mittelrliein. Regesten. 1212— IG. 275 

und dessen Schwester Beatrix in Pacht gehabt hatten. Mitbesieg- 
1er Erzb. Arnold v. Trier. 1255, 2 id. jun. — An demselben 
Tage stellt auch Kl. Hirn men rode den Pachtrevers aus. Ghartul. 
in Coblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,944 no. 1304. 1212. 

L255 iun. 13. Erzb. Conrad v. Cöln überweist in Cöln seinem Vasallen 
Eriderich v. Sc honen bürg die sämmtlichen erzst. Besitzungen 
und das Meieramt zu Reinse mit Ausnahme der Lehenweine als 
Pfand; wogegen sich der Letztere verpflichtet, die auf denselben 
ruhenden Verschreibungen von 530 Mark koln. Denaren einzulösen, 
und nach Wiedererstattung dieser Summe 50 Mark als Lehengut zu 
beweisen. Die auf den Besitzungen haftenden Pfandsummen betra- 
gen: 70 Mark an Werner Herrn v. Bolanden, 70 Mark an Gunzo 
V. Schonecke, 30 Mark an Salko v. Ha m er st ein, 70 Mark an 
den Ritter Arnold v. Luzinich, CO Mark an Symon v. Bo- 
bard und Henrich v. Stein (de Lapide), an gen. Eriderich 
v. Schonenburg selbst 50 Mark Lehengeld und an 180 Mark, die 
derselbe zur Bezahlung erzst. Schulden vorgeschossen hat. Golonie 
id. jun. 1255. Gedr. Lacomblet, Ukb. 2,224 no. 416. 1213. 

.255 iun. 26. Der Scholaster A. und Gustos S. von S. Stephan in Mainz 
erlassen als vom Papste bestellte Richter in der Streitsache des S. 
Peterstifts in Mainz mit der Gemeinde Lonsheim wegen von 
Letzterer verlangter Mahlzeit bei Zinsentrichtungen an das Stift ein 
definitives Urtheil, wornach das Stift von dieser Verpflichtung frei- 
gesprochen wird. 1255, G kal. jul. Kindling. Gopie in Münster. 

1214. 

255 iul. Die Gräfin Agnes v. Gastet schenkt zu Trier dem Deutschen 
Orden das Patronatsrecht über die Kirche von Lussenich und zu- 
gehörige Kapellen von Ratiche, Zeltanc und Er d ine, welches 
sie durch den Tod ihres Bruders, des Grafen Heinrich v. Seyn, 
ererbt hatte. Treveri 1255 mense jul. Orig. in Goblenz. Gedr. 
Günther, Cod. 2,287. Lentz, Rachtig 15 Note. Hennes, Ukb. 2,109. 
Reg. Mttlrh. Ukb. 3,849. 1215. 

255 iul. 15. Graf Henrich v. Salm und seine Gemahlin Laureta bestä- 
tigen als Erben der Gräfin Agnes v. Gastel deren Schenkung des 
Patronatsrechts von der Kirche zu Lussenich und zugehöriger 
Kapellen von Ratiche, Geltanc und Erdene an den Deutschen 
Orden. 1255 in divisione aplor. Orig. in Coblenz. Gedr. Günther 

18* 



276 



1255. Mittelrhein. Reffesten. 121G— 21. 



2,287. Lontz, Raclitig IG Note. FTcnnos, Ukb. 2,108. Reg. Mttlrh. 
Ukb. 3,849. 121G. 



1255 inl. 30. Papst Alexander IV^ beauftragt den Archidiakon Wirich 
von Verdun mit Ueberwacluing der Ausführung der Sentenz des 
trier. Officials zu Gunsten der Abtei S. Maxim in bei Trier 
sreeren Theoderich v. Fischbach (vgl. 1254 jun. 27). »Sua nobis di- 



Ö'^O' 



lecti« etc. 



Anagnie 



3 kal, 



aug. 



pont. a. 1, 



Chartul. in Goblenz. 
1217. 



1255 iul. Der Edelherr Rudolf der Aeltere von Grifinstein 
schenkt dem Kl. Aldinburch (bei Wetzlar) gegen eine feste Korn- 
rente seine Güter zu Niderhusen. Zeugen die Ritter sein Neffe 
Grafto, Johann der Aeltere v. Derinbach, Ludewich v. Mu- 
dirsbach, Eibelo, Manegold v. Radenrade, Arnold Coppe und Si- 
frid V. Dalheim; die Wetflarer Schöffen Richolf weilanc 
Gerbert's Sohn, Richolf v. Braht, Eckehard, Ludewic 
weiland Schultheiss und Berno. 1255 mense jul. Orig. ii 
Braunfels. Gedr. Guden, Cod. 2,121. xMttlrh. Ukb. 3,945. 1218. 



1255 ang. 7. Erzbischof A. (rnold) v. Trier vergleicht gemeinschaft- 
lich mit seinen Verwandten (consanguineis) Henrich Herrn vo 
Ysenburg und Henrich Herrn v. Covern das Capitel de« 
Gastorstifts in Goblenz mit dem Ritter H[enr. Persich v. Ku] 
pach wegen des Zehnten zu Rupach (bei Montabaur). 1255, 7 i( 
aui?. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,945. Reg. Goen 



Reg. d. 



Erzbb. 48. 



121i 



1255 aug. 9. Graf Eberhard v. Eberstein und seine Gemahlin Aleyd 
schenken mit Consens des Erzb. Arnold v. Trier dem Deutsche! 
Orden das durch den Tod des Grafen Henrich v. Seyne ei 
erbte Patronatsrecht der Kirche in Lussenich und zugehörige| 
Capellen in Ratiche, Celtanc und Erdene. 1255 vigil. LaiJ 
rentii. Orig. in Goblenz. Gedr. Günther 2,287. v. Reisach, Archi 
2,276. Lentz, Rachtig 15 Note. Hennes, Ukb. 2,109. Reg. Mttlr|| 
Ukb. 3,849. 122ri 



1255 aug. 10. Graf Adolf v. Waldeck, des königl. Hof? Provinzial - Ji 
stitiar durch Deutschland, beurkundet zu Wetzlar, dass vor ilii 
als er zu Gericht sass, der Ritter Conrad der Alte gen. Milchlinjjf 
Nordeck und seine Ehefrau dem Kl. Arnsburg ihr Eigenthum 
Holzhusen und Niedercleen übergeben haben. Wetflarie !_!. 



1255. Mittclrhcin. Kep^csten. 1221—25. 277 

die Laureiitii. Gedr. Archiv für Hess. Gesch. 1,409. Reg. Boehmer 
421 110. ;391. Scriba 2,37 no. 473. Baur, Arnsb. Ukb. S. 209. 

1221. 

L255 aug. 12. Graf Symon v. Spanheim und seine Gemahlin Mar- 
garet ha schenken (wörtlich wie der Graf v. Eberstein am 9. Aug.) 
dem Deutschen Orden das Patronatrecht von Lussenich und zu- 
gehöriger Capellen. 1255, prid. id. aug. Orig. in Goblenz. Gedr. 
Günther 2,286. v. Heisach, Archiv 2,275. Lentz, Rachtig 15 Note. 
Hennes 2,110. Reg. Mtth-h. Ukb. 3,849. 1222. 

1255 aug. 16. Das Capitel des Cunibertstifts in Göhi giebt die Erklärung 
ab, dass es an L u d e w i c h v. Rispe oder dessen Erben in keiner 
Weise Güter oder Zehnten verpachtet oder sonst vergeben habe. 
1255 crast. assumpt. Marie. Orig. (Kl. Hiraerod) in Goblenz. Reg. 
Mttlrh. Ukb. 3,94G no. 1307. 1223. 

.255 aug. 28. König Wilhelm schreibt den Bürgern von Dinant (an 
der Maas), dass er seinen Getreuen G e r a r d v. S e i n s k a, Burg- 
grafen von Lantscrone, vertraulich an sie abgesandt habe, und 
befiehlt ihnen, dessen Worten vollen Glauben zu schenken. Dord- 
recht 5 kal. sept. ind. 13. Gedr. Guden, Cod. 2,951. Mttlrh. Ukb. 
3,946. Reg. Boehmer 35 no. 274. 1224. 

255 aug. Gisilbert Dechant und das Capitel von Wetflar be- 
urkunden, dass mit ihrem Gonsens der Wetflarer Bürger Her- 
mann V. M u 1 i n h e i m die » R i c h w i n s« Mühle bei dem Dorfe 
Mulinheim, welche derselbe von ihnen in Erbpacht hat, an das Kl. 
Aldynburg übertragen habe, und dass für ihr Eigenthumsrecht 15 
leichte Soliden oder 7 Soliden 6 Denaren kölnisch an ihre Propstei, 
mit welcher bei Abschliessung des Gontrakts der Ritter Theode- 
rich der A e 1 1 e r e v. E 1 k i r h u s i n belehnt war, sowie 5 leichte 
Soliden oder 2 Soliden 6 Denaren kölnisch und eine AVein- und 
Fruchtrente an sie, wie auch an Hermann und dessen Erben eine 
bestimmte Kornrente aus der Mühle das Kloster jährlich contraktlich 
zu entrichten habe. Zeugen die Stiftsherren mag. Rudolf 
Scholastikus, Cunrad Gustos, Ortho, Wolfram und Hein- 
rich Priester und Arnold v. Deren bach; die Schöffen R i- 
cholf Gerbert 's Sohn, Richolf v. Brath, Ludewich weiland 
Schul theiss, Rudolf Regele, Berno, Theo der. Roth (Ru- 
fus), Eckard und Conrad zu Wetzlar. Wetflarie 1255 inense 
aug. Orig. in Privatbesitz. Gedr. Guden, Cod. 5,27. Mttlrh. Ukb. 
3,946. 1225. 



278 1255. Mittelrhein. Regesteu. 1226—29. 

125C^ sept. 16. l'apst Alexander IV bestätigt den Vergleich der Aebtissin 
von Kaufungen mit der Abtei Siegbiirg wegen der Plarreinkünfle 
von Ley (an der Mosel). Anagnie 16 kal. oct. 1255. Reg. Hirsch, 
Ileinr. II 3,316 Note 1 nach der Urk. in Marburg. Potthast 2125 
no. 26522. 1226. 

1255 sept. 22. Th.(eoderich) der ältere Sohn des Grafen von Cleve be- 
urkundet, welche Aussteuer seine Gemahlin Aleide von ihrem Vater 
Heinrich Herrn v. Heinsberg erhalten hat. Darunter belindet sich ; 
das vom Erz>tifL Cölii lehenrührige Schi. Saffenberg mit allen 
Zubehörungen, Vasallen und Ministerialen auf der linken Rheinseite; 
die Vogtei von Bonn mit Ausnahme der Höfe, Güter und vogteilichen ^ 
Leute auf der rechten Rheinseite, welches Alles derselbe sich und 
seinen Erben mit demselben Rechte, womit es der verstorbene 
Graf Henrich v. Seyne, der Oheim (avunculus) des gen. Herrn 
V. Heinsberg, besessen hatte, vorbehalten hat, und seine Güter zu 
Arwilre, Auch sind von der Mitgift ausgeschlossen alle Allodien, 
welche die Gräfin v. Seyne noch in Händen hat, und nach deren 
Tode gemäss der Erbtheilung dem Heinrich Herrn v. Heinsberg zu- 
fallen sollen. Unter den Zeugen Graf G. (odfrid) v. Seyne. 1255 
die Mauricii. Gedr. Lacomblet, Ukb. 2,226 no. 419. 1227. 

1255 sept. 30. König Wilhelm nimmt das Deutsche Haus in Gob- 
lenz in seinen besondern Schutz und Geleit, und befreit dessen 
Schiffe auf dem Rhein, welche Wein fahren, von Abgaben. Leyde 
2 kal. oct. 1255 ind. 14. Orig. in Coblenz. 1228. 

1255 sept. Graf Reinbold v. Sol misse schenkt dem Kl. Aldin- 
burch sein Theil an dem mit dem Ritter Crafto v. Rodenhusen 
gemeinschaftlich zu Lehen habenden Zehnten von Derinbach und 
Kembretishusen, und verspricht dem Kloster, wie auch den beiden 
Wetflarer Schöffen Richolf und Eckehard binnen einem 
Jahre die Bestätigung des Lehenherrn hierüber zu erbringen, widri- 
genfalls mit dem gen. Ritter in Wetflar Einlager zu leisten. Als 
Bürgen stellt er die Ritter Eberwin und Wezelin Gebrüder, 
nebst Eberwin aniTliurme (jux tu turrim) ßurgmänner 
auf Galsmunt; ferner die Wetflarer Schöffen Richolf wei- 
land G erber t's Sohn, Lude wich weiland Schultheiss, Con- 
rad V. Dridorf, Gonr. Reio, Rudolf Regelo und Theoder. 
Roth (Rufus). 1255 mense sept. Gedr. Guden 2,123. Schaum, 
Solms 28. Mttirh. Ukb. 3,948. Reg. Scriba 2,37 no. 474. V 
Abicht 2, § 19 S. 220 und 226. 1229. 



•• 



1255. Mittelrhein. Keßesten. 1230—35. 279 

1255 sept. Abt Jo. (frid) v. Prüm billot den Bischof, Propst und 
xVrchidiakon von Utrecht, ihre Genchniigunj^^ der Inkorporation der 
Kirche zu Arnheini mit dem Refektorium seiner Abtei zu ertheilen. 
1255 mense sept. Cl^artul. in Coblenz. (^edr. Mtth-h. Ukb. 3,948. 

1230. 

1255 oct. 5. Der trier. Domherr und Official mag. Laurent! us 
entscheidet in dem Streite der Abtei S. Maxim in bei Trier mit 
dem Edelherrn Theoderich Herrn v. Vischebach, dass die Kapelle zu 
Vischebach ein Dependenz der Kirche von Meresch sei ; worauf gen. 
Theoderich mit seinem Sohne auf seine prätendirten Rechte darauf 
verzichtet. 1255 fer. 3 post Remigii. Orig. in Coblenz. Vgl. Mttlrh. 
Ukb. 3,950. 1231. 

1255 oct. 5. Graf Heinrich v. Luxemburg und seine Gemahlin Marga- 
retha beurkunden den Verzicht des Edeln Th. (eoderich) Herrn von 
Vischebach und seiner Söhne auf ihre Ansprüche auf das Patronat 
von Vischebach, worüber sie mit der Abtei S. Maxim in bei Trier 
in Streit lagen. 1255 fer. 3 post Remigii. Orig. in Coblenz. Gedr. 
Bertholet 5,44. Mttlrh. Ukb. 3,949. Reg. Kreglinger in Bulletins de 
la Belg. 3,344. Publ. de Luxemb. 15,75. 1232. 

1255 cct. 14. Auf dem Städtetag in Worms 1255 die Kalixti wurde der 
Beschluss gefasst, dass 4 Städtetage (colloquia generalia pro sanctae 
pacis negotio) jährlich sollen abgehalten werden, und zwar auf Epi- 
phanie in Cöln, auf Osteroktav in Mainz, auf Peter und Paul in 
Worms und auf Maria Geburt in Strassburg, zu welchen die Herren 
und Städte, welche miteinander den Frieden beschworen haben, kom- 
men sollen. Unter den Letztern werden aufgeführt Erzb. Arnold 
v. Trier, Wildgraf Chunrad, Wildgraf Emicho und sein 
Bruder Gottfrid, der Graf v. Virnburch, die Städte Wetflar, 
Dipach, Bacherac, (Ober-) Wesel, Bobard und A n d e r n a c. 
Pertz, Leges 2,374. Vgl. Boehmer, ^eg. 351 no. 37. Schaab, 
Städtebund 2,14. 1233. 

1255 oct. 28. Die Gräfin Elise v. Gastet bestätigt die Schenkung ihrer 
Mutter Agnes, der Schwester des verstorbenen Grafen v. Seyne 
(vom Juli). 1255 Sj^mon. et Jude. Transs. des 13. Jahrh. in Coblenz. 
Reg. Mttlrh. Ukb. 3,849. 1234. 

1255 oct. 30. Arnold v. Holland, Propst von Wetflar, Ausfertiger 
einer von König Wilhelm in Zülpich ausgestellten Urkunde. Boehmer, 
Reg. 35 no. 278. 1235. 



280 1255. Mittelrhein. Regesten. 1236—43. 

1255 nov. 2. Er zb. Arnold v. Trier bestätigt dem heil. Geistkloster 
in Luxemburg: eine Schenkung v. 1. Aug. Reg. Publ. de Luxemb. 
15,75. Goerz, lieg. d. Erzbb. 341. 1236. 

1255 nov. 3. König Wilhelm in (Ober-) Wesel; nach dessen Schreiben 
an die Bürger von Murten ; sodann am 5. Nov. in Boppard, wo 
er der Stadt Constanz ein Privilegium ertheilt. Reg. lioehmer 35 
und 405 no. 280 und 311. 1237. 

1255 nov. 10. Derselbe bestätigt die Privilegien der Stadt Oppenheim, 
und giebt den Rittern und Bürgern daselbst das Recht, Gewalt mit 
Gewalt zu vertreiben, wenn die königlichen Richter in Boppard, 
Oppenheim, Hagenau und Cohnar ihnen kein Recht verschaffen. 
Oppenheim 1255 vigil. Martini. Andree, Oppenh. 38 Extr. Reg. 
Boehmer 36 no. 284. Scriba 3,104 no. 1599. Damberger 10,676. 

1238. 

1255 nov. 21. Erzb. Conrad von Göln ertheilt den Ander nach er 
Schöffen Steuer- und Bedefreiheit, sowie das Recht zur Ermässi- 
gung der Steuer und Bede in der Stadt. 1255, 11 kal. dec. Transs. 
des 14. Jahrh. in Coblenz. Gedr. Günther, Cod. 2,278. Reg. Mltlrh. 
IJkb. 2,950 no. 1313. 1239. 

1255 nov. 24. Rudolf und Keiner v. der Brücke (de Bruggin) 
und Friderich v. Crove schenken dem Gistert. Nonnenkloster Ma- 
cra zu ihrem und ihrer Vorfahren, welche das Kloster gegründet 
haben, Anniversarium das Patronatrecht von Wolve. Mitbesiegler 
Erzb. Ar.(nold) v. Trier. 1255, 8 kal. dec. Transs. des 14. 
Jahr, in Coblenz. Gedr. xMttlrh. Ukb. 3,950. 1240. 

1255 dec. 9. Der Ganonikus Lodowich von S. Symeon in 
Trier vermacht seinem Stift sein Haus in der S y meonsstr asse 
am Wege nach dem »Calcofine« und einen Wingert im »Anval«. 
1255 crast. Eucharii. Orig. in Coblenz. Gedr. xMttlrh. Ukb. 3,950. 

1241. 

1255 dec. 9. Papst Alexander IV bestätigt der Spitalska[)elle in An- 
dernach das Privilegium, nicht von dem Pastor mit dem Interdikt 
belegt zu werden (1253 jan. 1). »Porrecta nobis vestra« etc. Late- 
rani 5 id. dec. pont. a. 1. Orig. in Coblenz. \\q^. Mttlrh. Ukb. 
3,875. Potthast 2125 no. 26524. 1242. 

1255 dec. 11. Derselbe empfiehlt das Kl. Eberbach dem Schutze des , 



1255. Mittelrhein. Re^^esten. 1243—47. 281 

Erzbischofs v. Trier und dessen Suffraganen, sowie aller Prä- 
laten der trier. Kirchenprovinz. »Non absqne dolore« etc. Late- 
rani 3 id. dec. pont. a. 1. Orig. in Idstein. Gedr. Rössel, Eberb. 
Ukb. 2,7o. Reg. Potthast 1325 no. 16125. 1243. 

1255 dec. 14. Ger lach, der Sohn Henrich 's Herrn v. Isenburg, 
und seine Gemahlin Elisabeth quittiren über ihr Erbtheil aus dem 
Nachlass von Elisabeth's Vater, dem Grafen v. Cleve. 1255 crast. 
Lucie. Gedr. Lacomblet, Ukb. 2,228 no. 422. 1244. 

L255 dec. 16. Die Gebr. Grafen Walram und Otto v. Nassau behalten 
sich in ihrem Theilungsvertrage die gemeinschaftliche Einlösung an 
der verpfändeten V^ogtei in Co b lenz aus. Mitbesiegler Bruno v. 
I s e n b u r g - B r u n s b e r g. ap. Nassowe 1255 mense dec. fer. 5 
post Lucie. Gedr. Kremer, Orig. Nass. 2,296. Reinhard, Kleine 
Ausf. 2,272 mit (unricht.) fer. 4. 1245. 

L255 dec. Ricliter, Schöffen und Bürgerschaft von Wetflar beurkun- 
den, dass ihr Mitbürger Hartrad Blide und dessen Frau Eliza- 
bet dem Deutschen Hause in Sachsenhausen ihre Güter in der Stadt 
Wetflar und im Dorfe Langengunse vermacht haben. Zeugen der 
Schultheiss Gotfrid, die Schöffen Richolf weiland Ger- 
be r t 's Sohn, L u d e w i c h weiland Schultheiss, G o n r. R e i o, 
ßerno, Theo der. Roth (Rufus) und Rudolf Regel; die Bür- 
ger Heinrich v. M u n i c h u s e n , Gotfrid v. D r i d o r f , G r a f t o 
R e i o und C o n r. P a m p e 1 u n von W e t f 1 a r. 1255 mense dec. 
Orig. in Darmstadt. Gedr. Baur, Hess. Ukb. 1,80. Reg. Scriba 2,37 
no. 475. ' 1246. 

^255 dec. Der Edelmann Widekind v. Merinberc verpfändet für sich, 
seine Gemahlin Kunegunde und Sohn Hartrad zu Wetzlar seinem 
Bruder Conrad v. IVlerinberc für 4 köln. Mark die Hälfte seines Hofs 
in Udenhusen, welchen seine verstorbene Mutter bewohnt hatte. 
Zeugender Edelmann Rudolf v. Griff in stein; die Ritter 
Eberwin der Vogt, Eberwin v. Garbinheim und Sifrid v. 
D a 1 h e i m ; die S c h ö f f e n K i c h o 1 f weiland G e r b e r t's Sohn, L o d e- 
wic Schultheiss (scoltetus), Berno, Conr. Reio, Rudolf 
Regel, Eckelo und Conrad v. Dridorf; die Bürger von Wetf- 
lar: Godefr. Schultheiss (scoltetus) und Conr. v. Muln- 
heim. Wetflar ie 1255 mense dec. Orig. in Marburg. Extr. 
Wyss, Ukb. d. Deutschord. ßallei Hessen 1,107 no. 134. 1247. 



282 1255. Mittelrhem. Regesten. 1248—51. 

1255 .... Der Bischof H.(ugü) von Sam- und Wermeland (Sabinens.) 
eiiheilt zum Kirchenbau des Kl. Aldinburch (bei Wetzlar) ein 
Ablass-Privilegiuhi. ap. Marburch 1255. — Ebenso der Bischof fr. 
11. (einrieb) von Oesel (Osilie) 1255. Gedr. Guden, Cod. 3,1122—23. 
Mtth-h. Ukb. 3,951 — 52. 1248. 

1255 .... Das Kl. Aldinburg beurkundet, dass es Elisabethen, 
der Wittwe des Ritters Beruhe Im v. Huchilheim, welcher 
mit seiner Frau seine Güter in Huchilheim dem Kloster vermacht 
habe, 11 Mark zur Bezahlung ihrer Schulden versprochen, wogegen 
die Wittwe und deren Bruder, der Ritter Adolf, die Befriedigung 
der Gläubiger ohne weitern Anspruch an's Kloster übernommen hät- 
ten. Zeugen Gunrad Erzpriester v. Wetflar und Pleban v. 
11 u c h i 1 h e i m , der Ritter Adolf v. Huchilheim, Werner v. 
Hattenrode, Erwin v. Kalsniunt, der Wetflar er Schöffe Ki- 
cholf V. Brath und Henrich v. Munichusen. 1255. Gedr. 
Guden, Cod. 2,119. Mttlrh. Ukb. 3,952. Reg. Scriba 2,37 no. 476. 

1249. 

1255 .... Graf Symon V. Spanheim verzichtet, nachdem er von 
Kl. Eberbach IG frier. Talente erhalten, auf die Güter zu Daden- 
buren, welche die Abtei Spanheim an ihn verkauft, und welche 
er noch bis jetzt für sich behalten hatte, obgleich dieselben durch 
ürtheil des geistl. Gerichts dem Kl. Eberbach, welches sie von der 
Abtei Span he im gegen einen Erbzins schon früher erhalten, zu- 
gesprochen worden waren. Zeugen die Ritter Heinrich v. Gimeneich 
und Emicho v. Spanheim, fr. Anselm (Hof-) Meister in 
Breidenvash. 1255. Orig. in Coblenz. Gedr. Günther, Cod. 
2,275. V. Reisach, Archiv 2,273. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,953 no. 1319. 

1250. 

1255 .... (Jonrad v. Dorinburch in Caub und seine Frau Irmengard 
vermachen am Gericht zu Bacharache dem Kl. Eberbach ihre Gü- 
ter zu Di ebb ach mit Ausnahme eines Wingerts in Tretinchhusin. 
Besiegler der Abt, die Gebr. Herrn Crafto und Witgouhe Rit- 
ter in D i c b a c h, und HerrNanthochSchultheiss in Bache- 
rach. Gegenwärtig waren Herr Arnold der Vogt, Peter von 
Hane, die Schöffen Peter, Heinrich und Nanthoch; die 
Ritter Ibilo, Baldemar und dessen Bruder Henrich, Eve- 
rard und Embricho Vudersat. 1255 in judicio Bacharache. 
Dieses Alles wurde auch nachher vorschriftsmässig in Ditbach pu- 
blicirt, und waren dabei zugegen die Gebrüder und Ritter Crafto, 



1255. Mittelrhein. Regesten. 1251-56. 283 

Withgoiilio und llermaiiii , die Gebr. Embriclio und Fridc- 
rich, IJertwiii v. Kinberg, Witgoulie der Jüngere, der Diener 
(famulus) II er t mann und dessen Bruder Herr Crafto. Orig. in 
Idstein. Gedr. Rössel, Eberb. Ukb. 2,60. Mtürh. Ukb. 3,953. 1251. 

(1255) .... Graf G. (erlach) v. Veldencen überträgt dem Erzb. 
G. (erlach) v. Mainz und Kl. Lorsch die Güter in Vinkenbach, welche 
die Söhne v. llohenfels in \Vorms für die an ihn in Gegenwart des 
Erzbischofs zu Gencingen von ihrem Vater resignirten Lorscher Lehen 
in Ilagenheim, als Ersatz gegeben haben. Ohne Dat. Gedr. Baur, 
Hess. Ukb. 3,600. Vgl. folg. Reg. 1252. 

1255 .... Erzb. G. (erlach) v. Mainz beurkundet auf Scharfenstein, 
dass vor ihm und dem Grafen Ger lach v. Veldenz in Genzin- 
gen Johann v. Hohenfels erklärt habe, seine Rechte in Hagenheim 
an's Kl. Eberbach verkauft zu haben, und dass Graf Ger lach v. Vel- 
denz, von welchem derselbe sie als Mainzer resp. Lorscher Lehen 
in Afterlehen habe, dafür Güter in Finkenbach zu Mainzer resp. Lor- 
scher Lehen gemacht habe. Unter den Zeugen in Genzingen waren 
Graf S y m o n v. S p a n h e i m und der Wildgraf E m i c h o ; in 
Worms als die beiden Söhne v. Hohenfels Verzicht leisteten Hein- 
rich der Truchsess des Grafen v. Veldenz, und bei der er- 
sten und zweiten Verzichtleistung Cunrad v. Bach er ach Unter- 
kellner von Eberbach. Scarpinstein 1255 pont. a. 4. Orig. hi Darm- 
stadt. Gedr. Rössel, Eberb. Ukb. 2,57. 1253. 

1255 .... Die Gebr. Ehe ingrafen W. (erner) und S.(ifrid) veräussern 
gegen einen Jahrzins einen Wingert bei Eibingen. 1255. Gedr. Rös- 
sel, Eberb. Ukb. 2,60. 1254. 

1255 . . . . Erzb. Arnold v. Trier inkorporirt auf die Bitte des 
Abts Jacob von S. Matheis bei Trier mit Gonsens des Dom- 
capitels und D o m p r o p s t e s S y m o n als Orts- A r c h i d i a k o n s dem 
Kl. Marienberg bei Bopard die Kirche in Nenniche. 1255. 
Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,954. Reg. Goerz, Reg. der 
Erzbb. 48. 1255. 

1255 . . . . Graf Gerard v. Nuwinare beurkundet, dass der ver- 
storbene Ritter Thomas, Burgmann auf Are, und dessen Frau 
A d e 1 e i d e ihre Wingerten in W a d e n h e i m und A r w i 1 r e im 
»Snegenshart« den Klöstern Rumerstorp und Bredelar ge- 
schenkt, und nachdem diese dieselben 26 Jahre unangefochten be- 



284 1255. Mittelrhein. Regesten. 1256—60. 

sessen hätten, der Ritter Henrich v. Dalebendin als Verwandter An- 
sprüche daran erlioben, sich derselben aber endlich begeben habe, 
nachdem der Abt von Rumerstorp selbst dritt sein Recht er- 
härtet und dem v. Dalebendin für dessen Kosten die diesjährige 
Crcscenz von 13 Ohm (Wein), so\\ie den Anwesenden das »testi- 
moniale jus« verabreicht habe. Zeugen Mathias Edler v. Cale- 
ni u n t e und Johann v. Hamerstein ßurgniänner auf Are, 
die Gebr. K o 1 v o und B 1 a n k a r d sowie Arnold der Vogt in 
Arwilre. Mitbesiegelt von Theoderich v. Lumezeim Burg- 
mann des Grafen, Godefrid Schultheissen von Ander- 
nach und der Stadt Arwilre. 1255. ürig. in Coblenz. Gedr. 
Günther, Cod. 2,27G. Reg. xMttlrh. Ukb. 3,955 no. 1322. 1256. 

1255 .... Der iMainzer Weihbischof Theoderich Bischof v. Wirland 
(Vironens. in Esthland) ertheilt dem Kl. Rupertsberg für die 
Beiwohnung des Gottesdienstes daselbst ein Ablass-Privilegium. 1255. 
Joannis, Mog. rer. 2,422. Reg. Scriba 4 c, 7 no. 5219. Weidenbach, 
Bingen IG no. 150. Mttlrh. Ukb. 3,955 no. 1323. Reg. Holzer, 
Proepisc. Trev. S. 20. 1257. 

1255 . . . . Erzb. Arnold v. Trier erlässt in der Stadt Trier für 
die Meisterin und Nonnen zuS. Gervasius daselbst eine Kloster- 
Regel. In Treverensi civitate 1255. Gedr. Plontheim 1,736. 
Blattau, Statut. 1,46. Mttlrh. Ukb. 3,955. lieg. Gocrz, Reg. d. Erzbb. f 
48. Vgl. Brower, Ann. 2,146. 1258. 



1255 .... Die Frau Sophia schenkt den Nonnen von S. Gerva- 
sius in Trier gegen ihren lebenslänglichen Unterhalt daselbst einen 
Wingert am Gas teil (de Castello) zwischen den AVingerten Rei- 
nolds V. Bilden bach und Jobs v. Gastell, sowie den Niess- 
brauch eines Wingerts im »Trimelei«. Zeugen Heinrich v. Ge- 
wi 1 r e , P li i l i p p v. L u z z e 1 b u r g , r d o 1 f , Warner, G i 1 e 1 1, 
Colin, Baur, Karl, Heinr. Purcel, Ordolf der Jüngere und 
andere Schöffen von Trier. 1255. Orig. in Trier. Reg. Mttlrh. 
Ukb. 3,957 no. 1325. 1259. 

1255 .... Aleyde (Gräfin) v. Spanheim und v. Ebersteyn er- 
klärt, dass sie von den Gütern des verstorbenen Grafen G (oltfried) 
V. Span he im in Clerv nicht mehr als 18 frier. Pfund Einkünfte 
habe. In Stauph 1255. Chartul. in Carlsruhe. Gedr. Mttlrh. Ukb. 
3,957. Vgl. Lehmann, Spanh. 1,40. 1260. 






1255. Mittellhein. Re^a^sten. 12G1— 6G. 285 

1255 .... Lucio wich weiland Meier in Wctflar vorkauft on die 
Gebr. Ingebrand und Theo der ich v. VVertorf seine Güter zu 
W r 1 r f, welche er von dem E d e 1 h e r r n Rudolf dem Aeltorn v. 
Grifinstein zu Lehen hat, mit dem von Rudolf an ihn abgetrete- 
nen Eigenthumsrecht. Zu Bi^irgen stellt er Rudolf Regele, Thood. 
Roth (R u f u s), Heinrich v. M u n i c h u s o n und C o n r. P a m - 
pelo. Zeugen die Edeln Wernher und Grafto v. Lichtenstein, 
Ritter Ebelo, die Wetflarer Schöffen Eckehard, Rudolf 
Regelo und Theod. Roth (Rufus). 1255. Gedr. Guden 2,120. 
Mttlrh. Ukb. 3,957. 1261. 

1255 .... Der Bischof Heinrich von Strassburg und Alexander v. 
Dick bestätigen eine Schenkung H e n r i c h 's v. Dick an das Kl. 
Chumbd. 1255. Reg. Buttinghauson, Beitr. 2,325. 12G2. 

1255 .... Der Ritter Syfrid v. Blasbach schenkt mit Consens 
seines Schwiegersohns Dymar und seiner Tochter bei seinem Ein- 
tritt in den Deutschen Orden diesem Güter in Dal heim und Mun- 
zenbach. Unter den Zeugen die Wetflarer Schöffen Richolf 
weiland Gerbert's Sohn, Berno und Eckehard. 1255. Gedr. 
Guden 4,886. Hennes, Ukb. 1,148. Wyss, Ukb. der Ball. Hessen 
1,103 no. 129. 1263. 

1255 . . . . Gerlach v. Isenburg überträgt dem Kl. Arnsburg die 
von ihm lehenrührige Jurisdiktion in Wickstadt. 1255. Gedr. Gu- 
den 3,1124. (Fischer) Geschlechtsreg. 2,37. Reg. Scriba 2,38 no. 
477. Baur, Arnsb. Ukb. S. 209. 1264. 

1255 . . . . Conrad Roth (Rufus) und seine Frau Berta verkau- 
fen an mag. Helfrich, Ganonikus des Manenstifts in Aachen, 3 Ohm 
Weinrente (zu Sintzge) aus ihren Wingerten in Gudindalin und 
Dalheim, welche derselbe seiner Stiftskirche überträgt. Zeugen 
Hart wich Richter (judex), Ripert Pleban und Job. Gut 
(Bonus) Ritter in Sintzge; Heinr. Stil mann, Albert Ha- 
tristoit, Heinr. Nosin, Heinr. Bug, Theodor. Nosin und 
sein Bruder W^igand, Cristian weiland Schultheis s. 1255. 
Gedr. Qr-'x, Cod. Aquens. 1,122 no. 182. 1265. 

1255 .... Laut Urk. v. 1255 mit des Stiftscapitels und der Stadt 
Wetzlar Siegeln besass d?s Kl. H immer od theils durch Schen- 
kung seines Converson des Ritters Henrich v. Dudenhob e, 
theils durch Kauf viele Güter im Dorfe Dudenhob e bei Wetzlar; 



28G c. 1255. Mittolrhein. Reg-eston. 120G— 71. 

(loch ist OS mir unbekannt, wie dieselben dem Kloster entkommen 
sind, schreibt Abt Booz in seiner Ser. abl). Ilim. S. 95 Manuscript 
in Coblenz. 1260. 

(C. 1255) .... Graf Th. (eoderich) v. Cleve und sein Erstgeborner 
T h. (eoderich) verpfänden dem Burggrafen G. (erhard) v. L a n - 
discronc für GO Mark ihre Güter in (Ober-) Winter. Ohne Dat. 
Kindl. Copie in Münster. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,958. 1267. 

(c. 1255) .... Th. (eoderich) der Erstgeborene des Grafen v. Cleve 
verbürgt sich mit 3 Rittern dem Burggrafen G. (erhard) von 
Lantscrone zur Rückzahlung der bei demselben geliehenen 60 
Mark an einem bestimmten Ternrine unter der Verpflichtung zum 
Einlager in Cöln. Ohne Dat. Kindl. Cop. Gedr. Guden, God. 2,944. 
Mttlrh. Ukb. 3,958. 1268. 

(c. 1255) .... Das Marienstift in Aachen bittet den Ritter G. (erhard) 
Burggrafen v. Landiscrone um sicheres Geleit seiner Weine 
von Sinei che in die Grafschaft Jülich. Ohne Dat. Kindl. Copie 
in Münster. 1269. 

(c. 1255) .... Arnold des Schiffers Sifrid Sohn bekennt, von 
dem Canonikus mag. M. (einward) zu S. Castor in Coblenz 
2 Wingerten im »Brunarth« und einen im »Turinsdal« für ein 
halbes Fuder Wein Andernach er Maass und 3 Gänse Jahrzins 
erhalten zu haben. Besiegter G. (ottfried) Pastor in Andernach. 
Ohne Dat. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,959. 1270. 

(c. 1255) .... Prior und Brüder der Prediger, Quardian und Brüder 
der Minoriten, sowie Dechante und Capitel von S. Flor in und 
S. Castor in Coblenz schreiben Pröpsten, Dechanten und Capiteln 
der Kirchen in Trier, dass, nachdem sie neulich angezeigt hätten, 
wie Herr Sifrid v. Wrouen stein den F^ ermann v. Cöln, 
Canonikus von S. Castor in Coblenz, gefangen genommen 
und in Loneche noch gefangen halte, vorgeblich auf Befehl des 
Erzbischofs v. Mainz, nun auch Herr Lude wich v. Basenheim 
den mag. Johann S c h o 1 a s t e r von S. F 1 o r i n in Coblenz be- 
waffneter Hand gefangen genommen und freventlich verwundet, auch 
so in die Gefangenschaft abgeführt hätte, wenn sich nicht Einige zu 
100 Mark Lösegeld für denselben verbürgt hätten. Desshalb bitten 
sie, wenn sie über die Uebelthätcr die angedrohte Excommunikation 
verhängen, dieselben in allen Kirchen von Trier als Excommunicirte 
zu verkünden. Ohne Dat. Orig. in Coblenz. 1271. 



c. 1255. Mittelrhein. Re^esten. 1272—73. 287 

(c. 1255) .... Graf Johann von Spanhoim beurkundet, dass 
Friderich, der Diener des Ritters Fr i der ich v. Croeve, auf 
dem Sterbelager im Beisein des gen. Kitters, des Ritters Wel- 
ker und Godefrid's v. Crove den Klöstern Ilimmenrode und 
S. Tliomas (an der Kyll) seine Güter zu Crove vermacht habe. 
Ohne Dat. Orig. in Coblenz. 1272. 



(c. 1255) .... Die Schwestern Huda, Guda und Jutta übergaben, 
als sie noch in weltl. Stande waren, ihrem Bruder Wilhelm die 
Hofstatt mit Gärten und allem Zubehör, worin ihr Vater wohnt. — 
Arnold Hoc kaufte von seinem Bruder Henrich 2 Wingerten in 
»Rechte beide« und »Afghelde« nebst verschiedenen Zinsen. — 
Gerard Propst und der Gonvent des Marienklosters bei An- 
dernach (S. Thomas) erwarben durch die Hand des Erzb. Ar- 
nold V. Trier von dem Ritter G i s il b e r t v. M i s e n h e i m und 
dessen Frau ein Drittel vom Zehnten zu Misenheim (vgl. 125^) 
oct. 4). — Der Edelmann Cuno v. Vi rnenburch genannt von 
Burgenzem und sein Neffe Ernest verzichteten für sich und ihre 
Erben zu Gunsten des Andernacher Klosters (S. Thomas) auf 
einen Jahrzins von einer Mark und auf alle andere ihnen an die 
Sachen und Person Henrick genannt Glerikus zustehende Rechte. 
— Der Andernacher Bürger Henr. Clericus und seine Frau 
Irmintrude übergeben dem Marienkloster bei Andernach 
ihre sämmtlichen Besitzungen daselbst mit ihren beiden Töchtern. — 
Demselben Kloster übergeben die Eheleute Lude wich und Ida 
sich und ihre Güter. — Demselben Kloster übergeben Henr. 
Sende riehen und seine Frau Gert rüde das neue Haus neben 
dem Hause Herrn Renold's, einen Jahrzins von 15 Soliden aus 
einem Wingert in dem »Acker der Mönche von S. Marie« und einen 
Wingert, welchen sie selbst bebauten. — Goblo Vingerhut und 
seine Frau E 1 i a n a übergaben sich und ihre Sachen dem Kloster 
Himmenrode. — Demselben Kloster verkauften Beatrix, die 
Schwester des Ritters Gerard v. Misenheim, und ihre beiden 
Söhne Henrich und Theoderich den sechsten Theil des Zehnten 
zu Misenheim für 82 Mark (vgl. 1255 jun. 12). Tempore episcopi 
Cunradi (Colon.) et Godefridi sculteti (Andernac). Zeugen die 
Schöffen Ernest, Job. Geol, Engilbert, Job. Surebire, 
Hericho, Nicolaus, Henr. Senderiche, Cunrad Ennildis 
Sohn, Cunrad v. Widergis, Berwic, Cristian Neffilo's 
Sohn und Jacob. Schreinsrolle no. 1G2 — 70 in Andernach. 

1273. 



288 1256. Mittelrhein. Re^esten. 1274—78. 

1256 ian. 1 Erzb. A.(rnold) v. Trier befiehlt in Coblenz dem 
Scholaster von S. Flor in daselbst, darauf zu sehen, dass das 
Urtheil, welches in dem Streite des Capitels von Garden gegen den 
Ritter P. (eter) v. Elze unter seinem Vorgänger, Erzb. Th. (eode- 
rich), erlassen worden sei (1229 apr. 2G), und wogegen von dem! 
Ritter gehandelt werde, befolgt werde. Gonfluentie 2 non. jan. 
1255. Orig. in Coblenz. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 48. Mttlrh. 
Ukb. 3,959 no. 1331. 1274. 

1256 ian. 18. Heinrich, Erwählter von Speier und des kaiserl. Flofs 
Canzler, giebt infolge eingerückter Urk. König Wilhelm's (v. 18. März 
1255) dem Kl. Hemmenrode das Patronat von Altrip. 1256, 15 
kal. febr. Chartul. in Trier. Gedr. Remling, Spcir. ükb. 1,207. 
Reg. Mttlrh. Ukb. 3,9Gö no. 1332. 1275. 

1256 ian. 28. König Wilhelm, welcher mit seinem Pferde im Eise bei 
Hoogwoude in Holland eingebrochen war, wird unerkannt von eini- 
gen Friesen erschlagen. Die Reste seines Leichnams, welchen man 
heimlich in einem Hause zu Hoogwoude begraben hatte, Hess sein 
Sohn Graf Floris 1282 in der Abtei Middelburg beisetzen. Vgl. 
Boehmer, Reg. S. 3G. 127G. 

1256 febr. 3. Der trier. DompropstSymon verleiht die Güter in 
Curveze, welche zur Pension von S. Gaecilie gehören, und auf 
Anstehen des domcapitularischen Pensionärs derselben, Domherrn 
Reyner, dem bisherigen Halbwinner Godefrid Ruzecolve von 
den domcapitularischen Schöffen und Ministerialen abgesprochen 
Avorden waren, mit Zustimmung des gen. Pensionärs an den Dom- 
herrn Conrad v. Rynecke um den frühern Pacht. Zeugen die 
Domherren W.(ilhelm) v. Davelis der Aeltere, Th.(eoderich) von 
Ulmen Propst von S. Symeon, H. (einrieb) Propst v. Pfal- 
z e 1 , Johann G a n t o r , Johann weiland Kellner und S y m o n 
V. Frenchyrmont der Jüngere; von Laien der Genturio Walter, 
die Bäcker Jacob und Th. Stilinch nebst andern Ministerialen. I 
1255 crast. purif. Virginis. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb.l 
3,9G0. 1277. 

1256 febr. 10. Bischof Heinrich von Utrecht macht einen Vergleich 
zwischen Remar aus der Abtei Prüm als Pleban in Arnheim 
und dem Catharinenspital daselbst wegen Besetzung der Spitals- 
kapelle dii'-ch den Abt von Prüm und der Competenzen des 
Pfarrers und Spitalspriesters, ap. Vellepe 1255 die Scolasticae. 
Gedr. v. Sloet, Oorkb. 752 no. 7G7. Bondam 1,40G. 1278. 

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1256. Mittelrhein. Re^esten. 1279—83. 289 

1256 febr. 'S! Die Ritter Wildgraf Emicho, Arnold v. Wilt- 
perc und Peter v. Studernheim bekennen als vom Erzbischofe 
V. Mainz ernannte Provisoren des Kl. Dissibodenberg, dass durch 
ihre Vermittelung der Verkauf des Dissibodenberger Hofs S. Nico- 
medis geschehen sei. Maguntie 1256 vigil. Matthie apost. Gedr. Jo- 
annis, Spicil. 148. Schaab, Gesch. der Buchdruckerkunst 2,381. 

1279. 

1256 febr. 25. Prior und Capitel in Lunnich verkaufen mit Conscns 
des Erzb. Arnold und des Domcapitels von Trier für 148 köln. 
Mark dem Kl. Himmenrode ihren Hof in Reimbachwilre. Zeugen 
der Bischof v. Trier, der Kämmerer Werner, der Deutsch- 
ordensbruder Sifrid, der Prior v. Lunnich und dessen Ge- 
nosse Engelbert, Herr Theoderich v. Hemmenrode weiland 
Abt von S. Märgen der Alten (bei Trier) und fr. Gunthard 
Meister des Hofs in Goblenz. 1255, 6 kal. mart. Chartul. in 
Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,961. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 48. 

1280. 

1256 febr. 26. Erzb. Conrad v. Cöln belehnt daselbst die Edeln Wal- 
bodo und Ernest v. Vernenburg und auf deren Ersuchen auch 
deren Verwandte (consanguinei) Rorich v. Rennenberg, Gerlach 
V. Otkenbag, Heinrich v. Arscheid, den Vogt von Hachenburg, Hein- 
rich V. Blankenberg und Johann v. Andernach mit dem Berg 
in der Pfarrei Puderbag an der Holzwide und der auf dessen 
Gipfel zu erbauenden Burg (Reichenstein). Unter den Zeugen der 
Graf V. Vernenburg und der Ritter Godefrid Schulthciss 
von Andernach. Colonie 5 kal. mart. 1255. Orig. in Düsseldorf. 
Gedr. Lacomblet, Ukb. 2,229. Mttlrh. Ukb. 3,961. 1281. 

1256 mz. 3. Papst Alexander IV bestätigt der Abtei S. Martin zu 
Trier die Einkünfte der Kirche zu Schoneberc, wie sie ihr der 
Erzb. V. Trier überwiesen hat. »Cum a nobis« etc. Laterani 5 
non. mart. pont. nri. a. 2. — Copie saec. 18 auf fol. 169 der Hist. 
abb. von Schreiner 1. Bd. in Trier. 1282. 

1256 mz. 12. Das Kl. Dissibodenberg beurkundet, dass es durch seine 
ihm von dem Erzbischof v. Mainz gesetzten Prokuratoren zum Gü- 
terverkauf behufs seiner Schuldentilgung, den Wildgrafen E. (micho) 
den Jüngern und den Ritter Arnold v. Wilburg, seine Güter 
in Wilre (bei Bingen) an den Ritter Herbord den Jüngern v. So- 
welnheim für 60 köln. Mark verkauft habe, und quittirt zugleich 

19 



290 1250. Mittelrhein. Regesten. 1283—88. 

über dieses Geld. 1256 die Gregorii. Orig. in Cüblcnz. Gedr. 
Joannis, Spicil. 149 mit die Georgii. Günther 2,279. Reg. Mttlrli. 
Ukb. 3,963 no. 1336. 1283. 

1256 mz. 15. Symon Herr von Spanheim und seine Gemahlin 
Margaretha verkaufen an Godefr. Stelin ihre Güter in Bonheim. 
1256 id. mart. Chartul. Dissibod. in Darmstadt. Gedr. Mttlrh. Ukb. 
3,963. Vgl. Lehmann, Spanh. 1,40. 1284. 

1256 mz. 17. Die auf dem Städtetag in Mainz versammelten Sendboten 
der Städte, darunter Bopard, publiciren die gefassten Beschlüsse. 
Maguncio ad generale coUoquium civitatum 1256 die Gertrudis. 
Pertz, Leges 2,377. Vgl. Boehmer, Reg. 352 no. 43. Schaab, Städte- 
bund 2,36. 1285. 

1256 mz. 20. Graf Otto v. Nassau verpfändet in Goblenz dem Erzb. 
A.(rnold) v. Trier für 160 köln. Mark die Vogtei von Niederlahn- 
stein. Mitbesiegler der gen. Erzbischof, Henrich Herr v. Co- 
vern, Bruno Herr v. Brunsberg, Theoderich der Jüngere 
Herr v. Isenburg und der Kämmerer Werner. Zeugen Jo- 
hann Dechant und Henrich v. Scenkelemberg Gustos v. 
S. Castor in Goblenz; die Ritter Wilhelm Marschalk von 
Helphenstein, Gerlach von dem G lec-(Blec?)hus, Hen- 
rich V. Speie, Theoder. Feist (Pinguis), die Gebr. Henrich 
und Dethard v. Paffendorf, Peter v. Lainstein, Rembold, Theo- 
derich V.Staffel und Werner v. Duznouwe; die Goblenzer Schöf- 
fen Jordan v. Wildungen, Helias, Sifrid Spedel und 
Henr. Schoneweder. Confluentie 13 kal. apr. 1255. Gopie im 
Bald, in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,963 und fehlerhaft für Nieder- 
hammerstein in Burkhardt, Correspondenzbl. der Archive 17,272. 1286. 

1256 mz. 25. Der Dompropst Symon und das Domcapitel in Trier 
geben die Olke oder Wingert weiland des Domkantors Fride- 
rich mit Haus und Kelterhaus gegenüber der Juden mau er da- 
selbst um die Hälfte der Crescenz in Erbpacht. 1256 in annunciat. 
Marie. Orig. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,964. 1287. 

1256 mz. 25. Friderich v. Erenberg erlässt zu Ehrenburg als 
vom Pfalzgrafen vom Rhein mit der Vogtei des Hirzenauer Hofs 
Quintenach belehnter Vogt, mit dessen, sowie seiner Gemahlin 
Jrmingardc und Kinder Friderich, Hermann und Hilde- 
gunde Zu.stimmung dem Kl. Hirzenowe drei ihm zu leistende 



125G. Mittelrhcin. Regesten. 1288—02. 291 

Flofsdicnste, und erhält dafür von Gerhard dem Propst und des- 
sen Gonvent aus Erkenntlichkeit ein Geschenk von 50 köln. Mark. 
Mitbesiegler Philipp Herr v. Valkenstein, Conrad und Hermann 
Herrn v. Sc ho necke, die Städte Bopard und (Ober-) Wesel 
nebst Burggraf Otto und die Burgmänner v. Schonenberg. 
Zeugen die Hirzenauer Mönche Gerhard Propst, Hellas 
Prior, Arnold, Wilhelm und Jacob Priester; Peter Ga- 
nonikus von Bopard, Herm. Milvalt ein Freier, Conrad 
und Hermann Herrn v. Schonecke; Otto Burggraf, Hom- 
bert, Frederich und Merbodo Herren v. Schonenberg, 
Reinbold v. Sternenberg, Frider. Vinie v. Sconenberg; die 
Bopard er Ritter Hellas, Franko, Brendelin, Herm. 
Schonechin, Hermann v. Stade (de Littore), Sigefrid 
Schelchardt, Henrich unter den Juden, Henr. Baier 
(Bau wams) und Peter v. Graben (de Fosso); der Ritter 
Winard und Schultheiss Nantoch von Wesel, ap. Irren- 
berg 8 kal. apr. 1256. Gedr. Acta Palat. 7,470. Mttlrh. Ukb. 
3,965. ' 1288. 

1256 apr. 5. Pfalzgraf Ludwig vom Rhein bestätigt als Lehensherr vor- 
stehende Schenkung an das Kl. Hircenowe. Heidelbergh 1256 
non. apr. Gedr. Acta Palat. 7,47L Reg. Günther, Cod. 2,279. 
Boehmer, Wittelsb. Reg. 27. Mttlrh. Ukb. 3,966. 1289. 

1256 apr. 11. Erzb. Arnold v. Trier vidimirt das Privilegium des 
Papstes Innocenz IV. »Cum nuper« etc. d. d. Lugduni 4 non. mart. 
pont. a. 8 (1251 mz. 4) für den Gistertienserorden (Potthast 2122). 
1256, 2 id. apr. Orig. in Goblenz. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 48. 

1290. 

1256 apr. 2i. Der Ritter Lambert v. Reimbach verzichtet auf seine 
Vogtei-Rechte des Hofs in Reimbachwilre, welchen das Kl. Hem- 
menrode von dem Gonvent in Lunniche gekauft hat (febr. 25). 
ap. Reimbach 1256 crast. Georgii mense apr. Orig. in Coblenz. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,966. 1291. 

|1256 apr. 29. Der trier. Domscholaster Th. macht sein Testament, 
worin er unter anderm seine Wingerten am »Neuberge« (de 
Novo monte) für eine Stiftung am Stephansaltar bestimmt. Zeu- 
gen die trier. Domherren Johannes Cantor, und mag. Lau- 
rentius Official. Bei der zweiten Verlesung des Testaments 
waren zugegen Willelm v. Davils Propst von S. Symeon, der 

19* 



202 1250). Mittelrhoin. Regesten. 1292—07. 

vorgen. Cantor und mag. Gerard Schulrektor (recfor 
scolarum). 1256 sabb. ante Philippi et Jacobi. Orig. in Goblen/. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,9G7. 1292. 

1256 apr. Erzb. Arnold v. Trier trennt mit Gonsens Fulco's v. S. 
Michael, Meisters der Templer-Ritter in Francien, und des Grafen v. 
Vianden die ßurgkapelle zu Vianden von der Mutterkirche in Rode, 
und erhebt sie zu einer eigenen Pfarrkirche, bestimmt die Oure als f 
Grenze beider Pfarreien, und erkennt den Templern in Rode das 
Collationsrecht für Rode, und den Grafen v. Vianden das für Vian- 
den zu. 1256 mense apr. Gedr. Bertholet 5,46. Hontheim 1,739. 
Mttlrh. Ukb. 3,968. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 48. Publ. de Lu- 
xembourg 15,76, woselbst auch mit dems. Dat. der Gonsens des 
Domcapitels. Eeg. 1293. 

1256 apr. Graf Heinrich v. Luxemburg beurkundet, dass mit seiner Zu- 
stimmung sein Marschall, der Ritter Richard v. Dune, dem Kl. 
Glaircfontaine seine Güter in Kalre geschenkt habe. 1256 au mois 
d'avril. Gedr. Bertholet 5,45. Reg. Publ. de Luxembourg 15,76. 

1294. 

1256 mai 2. Flenrich Graf v. Salm und Herr v. Hunoldstein und 
seine Gemahlin Loreta beurkunden, dass ihr Vasall, der Vogt Jo- 
hann V. Hunoldstein, des Nicholaus Bruder, seine Gemahlin 
Christiane, Tochter des Ritters Isenbard v. Warnesperch, mit 
ihrem lehensherrlichen Gonsens auf seine Güter zu Atelsphah, Rode, 
Burnen, Drunen und Minneim bewittumt habe. 1256 crast. 
Philippi et Jacobi. Orig. in Coblenz. Gedr. Fahne, Cod. Salm. 28. 
Toepfer, Hunolst. Ukb. 1,22. Mttlrh. Ukb. 3,969. 1295. 

1256 mai 27. S.(imon) Dompropst und Domcapitel in Trier er- 
lassen wegen des feindseligen Benehmens der Bürger von Trier ein 
Statut, wonach kein geborner Trierer bei ihnen als Canonikus 
oder Confrater solle aufgenommen werden. 1256 sabb. post ascens. 
Dni. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,969. 1296. 

1256 mai. Das Capitel von S. Gunibert in Göln verkauft an das Kl. 
Hymerode seine Besitzungen zu Hurcet (Uerzig), Celtanc, Ka- 
tiche und sonst auf der Mosel frei von Zehnten, Abgaben, Zinsen 
und vogteilichen Rechten. 1256 mense majo. Orig. in Coblenz. 
Gedr. Mttlrh. 3,970. 1297. 



1256. Mittelrhein. Keßesten. 1298—1302. 293 

1256 mal. Der tri er. Domherr Symon v. Franchirmunt vernuiclit 
dem Kl. Hemmen rode sämmtllche Güter, welche er für sein Geld 
an verschiedenen Orten durch Vermittelung dieses Klosters gekauft 
hat. Es sind dieses der Hof des Kl. Lunniche in Reinbachwilre, 
die S. Cunibertsgüter in U reiche, Celtanc, Pumere, Crove 
und sonst auf der Mosel, sowie die Güter weiland Symon's 
Herrn v. Spanheym in Urciche, welche dem S. Georgenstift 
' in Cöln gehört hatten. Auch bestimmt er mit Consens des Abts 
Cunrad die von diesen Gütern dem Convent zukommenden Gefälle. 
1256 mense majo. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,971. 

1298. 

1256 iun. 3. Werner Truchsess v. Alzei verkauft dem Kl. Hi mm er od 
(de Claustro) für 120 Mark seinen Zehnten zu Neuhof bei Speier. 
1256 vigil. penthecost. Ghartul. in Trier. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,972. 
Remling, Speier. Ukb. 1,266 ohne Dat. 1299. 

1256 inn. 4. Der Ritter Henrich v. Sothere und sein Sohn Waleram 
verkaufen an Johann Vogt v. Hunoltstein und dessen Gemah- 
lin Christine für 100 frier. Pfund ihren Zehnten in Veldenz; 
und da sie denselben von Rudolf v. Sirsperch, dem Sohne des 
verstorbenen Ritters Rudulf, zu Lehen haben, so versprechen 
sie, dessen Consens zu diesem Verkaufe einzuholen ; auch solle der 
Dompropst und Archidiakon S.(imon), der Grossarchi- 
diakon A.(rnold) und der Official (Laurentius) v. Trier über 
sie und ihr Land die Excommunikation und das Interdikt verkünden, 
wenn sie die Bedingungen dieses Kaufvertrags nicht halten würden. 
1256 in pentecost. mense jun. Orig. in Coblenz. Gedr. Toepfer, 
Hunolst. Ukb. 1,23. Mttlrh. Ukb. 3,973. 1300. 

1256 iun. 5. Erzb. A.(rnold) v. Trier ertheilt daselbst für Opfer- 
gaben in der Paulinskirche, in welcher die Körper vieler Märtyrer 
ruhen, ein Ablass-Privilegium. Treveri non. jun. 1256. Orig. in 
Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,974. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 48. 

1301. 

1255 iun. 9. Walter Abt und der Convent von Laach verkaufen 
auf Ehr enbreitstein mit Consens des Erzb. Arnold v. Trier 
der Abtei S. Martin in Cöln für 107 köln. Mark ihre Besitzungen 
mit Ausnahme der Zinsleute in der Pfarrei Winningen. Besie- 
gelt von dem gen. Erzbischof, dem Edelmann Henrich 
Herrn v. Covern, dem Thesaurar Henrich v. Scenkil- 



294 1256. Mittelrhein. Ref-esten. 1302—5. 

berch und Hermann v. Cöln Ganonikorn von S. Castor in 
Co b lenz. Zeugen der vorgen. Edelhcrr Ilenr. v. Covern, die 
Ritter Henrich v. Mendich, Albero v. Guntreve, Lude- 
wich v. Basv. enheim und Rudolf v. Lymene nebst Ger lach 
Pleban in Winningen. Erenbretsten 5 id. jun. 1256. Orig. 
in Coblenz. Gedr. Wegeier, Laach 2,36. Mttlrh. Ukb. 3,974. Reg. 
Goerz, Reg. d. Erzbb. 48. 1302. 

(1256) .... In der Streitsache des Capitels von Garden mit dem j 
Ritter Peter v. Elce wegen der Zehnten zu Vilcene und Ogis 
sowie der Vogtei in Bittelestorf geben die vernommenen Zeugen, 
darunter der Cantor Nycolaus, die Priester Johan, Lude- 
wich und Godefrid, zu Protokoll, dass Herr Peter v. Elce 
nach dem Tode seines Bruders Johann auf den Zehnten von Vil- 
cene, welchen derselbe auf seinem Sterbebette der Gastorskirche 
in Garden geschenkt und durch den Erzb. Theo der übergeben 
habe, verzichtet, nachdem aber die Kirche den Zehnten an 10 Jahre 
ruhig besessen und der Stifts -Cantor ie überwiesen habe, derselben 
nach zweijährigem Besitze gewaltsam weggenommen habe; ebenso 
habe gen. Peter den Zehnten von Oys, über den nie Zweifel ge- 
wesen, an sich gerissen; dass die Güter der Stiftskirche in Bitels- 
torf vogteifrei seien, jedoch solle der Ritter Peter den Ort vom 
Reiche zu Lehen haben. Ohne Dat. Orig. in Coblenz. Vgl. folgen- 
des Reg. 1303. 

1256 iun. 13. Johann Scholaster von S. Flor in in Coblenz 
entscheidet dasel1!)st als vom Erzb. A. (rnold) v. Trier in vor. 
Streitsache bestellter Richter infolge der Zeugen - Aussagen und der 
von den verstorbenen Erzb. T h e o d e r i c h v. Trier, A r c h i d i a - 
kon Iggebrand, Pröpsten Conrad von S. Florin und De- 
chanten Helias v. S. Simon, Bruder des gen. P. (eter's v. Elz), 
besiegelten Urkunde zu Gunsten des Capitels von Garden ge^en 
den Ritter Peter v. Elce. Confluentie 1256 fer. 3 post octav. 
pentecost. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. ükb. 3,975. 1304. 

1256 iun. 13. Derselbe beurkundet mit Engilbert v. Eich Tlie- 
saurar, Gerhard v. Rinecke, Heinrich v. Rinctorf Ca- 
nonikern des Stifts, und den Priestern Ensfrid, Engilbert 
und Theoderich, dass er als vom Erzb. Arnold v. Trier 
bestellter Richter in Sachen des Capitels von Garden gegen den 
Ritter Peter v. Elz (Alcea) wegen der Zehnten in Vilcene 
und Ogis sowie der Vogtei von Bittelsdorf, indem Florinstift 



1256. Mittolrhein. Kegesten. 1305—11. 295 

zu Co b lenz in der Andern Gegenwart eine definitive Sentenz zu 
Gunsten des Capitels heute erlassen hat. In claustro S. F 1 o r i n i 
125G fer. 3 post Trinitatis. Orig. in Coblenz. 1305. 

1256 iun. 13. Gerlach Herr v. Limburg ])elehnt in Limburg den Con- 
rad V. Schon ecken mit der Halbschied des Dorfs Werle (bei 
S. Goar). Lympurg id. jun. 125(3. Chartul. in Coblenz. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,976. 1306. 

1256 iun. 14. Walter Abt und der Convent von Laach verkaufen 
zu L e y mit Consens und Besieglung des E r z b. Arnold v. Trier 
dessen Kämmerer Wernher ihren Hof in Leye für 115 köln. 
Mark. Gegenwärtig waren die Kitt er Lude wich, Hermann 
und Wir ich v. Leye, die Coblenzer Schöffen Walt her, 
Henr. Schone weder, Heinr. Steinard und Albert v. Wil- 
dungen, die Insassen des Hofs Lude wich und Heinrich. Leye 
18 kal. jul. 1256. Orig, in Wien. Gedr. Hennes, Ukb. des Deutsch. 
Ordens 1,151. Mttlrh. Ukb. 3,976. 1307. 

1256 iun. Der Dompropst B.(ertold) v. Speier giebt als Archidiakon 
seinen Consens zur Schenkung des Patronats von Altrip an das Kl. 
Hemmen rode. 1256 mense jun. Gedr. Remling, Speier. ükb. 
1,271. 1308. 

1256 iun. Job. Wolf und Jacob der Sohn des Trierer Bürgers 
Ordolf des Aeltern verkaufen mit Consens Alexander 's Crim- 
pilzehe dem Capitel von S. Symeon in Trier ein Haus ober 
dem »Calchoven«. Zeugen 13 Trierer Schöffen, darunter die 
beiden Ordolf, Gilet, Warner, Colin und Karl. 1256 mense 
jun. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,977. 1309. 

1256 iul. 1. Der Ritter Lambert v. Reinbach bittet das köln. Domkapi- 
tel, seinen Consens durch Mitbesicglung seiner Urkunde zu ertheilen, 
wornach er auf seine vogteil. Rechte an dem Hofe Reinbachwilre, 
welchen das Kl. Lunniche dem Kl. Hemerode verkauft hat 
(apr. 24), verzichtet. 1256 in octava Job. bapt. Orig. in Coblenz. 
Re^. Mttlrh. Ukb. 3,967. 1310. 

1256 iul. 2. Graf Sifrid v. Witkinstein verkauft dem Kloster Marien- 
statt für 115 kölnische Mark seine Güter zu Meiriche. 1256 dnc. 
post Petri et Pauli. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,977. 

1311, 



296 1256. Mittelrhein. Regesten. 1312—18. 

1256 iul. 14. Heinrich Erwählter, nebst Dechant und Domkapitel von 
Speier bestätigen dem Kl. 11 e m m e n r o d c die Schenkung des Pfarr- 
satzes in Altrip. 1256 prid. id. jul. Gedr. Remhng, Speir. Ukb. 
1,271. 1312. 

1256 inl. 15. Erzb. A. (rnold) v. Trier beurkundet zu Co b lenz einen 
Ministerialen-Tausch mit dem Grafen Godfrid v. Arnsberg, und be- 
auftragt seinen Ministerialen, den Ritter Ludw. v. Mitteldona, vor 
seinen Ministerialen, sowie dem Schultheissen, den Schöffen und der 
Bürgerschaft von Attendorn den Treueid der eingetauschten entgegen- 
zunehmen. Confluentie 1256 id. jul. Gedr. Kindlinger, Hörigkeit 
281. Seibertz, Ukb. 1,367. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 341. 1313. 

1256 iul. 28. Papst Alexander IV schreibt an den Erzbischof von 
Trier (ebenso wie an die Erzbischöfe v. Mainz und Cöln) in Betr. 
der Wichtigkeit der neuen Königswahl. »Firma profecto« etc. 
Anagnie 5 kal. aug. pont. a. 2. Leibniz, Cod. jur. gent. 11. Reg. 
Boehmer 325 no. 150. Potthast 1353 no. 16506 Note. Damberger 
10,713. 1314. 

1256 iul. 29. Graf Johann v. Sponheim schenkt mit Consens des 
Erzb. A. (rnold) v. Trier dem Deutschen Orden das durch den 
Tod seines Oheims (avunculi) ererbte Patronatrecht der Kirche in 
Lussenich nebst zugehöriger Capellen in Ratiche, Gelt auch 
und Erdene. 1256, 4 kal. aug. Orig. in Coblenz. Gedr. Günther, 
Cod. 2,288. V. Reisach, Archiv 2,276. Lentz, Rachtig 16 Note. 
Hennes, Ukb. 2,114. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,850. 1315. 

1256 iul. 29. Erzb. Arnold v. Trier überträgt daselbst dem 
Deutschen Orden die Pfarrkirche in Lussenich mit ihren Ca- 
pellen in Rathiche, Celtanch und Erdine, deren Patronat die 
Patronatsherren demselben geschenkt haben. Treveri 4 kal. aug. 
1256. Orig. in Coblenz. Gedr. Hennes, Ukb. 2,113. Reg. Goerz, 
Keg. d. Erzbb. 48. Mttlrh. Ukb. '3,850. 1316. 

1256 aug. 15. Dechant und Capitel von S. Cunibert in Cöln (piittircn 
dem Kl. Hemmenrode über den gezahlten Kaufpreis von 310 
köln. Mark für ihre Güter in U reiche, Rathiche und sonst auf 
der Mosel. 1256 in assumpt. Marie. Orig. in Coblenz. Reg. 
Mttlrh. Ukb. 3,970. 1317. 

1256 aug. 16. Erzb. A. (rnold) v. Trier macht hierselbst einen 



1256. Mittelrhein. Regesten. 1318-24. 297 

Vertrag mit dem x\bt Jofrid von Prüm wegen ihrer beiderseiti- 
gen Befestigungsbauten auf der Seite des Berges Kilburch, wo 
derselbe von dem tri er. Gross- A roh idiakon A.(rnold) und 
Archidiakon Th. (eoderich) v. Blankenheim zur Zeit des ver- 
storbenen Abts Fr id er ich von Prüm abgegränzt worden ist. 
Auch gestattet er dem Abte die Benutzung alles dessen jenseits der 
Kiele, was zu den abteil. Höfen Badenheim und Wilsackere 
gehört. Treveri 17 kal. sept. 125G. Orig. in Coblenz. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,978. Reg. (Kreglinger) (. atal. Renesse 13 no. 84. 
Goerz, Erzbb. v. Trier 48. 1318. 

1256 aug. 18. Erzb. Arnold v. Trier weiht einen Altar im Kloster 
nimm er od 15 kal. sept. 1256. Booz, Ser. abb. S. 96 Manuscr. 
in Coblenz. 1319. 

1256 aug. 20. Der köln. Domherr Ger lach v. Hamm er st ein Zeuge 
zu Essen in einer Urk. des Erzbischofs v. Cöln. ap. Essende 13 kal, 
sept. 1256. Gedr. Schaten, Ann. Paderb. 2,60. 1320. 

1256 aug. 26. Erzb. Arnold v. Trier weiht mehrere Altäre in der 
Kirche zu Covern 7 kal. sept. 1256. Holzer, Proepisc. Trev. 19 
Note 41. 1321. 

1256 aug. 26. Das Kl. Clairefontaine vertauscht an den Grafen Heinrich 
V. Luxemburg Autteit, wie es dasselbe von Richard v. Dune, dem 
Erben dieses Landes, angekauft hatte. 1256 on mois d'aost, le samedi 
apres les octaves de Fassomption nostre dame. Bcrtholct 5,49 — 50. 

1322. 

1256 aug. Gerlach und seine Gemahlin Imagina v. Lympurg genehmi- 
gen die Schenkung der Kirche von Lussenich und zugehöriger 
Capellen von Ratiche, Geltanc und Erdene, welche die Gräfin 
Agnes von Castel, ihre Herrin, an den Deutschen Orden ge- 
macht hat. 1256 mense aug. Orig. in Coblenz. Gedr. Günther, 
Cod. 2,288. Lentz, Rachtig 16 Note. Hennes, Ukb. 2,115. Reg. 
Mttlrh. Ukb. 3,850. 1323. 



256 sept. 10. Erzb. Arnold v. Trier stellt in Coblenz die von 
dem Schöffen Er n est und dessen Frau gestiftete Hospitalskapelle 
in Andernach nach Abfindung des Plebans daselbst unter den 
Abt Gerard von Komersdorf und dessen Nachfolger. Con- 
fluentie 4 id. sept. 1256. Transsumpt v. 1271 in Coblenz. Reg. 
Mttlrh. Ukb. 3,875. — In der Andernacher Schreinsrolle unter no. 



298 12r)G. Mittelrhein. Regesten. 1324-29. 

87 eingetragen mit J. 125G temporibus dni. aepi. Trevir. Arnoldi 
und den Zeugen G o b 1 i n (wohl richtiger G o d e f r i d) S c h u 1 1 h e i s s, 
Job. Geol, Job. Surbir, Jacob, Cunrad Enildis Sohn, Cri- 
stian, Engilbert, Henr. Send riehen, Hericus, Cunrad v. 
Widergis, B erwich, Bulo, Goblo und Henrich (Schöffen 
von Andernach). 1324. 

1256 sept. 15. Die Gräfin A.(delheidc) v. Spane im und Eversten 
sclienkt auf Sayn dem Kloster daselbst zu ihrem, ihres verstorbe- 
nen Gemahls Grafen Godefrid v. Spane m und verstorbenen 
Sohnes Everhard Seelenheil eine Weinrente aus ihrem Hofe an 
dem Seynebach. Seyne 1256 crast. exaltat. Crucis. Cop. saec. 
17 in Coblenz. Gedr. Günther 2,280. v. Reisach, Archiv 2,277. 
Mttlrh. Ukb. 3,979. Vgl. Lehmann, Spanh. 1,40. 1325. 

1256 sept. 20. Erzb. Arnold v. Trier gestattet in Coblenz mit 
Zustinunung des Propstes, Dechants und Capitels von S. Gasior 
daselbst als Patronatsherren den Pfarrgenossen der Kapelle in 
(Mosel-) W i s e , da dieselben zur Vermehrung des Gottesdienstes den 
Altar des heil. Nikolaus in ihrer Kapelle fi^u* den Unterhalt noch 
eines Priesters genügend dotirt haben, dass deren Kaplan noch einen 
solchen annehme. Confluentie 12 kal. oct. 1256. Transsumpt 
saec. 14 in Coblenz. Gedr. Günther 3,X. Reg. Goerz, Reg. den 
Erzbb. 48. Mttlrh. Ukb. 3,980 no. 1359. 1326.1 

1256 sept. Erzb. Conrad v. Cöln bestätigt mit Consens seines Domcapi-i 
tcls als Eigenthumsherrn den Verzicht des Ritters Lambert v. Rem- 
bach auf das Vogteirecht des Hofs Rembachwilre, welchen das Kl. 
Lunniche an die Abtei Himmenrode verkauft hat. 1256 raense 
sept. Chartul. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,980. 1327.| 

1256 sept. Die Abtei ßrauweiler verzichtet auf ihre Lehensherrlichkeit 
über die Güter in der Pfarrei Wormersdorf, welche Henrich v. Surse 
dem Kl. Ilcmmenrod verkauft hat. 1256 mense sept. Chartul. 
in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,981. 1328. 

1256 sept. Gyselbert Dechant und das Capitel von Wetflar er- 
neuern eine Güterverpachtung, welche sie mit dem jetzigen Wetf- 
larer Schultheissen Godefrid, dessen Frau Bert ha und 
Kindern Godefrid und Mabilie gemacht hatten, nun für die bei- 
den Eheleute und deren noch lebenden Sohn Ludovich auf derer 
Lebenszeit, und bedingen sich bei jedesmaligem Todesfall der Dreier 



, 



125G. Mittelilicin. Regesten. 1329-34. 299 

als »Vurliura« und Beslhaupt (optiiiiali) 1 Mark aus. Die Güter 
liegen zu G a r b i n h o i ni , W e t f 1 a r und S t e n d o r f. Erstere geben 
10 leiclite oder 5 köln. Soliden Jahrzins und bestehen in 2 Mansus, 
wovon einen weiland der Dechant Godefrid, den andern Ortho 
vom Thor (de Porta) hatte; die im Wetflarer Feld gelegenen 
47 leichte Soliden 2 Denare, und die in Stendorf 2 leichte Dena- 
ren. 125G mense sept. Orig. in Privatbesitz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 
3,981. 1329. 

1256 oct. 1. Conrad v. Merenberg vermacht dem Deutschen Hause in 
Marburg unter Anderm auch seine Güter und Leute zu Utenhusen, 
um die Burg Gliperg herum, zu Wetflar und Weilburg. Unter 
den Zeugen der Pleban Cunrad von Utenhusen und der Rit- 
ter Hart mann v. Swalebach. 1256 kal. oct. Gedr. Guden, 
Cod. 4,889. Wyss, Ukb. der Bailei Hessen 1,110 no. 139. 1330. 

1256 oct. 31. Der rhein. Städtebund belagert 1256 vigil. Omni um Sctor. 
Schi. Hhinfels (bei S. Goar), da Graf Diether v. Gatzenellenbogen 
an Bürgern von Mainz den Bundesfrieden gebrochen hatte. Ann. 
Wormat. ap. Boehmer, Fontes 2,190 und ap. Pertz, Script. 17,59. 

1331. 

1256 oct. Die Aebte von Floreff und Cuissy verleihen Namens des Ge- 
neralcapitels vom Prämonstratenser Orden Allen, welche Beiträge 
zum Bau und zur Reparation der Ordenskirche in Seyne geben, 
die Theilnahmeschaft an den Wohlthaten der kirchlichen Verrichtungen 
ihres Ordens. 1256 mense octob. Orig, in Goblcnz. Gedr.. Mttlrh. 
Ukb. 3,983. 1332 

1256 nov. 7. Der Canonikus mag. Mein ward von S. Gastor in 
Coblenz übergiebt dem Kl. Hemmenrode in Gegenwart dessen 
Priors und der Priester Walter, Guno und E v e r a r d seine 
Güter, welche er noch bis jetzt für sich behalten hatte. Es sind 
dieses Zinsen in Andernach mit Wingcrten im »Meingewedere« 
und was er in »Brunart« sowie zu Arinstein hat. 1256 in fcsto 
Willibrordi. Mitbesiegler Erzb. Arnold v. Trier. Orig. in Cob- 
lenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,983. 1333. 

1256) . . . . Derselbe weist seine Pächter und Rentenptlichtigen 
L u d e ^v i c h M ü n z e r (M o n e t a r i u s) , Arnold van den V a r e 
wegen der Wingerten im »Brunart«, F r i d e r i c h B u f , Pride- 
rich V. Misinheim, Engilbert Sc her er (Rasor), die Do- 
mina neben der Kirche (juxta ecclesiam), Henr. Resch, 



300 1256. Mittelrhein. Regesten. 1334—38. 

Murrei, Conrad v. Widergis und Gunr. Fischer (Pisca- 
tor) mit ihren Zinszahlungen an die Abtei Hemmenrode, da er 
derselben alle seine noch bisher für sich behaltenen Güter übergeben 
habe (vgl. vor. Reg.). Ohne Dat. Orig. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,984. 1334. 

1256 nov. 20. Das trier. Domcapitcl und namentlich Symon 
Dompropst und Archidiakon, Arnold Grossar chidiakon, 
Henrich Archidiakon und Propst von Garden, Theode- 
rich Archidiakon von Longuion, W. (ilhelm) v. Davels der Ael- 
tere, Johann Cantor, Rener, Gonrad, Johan, Frederich 
v. Pomeren, Th.(oderich) Propst von S. Symeon, Henrich 
Propst von Pfalzel, Jofrid, Wer. (Wille Im vgl. 1257 jan. 5) 
der Jüngere v. Davels, Gono v. Erlons, G. (erhard) v. Dune, Hugo 
v. Stein (de L a p i d e), Robert, Arnold und Symon verpflich- 
ten sich eidlich zur Erhaltung, Vertheidigung und Wiedererlangung 
der Rechte und Privilegien ihrer Kirche, sowie der Freiheiten des 
Propstes, Dechants, der Archidiakone und übrigen Personen, Sachen 
und Immunität. 1256 fer. 2 ante Glementis. Orig. in Goblenz. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,985. ' 1335. 

1256 nov. Theoderich weiland Präpositus von Bideburch, seinF 
Sohn der Ritter Theoderich und dessen Frau Afflina schen-l 
ken dem Kl. Hemmenrode ihre Zehnten mit dem Patronatrechl 
zu Da leim und Trimpardin. Besiegelt vom Dompropst Si 
mon und Henrich Propst von Pfalzel. Zeugen der Props 
Henrich von Pfalzel, mag. Ev erhard Ganonikus von SJ 
Symeon, die Edelherren Theoderich v. Hagene und Ni 
cholausVogt (advocatus) v. Hunolstein nebst dem Tri er e 
Schöffen Henrich v. Gewilre. 1256 mense nov. Orig. in Cobj 
lenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,986. Reg. Toepfer, Hunolst. Ukb. 1,24 
Vgl. folg. lieg. 1336 

1256 (nov.) Der Eitter Th.(eoderich) v. Bideburch und seine Fraif' 
Afflina zeigen dem Edelherrn Th. (eodcrich) v. Hagen ari 
dass sie dem Kl. Hemmenrode ihre Zehnten und Patronatrechl 
zu Dal ei m und Trimpardin geschenkt haben. Besiegelt voj 
dem Edelherrn Willckin v. Manderscheit. 1256. Orig. i 
Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,986. Vgl. folg. Reg. 133^ 

1256 nov. 22. Der Ritter Theoderich Herr v. Hagen beslätii- 
in Trier den Verkauf der Zehnten und des Patronatsrechts vo 



1256. Mittelrhein. Regesten. 1338—41. 301 

D a 1 h e i m und T r i in p a r d i n Seitens der von ihm damit belehnten 
Gebr. Peter und Egidius, Söhne des verstorbenen Ritters 
Lude wich v. d. Brücke (de Ponte), an The oder ich weiland 
den Präpositus von Bideburch und dessen Sohn den Ritter 
Theoderich, sowie der letztem und Afflina's, der Gemahlin des 
Ritters Theoderich, Schenkung des Zehnten und Patronats an 
das Kl. Hymmerode, und verpflichtet sich und seine Nachkommen, 
wenn das Kloster event. von einem oberen Lehensherrn desshalb 
Anfechtungen erleiden sollte, diesem Allodialgüter in der Pfarrei Le- 
bach als Lehengut zu überweisen. Mitbesiegler der Dompropst 
Symon und Propst Henrich von Pfalzel. Zeugen der gen. 
Propst von Pfalzel, der Ganonikus mag. Everard von S. 
S y m e n , der Edelmann Nicholaus Vogt (advocatus) von 
Hunolstein und der Trierer Schöffe Henrich v. Gewi Ire. 
Treveri 1256 die Cecilie. Orig. doppelt in Goblenz. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,987. Reg. Toepfer, Hunolst. Ukb. 1,24. 1338. 

1256 nov. 25. Pfalzgraf Ludwig, Herzog v. Baiern, versichert auf Für- 
stenberg seiner engl. Braut zum Wittum alle seine Güter von der 
Nahe rheinabwärts. ap. Furstenberg 7 kal. dec. 125G ind. 
15. Gedr. Quellen zur bair. Gesch. 5,157. Reg. Lang, Reg. Boic. 
3,8G. Boehmer 400 no. 345 und Wittelsb. Reg. 27. 1339, 

1256 nov. 26. Der Ritter Johann v. Avesne, Erstgeborner der Gräfin 
M. vom flandrischen Hennegau, verspricht als Bevollmächtigter des 
Grafen Richard v. Cornwallis für dessen Geschäfte in Deutschland, 
dem Pfalzgrafen Ludwig eine Nichte des Königs von England mit 
einer Mitgift von zw^ölf Tausend Mark Sterlinge zur Ehe, wovon er ein 
Drittel 3 Wochen nach Weihnachten auf Vorstenberg (Fürsten- 
berg bei Bacharach) oder Wolfsberg, den Rest aber am Tage der 
Königswahl Richard's oder spätestens zu Ostern auszahlen soll. Un- 
ter den Zeugen die Edeln Wildgraf Conrad und dessen Sohn 
E. (micho), die Ritter Wir ich v. Dune und Simon der Schul- 
theiss von Goblenz. 1256 crast. Katerine. Örig. in München. 
Gedr. Quellen zur bair. Gesch. 5,159. — Derselbe machte an die- 
sem Tage auf Schi. Fürstenberg und im Verein mit dem Bischof 
von Cambrai zu Bacher ach dem Pfalzgrafen noch weitere Ver- 
sprechungen wegen der Königswahl Richard's. Furstenberch 
1256, 6 kal. dec. ind. 15, und ap. Bacheracum 1256 mense nov. 
crast. Katerine. Gedr. Forschungen zur deutsch. Gesch. 20,236. 1340. 

1256 nov. Das Capitel von S. Cunibert in Cöln beurkundet, dass seine 



302 1250. Mittelrhein. Heißesten. 1341—40. 

Güter zu Ur eiche und sonst auf der Mosel, welche es dem Kl. 
Ilimmenrode verkauft habe, ausser einer halben köln. Mark jähr- 
lich mit keiner vogteilichen oder Ilerrenlast beschwert seien, und 
von den zeitigen Vögten, dem Grafen v. Seine und Herrn v. 
Malberg, niemals mehr als dieser Jahrzins eingefordert worden sei. 
125G mcnse nov. Chartul. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,988. 

1341. 

1256 nov. Der t r i e r. D o m p r o p s t und Archidiakon Simon ent- 
scheidet in der Klagesache Heinrich 's v. Waltrache gegen die 
Gemeinde Gasel wegen verweigerten Beitrags eines Drittels der Un- 
terhaltungskosten für die Mutterkirche S. Laurentii in Walt räch, 
dass dieselbe ausser dritthalb Bester Oel jährlich, der Taufe ihrer 
Kinder und des Besuchs der drei Jahresfeste und Synode daselbst, 
zu Weiterem der Mutterkirche nicht verpflichtet sein solle. 1256 
mense nov. Gopie in Trier. Heg. Mttlrh. Ukb. 3,988 no. 1371. 

1342. 

1256 dec. 14. Walter Herr v. Wilz und seine Gemahlin Lucia schenken 
dem Kl. Hemmenrode eine Fruchtrente aus ihrem Zehnten zu 
Nochrin. 1256 crast. Lucie. Orig. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 

. 3,989. Reg. Publ. de Luxemb. 15,32. Vgl. Bertholet 5,114. 1343. 

1256 dec. 19. Erzb. A.(rnold) v. Trier beurkundet auf Ehrenbreit- 
stein, dass Anselm Voll ei st für sich, seine Mutter Clementa, 
seinen Bruder und alle andern Erben auf die Dienstrechte an die 
dementia von llrich und deren beide Söhne Henrich und 
Ensfrid, sowie auf deren Güter in Paffindorph verzichtet (ma- 
numisit), und dieselben dem Kl. Himmenrode überwiesen habe. 
Er inbrechstein 14 kal. jan. 1256. Orig. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,989. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 48. 1344. 

1256 dec. 30. Das frier. Domcapitel beurkundet, dass bei der heu- 
tigen Exequienfeier für den verstorbenen Domherrn Symon von 
Franchirmont in der Domkirche Prior und Gonvent von S. Maxi- 
min öffentlich gegen die Verleihung der Kirche von Szoneberh 
an das Martinskloster in Trier protcstirt, und erklärt hätten, nie 
zu dieser Vergebung durch ihren Abt ihre Zustimmung ertheilt zu 
haben. 1256 sabb. post nativ. Dni. Orig. in Miltenberg. Gedr. 
Mtth-h. Ukb. 3,990. 1345. 

1256 .... Die Wittwe Elizabeth zu (Ober-) Wesel schenkt dem! 



1256. Mittelrhein. Ref?esteii. 134G— 48. 303 

Kl. Eberbach einen Wingert im »Lurelenbach zu dem Di sc« in 
Gegenwart des Ritters Humbert v. Schonen bürg und der 
Würdigen (Schöffen) II i Idebrand Loewe (Leo) und Henrich 
V. der Weide (de Salice), von denen der gen. Herr Humbert 
auch besiegelt. 1256. Gop. saec. 15 in Goblenz. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,990. 134G. 

,256 . . . . Abt Henrich von S. Maximin bei Trier dotirt das 
von ihm vor dem Klostertlior erbaute Hospital (S. Elisabeth), und 
giebt für den Priester daselbst verschiedene Vorschriften. Als Do- 
tationsgüter werden aufgezählt : Zehnten in Rutiche, der Hof Mey- 
ningen bei Neu er bürg (Novum castrum), Mühle und Mühlen- 
Zins zu Mudevorth und Merchedictum, Wingerten mit Zinsen und 
Zehnten zu Kevenich, Wingert und Feld bei Ysolisbach und 
Ryol; ein Weinzins zu Lunquich, welchen Sybodo v. Sweche 
und dessen Frau Wendelmode vermacht haben; der halbe Win- 
gert Henrich 's Schele (Lusci) auf dem Berge Kyrse bei Lun- 
quich, Wein- und Fruchtgefälle auf dem Berge Matten; ein Win- 
gertzins zu Merchedictum ; eine sogen. AUmosenpichter zu G u r v a - 
cia, Wingerten bei Wa Urach und Urium; ein Geldzins von der 
Olke Philipp 's Schwarz (Nigri) in Maximine r Jurisdiktion; 
ein Geldzins von dem Garten Nycholaus Schreck (Horror) am 
Remigiusweg und ein Garten Henrich 's Ungar in den Bi- 
schofs -Hatten (in hatis episcopi); Geldzinsen von Gütern bei 
Matten, von einem Wingert Sunnewifs im Bischofswald 
(silva episcopi) und einem des Sohns Wir ich 's v. Gurvacia 
daselbst, von einem Hause beim Bischofs haus (domus epis- 
copi) Wizergewere, von denen des Schützen (sagittarii) 
Gerard, Gobolo's v. Stedeheim und dem Hause »Blumen«, 
von Gütern zu Sercenich, von dem Wingert »zu den Weiden« 
(ad Salices) bei Paliane, von einem Garten am Maar (stag- 
num); Oelzinsen von dem Hause und Garten Gertrud's Lange 
(Longa) und Hildegunde's in Maximiner Jurisdiktion, vom Gar- 
ten Warner 's Eagoz, sowie die abteil. Güter zu Hans, Jammays, 
Gloes, Flessegney, Brues und Signey. 125G. Chartul. saec. 14 in 
Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,991. Würdtwein, Nov. Subs. 13,323. 
Ebendas. auch die Statuten des Hospitals ohne Dat. 1347. 

556 . . . . Graf Gerard v. Nuenare verwandelt mit Zustimmung seines 
Bruders Ludewich und Sohns Theoderich auf Vermittelung seiner 
Freunde und Vasallen eine bestimmte Weinbede, welche die Pfarr- 
genossen von Wadenheim und Hemmenshoven zu entrichten hat- 



304 125«. Mittelrlioin. Rogcsten. 1348—52. 

ten, in eine feste Geldrente von jährl. 45 köln. Mark ausser der dem 
Warembold v. Are schuldigen Bede, und sollen Alle dazu ver- 
pflichtet sein, welche zu den Zeiten seines verstorbenen Vaters, des 
Grafen Otto, Bede zahlten, auch die Vorsteher (rectores) der Dör- 
fer, Hunnen genannt, das Geld einziehen und an ihn aushändigen. 
Zeugen die Ritter Godefr. Colve v. Arwilre, Theoderich der 
Vogt von Muffendorf, N i c o 1 a u s v. M e y e n e, Conrad v. Vischenich, 
Godefrid v. Glene und Anton v. Hemnienshoven; sein Gapel- 
lan Hilderich; Henrich v. Are, Rodolf, Henrich, Godefr. 
Schimpre, Joh. Rabodo, Godefrid der Hunno von Wa- 
denheim; Bürger von Arwilre, der Glöckner Johann, 
Schöffe Winand und der Hunno Henrich von Hemmens- 
hoven. Mitbesiegler Erzb. Conrad v. Cöln und Gerard v. Lan- 
discronen. 1256. Orig. in Coblenz. Gedr. Weidenbach, Grafen 
V. Are 170. Mttlrh. Ukb. 3,991. 1348. 

1256 .... Das Kloster Rumerstorp leistet Verzicht auf das Haus 
»zum Riesen« nächst dem Hause »Gurzenig« in Cöln. 1256. 
Ennen, Quellen 2,367. 1349. 

1256 .... Gerard Propst und der Convent des Nonnenklostersl 
(S. Thomas) bei Andernach kaufen von Theoderich, dem Sohnej 
des Ritters Gerard v. Misenheim, und dessen Brüdern und| 
Schwestern einen Acker über dem Fluss Nechta bei Misenhei 
für 30 Mark, und genannter Tilemann (Hes Theoderich) stell 
dem Kloster für seine minderjährigen Geschwister als Bürgen die Ritte 
Henr. Wenichbule, Arnold v. Bleide, Meward und desse; 
Bruder Hei wich v. Nikedich. Zeugen der Schultheiss Gode 
frid, Joh. Geol, Joh. Surbir, Cunrad Enilde's Sohn, En 
gilbert, Henr. Sendrichen, Hericus, Cunrad v. Widcrgiej 
und zwei andere (Schöffen von Andernach) 1256. Schreinsrolle no 
83 in Andernach. 1350 

1256 .... Die Eheleute Hermajin und Agnes übergeben dem Ma- 
rienkloster bei Andernach (S. Thomas) alle ihre Besitzungen! 
wofür dasselbe den überlebenden nach dem Tode des einen Ehegalj 
ten in's Kloster aufnehmen soll. Zeugen dieselben zehn wie vorhc] 
nebst B er wich, Bulo, Goblo und 2 andern. 1256. Schreinsroll 
no. 84 in Anderrrach. 135 ^ 

1256 .... Cunrad v. Boninvelt und seine Frau Irmindrudj 
übergeben dem Nonne nk lost er bei Andernach (S. Thomasj 



1256. Mittelrhein. Re^esten. 1352—57. 305 

ihr Wohnhaus, welches an die Templer einen Zins giebt, unter 
der Bedingung, dass das daranstossende Haus des Klosters ihnen auf 
Lebenszeit mit dem erstem Hause gegen eine Mark Jahrzins belassen 
werde. Dieselben 15 Zeugen wie vorher. 1250. Schreinsrolle 85 in 
Andernach. 1352. 

1256 .... Der And er nach er Schöffe Er n est, Fundator und 
Provisor des Hospitals daselbst, und seine Frau C ristine ver- 
machen ihr errungenschaftliches V^ermögen diesem Spital, ihr beider- 
seitiges Erbgut den betreffenden Seiten - Verwandten, und das Haus, 
welches früher Walter Wamann gehörte, an Gobiin, Bruders- 
sohn Ernest's, auf dessen Lebenszeit, dann an's Spital. Zeugen der 
Schultheiss Godefrid und 13 Schöffen von Andernach, 
darunter Job. Geol, Job. Surbir, Cunrad Enildi's Sohn, 
Henr. Sendrichen, Hericus, Cunrad v. Widergis, Ber- 
wich, Bulo und Goblo. 1254. Schreinsrolle no. 86 in An- 
dernach. 1353. 

Obgleich diese Eintragung das J. 1254 angiebt, so ist doch 1256 angenommen, 
da unmittelbar vor und nach derselben deren aus 1256 stehen und mit diesen 
alle Zeugen übereinstimmen 

(1256) . . . . Ludewich v. Valender kauft von Lenerius einen 
Wingert im »Mengewedere« in Gegenwart der (Andernacher) 
Schöffen Joh. Geol, Job. Surbir, Jacob, Cunrad Enildi's 
Sohn, Cristian, Engilbert, Henr. Sendrichen, Hericus, 
Cunrad v. Widergis, Berwich, Bulo, Goblo und Henrich. 
Ohne Jahr. Schreinsrolle 88 in Andernach. 1354. 

1256 .... Die Gebrüder (fratres uterini) Rheingrafen Werneher 
und Sifrid genehmigen als Lehensherren den Verkauf einer Jahres- 
rente aus dem Sandhof des Kl. Eberbach an dieses Kloster. 1256. 
Gedr. Rössel, Eberb. Ukb. 2,88. Baur, Hess. Ukb. 3,601. 1355. 

|1256 .... Die Ritter Gerard v. Belle und Lude wich, der 
Sohn des Schenken H. (ermann) v. Are, Zeugen einer Urk. des 
Erzb. Conrad v. Cöln über einen vom Deutschen Haus in Cöln mit 
Consens dessen Obern, fr. Walt er 's Deutschordens-Com- 
thurs von Coblenz, gemachten Gütertausch. 1256. Gedr. La- 
comblet, Ukb. 2,234 no. 432. Hennes, Ukb. 2,115. 1356. 

1256 . , . . Heinrich Pleban von Yringeshusen Zeuge in einer 
Urkunde für Kloster Cappel. 1256. Wenck, Hess. Ukb, 3,127. 

1357. 

20 



306 1257. Mittelrhein. Re^csten. 1358—62. 

1257 ian. 1. Conrad v. Sc hon ecke, die Rathsmänner, Ritter, Schof- 
len und Bürgerschaft von Bopard erneuern auf dem Dingplatz am 
B r n n i c h e n s t e i n ihr altes Bündniss mit den H e r r e n v. Schonen- 
berg und Schultheissen, Rittern, Ealh und Bürgerschaft von (Ober-) 
Wesel, woniach sie in allen Sachen und Streitigkeiten, sowie, wenn 
nicht ein allgemein anerkannter römischer König sein sollte, nur 
nach gemeinschaftlichem Rathe liandeln sollen. In loco ap. Bruni- 
chensteyn. 1256 in circumcis. Dni. Cop. saec. 14 im Balduineum 
in Trier. Gedr. Mttlrh. ükb. 3,994. 1358. 

1257 ian. 5. Das frier. Domcapitel mit den gen. Stiftsherren ver- 
bündet sich (wie 1256 nov. 20 unter sich) auch ebenso mit den 
Collegiatstiftern S. P a u 1 i n und S. S y m e o n zur Vertheidigung ihrer 
Rechte und Privilegien. 1256 vigil. Epiphan. Orig. dupl. in Cob- 
lenz. Gedr. Mttlrh. ükb. 3,995. 1359. 

1257 ian. 6. A.(rnold) Grossarchidiakon und Propst von S. 
Paulin zu Trier verbessert das Einkommen des Vikars der von 
Erzb. A.(rnold) v. Trier dem Kl. Loe wenbrücken (de Ponte. 
Leonis) inkorporirten Pfarrkirche zu Ta Ivane (1253 jul. 18), auf 
welche nach dem Tode des bisherigen Pastors Symon von Fran- 
chirmunt der Abt H. (einrieb) von S. Maximin bei Trier als 
Patronatsherr den Priester Peter v. Hunoltstein präsentirt hat, 
1256 die Epiphan. Dni. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. ükb. 3,997. 

1360. 

1257 ian. 6. Frider. Scheminch und seine Frau Ly befade, Bür- 
ger in (Ober-) Wes el, schenken 2 Wingerten im »Michelveit« 
und in der »Engel hei den« an das Kl. Eberbach. Zeugen der 
Ritter Winard, Hildebrand, Leo Engel anda 's Sohn, der 
Schultheiss Henrich, Sifrid v. Garlande und Johann v. 
Damescheit. 1256 in Epiph. Dni. Mit dem Wesel er Stadt- 
siegel. Orig. in Coblenz. Gedr. Rössel, Eberb. Ukb. 2,78. Mttlrh. 
ükb. 3,998. 1361. 

Richard König (1257 — 72). 

1257 ian. 13. Richard der Bruder König Heinrich's von England wird 
am Tage der Oktav von Epiphanias bei Frankfurt von dem Erz- 
bischof v. Cöln, welcher auch für den in Gefangenschaft befindlichen 
Erzbischof von Mainz stimmte, und den Pfalzgrafen Ludwig und 
Heinrich bei Rhein, Herzogen v. Baiern, zum römischen König 



I 



1257. Mittelrhcin. Keßesten. 136-2—67. 30*? 

gewählt. Der Erzbischof Arnold v. Trier und der Herzog v. 
Sachsen, welche in der Stadt waren, stimmten dieser Wahl nicht zu. 
Ann. Hamburg. Worm. Allah, etc. ap. Pertz, Script. 16,383. 17,76 
und 397. Gesta Trevir. Vgl. Boehmer, Reg. 37. Gebaur, Leben 
K. Richard's 97 etc. Damberger 10,719. Goerz, Reg. d. Erzbb. 48. 

1362. 

257 ian. 11 Erzb. Arnold v. Trier bestätigt der Abtei S. Maxi- 
min bei Trier die eingerückte Dotationsurkunde des Abts Hen- 
rich für das Hospital von 1256 (Reg. 1347). 1256, 19 kal. febr. 
Chartul. in Trier ohne Dat. Gedr. Würdtwein, Nov. Subs. 13,322 
mit J. 1266 (lies 1256). Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 50. 1363. 

257 ian. 25. Werner v. Bolanden, Philipp v. Falkenstein und ihre 
Söhne Werner und Philipp verpflichten sich zu Bacherach dem 
'Pfalzgrafen Ludwig bei Rhein, Herzogen von Baiern, zur Hilfe in 
dessen Kriege gegen den Erzb. Arnold v. Trier. Zeugen die 
Edelherren ül. (rieh) v. Wirtemberg, Wildgraf Chonrad und 
dessen Sohn Emicho, Albert v. Lichtenberg, Albert v. Prukeberg. 
Hademar v. Laber, Philipp v. Hohenfels, Bertold v. Schildberg, Hein- 
rich v. Eisoldfride, Heinrich v. Persing und Chonrad v. Scho- 
nenecke, ap. Bacheracum 1257 die convers. Pauü, ind. 15. 
Gedr. Acta Palat. 6,321. Mttlrh. Ukb. 3,998. Reg. Boehmer, Wit- 
telsbacher Reg. 129. Vgl. folg. Reg. 1364. 

57 ian. 25. An dems. Tage geben zu Bacherach Graf Richard v. 
Glocester und Johann v. Avesne als Machtboten des erwählten rö- 
mischen Königs Richard Versprechungen ab in Betreff König Conrad's 
v. Jerusalem, wobei des Wildgrafen Sohn Conrad Propst von 
Isny, Wildgraf Conrad und sein Sohn Emicho, Conrad von 
Schonecken und andere Zeuge waren. D. eod. Gedr. Mon. 
Boica 30a,329. Wiener Jahrb. 44 Anzbl. 15. Vgl. Boehmer, Reg. 
354 no. 60 und Wittelsb. Reg. 27. Damberger 10,719. 1365. 

7 ian. Der Cleriker Godefrid v. Tritthenheim Pastor in 
Grimoltroth vermacht in seinem Testament dem Kl. Hemme- 
rode sein ganzes Vermögen mit Ausnahme einiger Hausgeräthschaf- 
ten, Bettzeug und dergleichen, welche er seinen beiden Söhnen und 
einer Tochter vorbehält. Besiegelt vom trier. Official S. (imon). 
1256 mense jan. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,999. 1366. 



7 ian. Graf Heinrich v. Luxemburg bestätigt als Lehensherr die 

20* 



308 1257. Mittclrhein. Rcp:esten. 1367—70. 

Sclienkung von 1256 doc. 14 an's Kl. Ilemmenrodc. 1256 mense 
Jan. Cop. in Coblenz. Reg. MUlrli. Ukb. 3,989. 1367. 

1257 febr. 1. Erzb. Gerhard v. Mainz bekennt, von seinem Bruder, dem 
Wildgrafen Emecho dem Jüngern, 60 Mark Slerlinge geliehen 
zu haben, ap. Lonstein kal. febr. 1257. Kindl. und Schott'sche 
Copie in Münster und Miltenberg. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,1000. 1368. 

1257 febr. 6. Johann v. Thorete, Castellan von Nojon, und Ansillon 
V. Triaguel, Marschall der Champagne, beurkunden, dass die Ritter 
Iluet Vidam v. Ghalons und Guyon v. Clermont vor ihnen zu Paris 
den Friedens-Vertrag der Frau v. Iz und ihres Sohns des gen. Guyon 
mit dem gen. Vidam v. Chalons wegen der Burg und Herrschaf 
Montcler (an der Saar) anerkannt haben, wornach dieselbe nuijp^ 
mit beiderseitigem Einverständniss in andere Hände solle gegeberj 
werden, und dass Beide sich gegenseitig zur Sicherheit ihr Anthei 
an der Herrschaft Basegney als Unterpfand gesetzt hätten. Parii 
1257 le mardy apres les bordes en mois de feburier. — An dems 
Tage beurkundet noch Huet Vidam v. Chalons, dass er den Frie 
dens-Vertrag, welchen er mit seiner Tante der Frau v. Iz und derer 
Sohne Guion gemacht, zu Paris vor den beiden Obengenannten er 
neuert und bekräftigt habe, und dass darnach er an seinen Vette 
Guion Alles überlässt, was er bis jetzt in der Herrschaft M o n c 1 e 
erhoben, dagegen dieser ihm Alles ersetzen soll, was er an die Be 
festigung, Huth und Vertheidigung der Burg und der Herrschaft ver 
wendet habe. 1257 le mardi apres les bordes. Cop. in Cobleni 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,1000-1001. 136 



c 8 



I 



1257 febr. 10. Die Prälaten und Capitel des Dom-, Paulin- und Si 
meonsstifts zu Trier publiciren in der Domkirche daselbs 
weil sie aus begründeter Furcht passende Boten an den Erzbischo 
Arnold auf der erzbischöflichen Burg Erenbreitstein , welc 
derselbe gleich wie sein Familiensitz bewohne, abzusenden nicht w 
gen, ihre Beschwerde- und Mahnschrift an denselben. In derselb 
fordern sie vom Erzbischo fe, dass er nicht ferner die Archidif|( 
kone und anderen Prälaien der Stadt und Diözese Trier in ihr 
Jurisdiktion hindere, namentlich dem x\rchidiakon Henrich d 
Abhaltung des Sends zu Andernach gestatte; ferner bis späteste 
den Sonntag Oculi (mz. 11) die letztwillige Verfügung seines Oheinil 
(avunculi) dos Erzb. Theoderich's v. Tr ier auszuführen, ur 
Alles, was er seit dem Tage seiner Wahl von den Gütern in Edop 
^rin erhoben, den tri er. Kirchen zu restituiren; ebenfalls bis dahll 



ii 



1257. Mittelrhein. Re^a^sten. 1370—74. 309 

dem D o m c a p i t e 1 das Haus in Andernach, welches demselben sein 
Oheim der Propst Meffrid von S. Paiilin vermacht und er vor- 
enthalten habe, mit den daraus bezogenen Einkünften zurückzustellen, 
wie auch demselben freie Disposition über seine Hospital-Güter und 
Einkünfte zu gestatten und das davon seit seiner Wahl Eingezogene 
zurückzuerstatten, nebst Abstellung vieler anderer aufgezählter Be- 
schwerden. 1256 sabb. post Agathe. Gedr. Hontheim 1,737. Blat- 
tau, Statut. 1,47. Mttlrh. Ukb. 3,1002. (Fischer) Geschlechtsreg. 
2,64 Extr, Vgl. Goerz, Reg. d. Erzbb. 48. Vgl. hiermit die wenig 
übereinstimmende Angabe der Gesta Trevirorum : »Pacem et con- 
cordiam cum ecclesiis suis habuit dns. aeps.« etc. 1370. 

157 febr. 18. Abt Jacob v. Disibodenberg vidimirt zu Staudernheim 
eine unter heut. Datum ausgefertigte Urkunde, wornach der Wild- 
graf Cuno und dessen Söhne Emcho und Gozzo den Zehnten 
zu Wanesheim dem Ritter Godelmand v. Wanesheim und dessen 
Frau Cunegunde zu Lehen gegeben und sich für die nächsten 2 
Jahre das Einlösungsrecht daran mit 120 trier. Pfund vorbehalten 
haben Zeugen die Ritter Johann v. Kellenbach, Cuno, die 
Gebr. Hermann und Volker, Drabodo, Philipp Schnide- 
hunt, Gozzo in der Pforte (in Porta) und Arnold Dra- 
bodo 's Sohn ßurgmänner des Wildgrafen, ap. Studern- 
heim 1257 dnc. Esto mihi. Gedr. Beurk. Inhalt etc. S. 394. Reg, 
Scriba 3,107 no. 1633. 1371. 

57 febr. 22. Das Deutsche Haus in Sachsenhausen beurkundet die 
Ausgleichung seines Streites mit dem Kl. Arnsburg wegen Güter zu 
Glouberg. 1257 cathedr. Petri. Gedr. Boehmer, Cod. Francof. 
1,114. Reg. Scriba 2,38 no. 485. 1372. 

57 febr. 25. Der Scholaster Johann von S. Florin in Gob- 
lenz befiehlt, als vom Erzbischof v. Trier in der Streitsache 
des Capitels von Garden gegen den Ritter Peter v. Elze we- 
gen der Zehnten zu Vilcene und Vogtei von Bithzwiler bestell- 
ter Richter, allen Geistlichen, den gen. Ritter allgemein als excom- 
municirt zu verkünden und zu behandeln, da derselbe sich nicht dem 
für das Gapitel günstigen Urtheil in dieser Sache gefügt, und die von 
dem Archidiakon H. (einrieb) v. Bonlandin in seinem Archidia- 
konatsbezirk verfügte Excommunikation verachtet habe. 1256 dnc. 
prima in Quadragesima. Orig. in Coblenz, Vgl. 1256 jun. 13. 1373. 

)7 febr. Richter, Schöffen und Bürgerschaft von Wetflar beurkunden, 



310 1257. Mittelrhein. Regesteu. 1374—78. 

dass ihr früherer Schultheiss Ludwig als Vormund seiner En- 
kel, der Kinder des verstorbenen Ritters Sigfrid v. Dalheim, mit 
Einwilligung seiner Tochter Elisabeth derer Mutter, sowie des 
Ritters Eber w in v. Drahe und Hei den rieh's, ihres Vaters 
Bruders, dem Kl. Arnsburg deren väterliche Erbgüter in Herlisheim 
verkauft habe. Auch stellt gen. Ludwig für die noch minderjähri- 
gen Kinder deren Güter in Dahlheim zu Unterpfand, und die 2 
Wetflarer Bürger Gotfrid v. Dridorf, Wigand Unter den 
Kramen (sub tuguriis) und Harpern v. Frankenvurt als Bür- 
gen. Zeugen die Wetflarer Schöffen Richolf Gerbert 's 
Sohn, Richolf Braht, Conrad v. Dridorf, Conr. Reio unc 
Ekchard. 1256 febr. Reg. Baur, Arnsb. Ukb. S. 50. Scribs 
4b,7 no. 3405. 1374 

1257 febr. Der Ritter Th. (eoderich) Herr v. Hagen cedirt dei 
Zehnten und das Patronatsrecht von Dal ehern und Trimparde 
an den Er zb. A. (rnold) v. Trier, um sie an das Kl. Hymminrod 
zu übertragen. 1256 mense febr. Orig. in Coblenz. Reg. Mttlrh 
Ukb. 3,987. 1375 

1257 mz. 2. Graf Heinrich der Aeltere v. Sulmese und seine Söhn^i 
. geben mit Consens ihres Neffen und Vetters Reimbold dem Dcutit 
sehen Hause in Marburg einen Mansus zu Winemarsdorf, welchenj 
G. (untram) Schenk v. Schweinsburg von ihnen zu Lehen hattd* 
1257, 6 non. mart. Gedr. Wyss, Ukb. der Bailei Hessen 1,113 no» 
144. Guden 4,890 und Hennes 1,153 unrichtig mit 6 non. maji. - 
Der Consens Guntram's vom 7. März gedr. Wyss 1,113 no. 14 

137Ö 



; 



1257 mz. 4. Erzb. Arnold v. Trier erlässt in Trier an die Präl 
ten und Capitel des Dom-, Paulin- und Simeonstifts auf d 
ren Klage- und Mahnschrift (vom 10. Febr.) seine Rechtfertiguni 
worin er dieselben an zu erwählende Schiedsrichter oder den zustäc 
digen Richter verwx^ist und ihnen unter Androhung scjiärferer Masi 
regeln bei einer Präclusivfrist bis zum Sonnt. Letare (mz. 18) be 
fiehlt, den Pflichten ihres Amtes gebührend nachzukommen. Trevt 
ris 4 non. mart. 1256. Chartul. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukl 
3,1003. Reg. Goerz, Erzbb. 48. 137^ 

1257 mz. 5. Der frier. Domdechant Wirich tritt der Vereinigun 
vom 5. Jan. bei. 1256, 3 non. martii. Orig. in Coblenz. Rej 
Mttlrh. Ukb, 3,997. 137i 






1257. Mittelrhein. Ke^^esten. 1379-83. 311 

1257 mz. 21. Wildgraf (sylvest. com es) Conrad und Sifrid von 
llohineckin, Prokuraloren des Hofs zu Kaiserslautern, und der Kitter 
Sigelo V. Thurm (de Turri) daselbst beurkunden einen Güterverkauf 
zu Katzwilre an das Spital zu Kaiserslautern. 1257, 12 kal. apr. 
Gedr. Remling, Rheinb. Klöster 2,340. 1379. 

1257 mz. 29. Der Deutschordens-Gomthur Walter von Cob- 
lenz Zeuge ijn Dome zu Cöln in einer Schenkungsurkunde für den 
Deutschen Orden. Colonie in majori eccl. 125G fer. 5 ante palmas. 
Gedr. Hennes, ükb. 2,113 no. 118. 1380. 

1257 (58) mz. Der Priester Sifrid in Garden vermacht dem Kl. 
Flemmenrode einen Wingert am Bache daselbst, welchen er 
von weiland dem Genturio Ludewich gekauft hat, nebst 3 an- 
dern in M u t i n a , die er von den Schwestern Rudolfs Wolf 
(Lupi) gekauft; ferner einen Wingert neben dem Hause des Rit- 
ters Eustachius in Trys und einen im »Grede«, einen im 
»Sinpion« den er von den Inklusen von Garden gekauft, 
einen Acker im »Preit« den er von Gilo v. Alkene, sowie einige 
andere in Tri s er Gemarkung, welche er von Godebald v. Bopard 
gekauft hat, und einen Wingert beim Hemmen roder Hof in Me- 
iriche. Dagegen überlässt ihm auf Lebenszeit die Abtei die Hälfte 
der zu ihrem Hofe auf dem Berge Tris gehörigen Aecker im Thale 
daselbst mit Zustimmung Theo de rieh's Grin, Avelcher die andere 
Hälfte auf Lebenszeit behält, und mit der Verpflichtung an den 
Gleriker Saulin in Goblenz eine Jahresrente von 4 Malter Korn 
zu entrichten. Mit den Siegeln des Seh o lasier s und Gustos von 
Garden und des Abts von Hemmenrode. 1257 mense marcio. 
Orig. doppelt in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,1005. 1381. 

1257 apr. 1. König Alphon s von Castilien wird auf Palmsonntag in 
Frankfurt von dem Erzb. Arnold v. Trier in Beisein der Bi- 
schöfe v. Speier und Worms zum römischen König erwählt. Die 
Stadt Pisa hatte ihn schon im März 1256 zum römischen König und 
Kaiser erwählt. Papst Urban IV d. d. ap. Urbem veterem prid. kal. 
sept. 1263 »Qui celum« etc. bei Raynald 1263 § 46. Gesta Trevir. 
ed. Wyttenbach 1,340 und ed. Waitz ap. Pertz, Script. 24,413. Vgl. 
Boehmer, Keg. 38 und 352. Goerz, Reg. d. Erzbb. v. Trier 49. 

1382. 

1257 apr. 1. Friederich Herr von der Neuerburg (in der Eifel) 
beurkundet, dass er diese Burg mit Zubehör von dem Grafen Philipp 



312 1257. Mittelrhein. Regesten. 1383—85. 

V. Vianden, und dieser dieselbe vom Grafen von Luxemburg zu 
Lehen habe. 1257 le jour de pahnes. Gedr. Neyen, Vianden 17. 
Mttlrh. ükb. 3,1006. Reg. Publ. de Luxemb. 15,80. 1383. 

1257 apr. 7. Erzb. Arnold v. Trier überträgt dem Abt von S. 
Martin in Trier die Beschützung des Kl. Hemmenrod gegen 
alle Anfechtungen der specificirten Güter-Schenkung des mag. Mein- 
ward ehemaligen Scholasters von S. Castor in Coblenz. 
1257 vigil. pasche. Ghartul. in Coblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,1006 
no. 1392. Goerz, Reg. d. Erzbb. 49. 1384. 

1257 apr. 9. Nicolaus Dechant des Stifts zu Garden verfügt 
vor seinem Tode in seinem Testamente zu Gunsten seiner Stifts- 
kirche, der Abtei Hemmenroth, der Castorskirche in Cob- 
lenz, des Kl. Rosen dal, der Minoritenin Coblenz und 
Trier, der Predigermönche in Coblenz, der Eremiten auf 
dem Berge S. Tiricii (Zillesberg gegenüber Garden), des Prie- 
sters Johann von Olenbrucchen und dessen Genossen des 
Priesters Cunrad, des Priesters Sifrid, des Priesters 
Cunrad von Tris; ferner zu Gunsten seines Clerikers Theo- 
derich, seiner Schwester Lifraude im (Kloster) Loewenbrük- 
ken (in Ponte Leonis), der Kirchenfabrik von Liebfrauen 
(Marie virg.) in Trier, des Kl. Mette lach, des Cardener 
Stiftsherrn Herrn. M uns ter er (Monasteriens.), Gertruden 
der Tochter seiner Schwester, und deren Schwester Osilia, des 
Scholaren Rudolf, seines Bruders Hermann und des Bursa- 
rius fr. Henrich in Hemmenroth. Unter den Legaten befinden 
sich Gelder, welche ihm die Cardener Canonici und Frau Bea- 
trix V. Andernach wegen des Wingerts »Plenzcre« sowie der 
Coblenz er Bürger Henr. Spar he 11 ine zu zahlen haben, ein 
Fuder Wein in einer »Buderel« (in vase Buderel), 10 Pfund an 
Geld, welches er dem Archidiakon Henrich v. Bolanden auf 
Vermittelung Herrn W. v. Davels und des Priesters Henr. 
Schwarz (Niger) unter Bürgschaft Hermann 's v. Cöln Stifts- 
herrn von S. Castor in Coblenz geliehen hat; ein Schwein, 
das Gertrude v. Tris hat; der Wingert »Wigcarden« in Cob- 
lenz, Wingerten in Garden, welche er von Henrich von Mün- 
ster und Gilen gekauft hat. Unter seinen Schuldnern befinden 
sich die Stift sherren von S. Castor in Coblenz, für welche 
sich ihr Dechant mag. Johann verbürgt hat, Frau Beatrix 
in Andernach und Cella in Coblenz. Als Testaments -Exeku- 
toren bestellt er seine Mitcanoniker den Scholaster Lude wich 



1257. Mittelvhein. Regesten. 1385—92. 313 

und Gustos Johann. 1257, 5 id. apr. Orig. in Goblenz. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,100G. 1385. 

.257 apr. 16. Der P r ü m e r Mönch R e m a r , Rektor der Pfarrkirche 
und Verweser des Prümer Hofs in Arnheini, genehmigt den Vertrag, 
welchen der Bischof von Utrecht wegen des Spitals gemacht hat 
(vgl. 1256 febr. 10). 1257 fer. 2 post Quasimodo. Gedr. Bondam 
1,518. V. Sloet, Ookb. 1,772. 1386. 

.257 apr. Der Priester Jacob v. Gastell in Trier beauftragt in 
einem Nachtrage zu seinem Testamente vom April 1252 den Abt 
und Prior von Hymmerode auch mit der Disposition über das 
in seinem Testamente nicht Enthaltene. 1257 mense apr. Mitbesieg- 
1er Dompropst S.(imon). Orig. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 
3,846. 1387. 

257 apr. Graf Diether v. Catzenellenbogen urkundet auf Rinvels; 
vgl. Wenck, Hess. Ukb. 1,23. 1388. 

257 mai 7. Erzb. Arnold v. Trier bestätigt in Goblenz die In- 
korporation der Pfarrkirche von Zolver, und selbigen Tages auch die 
von Keyl an das Kl. Differtingen. Gonfluentie non. maji. Reg. 
Publ. de Luxemb. 15,80. Goerz, Reg. d. Erzbb. 341. 1389. 

257 mai 9. Der (eben erst mit dem Gelde König Richard's aus der 
Gefangenschaft erlöste) Erzbischof v. Mainz schlägt in einem Gefecht 
bei Boppard den Erzbischof v. Trier, welcher die königliche 
Burg daselbst belagerte die Mercurii post Johannis ante portam 
latinam. Nach den Briefen König Richard's v. 18. Mai. Vgl. unten. 
Boehmer, Reg. 354 no. 62. Gebauer, Leben König Richard's 124. 
Goerz, Reg. d. Erzbb. 49. Damberger 10,722. 1390. 

257 mai 10. Der Domherr Simon v. Franchirmunt in Trier ver- 
pfändet sein Haus mit Wingert hinter dem Dome daselbst für ein 
von den Tcstaments-Executoren seines verstorbenen Oheims S. (imon's) 
V. Franchirmunt erhaltenes Darlehen aus den Einkünften der Kirche 
von Lerna (Lierneux bei Stablo in Belgien). 1257 fer. 5 post dnc. 
Cantate. Orig. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,1008. 1391. 

257 mai 13. Henrich Edler v. Kovern und seine Gemahlin Me- 
thilde verzichten auf ihre Rechte aus dem Hofe in Heymbach, 
welchen das Kl. Rumersdorf von der Abtei La ach gekauft hat. 






314 1257. Mittelrheiu. Regesten. 1392—97. 

Mitbesicgelt von Erzb. Arnold v. Trier. 1257 die Servatii. Orig.| 
in Goblenz. Gedr. Günther, Cod. 2,282. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,1001 
no. 1395. Wegeier, Laacli 2,30 no. 64. 1392. 

1257 mai 17. Königskrönung Ricliard's und seiner Gemahlin Sanchi 
durch den Erzbischof v. Göln auf Himmelfahrtstag in Aachen. Nach 
Ricliard's Briefen v. 18. Mai. Die Anwesenden ergeben sich aus de 
Urk. V. 22. Mai. Vom Tage seiner Krönung zählt Richard seine Re- 
gierungsjahre. Vgl. Boehmer, Reg. 39. Gebauer, Leben König lli- 
chard's 125. Damberger 10,722. 1393 

1257 mai 17. Der Propst Heinrich von Pfalzel schenkt 55 Mar 
dem Kl. Himmer ode zum Ankauf der Güter in Zeltingen 
welche dem Severinstift zu Göln gehören, und für sein Anniversa-jj 
rium. 1257 die ascens. Dni. Reg. im ßepert. der Abtei in Goblenzjl 

1394 

1257 mai 18. König Richard schreibt an Eduard Erstgeborenen des Kö 
nigs V. England (und ebenso an seinen Grossseneschall in England 
über seine Reise nach Deutschland und Ankunft in Aachen, wo de 
Erzbischof v. Mainz mit der frohen Nachricht eingetroffen sei, das 
derselbe am Mittwoch nach dem Feste Johannis vor der lateinische 
Pforte (mai 9) den E r z b i s c h o f v. Trier, welcher die königliche Pfal 
Bopard belagert, in einem Gefecht siegreich in die Flucht geschlaj 
gen, viele Leute desselben getödtet, und viele Ritter und Knecht 
gefangen genommen habe (»Siehe wie muthige und kriegerische Er 
bischöfe Wir in Deutschland haben«), ferner über seine Krönung i 
Aachen und seine Absicht, demnächst den Erzbischof v. Trie 
anzugreifen. Aquisgrani 18 die maji, a. regn. 1. Gedr. Gebauer, Lebe 
Richard's 337 und 339. Ann. Burton. in Fell, Script. 376. Lüni| 
Reichsarch. 4,171. Dumont, Gorps dipl. la,401. Rymer lb,2j 
Vgl. Boehmer, Reg. 39 no. 3. 139 

1257 mai 19. Graf Heinrich v. Luxemburg befiehlt dem Herrn R.(udol 
V. Stirpenih, seinem Propst v. Bideburg, und seinen ander 
Beamten und Dienern daselbst die Beschützung des Klostef 
Henimenrode in Personen und Gütern. Aquis 1257 sabb. po^l 
ascens. Dni. Orig. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,1009. Rej I 
(Kreglingcr) in Bullet, bist, de la Belg. 3,227. Publ. de LuxemlJ 
15,80. 139|i 

1257 mai 22. König Richard belehnt in Aachen den Rheingrafei 



1257. Mittelrheiu. Kegesteu. 1397—1402. 315 

Wernher mit der Burg Scliwabsberg und dem Dorfe Grosswintern- 
heim wie dieselben Gottfrid v. Eppenstein vom Reich früher zu 
Lehen trug. Aquis 1257 die 22. maji, ind. 15, a. regn. 1. Kind- 
linger und Schott'sche Cop. in Münster und Miltenberg. Gedr. ßoeh- 
mer, Acta imp. 308. Mttlrh. Ukb. 3,1009. Reg. Boehmer 40 
no. 7. Schaab. Gesch. der Stadt Mainz 3,311. Scriba 3,100 no. 
1021. — An demselben Tage und Ort sind in des Königs Urk. 
für Aachen Zeugen Graf Johann v. Spaenheim und dessen 
Bruder Simon, der Wildgraf Emecho, der Graf v. Niuuenar, 
Th. Herr v. Falkenburg, Philipp v. Falkenstein und andere. Quix, 
Cod. Aquens. 1,124. Lacomblet, Ukb. 2,238. Reg. Boehmer 40 no. 
6. Damberger 10,722. 1397. 

1257 mai 24. König Richard bestätigt dem Kl. Eberbach die von seinen 
Vorgängern verliehenen Zollfreiheiten auf dem Rheine bei Bopard. 
Colonie die 24. maji 1257 ind. 15 regni a. 1. Gedr. Rössel, Eberb. 
Ukb. 2,90. Reg. Boehmer 40 no. 10. 1398. 

1257 mai 27. Derselbe bestätigt in Cöln der dortigen Bürgerschaft ihre 
Privilegien, darunter auch das, dass sie zu Bopard nur den alten 
Zollsatz, nämlich von jedem Schiffe 2 köln. Denare und 1 Obol 
zahlen sollen. Unter den Zeugen Wildgraf (com. Silvester) 
Conrad mit seinem Sohne Emicho, die Grafen Godefrid v. 
Seyne und Gerard v. Nuenare, Wirich v. Dune, Gerard 
V. Landiscronen , die Burggrafen Frederich und Arnold 
V. Harn erst ein. Colonie 1257 die 27. maji, ind. 15. Gedr. La- 
comblet, Ukb. 2,239 no. 441. Ennen, Quellen 2,369. Apologie des 
Erzst. Cöln. Lünig, Reichsarchiv 13,343. Gebauer 343. Reg. Boeh- 
mer 40 no. 11. 1399. 

1257 mai 27, Adolf Herr v. Berg cedirt dem G rafen Johann v. Span- 
hey m und dessen Sohne Grafen Godefrid v. Seyne seine Gerichts- 
barkeit zu Gummersbach, die freien Leute zu Much und die Leute 
zu Unkel. 1257 die pentecost. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,1010. 1400. 

1257 mai 27. Graf Johann v. Spanheim und sein Sohn Graf 
Godefrid v. Seyne cediren ihrem Verwandten (consanguineo) 
Grafen Adolph v. Berg (de Monte) die Gerichtsbarkeit zu Eckenliagen. 
Mitbesiegler S.(imon) Herr v. Spanheim. 1257 penthecost. 
Gedr. Kremer, Akad. Beitr. 3,110. Lacomblet, Ukb. 2,239. 1401. 

1257 mai 27. Die verwittwete Gräfin M e c h t i 1 d e v. Seine beurkundet, 



316 1257. Mittelrhein. Regesten. 1402—6. 

dass mit ihrem Consens in ihrem Lande 7ai Hargarden bei S. 
Catharina der Edelmann Gerard v. Renne nberg und des- 
sen Gemahlin Benedicta ein Nonnenkloster Cistertienser Ordens 
erbaut haben. 1257 pentecost. Gedr. Reck, Gesch. von Wied 307. 
Mttlrh. Ukb. 3,1010. Vgl. 1238 mai 11. 1402. 

1257 mai 27. *Der Edle Gerhard Herr v. Rennen berg und seine 
Gemahlin Benedicta schenken dem Kl. S. Catharina ihren Hof 
in Erle, Ronich und Rodenbruch, eine Wiese im »Loch«, 
die Wiese Ricolf's, einen Wingert im »Stege« und »Sciferleie« 
und einen beim »Dinglensburnen«, welchen sie von Nixus ge- 
kauft haben; ferner solle nach ihrem Tode das Kloster die G is ei- 
ber tsgüter, nämlich den Giselberger Hoff in Linz, Wingerten 
in Husen, Gasbach, Ockenfeltz und Lupsdorf erhalten, je- 
doch die Hälfte der Einkünfte daraus ihren 6 Töchtern Benedicta, 
Guda, Demude, Mattilde, Jutta und Elise geben. Zeugen 
Elise Aebtissin von S. Orvilia (lies S. Gaecilia in Cöln), Herr 
Henrich v. Renninberg, Johann v. Renninberg, Frau 
Beatrix von Gerresheim, Herr Friderich v. Derne mit seiner 
Frau Beatrix, die obengen. beiden Töchter Jutta und Elise 
nebst der Verwandten (cognata) Ida, Beatrix v. Beaforst und der 
Verwandte Albert, Herr Castor v. Linipe Mönch in Deutz. 1257 
in pentecosten. Gefälschtes Orig. in Goblenz. Gedr. Günther 2,281. 
Mttlrh. Ukb. 3,1011. 1403.* 

1257 mai. Der Ritter Diffrid v. Ham (bei Prüm) vermacht mit 
Consens seines Sohnes Theo der ich dem Kl Hemmenrode die 
Hälfte seiner Güter zu Wilre bei Ham und 100 Schaafe, für welche 
letztere es ihm eine Jahrrente von 4 Pfund auf Lebenszeit anweisen 
soll. Für diese Jah^rente sind die Zeugen Peter der Priester v. 
Bideburch und dessen Bruder der Ritter Theoderich v. 
Markt (de Foro) Bürgen. 1257 mense majo. Besiegter der Abt 
v. Hemmenrode und die Stadt Bideburch. Orig. in Goblenz. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,1012. 1404. 

1257 iun. 7. König Richard überträgt in Cöln dem Burggrafen Ger- 
hard v. Landscron die Reichsburg Landscron in gleicher Weise 
wie derselbe sie bisher besessen hat. Colonie die 7. jun. 1257 ind. 
15 regni a. 1. Kindl. Copie in Münster. Gedr. Tross, Westfal. 1825 
jul. 9. Mttlrh. Ukb. 3,1012. Reg. Boehmer 41 no. 16. 1405. 

1257 iun. 22. Erzb. A. (rnold) v. Trier befiehlt dem Dechanten v. 



1257. Mittelrhoin. Regesten. 1406—11. 317 

Münster (-niaifeld) den Verzicht und üebertrag in Betr. der Güter 
zu Wilre. welche die erzbischöfl. Ministerialen Eiyas von 
Elce und dessen Brüder dem Trierer Bürger Karl v. üre ver- 
kauft haben, seitens der betheiligten Brüder und Schwestern von 
Elce in Empfang zu nehmen und Urkunde darüber auszufertigen. 
1257, 10 kal. jul. Inserirt in folg. Urk. 1406. 

1257 iun. 26. Der Dechant Sibodo von Münster in Meynevelt 
beurkundet, dass er (infolge eingerückten erzb. Mandats v. 22.) den 
V^erzicht und Üebertrag der Geschwister Elyas und Wilhelm der 
Rittern, Theoderich, Lutther, Johann, Odilie und Adele 
V. Elce in Betr. der Güter zu Wilre in Gegenwart der Münsterer 
Canoniker Henrich v. Kovern, Gobelin v. Bacheym, 
mag. Henrich v. Worms, Elyas v. Wise und Th. v, Guntra- 
via sowie der Ritter Friderich v. Grove und Peter v. Eych 
in Empfang genommen habe. Mitbesiegelt von Erzb. A.(rnold) v. 
Trier und Elyas v. Elce. 1257, 6 kal. jul. Orig. in Coblenz. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,1013. 1407. 

1257 iun. 29. Henrich Abt und der Convent von S. Maximin bei 
Trier bestimmen, dass die Almosen-Pfründe »Ter cenaria«, so- 
bald dieselbe erledigt werde, an den Priester des Elisabethspitals 
fallen soll. 1257 in festo Petri et Pauli. Chartul. in Coblenz. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,1014. 1408. 

1257 iul. 6. Der Gardinalpriester H. (ugo) v. S. Sabina erlässt in seiner 
Behausung bei den Predigermönchen zu Viterbo, woselbst als Pro- 
kuratoren in der Klagesache der Gollegiatstifter in Trier gegen ihren 
Erzbischof (vgl. febr. 10) seitens des Letztern Nicolaus Abt, Dom- 
herr V. Toul, und Gerard Kaplan der Michaelskirche in 
Coblenz, sowie seitens der Gollegiatstifter der frier. Domherr 
Hugo von der Leyen (de Lapide) gegenwärtig waren, ein Ur- 
theil in dieser Sache. Viterbii ap. fratres Praedicatores in hospitio 
ejusd. Gardinalis 1257 die 6. intrante mense jul. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,1017 in der päpstl. Bestätigung. Blattau, Stat. 1,50. 1409. 

1257 iTil. 6. Graf Eberhard v. Eberstein verzichtet auf eine ihm als Vogt 
gebührende Abgabe aus der Hofstatt zu Celtanc, welche dem Spi- 
tal des Kl. Hemmenroth gehöit. Utenheim 1257 octava Petri et 
Pauli. Orig. in Coblenz. Gedr. MUlrh. Ukb. 3,1014. 1410. 

1257 iul. 13. König Richard stellt im Lager vor Boppard für den 



318 1257. Mittelrhein. Regesten. 1411—13. 

Grafen Heinrich v. Luxemburg eine Urkunde aus. In Castro ante 
Popardiam 13. die jul. 1257 ind. 15, reg. 1. Gedr. Ludewig, 
Rel. 5,418. Gebauer 348. Reg. Boehmer 41 no. 18. Publ. de 
Luxemb. 15,81. Georgisch 1,1130 no. 49. Damberger 10,725. 1411. 

1257 iul. 15. König Richard befreit in einer durch seinen Protonotar 
mag. Arnold v. Holland Propst von Wetzlar im Lager vor 
ßoppard ausgefertigten Urkunde die Stadt und Bürgerschaft von 
(Ober-) Wesel nach dem Beispiel seiner Vorgänger Kaiser Friedrich 
und König Wilhelm auf ewig von aller fremden Dienstbarkeit; will, 
dass die Stadt niemals fremder Herrschaft untergeben werde, son- 
dern nur des Reichs Schutz ungestört geniesse, dass weder des Reichs 
noch der Stadt Gefälle daselbst zu Lehen oder Pfand gegeben, noch 
der Bezirk oder ein Zubehör der Stadt derselben entzogen werde ; 
verspricht, keine andere Befestigungen in der Stadt, ausser dei' be- 
stehenden Ringmauer, zu erbauen, und bestätigt ihr die Vogteifrei- 
heit, welche Kaiser Friedrich verliehen, nachdem derselbe mit den 
dazu von der Stadt hergegebenen 800 Mark diese Vogtei von den 
Gebrüdern Otto und Otto v. Sconenburg zurückgekauft und 
denselben dafür andere Reichslehen gegeben hatte. Zeugen die bei- 
den Erzbischöfe von Mainz und Cöln, der Bischof von Cambrai des 
königlichen Hofs Canzler, der Herzog Walram v. Limburg, die Gra- 
fen V. Luxemburg, Jülich, Godefrid v. Seine, Henrich v. Vir- 
nenburg, Johann v. Spainheim, der Wildgraf Gunrad 
und Raugraf (irsutus) Gunrad; des königlichen Heeres Marschall 
Walram v. Jülich, der Truchsess Werner v. Bolanden, der Kämmerer 
Philipp v. Falkenstein und Wirich v. Dune. In castris ante 

Bopardiam die 15. jul. 1257 ind regni a. 1. Gedr. Günther 

3a,XL Mttlrh. Ukb. 3,1015. Reg. Boehmer 41 no. 19. Publ. de 
Luxemb. 15,81. Lehmann, Spanheim 2,5. 1412. 

1257 inl. 28. Papst Alexander IV communicirt dem Domcapitel und 
den S t i 1 1 e r n von S. P a u 1 i n und S i m e o n in Trier die in deren 
Streite mit ihrem Erzbisch ofe erlassene Sentenz des Cardinal- 
priesters H.(ugo) von S. Sabina (vgl. jul. G) in vollständigem Wort- 
laute und mit seiner päpstlichen Bestätigung. »Hiis que pro« etc. 
Viterbii 5 kal. aug. pont. a. 3. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 
3,1016. Blattau, Stat. 1,49. Reg. Potthast 2127 no. 26545. Unter 
demselben Datum beauftragt auch der Papst den Rheimser Dom- 
dechanten mit Ueber wachung der Ausführung dieser Sentenz. »Cum 
questionem nobis« etc. Orig. in Coblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,1021. 
Potthast no. 26546. (Kreglinger) Catal. Renesse 13 no. 85. 1413. 



1257. Mittclrhein. Rotesten. 1414—18 319 

257 aug. 1. Diether v. Molsberg und seine Gemalilin Elise versprechen 
dem Marienkloster bei Andernach (S. Thomas) dafür, dass 
dasselbe seinen Hof in Brechen nicht ohne ihren Consens verpfän- 
den oder sonst wie veräussern will, es darin nicht zu belästigen 
oder zu schädigen und allenfallsige Streitigkeiten wegen desselben 
richterlich entscheiden zu lassen. Mitbesiegelt vom Erzbischof von 
Cöln, den Herren Hin rieh v. Isenburc, Godefrid Grafen v. 
Seyne und Hinrich v. Kovern. 1257 Petri ad vincula. Orig. 
in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,1021. 1414. 

257 aug. 4. Der Ritter Mathias Rimpe in Trier verkaufte sei- 
nen Weinberg am »Luseburne« dem Trierer Bürger Theo- 
derich Propst (Preposito) in Bideburch und dessen Frau 
Elizabeth unter Verpfändung aller seiner Güter '/ur gesetzlichen 
Garantie. Zeugen 14 Trierer Schöffen, darunter Gilet, War- 
ner, Colin, Karl, Ordolf und Ordolf. 1257 sabb. post vin- 
cula Petri. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttkh. Ukb. 3,1022. 1415. 

.257 ang. 9. Abt Jo.(frid) von Prüm verspricht Dechanten und 
Convent seiner Kirche ihnen 3 Pfund zum Ankauf von Gütern zu 
geben, wenn er oder seine Nachfolger die Fruchtrente wieder ein- 
lösen würden, welche Hermann v. Erdorph von abteil. Lehen- 
gütern in Rumersheim zu liefern, und welche derselbe und 
dessen Frau Yda für 3 Pfund von ihm verpfändet erhalten und an 
den Kirchherrn (investitus ecclesie) von Lyssendorph zur Stiftung 
dessen Familien- Anniversariums verkauft hatten, 1257 vigil. Lau- 
rentii. Orig. in Coblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,1022 no. 1410. 1416. 

257 aug. 10. Rudolph Herr v. Malberch überlässt dem Kloster 
Hemmen rode die demselben von den Leuten seiner Vogtei von 
Betthinveit und Mervelt gegebenen Güter, und verzichtet auf 
seine Rechte daran unter der Bedingung, dass ferner nicht mehr 
Güter seiner Vogtei ohne seinen Consens an das Kloster übertragen 
werden. Zeugen die Herren Willekin und Richard v. Man- 
derscheit, Theoderich Abt und die Priester und Mönche 
Henrich und Godefrid von Hemmenrode, die Ritter Ri- 
chard v. Spanheym, Winimar, Leonius und Jacob von 
Mervelt. 1257 die Laurentii. Orig. in Trier. Gedr. Fahne, Cod. 
Salm. 29. Mttlrh. Ukb. 3,1023. 1417. 

257 aug. 10. Der Erzbischof Gerhard von Mainz noch in der Belage- 
rung Boppards; nach einer Urkunde desselben d.d. in castris 



320 1257. Mittelrhcin. Regeston. U18— 23. 

obsidionis Bopardie in die Laurentii bei ßodmann, Rhein- 
gauischc Alterth. 353. 1418. 

1257 aug. IS. Erzb. A.(rnold) v. Trier beurkundet, dass heute in 
seiner Gegenwart und unter der Zeugenschaft des Abts v. Ru- 
morsdorph der Ritter Henr. Paife seine (.'üter zu Lozen- 
b u r e n dem Kl. H i m m e n r o d e geschenkt habe. 1 257 sabb. post 
assumpt. Marie. Orig. in Coblenz. Gedr. Mtth'h. Ukb. 3,1023. Reg. 
Goerz, Reg. d. Erzbb. 49. 1419. 



1257 aug. 26. Papst Alexander IV ertheilt dem Flor inst ift in Cob- 
lenz ein Ablass - Privilegium für die Kirch weihe und Marienfeste 
»Licet is de« etc. Viterbii 7 kal sept. pont. a. 3. Orig. in Cob- 
lenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,1024 no. 1413. Potthast 2127 no. 26547. 

1420. 



' 



1257 aug. Der tricr. Archidiakon The. (oderich) genehmigt dem 
Kl. Differtingen die Inkorporation der Kirchen von Zolver und Kar 
(mai 7). 1257 mense aug. Reg. Publ. de Luxemb. 15,37. 1421. 

1257 sept. 5. Erzb. Arnold v. Trier giebt daselbst unter Mit- 
besieglung der 4 Benediktiner Aebte der Stadt seine Zustiniraung 
zu der Entscheidung auf die gegen ihn vom Dom- und den beiden 
andern Collegiatstiftern erhobenen einzelnen Klagepunkte; wo- 
rauf sich Letztere für befriedigt erklären. Darnach solle unter An- 
dern! das Domcapitel über die zu Almosen bestimmten Gefalle 
des Hospitals verfügen wie zu den Zeiten der Erzbischöfe Job. (ann) 
und Th. (eoderich); das Vermächtniss Erzbischofs Th. (eoderich's 
II) in Betr. der Güter von Edigrin solle in Kraft bleiben; an dem 
Hause in Andernach solle das Domcapitel seine Eechte behal- 
ten; der Archidiakon v. Bolanden (S. Castoris in Garden) solle 
sowohl in der Stadt Andernach wie in den andern Orten seines 
Archidiakonatsbezirks ungestört sämmtliche Archidiakonatsrechte aus- 
üben, und ebenso alle andern Prälaten ihre Rechte wie zu den Zeiten 
der gen. Erzbischöfe Job. (ann) und Th. (eoderich) v. Trier. 
Treveri 1257 non. sept. Orig. in Coblenz. Gedr. Blattau, Stat. 
1,51. Mttlrh. Ukb. 3,1024. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 49. (Kreg- 
linger) Catal. Renesse 13 no. 86. 1422. 

1257 sept. 8. König Richard bestätigt der Bürgerschaft von Wetflar 
alle ihr von den frühern römischen Kaisern und Königen verliehenen f 
Freiheiten, Rechte und Privilegien; namentlich dass ihre Töchter, 
Enkelinnen und Verwandtinnen nicht gegen ihren Willen zu Ehe- 



1257. Mittelrhein. Regesten. 1423—28. 321 

frauen sollen gegeben werden; dass kein Bürger auf des Königs Ge- 
heiss in Gefangenschaft gesetzt werden solle, um von ihm Gelder zu 
erpressen; auch verspricht er, dass die Städte Wctflar, Frankfurt, 
Friedberg und Gelnhausen nie vom Reiche sollen getrennt werden. 
Maguntie 8. die sept. 1257 ind. 15, regni a. 1. Orig. in Wetzlar. 
Gedr. Guden, Syllog. 474. Gebauer, Leben K. Richard's 355. Mttlrh. 
Ukb. 3,102G. Reg. Boehmer 41 no. 26. 1423. 

1257 sept. 8. König Richard verspricht der Bürgerschaft von Wetflar, 
keine Befestigung oder Burg innerhalb der Stadtmauern zu erbauen, 
sowie sie von ihren Eidespflichten zu entbinden, wenn der Papst 
ihn verwerfen und einen andern König aufstellen sollte. Dat. wie 
vorher. Orig. in Wetzlar. Gedr. Guden, Syllog. 473. Gebauer 355. 
Mttlrh. Ukb. 3,1027. Reg. Boehmer 41 no. 25. — Gleiche Privile- 
gien wie Wetzlar erhielten auch unter dems. Dat. die 3 andern 
Wetterauischen Städte Frankfurt, Friedberg und Gelnhausen. 1424. 

1257 sept. Gylbert Dechant und das Gapitel der Kirche in Wetf- 
lar übergeben daselbst dem Hermann v. Mulenhe im die Vor- 
mundschaft über Ramung und Conrad, die Söhne des verstorbe- 
nen C o n r a d 's B l u m e 1 i n , bis zu deren Grossjährigkeit, behufs 
Empfangs deren Kirchenlehen, und gestatten nur den beiden Söhnen 
die Verfügung über die Güter weiland Gerlach's Lesche in Stein- 
dorf und einen Mansus im Wetflarer Feld. Wetflarie 1257 
mense sept. Gedr. Guden, Cod. 5,28. Mttlrh. Ukb. 3,1028. 1425. 

1257 sept. Johann Abt und der Convent von S. Martin zu Trier 
geben einige Wingertstücke (8 petituras cum pulre) im »Schal- 
beide« über der Brücke an Colone gegen anderthalb Ohme Wein 
und 8 Denaren Jahrzins in Bebauung. 1257 mense sept. Zeugen: 
der Ritter Reiner, Meier Cunrad und dessen Schwiegersohn 
Petrus, Jacob Ungenade, Constantin und Wirich der 
Bäcker, Bürger zu Trier. Cop. saec. 18 in Schreiner, Hist. abb. 
1,171 zu Trier. 1426. 

L257 oct. 1. Graf M.(arquard) v. So 1 misse und andere, Schiedsrichter 
in einer Sache des Edelherrn v. Runkel mit dessen Hörigen. 1257 
die Remigii. Gedr. Lehmann, Westerburg 114. 1427. 

L257 oct. 9. Papst Alexander IV ermuntert die Diözesen von Rheims, 
Sens, Rouen und Trier zu milden Beiträgen für die Vollendung 
der Kirche S. Nicasii in Rheims. »Quoniam ut ait« etc. Viterbii 

21 



322 1257. Mittelrhem. Regesten. 1428-33. 

7 id. oct. a. 3. Gedr. Marlot, Hist. Rem. 2,546. Reg. Potthast 
1391 no. 17025. 1428. 

1257 oct. 10. Henrich (v. Mertloch) Scholaster des Stifts zu Mün- 
ster auf dem Meynevelt errichtet sein Testament. Nach dem- 
selben erhalten Legate die Stiftskirche S. Martin und S. Severus 
daselbst; die Nonnen in Rosendal; sein Bruder Walter; sein 
Neffe (Schwestersohn) Walter; sein Vetter (cognatus) Hermann 
V. Karden und dessen Brüder; Christine die Wittwe seines Bru- 
ders Friderich; der blinde Peter; Lise die Tochter Agnes ins; 
seine Schwester, welche Nonne in Valindr e ist, und sein Bruder 
Isfrid. Unter den Legaten sind Güter zu Girreke (Gering), 
VVerwis (Wirfus), Alken, Merthelach, Alsenze (AUenz) und 
Gappen ach. Zu Testaments-Exekutoren ernannte er den De- 
chanten S. (ibodo) und Gustos C. seines Stifts, seinen Bruder J 
den Ritter Isfrid und Johann Wald (Lucus), und waren hier- 
bei zugegen die beiden Priester H. von S. Johann und Simon 
von S. Michael, mag. Andreas, sein Vetter Th. (eoderich) v. 
Ki necken und der Diakon Wilhelm. 1257 mense octob. fer. 
4 in crast. Dionysii. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,1029. 

1429. 

1257 oct. 22. Die Gebrüder und Ritter Bertold und Conrad v. Bru- f 
ningsheim, sowie die Gebrüder Franko und Bertold v. Cronenberg 
präsentiren dem Propst des Mariengradenstifts in Mainz den dortigen 
Domherrn mag. G. zur Pfarrei in Dypbach. 1257, 11 kal. nov. 
Orig. in Idstein. Gedr. Rössel, Eberb. Ukb. 2,92. 1430. 

1257 oct. Schultheiss, Schöffen und Bürgerschaft von Frankfurt beur- 
kunden, dass Herr Gunr. Mesinbug und dessen Ehefrau Gertrud dem 
Kl. Aldinburg ihre Güter in Grosslinden, sowie ihre Rechte an 
den Gütern, welche der Ritter Gilebert dem Kloster gegeben, ge- 
schenkt haben. 1257 in oct. Gedr. Guden, Cod. 2,128. Boehmer, 
Cod. Francof. 1,118. Mttlrh. Ukb. 3,1030. Reg. Scriba 2,39 no. 491. 

1431. 

1257 nov. 3. Graf Diether v. Catzenellnbogen urkundet an diesem Tage 
auf Schi. Rheinfels. ap. Rinvels 3 non. nov. (1257). Mone, 
Zeitschr. 1,241. Vgl. Wenck, Hess. Ukb. 1,24. 1432. 

1257 nov. 7. Th. (eobald) König von Navarra, Pfalzgraf der Champagne 
und von Brie, verspricht in Orleans, dass er nach seiner Rückkehr 



1257. Mittelrhein. Regesten. 1433—35. 32 



n 



aus Navarra den von Jean de Thoratc und dem Marschall der Cham- 
pagne besiegelten Friedensvertrag des Vidams von Chalons und Guiz 
sires de Monte 1er (vgl. febr. 6) besiegeln werde. Orliens 1257 
en mois de novembre le merkedi prochain apres la feste tous Sains. 
Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,1030. 1433. 

1257 nov. 10. Der päpstl. Auditor kassirt im päpstl. Pallaste zu Viterbo 
auf die Appellation der Abtei S. Maxi min und des Clerikers Jo- 
hann, Rcctors der Kirche von (Wasser-) Billike, wegen des von dem 
tri er. Official in ihrem Streite mit dem Kl. S. Barbara in 
Trier über das Collationsrecht dieser Pfarrei gegen sie erlassenen 
Urtheils, dieses Urtheil, und erkennt zu Gunsten der Erstem. Unter 
den Gegenwärtigen mag. Jacob Canonikus von S. Paulin bei 
Trier. V^iterbii in pal. dni. ppe. 1257 mense nov. die 10. Chartul. 
in Coblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,1031 no. 1421. 1434. 

1257 nov. 11. Abt Wilhelm von S. Trond reist 1257 in festo Martini 
nach Lupsdorf und Brisecha, um sich über die Verhältnisse der 
Güter seines Klosters zu Lupsdorf genauer zu erkundigen »quia 
vero tempora mutantur, et res mutantur in tempore«, da in den al- 
ten Büchern des Klosters Folgendes stehe: — Wenn der Weinpropst 
(prepositus vini) auf die Mosel reist, bleibt er eine Nacht in Lups- 
dorf liegen, und erhält von den Gütern sein Genüge an Speise, 
Trank und Pferdefutter für sich und seine Begleitung (familia). Die 
Güter daselbst bestehen in 2 grossem und 3 kleinern Wingerten, 7 
Morgen (diurni) Land und 2 Theilen eines Waldstrichs (saltus). Von 
diesen Gütern erhält dasselbe der Propst oder Abt auch wenn der- 
selbe in Rimagen oder in der Nachbarschaft übernachten will, 
und wenn derselbe morgens abreist, empfängt er mit seinen Pferden 
und Gefolge (familia) genügendes Frühstück (gentaculum). — Von 
Er n est von Brisecha, einem Greise, und Macharius, welcher 
auf den Gütern in Lupsdorf wohnt, vernahm der Abt, dass lange 
Zeit diese Güter der lange bhnd gewesene Lambert von Wede, 
Sohn Win and 's vom Torne, gehabt, und von dessen Erben die- 
selben der Ritter Arnold Busch ar v. Andernach gekauft 
habe, welchem auch der Abt dieselben aufs Neue in Andernach 
verliehen hatte. Nach Arnold 's Tode erhielt dessen Wittwe von 
dem gen. Abte in vigil. Martini 1257 (nov. 10) in der Minoriten- 
kirche zu Andernach diese Güter zu Lehen, und gab dem Abt, 
ausser den gebräuchlichen 4 köln. Soliden, mit seinen 7 Pferden die 
Nachtherberge, Abendmahlzeit und folg. Tags (Martini) Frühstück in 
ihrem Hause zu Andernach. 

81* 



324 li?o7. Mittelrhein. Regesten. 1435—40. 

In Betreif der Zinsen zu Briseka sagt der obengen. Em est 
aus, dass die Burggrafen Fr id er ich und Arnold v. Hamer- 
steyn jährl. zu 9 köln. Denaren von einem Wingert zwischen Ha- 
mersteyn und Brul, ferner die Templer und Remar v. Bri- 
siche, wie auch die Templer wegen des Antheils Johann 's, des 
Sohns Th. Wert, welchen dieselben als Bruder aufgenommen ha- 
ben, sowie verschiedene Andere ausser ihm, Ernest selbst, an Zinsen 
dem Kloster verpflichtet seien. Himerod. Chartul. in Trier. 1435. 

1257 nov. 13. Der Metzer Archidiakon Johann bestätigt der Abtei VV a d- 
gassen die Schenkung des Bischofs v. Metz in Betr. der Pfarrkirche 
in Omersheim (wie 1252 Bischof Jacob v. Metz). 1257 fer. 3 post 
Martini. Orig. in Coblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,873. 1436. 

1257 nov. 27. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,633 siehe 1252 nov. 27. 

1257 nov. 28. König Richard nimmt zu Neuss den Präceptor und die 
Brüder des Deutschordens hauses zu Coblenz in seinen 
Schutz und sein Geleit, und verordnet, dass ihre Schiffe mit Wein 
und andern Sachen zollfrei auf dem Rhein sollen fahren dürfen. Reg. 
Boehmer 42 no. 36. 1437. 

1257 nov. 30. Erzb. Arnold v. Trier vermittelt in dem Streite des 
Nonnenklosters S. Marie in Horreo zu Trier (S. Irmin oder 
Oeren) mit dem Ritter Jacob v. Ensinbruch über die Vogteilichkeit 
auf den abteilichen Jahrgedingen einen Vergleich dahin, dass gen. 
Jacob diese Vogtei auf seine Lebenszeit besitzen, dieselbe aber nach | 
dessen Tode an das Kloster zurückfallen solle. 1257 die Andree. 
Chartul. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,1032. Reg. Goerz, Reg. 
d. Erzbb. 49. 1438. 



1257 dec. 1. Der Mainzer Weihbischof Theoderich Bischof v. Wirland 
(Vironens.) weiht die Kapelle des Flofs der Abtei Eberbach zu 
Heimbach, wo zur Zeit der Eberb. Mönch fr. Cunr. Graf (Co- 
mes) magister curie war. Rössel, Gesch. des Kl. Eberb. 2,115. 

1439. 

1257 dec. 4. Papst Alexander IV ertheilt dem Minoritenkloster in 
Coblenz zum Vortheil der Kirchenfabrik ein Ablass - Privilegium. 
»Quoniam ut ait« etc. Viterbii 2 non. dec. pont. a. 3. Sbaralia, 
BuUar. Francisc. 2,266 no. 392. Reg. Potthast 1397 no. 17095. 

1440. 



1 



1257. Mittelrhein. Kepresten. 1441— 4G. 325 

1257 .... Die Gräfin Agnes v. Castel vererbpachtet an die von 
ihrem verstorbenen Vater Grafen Henrich v. Seyn gegründete 
Abtei Seyn gegen eine Jahresrente von 5 köln. Soliden ihren Wald 
zwischen den Dörfern Gulse und Metrich, w^elchen sie von ihren 
Aeltern ererbt hat. 1257. Orig. in Coblenz. Gedr. Günther, Cod. 
2,282. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,1032 no. 1423. Vgl. folg. Reg. 1441. 

1257 dec. 11. Dieselbe, Wittwe, cedirt in Trier vorgen. 5 köln. Soliden 
Neubruch-Zinsen zu Metterich, welche das Kl. Seyn an sie jähr- 
lich zu entrichten hat, an die Abtei Hyminrode. Treveri 1257 
fer. 3 ante Lucie. Orig. in Coblenz. Gedr. Günther 2,283. Reg. Mttlrh. 
TTkb. 3,1032. — An dems. Tage ersucht auch die Gräfin das Kl. 
Seyn, diesen Zins künftig an Hymenrode zu zahlen. Orig. in 
Coblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,1032. 1442. 

1257 dec. 21. Erzb. Ar. (nold) v. Trier bestätigt in Trier dem Kl. 
Arnsburg die dems. zur Kirch weihe von dem Bischöfe Th. (eoderich) 
v. Wirland (Virona) ertheilten Indulgenzen. Treveri 1257 die 
Thome apost. Reg. Baur, Ukb. des Kl. Arnsb. 51. Goerz, Reg. d. 
Erzbb. 49. 1443. 

1257 dec. 23. Papst Alexander IV befiehlt dem Canonikus Macha- 
rius von S. Paulin bei Trier die Untersuchung und Entscheidung 
in der Klagsache des Apothekers Radulf und dessen Ehefrau 
Kunigunde gegen den Abt von S. Martin in Trier, den Rit- 
ter Radulf V. der Brücke (de Ponte) und einige Trierer, 
Metzer und Cölner wegen Vorenthaltung gewisser zu Kunigunde's 
Heirathsgut gehöriger Güter. »Radulfus apothecarius« etc. Viterbii 
10 kal. Jan. pont. a. 4. Orig. in Trier. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,1033. 
Reg. Potthast 2127 no. 26551. 1444. 

1257 dec. Richter, Schöffen und Bürgerschaft von Wetflar befreien 
das Johanniterhaus zu Weissei von der Entrichtung des »Ungelt« 
von allen zum Kauf in die Stadt gebrachten Sachen. 1257 mense 
dec. Oria:. in Coblenz? 1445. 



•O' 



1257 .... Der Abt von Eberbach und der Vicedom im Rheingau be- 
urkunden, dass das Kl. Aulhausen die Rente, welche nach dem Ver- 
mächtnisse Dudo's, des Sohns Herrn Embricho's Vogts von 
Drehtingeshusen, das Refektorium bezieht, auf den Wingert 
»Breidenlinden« in Drehtingeshusen versichert habe. 1257 
ind. 15. Orig. in Idstein. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,1033. 1446. 



326 1257—58. Mittelrhein. Resesten. 1447—52. 

1257 . . . . Henrich v. Oftindinch, der Sohn Henrich 's von 
Rospe, vermacht zu seinem und der Frau Ir. (megard) Virne- 
cornie Anniversarium dem Cistertienserkl. Rosenthal (Vallis 
rosarum) eine halbe Mark Jahresrente, und zwar 4 Soliden von 
Frau Engele der Wittwe des Schiffers Henrich in Lützel- 
coblenz (Confl. minor) aus einem Wingert hinter dem Hause 
des Ritters Heidinrich, und die übrigen 2 Soliden von einem 
Hause und Hofe daselbst neben dem Pütz (juxta puteum). Be- 
siegelt vom Prior des Predigerordens in Coblenz und der 
gen. Irmegard. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,1034. 1447. 

1257 .... Der Landdechant Heinrich von Trier beurkundet 
einen Vergleich der Abtei Himerode mit Echternacher Bürgern 
wegen der dem Kloster von Gertrude vermachten Güter. 1257. 
Reg. im abteil. Repert. aus dem 15. Jahrh. in Coblenz. 1448. 

1258 lan. 5. Graf Heinrich v. Solmesse überlässt dem Deutschen 
Hause in Marburg die Güter zu Winemarsdorf, welche der Ritter 
Emercho Sibodo v. Homberg"^ von ihm zu Lehen trug, nachdem der- 
selbe ihm andere Güter zu Watzeniode und Witoldesfelden als Lehen 
gestellt hat, 1257 non. jan. Gedr. Wyss, Ukb. d. Bailei Hessen 
1,117 no. 151. 1449. 

1258 ian. 5. Das Deutsche Haus in Coblenz beurkundet die ver- 
schiedenen Zinsen, welche es von den ihm von dem Ritter Guntram, 
von Heinr. Durzeman und von Heidentrude der Wittwe Hermann's v. 
Esthena, geschenkten Gütern zu Oberlahnstein zu entrichten habe. 1257 
vigil. Epiphan. Orig. in Wien. Gedr. Hennes, Ukb. 1,158. 1450. 

1258 ian. 9. Erzb. Arnold v. Trier bestätigt dem Paulinstift bei 
Trier (wie Erzb. Theoderich 1215 Reg. 1263) die Urk. Erzb. Eg- 
bert's. 1257, 5 id. jan. Orig. in Coblenz. Gedr. Oehmbs, Gerecht- 
same etc. 11. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 49. Mttlrh. Ukb. 3,1034 
no. 1427. Vgl. Brower, Ann. 2,148. 1451. 

1258 ian. 13. C.(onrad) SchuUheiss, Ritter, Schöffen und Bürgerschaft 
von Bopard beurkunden, da.ss der Priester Henr. Seh er f und 
seine Geschwister Ekkard, Met bilde und Gude, als sie ihr Haus 
mit Hofstätten gegenüber dem Hause der Propstei in Bopard tt 
dem Kl. Eberbach geschenkt, die Bedingung gemacht haben, dass 
dasselbe weder verkauft noch sonst vom Kloster veräussert werden 
dürfe. Zeugen die G Ritter VVigand, Sifrid v. G undilnhusen, 



1258. Mittelrhciu. Rcgestüü. 1452—56. 327 

Henr. Mo euch (Monachus), Henrich v. Bikkenbach, 
Uangelo und Witkind; die Schöffen Gunr. Gulre, Joh. 
Wo 1 geboren (ßenenatus), Sifrid und Henrich v. Sal zeche 
und der Notar Wilhelm. 1257 octava Epiphan. Orig. in Cob- 
lenz. Gedr. Rössel, Eberb. Ukb. 2,89. Mtürh. Ukb. 3,1034. 1452. 

1258 ian. 16. Henrich Abt von S. Maxi min bei Trier bestimmt 
aus den Einkünften der »Wisemule« an der Ruver, welche er 
von dem Ritter Symon v. Schusschel, und aus denen eines 
halben Gartens in der Olevia, welche er von Vogel (Volucer) 
dem Sohne Reichs (Regis) erkauft hat, 8 trier. Soliden zur Ver- 
wendung an seinem Begräbnisstag und Anniversarium. 1257 fer. 4 
post octav. Epiph. Chartul. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,1035. 

1453. 

1258 ian. 17. Erzb. Arnold v. Trier bestätigt hier selbst die von 
ihm eingesehene und vollständig wiederholte Urkunde seines Vor- 
gängers, des Erzbischofs Egilbert, für das Simeonsstift 
(siehe Reg. 1544 des 1. Theils), und befiehlt, dass dieselbe noch 
ebenso wie zu den Zeiten der Erzbischöfe Johann und Theo- 
d er ich solle respektirt werden. Treveri 1257 fer. 5 post octav. 
Epiphan. Chartul. in Coblenz. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 49. 
Mttlrh. Ukb. 3,1036 no. 1430. 1454. 

1258 ian. 17. Arnold Grossarchidiakon und Propst von S. 
Paulin zu Trier, H.(ennch) Propst zu Pfalzel, mag. Ever- 
hard Canonikus v. S. Symeon zu Trier und der Ritter 
Theoderich v. der Brücke (de Ponte) erlassen als Compro- 
missarien in dem Streite des Kl. Hymmenrode mit Egidius v. 
d. Brücke, dem Schwiegersohne des Trierer Schöffen Karl, 
wegen Zehnten und Patronatrechts der Kirche von Dalheim und 
Trimpardin einen Schiedsspruch, welchen beide Parteien accep- 
tiren. Darnach soll das Kloster 42 trier. Pfund an Egidius bezah- 
len, und dieser mit seinem Bruder Peter v. der Brücke in die 
Hände des Edelherrn Theoderich 's v. Hagen auf die be- 
anspruchten Rechte Verzicht leisten, auch die Priester von der 
Brücke und von S. Paul für den erUttenen Schaden entschädigen, 
sowie dem Kloster die in beiden Orten weggenommene Frucht zu- 
rückgeben. 1257 fer. 5 post octav. Epiph. Orig. in Coblenz. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,1036. 1455. 

1258 ian. Egidius und Peter, die Söhne des verstorbenen Ritters 



328 1258. Mittelrhein. Regesten. 1456-59. 

L II de V ich v. der Brücke (de Ponte) in Trier, verzichten ge- 
genüber der Abtei Hymm inrode auf ihre beanspruchten Rechte an 
Zehnten und Patronat zu Dalhem und Trimpardim. Zeugen 
der Grossarchidiakon Arnold und die Trierer Schöffen 
Colin, Ordolf und Jacob Gebrüder, Warner Wreissam, die 
Gebr. Henrich und He nr. Bauer, Nicholaus, Karl, Phylipp, 
Henr. Purcel, Peter v. Winter ich und Ordolf der Sohn 
weiland Arnold's Ho was. 1257 mense jan. Orig. in Coblenz. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,1038. 1456. 

1258 ian. 29. Henrich Schultheiss (villicus), Henrich der!" 
Vogt, die Schöffen Helyas, Sifrid, Ricolf, Cunrad, Da- . 
mar, Cunrad, Heimo, Rener, Nicolaus, Henrich, Walter, | 
Gilo und Albero, nebst Bürgerschaft von Coblenz beurkunden, ! 
dass der Cleriker Saulin daselbst dem Kl. Himmerode das 
Eigenthumsrecht über seine Wingerten, zwei Häuser und verschiedene 
Zinsen daselbst geschenkt, und bestimmt habe, dass nach seinem 
Tode M e t h i 1 d e und deren beide Kinder Paul und P a u 1 i n e erb- 
lich diese Güter gegen einen Jahrzins an's Kloster besitzen sollen. 
Die Wingerten liegen in den Fluren »S. Georgii flor« und bezieht 
von diesen Sophie v. Kirchhofe (de Cimiterio) einen Jahr- 
zins, im Flur »Arroz« von dem der Schmidt Henrich einen 
Zins erhält, im »Bitze«, im »Woiste«, welcher letztere dem Ger- 
lach v. Stedebach einen Zins giebt; im »Grainstein« , in der 
»Enzowe« mit einem Zins an S. Castor und das Deutsche 
Haus beschwert, und in der »An e winde« mit einem Zins an 
Gerlach v. Stedebach. Die beiden Häuser stehen in der Hi Ide- 
brands -Strasse und in der Strasse bei S. Castor 's Brunnen. Die 
Zinsen haben zu entrichten der Tüncher (tector) Sifrid, Benigna 
v. Müde, das Haus Methildes bei dem Hause »ZenchenaU, 
Cunrad v. Birnebach, Bertrud. Vulcher von einem Wingert 
im »Bercasse«, aus welchem auch Ludewich v. Artenrode 
einen Zins bezieht. 1257 die^ Valerii. Orig. in Coblenz. Gedr 
Mttlrh. Ukb. 3.1037. ** 1457 

1258 ian. Erzb. Arnold v. Trier vidimirt und bestätigt als oberster 
Lehensherr die 4 Urkunden vom 22. Nov. 125G und Febr. 1257 
(Reg. 1336—38 und 1375). 1257 mense jan. Orig. in Coblenz. 
Heesius, Manip. 86. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 49. Mttlrh. Ukb. 
3,988. 1458. 

1258 febr. 11. Der päpstl. Auditor verwirft die Appellation des Kl. S. 



1258. Mlttelrhein. Re^esten. 1459-63. 329 

Barbara in Trier auf das vom päpstl. Auditor in der Appel- 
instanz am 10. Nov. 1257 erlassene Urtheil, und bestätigt dieses. 
Viterbii in hospitio dicti auditoris 1258 tempore iVlexandri IV ppe. 
die 11 intrante febr. ind. 10. Orig. in Heidelberg. Keg. Oberrhein. 
Zeitschr. 23,135. Mttlrh. Ukb. 3,1031. 1459. 

1258 febr. 13. Erzb. Arnold v. Trier beauftragt in G ob lenz den 
Dompropst S. (imon) und trier. Archidiakon H. (einrieb) von 
Bolanden, seine Streitigkeit mit den Kirchen der Stadt Trier wegen 
der Rechte derer Besitzungen an Land, Wald und Wasser nach der 
Observanz unter den trier. Erzbischöfen Johann und Theo- 
derich zu entscheiden. Gonfluentie 1257 id. febr. Ghartul. in 
Goblenz. Gedr. Oehmbs, Gerechtsame etc. 12. Mttlrh. Ukb. 3,1039. 
Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 49. Vgl. Brower, Ann. 2,148. 14G0. 

1258 febr. 20. Papst Alexander IV bestätigt der Abtei S. Maxim in 
bei Trier und dem Johann Jlektor der Kirche von (Wald-) Bellike 
diese Kirche nach der gerichtlichen Sentenz der von ihm ernannten 
Auditoren gegen die Ansprüche des Kl. S. Barbara zu Trier. 
>Ea que judicio« etc. Viterbii 10 kal. mart. pont. a. 4. Orig. in 
Goblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,1031. Potthast 2127 no. 26553. — 
An dems. Tage überträgt der Papst dem trier. Archidiakon des 
französischen Theils der Diözese (terrae Gallicae) die Exekution die- 
ses Urtheils. »Exhibita nobis« etc. Inserirt der Urk. vom 22. Sep- 
tember 1258. 1461. 

1258 febr. 27. Der trier. Dompropst und Archidiakon Symon 
beurkundet in Trier den Vertrag, welchen das Gapitel von S. Sy- 
meon zu Trier, Egidius Herr v. Berge, Th. (eoderich) Herr 
v. Linceren und der Ritter Ottho v. Sidelingen wegen Anlage 
eines Dorfs mit Mühle und Bannbackhause auf Gütern von R u 1 v i n- 
gen und Enselingen (Rolingen und Esingen Kr. Saarburg) ge- 
machthaben. Von diesen Gütern gehörten die zu Rulvingen dem 
Simeonsstift und Avar Egidius Herr v. Berg deren Vogt; die 
zu Enselingen den gen. v. Linceren und v. Sidelingen. Treveri 
1257 fer. 4 post dnc. Oculi. Orig. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 
3,1039. 1462. 

1258 febr. Abt Henrich (v. Bruch) von S. Maximin bei Trier 
stirbt zu Ende Februar. »Fine dum februarius exit, anno milleno Dni. 
decies duodeno bis quinquageno, septimo, ter quoque deno (1257 also 
more Trever.) nach dem Epitaphium Hontheim, Prodr. 1021. 1463. 



330 1258. Mittelrlioin. Regesteu. 1464—68. 

1258 TDl. 3. Wegen der Menge des Schnees kam am Sonnt. Lelare 5 
non. mart. grosses Wasser. Ann. Wormat. ap. Pertz, Script. 17,60. 
— In diesem Jahre war so unbeständiges Wetter, dass das Getreide 
auf der Erde verfaulte und die Trauben zur Ilerbstzeit, als noch 
Frost hinzukam, roh und unreif in Körben und Säcken zur Kelter 
gebracht, und mit Schuhen zertreten wurden. Deshalb nannte das Volk 
dieses Jahr »Munkeljar«. Im folg. Jahre aber wuchs sehr guter Wein. 
Ann. Spir. Argent. und Colon, ibid. 17,85. 102 und 191. 1464. 



1258 mz. 4. Die beiden frier. Archidiakone Simon der Dom-i 
propst und Henrich v. Bolanden, welchen Erzb. Arnold vonji 
Trier die Entscheidung in seinem Streite mit dem Paulinstiftl! 
wegen des »Wildbann« oder der Jagd- und Fischereigerechtigkeit; 
in den zu des P aulinst ift Dörfern Grimolderoth, Gervia 
und Waderol gehörigen Waldungen und Gewässern übertragen 
hat, sprechen diese Rechte dem Paulinstifte in vollem Umfange 
wie zu den Zeiten Erzbischofg Theoderich 's v. Trier zu 
Auch setzen sie den Beitrag fest, welchen der Propst v. S. Pau 
lin zur Burgwacht von Grimberc geben soll, und bestimmen, das 
die W\ächter dieser Burg nach dem Erzbischof auch dem gen 
Propst und dem Dom the sau rar als zu einem Viertel an de 
Burghuth Betheiligten den Treueid leisten sollen. 1257 fer. 2 pos! 
dnc. Letare. Notar. Gopie v. 1709 in Goblenz. Gedr. Oehmbs, Ge- 
rechtsame etc. 12. Mttlrh. Ukb. 3,1041. 1465. 

1258 mz. 6. Dieselben bestnnmen als von Erzb. Arnold von 
Trier ernannte Vermittler die Gerechtsame und Befugnisse dei 
trier. Archidiakone, wie dieselben unter den Erzbischöfe 
Johann und Theoderich ausgeübt wurden. 1257, 2 non. mart 
Gleichzeit. Transsumpt in Goblenz. Gedr. Mttirh. Ukb. 3,1042. 1466 

1258 mz. 6. Dieselben erklären alle durch mag. Johann v. Luccel 
lenburg oder einen Andern, welcher nicht Domherr ist, geführt 
Prozesse für ungültig, da nach uraltem Brauche der trier. Officia 
ein trier. Domherr sein müsse, und bestimmen, dass es so fer 
ner, gleichwie auch zu den Zeiten der trier. Erzbischöf 
Joh.(ann) und Theoderich, solle gehalten werden. 1257, 2 non 
mart. Gleichzeit. Transsumpt in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,1043 

1467 

1258 mz. 7. Papst Alexander IV beauftragt den Dechant von Rheimä 
mit der Untersuchung und Entscheidung in der Klagsache des trier 



1258. Mittelrhein. Rcgestcn. 14G8— 73. 331 

Domcapitels gegen den Erzbischof v. Trier, welcher eine 
von dem trier. Archidiakon gegen den Ritter Marsilius v. 
Guntereve, Schultheissen in Trier, wegen Beraubung des 
Domcapitels verhängte Exkommunikation ungerechter Weise auf- 
gehoben habe. »Sua nobis decanus« etc. Viterbii non. mart. pont. 
a. 4. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttbh. ükb. 3,1043. Reg. Potthast 
2128 no. 26555. 1468. 

25S mz. 7. Die beiden trier. Archidiakone Simon der Dom- 
propst und Henrich v. ßolanden bestimmen als vom Erzb. Ar- 
nold V. Trier bestellte Ordinatoren, dass die Urkunden, welche 
das Paul ins tift von dem verstorbenen Erzb. Theo der ich be- 
siegelt besitzt, auch noch jetzt, wie vordem, Kraft haben sollen. 
1257 non. mart. Copie v. 1711 in Miltenberg. 1469. 

258 mz. 8. Dieselben bestimmen in gleicher Eigenschaft in Betreff 
der Rechte des Dorfs Kerriche (Oberkirchen, Stadtkr. Trier), dass 
dieses mit allem Rechte dem trier. Domcapitel gehöre, und 
der Erzbischof daselbst und in Zeh vene nur das Recht »Bu- 
dinc« habe, nämlich 42 trier. Soliden und von jedem Wohnhause 
1 Sester Hafer, sowie den Blutbann; beurkunden, wie das Rechts- 
verfahren daselbst stattfinden, und was zur Reinigung des Stadtbachs 
in Trier bezahlt werden solle; welches Alles auch zu der Erz- 
bischöfe Joh.(ann) und Theod.(erich) Zeiten so gehalten wor- 
den sei. 1257 fer. 6 post dnc. Letare. Orig. in Coblenz. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,1044. 1470. 

258 mz. 8. Das trier. Domcapitel genehmigt die beiden wörtlich 
eingerückten Entscheidungen v. 6. März (Reg. 1466—67). Dat. wie 
vorher. Orig. in Coblenz. Desgl. ebenso am 9. März nach einer 
Copie V. 1787 mit dat. 1257, 7 id. mart. in Miltenberg. 1471. 

i58 mz. 11. Papst Alexander IV bestätigt der Abtei Prüm die Inkor- 
poration der Pfarrkirche zu Arnheim durch den Bischof v. Utrecht. 
»Solet annuere sedes« etc. Viterbii 5 id. mart. pont. a. 4. Orig. in 
Arnheim. Gedr. v. Sloet, Oorkb. 785 no. 805. Reg. Potthast 1404 
no. 17209. 1472. 

58 mz. 14. Elias v. Bob ard, ßurgmann von Gogney (lies Cochem), 
in Toledo unter den Zeugen, welche aus Deutschland daselbst der 
Belehnung des Herzogs Friedrich v. Lothringen durch den römischen 
König Alphons beiwohnten. Toleti prid. id. mart. 1258. Gedr. 



332 1258. Mittelrhein, Rc{?estcn. 1473—77. 

Calmet I. Ed. 2,481. Roussel la,186 ohne Tagesangabe. LeibnitzJ 
Cod. jur. gent. 1,18. Lünig, Reichsarchiv 10,297. (Wölkcrn) Hist. 
Nor. 141. Reg. Boehmer 355 no. 69. 1473. 

1258 mz. 18. Erzb. Arnold v. Trier bestätigt auf die Bitte des 
mag. M. (ein ward), weiland Scholasters von S. Castor in Cob- 
lenz, dessen vor ihm erneuerte Schenkung an das Kl. Hemmen- 
rode (vgl. 1256 nov. 7). Von seinen Gütern, welche Mein ward 
sämmtlich dem gen. Kloster schenkt, werden besonders benamst die 
im Flur »Brunart«, drei Wingerten im »Meinge weder e«, 4 
Mark an Erbzins in Andernach, 18 Denaren Zins, welche Mein- 
goz und Erben zu entrichten haben; 8 Malter Korn und ein halbes 
Fuder Wein jährlich aus den vom Kl. Arnstein gekauften Gütern. 
Zeugen mag. Laurentius Domscholaster von Trier, mag. 
Cunrad Pleban von Coblenz, Godofrid Gantor von S. 
Flor in (in Coblenz), Joh. (ann) v. Luzehnburg Cleriker und 
Peregrin erzb. Notar. 1257, 15 kal. apr. Orig. in Coblenz. 
Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 49. Mttlrh. Ukb. 3,984. 1474. 

1258 mz. In derselben Weise wie vorher ertheilt auch Henrich von 
Bolanden Archidiakon v. Trier und Propst von S. Florin 
in Coblenz dieser Schenkung seine Bestätigung. Zeugen Pere- 
grin Notar und Canonikus v. S. Symeon, Warner Scho- 
laster von Pfalzel, Ludowich Priester von Huntheim, 
Godefrid Priester und beständiger Vicar von Trier, so- 
wie Godefrid Cleriker. 1257 mense martio. Orig. in Coblenz. 
Reg. Mttlrh. Ukb. 3,984. 1475. 

1258 mz. 24. Die Edeln Ger lach v. Isenburchund Hermann v 
Rennenberg zu Cöln im erzb. Pallaste Zeugen des dort. Erz 
bischofs in dessen Urkunde über die Amts - Entsetzung der Münzer 
sowie bei deren vorhergegangener Unterwerfung und Aushändigun] 
ihrer Privilegien der köln. Domherr Heinrich von der Neuer 
bürg (de Novo Castro), GrafHeinrich v. Virnenburchun 
die Ritter Gerard v. Landeskrone, Heinr. v. Vittenc 
hoven und Wienemar v. Geltzdorf. In palatio uro. Colon, 
kal. apr. 1258. Gedr. Lacomblet, Ukb. 2,257 no. 464. Ennen.[[ 
Quellen 2,407, Lünig, Reichsarch. 16,343. — Der 24. März w, 
Ostersonntag. 147Ö. 

1258 apr. 6. Papst Alexander IV ermahnt die Gläubigen der tri er. 
Kirchenprovinz zu Beiträgen für den Wiederaufbau des durch Altei 



1258. Mittelrhoin. Keßesten. 1477—81. 333 

verstörten Doms, und bestimmt, dass dieses Privilegium des Dom- 
capitcls fünf Jahre Kraft haben solle. »Quoniam ut ait« etc. Vi- 
terbii 8 id. apr. pont. a. 4. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. ükb. 
3,1045. Txeg. Potthast 2128 no. 2G55{). (Kreglingcr) Gatal. Renesse 
13 no. 88. 1477. 

.258 apr. 22. Wem her Propst von S. Gastor in Coblenz ver- 
kauft hierselbst seinen Hof in Leye, welchen er von der Abtei 
Laach gekauft hat, für 115 köln. Mark an den Goblenzer Schöf- 
fen Heinr. Schone weder. Dieses Verkaufs waren in Leye 
Zeugen die Ritter Hermann und Wir ich v, Leye, die Schöf- 
fen Walther, Heinr. Steinard, Albert v. Wildungen und 
die Bürger v. Coblenz Heinr. Schelm o und R o r i c h , sowie 
die beiden Insassen des Hofs. Gonfluentie 10 kal. maji 1258. 
Orig. in Wien. Gedr. Hennes, Ukb. 1,161. Mttlrh. Ukb. 3,1045. 

1478. 

.258 apr. 24. Die Aebtissin Bertha von Essen verpfändet auf 4 Jahre 
dem Ritter Arnold, ihrem Schultheissen zu Briseche, das 
Meieramt daselbst mit allen Zubchörungen, Rechten und Ein- 
künften, mit Ausnahme des Weins, für 50 Mark köln. Denaren, 12 
Soliden auf die Mark gerechnet; auch verspricht dieselbe, wenn sie 
das Amt einlösen würde, dasselbe weder dem Grafen von Jülich, 
dessen Beamten und Ministerialen, noch den Burgmännern von 
Rineke, sondern nur dem obengen. Arnold, dessen Brüdern, 
oder Andern als vorgenannt sind, wieder zu versetzen. Unter den 
Zeugen der Ritter Johann v. Lutzin g, Winrich Zant Vogt 
von der Erenporten, und andere Gölner Bürger; ferner Gobelin v. 
Lupstorf und andere. 1258 crast. Georgii. Gedr. v. Ledebur, 
Archiv 2,317 ex Orig. (in Düsseldorf?). 1479. 

S58 apr. 25. Graf Adolf v. Berg verschreibt seinem Getreuen, dem 
Edeln Rorich v. Rennenberg, 5 Mark Jahrrente auf seine Vog- 
tei von Win — — und soll derselbe, wenn ihm die dafür ver- 
sprochenen 50 Mark ausgezahlt werden, entsprechende Güter zu 
Lehen auftragen. 1258 in ipsa die Marci evang. Copie ex Orig. 
in Miltenberg: Schott, Ringr. 6 suppl. 1480. 

58 apr. Die Richter in Bache räch, sowie Arnold der Vogt 
des Pfalzgrafen vom Rhein, Herzogen von Baiern, und Bruno der 
Schultheiss des Erzb. Gonrad von Göln beurkunden, dass Herr 
Gerlach Schado und dessen Ehefrau Methilde ihre Güter im 



334 1258. Mittolrhem. Regesten. 1481—83. 

Dorfe Mannebach dem Kl. Eberbach geschenkt, und auf dem 
Altaro des heil. Mauritius in Dipach in die Hcände der genannten 
Mönche und namentlich des Conversen fr. Heinrich 's in Fleim- 
bach resignirt haben; dass darauf beide Eheleute diese Güter aufl! 
Lebenszeit zAirückerhalten, um sie für das Kloster zu bebauen, und| 
dass, wenn Ger lach seine Frau überleben würde, derselbe alsdann 
als Mönch im Kloster solle aufgenommen werden, sowie, dass dieses 
Alles, wie in Dipach, an demselben Tage auch in Bacherach 
vor ihnen verhandelt worden sei. Zeugen der Pleban Wilhelm 
in Dipach, der Priester Ebernold, die Ritter Widecho, 
Embrico Fuchs (Vulpis) mit seinen 2 Brüdern, Frider. Bren- 
ner und Ebberhard, Widecho der Sohn Hermann's, Her- 
b o r d und Heinrich v. W a n h e i m , Gerhard der Sohn der 
Frau Benigna, Eberhard Kindelman, Heinrich der Sohn 
Hildegard 's, Wimar Robesach, Conrad v. Dom (de 
Domo), Heinrich v. Stegen, Conrad v. d. Brücke (de 
Ponte), Baldemar v. Bacherache und Burkar d v. Dretin- 
geshusen, ferner noch Peter v. Mannenba eh. Besiegelt von 
gen. Vogt Arnold, Herrn Widegouw, Herrn Heinr. Fu- 
dersachis und Flerrn Kindelmann. 1258 mense apr. Orig. 
in Idstein. Gedr. Rössel, Eberb. Ukb. 2,94. Mttlrh. Ukb. 3,1046. 

1481. 



-: 



1258 apr. Agnes die Wittwe des Edelmanns Herrn Anselm's v. Kalre 
verkauft mit Consens ihres Schwiegersohns Hugo Herrn vo 
Schwarzenberg (de Nigronionte) an das Kl. Hemmenrod 
einen Geldzins, welchen sie jährlich aus Conrad 's des Meiers v. 
S. Martin zu Trier Behausung jenseits der Brücke bezieht. 1258 
mense apr. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,1047. 1482. 



1258 apr. Aleide, Wittwe des Wechslers Jacob v. Blidenbach 
Bürgers in Trier, und ihre beiden Töchter Eufemia und Marga- i 
reta im Kl. Martinsberg bei Trier (b. Martini Treveri in 
monte) schenken diesem Kloster eine Wiese aut Gezeberch und 
einen Geldzins; auch bürgen Aleide und ihr Bruder Gobolo füi 
die andern Kinder. Der Trierer Bürger Hermann, Sohn des 
gen. Jacob und Stiefsohn der A leide, verkauft dem Kloster einer 
Geldzins, den er von seinem Vater geerbt hatte. Zeugen die Trie- 
rer Schöffen Gilet, Henrich, Nicolaus, Henr. Warne r| 
Ordolf, Henrich, Karl, Colin, Ordolf, Henrich, Philippu 
Peter und Jacob. 1258 mense apr. Orig. in Coblenz. Reg| 
Mttlrh. Ukb. 3,1048 no. 1445. 1483 



1258. Mittelrhein. Regesteu. 1484—89. 335 

1258 apr. Gertrude die Wittwe des Echternacher Bürgers Rudolf ver- 
macht in ihrem Testamente unter andcrm dem Hospital des Klosters 
Hymerode ihr Wohnhaus über dem Echternacher Bache, und dem 
Barbarakloster und Reuerinnenkloster in Trier ihren Win- 
gert in der Stadt Trier bei Heiligkreuz, Unter den Zeugen 
Godefrid Rektor der Kirche in Edingin. 1258 mense apr. 
Chartul. Himerod. in Trier. 1484. 

1258 .... Ludcarde die Wittwe Walram 's in Ludenstorf bittet 
den Abt v. Hymmenrode, indem sie demselben ihren Vermögens- 
stand mittheilt, und der Pleban von Ludistorf ihr ein Leu- 
mundsattest ausstellt, sie mit ihren 4 Kindern in die Ordensgemein- 
schaft aufzunehmen. An Vermögen verzeichnet sie unter anderm 
Weincrescenz in Ludenstorf und Namedei und Häuser in An- 
dernach, woraus sie an die Nonnen daselbst (S. Thomas) 
einen Zins zu zahlen hat. Ohne Dat. Vgl. folg. Regest. 1485. 

1258 mai 1. Dieselbe verschreibt dem Kl. Flemmenrode ihr ge- 
sammtes Immobilar-Vermögen gegen eine vereinbarte Leibrente von 
20 köln. Mark jährlich für Kost und Kleidung für sie als Begine, 
und behält die Pflege ihrer beiden minderjährigen Söhne Peter und 
Johann bis dieselben grossjährig geworden sind. Besiegelt vom 
Pleban v. Ludinsdorf und dem Ritter Gisilbert Lener. 
1258 vigil. ascens. Dni. Chartul. in Trier. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,1048. 

1486. 

258 mai 21. fr. C. v. So Im esse Deutschordens - Marschall im Dom- 
bering zu Mainz als Zeuge in einer Schenkungsurk. für seinen Orden. 
In claustro ecclesie Mogunt. 12 kal. jun. 1258. Baur, Hess. Ukb. 
5,28. 1487. 

.258 mai 22. König Richard bevollmächtigt in Oppenheim den 
Meister Arnold Propst von Wetzlar zur Abschliessung des 
Friedens zwischen seinem Bruder, dem König von England, und dem 
Könige von. Frankreich, sowie zum Verzicht auf die Besitzungen in 
Frankreich. Reg. Boehmer 43 no. 39 nach dem Orig. in Paris, wo- 
selbst unter no. 40 eine zweite Vollmacht für Arnold vom 24. Mai 
aus Oppenheim vermerkt ist. 1488. 

[258 mai 22. Erzb. A.(rnold) v. Trier beurkundet auf dem N ied er- 
wert h bei Vallendar den vor ihm zwischen seinen Verwandten 
(consanguineos) den Gebr. Henrich Herrn v. Isenburch un(} 



336 1258. Mittclrhein. Keßesten. 148i)~ii4. 

Gcrlach Herrn v. Limburch durch den Grafen O.(Uo) v. Nassau 
und IL (einrich) Herrn v. Covern vermittelten Friedensvertrag 
wegen der Schlösser Cleberch und Habecheberg, welcher auch 
Ludowich dem Sohne H. (einrich) Herrn v. Isenburg und Phi- 
lipp V. Hohenfels dem Schwager beider Brüder Verpflichtungen auf- 
erlegt. Mitbesiegelt von den gen. beiden Brüdern und beiden Ver- l 
mittlem, von W. (erner) Propst und Joh. (ann) Dechant von S. 
Gastor in Goblenz. In insula juxta Valendre 11 kal. jun. 
1258. Gedr. (Fischer) Geschlechtsreg. 34. Reinhard, Kleine Ausf. 
1,315. Mttlrh. Ukb. 3,1049. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 49. 1489. 

1258 mai 23. Das Capitel von S. Gastor in Goblenz bestimmt, dass 
das Gnadenjahr der Priester und Stiftsherren der Altäre seiner 
Kirche, deren Vergebung ihm als Patron zustehe, für die Bezahlung 
derer hinterlassener Schulden solle verwendet werden. In capitulo 
10 kal. jun. 1258. Orig. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,1051. 1490, 

1258 mai 23. Bischof J. v. Wirzburg verpfändet im Kloster Neustadt 
dem Wildgrafen Emecho für die versprochenen 300 Mark 
Lehensgelder eine Weinrente zu Karlestat, und soll derselbe von sei- 
nem Allodialgut 30 Talente Denaren Werth als Lehengut auftragen. 
In monasterio Nuenstat 9 kal. jun. 1258 ind. 1 pont. nri. a. 5. Co- 
pie in Miltenberg: Schott, Dipl. Ringr. 2 adh. Cod. dipl. A. (dop- 
pelt) und fasc. G suppl. mit 10 kal. nach dem Orig. Dagegen in 
2 adh. unter no. 29 eine faksimilirte dritte Copie mit 9 kal. ex 
autogr. 1491. 

1258 mai 24. Die 4 Wetterauischen Städte Frankfurt, Gelnhausen 
Wetflar und Friedberg entscheiden in einer Streitigkeit des Klosters 
Arnsburg. ap. Frankenfort 1258 vigil. Urbani. Gedr. Boehmer 
Cod. Francof. 1,118. Reg. Scriba 2,39 no. 498. Baur, Arnsb. Ukb 
209. 1492 

1258 iun. 1. Papst Alexander IV ertheilt dem Deutschen Hause i 
Goblenz das Recht zur Annahme von Erbschaften und Schenkun- 
gen, ausgenommen Lehengüter. »Devotionis vestro« etc. Viterbii 
kal. jun. pont. a. 1. Orig. in Wien. Gedr. Hennes, Ukb. 1,163) 
Reg. Potthast 1410 no. 17292. Mttlrh. Ukb. 3,1051 no. 1450. 14931 



41 



1258 iun. 8. mag. Arnold Propst von Wetflar, Protonotar un 
Prokurator des römischen Königs Richard, genehmigt namens de^ i 
Königs in Paris den Friedens -Vertrag der Könige v. Frankreich und-j 



1258. Mittelrhein. Reffesten. 1494—99. 337 

von England (vgl. mal 22). Parisius 8. die jun. 1258. Eingerückt 
in König Richard's undat. Ratifikation bei Marlene, Thesaur. 1,1105. 
Gebauer, Leben Richard's 365; vgl. Boelimer, Reg. 43 no. 42, wor- 
nach die Ratifikation Richard's v. 20. Juni datirt ist, und 355 no. 70. 

1494. 

1258 inn. 16. König Richard befiehlt seinem Vasallen Gerard von 
Landescrone sich mit 2 Rittern wohl bewaffnet und beritten am 
Mittwoch nach der Oktav von Johannes Bapt. (jul. 3) bei Oppenheim 
zu einem Kriegszug gegen die rebellischen Bürger von Worms zu 
stellen, ap. Oppenheim 16. die jun. ind. 1 a. regni 2. Kindl. Gopie 
in Münster. Gedr. Guden, Cod. 2,952. Mttlrh. Ukb. 3,1052. Reg. 
Boehmer 43 no. 41. Scriba 3,107 no. 1641. 1495. 

1258 inn. 16. Der Ritter Hugo v. Schwarzenberg (de Nigro- 
monte) giebt seinen Consens zu dem Zinsverkauf an's Kl. Hime- 
rod vom April (Reg. 1482). Reg. Repert. saec. 15 in Coblenz. 

1496. 

.258 inn. Graf Gottfrid v. Arnsberg und seine Gemahlin Alheyde, 
sowie Graf Engelbert v. der Mark und seine Gemahlin (unegunde 
schenken dem Deutschen Orden das Patronatsrecht der Kirche von 
Lussenich und zugehöriger Capellen von Rate che, Geltanch 
und Erden e, welches sie von dem verstorbenen Grafen Heyn- 
rich V. Seyn ererbt haben. 1258 mense jun. — Mit gleichem 
Datum bestätigen Fr. (iedrich) Herr v. Blankenheym und seine Ge- 
mahlin Mectilde als Erben der Gräfin Agnes v. Gastet deren Schen- 
kung des Patronatsrechtes an den Deutschen Orden. Originale in 
Coblenz. Gedr. Günther 2,289. Hennes 1,122—23. Lentz, Rachtig 
17 Note. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,850. 1497. 

{258 inl. 1. Erzb. Gerhard v. Mainz bestätigt der Propstei Schwaben- 
heim das von Graf Simon v. Spanheim geschenkte Patronats- 
recht der Kirche von Hackenheim. Maguncie kal. jul. 1258. Gedr. 
Baur, Hess. Ukb. 2,149. 1498. 

158 inl. 3. Schöffen und Bürger von Trier erlassen in Gegenwart des 
Grossarchidi akons A.(rnold), des Scholasters A.(lexander) 
und der Canonici Sibodo und Adolph von S. Paul in, des 
Landdechanten Johann und des Canon ikus (Domherrn) W ir- 
cin us? (Wirich V) ihre Appellationsbeschwerde in ihrem Streite mit 
den Prälaten und Capiteln der Stadt gegen die Befehle ihres 

. 22 



338 125R. Mittelrhoin. Re^esteii. 1490—1505. 

Archidiakons in dieser Sache, da derselbe selbst Canonikus sei, 
an den Erzbischof. 1258 fer. 4 post Pauli. Inserirt in des Erz- 
bischofs ürk. V. 12. Sept. (Reg. 1513). 1499. 

1258 iul. 6. Erzb. A.(rnold) v. Trier vergleicht sich mit dem Ritter 
Gerard v. Urlei wegen dessen Lehengüter zu Risant, wornach 
Letzterer auf dieselben verzichtet, und der Erzbischof ihn für 80 - 
trier. Pfund zum Burgmann auf Neuer bürg (Novum castrum) 
gewinnt. Zeugen die beiden trier. Domherren Willelm von 
Davils und mag. Laurentius Domscholaster; die Ritter 
Rudolf Herr v. Malberch, Godefrid v. Lyzheim und Her- 
mann V. Lei. 1258 in octava Petri et Pauli. Orig. in Coblenz. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,1052. Hontheim 1,760 irrthümlich mit MGGLXTII 
zu Erzb. Heinrich. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 49 und 51. 1500. 

1258 iul. 7. Graf Wilhelm v. Jülich und seine Gemahlin Rikarde ver- 
zichten auf die zum Amt Nunbret gehörigen Leute, worüber sie mit 
dem Grafen Johann v. Spainhem Streit hatten. 1258 dnc. 
ante Margaretis. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 4,1053. 1501. 

1258 iTll. 9. Der Wormser Dompropst setzt auf die Bitte des Nonnen- 
klosters Altenzeil, zu welchem das Pastorat in Bockenheim gehört, 
daselbst als ständigen Vikar die Abtei Wadego zen ein. 1258 fer. 
3 post octav. Petri et Pauli. Chartul. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,1053. 1502. 

1258 iul. 22. Pfalzgraf Ludwig vom Rhein, Herzog v. Baiern, erneuert 
dem Deutschen Orden die von seinem Vater 1251 (Reg. 905) er- 
theilte Zollfreiheit zu Vurstenberg und Bacherach. Ingolstadt 
1258 die Marie Magdalene ind. 1. Orig. in Wien. Gedr. Hennes, 
Ukb. 1,164. Reg. Boehmer, Wittelsb. Reg. 28. Mttlrh. Ukb. 3,1054 
no. 1455. 1503.- 

1258 iuL 25. Rheingraf Wem her betheiligt an der Sühne zwischen 
Philipp V. Falkenstein und Reinhard v. Hanau wegen der Minzen- 
bergischen Erbschaft. 1258 S. Jakobstag. Grüsner, Dipl. Beiträge jj 
3,190—95 in deutscher Ueber.setzung. 1504. j, 

1258 iul. Giselbert Dechant und Capitel von Wetflar beurkunden, 
dass der verstorbene SchultheissGodefridStrekerime v. Wet- 
flar und dessen Frau Berta ihrer Kirche eine Geldrente aus einem 
Garten und Weiher zu Huson ges?chenkt haben, welche jährlich dcr3> 






1258. Mittelrhein. Re.Gfesten. 1505—10. 339 

Fischer Cunrad auf das Anniversarium des S diu Uli eisen zah- 
len solle. Zeugen die Stiftsherren mag. R udolf Scholaster, 
Conrad Custos, Wolfram, Henrich v. Berchusen, Hen- 
rich V. K a 1 s m u n t , Arnold v. D e r e n b a c h , Johann v. Lin- 
den und Henrich der Sohn Richolfs, ferner der Pleban Her- 
mann von Wetflar. 1258 mense jul. Orig. in Privatbesitz. Gedr. 
Guden 5,31. Mttlrh. Ukb. 3,1054. 1505. 

1258 iul. Graf Heinrich v. Zweibrücken und seine Gemahlin A.(gnes) 
versprechen ihrem Schwiegersohne, Grafen Gerlach v. Veldenz, 
dass derselbe die 50 Mark Jahrzins, — w^elche sie ihm aus Gütern zu 
Rathge und Gel tan c verschrieben haben, bis die ihm bei seiner 
Heirath mit ihrer Tochter Elizabeth von ihnen mit Consens ihrer 
Aeltern, Grafen E. (berhard's) v. Everstein und A.(leyden), sowie 
Elizabeth 's und A dl ei d 's, der Töchter ihres verstorbenen Bruders 
Grafen p].(bcrhard) v. Sein, verschriebenen 500 köln. Mark Mitgift 
bezahlt würden; falls derselbe aus den Besitz dieser Güter gesetzt 
würde, — aus ihren Höfen zu Adewilre und Urbach erheben solle. 
1258 mense jul. Gedr. Grollius, Orig. Bipont. 2,66. Mttlrh. Ukb. 
3,1055. 1506. 

L258 aug. 3. Graf Gerlach v. Veldenz vermacht mit Consens sei- 
ner Gemahlin Elisabeth dem Kl. Wörschweiler seine Güter in 
Osterna und Ovinbach. Unter den Zeugen der Eitter Godefrid von 
Ruisberc sein Burgmann auf Lichtenberg und sein Notar Hein- 
rich. 1258 mense aug. in invent. Stephani. Gedr. Acta Palat. 
2,293. ' 1507. 

L258 aug. 6. Erzb. A.(rnold) v. Trier ertheilt auf Ehrenbrei tstein 
dem Kl. Orval die Erlaubniss zur Erbauung einer von der Mutter- 
kirche unabhängigen Capelle im Bann von Geronville und Morshomes. 
Herembreitstei n 8 id. aug. 1258. Mitgeth. v. Präs. Wurlh-Pa- 
quet aus dem Chartul. des Klosters in Luxemburg. 1508. 

|258 ang. 10. Der Bischof fr. Johann von Lübeck ertheilt in Coblenv. 
mit Consens des Erzb. Arnold v. Trier dem Cistertienser Non- 
nenkloster hinter der Lere in Coblenz behufs Vollendung seiner 
im Bau begonnenen Kirche ein Ablass- Privilegium. Confluentie 
4 non. aug. 1258. Orig. in Coblenz. Gedr. Klein, Urkundl. zur 
Gesch. des Marienkl. (Programm) 12. Mttlrh. Ukb. 3,1055. 1509. 

!58 aug. 24. Jutta v. Obervelle, Zofe (puella) auf Pirremunt, 

22* 



340 . 1258. Mittolrheiu. Ro«]:cstcn. 1510—15. 

vermacht dem Kl. Rosenthal (Vallis rosarum) ihre Güter in 
Ohervelle, welche sie von ihren Aeltern ererbt hat, ausgenommen 
einen Wintert am Moselufer, welchen die Herren v. Elze ihr 
entzogen, aber wieder zurückgegeben haben. Zeugen Henrich 
Herr v. Pirremunt, Ritter Lufrid Burgmann daselbst und 
des.'=en Sohn Iwan, die Ritter Johann v. Brule und Pe- 
ter Mor daselbst, der Burgkaplan Reinard. Besiegelt von 
dorn tri er. Archidiakon Henrich v. Bolanden, dem Capitel von 
Münster in Menevelt und Henrich Herrn v. Pirremunt. 
1258 die Barthol. 9 kal. sept. Chartul. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. ;3,1056. — Gehört in's J. 1268. 1510. 



1258 aug. 29. Wir ich Herr v. Du na Mitbesiegler eines Vertrags 
zwischen den Klöstern Triesa und Enkenbach. 1258 mense aug. die 
decollat. Job. bapt. Gedr. Remling, Klöster in Rheinbaiern 1,315. 

1511. 

1258 aug. Die Abtei Glandiers (Longeville bei S. Avold) vergleicht sich 
mit dem Nonnenkl. Lutera, dass jeder Thei! die Hälfte der zwi- 
schen ihnen streitigen Güter gen. »Zcumeheistre« in Durnen 
(Düren bei Saarlouis) erhalten soll. Zeugen Ludewig der Erzpriester 
von Bollei, Herr Ansei m v. Weidinga, Herr Syrnon v. Ess- 
wilre, Plerr Volpero v. Mortena, Herr Godescalc v. Inne und Herr 
Anton V. Uzcelsdorf. 1258 mense aug. Orig. in Coblenz. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,1057. 1512. 

1258 sept. 12. Erzb. Arnold v. Trier befiehlt in Coblenz den 
Predigern, Minoriten, Rektoren und Vikaren der Kirchen in der 
Stadt Trier unter Mitlheiliing der von dieser Stadt am 3. Juli ein- 
gereichten Apellation gegen ihren Archidiakon (Reg. 1499) et- 
waigen vor Entscheidung in dieser Appellationssache erlassenen An- 
ordnungen und Befehlen des Archidiakons gegen die Bürgerschaft 
keine Folge zu leisten. Confluentie 2 id. sept. 1258. Orig. in 
Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,1057. Reg. Goerz, Reg. der Erzbb. 
49. (Kreglinger) Catal. Renesse 13 no. 89. 1513. 

1258 sept. 22. Der trier. Archidiakon terrae Gallicae (Longuion) 
setzt infolge eingerückten päpstl. Mandats v. 20. Febr. den Priester 
Johann in definitiven Besitz der Pfarrkirche von (Wald-) Bellike. 
1258, 10 kal. oct. Orig. in Coblenz. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,1031. 

1514. «fc 






1258 sept. Graf Uc\ n r ich der A eitere und seine Söhne H. (einrieb) i f 



\t 



1258. Mittelrbeii). Kegesten. 1515—20. 341 

und M. (arquard) v. Sol misse bestäligon das von ilircm Gcriclilo 
erlassene Urtheil in dem Streite des Gapitels von Wetflar mit des- 
sen Colonen Albero von Mulnheim über die rechlliche Natur 
der Güter des Letztern, wobei als Zeugen fungirten die beiden Ple- 
bane Rudolf von Glen und Hermann v. Wetflar, der Vogt 
Erwin, die Ritter Erwin, Wetzel, Cunr. Milchcling, Ger- 
lach Lasche, (irafto und Ger lach v. Lune, sowie Arnold 
Münzer (Moneta ri us) von Wetflar. 1258 mense sept. ürig. 
in Coblenz. Gedr. Guden 3,1156. Mtthh. Ukb. 3,1058. 1515. 

1258 .... Ein Bürger von Marburg vermacht dem Kl. Aldinburch 
Ländereien mit einem V^iertel einer Mühle, einem Viertel und Achtel 
der Kirchengift zu Gozveldin, ein Haus in Marburg und Besitzungen 
in Giliacis Wimere. In Marcburg 1258. Orig. in Braunfels. Gedr. 
Guden 2,129. Mttlrh. Ukb. 3,1059. Vgl. folg. Reg. 151G. 

1258 oct. 15. Sophia die Tochter der heil. Elisabeth, Landgräfin von 
Thüringen, Frau von Hessen und weiland Herzogin von Brabant, 
verzichtet auf die Bitte ihrer Schwester G e r d r u d e, M e i s t e r i n zu 
Altenberg, und deren Convents auf ihr Bede- und Steuerrecht 
auf die Güter, welche der Zöllner Hartmami dem gen. Kloster ge- 
schenkt hat, und bestätigt diese Schenkung. Mit Ausnahme eines 
Hofs in Dagobertshausen sind die geschenkten Güter dieselben wie 
in vorher. Urk. 1258 fer. 3 ante Luce evang. Copie in Coblenz. 
Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,1060. 1517. 

1258 oct. 16. Von dem Stellvertreter des Dompropstes v. Speier und 
dem Landdechanten von Deidesheim wird mit Einwilligung des 
Abts v. H im er od das Einkommen des Vikars von Altrip und 
Rheingönheim festgesetzt. 1258 die Galli. Gedr. Remling, Speier. 
Ukb. 1,278. 1518. 

1258 oct. 19. König Richard vidimirt die Urk. König Heinrich's VII v. 
8. März 1228 (Reg. 1857) und erneuert sie für den Goldschmied 
Godfrid in Worms, mit dem Befehl an Schultheissen und Bürger- 
schaft von ßopard, den gen. Godefrid von wegen seiner Frau 
Agnes als Nachfolger Dieterich's im Besitz dieses Hauses zu 
schützen. Wormatle die 19. oct. 1258 ind. 2, regni a. 2. Ghartul. 
in Coblenz. Gedr. xAlttlrh. Ukb. 3,1060. 1519. 

1258 nov. 6. E. (birhard) Erwählter (Bischof) v. Worms gestattet daselbst 
dem Grafen S.(imon) v. Spanheim die Wieder einlösung des von 



342 1258. Mittelrheiu. Regesten. 152U— 25. 

demselben für 500 kölii. Mark dem Ilochslifl verpfändeten Hofs zu 
Sprendlingen. Wormalie 8 id. nov. 1258. Orig. in Darmsladl. Gedr. 
Baur, Hess. Ukb. 2,150. Mtllrh. ükb. 3,10Ü1. Vgl, Lehmann, 
Spanh. 1,41. 1520. 

1258 nov. 8. Papst Alexander IV bestätigt dem Deutschen Orden das 
von den Gräfinnen v. Castel und v. Eberstein und den Erben des 
verstorbenen Grafen v. Seyn geschenkte Patronatrecht der Kirche 
von Lussenich und zugehöriger Capellen von Rateche, Gel- 
than c und Erdene. »Cum a nobis« etc. Anagnie 6 id. nov. 
pont. a. 4. Orig. in Coblenz. Gedr. Hennes 2,125. Reg. Mtllrh. 
Ukb. 3,850. Potthast 1418 no. 17392. 1521. 

1258 nov. 10. Abt Henrich von S. Maximin bei Trier bevoll- 
mächtigt den mag. Ew. abteil. Propst im Gowe zur Veräusserung 
der Güter in Bretzenheim, eines Hauses uml von Zinsen in Mainz. 
1258 vigil. Martini. Kindl. Gopie in Münster. Gedr. Mttlrh. Ckb. 
3,1061. Extr. Bodmann, Klieing. Alterth. 185 ohne Tag. Keg. 
Scriba 3,108 no. 1651. 1522. 

1258 nov. 18. Derselbe und sein Gonvent verkaufen für 128 Mark an 
den Mainzer Bürger Humbert zum Widder ihren Hof zu Bretzen- 
heim. 1258 octava Martini. Extr. Bodmann, Rheing. Alterth. 185. 

1523. 

1258 nov. 29. Das tri er. Domcapitel wiederholt wörtlich (jedoch ist 
jetzt vor dem Domherr Jofrid auch der Scholaster mag. 
Laurentius genannt) seine Vereinigung vom 5. Jan. 1257, und 
erstreckt dieselbe auch auf die Abtei S. Maxim in. ürig. in Cob- 
lenz. V^gl. Mttlrh. Ukb. 3,997. Chron. Maximin. ap. Hontheim, 
Prodr. 1022. — Desgl. auch auf S. Mattheis bei Trier 1258. 
Chartul. in Coblenz. Reg. (Kreglinger) Catal. Renesse 14 no. 90. 

1524. 

1258 dec. 2. Symon Dompropst, Wirich Domdechant, Ar- 
nold Grossarchidiakon, H. (einrieb) v. Bolant und Diederich 
v. Blanckenheim Archidiakone nebst ganzem Domcapitel von 
Trier beurkunden den Gerichtsstand ihrer Dienerschaft, wie der 
selbe von Alters hergebracht ist, und dass dieselbe von Fegung desl 
Stadtbachs, sowie anderen Stadtlasten befreit sei. 1258 maendages 
vur Nyclaisdage. Uebersetz. des 15. .Tahrh. im Privatbesitz. Gedr 
Mttlrh. Ukb. 3,1062. 1525 



I 



1258. Mittclrhciu. Kegesten. 152G-29. 343 

1258 dec. 13. Elizabet, die Wittwe Thooderieh's Piopsts von 
Bideburch, Bürgerin zu Trier, schenkt in Trier dem Kloster 
Hymerode die Hälfte des Hauses in der Po lerne (Posterna), 
worin ein Kramladen ist und welches sie mit ihrer Mutter gemein- 
schaftlich besitzt, sowie ihren Wingert jenseits der Trierer 
Brücke, und erhält beides vom Kloster gegen einen Jahrzins auf 
Lebenszeit in Besitz. Zeugen die 12 Trierer Schöffen Colin, 
die Gebr. Ordolph und Jacob, Gylet, die Gebr. Henrich und 
Henr. Bau war, Peter, Karl, Philipp, Ilenr. Porcel, War- 
ner und Ordolph Ho was. Treveri 1258 die Lucie. Orig. in 
Goblenz. Gedr. Mttlrh. ükb. 8,1063. 1526. 

1258 dec. 13. Guda, die Wittwe Gunrad's Bau war, ihr Schwieger- 
sohn der Ritter FI ermann v. Stade (de Littore) und ihre 
Söhne Eynolf und Cunrad schenken zu Boppard dem Kloster 
Tiefenthal für ihre Tochter resp. Schwester Petrissa, Nonne da- 
selbst, verschiedene Pienten zu Kestert mit dem Recht der »Vor- 
hure«. Zeugen der S c h u 1 1 h e i s s Hermann; die Ritter R e m- 
bold, Sifrid v. Gundilnhusen, Franco, Henr. Moench 
(Monachus), flenr. Bayer (Bau war u s), Cunrad und Graf to; 
die Schöffen Cunr. Gulre, Krich und Joh. Wolgeboren 
(Benenatus); der Notar Wilhelm und Bürger Herbord. 
Bopardie 1258 Lucie. Orig. in Idstein. Gedr. Mttlrh. ükb. 3,1063. 

1527. 

1258 dec. 25. Lambert v. Lofscheit (Lorscheid) und seine Frau 
Christine begeben sich mit ihrem »Flovisguit« in die Dienst- 
barkeit des Cistertienserkl. S. Catharine bei Renninberg. Zeu- 
gen Herr Gerard v. Renninberg und dessen Schwiegersohn 
Flerr Pride rieh v. Derne, Manegold, der Bruder der gen. 
Christine, und Bertram v. Haimschoiz. 1258 in natal. Dni. 
Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. ükb. 3,1064. 1528. 

1258 dec. 26. Friderich Dechant von S. Aposteln in Cöln und Rek- 
tor der Marienkirche von (Ober-) Wesel (Wisalia) in trier. 
Diözese erhebt diese Kirche wegen hinreichender Einkünfte mit Ein- 
willigung des Erzbischofs v. Trier, des trier. Archidiakons 
Henrich und der betr. Kirchenpatrone Hermann 's Herrn von 
Milewalt und Conrad 's v. Walebach zu einer Stiftskirche mit 
einem Dechant und sechs Priesterpräbenden. 1258 crast. nativ. 
Christi. Orig. in Privatbesitz. 1529. 



344 1258. Mitteliheiu. Regesten. 1530—33. 

1258 . . . . Wildgraf (comes sylvester) Conrad büstimiul tesla- 
iiieiilarisch nach ßcraUiung und mit Zustinunung seiner Burgmannen, 
dass nach seinem Tode sein Sohn Emicho die Burgen Kirberch 
und Schmidburch, und sein Sohn (Jodefrid die Burgen Du na 
und Grunenbach erblich erhalten sollen, sowie, dass, wenn einer 
derselben gegen diese Bestimmung handeln würde, derselbe sowohl 
die Unterstützung aller Burgmannen, als auch alle Allodial- und|| 
Lehengüter zu Walisheim verlieren solle. Zeugen sein Sohn Si- 
mon Propst von S. Mauritius in Mainz, Herr Henrich v. Stein 
(de Lapide), Herr Rudolf v. Smidburch, Alexander Vogt 
v. Rune, Lembekin, Johann v. Kirberch, Warner von 
Pantwilre, Wilh. Buzel, Johann v. Kellinbach, Cuno, 
Wilh. Renol, Code fr. Ungerech, Volker, Trabodo, Gode- 
frid V. Pforte (de Porta), Peter Wintzach, Theoder. 
Gilegowere und The ode rieh der Richter v. Kira. 1258. 
Gedr. Gründl. Ausführ. etc. 2,4. Günther 2,293. Mttlrh. Ukb. 
3,1064. Vgl. Toepfer, Hunolst. Ukb. 1,318. 1530. 

1258 .... Jutta, Wittwe Herrn Johann's v. Ryferscheit, und ihre 4 Söhne 
verkaufen das durch den Tod ihrer Aeltern, der Edeln Theo- 
derich und Adele v. Kempenich, ihnen zugefallene Erbtheil an 
ihren resp. Bruder und Oheim Gerhard Edelherrn v. Kempe- 
nich für 100 köln. Mark oder einen Jahrzins von 4 Fuder Wein, 
welchen derselbe in Bodendorp mit den ihnen von ihrem Vater 
für 50 köln. Mark verpfändeten 15 Ohm daselbst liefern soll. Auch 
bewilligen sie ihm das Einlösungsrecht auf diese und die Güter zu 
Saffge und Dreis, welche ihnen ihr Vater verpfändet hat. Unter 
den Zeugen Th.(eoderich) frier. Archidiakon. 1258. Chartul. 
in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,1065. Fahne, Cod. Salm. 42 mit 
J. 1278. 1531. 

1258 . . . . Erzb. Arnold v. Trier bestätigt die Gründung des Kl 
Alfolderbach durch den Grafen Rupert v. Nassau (1222). 1258 nach 
Brower, Metrop. 2,190. 1532. 

1258 . . . . Die Priester Theoder ich v. Wetflar, Johann von 
Coblenz (de Confluentia), Wener v. Luccelynden unc 
Wilhelm v. Valendra, sowie der Diakon Sifrid v. Torlai 
und andere beschwören als Zeugen und Stiftsherren von Schiffenburg 
die Anordnungen ihres Propstes. 1258. Baur, Hess. Ukb. 1,84 no, 
116. 1533J 



1259. Mittelrlieiu. Kegeateu. 1534—37. 345 

1259 ian. 7. G. Dec haut von S. Arnual und sein Bruder Kebelo 
(N e b e 1 o) v. S p h i c h e r c verkaufen in Saarbrücken dem Deut- 
schen Hause daselbst für 11 Metzer Pfund durch die Hand und 
mit Besieglung der Gräfin L. (auretta) v. Saarbrücken (Sara- 
pont.) eine Wiese zwischen Mal es tat und Breithenbach in der 
Nähe vom »weissen Stein — albo lapidi« und an die Sare 
stossend. Zeugen die auf Saarbrücken (in Saraponte) residi- 
renden Ritter Beimunt, Henr. Tichelate und Reiner von 
Lisdorf. aput Saropontem crast. Epiphan. 1258. Orig. in Cob- 
lenz. Gedr. Hennes 2,130. Mttlrh. Ükb. 3,1066. 1534. 

1259 febr. 4. Der vom Papste als Richter delegirte Propst v. Pfalz el 
ladet den Schultheissen Walter, Kellner Theoderich, Wilkin und des- 
sen Miterben, sowie Johann, den Sohn Peregrins, als Erben Wyrich's 
Curlewiges vor sich auf den Dinstag nach dem Sonnt. Exurge (febr. 
18) zu Gericht, um sich auf die ihnen mitgetheilte Klage des Kl. 
Hymmerode zu verantworten, dass sie eine von ihrem Erblas- 
ser an Gertrude v. Epternach verkaufte und von dieser dem Kloster 
vermachte Erbrente in W^ein seit 6 Jahren nicht entrichtet hätten. 
1258 fer. 3 post purif. Marie. Chartul. in Trier. 1535. 

1259 febr. 15. Erzb. A.(rnold) v. Trier bewilligt Inder S. Castors- 
kirche zu Coblenz für immer den Canonikern von S. Castor 
und von S. Florin, sowie den Rittern und Bürgern in Coblenz 
den dortigen Zoll, Ungelt genannt, für die Stadtbefestigung zu ver- 
wenden. Mitbesicgler der Dom propst Symon, die 3 tri er. 
Archidiakone Arnold v. Sleiden, Henrich v. Bolanden und 
Theoderich V. Bache im, der Propst Wernher von S. Ga- 
stor, die Kirche von S. Florin, die Edelherren Heinrich 
V. Covern, Heinrich und Bruno v. Isemburg. Zeugen 
Wernher Propst von S. Castor, Johann Scholaster und 
Henrich v. Rincdorf Canoniker von S. Florin; Theo- 
derich V. Lussenich und Richard Canoniker von S. Ca- 
stor; der Schultheiss Henrich v. Speye, die Eitler Wal- 
ther V. Kirchhofe (de Atrio), Willehelm und Willehelm v. 
Are ha, Sibodo, Code fr id v. Rivenach und die Coblenz er 
Schöffen Elyas, Conrad, Sifrid und Heinrich. In eccl. S. 
Castor. Confluentie 15 kal. mart. 1258. Cop. saec. 14 im 
Balduineum in Berhn. Gedr. Günther 2,290. Mttlrh. Ukb. 3,1067. 
Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 49. 1536. 

t259 febr. 17. Der trier. Gross-Archidiakon A.(rnold) vidimirt 






34 G 1259. Mittclrhciu. Re^esten. 1537--42. 



auf die Bitte des Kl. Marienthal (bei Luxemburg) demselben 2 Bullen 
des Papstes Innocenz IV d.d. Laterani 7 kal. apr. ponl. a. 1 (1244 
niz. 2(3) für den Predigerorden »Cum jam per ejus gratiam« etc. u. 
d.d. Lugduni 3 id. sept. pont. a. G (1248 sept. 11) Potthast 1095 
no. 13020 dem Provincial der Prediger in Deutschland die Aufsicht 
über dieses Kloster übertragend. 1258 fer. 2 post dnc. Exurge.j 
Orig. in Weimar. 1537 









1259 febr. Gyselbert Dechant und Capitel zuWetflar bestimmen 
in einem Gapitelsbeschluss, dass die Gelder aus ihrem Zoll und vor 
ihrem Wein zu Brubacii und sonst unter die anwesenden Canonikeil 
sollen vertheilt werden. 1258 mense febr. Orig. in Privatbesitz 
Gedr. Guden 5,30. Blattau, Stat. Trev. 1,52. Mttlrh. Ukb. 3,10G8 

1538 

1259 febr. fr. Conrad Präceptor des Deutschen Ordens in Lothringer 
vererbpachtet einen dem Deutschen Hause in Trier gehörigei 
Weinberg »prope rotam montem« an den Bürger Conrad, der 
Sohn des verstorbenen Messerschmieds (fabricator cutellorum) Gode 
frid daselbst, und dieser stellt zur Sicherung des Pachtzinses seil 
Haus hinter dem Palast als Unterpfand. Zeugen die Trierer Schöf 
fen Henr. v. Ge wilre und H e nrich der Bruder Bauwars. Mi 
den Siegeln des Hofs des Gross archidiakons Arnold un( 
Deutschen Hauses von Trier. 1258 mense febr. Orig. ii 
Coblenz. Gedr. Hennes 2,130. Mttlrh. Ukb. 3,10G8. 153S 

1259 mz. 6. Das Kl. Dissibodenberg verpflichtet sich zu einer jähr 
Fruchtrente von 2 Domvikarien in Mainz, sowie zur unentgeltliche| 
Lieferung der jährlichen Weincrescenz des Domcapitels zu Monzi 
gen nach Mainz. Moguntie prid. non. mart. 1259. Gedr. Gude 
2,74G. Würdtwein, Monast. Palat. 1,313 und 315 die betr. Urkund 
des Domcapitels mit gleichern Dat. Trithem. Chron. Sponh. 28 
Joannis, Spie. 157 und 159. 154 

1259 (60) mz. 15. Die Gebr. Heinrich und Marquard Grafen 
Solmisse überlassen dem Deutsclien Hause in Marburg die Gut 
zu Winemannisdorf, welche der Ritter Enunercho Schade v. Hoher 
burch von ihnen zu Lehen und dem Orden geschenkt hatte, nach 
dem derselbe ihnen andere Güter zu Wazenrode und Witoldisvelde 
als Lehengut bewiesen hat. 1259 id. martii. Gedr. Wyss, Ukb. 
Bailei Hessen 1,125 no. 1G4. 154 

1259 (60) mz. 15. Dieselben ebenso einen halben Mansus, Osterlif- 



125y. Mittelrheiu. Kcgeateu. 1542—46, 347 

dishube genannt, zu Kosdürf, welchen Gyso Sprengel zu Lehen halte, 
nachdem dieser einen andern halben Mansus daselbst genannt Ar- 
niannishube als Lehengut aufgetragen hat. 1259 id. marcii. Gedr. 
Wyss, Ukb. 1,126 no. 165. 1542. 

1259 mz. Rudolf Ritter v. Lemene vergleicht sich mit L. De- 
chant und Capitel von Garden wegen des von ihm auf dem Le- 
rnen er Berge auf seinem Acker, welcher dem Stiftscapitel zehnt- 
pflichtig ist, erbauten Hofs, dahin, dass der Hofspächter an die obere 
Kirche in Lemene den ganzen Vieh- und Fruchtzehnten mit Aus- 
nahme des halben Schaafzehnten, welchen die untere Kirche daselbst 
beziehen soll, entrichten, sowie mit seiner Familie zur Pfarrei der 
obern Kirche gehören soll. Besiegelt von der Kirche zu Garden 
und Herrn H. (einrieb) Edeln v. Govern. Zeugen Rudolph's 
Bruder Friderich und Gobolo der Priester an der obern 
Kirche von Lemene. 1258 mense mart. Orig. in Goblenz. Gedr. 
Günther 2,291. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,1069 no. 1479. 1543. 

1259 mz. Agnes verwittwete Gräfin v. Gastet willigt in die von dem 
Edelherrn Theo der ich v. Isinburch und Wilhelm wie auch 
Wilhelm Rittern und dessen Bruder Wenzo dem Kl. Hemmen- 
rode ertheilte Vergünstiginig zur Umzäunung und Festigung eines Wein- 
bergs neben dessen Hof (Rohr) in Metriche, und befiehlt ihren Be- 
amten daselbst, den Widerspruch der Bauern abzuwehren. 1258 
mense mart. Orig. in Goblenz. Gedr. Günther 2,284. Reg. Mttlrh. 
Ukb. 3,1070. no. 1480. 1544. 

1259 mz. 25. Theoderich v. Isenbui-g verzichtet auf allen fernem 
Streit mit der xlbtei Rumerstorph wegen des Walds »Nider- 
loe«, und überlässt derselben für immer den ruhigen Besitz dessel- 
ben. Mitbesiegler sein Sohn Salatin, seine Verwandten (consan- 
guinei) die Edeln v. Isenburch und Koverne, der Erzbischof 
V. Trier, die Aebte von Rumerstorph und Seyn. 1259 in 
annunciat. dnca. Orig. in Goblenz. Gedr. Günther 2,294. Reg. 
Mttlrh. Ukb. 3,1069 no. 1478. 1545. 

259 mz. 30. Kitt er The od er ich, Sohn des verstorbenen Propstes 
Th (eoderich) v. Bideburch, quittirt der Abtei Hemme rode 
über die Herausgabe eines Legats seines Vaters von 945 trierischen 
Pfund, und verzichtet auf allen ferneren Streit desshalb. Zeugen der 
Graf v. Luxemburg mit fünfen seiner Vasallen, und derselbe auch 



348 1259. Mittclrheiu. liegcsteu. 15-10—5^. 

Besiegler der Urkunde. 1259 in dnc. Judica que esL in Passione. 
Orig. in Coblenz. Gedr. Mlllrh. Ukb. 3,1070. 1546. 

1259 mz. Henrich von Wctflar Bürge und Zeuge in einer Urkunde 
der Stadt Frankfurt für Kl. Arnsburg. 1259 niense mart. Gedr. 
Boehmer, Cod. Francof. 1,121. 1547. 

1259 apr. 11. Die Rheingrafen, Gebrüder Werner und Sifrid, 
verkaufen in der Kemnate des Erzb. Gerhard v. Mainz dem Grafen 
Ludwig V. Ziegenhain ihr Antheil des Schi. Nidda. Unter den Zeu- 
gen Embricho Propst von S. Peter in Creuznach der Bru- 
der der gen. beiden Rheingrafen und Godeboldv. Wierbach. 
In caminata dni. nri. Gerhardi aepi. Mog. in die parasceves 1259. 
Kindl. Copie in Münster und Schott'sche in Miltenberg. 1548. 

1259 apr. 17. Der Edelmann Arnold v. Rennenberg im erzb. 
Schlosse zu Cöln Zeuge des Erzbischofs in dessen Urk. über die 
Entsetzung der Bürgermeister und Schöffen der Stadt. Colonie in 
palat. nro. 15 kal. maj. 1259. Gedr. Securis etc. 194—95. Lünig, 
Reichsarch. 16,345 und 346. Lacomblet, Ukb. 2,259 no. 465. En- 
nen, Quellen 2,411. 1549. 

1259 apr. 29. Die Abtei Siegburg überweist die Gelle Fürstenberg an 
das Kl. Horst bei Deventer, und behält für ihre von dort zurück- 
berufenen Mönche Güter in Erpel zurück. 1259, 3 kal. raaii. Gedr. 
Binterim und Mooren, Rhein. Westphäl. diplomat. Cod. 1,275. 1550. 

1259 apr. Genannte p]heleute in Westhofen (bei Worms) bekennen, von 
dem CoUegiatstift S. Arnual gegen einen Jahrzins von einer Mark 
Silbers dessen Güter in Westhoven, die sie noch um 3 Morgen ihrer 
eignen Güter vermehren, in Erbpacht erhalten zu haben. 1259 
mense apr. Chartul. in Coblenz. 1551. 

1259 mai 10. Propst H. (einrieb) von Pfalzel beurkundet als allei- 
niger vom Papste delegirter Richter, dass Th, (eoderich) der Abt 
von S. Eucharius (S. Mattheiss bei Trier) und Henrich der 
frühere Abt von Laach erklärt haben, dabei gewesen zu sein und 
gehört zu haben, als der Priester Henrich v. Münster (de Mo- 
nasterio) nach der Messe öffentlich vor allen Pfarrgenossen in Kuu 
ese am Michelstage (sept. 29) alle seine Güter in diesem Dorfe de 
Kl. II ymmero de geschenkt und in Gegenwart beider Aebte in die Hände 
der Boten dieses Klosters resignirt habe. 1259 sabb. in die Goii| 
diani et Epymaci. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh, Ukb. 3,1070. 1552, 

I 



12 



12 



12 



3 



1250. Mittelrhcin. Rc^ostcn. 1553-58. 340 

,259 mai 23. Graf Henrich v. Verneburgh in Cöln Zeuge in des 
Erzbischofs Urk. für Neuss. Colonie 10 kal. jun. 1259. Gedr. La- 
comblet, Ukb. 2,263 no. 470. 1553. 

259 mai 26. Papst Alexander IV erthcilt der Kirche des Prediger- 
klosters in Goblenz, welche nächstens eingeweiht werden soll, 
zu dieser Feierlichkeit ein Ablassprivilegium. »Vite perennis gloria« 
etc. Anagnie 7 kal. jun. pont. a. 5. Orig. in Coblenz. lieg. Mttlrh. 
Ukb. 3,1071 no. 1483. — Nach Brower, Metrop. 2,384 starb in die- 
sem Jahre der Prior dieses Klosters, Elias. 1554. 

259 mai. Elyas, Wilhelm und The oder ich die Söhne Peter 's 
V. Elz (Alcia) verzichten auf ihre Ansprüche an die bisher dem 
Gollegiatstift in Garden streitig gemachten Zehnten ihrer Höfe zu 
Vilcene und Ogis. Besiegelt von H. (einrich) Erw^ählten von 
Trier, dem Gapitel von Münster (-maifeld), Herrn Gonrad v. 
Schoin eggin, Herrn .Henrich v. Schoninberch und gen. 
Elyas. 1259 mense maio. Orig. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 
3,1071. 1555. 

Wenn kein Schreibfehler im Jahresdatum, so kann doch die Urkunde wegen 
des als Besiegler lierangezogenen Erwählten H. v. Trier erst 1260 be- 
siegelt ausgefertigt sein. 

259 mai. Gertrud die Wittwe des Echternacher Bürgers Rudolf ver- 
macht dem Hospital des Kl. Hymerode ihr Wohnhaus zu Epter- 
nach. Unter den Zeugen 2 Mönche von Hymerode, der Pastor 
Godefrid von E dingin und ein Converse. 1259 mense maio. 
Ghartul. in Trier. 1556. 

259 inn. 11. Abt Johann und der Gonvent von S. Martin zu 
Trier vererbpachten einen Wingert im »Gloze« bei Paligene 
(Pallien) gegen die halbe Grescenz, und ihre Kelter daselbst gegen 
eine halbe Ohm Wein jährlich an Friedr. Müller daselbst. 1259 fer. 
4 post S. Trinitat. Gopie saec. 18 in Schreinor's bist. abb. 1,174 
zu Trier. Reg. Mttlrh. Ukb. 3,1072 no. 1485. 1557. 

259 iun. 17. Papst Alexander IV beauftragt den Abt von Beatus- 
berg und benannte Stiftsherren von S. Flor in zu Goblenz, 
die Appellation des Kl. Arnstein gegen den Rektor Gonrad v. Nord- 
hofen wegen seiner Präsentation zur Kirche in Winden zu unter- 
suchen. »Sua nobis abbas« etc. Anagnie 15 kal. jul. Reg. Pott- 
hast 2128 no. 26561 nach dem Orig. in Idstein. Vgl. die Urkunde 
gleichen Inhalts vom 29. Juni (Reg. 1563). 1558. 



350 1259. Mittelrhein. Regesten. 1550—65. 

1259 iun. 17. Eberhard Erwählter (Bischof) von Worms verspricht sei- 
nem Getreuen, Grafen Ger lach v. Veldenz, die Burg Lands- 
berg und seine übrigen Wormser Lehen nebst dem, was »Anval« 
genannt wird, wenn derselbe ohne Söhne zu hinterlassen sterben 
würde, an dessen Töchter zu übertragen. 1259, 15 ka). jul. Gedr. 
Acta Palat. 2,296. Mttlrh. Ukb. 3,1072. 1559. 

1259 iun. 24. Papst Alexander IV bestätigt dem Kl. Arnstein den dem- 
selben von der verwittweten Gräfin Mechtilde v. Sayn über- 
tragenen Patronat der Pfarrkirche zu Winden. »Justis petentiiim« 
etc. Anagnie 8 kal. jul. pont. a. 5. Reg. Potthast 2128 no. 
26562 nach dem Orig. in Idstein. 1500. 

1259 iun. 25. Erzb. Arnold v. Trier bestätigt den von seinem Vor- 
gänger Erzb. Theo der ich gemachten Vergleich zwischen dem 
Kl. (Marien-) Rode und dem Ritter Arnold v. Dievelich von 
1231 apr. 20 (Reg. 1974). 1259, 7 kal. jul. Cop. in Goblenz. Reg. 
Goerz, Reg. d. Erzbb. 50. 1501. 

1259 iun. 27. Der trier. Archidiakon Theoderich entscheidet in 
Betr. des Zehnten zu Syverich-le-france. 1259 crast. Job. et Pauli. 
Reg. Publ. de Luxemb. 15,85 nach dem Chartul. des Kl. Münster. 

1562.. 

1259 iun. 29. Papst Alexander IV beauftragt den Abt v. Beatus- 
berg, den Scholaster und den Thesaurar von S. Florin in 
Goblenz etc. (wie jun. 17 Reg. 1558). »Significarunt nobis abbas« 
etc. Anagnie 3 kal. jul. pont. a. 5. Gedr. Guden, God. 2,134, Reg. 
Potthast 1436 no. 17632. 1563. 

1259 iun. Graf Heinrich v. Zweibrücken erkennt dem Wildgrafen 
(com. Silvestri) G. (onrad) und dessen Kindern ihr Antheil an 
der Burg Morsberg zu, wenn dieselben ihm gemäss des Vertrags ihr 
Antheil von den von ihm daran verwandten Baukosten ersetzen. 
1259 mense jun. Gedr. Grollius, Or. Bipont. 2,115 und Geneal. 
veter. comit. Geminipont. Spec. 1,8. Kremer, Ardenn.-Gesch. 2,149. 
Mttlrh. Ukb. 3,1072. 1564. 

I! 

1259 iun. Der Ritter Gobelo Herr v. Brandenburg und seine Gemahlin rl 
Metilde vermachen dem Kl. Hemmen rode zu ihrer Anniversarien- li 
ff'ier ihre Güter im Dorfe Vuuseney bei Trier. 1259 mense jun.) 
Orig. in Goblenz. Gedr. Mftlrh. Ukb. 3,1073. 1565 



1259. Mittelrhcm. Re^esten. 1566—69. 351 

259 iul. 4. Erzb. Conrad v. Cöln giebt in Bonn seinem Schwager (so- 
rorio) dem Edeln Symon Flerrn v. Span heim und dessen 
Gemahlin Margareta, seiner Schwester (consangwineae), Gertrndc 
die Wittwe Kudolf's v. Stocheim mit ihren Kindern, welche dem 
Erzstift von wegen der Grafschaft Hostaden zugehörig sind, zu erzst. 
Lehen. Bunne 4 non. jul. 1259. Chartul. in Carlsruh. Gedr. Mttlrh. 
Ukb. 3,1073. Reg. Lehmann, Spanh. 1,41. 15G6. 

259 iul. 7. Das Nonnenkl. Loew enbrücken (in Ponte Leonis) 
bei Trier verkauft an den Echternacher Bürger Walter v. Nyle ver- 
schiedene Geldzinsen, welche es ausserhalb dem Simeonsthor in 
Trier zu erheben hat. Die Zinspflichtigen sind Ansei m der Sohn 

.' des Apothekers, der Priester Ulrich, Henr. Spiller e, Gela we- 
gen der Häuser Emicho's, Rudolf v. der Eiche (de Queren), 
die Reuerinnen (domine Renitentes), Rudolf v. Grindel 
wegen des Hauses im »Grindel«, welches dem Kloster die Nonne 
Ale y de v. der Posterna geschenkt hatte. Als Bürgen werden 
gestellt der Canonikus Everard von S. Paulin und Rudolf 
V. der Eiche (de Queren). 1259 fer. 2 ante Margarete. Hime- 
roder Chartul. in Trier. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,1074. 1567. 

259 iul. 31. Der frier. Dompropst und Archidiakon Theo- 
derich beurkundet, dass die Abtei Münster in Luxemburg Patron 
der Pfarrkirche zu Syverich sei. 1259 vigil. Petri ad vincula. Reg. 
Publ. de Luxemb. 15,85 nach dem abteil. Chartular. 1568. 

59 iul. Graf Symon v. Spanheim und seine Gemahlin Marga- 
retha ertheilen zu Kirchberg ihren Bürgern in dieser Stadt, nach- 

J dem dieselben gehuldigt hatten, verschiedene Freiheiten und Privi- 
legien in Betr. des Gerichtsverfahrens in bürgerlichen und peinlichen 

' Sachen oder »Noitzog«, der Schöffenwahl, des Besthaupts oder 
»Boudel«, des Gerichts genannt Lantveste, des »Burgban«, 
des Donnerstags -Wochenmarkts, des »Vorgedinge«, der Abgabe 
»Geschoiss«, des »Banwyn« und anderes. Zeugen die Ritter 
Phylipp V. Span heim, Richard v. Buich, Jacob v. Stark- 
kenburg, Wenzo Bolander v. Dill, Carl v. Syenheim, 
Hermann S c h e 1 h a r t v. H a m m c und Maurus de Silva 
(Mohr V. Wald) nebst dem Diener Theoderich von Brizenheim, 
welche diese Freiheiten mit dem Grafen beschworen zu halten; fer- 
ner noch Zeugen die Ritter Franco v. Ansenbruich, Herre- 
mann v. ßuckenauwe, Wenzo v. Panswilre, Eimercho v. 
Beckeinheim und Philipp. Mitbesiegler Wildgraf (com. 



352 1259. Mittelrhcin. Rotesten. 15G9-73. 

Silvostor) Emicho, Graf Ger lach v. Veldenz, Graf 
Friderich v. Linningen, Theoderich Propst und der Convent v. 
Revengirsburg. ap. Kirchperg 1259 mense jul. Chartul. in 
Carlsruhe. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,1075. Mone, Zeitschr. 16,47 ohne 
Dat. nach dem Original, jetzt in Coblenz. Vgl. Lehmann, Spanh. 1,41. 

15G9. 

1259 iul. Elizabeth die Wittwe des ehemaligen Propstes Th.(eode- 
rich) V. Bydeberg vermacht dem Kl. Hymmerode ihr Haus 
»zum Rad« (ad rotam) in der Brodgasse (panis platea) zu 
Trier und ihren Weinberg bei S. Alb an. Zeugen Ordolf (und 
andere nicht benannte Schöffen). 1259 mense jul. Chartul. in I 
Trier. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,1078. 1570. 

1259 aug. 6. Ger lach Erstgeborener des Edelmann's Henrich 
Herrn v. Isenborg gelobt zu Andernach, aus seinem Schlosse 
Arenvels der edeln Matrone Methilde, verwittweten Gräfin v. 
Sene, keinen Schaden zuzufügen, und stellt als Bürgen den Erzb. 
Conrad v. Cöln, seinen Vater, seinen Schwager (sororius) Grafen 
Godefrid v. Sene, den Grafen Henrich v. Verneberg, den 
Propst Werner von S. Gereon in Cöln, Bruno Herrn v. Brun(s)- 
berg und Gerard v. Lanzerone, auch verspricht er eventuel 
mit 2 Rittern in Andernach zum Einlager einzureiten. Ander- 
naci 8 id. aug. 1259. Gedr. Lacomblet, Ukb. 2,265 no. 473. (Fi- 
scher) Geschlechtsregist. 2,48. 1571. 

1259 aug. 11. Henr. Bulo von Garden verkauft mit Zustimmung sei- 
ner Kinder dem Kl. Hemm er o de für 3 köln. Mark seine Rechte 
an den Gütern Theoderich's v. Encene im Banne v. Garden. 
Zeugen Henrich Canonikus und die Priester Sifrid und Th. 
von Garden; Sifrid der Centenarius, Otto leiblicher Bruder 
des Vogts Peter, Ludowich der frühere Centenar mit seinen 
Vettern Jacob und Johann, Henrich der Sohn Fr. Wilhelm's 
v. Chumede. Besiegter Ludewich Dechant und Johann Cu- 
stos v. Garden. 1259 crast. Laurentii. Orig. in Coblenz. Reg. 
Mttlrh. Ukb. 3,1078 no. 1493. 1572. 

1259 ang. 20. Der tri er. Archidiakon Th.(eoderich) verbessert diej 
Einkünfte des Pfarr-Vikars von Mersch, welche Kirche dem Elisabeth- 
spital von S. Max im in bei Trier inkorporirt ist. 1259 in die 
Bornardi. Transsumpt v. ]:'.87 in Toblenz. Gedr. Publ. de Luxemb. 
11,21. Rcrr. ibid. 15,85. Mtllih. Ukb. 3,1078 no. 1494. 1573. 



1259. Mittelrhein. Regesten. 1574—77. 353 

1259 aug. 26. Jo.(frid) Abt und der Convent von Prüm einer- sowie 
der Edelherr AI. v. Helbis andererseits beurkunden und acceptiren 
die Sentenz, welche der Edle, Ritter Nicolaus v. Montcornet Herr v. 
Rumigny, und W. (ilhelm) Dechant von S. Maria in Prüm, ihre 
erw^ählte Schiedsrichter, in ihrem Streite wiegen einiger Bestimmungen 
in dem Urtheil ihrer früheren Schiedsrichter, des ehemaligen Lütti- 
cher Domherrn Hermann v. Salmen und des Ritters The. v. Neuf- 
ville, betreffs der Rechte des Edelherrn v. Helbis über die Leute zu 
Pheupin (Feppin an der Maas) erlassen haben. 1259 fer. 6 post 
Bartholom. Chartul. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,1079. 1574. 

.259 aug. 28. Simon Herr v. Spanheim schenkt für sich, seine 
Gemahlin Margareta und seine Söhne dem Kl. Rosenthal (in 
Rheinbaiern) das Patronat von Asselnheim. 1259 vigil. decollat. 
Job. Gedr. Remling, Klöster in Rheinb. 1,346. Vgl. Lehmann, 
Spanh. 1,41. . 1575. 

.259 sept. 2. Heinrich Erwählter (Bischof) v. Lüttich und Graf Otto v. 
Geldern und Zütphen entscheiden zu Cöln als Schiedsrichter in dem 
Streite des Grafen Godefrid v. Seyne mit den Grafen Walrav 
und Otto V. Nassau, dass Ersterer in der Herrschaft Vroutsbreht, 
Letztere aber in den H errschaften Siegen und Nassau den AVildbann^ 
haben, auch Letztere ihr Theil an der Burg und Stadt Siegen zu- 
rückerhalten und beiderseits die Gefangenen und Bürgen freigegeben 
werden sollen. Unter den Zeugen die Grafen Gerard v. Nu- 
wenare und Heinrich v. Solmese, Gerhard Herr v. Wil- 
denberg und Wirich Herrv. Dunen. Ze Colne 1259 nesten 
dages S. Giliesdage. Deutsches Orig. in Idstein. Gedr. Hoefer, 
Deutsche Urkunden 10. Niederrhein. Annal. 18,310. v. Sloet, 
Oorkb. 800 no. 820. Mttlrh. Ukb. 3,1080. 1570. 

159 sept. 2. Heinrich Herr v. Erenberg bekennt, dass er sich 
durch Vermittelung seiner Verwandten und Freunde wegen seiner 
väterhchen Lehen mit dem Grafen Symon v. Span he im ver- 
glichen habe. Heinrich erhält alle Saffenberger Lehen, welche 
sein verstorbener Vater von dem verstorbenen Grafen Heinrich 
V. Seyn, dem Oheime (avunculo) des Grafen Symon v. Span- 
heim, empfangen hatte und an diesen gefallen sind; ausserdem alle 
Lehen, welche Graf Symon von seinem Bruder Heinrich von 
Heinsberg hat, nämlich die Vogtei Stremich mit den Zubehörungen 
der Vogtei von Senheim und die Hälfte von Gysenhusen und 
Heswilre, welche er zum Ersatz des von ihm zu Heinwylre 

23 



354 1259. Mittclrhein. Regesten. 1577—82. 

und sonstwo zugefügten Schadens um Güter von 40 Mark Werth 
vermehren soll. Zeugen Graf Godefrid v. Seine, Heinrich 
Herr v. Covern, Udo Herr v. Waldecken und dessen Sohn 
Wilhelm, Hermann v. Rennenberg, Walther v. Spigelberg, 
Friderich v. Erenberg, Walram v. Lewensteyn, Heinrich, 
Anselm und Wynand Herren v. Stein (de Lapide), 
Francko v. Spanheim und Hertwin v. Wynningen. 1259 
crast. Egidii. Chartul. in Carlsruhe. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,1081. 
Vgl. Lehmann, Spanheim 1,42. 1577. 

1259 sept. 14. Abt Flenrich von S. Maximin bei Trier tritt in 
das Fraternitätsverhältniss mit der Abtei Münster in Luxemburg. 
1259 die exalt. Grucis. Reg. Ghron. Maximin. ap. Hontheim, Prodr. 
1022—23. 1578. 

1259 sept. 15. Derselbe genehmigt die mit Vorbehalt des Collations- 
rechts von seinem Vorgänger geschehene Inkorporation der Kirche 
zu Schittringen an die Abtei Münster in Luxemburg. 1259 fer. 2 
post exalt. Crucis. Chartul. in Coblenz. Reg. Publ. de Luxemb. 
15,85. 1579. 

1259 sept. 16. Die Abtei Münster in Luxemburg bekennt, dass ihr Abt 
als Pastor die Kirche zu Schittringen von der Abtei S. Max im in 
bei Trier als deren Patron empfange, und diese den Pfarr- Vikar 
einzusetzen habe. 1259 fer. 3 post exalt. Crucis. Chartul. in Cob- 
lenz. Reg. Publ. de Luxemb. 15,85 Note. Mttlrh. Ukb. 2,1082 no. 
1498. 1580. 

1259 sept. 22. Erzb. Gerhard v. Mainz (f sept. 25) verzeichnet zu Er- 
furt auf den Rath seines Beichtvaters die Geldsummen, welche er 
seinem Vater dem Wildgrafen (Silvestri com.) Cunrad, und 
seinem Bruder Emicho schuldet; darunter die für Einlösung der 
an den Ritter Willicho v. Spanheim verpfändeten beiden Höfe 
in Sobernheim, die an Wirich v. Dune bei Esche bezahlten 
und bei seinem Kriegszug gegen Berncastel ausgelegten Gelder. 
Unter den Zeugen sein obengen. Bruder Emicho. Erfordie 10 kal. 
oct. 1259. Schott'sche Copic in Miltenberg. Gedr. Guden, Cod. 
4,984. Mttlrh. Ukb. 3,1082. 1581. 

1259 sept. Die Triererin Elizabeth, Wittwe Theoderich's weiland 
Propstes von Bydeburch, vermacht in ihrem Testamente dem 
Kl. Hemmerode ausser ihren sämmtlichen nicht weiter benannten 



1259. Mittelrhein. Regesten. 1582—86. 355 

Mo- und Immobilien namentlich ihre »Olka« bei der S. Marti n s- 
pforte, ihre beiden Wingerten jenseits der Brücke am Echter- 
nacher Weg und beim »Lusburne«, ihr Haus, zum Rad (ad Ro- 
tam) in der ßrodgasse (platea panis) und die Hälfte des mit 
ihrer Mutter gemeinschaftlich besitzenden Hauses in der »Po st er na« 
zu Trier. Zeugen die 10 Trierer Schöffen: die Gebr. Ordolf 
und Jacob, die Gebr. Henrich und Henrich, Warner, Carl, 
Gilet, Nicholaus, Philipp und Henrich. 1259 mense sept. 
Orig. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,1083. 1582. 

.259 oct. 1. Werner der Propst von S. Gereon in Cöln und sein Bru- 
der Johann Propst von Kees, Graf Godefrid v. Seyne, Bruno 
V. Brunsberg und andere in Bonn Zeugen in des Erzb. v. Cöln 
Urk. tür Graf Otto v. Nassau. Bunne 1259 die Remigii. Gedr. La- 
comblet, Ukb. 2,267 no. 476. v. Sloet, Oorkb. 803 Extr. 1583. 

,259 oct. 20. Der Ritter Hermann v. Elce und seine Ehefrau 
dementia vermachen zu Monreal dem Kl. Steinfeld 2 Winger- 
ten jenseits der Mosel im Banne des Dorfs Vankele gegenüber 
dem Dorfe Elence. Besiegter Graf Henrich v. Virnenburch 
und Zeugen dessen Burgmänner die Ritter Johann v. Polyche, 
Embrico v. Ulmen, Emmelrich v. Tris und Warner v. der 
Linde (de Tilia). ap. Monreal 1259 fer. 2 post Luce ewang. 
Orig. in Cöln. Gedr. Niederrhein. Annalen 23,173. Mttlrh. Ukb. 
3,1084. 1584. 

.259 oct. 22. Erzb. Conrad v. Cöln befreit in Cöln das Augustiner 
Nonnenkloster Marienthal (in valle S. Marie) von allen Bei- 
trägen zu den Befestigungsbauten von Arwilre. Zeugen die beiden 
Pröpste Werner von S. Gereon in Cöln und Johann von Rees, die 
Ritter Gerard v. Lanzerone, Winemar v. Gelsdorph, 
Godefr. Colvo v. Arwilre und Theoderich v. Thurm (de 
Turri) nebst Arnold dem Vogt, Schöffen und Bürgern von Ar- 
wiler. Colonie 11 kal. nov. 1259. Gedr. Weidenbach, Grafen von 
Are 172. Mttlrh. Ukb. 3,1085 mit 12 kal. nov. nach Kindl. Copie. 

1585. 

159 cot. 29. Bischof Heinrich v. Utrecht bestätigt dem Deutschen 
Hause in Coblenz das von seinem Vorgänger Otto ertheilte 
Privilegium der Zollfreiheit für 100 Fuder Wein. ap. Trajectum 
1259 crast. Simonis et Jude. Gedr. Lünig, Reichsarch. 19,363. Reg. 
Georgisch 1,1148 no. 67. 1586. 

23* 



35G 1259. Mittelrhem. Reffesten. 1587—91. 

1259 nov. 5. Erzb. Arnold v. Trier stirbt auf der Burg Monta- 
baur im IG. Jahre seines Pontifikats non. (5) nov. und wird im 
Dome zu Trier begraben. Gesta Trev. ed. Wyttenbach 1,341 1| 
und ed. Waitz ap. Pertz, Script. 24,413. Dagegen setzt das 
Necrol. des Marienstifts in Erfurt, dessen Propst Arnold war, seinen 
Tod auf den 4. Nov. Vgl. Mone, Zeitschr. 4,256. Einige Hand- 
schriften der Gesta haben auch 1258 und 1260 als Todesjahr, und 
ßrower, Ann. 2,148 nach den Gesta ed. Wyttenb. 2,1 als Todestag 
den 13. Nov. Vgl. auch Damberger lö,772. Goerz, Reg. d Erzbb. 
50 und 352. 1587. 

1259 nov. 7. Gerard Rektor der Dom sc hü 1er in Trier errichtet)) 
sein Testament, und vermacht dem Kl. Hemmeroth zu seiner 
Anniversarienfeier sein Haus in der Brodgasse (platea panis) i 
und seine Wingerten mit Ausnahme des bei Heiligkreuz (S. 
Crucem), welchen er dem Matheiskloster vermacht, und des 
Wingerts im »Berkenteim«, welchen seine Magd Hadewide auf 
Lebenszeit besitzen soll; auch vermacht er Letzterer sein Haus in 
der Neugasse (nova platea) zu Trier. Zeugen 12 Trierer 
Schöffen, darunter Gilet, Warner, Henr. Bau wams, Or- 
dolf, Karl, Henrich v. Gewilre und Ordolf. 1259 die Willi- 
brordi. Orig. in Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,1085. 1588. 

1259 nov. 14. mag. Johann Dechant und das Gapitel von S. Ga- 
stor in Goblenz entscheiden in ihrem Gapitel auf den Antrag 
ihres Scholasters mag. Heinrich, wie es künftig mit den nicht 
emancipirten Ganonikern, auch wenn dieselben ihrer Studien halber 
auf Reisen sind, in Betr. ihres Pfründenbezugs durch den Scholaster 
solle gehalten werden. In capitulo nro. 18 kal. dec. 1259. Orig. in 
Goblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,1086. 1589. 

1259 nov. 14. Erzb. Gonrad v. Cöln beurkundet den auf heute angesetz- 
tem Tage zu Göln gemachten Landfrieden mit den Grafen v. Geldern, 
Gleve und Jülich, den Abgesandten des Bischofs v. Utrecht, sowie 
der Gräfinnen v. Berg und Seyn etc. (Golonie) 1259 fer. 6 post 
Martini. Gedr. Kindlinger. Münst. ßeitr. 3,197. Schoenemann, God. 
1,201. Lacomblet, Ukb. 2,208 no. 478. v. Sloet 805. 1590. 

1259 nov. 21. Bruno Herr v. ßrunsberg allodificirt auf der Burg 
Isenburg im Beisein Gcrard's v. Nassau, Archidlakons von Lütlich, 
mag. Sauls Arztes (fisicus) und des Ritters und Schenken! 
Lodowich dem Deutschen Hause in Goblenz die Güter zu 



1259. Mittelrhein. Regesten. 1591—95. 357 

Kalte, welche der Ritter Guno v. Bache ym, Schwltheiss 
von Münstermeyn wel t, von ihm zu Lehen und an das deutsche 
Haus verkauft hat, nachdem derselbe als Ersatz dafür Wingerten bei 
Goblenz als Lehengut gestellt hat. In Castro Ysenburg 1259 fer. 
6 post octav. Martini. Orig. in Wien. Gedr. Hennes, Ukb. 1,1G7 
und dessen, Grafen v. Nassau 236. Mttlrh. Ukb. 3,1087. 1591. 

1259 nov. 26. Der Ritter Guno v. Bacheym, Schultheiss der 
Stadt Münster auf dem Meynwelt, verkauft in gemelter Stadt 
in Gegenwart der Geschworenen (jurati) Henrich v. Kante, 
Willelm Heynburge, Reiniar Bope und Henrich Lufrid's 
Sohn, sowie Giselbert's v. Gastrum und Rudolfs v. Lise an 
das Deutsche Haus in Goblenz für 67 köln. Mark seine Güter 
im Bezirke des Dorfs Kalte, welche er von dem Edelmann 
Herrn Bruno v. Brunsberg zu Lehen trug. In predicto opido 
1259 crast. Katerine. Orig. in Wien. Gedr. Hennes, Ukb. 1,167. 
Mttlrh. Ukb. 3,1088. 1592. 

1259 nov. 30. Wildgraf Conrad der A eitere vergleicht sich auf 
Vermittelung seines Verwandten (consanguineus), des Grafen Henrich 
v. Zweibrücken, und seines Sohns Emecho mit seinem Neffen (ne- 
pos), Grafen Gerlach v. Veldenze, wegen der S. Remigiusleute, 
Vereheligung ihrer Leute zu Uffinbach und Kirwih-e, der S. Mauri- 
tiusleute, des Allods zu Schwarzin, der »Zo 11ha vre« von 
Kirchberg und wegen der Güter in H o s t e d i n , Ettigesbach und 
Werigesbach. Unter den Zeugen die Ritter Jacob v. Warnsberc, 
Rudolf v. Smideberc, Willi. Reinolt, Tilmann Senwe, Godelmann 
V. Avinbach, Cunr. GIuz und Gunr. Rulant. 1259 die Andree. Gedr. 
Crollius, Or. Bip. 2,68. Mttlrh. Ukb. 3,1089. 1593. 

259 dec. 5. Nachdem das trier. Domkapitel an einem früher an- 
gesetzten Tage zur Wahl eines neuen Erzbischofs sich nicht eini- 
gen konnte, und desshalb dieselbe auf den Tag vor S. Nicolaus ver- 
schob, wurden (vig. Nicolai) wiederum zwiespaltig die beiden Archi- 
diakone Arnold v. Schieiden der Grossarchidiakon und 
Henrich v. Bolanden gewählt. Letzterer reiste persönlich nach 
Rom, um seine Bestätigung vom Papste zu erlangen. Doch waren 
Beider Bemühungen fruchtlos. Gesta Trev. ed. Wyttenbach 2,8 und 
115; ed. Waitz ap. Pertz, Script. 24,414—15. 1594. 

259 dec. 24. Das Capitel von S. Symeon in Trier erlässt ein 
Statut für seine Pensionarien in Betr. Entrichtung ihrer Pensionen, 



358 1259—60. Mittelrliein. Regesten. 1595—1601. 

bei welcher jedoch die drei vom Gesetz angenommenen Schäden, 
nämlich Hagel, Krieg oder »Lanthere« und Feuersbrunst entschul- 
digen sollen. 1259 vigil. nativ. Dni. Chartul. in Coblenz. Gedr. 
Mttlrh. Ukb. 3,1090. 1595. 

1259 dec. 31. Hermann v. Are, Schenk des Erzb. Conrad v. Cöln, 
trägt in Cöln dem Erzstift sein Schi. Cuchcnheim zu Lehen auf. 
Colonie prid. kal. jan. 1259. Gedr. Lacomblet, Ukb. 2,270 no. 482. 

1596. 



I 



1259 dec. Graf Heinrich v. Zweibrücken und seine Gemahlin Agnes t 
verpfänden dem Ritter Johann v. Warnesperch, dem Sohne des ver- 
storbenen Ritters Robert, fijr 400 Metzer Pfund ihren Hof zu Lies- 
torf. 1259 mense dec. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb.! 
3,1090. 1597.| 

1259 .... Erzb. Conrad v. Cöln beurkundet daselbst, dass er seinem Ver- 
wandten (consanguineus) und Burgmann, dem Edeln Mathias v. Gal- 
munthe, als Schadenersatz für die demselben wegen ihrer Nähe bei 
Schloss Are zerstörte Burg Ecka 200 köln. Mark versprochen (vgl. 
1249 nov. 28 Reg.) und davon 120 Mark bezahlt, für den Rest aber 
8 Mark Einkünfte und zwar 30 Malter Korn und 1 Mark zu Were 
nebst einem Fuder Wein aus der Bede zu Arwilre angewiesen 
habe. Colonie 1259. Orig. in Privatbesitz. Gedr. Niederrheinische 
Annalen 23,168 zu 1249 dec. 1. Mttlrh. Ukb. 3,1091. Gehört in's 
J. 1249. 1598. 

1259 .... Theoderich der Vogt v. Cissen verzichtet auf seine 
Rechte an die dem Kl. Namedy von Em und und ßestheide 
geschenkten Güter. 1259. Reg. eines alten Archiv -Repert. in An- 
dernach. 1599 

1259 .... Ein gutes Wein- und Fruchtjahr. Die Fässer waren theurer 
als der Wein. Vom März bis August nur wenig Regen. Aimal. 
Worm. Argent. und Spir. ap. Pertz, Script. 9,561. 17,63 und 85. 
Boehmer, Font. 2,196. 3,115 etc. 1600. 

1260 ian. 20. Elisabeth Frau v. Sprimunt, verwittwete Gräfin v. Cleve. 
bestätigt in Aachen auf die Bitte des Erzb. Conrad v. Cöln de 
Ehevertrag, welchen der Graf v. Cleve und dessen Bruder Herr Lu 
zwischen dem Edelmann Herrn Ger lach v. Ysenburg, de: 
vorgen. Erzbischofs Schwestersohn, und ihrer Tochter Elyzabett 
gemacht haben, und überweist derselben als Mitgift ein Drittel ani 



: 



1260. Mittelrhcin. Regesten. 1601—5. 35*9 

Zolle in Tyle, sowie ein Drittel des Geldes, welches ihr Vater der 
Herzog v. Brabant als ihr Braban tisch es Erbtheil ihrem Gemahle 
Theoderich, Erstgebornen des Grafen v. Gleve, bei der Verheirathung 
gegeben hatte. Zeugen der Erzbischof v. Cöln, Werner der Propst 
von S. Gereon in Cöln, Johann v. Gurcenich Domherr von Lüttich 
und der Ritter Godefrid v. Halle. Aquisgrani 1259 die (fer.) 3. ante 
convers. Pauli. Orig. in Coblenz. Gedr. (Fischer) Geschlechtsreg. 2,92. 

1601. 

1260 ian. 29. Joh.(ann) Dechant von S. Castor in Coblenz re- 
signirt die Kirche von Laufenveit in die Hände des Abts Arnold 
von Epternach. 1259 fer. 5 ante purif. Marie. Chartul. in Coblenz. 

1602. 

1260 ian. Die Gräfin Agnes v. Gastet löst einen dem Kl. Hemmen- 
rode schuldigen Jahrzins in Geld mit einigen Ackerländereien zwi- 
schen Metrike und Rode (Rore) ab. Zeugen Gerard der Koch der 
Gräfin, Eymud mid dessen Sohn Arnold v. Metrike, Herbord 
V. Brunnengasce, Th. Roth (Kufus) und Rud enger der 
Schultheiss dieses Dorfs. 1259 mense jan. Orig. in Coblenz. 

1603. 

1260 ian. Centurio und Gemeinde von Bridal an der Mosel verkaufen 
der Abtei Hemmenrode für deren Hof in T r a v e n e um 10 trier. 
Pfund ein Holzrecht in ihrem Gemeindewalde zwischen Bridal und 
der Burg Starke nberch von den Bächen »V ei seh« bis zur 
Rodung in der Ebene von Bridal. Zeugen Johann der Pleban 
des Dorfs, Henrich der Centurio und die Dorfbewohner E m i k o 
von der Brücke (de Ponte), Henrich Sohn der Sara, Emiko 
V. Overbridal und Heydolf. Besiegelt vom Grafen v. Salm als 
Vogt von Bridal und mit dem Versprechen, sobald als möglich 
auch hierüber die Besieglung des Erzbischofs v. Trier sich zu 
verschaffen. 1259 mense jan. Orig. in Coblenz. Gedr. Günther, 
Cod. 2,294.. Reg. v. Stramberg, Moselthal S. 3. 1604. 

1.260 febr. 7. Das Stiftscapitel von Wetflar macht einen Vergleich 
zwischen seinen Pächtern, dem dasigen Bürger Hartrad Blida, 
dessen Frau und Tochter Elizabeth einerseits, und Hartrad's 
Schwester Cunegunde, wornach jeder Theil auf Lebenszeit seine 
Pachtgüter behalten soll. 1259 sabb. ante dnc. Exurge. Gedr. Gu- 
den, Cod. 5,32. 1605. 



360 1260. Mittelrhom. Regesten. 1606-11. 

1260 febr. 15. Die Abtei Tholey schenkt dem Mainzer Domcapitel die 
Kirche in Isenheim. 1260 dnc. Esto mihi. Reg. Würdtwein, Dioec. 
Mogunt. 1,190. Scriba 4c,8 no. 5233. 1606. 

1260 febr. 23. Das Cistertienser Nonnenkloster in Leyre zu Goblenz 
verkauft an das Kl. Hymmenrode die VV^einrente, welche Letzte- 
res an Ersteres wegen des Ritters Gillo zu entrichten hatte, und 
verzichtet vor dem Schultheissen Theoderich, den Schöf- 
fen und Bürgern von Goblenz auf diese Rente. 1259 fer. 2 post | 
dnc. Invocavit. Orig. in Goblenz. Vgl. Günther, Gesch. v. Goblenz 
34. Klein, Urkundl. über das Marienkloster in der Leer 14. 1607. 

1260 mz. 18. Papst Alexander IV befiehlt dem Abt und Prior von S. 
Eucharius (Mattheisski.) bei Trier, dahin zu sorgen, dass dem 
Kl. Laach alle unrechtmässig entzogenen Güter zurückgegeben wer- 
den. »Dilectorum filiorum« etc. Anagnie 15 kal. apr. pont. a. 6. 
Orig. in Goblenz. Gedr. Wegeier, Laach 2,37. 1608. 






1260 mz. 18. Derselbe bestätigt dem Gapitel von S. Paul in bei Trier 
die Schenkung des verstorbenen Propstes Meffrid in Betr. des 
Patronats zu Mesenich, Sirzenich, Enche und Gerve. »Ex 
serie vestre« etc. Anagnie 15 kal. apr. pont. a. 6. Orig. in Goblenz. 

1609. 

1260 mz. 20. Philipp v. Hohen vels mit seinem altern und Jüngern 
Sohne, Truchsessen von Alzei, Reinbold v. Stercenberc, Heinrich 
Baldemar's v. ßacherach, Dudo von daselbst. Benner e, 
Embricho Fuchs (Vulpis) u. Heinr. Kolspenninc die Ritter 
v. Dipach; die Gebr. Grafto und Hollebrand die Kitter v. 
Richenstein, am Rhein uf er zu Nied er hei m bach Zeugen bei 
des Ritters Eberhard v. Sutersin Verzicht auf seine Forderungen an 
Kl. Eberbach wegen dessen Hof Waleheim. In littore Rheni ap. 
inferiorem villam Heienbach 13 kal. apr. 1260. Gedr. Baur, 
Hess. Ukb. 3,605. 1610. 



1260 mz. 22. Pfalzgraf Ludwig v. Rhein, Herzog v. Baiern, nimmt die 
Güter der Abtei Grafschaft, welche in seinem Gebiet am Khein 
gelegen sind, und namentlich deren Hof unter seiner Burg Fur- 
stenbergh, in seinen besondern Schutz, und verspricht, von letz- 
terrn keine neuen und ungebräuchlichen Abgaben zu erheben. 
Unter den Zeugen Gertrud e seine Kellnerin von Fursten- 
berg. ap. Wolfrangh 1260, 11 kal. apr. Gopie saec. 17—18 in 



1260. Mittelrbcin. Regesten. 1611—17. 361 

Coblenz. Gedr. Günther, Cod. 2,300. Reg. ßoehmer, Witteisbacher 
Reg. 28. 1011. 

.260 apr. 8. Prior und Convent von AV^örschvveiler beurkunden, dass 
Henrich der Sohn Hen rieh's v. Wintrich die Schenkung seiner 
Aeltern an das Kl. Himmenroth bestätigt habe. 1260 fer. 5 
post pasche. Ghartul. in Coblenz. 1612. 

.260 apr. 23. mag. Amilius, Cleriker und Prokurator der Kirchen- 
fabrik von Liebfrauen in Trier, und Bertradis bekennen, dass 
Elisabeth Aebtissin und der Convent von S. Thomas (an der 
Kyll) ihnen das Haus gegenüber der Muselinpforte, welches den- 
selben die verstorbenen Eheleute Mivigius und Hildegunde ge- 
schenkt, gegen einen Jahrzins von 35 trier. Soliden in Erbpacht ge- 
geben haben, und versprechen , binnen 2 Jahren 20 trier. Pfund 
nach der Bescheinigung durch den Kellner Johann und Trierer 
Bürger Frederich Buchele daran zu verbauen, wofür sie den 
Trierer Bürger Richard den Wechsler als Bürgen stellen. Zeugen 
die Trierer Schöffen Henrich weiland Mund eckin 's Schwie- 
gersohn, und r d u 1 f weiland Arnold 's Hovas Sohn. Besiegter 
der gen. Amilius, die beiden Domherren der Scholaster 
Lo de wich und Kellner Johann sowie der Hof des trier. 
Grossar Chi diakons Arnold. 1260 die Georgii. Orig. in 
Coblenz. 1613. 

260 apr. 24. Der Raugraf (com. Irsutus) resignirt gegen 300 köln. 
Mark dem Kl. Disibodenberg sämmtlictie zum Hof S ober nheim 
gehörigen Güter. 1260 sabb. post dnc. Misericord. Dni. Chartul. in 
Darmstadt. 1614. 

260 apr. 25. Am zweiten Sonnt, nach der Osteroktave 1260 wird die 
nun im Bau vollendete Kirche des Predigerklosters in Cob- 
lenz eingeweiht; nach Brower, Metrop. 2,384 ohne Quellennach- 
weisung. 1615. 

260 apr. 30. Graf S y m o n v. S p a n h e i m genehmigt als Lehensherr 
die Schenkung der Kirche zu Spiezheim seitens der v. Lewenstein 
an das Kl. Syon. 1260, 2 kal. maji. Gedr. Würdtwein, Monast. 
Palat. 6,112. Reg. Scriba 3,110 no. 1672. 1616. 

260 apr. G. (iselbert) Dechant und Capitel von Wetflar verpachten 
daselbst ihre Güter, worüber sie mit Albero v. Mulinheim 



362 12G0. Mittelrhein. Regesten. 1617—22. 

und Guthilde, welche dieselben bisher besassen, in Streit lagen, 
nach deren Resignation, an Conrad, den Sohn Albero's, und 
Henrich, den Sohn Guthild's, auf Lebenszeit. Zeugen Eber- 
win Vogt, Gerlach Lesch und dessen Bruder Graft o, Con-j 
rad der Erzpriester und H. der Pleban von Wetflar, Ri- 
eh olf der Sohn Gerberts. Wetflarie 1260 mense apr. Orig. 
in Wetzlar. Gedr. Guden, Cod. 5,36. 1617. 

1260 apr. Philipp v. Hohenfels restituirt dem Kl. Ruperts borg (S. 
Ruperti) bei Bingen für die der Tochter des Ritters Bertolf Cherne 
V. Eppelshekn verliehene Klosterpfründe den »Veldentzerhof« in 
Bingen, und befreit das Kloster von allen Abgaben, Diensten und| 
Zinsen aus dessen Gütern zu Budesheini und Welingesheim, und gibt 
seinen Beamten die nöthigen Befehle. Unter den Zeugen die Ritter 
Henrich v. Waldecken und Otto v. Schonenburg. 1260 
mense apr. Gedr. Confirm. Freiheiten etc. Reg. Weidenbach, Bin- 
gen 17 no. 165. Scriba 4c,8 no. 5236. 1618.! 

1260 apr. Sifrid v. Frouwenstein verfügt vor Antritt einer Pilgerfahrt 
nach Rom, gemeinsam mit seiner Ehefrau Gertrud, über seine Güter, 
und beauftragt den Prior der Prediger in Coblenz mit An- 
dern zur Vertheilung eines Theils dei*selben an 4 genannte Frauen- 
klöster. 1260 mense apr. ind. 3. Gedr. Rössel, Eberbach. ükl). 
2,116. 16r 

1260 mai 7. fr. Hugo Cardinalpriester von S. Sabina beauftragt wegen 
der Erledigung des frier. Bischofssitzes im Namen des Papstes den 
Prior des Predigerklosters in Trier mit der Absolvirung des 
trier. Domherrn Robert, welcher bei einem Spazierritte seinen 
Verwandten, einen Laien, durch einen unglücklichen Zufall dergestalt 
umgeritten habe, dass derselbe gestorben sei. Anagnie non. maji 
ponL Alexandri IV ppe. a. 6. Orig. in Coblenz. Reg. (Kreglinger) 
Catal. Renesse 14 no. 91. 1620. 

1260 mai 8. Philipp v. Flohenvels befiehlt seinen Beamten in Treh- 
tingeshusen, (Ober-) Wesel und Bopard, keinen Zoll von den 
Schiffen des Deutschen Hauses in Coblenz zu erheben. 1260, 
8 id. maji. Orig. in Wien. Gedr. Hennes, ükb. 1,169. 1621. 

1260 mai 20. Aleide, die Gemahlin Eberhard's Herrn v. Eberstein, be- 
kennt mit ihrem Gemahle, dass dem Kl. Wörschweiler ihr verstorbe- 
ner Sohn Ebirhard 10 Soliden, und ihr früherer Gemahl G.(odfrid 



12G0. Mittülrhein. Kegesten. 1622—26. 363 

V. Spanheiiu 1 Fuder Weinrento geschenkt haben. 1260 octav. 
ascens. Dni. Gedr. Grollius, Orig. Bipont. 2,74; vgl. Lehmann, 
Spanh. 1,43. 1622. 

L260 mai 30. Graf Henrich v. Virneburgh und Gerard v. Lan- 
descrone im Lager bei Schi. Cogelcnberg unter den Zeugen des 
Bündnisses zwischen dem Erzbischof v. Cöln und Herzog v. Braun- 
schweig. In campis prope castrum Cogelenberg in colloquio sollempni 
3 kal. jun. 1260. Gedr. Wigand, Archiv 6,231. Lacomblet, Ukb. 
2,274 no. 489. Seibertz, Ukb. 1,398 no. 317. 1623. 

1260 mai. Th. Propst, H. Dechant und Capitel von S. Symeon 
in Trier vererbpachten an den Trierer Bürger Henr. v. Gro- 
nenberg (?) ihre Wingerten beim Taufborn (ap. Baptismum) 
gegen den Drittel und mit der Verpflichtung, jährl. 150 Graben oder 
»Pr offen« machen und 100 Karren Dünger hineinzuschaffen, sowie 
verschiedenen andern, wofür ihnen Ackerland bei Heilig kreuz (ap. 
S. Grucem) zu Unterpfand gesetzt wird. Zeugen 12 Trierer 
Schöffen, darunter Gilett, War. (ner), Or. (dolf), Karl und 
Or. (dolf), nebst den Ministerialen des SimeonstiftsHeinrich 
von Martinsdorf (Martinis vi IIa), Jo. von Meysenburch und 
Ansei m der Schreiber (scriptor.). 1260 mense maio. Ghartul. 
in Coblenz. 1624. 

L260 iun. 3. Rheingraf (Ringravius) Syfrid verkauft mit Gonsens 
seiner Gemahlin (Agnes) an den Ritter Friderich v. Rudensheim 
einen Wingert bei Gisenheim. 1260 fer. 5 post octav. pentecost. 
Kindl. und Schott'schc Kopie in Münster und Miltenberg. 1625. 

1260 iun. Der Ganonikus Arnold von Wetflar, der Ritter Gi- 
selbert v. Foidesberch, die Brüder Johann und LI eidenrich 
v. Dernbach, Emicho v. Wolveskelen, Sigenand v. Gizen und ihre 
übrigen Miterben verkaufen zu Wetzlar dem Kl. Haina für 6 Mark 
einen Mansus in Langengunse, welchen des gen. Giselbert's 
Wittwe Alb er ade als Wittum besitzen soll. Zeugen der Dechant 
Giselbert und die Canonici Ortho, Henr. v. Galsmunt und 
Henrich Richolf's Sohn von Wetflar; die Ritter Johann 
. der Aeltere v. Dernbach, Eberwin der Vogt von Wetflar, 
Wezelo V. Garbenheym, Werner v. Hattenrode, Adolf v. Hu- 
chelheim, Di mar v. Kalsmunt, Philipp v. Linden und 
Gonr. V. Gleyn; die Schöffen Richolf Gerbert's Sohn, 
Ludovich weiland Schultheiss, Richolf v. Brath, Gonr. 



364 1260. Mittelrbein. Rcgesteu. 1626—31. 

V. D r i d o r f und W i g a n d ante r den K r ix m e n (s u b T u g u r i i s)^ 
Wetflarie 12G0 mense jun. Orig. in Darmstadt. Gedr. Baur, 
Arnsburger Ukb. 728. Reg. Scriba 4b,8 no. 3421. 1626. 

1250 iun. Gisbert v. Vogdesberg, Emercbo v. Wolveskclen und 
ibre Milerben verzichten in Wetzlar infolge eines Vergleicbs mit 
Kl. Arnsburg auf ihre Ansprüche an einen Mansus in Langengunse, 
welchen der Ritter Conr. Meisenbuch und dessen Frau Ger- 
Irude diesem Kloster geschenkt hatten. Zeugen der Dechant Gi- 
selbert und die Canonici Ortho, Arnold v. Derenbach 
und Job. V. Linden; die Ritter wie in vor. Reg. jedoch ohne 
Dimar v. Kalsmunt; die Schöffen ebenfalls wie vor. Reg. nebst 
den Schöffen Berno dem Aeltern und Jüngern, Eckelo und 
Heinr. v. Dridorf. Wetflarie 1260 mense jun. Gedr. Guden 
3,1127. Reg. Scriba 2,41 no. 515. Baur, Arnsb. Ukb. 210. 1627. 

1260 iul. 6. Die Grafen Johann v. Spanheim und Godefrid v. 
Seine, Theoderich v. Heinsberg, Gerard Herr v. Wildenberg, 
Rorich und Hermann v. Rennenberg Mitbesiegler einer Urk. 
der Gebr. v. Hückeswagen für die Gräfin v. Berg. 1260 octav. Pe- 
tri et Pauli. Gedr. Kremer, Akad. Beitr. 3,113. Lacomblet, Ukb. 
2,276 no. 493. 1628. 

1260 iul. 14. Ger lach v. Isenburg Herr v. Limburg bekennt zu 
Gastet (bei Mainz), dass ihm kein Recht auf die Collation der Prop- 
stei zu Limburg zustehe, sondern allein ein Erzbischof v. Mainz die- 
selbe zu vergeben habe. ap. Gastelle 2 id. jul. 1260. Gedr. Guden, 
Cod. 1,672. Reg. Scriba 3,110 no. 1676. 1629. 

1260 iul. 21. Graf Henrich v. Sol niese und Wirich v. Dune in 
Aschaffenburg Zeugen in Urkk. der Grafen v. Rieneck für den Erz- 
bischof V. Mainz, ap. Aschaffenburg 12 kal. aug. 1260. Guden, 
Cod. 1,675. 1630. 

1260 iul. Graf Godefrid v. Sene und seine Gemahlin Jutta ver- 
gleichen sich mit Zustimmung ihres Bruders Henrich mit dei 
Stiftskirche von Werden wegen des Novalzehnten vom Wein unc 
Getreide in der Pfarrei (I^hein-) Brule trier. Diözese, und verzieh* 
ten auf alle Ansprüche daran, da ihr Oheim (avunculus) und Von 
ganger, der verstorbene Graf Henrich (v. Seyn), auch niemals 
den Novalzehnten gefordert habe. Mitbesiegler ihr Vater Graf Jo- 
hann V. Span heim nebst den Erzbischöfen v. Mainz und Trier. 
1260 mense jul. Gop. saec. 17 in Coblenz. 1631. 



1 



1260. Mittelrhein. Re^esten. 1032—37. 365 

160 iill. Graf H. v. Zweibrücken verspricht der Abtei S. Remlgius zu 
Reims, dass er die auf dem Remigiusberg, dem Grund und Boden 
der Abtei, erbaute hölzerne Burg, nach hergestelltem Frieden mit 
den Wildgrafen, einreissen wolle. 1260 mense julio. Gedr. Ada 
Palat. 2,297. 1632. 

260 iul. Der Ritter P. v. Kirberch und seine Frau Sa. verma- 
chen dem Kloster Hemm inrode zu ihrem Anniversarium eine 
Weinrente zu Cobosa (Cus-Kuuese). Besiegler der Wildgraf 
W. (erner). 1260 mense jul. Orig. in Coblenz. 1633. 

160 aug. 14. Egidius Herr v. Berg (bei Remich) bekennt, dass ihm 
das Capitel v. S. Symeon in Trier die Güter zu Piulfingin (Ro- 
lingen), worüber er das Vogteirecht besitze, gegen einen Jahrzins an 
dessen Meier zu Wyncheringen und unter Vorbehalt der »Vroi- 
nede« wie bei den andern Gütern des Hofs von Wynchera d. h. des 
Rückfalls der Güter an's Capitel, wenn der Zins nicht richtig bezahlt 
werde, erblich überlassen habe. Mitbesiegler Symon Dompropst 
und Archidiakon von Ru fing in und der Edelmann Th. 
Herr v. Lyncer. 1260 vigil. assumpt. Marie. Gop. saec. 16 in Coblenz. 

1634. 

60 aiig. 20. Papst Alexander IV erlaubt dem trier. Cleriker 
Henrich (v. Vinstingen designirter Erzbischof) zur Tilgung der 
Schulden der trier. Kirche, auf 5 Jahre die Einkünfte des ersten 
Jahrs aller erledigt werdenden Beneficien einzuziehen. »Circa curam 
quarumlibet« etc. Sublaci 13 kal. sept. pont. a. 6. Inserirt der 
erzb. Publikation vom 31. Mai 1261. Chartul. in Coblenz. Vgl. 
Goerz, Reg. d. Erzbb. 50, wo Anagni in Sublaci zu verbessern ist, 
wie unzweifelhaft für Sabbati des Chartulars zu lesen. Reg. (Kreg- 
linger) Catal. Renesse 14 no. 92. 1635. 

|60 sept. 7. Derselbe befreit das trier. Domcapitel von aller Haft- 
pflicht in Betr. eines Darlehns von 1000 Mark Silbers, welches er 
dem Erwählten H. (einrieb) v. Trier bei Kaufleuten von Rom 
und Siena wegen seiner Ausgaben am römischen Stuhle unter Ver- 
pfändung seiner Kirche aufzunehmen, gestattet hat. »Cum dilectus 
filius« etc. Sublaci 7 id. sept. pont. a. 6. Orig. in Coblenz. Reg. 
(Kreglinger) Catal. Renesse 14 no. 93. 1636. 

JO sept. 8. Graf Gerard v. Dietz beurkundet einen Vergleich zwischen 
dem Deutschen Haus in Coblenz und Wigand v. Brechen 



366 1260. Mittelrhein. Re^esten. 1637—43. 

wegen eines Weinbergs im Dinkholder (bei Braiibach). Unter den 
Zeugen Friderich v. Schoninberg und Graft v. Bopard Rit- 
ter V. Brubach. 1260 in nativ. beate Virg. Orig. in Wien. Gedr. 
Hennes, Ukb. 1,170. 1637. 

1260 sept. 9. Papst Alexander IV schreibt an den Erzbischof von 
Trier und dessen Suffragane gleichlautend wie an die Erzbischöfe 
von Mainz und Cöln und andere Prälaten in Betr. des Kreuzzuges 
gegen die Tarlaren. »Via absque lacrimis« etc. Sublaci 5 id. sept. i 
pont. a. 6. Reg. Potthast 1459 no. 17941 nach Bunge, Livl. Ukb.' 
1,454. 1638. J 

1260 sept. 9. Graf Hugo v. Lützelstein und seine Gemahlin Elisabeth 
bewilligen, dass ihr Oheim, der Propst Stephan von Neu hausen 
(ein Graf v. Saarbrücken), nach Belieben über sein ererbtes Allodium 
verfüge. 1260 crast. nativ. Marie. Chartul. in Coblenz. 1639. 

1260 sept. 11. Die Söhne des verstorbenen Grafen Arnold v. Hückes- 
wagen bekennen, dass der Official der Gräfm v. Berg ihnen in Ge- 
genwart der Ritter Rorich und Hermann v. Rennenberg 
220 Mark für Hückeswagen ausbezahlt habe. 1260 sabb. post nativ. 
Marie. Gedr. Kremer, Akad. Beitr. 3,114. 1640.| 

1260 sept. 16. Der Grafv. Spanheim und der Wildgraf, sowie 
in einer andern Urk. Wir ich v. Dune zu Worms Bürgen König 
Kichard's in dessen Urkk. für die dortige Bürgerschaft. Wormatie 
die 16. sept. 1260 reg. a. 4 ind. 3. Gedr. Boehmer, Font. 2,231—33. 
Reg. Boehmer 45 no. 61. Lehmann, Spanh. 1,42. 1641. 



" 



1260 sept. 21. W. v. Davils Domherr und Official des tri.er. Ar- 
chidiakons H. (einrieb) v. Bolanden befreit den Ilenr. Hoit von 
Bürge von der Exkommunikation, nachdem derselbe auf seine Anspruch 
an den Zehnten der Pfarrei Cro we, worüber er mit der Abtei Ep- 
ternach Streit hatte, verzichtet hat. Zeugen der Abt von S. Maxi- 
min und der Grossarchidiakon A.(rnold) zu Trier. 1260 die| 
Mathei apost. Orig. in Coblenz. 1642 

1260 sept. 23. Graf Heinrich v. Zweibrücken und der Wildgraf 
Emicho vergleichen sich zu Monzingen wegen der Herrschaft 
Lichtenberg. Dieselbe soll mit den übrigen Gütern der Grafscha; 
Veldenz Agnes, die Tochter des verstorbenen Grafen Gerlach 
V. Veldenz, behalten, und nach deren kinderlosen Tode zu gleichen 



12G0. Mittelrhein. Regesten. 1643-47. 367 

Theilen an die obengen. beiden Grafen und Graf S.(imon) v. Span- 
heim fallen. Kömmt zwischen dem Sohne des gen. Wildgrafen 
und der Tochter des vorgen. Grafen Symon v. Spanheim eine 
Ehe zu Stande, so fällt an die Kinder aus dieser Ehe der Span- 
he im 'sehe Antheil, andernfalls dieser Theil an die beiden obengen. 
Grafen, welche auch Vormünder der unmündigen Tochter Agnes 
sein sollen. Zeugen Wildgraf Cunrad und die Ritter Ru- 
dolph V. Smedeberg, Franko v. Spanheim, Johann von 
Hottenbach, Cuno v. Munfort, Wilh. Runold und Godefrid 
Ungereth. Muncige 1260 crast. Mauritii. Gedr. Grollius, Goneal. 
veter. comit. Geminip. 2 und Orig. ßipont. 2,71. Vgl. Lehmann, 
Spanh. 1,42. 1643. 

J60 sept. Rheingraf (Ringravius) Sifrid der Jüngere verschreibt 
unter Mitbesieglung seines Bruders, des Rheingrafen Wernher 
des Aeltern, die seiner Gemahlin Agnes als Wittum versprochenen 
250 köln. Mark mit Consens dieses Bruders und Königs Richard auf 
den halben Zoll in Geisenheim, welchen beide Brüder vom Reich zu 
Lehen haben. 1260 mense sept. Kindl. und Schott'sche Copie in 
Münster und Miltenberg. Gedr. Bodmann, Rheing. Alterthümer 585. 

1644. 

1260) .... Die Rheingrafen (Ringravii) Gebr. Wer. (ner) 
und Sifrid ertheilen dem von Wer. (ner) Masungh neu wieder- 
hergestellten Nonnenkl. Allerheiligen (Omnium Sanctorum) 
bei (Ober-) Wesel Zollfreiheit auf dem Rheine bei Geisenheim. 
Ohne Dat. Orig. in Coblenz. Gedr. Günther 1,502 in's 11. Jahrh. 
Mttlrh. Ukb. 3,1092 zu c. 1260, dem auch die Schrift entspricht. 

1645. 

160 oct. 2. Rodulph Herr v. Malberch bestätigt dem Kl. H y ra- 
mer od e das demselben schon von seinen Vorfahren mit Zustim- 
mung des Grafen Conrad v. Luxemburg geschenkte Recht im Walde 
von Hoenscheit. Zeugen der Herr v. Meinsenburch, die Gebr. 
Gerard und Odo Herrn v. Esch, Walter Herr v. Letiche, 
der Burggraf Godefrid v. Kilburch, Johann v. Keyle und 
der Ritter Werner v. Bruche. 1200 crast. Remigii. Orig. in 
Coblenz. Gedr. Fahne, Cod. Salm. 29. 1646. 

60 oct. 4. König Richard bestätigt zu Boppard seinem Getreuen, 
Grafen Diether v. Catzenellenbogen, unter Vorbehalt die angeblich 
demselben von König Wilhelm verliehenen Jahresrenten von 50 Mark 



368 1260. Mittelrhein. Re^esten. 1647—51. 

aus dem Schiiltheisenamt zu Boppard und 50 Mark von den 
Reichsgütern in Tribur. Boppardie 4 die oet. ind. 4, reg. a. 4. 
Gedr. Wenck, Hess. Ukb. 1,28. Reg. Boehmer 45 no. 63. Dam- 
berger 10,772. 1647. 

1260 oct. 17. Papst Alexander IV ertheilt dem trier. Domcapitel 
wörtlich die Befreiung von der Haftpflicht für den Erwählten 
H. (einrieb) von Trier wie unterm 7. Sept. (nur an einigen Stellen 
etwas kürzer gefasst). »Cum dilectus filius« etc. Anagnie 16 kal. 
nov. pont. a. 6. Orig. in Goblenz. Reg. (KregUnger) Gatal. Renesse 
14 no. 94. 1648. 

1260 oct. Richter, Schöffen und Bürgerschaft von Wetflar machen 
zur Vermeidung fernerer Streitigkeiten zwischen Schöffen und Ge- 
meinde eine Einung in Betr. des Geleits in die Stadt, der Kaufcon- 
trakte, der »Sicherheit« Leistung der Schöffen, Besetzung des 
Schöffengerichts bei geringern und grössern Vergehen, der Wahl von 
12 Rathsgliedern jährlich. Alle diese Punkte wollen sie von könig- 
licher Majestät bestätigen lassen. Zeugen waren die beiden Mino- 
ritenbrüder fr. Henrich und Otto, der Pleban Hermann 
von Wetflar, die Kitte r der Edle Graft o v. Grifenstein, 
Erwin der Vogt und Eibelo nebst dem Richter Gerbert. 
1260 mense oct. Orig. in Wetzlar. 1649. 

1260 nov. 3. Der trier. Official spricht in einem Streite der Abtei 
S. Martin zu Trier mit Mettilde, der Wittwe Gerlach's 
Vigilis V. Pallast daselbst, wegen des Wingerts »Bruder schafft« 
zu Wal tr ach, diesen der Wittwe auf Lebenszeit gegen Zahlung 
von 6 Denaren Jahrzins an die Abtei zu. 1260 crast. animar. Zeu- 
gen: der Priester Gobolo Pinguis (Feist), dessen Verwandter 
Heinrich Priester und Guno Walt räch. Gopie saec. 18 in 
Schreiner, bist. abb. 1,175 zu Trier. 1650. 

1260 nov. 19. Papst Alexander IV übersendet der trier. Kirche den 
Metzer Domdechanten Heinrich (v. Vinstingen) als Erwählten, 
ohne das Pallium erhalten zu haben, da er am römischen Hofe noch 
viele Schulden hinterliess. Mit ihm kehrte der Abt v. S. Mattheis, 
welcher in Angelegenheiten seines Klosters gleichfalls in Rom ver-ff 
weilt hatte, nach Trier zurück. Gesta Trev. ed. Wyttenbach 2,101 1 
mit J. 1262, 13 kal. dec. und 2,116 mit J. 1260; ed. Walfz ap.!' 
Pertz, Script. 24,415 und 458. Vgl. Brower, Ann. 2,149. Potthastjrf 
1461. Goerz, Reg. der Erzbb. 50. 1651. | 



1260. Mittelrhein. Regesten. 1652— 5G, 369 

.260 nov. 2i. Papst Alexander IV genehmigt die Präsentation des Main- 
zer Domherrn Elwin 7Aim Rektor der Kirche in Dyebach. »Cum 
a nobis« etc. Laterani 8 kal. dcc. pont. a. 6. Gedr. Rössel, Eberb. 
Ukb. 2,118 nach dem Orig. in Idstein. Reg. Potthast 1462 no. 
17974. 1652. 

.260 nov. 25. Die Richter des Mainzer Stuhls verurtheilen in der Streit- 
sache des Propstes Embricho vom Peters kloster in Gruce- 
nache gegen Hadewig die Wittwe Sibold's v. Wilstein, welche eine 
von dem verstorbenen Wernher Truchsessen von Alzei dem Kloster 
für die Aufnahme seiner Tochter Jutta« vermachte Kornrente seit 3 
Jahren zu entrichten sich weigert, die Wittwe zur Lieferung dieser 
Kente. ap. Maguntiam 1260 die Gatharine. Kindl. und Scholt'sche 
Gopie in Münster und Miltenberg. 1653. 

L260 nov. Giselbert Dechant und das Gapitel von Wetflar, so- 
wie Prior und Convent des Nonnenkl. Aldenburg vergleichen sich 
zu Wetzlar wegen der an Erstere zu entrichtenden Fruchtrente 
aus dem Flofe zu Garbenheim, welchen der verstorbene Ritter 
Eber w in v. Garben heim, Bruder des Wetflarer Scho- 
lasters mag. Rudolph, und dessen Gemahlin Guda dem Non- 
nenkloster vermacht haben. Zeugen der gen. Dechant und Scho- 
lastikus, die Canonici Ortho, Conrad der Gustos, Wolf- 
ram, Henr. v. Berchusen, Arnold v. Derenbach, Henr. 
v. Kalsmunt, Joh. v. Linden und Henrich Richolf's Sohn; 
der Kitter Eberwin Vogt v. Wetflar und die Schöffen Ri- 
cholf weiland Gerbert 's Sohn, Lud o wich weiland Schul- 
theiss, Richolph v. Brath, Rudolf Reigel, Theod. Roth 
(Rufus), Gonr. Reio, Conrad v. Dridorf, Eckelo, Berno 
der Aeltere und Jüngere, Henr. v. Dridorf und Wigand Unter 
den Kramen (sub tuguriis). Wetflarie 1260 mcnse nov. Orig. 
im Privatbesitz. Gedr. Guden, Cod. 5,37. 1654. 

260 nov. Die verwittwete Gräfin Mechtilde v. Seyn schenkt 
in Cöln zum Seelenheile ihres verstorbenen Gemahls, Grafen Hen- 
rich V. Seyn, dem Deutschen Orden für die Bekehrung von Preus- 
sen das Patronatsrecht von (Rhein-) Brei dbach, welches sie früher 
dem Cistertienser Nonnenkloster Zum Spiegel in Cöln geschenkt, und 
dieses an sie wieder resignirt hatte. Colonie 1260 mense nov. 
Günther'sche Copie in Coblenz. 1655. 

pO dec. 1. Die Gebr. Heinrich und Marquard Grafen von 

24 



370 1260. Mittelrhein. Reffesten. 1650—00. 

Solmese erlauben 7a\ Braun f eis mit Zustimmung ihres Vaters 
Heinrich dem Conrad v. Linne die von ihnen zu Lehen tragenden 
Güter zu Rolterhusen dem Deutschen Hause in Marburg zu verkau- 
fen. Brunenwels 12G0 fer. 4 post Andree. Gedr. Wyss, Ukb. 
der Bailei Hessen 1,132 no. 172. 1656. 

1260 dec. 17. Graf Henrich v. Virneburg, Willelm Flerr von 
Leyen (de Lapide) und Mathias Schenk v. Are in Cöln 
Zeugen des Erzbischofs für die Stadt. Golonie 16 kal. jan. 1260. 
Gedr. Lünig, Reichsarch. 16,355. Lacomblet, Ukb. 2,279 no. 496. 
Ennen, Quellen 2,431—34. 1657. 

1260 dec. 18. Gerhard v. Luxemburg, Herr zu Durbuy, bewilligt der 
Gemeinde der Stadt Trier in seinem Streite mit ihr einen Waffen- 
stillstand bis Lichtmess (febr. 2). 1260 sabb. ante Thome apost. 
Gedr. Kyriander 234. Brower, Ann. 2,149. Honlheim 1,740. Reg.l 
Kreglinger in Compte rendu etc. ßelg. 5,222. Publ. de Luxem- 
bourg 15,87. 1658. 

1260 dec. 26. Henrich v. Sconeberg und die Wittwe Herrn Ger- 
hard's v. Dollensdorf beurkunden, dass Goestdu, die Ehefrau Wi-|^ 
n and 's Hunswin, ihren Consens zu ihres Ehemann's Rentenver- 
kauf aus einer Hofstatt in der Lere zu Coblenz an das deutschi 
Haus daselbst gegeben habe. 1260 die Stephani. Orig. in Wienj 
Gedr. Hennes, Ukb. 1,171. 1659J 

1260 dec. Der Abt von Petersthal in Heisterbach und der Minoriten 
bruder v. Gelre beurkunden, dass vor ihnen und in Gegenwart de^ 3 
Abts Peter von Marienstatt, sowie der Edeln Herrn Gerard un( 
Arnold v. Rennenberg der verstorbene Graf Heinrich vor 
Seyn sein Testament errichtet und darin zur Bezahlung alte^ 
Schulden 200 köln. Mark Rente aus dem Hof zu Gassei, einen 
Wingert bei Remage, einem bei Seyn und aus Gütern bei Va 
lender e derart vermacht habe, dass der aus diesem Gelde sich er 
gebende Ueberschuss an den deutschen Orden fallen solle; dass nacl 
des Grafen Tode der Erzbischof v. Trier sich der Güter in Va 
lendere gewaltsam bemächtigt, und desshalb auf ihren und Ande 
rer Rath die Wittwe des Grafen für diese Güter deren zu Gel tan 
und Ratheche gesetzt habe. Mitbesiegelt von den obengenannte 
Briidern v. Rennenberg. 1260 mense dec. Orig. im Sain-Hachen 
burger Archiv. Kindl. Copie in Münster. 166( 



i 



12G0. Mittelrhein. Re^esten. 1G61— 65. 371 

1260 .... Praceptor und Brüder des Deutschen Hauses in 
Coblenz beurkunden, dass den Weinzins, welchen sie aus ihren 
Gütern in Gulse an den Propst der Abtei Siegburg daselbst jährlich 
zu entrichten haben, Werner der Bruder Lude wich's Guede- 
ner, und drei andere Genannte zu liefern übernommen hätten, und 
denselben dafür Wingerten am »Leier wege, Langolf, Engel- 
mar s h e 1 d e n und W i n g e r w e g e « verpfändet worden seien. Mit- 
besiegler der Dechant Jo. (hann) von S. Castor und der Ple- 
ban G. von S. Marien in Coblenz. Zeugen die Gulser Schöf- 
fen Jacob der Schult heiss, Engelbert Rache, Sifrid, 
Cristian und Henrich der Kellner. 1260. Orig. in W^ien. 
Gedr. Hennes, Ukb. 1,421. 1661. 

1260 .... Das Benediktiner Nonnenkl. Ulinhusin in Mainzer Diözese 
(im Rheingau) verkauft dem Kl. Eberbach für 160 köln. Mark seine 
Güter in der Gemarkung des Dorfs Drethingshusen, nämlich die 
Wingerten bis zum »Kaldinburne« und einen Hof daselbst. Zeu- 
gen der Ritter Crafto Schultheiss daselbst, der Vogt Peter, 
die Schöffen Herdegen, Cunrad, Em b rieh o und Cunrad, 
sowie die Ritter Arnold v. Nowerode undWimar Robesa c. 
1260. Orig. in Idstein. Gedr. Rössel, Eberb. Ukb. 2,112. 1662. 

1260 .... Dasselbe Kloster stellt dem Kl. Eberbach wegen der dems. 
verkauften Güter zu Trhetingeshusen, welche sich bis zum 
»Kaldenburne« erstrecken, den Schultheissen Crafto und 
die Ritter Gerlach, Holtebrand, Morard und Dudo als 
Bürgen. Dieselben Zeugen wie vorher, doch ist der zweite Schöffe 
Cunrad mit dem Zusatz v. Grawein heim bezeichnet. 1260. 
Orig. in Idstein. Gedr. Rössel ibid. 2,113. 1663. 

.260 .... Die Edelherren Werner und Philipp v. Bolanden verzichten 
zu Gunsten des Abts Embrico und Convents von Romer storph, 
einer Stiftung ihrer Vorältern, auf ihre ererbten Rechte an den Hof 
von Adenrode. 1260. Günther'sche Copie in Coblenz nach dem Orig. 

1664. 

260 .... Abt und Convent von Epternach einigen sich mit den Gebr. 
Gerard, Arnold und Henrich v. Gemtingen, den Söhnen des 
verstorbenen Meiers Henrich von Gemtingen, über die von 
denselben an die Abtei zu zahlenden Zinsen von einer Mühlenstatt 
und Fischerei (venna) im Flusse Vrin bei Gemtingen, sowie von 
einem Walde und gewissen andern salischen Gütern. 

24* 



372 1260. Mittelrhein. Regesten. 1665-67. 

Die Brüder sollen jährlich an die Abtei oder den Vorsteher des 
Amtes in ßollendorf von ihren Hofesgütern (bonis mansualibus) 
in Gemtingon 6 Soliden, anderthalb Modien Korn und anderthalb 
Modien Hafer, 9 Hühner und 45 Eier liefern; davon sind jedoch 
ausgenommen 8 Denaren und ein »Sumere« Korn, welche an den 
Dechant und an Petrissa, die Tochter Unclins, sowie 6 Denare, 
welche von den Aeckern »Housen« auf dem Berge zwischen G ei- 
gene und Gemtingen fallen. Der Wald zwischen G eigene und 
Gemtingen, sowie einige Aecker sind Saalgut und geben dem 
Abt den Zehnten. Auch besteht die Verpflichtung, zu den Jahr- 
gedingen von Bollendorf zu kommen. Die Mühlenstatt, Fischerei 
und Bannrecht erhalten die beiden Brüder Gerard und Henrich 
in Erbpacht, und entrichten dafür jährlich 3 Modius Frucht und 4 
trier. Soliden von dem Fischerlöss und an den Meier von Bollen- 
dorf die »Wisinge«. Ausser Abt und Convent hat auf die Bitte 
des Vogts dieser drei Brüder Herr Rubin v. Esch, von dem der 
Vogt dieses Lehen hat, den Vergleich besiegelt. 1260. Orig. in 
Weimar. Extr. Publ. de Luxemb. 19,220. 1665. 

1260 . . . . Julius Prior, M. Meisterin und der Convent des Non- 
nenklosters in Valendra geben den beiden Brüdern Conrad und 
Henrich gen. Coelner (Coloniensibus) einen neuen Erb-Pachtbrief 
über ihre Güter in Rachdorp, wie dieselben als väterliches Erbe un- 
ter den frühern Prioren Jacob, Absolon, Godefrid und 
Thomas besessen worden. Mitbesiegelt von D. Pleban in Va- 
lendra und frühern Dechanten. 1260. Chartul. in Coblenz. 

1666. 

1260 .... Die Brüder Macharius und Godefrid, Söhne des ver- 
storbenen Ritters Macharius v. Linden, überweisen gemeinsam 
mit ihren Ehefrauen ihrem Bruder Johann Canonikus v. Wetf- 
lar die Güter zu Habechinheym, welche Conrad der Sohn 
des verstorbenen Rudolph Reich (Di vi tis) als Colone besitzt, als 
Ersatz dessen gebührenden Theils an ihren Gütern zu Linden. Zeu- 
gen Giselbert Dechant, mag. Rudolph Scholastikus, 
Ortho, Conrad Custos und Arnold v. Derenbach Canol 
nici von Wetflar; die Ritter Gerlach und Joh. v. Linden, Geif| 
nand v. Swalbach, Adolph v. Huchelheim, Werner von 
Hattenrode und Joh. Moench (Monachus), drei Burgmänner v, 
Giesen u. a. Orig. in Privatbesitz. Gedr. Guden, Cod. 2,137. Vgl 
Abicht, Kreis Wetzl. 2,209. 1667 






1260 -61. Mittelrhein. Regesten. 1668—74. 373 

1260 .... Conrad und Werner v. Hoingin, Brüder (carnales 
fratres) des Priors Otto im Kl. Altenberg bei Cöln sind Zeugen 
in einer Urkunde dieses Klosters 1200. Lacomblet, Ukb. 2,281 no. 
497. 1668. 

(1260) . . . . Henrich Edler v. Kovern und seine Gemahlin Met- 
tilde schenken dem Kl. Rumerstorph zur Anniversarienfeier 
ihrer verstorbenen Mutter Jutta (v. Kovern) eine Mühle zu Ko- 
vern e nach deren testamentarischen Verfügung; überweisen demselben 
Kloster nach der Bestimmung des verstorbenen Propstes Lothar 
von S. Cunibert in Cöln 2 Weinbergsstücke im »Dolche« und 
»Krumbekarde«, welche Conrad von Bikele bebaut, sowie 
namens seiner Schwester, der Frau von der Neuerburg (de 
Novo Castro), einen Wingert im »Niedergewanden«, welchen 
Arnold Wem bebaut. Ohne Dat. Orig. in Coblenz. Gedr. Gün- 
ther 2,299 unter das J. 1260, mit welchem die Urkunde in dem al- 
ten klösterl. Repertorium eingetragen ist. 1669. 

1260 , . . . Der Custos Johann zu Garden errichtet sein Testa- 
ment, und vermacht darin seinem Collegiatstifte seinen Hof zu 
Heilse (Elz). 1260. Nur Reg. im alten Stifts-Repert. in Coblenz. 

1670. 

1260 .... Werner Propst von Speier bestätigt eine zu Gunsten der 
Abtei Himerod gegen Johann v. Frankenstein ergangene Sentenz. 
1260. Reg. im abteil. Repert. in Coblenz. 1671. 

1261 ian. 1. Erzb. Conrad von Cöln bestätigt dem Deutschen Orden das 
von der verwittweten Gräfin Mechtilde v. Seyn geschenkte Pa- 
tronatsrecht von (Wald-) Brethbach. Colonie 1260 circumcis. 
Dni. Orig. in Wien. Gedr. Hennes, Ukb. 1,171. 1672. 

1261 ian. 6. In dem Streite des Nonnenkl. Martinsberg (Montis S. 
Martini) zu Trier mit dem Trierer Bürger Ernest Beyzene 
wegen Güter zu Gospeterodt (Gusterath), welche von Jacob 
Sueyme von der Brücke (de Ponte) zu Lehen zu haben Er- 
nest behauptet, resigniren Beide auf diese Rechte, und übertragen 
dem Nonnenkloster diese Güter zu freiem Eigenthum. Zeugen 11 
Trierer Schöffen, darunter Ord ulph, Warner, Gylot und 
Ordulph. 1260 die epiphan. Dni. Orig. in Coblenz. 1673. 

1261 ian. 11. Mechtilde Frau von Falkenberg und Co e Hertha] 



374 1261. Mittelrhein. Regesten. 1G74— 78. 

(Montis falconis etvallis Golonie) consenlirt, dass ihr Oheim (pa- 
truiis), der Propst S. (tephan) von Neuhausen, nach Beheben über 
sein Erbgut verfüge. 1260 fer. 3 post epiph. Dni. Chartul. Wadgass. 
in Coblenz. Gedr. Kremer, Ard.-Gesch. 2,336. 1674. 

1261 ian. 7—13. Bruno Edelherrv. Brunisberch genehmigt, dass 
seine Lehensmänner Arnold Kuz v. Hedinsdorph und dessen 
Brüder Henrich und Billung ihre Lehengüter in der »S leidin« 
und im Felde nach dem Rheine zu an das Kl. Romersdorf ver- 
kaufen. 1260 infra octav. Epiphan. Orig. in Coblenz. 1675. 

1261 ian. 13. Ricolf v. (Mosel-) Wise, im Begriffe nach Jerusalem zu 
pilgern, verfügt über seine Güter, falls er von der Pilgerschaft nicht 
zurückkehren sollte. Seine Magd Adel ei de solle auf ihre Lebens- 
zeit ihr Wohnhaus und 4 Wingerten im »Men ige setze« und 
»H am nie«, sowie 2 Aecker im »Bucheide« und »Blumislo« 
erhalten, und nach deren Tode die erstem an das Nonnenkloster in 
Leir zu .Coblenz, die beiden Aecker aber an die Nonnen in Va- 
lindre fallen. Dem Kl. Marienstatt vermacht er ein Theil des Win- 
gerts »Dustucke«; dem Kl. Rumerstorf 2 Wingerten gen. »Hor- 
nichistucke« und im »Breite«; dem Nonnenkl. (Marien-) R o d e 
2 kleine Wingerten im »Jungen«. Von den den letztern 3 Klö- 
stern vermachten Wingerten solle sein Bruder Warner die lebens- 
längliche Nutzniessung haben. Demselben Bruder vermacht er auf 
Lebenszeit den Wingert »Ani winde« im »Breite« und einen an- 
dern im »Ansowe«. Seine 3 Söhne sollen 2 Wingerten in »Wi- 
V eis bürg« und einen bei dem Stein (juxta lapidem) erhal- 
ten. Geldlegate erhalten auch die Nonnen in Leir, die Prediger- 
und Minoritenbrüder (in Coblenz), sowie der S. Katharinenaltar 
in der Marienkirche einen Geldzins. 1260 octav. Epiph. Orig. 
in Coblenz. 1676. 

1261 ian. 21 Pröpste, Dechante und Capiteln von S. Flor in und S. 
Castor, sowie der Pleban der Marienkirche in Coblenz ver- 
pflichten sich im Minoritenkloster zu Coblenz gegenseitig zu 
ihrem Schulze ^egen die Bedrücker der Geistlichkeit mit kirchlichen 
Strafen einzuschreiten. Conflucntie in domo fratrum mino- 
rum vigil. convers. Pauli 1260. Orig. in Coblenz. Gedr. Günther 
2,296. 1677. 

1261 ian. Giselbert Dechant und das Capitel zu Wetflar verglei- 
chen sich (durch die Hand des Plebans Herrn ann daselbst) mit 



Vm. Mittelrlicin. Re^^esten. 1678-81. 375 

dem Bürger Eckeharl und dessen Frau AI beide wegen baulicher 
Einriebtungen auf deren Hofstatt neben der Curie des verstorbenen 
Propstes Gerbard am Wege naeb der Müble zu Husen. Zeu- 
gen Giselbert Decbant, mag. Rudolf Scbolaster, Cunrad 
Gustos, Burcbard v. Stocbeim, Orto, Wolfram, Henr. v. 
Berebusen, Henr. v. Calsmunt, Arnold v. Dernbacb, Job. 
V. Linden und Heinr. Ricbolf's Ganonici; R i c b o 1 f weiland 
Gerbert's, Ludewicb weiland Scbultbeiss (scultetus), 
Ricbolf V. Brabt, Rudolf Regel, Berno, Cunrad v. Dri- 
dorf, Cunr. Regio, Tbidericb Rotb (Rufus), Heinr. von 
Dridorf, Wigand unter den Kramen (sub tuguriis) und 
Berno der Jüngere Scböffen v. Wetflar. 1260 mense jan. 
Gedr. Guden 5,34. 1G78. 

1261 ian. Jobann der Scbultbeiss, die Scböffen und Bürgerschaft 
von Cruzennacben vergleichen sieb mit dem Kl. Eberbach wegen 
der Dienstbarkeit, Steuerpflicht und Weidberechtigung des klösterl. 
Hofs Breidenvas, und erhalten unter Anderm vom Kloster dessen 
Haus auf dem Markte (in foro), welches dem Mönche Bauwarus 
gebort hatte. 1261 mense jan. Gedr. Rössel, Eberb. Ukb. 2,422. 

1679. 

1261 febr. 2. Papst Alexander IV befiehlt den Bonner Stiftsherren in- 
folge einer Klage der Abtei Marienstatt über ihr von dem Abt zu 
Sayn, dem Vogt von Hacbenburg und den Städten Cöln , Triei- 
und Mainz wegen einer Geldsumme bereitete Ungelegenbeiten die 
Untersuchung dieser Sache. »Conquesti sunt« etc. Laterani 4 non. 
febr. pont. a. 7. Reg. Potthast 2129 no. 26569 nach dem Orig. in 
Idstein. 1680. 

1261 febr. 9. Theoderich Scbultbeiss, Henr. Steinart, Sib- 
rerb (Sifrid) Spedel, Giselbert, Heynr. Scone weder, Conr. 
Moittre, Elyas, Albert v. Wildungen, Conrard Sohn Ger- 
burds, Rigolf W losere. Da mar, Nicholaus v. Lützelcob- 
lenz (de minori Conf 1 uencia) , Walter v. Kesseleym und 
Heyner v. Lützelcoblenz Scböffen von Coblenz beurkun- 
den, dass Frau Gert rüde v. Kirchhof (de Cimiterio) und 
ihre Söhne Alexander, Henrich, Friderich und Franco, wie 
auch Henrich, der Sohn Cono's und Gemahl der Tochter Frau 
G e r t r II d e 's, dem Deutschen Hause in Coblenz den Wingert 
weiland Herrn Walter 's Kleine (Parvi) zu Lützelcoblenz 
bei dem Baume Wartboem verkauft, und für die abwesenden bei^ 



376 12G1. Mittclrheiü. Kegesteu. 1G81— 84. 

den Sühne und Brüder Cono und Henrich als Bürgen den 
G a n n i k u s Richard von S. F 1 o r i n in C o b 1 e n y., Sohn Herrn 
Walter 's Kleine, den Ritter Henrich des Ritters Wilde- 
rich Sohn, Henrich V. ßagheym, Henrich v. Limporg Herrn 
Cono 's Sohn, und Alexander der gen. Gert rüde Sohn gestellt 
haben mit event. Verpflichtung zum Einlager in Goblenz. 12G0 fer. 
4 post purif. Marie. Orig. in Wien. Gedr. Hennes, Ukb. 1,421. 

1G81. 

1261 mz. 17. Erzb. Werner und der Dompropst von Mainz inkorporiren 
mit Zustimmung des Domcapitels dem durch einen Brand geschädig- 
ten Kl. Tholey (Theolegia) die Kirchen zu Freileibersheim, Ron- 
merkirchen und Osterna, deren Patronatsrecht es besitzt. 1261, 16 
kal. apr. Gop. sacc. 18 in Goblenz. 1682. 

1261 mz. 21. Die Eheleute Bonefacius und Osilia zu Ratiche er- 
richten ein Testament, -worin sie das Kl. Macra zum Haupterben 
einsetzen. 1260 die Benedicti. Besiegelt vom Abt Th. (eoderich) 
V. Hemmenrode und der Aebtissin v. Macra. Orig. in 
Goblenz. 1683. 

1261 mz. 25. Henrich Erwählter v. Trier beurkundet die in seiner 
Gegenwart von dem Grafen Philipp v. Vianden und von dem Pro- 
kurator der Templer in Betr. der Kirche zu R o d e gemachten Ver- 
sprechungen. Genannter Graf verspricht, dass mag. Alard Canonikus 
von Die (? Dyonens.) bis zum nächsten Sonnt. Judica (apr. 10) auf 
alle Ansprüche an diese Kirche verzichten solle. Dagegen verspre- 
chen die Templer und deren Prokurator, dass bis zu diesem Termin 
die wegen dieser Kirche über die Familie der Grafen v. Vianden 
verhängte Excommunikation aufgehoben werden solle, sowie zu sor- 
gen, dass der von dem Grafen und der Gräfin v. Vianden mit dem 
Templerorden in Frankreich vereinbarte Vertrag bis zum nächsten 
Marien Magdalenenfest (jul. 22) von Hubert v. Peraut, Präceptor 
der Templer in Frankreich, ratificirt werde; ferner, dass nach der 
Resignation mag. Alard 's, dieser und Robert, der Rektor der 
Kirche von Rode, auf ihre Streitigkeiten und gegenseitigen Schriften 
verzichten und dieselben innerhalb der Pfingsttage (jun. 12) an den 
tri er. Official zur Vernichtung übergeben sollen; auch sollen die 
Templer und vorgen. mag. Robert sorgen, dass die über mag. 
Alard und die Trinitarier von Vianden erlassenen Sentenzen auf- 
gehoben werden. 126L fer. 6 ante dnc. Oculi. Orig. in Privat- 
besitz. Gedr. Neyen, Hist. de Vianden 2,18. Reg. Publ. de Luxem- 



1261. Mittclrhein. Kegesteu. 1684—90. 377 

bourg 15,88, woselbst auch Reg. des Vertrags zwischen dem Grafen 
V. Vianden und den Templern von denis. Dat. nach dem Orlg. in 
Privatbesitz. Goerz, Reg. der Erzbb. 50. I'i84. 

1261 mz. Philipp Domherr von Cöln verkauft mit Conscns seines Erz- 
bischofs und Domcapitels für 60 köln. Mark die Domküstereigüter zu 
E e i n s e an fr. Welt h e r und die Brüder des Deutschen Hau- 
ses in Coblenz. 1260 mense martio. Gedr. Niederrhein. Annal. 
23,270 nach dem Orig. 1685. 

1261 apr. 5. Boemund v. Grimberch genehmigt als Lehensherr, 
dass der Edelmann Ritter Johann v. Eckeswilre an das KI. Wade- 
gozingen einen Jahrzins aus seinen Lehengütern vermacht habe. 
Kl. Tholey (Theoleia), Herr Ger lach v. Gripp inch und 
Boemund's Oheim (avunculus) flerr Theoderich v. Hagen 
(de Indagine) sollen mitbesiegeln. 1261 non. apr. Chartul. in 
Coblenz. 1686. 

1261 apr. 5. Derselbe genehmigt, dass die Töchter des vorgen. Ritters 
Joh. V. Eckeswilre dessen Lehen erben, falls derselbe keine Söhne 
hinterlasse. Zeugen Herr Gerlach Crimpinch, Petermann v. 
der Brücke (de Ponte), Conzo und Walter Knechte (servi) v. 
Grimberch. Besiegt, und Dat. wie vorher. Chartul. in Coblenz. 

1687. 

1261 apr. 8. Papst Alexander IV ertheilt dem KI. Himmerod (de 
Claus tro) die Privilegien des Cistertienser Ordens wegen 

1) Befreiung von der Verpflichtung zur gastlichen Beherbergung 
darin ; 

2) Bewirthung der Gäste in den Klosterhöfen. »Ne quietem 
vestram« etc.; 

3) Zehntfreiheit für das auf Gemeinde-Weiden getriebene Vieh. 
»Cum saepe contingat« etc. 

Alle 3 Bullen d.d. Laterani 6 id. apr. pont. a. 7 im Orig. in Trier. 

1688. 

1261 apr. 27. Godefrid v. Eppenstein und sein Sohn Godefrid befehlen 
ihren Beamten in Braubach, die Schiffe des Deutschen Hauses 
in Coblenz zollfrei passiren zu lassen. 1261 fer. 4 in diebus pasche. 
Orig. in Wien. Gedr. Hennes, Ukb. 1,172. 1689. 

1261 mal 2. Erzbischof (aeps) H. (einrieb) v. Trier stellt seinem 



378 1261. Mittelrhein. Re^esten. 1690—96. 

Domstift den Hof Bulcingin zurück, welchen der verstorbene 
Erzb. Arnold von demselben gepachtet hatte, und erlässt den be- 
treffenden Befehl an seinen Burggrafen v. Sarburch. 1261 
crast. dnc. Quasimodo. Orig. in Coblenz. Reg. Goerz, Reg. der 
Erzbb. 50. 1690. 

1261 mai 10. Jacob der Sohn Herrn Th.(eoderich) v. Kellenbach 
verkauft an den Edelmann Herrn Wilhelm Sohn weiland 
Herrn Ulrich 's v. Stein (-Gallenfels, de Lapide) einen Hof in 
Mircshem (Merxheim), 6 Morgen Wingert und den Zehnten zu 
Wingerscheit um 120 frier. Pfund. Besiegelt von seinem Bruder 
dem Ritter Jo.(hann), Herrn Anselm v. Stein und Herrn 
Jo. (hann) Kellner von Strassburg. 1261 die Gordiani et Epimachi. 
Orig. im Hunolst. Hausarchiv. Gedr. Toepfer, Hunolst. ükb. 1,358. 

1691. 

1261 mai 13. Papst Alexander IV befiehlt dem Erzbischof v. Trier, 
dessen Suffraganen und allen Prälaten der frier. Diözese, darüber 
zu wachen, dass das Kl. Differtingen nicht in seinem Güterbesitz be- 
einträchtigt werde. V'iterbii 3 id. maji pont. a. 7. Reg. Publ. de 
Luxemb. 15,89. Potthast 1470 no. 18100. 1692. 

1261 mai 13. Theoderich v. Ulmen Propst von S. Symeon in 
Trier schenkt zur Verbesserung der Einkünfte seines Stiftscapitels 
demselben seine Rechte auf die Pfarrcollation von Winchere und 
Muscebach. 1261, 3 id. maji. Chartul. in Coblenz. 1693.| 

1261 mai 14. S. (imon) Propst, W. Dechant und ganzes Capitcl des 
Doms V. Trier geben ihren Gonsens zur Inkorporation der Pfarr- 
kirche zu Keyl an das Kl. Differtingen. 1261 prid. id. maji. Reg. 
Publ. de Luxemb. 15,89. 1694. f 

1261 mai 21. Ph. (ilipp) v. llohinvels und seine Söhne Phil, (ipp) und 
Thiderich vertauschen auf Reichenstein an das Kloster Eberbach 
ihren Wingert in der »Ersbach« gegen dessen Hof in Tredin-|i I 
geshusen, welcher früher dem Kl. Aulhausen gehörte. Zeugenj 
Holtebra, Dudo und Morhard Burginänner auf R i c h e n -j 
stein und Heinrich Hohenfelser Vogt von Tredingeshusen 
ap. Richenstein 12 kal. jun. 1261. Orig. in Idstein. Gedr. Ros-i 
sei, Ebcrb. Ukb. 2,123. 1695. 

1261 mai 23. Propst, Dechant und Gapitel des trier. Doms genehmigen 



1 



1261. Mittelrhem. Kegesten. 1696—1702. 379 

die Schenkung des Palronatsrechts von Winchere an das Refekto- 
rium des S im eonsstifts in Trier seitens dessen Propstes 
Tlieod.(erich). 1261 crast. diic. Cantate. Chartul. in Coblenz. 

1696. 

1261 mai 25. H. (einrieb) Propst v. Pfalzel beurkundet als päpstl. 
delegirter Richter, dass er die Gebr. Hervera mm und Hermann 
V. Kinneim wegen ilirer Eingriffe in die Güter des Kl. Himmen- 
rode zu Kinneim vorsieh citirt, und Ersterer für sich und seinen 
Bruder auf alle Rechte an diesen Gütern verzichtet habe. Zeugen 
der trier. Dom herr Gerard v. Dune und H. Mönch und Bur- 
sarius von Himmenrode. 1261 fer. 4 post dnc. Cantate. Orig. 
in Coblenz. 1697. 

1261 mai 27. Der trier. Dompropst und Archidiakon Symon 
genehmigt ebenfalls wie oben am 23. Mai die Schenkung für's Capi- 
tel des Simeonstifts. 1261 fer. 6 post dnc. Cantate. Chartul. in 
Coblenz. • 1698. 

1261 mai 31. Erzbischof (archiepiscopus) Heinrich v. Trier 
beurkundet, dass er nachfolgende Bulle des Papstes erhalten habe 
(folgt die Balle vom 20. August 1260). 1261 fer. 3 post Maximini. 
Chartul. in Coblenz. Vgl. Goerz, Reg. d. Erzbb. 50, 1699. 

1261 mai. Zwischen dem Mattheiskloster in Trier und dem 
edeln Herrn Henrich v. Isenburch wird unter Mitbesieglung 
des Erzbischofs und Domcapitels von Trier wegen Güter 
zu Vilmar ein Vergleich gemacht. Zeugen unter Andern Theode- 
rich Abt, Johann und Alexander Priester und Mönche 
von S. Mattheis, sowie der Edelmann Herr Henrich von 
Isenburch. 1261 mense majo. Orig. in Coblenz. Vgl. Goerz, 
Reg. d. Erzbb. 50. 1700. 

1261 inn. 3. Der trier. Dompropst, Archidiakon und Gustos 
S. (imon) überweist seiner Domküster ei 30 trier. Pfund aus der 
»Hundrya« von Grenderich und die Güter in Kone, welche 
er als Ersatz für die Zinsen von Wikerode gekauft hat. 1261, 3 
non. jun. Chartul. in Trier. 1701. 

1261 iun. 16. Das Capitel von S. Simeon in Trier und die Abtei 
Hemmen rode kommen in Gegenwart des Erzbischofs (aepi.) 
Henrich v. Trier wegen der Theilung ihres gemeinschaftlichen 



380 12G1. Mittellhein. Kegesteu. 1702—6. 

Waldes bei Granstorf überein, dass beider Tlieile Bevollmächtigle 
auf Dreifalügkeils-Oktave (jun. 26) an Ort und Stelle den Wald be- 
gehen und abtheilen, auch bis zur Oktav von Peter und Paul (jul. 
6) mit Grenzsteinen besetzen sollen; dass beiderseits bis zur Beendi- 
gung der Waldablheilung kein Holz gefällt werden, jedoch die Abtei 
Ilimmenrode ihre Kohlen und gefällte Holz abführen solle. Besie- 
gelt von dem trier. Domdechanten Wirich. 12G1 fer. 5 post 
penthecost. Orig. in Coblenz. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 50. 1702. 

1261 iun. 21. Erzb. Conrad v. Cöln macht am Ufer zu Linz eine Sühne 
zwischen seiner Nichte, der verwittweten Gräfin Mechtilde v. 
Seyn, und Lodewig Walpoden v. der Nuwirburch wegen 
dessen Lehen und Burglehen von Nuwirburch und Wede. Zeu- 
gen die Grafen v. Seyne und Virnenburch, des Erzbischofs 
Neffe Gcrlach v. Arenvels, Heinrich der Vogt von Hachenburg, 
Gerard v. Rennenberg, Johann v. Lonstein, Gerard v. Lan- 
discrone, die Burggrafen Friderich und Arnold v. Hamir- 
stein, Gerard v. Bernsole, Gunze v. Brise he, Ludowich von 
der Nuwirburch, fr. Plarthmud Comthur von Marburg, Henne 
v. Husen, Agnes Frau v. Hoinsberg und des Erzbischofs Schwester 
V. Isenburg. Zu Linse am Stade dinsdages vor Johannismisse 
126L Gedr. HoeCer, Deutsche Urkunden IL 1703. 

1261 iun. 27. Th. (eoderich) Abt und der Convent von Hymerode 
bevollmächtigen ihre beiden Mönche Johann v. Love und Wal- 
ther Fremart mit 4 Conversen zur Theilung und Absteinung des 
mit dem Capitel von S. Symeon in Trier gemeinschaftlichen 
Waldes. 1261 crast. Johannis et Pauli. Ghartul. in Trier. 1704. 

1261 iun. Henrich Herr v. Covern und seine Gemahlin Mechtilde 
machen zu Covern, im Falle, dass sie ohne direkte Nachkommen 
sterben würden, dem Erben ihrer Vogtei über den Hof der Abtei 
Siegburg in Bedendorp es zur Pflicht, diesen Hof in allen seinen 
hergebrachten Rechten, wie die .Schöffen und Getreuen des Hofs sie 
weisen, zu belassen und mit keinen ungerechten Abgaben zu belasten, 
ap. Coveren 1261 mense jun. Transsumpt des 14. Jahrhunderts 
in Coblenz. 1705. 






1261 iun. Richter, Schöffen und Bürgerschaft v. Wetflar beurkunde 
die Vererbpachtung eines Hauses des Bürgers Godefrid Engel-^ 
trude's Sohns in der Wetfegasse an den Bürger Marquard v. 
Nuvern, worauf das Wohnhaus Wernher's v. Dudenhoben 



1261. Mittelrhein. Regesten. 170G— 8. 381 

ein Servitut hat, und für dessen Erbpachtzins ein Erbzins aus dem 
Hause weiland L u d e w i g 's v. b e r n d o r f , welches R i c h o I f v. 
Codingen in Erbpacht hat, als Unterpfand gestellt wird. Zeugen 
die Wetflarer Schöffen Richolf, Gerbert, Rudolf, Re- 
gelo, ßerno, Theoderich Roth (Rufus), Reio, Richolf v. 
Brath, Conrad und Heinrich v. Dridorff, Wigand unter 
den Kramen (sub thuguriis) und Berno der Jüngere. 1261 
mense jun. Gedr. Guden 5,40. 1706. 

1261 iul. 8. Th.(eoderich) Abt und der Convent von Hirn m er od e 
sowie das Capitel von S. Simeon in Trier beurkunden, dass von 
ihren Bevollmächtigten ihr gemeinschaftlicher Wald (sylva) in fol- 
gende 10 Theile mit dem Busch (nemus) auf dem andern Ufer des 
»Musebach« abgesteint worden sei. 

Die erste Theilung beginnt von den Malsteinen Herrn Wil- 
helm 's V. Manderscheyt unter dem Brumbach bis in die 
Keile und gehet über des Kl. Himmerode Marken hinab und 
wendet. Die zweite Theilung ist zwischen dem Ossinbach, der 
Keile und den Himmeroder Marken, und wendet daselbst. Die 
dritte Theilung beginnt an dem Ossinbach, gehet gegen den 
Burchscheidterbach bis auf die Keile und den Weg Richar- 
discruce, wo sie wendet. Die vierte Theilung ist von dem Burch- 
scheidterbach bis zur Keile und Burger und Landscheiter 
Gut; daselbst wendet sie. Diese 4 Theilungen sind jenseits der 
Keile. Diesseits der Keile beginnt die erste Theilung vom Wege 
Burch durch Dailheim über die Keile und über Granzdorf- 
fer Marken, wo sie wendet. Die zweite Theilung ist vom Wege 
Burch bis zum »Dailheim Molbecher weg« und über die 
Keile, wo sie wendet. Die dritte Theilung gehet vom »Dailheim 
Molbecher wegh« auf den »Binsfelderwegh«, welcher von 
Spang nach Binsfeld führt, und wendet daselbst. Die vierte 
Theilung beginnt vom Binsfeld er Weg bis »Hergerforst« und 
»Camerforst«, wo sie wendet. Der Busch jenseits des Musebach 
ist in 2 Theile getheilt, welche der Weg von Arenderodt nach 
Molbach scheidet. Ueber diese Theilungen soll in angegebener 
Weise das Loos geworfen werden, und dieselben sollen nicht ihre 
Zehnten, Ländereien, Weide- und Deme- Rechte beeinträchtigen. 
1261 fer. 6 post octav. Petri et Pauli. Orig. in Coblenz. 1707. 

1261 inl. 9. In der heutigen Verloosung über den Himmerode und 
S. Simeon gemeinschaftlichen Wald und Busch fiel laut Theilzettel 
an Himmer ode die zweite und vierte Theilung jenseits der Keile, 



382 12r>l. Mittelrbein. Regesten. 1708—13. 

und die erste und dritte diesseits der Keile, sowie von dem Busche 
der Theil jenseits des Musbach 's nach B ins feit zu, wogegen S. 
Simeon den Theil des ßuschs bei dem Musebach nach Husen 
zu nebst den übrigen 4 Theilungen erhielt. Hierbei waren zugegen 
der Domdechant W. (irich), der Dechant Johann von S. Ca- 
stor in Coblenz, der Gantor und Scholastikus von S. Pau- 
lin bei Trier (S. v. Franchermont). 1261 sabb. post octav. Pe- 
tri et Pauli. Orig. in Coblenz. 1708. 

(1261 iul.) Wir ich Co uff mann und seine Ehefrau Karissiraa 
schenken der Abtei S. Martin zu Trier ihren Brodtisch bei dem 
»Kreuze auf dem Markte«. Zeugen Gerhard eleemosy- 
narius und Godefrid Mönche zu S. Mattheis, sowie die 
Trierer Schöffen Henr. Tri stand und Warner. Ohne Dat. 
Copie saec. 18 in Schreiner, Hist. abb. 1,176 zu Trier. 1709. 

1261 iul. 10. Johann Abt und der Convent von S. Martin zu Trier 
vererbpachten an den Trierer Bürger Hermann, Sohn des Bäk- 
kers Ernest, vorgen. Brodtisch, sowie ein Haus in der Pfarrei 
von S. Martin gegen einen Jahrzins von 12 resp. 8 Soliden. 1261, 
6 id. jul. Cop. wie vorher. Transfix der vor. Urk. 1710. 

1261 inl. 18. Everard Herr v. Sydendorf zu Saarbrücken 
schenkt dem Kl. Wadegoz ein Theil seiner Gütör in Gereswilre. 
Zeugen Wildgraf Emicho, Gräfin Loretha von Saarbrük- 
ken (Sarepont.), die Piitter Johann v. Kirkel und Reiner v. 
Listorff; beide Erstem auch Mitbesiegler. ap. Sarepontem 1261 
festo Arnualis. Ghartul. in Coblenz. Gedr. Kremer, Ard.-Gesch. 
2,386. 1711. 

1261 iul. 23. Das Capitel von S. Simeon in Trier setzt durch Ga- 
pitelsbeschluss die Bezüge aus der Kellerei herab, und bestimmt un- 
ter Anderm, dass die Kellerei die Lasten zu Tempi et und Epter- 
nach ganz zu tragen hat, ferner über die Verwendung der Denare 
aus Hoingen, und was der kranke Scholastikus Richard be- 
ziehen soll. 1261 crast. Marie Magdalene. Orig. in Coblenz. 1712. 

1261 iul. Der Erwählte Heinrich von Trier zieht im 2. Jahre 
seiner Erhebung auf den erzbischöflichen Stuhl mit 1700 Bewaffneten 
seinem Verwandten W^alter v. Geroldseck, Bischof von Strassburg, in 
dessen Kriege mit der Stadt Strassburg zu Hilfe. Die Tri er 'sehen 
sollen darin 140 Pferde verloren haben. Bei der Rückkehr verbrannten 



, 



1261. Mittelrhein. Regesten. 1713—17. 383 

und plünderten sie Crittenach und Nenniche, zwei Dörfer der 
Abtei S. Mattlieis, und plünderten auch auf Heinrich's Befehl 
und auf Antrieb des anwesenden A rchi diakon's Arnold die be- 
nachbarten Höfe der Abtei, namentlich Kukkilberg und Yvisch, 
bei deren Brande beinahe die Abtei zerstört worden wäre. Gesta 
Trev. ed. Wyttcnb. 2,11 — 12 und 116; ed. Waitz ap. Pertz, Script. 
24,415—16 und 459. Gonflict. Husberg. ap. Boehmer, Fontes 3,122. 
Richer Senon. ibid. 3,60—61. Ann. Maurimon. ibid. 3,9 und ap. 
Pertz, Script. 17,182. Vgl. Brower, Ann. 2,149. Goerz, Reg. der 
Erzbb. 50. Daniberger 10,838. 1713. 

1261 aug. 15—22. Reinard v. Graben (de Fossato) schenkt dem 
KI. Rumersdorph die Güter in Elkinhausen, welche er für 9 
Mark von diesem Kloster gekauft hat. Besiegelt von seinen Herren 
Henrich und Bruno Edle v. Isenburgh. 1261 infra octav. 
assumpt. Marie. Orig. in Coblenz. 1714. 

1261 aug. 23. Der Bischof von Metz erlaubt dern Capitel von S. Ar- 
nual für seine Pfarrkinder in Saarbrücken (Sarapont.) daselbst 
eine Kapelle zu erbauen, und bis dieses geschehen sei, in einem 
passenden Hause daselbst den Gottesdienst zu halten. 1261 vigil. 
Barthol. Chartul. in Coblenz. Gedr. Kremer, Ard.-Gesch. 2,337. 

1715. 

1261 sept. Der Ritter Flenrich v. Vailkenstein genannt ßus- 
ritter giebt den Zehnten und seine Besitzungen zu Theym eiche, 
welche er von Herrn Herbrand v. d. Fels (de Rupe) zu Lehen hat, 
an Jacob den Sohn des verstorbenen Trierer Bürgers Karl in 
Afterlehen, und lässt die Urk. hierüber von Henr. (ich) Erwähl- 
ten V. Trier, dem Archidiakon Th. (eoderich) v. Blancke- 
nem und der Stadt Trier besiegeln (was von diesen 1263 jun. ge- 
schieht). 1261 mense sept. intrante. Orig. in Coblenz. 1716. 

1261 sept. 19. Johann Domkellner, H. (einrieb) Propst v. P fal- 
zet, C. V, Dune, S.(imon) v. Franchirmont, S. v. Warnesperch 
und Arnold (frier. Domherren), welche das Domcapitel gewählt 
hat, um festzusetzen, wieviel jeder Domherr aus den Einkünften sei- 
ner Pfründe an das Domcapitel abzuführen habe, bestimmen die 
Beiträge der einzelnen Pfründner, nämlich des Dompropstes 
S.(imon) aus den Gütern von Edegern, Domdechants, Gross- 
archidiakons, des Herrn v. Bolanden, v. Blankenhem, 
W. (ilhelm) v. Davels des Aeltern, des Propstes v. S. Symeon, 



384 1261. Mittelrhein. Regesten. 1717—21. 

dos Kellners Johann, des Propstes von Pfalzel, Herrn 
Ulrich's des Domcantors, Herrn Jofrid's, Herrn F. (riedrich) 
V. Pumere wegen des an dem Hause in Tris Verbautem, Herrn 
W. des Jüngern, Herrn C.(onrad)v. Rinecke, Herrn Arnold's, 
Otto's, Rubert's, R. (einer) v. Davels, Symon's, Egid's von 
Kalre, G.(erhard's) v. Dune, Johann 's v. Berge, Wi rieh 's v. 
Numagen, der (Testaments-) Exekutoren H.(ugo's) v. Stein (de 
Lapide); doch vom »Bruchpat« bestimmen sie nichts. 1261 fer. 
2 post exaltat. Crucis. Orig. in Coblenz. Gedr. Mttlrh. Ukb. 3,828 
mit unricht. J. 1251 nach dem Ghartul. in Coblenz. Reg. (Kreglin- 
ger) Catal. Renesse 12 no. 77. 1717. 

1261 oct. 5. Walram der Bruder des Grafen v. Jülich reversirt sich ge- 
gen den Abt Joffrid von Prüm wegen der Belehnung seiner 
Gemahlin Mettilde mit den Hostadischen Lohen, und verspricht 
den der Abtei durch die Umgrabung Arwilres verursachten Scha- 
den wieder gut zu machen, sowie mit 100 Bewaffneten demselben 6 
Wochen unter eigener Beköstigung zu dienen; worüber erden tri er. 
Archidiakon Th. und andere als Bürgen mit der Verpflichtung 
zum Einlager in Münstereifel stellt. 1261 fer. 4 post Remigii. Orig. 
in Coblenz. 1718. 

1261 oct. 5. Der Ritter Humbert v. Schoneberg und der (Ober-) 
Weseler Bürger Hildebrand beurkunden einen Vergleich des Kl. 
Erbach (im Rheingau) wegen der Güter im Dorfo Steigen, welche 
ihr Mitbürger der Krämer (institor) Henrich und dessen verstor- 
bene Frau Odilie dem Kloster vermacht hatten, Henrich aber 
ohne Wissen des Klosters verkauft hatte. Zeugen der Priester 
Pride rieh und Gleriker Humbert. 1261, 3 non. oct. Ghartul. 
saec. 15 in Coblenz. 1719. 

1261 oct. 16. Die Stadt Cöln bittet den Papst um die Bestätigung ihres 
Erwählten Engelbert, da derselbe durch die Feindseligkeiten mit den 
Grafen von der Mark, von Seyn, Nassau und Jülich verhindert 
sei, persönlich in Rom zu erscheinen. C'olonie 17 kal. nov. 1261. 
Gedr. Lacomblot, Ukb. 2,285 no. 507. Ennen, Quellen 2,441 — 42. 

1720. 

1261 nov. 1. Bischof Walter v. Strassburg verschreibt seinem Getreuen, 
dem Wildgrafen Emicho, für versprochene 150 Mark Silbers 
eine Kornrente von 150 Firnzel zu Minoldosheim, und verspricht 
demselben, falls sein Domcapitel bis zu Ende des Jahres nicht hierzu 



I 



12G1. Mittelrhein. Re^esten. 1721—25. 385 

einwilligen sollte, ihm die Dörfer Seisilslieim und Loptinstein als 
Pfand zu überweisen. Ap. Dalnthenslein 1261 die omniuni sanclo- 
rum. Copie ex or. in Miltenberg: Schott, Ringr. 6 suppl. 1721. 

1261 nov. 5. Papst Urban IV eröffnet dem trier. Archidiakon 
Henrich v. Bolanden, dass er das von Papst Alexander dem Er- 
wählten V. Trier (Heinrich v. Vinstingen) ertheilte Privilegium 
der Besetzung kirchlicher Pfründen, welche nach dem Lateran-Concil 
dem päpstl. Stuhle anheimgefallen seien, aufgehoben habe, und befiehlt 
ihm, dem Erwählten die fernere Ausübung dieses Rechts zu un- 
tersagen, und nöthigenfalls mit kirchlichen Censuren gegen denselben 
vorzugehen. »Felicis recordationis« etc. Viterbii non. nov. pont. a. 
1. Orig. in Coblenz. Gedr. Hontheim 1,740. Gesta Trev. ed. Wyt- 
tenbach 2,104; ed. Waitz ap. Pertz, Script. 24,453. Reg. Potthast 
1476 no. 18145. Boehmer 326 no. 166. Damberger 10,832. (Kreg- 
linger) Catal. Renesse 15 no. 96. — Unter demselben Dat. erlässt der 
Papst ein ähnliches Mandat an denselben Archidiakon, worin das 
dem Erwählten v. Trier ertheilte Indult vom 20. Aug. 1260 
aufgehoben wird, weil er die zur Bezahlung der erzst. Schulden be- 
willigten Einkünfte auf auswärtige Kriege verwendet habe. »Ad au- 
dientiam nostram« etc. Viterbii etc. Orig. in Coblenz. 1722. 

1261 nov. 6. Die Richter des Mainzer Stuhls entscheiden in der Klag- 
sache des Schultheissen und der Gemeinde des Dorfs Munster (an 
der Nahe) gegen Dechant und Capitel von S. Stephan in Mainz, dass 
Letztere die Kirche in Münster mit jedem beliebigen tauglichen 
Priester besetzen können, und nicht verpflichtet seien, wie Schultheiss 
und Gemeinde behaupten, dieselbe durch einen ihrer Stiftsherren 
versehen zu lassen. 1261, 8 id. nov. Copie saec. 18 in Coblenz. 

1723. 

1261 nov. 7. Das Mainzer Domkapitel vertauscht an das Kl. Disiboden- 
berg sein Patronats- und Collationsrecht über die Vikarie der 
Pfarrkirche in Sobernheim gegen dessen gleiche Rechte über 
eine Domvikarie, und bedingt sich sein Gastrecht bei dem Pfarr- 
vikar aus. 1261 fer. 2 post Omn. Sctor. Gedr. Guden, Cod. 2,747. 

1724. 

1261 nov. 9. Papst Urban IV eröffnet dem trier. Archidiakon 
Heinrich v. Bolanden, dass er das von Papst Alexander (IV) dem 
Erwählten v. Trier ertheilte Indult, wornach derselbe aus den 
weltlichen Collegiat-Stiften der Diözesen Trier und Metz Canoniker 

25 



386 12G1. Mittelrhein. Regesten. 1725—30. 

ZU seinem Dienst heranzuziehen authorisirt worden sei, wegen Miss- 
brauchs dahin beschränkt habe, dass ihm dies nur in Bezug auf 2 
Canoniker mit Zustimmung seines Domcapitels gestattet sei, und er die- 
selben in seinen Plausstand aufnehmen und selbst mit Kleidung und 
Kost versehen solle; befiehlt desshalb dem Archidiakon die betr. 
Collegiatstifter hiervon und über seine Bestimmung wegen des 
Pfründebezugs der betr. Canoniker in Kenntniss zu setzen. »A.d au- 
dientiam nostram« etc. Viterbii 5 id. nov. pont. a. 1. Orig. in 
Goblenz. Reg. (Kreglinger) Catal. Renesse 15 no. 97. 1725. 

1261 nov. 16. Der Bischof Henrich von Speier spricht den Abt Theo- 
derich von Himerode von den Anfechtungen des Bürgers Ro- 
tard zu Neustadt wegen einer von dessen Vater bei dem Kloster 
hinterlegten Geldsumme frei. In pomerio sive viridario suo prope 
Hambach 1261, 16 kal. dec. Ghartul. in Trier und Goblenz mit 
kal. dec. und kal. nov. 1726. 

1261 nov. 18. Das Kl. Hymmerode erwirbt einen Erbzins von 13 
trier. Soliden aus dem Wohnhause Symons, des Schwiegersohns 
Fenster er 's (Fenestrar ii), und aus dem Bongert Offennas, 
der Wittwe des Genturio Jacob zu S. Maxi min bei Trier. 
Zeugen die (unbenamsten) Schöffen von S. Maxim in bei Trier. 
1261 octav. Martini. Ghartul. in Trier. 1727. 

1261 nov. 19. H. (einrieb) Erwählter und Geweihter v. Trier be- 
stätigt dem Kl. Orval ein Gut in Moncelle und die Kirche von Lon- 
guion. 1261 crast. oct. Martini. Mitgetheilt aus dem Ghartul. von 
Orval. 1728. 

1261 nov. 20. Erzb. (aeps.) Henrich v. Trier nimmt das neu- 
gegründete Gistert. Nonnenkl. S. Gatharina bei Rennenberg h 
in der Pfarrei von Linse mit Personen und Gütern, namentlich 
den von dem Edelmann Gerhard v. Rennenberg und dessen 
Gemahlin Benedicta geschenkten, in seinen besondern Schutz. 
1261, 12 kal. dec. Gop. saec. 18 in Goblenz. Reg. Goerz, Reg. d. 
Erzbb. 50. 1729. 

1261 nov. 22. Papst Urban IV befiehlt den Bischöfen von Worms und 
Speier und dem Abt von Rodenkirchen, den Erwählten Henrich 
v. Trier, welcher, ohne das Pallium erhalten zu haben, sich Erz- 
bischof (aeps.) nenne, eigenmächtig einen Zoll auf dem Rheine 
eingesetzt, die Kirchengüter verschleudert und anderer Vergehen sich 



1261. Mittelrhein. Represten. 1730-33. 387 

schuldig gemacht hahe, bis zu hinlänglicher Satisfactionsleistung öf- 
fentlich als cxcommunicirt zu verkündigen und an den päpstl. Hof 
zu laden etc. »Ad andient iam nostram« etc. Viterbii 10 kal. dec. 
pont. a. 1. Gedr. Honth. 1,741. Gesta Trev, ed. Martene, Coli. 
4,259 ed. Wyttenb. 2,14 ed. Waitz ap. Pertz, Script. 24,416. Reg. 
Boehmer 326 no. 167. Potthast 1477 no. 18157. Damberger 10,833. 
Vgl. Brower, Ann. 2,150. 1730. 

.261 nov. 25. Rheingraf Wernher schenkt dem Kl. Johannisberg 
sein Fischwasser »Gundele« im Rhein bei Oestrich. 1261 die Catha- 
rine. Kindl. und Schott'sche Copie in Münster und Miltenberg. Gedr. 
Bodmann, Rheingau. Alterth. 510. 1731. 

.261 nov. Erzb. (aeps.) Henrich v. Trier beurkundet in Coblenz 
den Vergleich des Kl. Marienstatt mit Dither Edelmann v. Molsberg 
wegen der Lehenleute und des weltl. Gerichts zu Kirpurg, wornach 
Dither und seine Gemahlin Elisa unter anderm auch die Schenkun- 
gen Everard's v. Arberg und dessen Gemahlin Aleyde von 
Vroizbert an das Kloster bei dessen ersten Gründung bestäti- 
gen. Zeugen Arnold Propst von S. Paul in bei Trier, W. 
Propst von S. Gereon m Cöln, Jo. Propst von Rees, W. (erner) 
Propst vonS. Castor in Coblenz, Go. (defrid) Graf v. Seyn, 
Henrich Herr v. Golme (Solms?), Henrich Herr v. Isen- 
berg, die Ritter Gon. (rad) v. Sconecke, Pride. (rieh) v. Ha- 
m erst ein, Wilhelm v. Archa und Hen.(rich) v. Bobard. 
Mit den Siegeln des Erzb. v. Trier, des Erwählten Engelbert von 
Cöln, des Grafen Godefr. v. Seyn, Henrich 's Herrn von 
Isenberg und Dither's v. Molsberg. In Gonfluentia 1261 mense 
nov. ind. 4. Gedr. Beweiss, dass die Abtei Marienstatt etc. Dedukt. 
2,9. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 51. — Mit d.d. Molsperg 1261 
mense nov. ind. 4 der betr. Vergleich, worin Theo der ich von 
Wyde Ganonikus von Dietkirchen unter den Zeugen, und Graf 
Go defrid v. Seyn als Mitbesiegler, in deutscher Uebersetzung 
gedr. Ungrund etc. Dedukt. 2,1. 1732. 

1261 dec. 6. Henrich Dechant der Ghristianität zu Trier be- 
urkundet namens des abwesenden Erzb. Heinrich v. Trier zu 
S. Brictius im Hause des frier. Archidiakons, dass die Gebr. 
Egidius und L od o wich v. Mervelt auf dem ihnen vom Erzb. 
H. (einrieb) v. Trier angesetzten Tage fer. 3 post Andree auf 
ihre Klage gegen das Kl. H y m e n r o d e wegen der demselben von 
ihrem verstorbenen Bruder Goblo vermachten Güter zu Betten- 

25* 



388 1261. Mittelrhein. Regesten. 1733--37. 

velt verzichtet haben, und spricht diese Güter dem Kloster de- 
finitiv zu. Gegenwärtig waren H. (einrich) Propst v. P falze 1, die 
Ritter Goblo Burggraf v. Kilburch und Henrich v. Fal- 
kenstein (de Falconis petra), Jacob Ganonikus v. S. 
Paulin Gleriker des gen. Abts und Gonvents und God.(efrid) v. 
Trittenheim. Ad S. Brictium in curia dni. nri. archidiaconi 
Trev. 1261 die predicta. Orig. in Goblenz. 1733. 

1261 dec. 9. Die Abtei Epternach überlässt dem Allmosenier Henrich 
und dem Pfarrer Godefrid zu Edingen auf Lebenszeit den hal- 
ben Zehnten zu Berg und Rodemachern, welchen Simon Mutsche 11 
zu Lehen hatte und diese beiden demselben abgekauft. 1261, 5 id. ' 
dec. Orig. in Trier. 1734. 

1261 dec. 14. Das Gapitel des Marienstifts in Aachen beurkundet, dass 
der Ganonikus mag. Helperich 10 Ohm Weinrente zu Sintzge und 
3 Ohm in Kesselheim zu seinem Testamente gekauft habe, welche 
Johann vom Hofe in Sintzge aus den Wingerten Langen- 
berch unter dem Neuhof (sub vico novo) im Mundelsdale 
und in der Gustodia von Dalheym, die Wittwe Wigand's des 
Sohns Fus (Pedis) von den Wingerten über »Vomer«, Albert 
Wigand's Bruder von den Wingerten über »Berghe«, Gonr. 
Roth (ßufus) der Ehemann Berta's von seinen Wingerten in 
Gudendale, Dalheym und Horberch, sowie Rudolph, der 
Ehemann Gertrud 's, in Kessel heim von seinen Wingerten im 
Wennendale zu liefern haben. In capitulo 1261 crast. Lucie virg. 
Gedr. Quix, God. Aquens. 1,128 no. 190. 1735. 

1261 dec. 21. Der päpstl. Pönitentiar fr. Hugo beauftragt namens des 
Papstes den Prior der Predigermönche in Trier, den Er- 
wählten Henrich v. Trier nach Aufhebung des ungehörigen 
Zolls von der Suspension und Exkommunikation zu befreien, nach 
abgelegter Beichte demselben eine heilsame Busse zu ertheilen und 
ihn zu absolviren, auch denselben in den frühern Stand wieder ein- 
zusetzen. Viterbii 12 kal. jan. pont. Urbani IV ppe. a. 1. Gedr. 
Honth. 1,742 nach Martene, Goll. 4,468. 1736.1 

1261 dec. Symon Herrv. Spanheim bekennt, dass er von demi 
Nonnenkloster Rosenthal (bei Göllheim) die ihm für die Ueberlas-i 
sung seiner Güter zu Asselnheim an das Kloster schuldigen 70 Worm- 1 
ser Pfund erhalten habe. 1261 mense dec. Gedr. Remling, Klöster i 
in Rheinbaiern 1,346. Vgl. Lehmann, Spanh. 1,43. 1737.; 



1261. Mittelrhein. Regesten. 1738—42. 389 

1261 . . . . Hermann Prior, Gertrude Tochter der heil. Elisa- 
beth, Meisterin und der Convent von Aldenburg bekennen, 
dass mag. Rudolf Scholaster des Stifts Wetflar ihnen zu 
einer Fisch-, Wein- und Brodspende einige Aecker zu ihrem Hofe in 
Dalheira gegeben habe. 1261. Orig. in Wetzlar. Gedr. Guden, 
Cod. 1,687. 1738. 

1261 .... O.(tto) Abt des Benediktiner-Ordens auf Disibodenberg ce- 
dirt an Abt und Convent dieses Klosters Gistertienser Ordens seine 
Renten aus dem Hof und Gütern zu Odernheim, sowie den Wingert 
»Custodis«. Mitbesiegelt von dem Propst v. Ravengeresborg. 
1261. Ghartul. in Darmstadt. Vgl. Joannis, Spicil. 162. 1739. 

1261 .... Lifmude die Wittvve des Ritters T h. (eoderich) von 
Guntravia beurkundet zu Goblenz, dass sie mit ihrem Gemahle 
dem Kl. Marienstatt ihre Güter in Sinzeche derart vermacht habe, 
dass sie eine zu vereinbarende Leibrente aus diesen Gütern beziehen, 
und nach ihrem Tode das Kloster 25 köln. Mark dem Nonnenkloster 
Rosin dal zahlen solle. Besiegler der Abt von Marienstatt und 
der Prior der Prediger mönche v. Goblenz. Gonfluentie 
1261. Orig. in Idstein. 1740. 

1261 .... Vidua Aebtissin und der Convent des Gistertienser Nonnen- 
klosters Zum Spiegel der heil. Maria (ad Speculum S. Marie) in Cöln 
verkaufen mit Consens des Abts und Gonvents S. Petersthal von 
Heisterbach ihren Wein- und kleinen Zehnten auf dem Allod von 
Breidbach, welchen ihnen die verwittwete Gräfin Mechtilde 
V. Seine für ihr und ihres Gemahls, des Grafen Henrich von 
Seine, Seelenheil geschenkt hat, für 51 köln. Mark an fr. Burgard, 
Stellvertreter des Deutschordensmeisters von Preussen in Deutsch- 
land. Auch bekennt gen. Mechtilde, dass dieser Verkauf mit 
ihrem Consens und in ihrer Gegenwart geschehen sei. Aehnlich 
auch der Abt von Heisterbach. Zeugen der Minoritenbruder Gerard 
V. Gelrey, Lambert Pleban von Aspach, Theoderich Gomthur, 
Henrich Berckelin paganus und Conrad v. Rumsch. 1261 mense .... 
Kindl. Copie in Münster. 1741. 

1261 .... Der Abt von S. Martin in Cöln beurkundet verschiedene 
Erwerbungen seines Klosters, und darunter werden genannt; 1 Mark 
für das Anniversar Friderich's v. Lunse (Linz) und dessen Frau 
Gertrude, einige in Winningen gekaufte Geld- und Weinrenten 



390 1261-62. Mittelrheiu. Re^'estcn. 1742—48. 

aus der Ilofsiait des Klosters La ach und von Gerard v. Win- || 
nin^'en. 1201. Gedr. Ennen, Quellen 2,443. 1742. 

1261 .... Gertrude V. Brubach vermacht in Co b lenz ihr Haus 
daselbst in der Wys er- Gasse dem Nonnenkloster (Schoenstatt) in 
Valinder. Zeugen die Coblenzer Schöffen Conrad, Sifrid 
Spedil und Walter v. Kessel lenheym. Confluentie 12G1. 
Chartul. in Goblenz. 1743. 

1261 .... Das Benediktinerkloster ßeatusberg bei Goblenz ver- 
pachtet Weinberge bei Ley im Hamm, in der Eich und im En- 
kelislhal. 1261. Reg. des alt. Klosterrepertoriuras in Goblenz. 

1744. 

1261* .... Die Gebr. Herweran und Hermann v. Keimpt ver- 
zichten vor dem delegirten päpstl. Richter in ihrem Streite mit Kl. 
Himmenrode wegen Wingerten und anderer Güter zu Keimpt 
auf ihre prätendirten Rechte an denselben. 1261. Reg. des alten 
Klosterrepert. in Goblenz. — Wohl richtiger Regest 1697. 1745*. 

(c. 1262) .... Walrav, der Bruder des Grafen Wilhelm v. Guleche, 
und seine Gemahlin Megteld machen mit dem Erwählten Engelbert 
von Cöln eine Sühne und Vertrag wegen Are, Hard, Hostaden, der 
prümischen Lehen, Pellenz, Arwilre und Reinbag. Ohne 
Dat. Gedr. Hoefer, Deutsche Urkk. 21, woselbst auch S. 23 die 
Gegenurk. Engelbert's in deutscher Sprache. 1746. 

1262 ian. Erzb. (aeps.) Henrich v. Trier inkorporirt mit Consens 
des betr. Archidiakons Arnold dem Kl. S. Marie ad mart. 
in Trier die Kirche S. Petri in Bydeburh, welche dem gen. 
Kloster gehört, und worüber der Abt des gen. Klosters das Patro- 
natsrecht ausübt. Mitbesiegelt von dem Abt Kubert und Archi- 
diakon. 1261 mense jan. Orig. in Goblenz. Reg. Goerz, Reg. d. 
Erzbb. 51. 1747. 

1262 ian. Das Gistertienserkl. Orval verspricht auf die Bitte des Prop- 
stes S.(inion), Dechants \Y. und ganzen Domcapitels von 
Trier, nicht ohne dessen Consens den der Abtei S. Marie ad 
mart. abgekauften Hof und Rechte an der Kirche zu Montellis bei 
Longuion wieder zu veräussern. 1261 mense jan. Orig. in Goblenz. 
Reg. (Kreglinger) Catal. Renesse 14 no. 95. 1748. 



12G2. Mittclrliciu. Kcgestcn. 1749-54. 391 

1262 ian. Graf rieinrich von Luxembui-g und la Roche (Rupensis) 
Markgraf von Arlon bufielilt seinem Propst v. Biedburgh, seinen 
Vasallen, Herrn Walter v. Leticlie, zu ermahnen und anzuhal- 
ten, dass derselbe die Abtei Himmenrode in ihren Weid- und an- 
dern ihr von seinen Vorfahren verliehenen Rechten nicht störe. 1261 
mense jan. Gop. saec. IG in Goblenz. 1749. 

1262 febr. 18. Graf Diether v. Catzenelnbogen befreit zu Niedeggen auf 
die Bitte des Grafen v. Jülich das Deutsche Haus in Goblenz 
vom Rheinzoll zu S. Gowar und Rinvels, und erlässt diesbezügl. 
Befehl an seine Zöllner daselbst, ap. Nidecke 12 kal. niart. 1261. 
Orig. in Wien. Gedr. Hennes, Ukb. 1,173. Wenck, Fless. Ukb. 1,28. 
Grebel, Rheinfels 367. 1750. 

1262 febr. Giselbert Dechant, Gonrad Gustos und das Stifts- 
capitel von Wetflar beurkunden, dass mag. Rudolf ihr Scho- 
lastikus einen Mansus in Bubelingshusen, welchen Wigand 
Unter der Eiche (sub Queren) innehat, und einen Mansus im 
Dorfe Wetfa ihrer Kirche zu seinem Anniversarium vermacht habe. 
Zeugen die gen. Dechant und Gustos, die Ganonici Orto, 
Henr. v. Rerchusen, Joh. v. Linden, Arnold v. Dernbach, 
Henr. v. Calsmunt und Heinrich Sohn Richolf's; die Ritter 
und Verwandten des gen. Scholasters, Erwin der Vogt, We- 
zelin V. Garbe nheim und Anselm v. Garben; die (Wetzlarer) 
Schöffen Richolf Gerbert 's Sohn, Berno, Ekelo, Richolf 
V. Brath, Wigand und Cuno v. Dridorf. 1261 mense febr. 
Gedr. Guden 5,39. 1751. 

1262 febr. Dechant und Gapitel von Münster maifeld (Monas t. in 
Meynevelt) verleihen ihren Zehnten zu Spurcinheim, welchen 
die Gebr. Burchard und Engilbert gegen einen jährl. Pacht von 
30 köln. Denaren besassen, wie deren verstorbener Vater denselben 
besessen hatte, auf immer an das Kl. Hymmenrode. 1261 mense 
febr. Ghartul. in Trier. 1752. 

1262 febr. Der Ritter Theoderich v. Bansberg schenkt dem Kl. 
Hymmenrode eine Kornrente aus seinem Hof zu ßansberg. 
Zeugen Johann der (Land-) Dechant von Litzendorf und die 
Gemeinde des Dorfs Bansberg. 1261 mense febr. Ghartul. in 
Goblenz. 1753. 

1262 mz. 1. Engelbrecht gekorener Erzbischof von Göln macht einen 



392 1262. Mittclrhein. Rcgcsten. 1764—56. 

Vertrag mit seiner Muhme, der verwittweten Gräfin Mechtilde 
V. Seyn, wegen der von derselben seinem Erzstift übertragenen 
BurgWiede mit den Dörfern und Kirchspielen Lynse, Winthain, 
Nuestat, Aspach, Roispe und allen Zubchörungen diesseits des 
Rheins, wo die Burg Wie de gelegen ist, mit Dienstmannen, Honig- 
leuten und wachszinsischen Leuten. Hiergegen überweist der Erz- 
bischof der Gräfin eine Leibrente von 450 köln. Mark, 12 Schillinge 
auf die Mark gerechnet, Setheme und Gylstorp mit allem Zubehör, 
alle Di(|nstmannen, Honigleute und wachszinsischen Leute diesseits des 
Rheins, wo Cöln gelegen ist, ferner 600 köln. Mark. Auch behält 
die Gräfin auf ihre Lebenszeit Nuerburg, ßreitbach mit allen 
Zubehörungen des Kirchspiels, mit den zum Hof in Breitbach und 
auf den Altar gehörigen Leuten, mit Lehen- und Dienstmannen, na- 
mentlich zu ihrem Dienste die Ritter Henrich den Vogt von Ha- 
chenburg, Conzev. Briseke, Henrich v. Husen mit Weib und 
Kind, Johann v. Honstene mit Weib und Kind, Arnold v. dem Huyne 
und Sebrethe v. Arberg, ferner Henrich den Schützen, Henr. v. 
dem Spiechere, Arnold v. Budelingen, Andries v. Aspach, Hen- 
rich, Gobelin und Gylyse v. Nitirshusin, V^olqwine v. Burgdore 
mit Weib und Kind, ihre beiden Jungfrauen Mechtilde und So- 
phie und all ihr anderes Gesinde; auch behält sie zu Lynse in 
dem Kirchspiel zu ihrem Dienste Henrich den Loere, Hermann 
den Loere, Abelen op dem Marche, Hermann Grieven, 
Henrich den Vierin (Veren), Wigand Vidilsnare, Jacopen 
des H v e m a n n 's Bruder, M a n e g o 1 d den V i e r i n, D i d e r i c h v. 
Ulinberg und Nicolaus v. Husen mit allen ihren Frauen und 
Kindern. Ferner behält die Gräfin das Gut im Kirchspiel Lynse, 
welches zu ihrem Hof in Rethirstorph gehört, 2 Stücke Wingert zu 
Steg in und in R in beiden etc. 12G1 des Gudinsdages na S. Ma- 
thiesdage des Apostelin. Gedr. Hoefer, Deutsche Urkunden S. 12. 

1754. 

1262 mz. 5. Phylipp v. Virninburch überweist mit Gonsens seiner 
Söhne dem Stiftscapilel von Münster maifeld für die Memorie 
seiner verstorbenen Ehefrau Ida eine Kornrente zu Inyche. 1261 
dnc. Reminiscere. Ghartul. in Coblenz. 1755. i 

1262 mz. 6. Papst Urban IV beauftragt den Propst von S. Arnual, 
den ihm von den Grafen von Bar und Luxemburg und der Gemah- 
lin des Letztern empfohlenen Johann v. Corri, Rektor der Kirche v. 
Arlons, welcher von edler Geburt sein soll, mit der demnächst va- 
kant werdenden trier. Dompfründe namens des Papstes zu 



1262. Mittelrhein. Regesten. 1756—60. 393 

providiren und als Canonikus recipiren zu lassen. »Dilectum fi- 
lium Johannen!« etc. Viterbii 2 non. mart. pont. a. 1. Orig. in 
Coblenz. Reg. Potthast 1483 no. 18242 zum 7. März wegen Reg. 
in Publ. de Luxemb. 15,91 no. 222 und (Kreglinger) Catal. Renesse 
15 no. 99 mit unricht. non. mart. 1756. 

1262 mz. 17. Die Herren Friderich v. Neuerburg (de Novo 
Castro), Walter v. Mesenburg und Egidiusv. Höre (Ouren) 
verbürgen sich dem Edeln Gerard, Sohn des Herrn v. Blanckinhem, 
für 300 trier. Pfund Lösegeld für den Ritter Friderich v. Herpin- 
dingin, bis zur Osteroktav (apr. 16) zahlbar, und versprechen, wenn 
bei Nichtzahlung alsdann Friederich sich nicht wieder als Gefangener 
Gerard's stellen würde, Einlager in Prüm zu leisten, wie auch so 
lange dessen Gefangenschaft dauere, Frieden (treugas) fest zu halten. 
1261 Gertrudis. Orig. in Coblenz. 1757. 

1262 mz. 18. Papst Urban IV befiehlt dem Rorich v. Wernersperg 
Minoritenbruder in Trier, dem dortigen Domherrn Boe- 
mund und seinem Nuntius und Schreiber mag. Albert von Parma, 
den Erwählten FI einrieb v. Trier unter event. Exkommuni- 
kationsstrafe zu ^ermahnen, dass derselbe 2000 Mark Sterlinge na- 
mens der päpstl. Kammer in einem bestimmten Termine an die gen. 
zwei Florentiner Kaufleute bezahle. »Intellecto quod« etc. Viterbii 
15 kal. apr. pont. a. 1. Gedr. Bullar. Franciscan. 2,435. Reg. Pott- 
hast 1484 no. 18250. 1758. 

1262 mz. 25. Graf Heinr. v. Saarwerden und sein Bruder Friderich 
Canonikus von S. Gastor in Coblenz und Pastor zu Surburg 
Urkunden; ebenso Theoderich v. Hagen (de Indagine) durch 
die Hand und mit Consens seiner Gemahlin Mechtilde in Betreff 
ihres Allods zu S. Lorenz. 1262 in annunciat. Marie. Gedr. Extr. 
Crollius, Geneal. veter. com. Geminip. 1,15 und Origg. Bipont. 1,135. 

1759. 

1262 mz. 28. Papst Urban IV befiehlt dem Abt von Glandiers, dem 
trier. Domherrn Robert v. Warnesperch, welchen der päpstl. 
Legat Cardinalpriester H. (ugo) von S. Sabina mit einer Pfründe 
providirt habe (vgl. 1253 jul. 11), das nächst vakant werdende Per- 
sonat, Officium oder Dignität zu verleihen. »Lecta coram nobis« 
etc. Viterbii 5 kal. apr. pont. a. 1. Vidimus von 1262 in Coblenz. 

1760. 



394 1262. Mittelrheiu. Regesteii. 17G1— GG. 

1262 mz. 31. Pai>st ürban IV verkündet dein trier. Archidiakon Hen- 
rich v. Bolanden, dasserdas vun seinem Vorgünger, Papst Alexander 
(IV), dem Erwählten (Heinrich) v. Trier ertheilte Privilegium, 
zur Bezahlung der erzst. Schulden die Einkünfte des ersten Jahres 
erledigt werdender Pfründen auf gewisse Zeit einzuziehen, aufgehoben 
habe, da derselbe diese Einkünfte nicht zu diesem Zwecke, sondern 
zu unnöthigen Kriegs-Expeditionen verwandt habe; und befiehlt ihm 
daher wiederholt (vgl. 1261 nov. 5b.) dem Erwählten die Aus- 
übung dieses Privilegiums zu verbieten. »Ad audientiam nostrarn« etc. 
Viterbii 2 kal. apr. pont. a. 1. Orig. in Coblenz. 17G1. 

1262 mz. 31. Derselbe befiehlt den Bischöfen v. Worms und Speier, 
sowie dem Abt v. Rodenkirchen wiederholt (vgl. 1261 nov. 22), ge- 
gen den Erwählten (Heinrich) v. Trier mit der Untersuchung 
unverzüglich vorzugehen. »Contra H. Treverensem« etc. Viterbii 
wie vorher. Gedr. Martene, Coli. 4,470. Reg. Potthast 1485 no. 
18262. 1762. 

1262 mz. Der Abt Theoderich v. Gladbach schenkt seinem Convent als 
Ersatz der zu den Zeiten seines Vorgängers verkauften Wehi- Güter 
auf der Mosel das Haus Bocholtz mit Wingerten und Zubehör. 
1261 mense martio. Gedr. Fahne. Chron. Gladbac 36. 1763. 

1262 mz. Der Heisterbacher Mönch fr. Henrich von Sentzike Zeuge 
in einer Urk. des Abts und Convents v. Heisterbach für den Deutsch- 
orden. 1261 mense mart. Gedr. Hennes, Ukb. 2,142 no. 156. 1764. 

1262 (63) mz. Graf Johann v. Spanem erlässt dem Kl. Hy ma- 
rode das ihm zustehende Recht an den Gütern der Gertrude, 
weiland L u d o 1 f 's Tochter, zu T r a v e n e und V o 1 w e vorbelialtlich 
seiner Rechte an den Gütern des Klosters überhaupt in seiner Herr- 
schaft. 1262 mense martio. Orig. in Coblenz. Gedr. Günther, Cod. 
2,303. V. Reisach, Archiv 2,278. Vgl. Lehmann, Spanh. 2,5. von 
Stramberg, Moselthal 148. 1765. 

1262 apr. i. Bischof Theoderich von AVirland (Vironens.) ertheilt mit 
Consens des Erzbischofs v. Trier in Coblenz dem von ihm 
auf die Bitte des mag. Conrad, Plebans und Stiftsherrn v. 
S. Castor daselbst, geweihten S. Johannesaltar in der Ca- 
storskirche ein Ablassprivilegium. Confluentie in die Anibro.^ii 
pont. nri. a. 15. Orig. in Coblenz. Gedr. Holzer, Proepisc. Trev. 20. 

1766. 



12G2. Mittolrhein. Re^^esten. 17G7— 71. 395 

1262 apr. 6. Papst Urban IV befiehlt dem fr. Wilhelm v. Waltmans- 
huse, Guardian der Minor iten in (Ober-) Wesel, und dem fr. 
Rorich v. Warnesberg, Minoritenm önch in Trier, da die 
Bischöfe von ^Vorms und Speier, ungeachtet wiederholten Mandats 
(vgl. 31. März) in dem denselben aufgetragenen Inquisitionsverfahren 
(vgl. 1261 nov. 22) gegen den Erwählten Henrich v. Trier 
nicht weiter vorgegangen seien, sich die betr. Aktenstücke aushän- 
digen zu lassen und die Untersuchung weiter zu führen, jedoch die 
wegen des eigenmächtig errichteten R h e i n z o 1 1 s , welche er dem 
Pleban von S. Maria in Goblenz durch Specialmandat über- 
tragen habe, erst einen Monat nach vergeblicher päpstlicher Mahnung 
an denselben vorzunehmen. »Venerabilibus fratribus« etc. Viterbii 
8 id. apr. pont. a. 1. Gedr. Bullar. Franciscan. 2,437. Hontheim 
1,743. Gesta Trev. ed. Wyttenb. 2,16 und ed. Waitz ap. Pertz, 
Script. 24,417. Reg. Brower, Ann. 2,150. Potthast 1485 no. 18268. 
Boehmer 326 no. 168. Damberger 10,833. 1767. 

1262 apr. 6. Derselbe befiehlt dem Pleban von S. Maria in Gob- 
lenz die Untersuchung gegen den Erwählten Henrich v. Trier 
wegen des von demselben eigenmächtig errichteten R h e i n z o 1 1 s, da 
die Bischöfe von Worms und Speier und der Abt v. Rodenkirchen, 
denen er sie in Betreff dieser und anderer Vergehen übertragen 
habe, nicht mit gebührendem Eifer vorgegangen seien. »Ad audien- 
tiam nostram« etc. Viterbii wie vorher. Gedr. Honth. 1,744. Mar- 
lene, Goll. 4,474. Reg. Brower, Ann. 2.150. Potthast 1485 no. 
18269. Boehmer 326 no. 169. 1768. 

1262 apr. 8. fr. Daniel Prior der Prediger in Trier befreit in- 
folge inserirten Mandats des päpstl. Pönitentiars v. 21. Dec. 1261 
den Erwählten und zum Erzbischof Geweihten H. (einrieb) 
V. Trier, da derselbe zur Abstellung des eigenmächtig in Gobleny. 
erhobenen Zolls Befehl erlassen habe, von der Exkommunikation. 
1262 vigil. pasche. Gedr. Honth. 1.744. Martene. Coli. 4,468. 1769. 

.262 apr. 12. Bischof Theoderich v. Wirland (Vironens.) ertheilt im 
Kl. Mache re bei seiner Weihe des Altars, Benediktion der Aebtis- 
sin und Einkleidung der Nonnen am Mittwoch in der Dsterwoche 
diesem Kloster für gewisse Festtage ein Ablassprivilegium. Ibid. fer. 
4 paschahs ebdomade 1262 pont. nri. a. 15. Orig in Goblenz. 1770. 

|.262 apr. 18. Der Wetflarer Bürger Eckehard und seine Frau 
Ale y de setzen zu Wetzlar durch letztwillige Verfügung, da ihre 



396 1262. Mittelrhein. Regesten. 1771—74. 

Kinder alle in den geistlichen Stand getreten sind, verschiedene Klö- 
ster als Erben ein. Den Klöstern Rumerstorph, Gnadental, Tron, 
Reters, Arnsburg, Hayna, Nister (Marienstatt), Aldenburg (bei 
Wetzlar), den Minoritenbrüdern in Wetflar so lange diesel- 
ben dort residiren, dem Hospital in Wetflar, der Kirche da- 
selbst, der Walpurgiskapelle und Kirche in Schiffenburg ver- 
machen sie Geldrenten, und ihr übriges Vermögen dem Kl. Alden- 
burg. Zeugen Giselbert Dechant, mag. Rudolf Scholasti- 
kus und Cunrad Thesaurarius, ferner Richolf weiland G er- 
be rt's Sohn, Richolf v. Brath, Berno der Aeltere und Rudolf 
Reygel Schöffen zu Wetflar. Wetflarie 14 kal. maii 1262. 
Gedr. Guden, Cod. 2,140. Keg. Scriba 2,42 no. 524. 1771. 



1262 apr. 24. Der Propst von S. Arnual überträgt das ihm indem 
eingerückten päpstl. Mandat vom 6. März ertheilte Commissorium in 
Betr. Johann's v. Corel an den Dechant und den Gantor v. 
S. Paulin bei Trier. 1262 fer. 2 ante Marci ewang. üriginal- 
Processverhandlungen in Coblenz, worin die Abschrift des päpstl. 
Mandats das Dat. 2 kal. mart., wogegen das noch erhaltene Original 
2 non. mart. hat. 1772. 

1262 apr. 25. A m i 1 i u s C 1 e r i c u s in Trier und seine Frau Ber- 
trade vermachen dem Hospiz auf dem S. Bernhard (dom. in monte 
Jovis) ihr Haus weiland Minninges am Muselun Thore. Zeugen 
12 Trierer Schöffen, darunter Gilet, Warner, Henr. Bayer 
(Bauwarus), Ürdolf, Henr. v. Gewilre, Ordolf Howis, 
Thilmann und Bartholonieus. 1262 fest. Marci ewang. Orig. 
in Coblenz. 1773. 

1262 apr. 26. Graf Johann v. Spaneym beurkundet in der Abtei 
Sayn einen Vergleich Th. (eoderich's) des Abts und Convents von 
Hemmenrode mit Albero Berneschure und dessen Verwand- 
ten (cognat.) Conrad Kanze, wornach Letztere auf alle Ansprüche 
auf die Güter des Kitters Wifrid v. Misenheim verzichten. 
Zeugen Johann der Prior und die Aeltesten von Kl. Seyn, der 
Edle Arnold Burggraf auf Seyne, die Ritter Gerlach und 
Johann v. Andernach, die Ritter Gillo v. Misenheim, 
Heidenrich v. Limpach, Arnold Paffe v. Bleyde, Hermann 
Wilandesdorf, Job. Struphavere v. Starkenberch, und Go- 
bolo Poreiz v. Starkenberch; ferner Hermann und Arnold 
die Söhne des Ritters Wiprecht. ap. monast. Seyn 1262 crast. 
Marci ewang. Orig. in Coblenz. 1774.! 






1262. Mittelrhein. Regesten. 1775—80. 397 

1262 apr. Robin Herr v. Aysch (Esch an der Sauer) und Egidius 
Herr v. Höre (Ouren) verzichten zu Gunsten des Kl. Hemmen- 
rode auf ihre pratendirtcn Vogtei- und andern Rechte an des Klosters 
Hof zu Swikeroth, und ertheilen demselben gleiche Nutzungsrechte 
im Gemeindebanne mit ihren Leuten. 12G2 mense apr. Original 
in Coblenz. _ 1775. 

1262 mai 1. Graf Simon v. Sponheim genehmigt die Schenkung 
des Patronats zu Spiesheim durch Wolfram und Embricho v. Levven- 
stein an das Kl. Syon. 1262 kal. mai. Würdtwein, Monast. Palat. 
6,112 no. 149. Vgl. Lehmann, Spanh. 1,43. 1776. 

1262 mai 8. H. (einrieb) Erwählter und zum Erzbischof v. Trier 
Geweihter bestätigt dem Gapitel von S. Symeon in Trier die 
Inkorporation der Kirche zu Win eher a für dessen Refektorium, 
nachdem dessen Propst Th. (eoderich) als Patron auf sein Recht 
verzichtet hat. 1262, 8 id. maii. Chartul. in Coblenz. Reg. Goerz, 
Reg. d. Erzbb. 51. 1777. 

1262 mai 8. Derselbe bestätigt dems. Gapitel v. S. Simeon dessen 
Statut in Betr. Verbesserung der Ganonikatspfründen durch einige 
Frucht- und andere kleine Gefälle aus den Einkünften der Stiftskelle- 
rei. 1262, 8 id. mai. Chartul. in Trier. 1778. 

1262 mai 14. Dechant und Cantor von S. Paulin bei Trier geben 
dem Propst von S. Arnual davon Nachricht, dass sie das ihnen 
mitgetheilte päpstliche Mandat in Betr. Johann's v. Corel (vgl. apr. 
24) heute am Sonntage vor Christi Himmelfahrt in der Domkirche 
zu Trier vor dem Domcantor Job. (ann), den Pröpsten 
T h. (eoderich) von S. Symeon und H. (einrieb) von Pfalz el. 
Reiner v. Davils und vielen andern Domherren verlesen und pub- 
licirt haben. 1262 dnc. ante ascens. Dni. Copie in den Orig.-Ver- 
handlungen in Coblenz. 1779. 

1262 mai 17. Philipp v. Hohenfels macht in Boppard einen Vergleich zwi- 
schen Cunrad v. Schoneck und dessen Sohn Cunrad einerseits, so- 
wie dem Ritter Henr. Bavarus (Beyer) v. Bopard andererseits, 
wornach Letzterer den beiden Erstem an 50 Mark in Allodialgütern, 
und dessen Schwager Henr. Print für seinen Sohn Henrich den- 
selben deren an 30 Mark, Hermann der Sohn Herbolds deren 
an 10 Mark, und Embricho v. Burnhoven gleichfalls deren an 10 
Mark in Allodialgütern beiden v. Schoneck, Vater und Sohn, als 



398 1262. Mittelrhein. Regesten. 1780—83. 

Lehengiit auftragen soll. Mitbesiegler die Stadt Bopard, Cunrad 
V. Schonekken, Friderich v. Erenberch, Hermann v. 
Schonekken, Winand v. Waldecken, Reinbold v. Sterren- 
berch und Henrich Bavarus. Zeugen ausser Vorgenannten Elias 
und Wilhelm v. Elze, Bilung der Schultheis s, die Ritter, 
Ministerialen, Reichs-Getreuen, Schöffen und Bürger 
von Bopard. Bopardie 1262 vigil. ascens. Dni. Gedr. Lünig, 
Reichsarch. 12, c 76. Reg. Georgisch 1, 1164 no. 22. 1780. 

1262 mal 23. Die Bischöfe von Worms und Speier nebst dem Abt von 
Rodenkirchen berichten an den Papst unter Einrückung dessen Man- 
dats vom 22. Nov. 1261, zu Gunsten des Erwählten von Trier, 
und stellen dem Papste das ihnen ertheilte Gommissorium wieder 
zurück. — Dieselben berichten nämlich, darauf, dass derselbe sich 
Erzbischof genannt habe, habe derselbe zu seiner Entschuldigung 
ausgesagt, dass dieses nicht mit Absicht geschehen sei; sondern es 
sei in Deutschland Gel)rauch, dass die zu Erzbischöfen und Bischöfen 
Gewählten nach erhaltener Bestätigung pflegten Erzbischöfe und Bi- 
schöfe genannt zu werden, dass er ihnen auch ein päpstl. Schreiben 
gezeigt habe, worin er Erzbischof genannt worden sei. In Betr. Er- 
hebung eines neuen Zolls hätten sie nichts gefunden; und wenn ihn 
deshalb auch irgend eine Schuld treffen sollte, so habe er ihnen 
Urkunden des päpstl. Pönitentiars Hugo (v. 21. Dec. 1261 und 8. 
Apr. 1262) gezeigt, welche ihn deshalb vollständig frei sprächen. 
Ueberdies habe Niemand gegen den Erwählten Beschuldigungen 
bei ihnen vorgebracht, sondern es hätten sogar Religiösen, Prälaten, 
Canoniker, der Landdechant und Priester von Trier dessen 
guten Ruf und Lebenswandel eidlich erhärtet und ausgesagt, dass 
derselbe, obgleich zum Priester und Erzbischof geweiht, doch 
noch keine Messe celebrirt, da er das Pallium nicht habe. Cellae 
Mog. dioec. 1262 fer. 3 post ascens, Dni. continuata a die precedenti. 
Gedr. Honth. 1,745. xMartene, Coli. 4,469. 1781. 

1262 mai 27. Der päpstl. Pönitentiar Cardinalpriester fr. Hugo von S. 
Sabina beauftragt den Prior der Prediger, den Erwählten H. 
von Trier zur Abstellung des in der Stadt Coblenz erhobenen 
Rheinzolls zu veranlassen und alsdann von der deshalb verhängten 
Exkommunikation zu befreien. Viterbii 6 kal. jun. pont. Urbani IV 
ppe. a. 1. Gedr. Honth. 1,746. Martene, Coli. 4,471. 1782. 

1262 mai 29. Der Burggraf Johann v. Hamerstein reversirt sich 
gegen das Bamberger Domcapitel wegen des ihm unter denselben 



12G2. Mittelrhein. Kegesten. 1788—88. 399 

Bodingungc^n wie seinem verstorbenen Vater, Burggrafen Fr.(iecle- 
rich) V. Hamerstein, übertragenen Meieramts über dessen Güter 
in Hoingin. Zeugen seine Mutter Frau Lisa, der Burggraf Herr 
Arnold, der Kitt er Flermann, der Schultheiss Lude wich 
und dessen Bruder Johann, der Capellan Henrich, Notar Da- 
mar und andere (ungenannte) v. Hamerstein. 1262, 4 kal. jun. 
Orig. in Goblenz. Gedr. Günther, Cod. 2,304 1783. 

262 mai. Wilhelm Herr v. W al d e c k vererbpachtet einige neben 
der Abtei Marienstatt auf Nister gelegene Fläuser gegen 2 kölo. Soli- 
den Jahrzins an diese Abtei. Mit dem Siegel seines Vaters Herrn 
Udo V. Wal deck. 1262 mensemajo. Aeltere Copie in Idstein. 1784. 

!G2 mai. Der Wetflarer Bürger Lude wich weiland Meier uad 
seine Frau Elisabeth verkaufen den dortigen Bürgern Henrich 
V. Monichusen und Conrad v. Dridorf eine Geldrente aus 
ihrem Hause aut dem Eisen markt (in foro ferri). Zeugen die 
Wetflarer Schöffen Richolf v. Brath, Berno der Aeltere, 
Theoder. Roth (Rufus), Conr. Reio, Eckard, Henrich v. 
Dridorf, Berno der Jüngere, Arnold Münzer (Monetarius) 
und Rulo Reio. 1262 mense maio. Gedr. Guden, Cod. 5,41. 1785. 

62 mai. Dechant und Capitel von Wetflar übertragen an Ir- 
mengarde Breckelin V. Lucillinden ihre Güter in Lucil- 
linden, welche deren Mutter zu ('olonatrecht besass, in derselben 
Weise. Zeugen der Pleban Anselm vonLucellinden, die Rit- 
ter Macharius v. Linden und Sifrid Grad, ferner Conr. 
Stammler (B albus). Albert des Priors Bruder, und Rudeger 
Dorfbewohner von Luceil in den. 1262 mense maio. Orig. in 
Coblenz. Gedr. Guden 5,42. Vgl. Abicht, Kr. Wetzlar 2,54. 1786. 

)2 jun. 3. Papst Urban IV erlässt auch an den Erzbischof von 
Trier ein Abmahnungsschreiben, gleichlautend wie an mehrere An- 
dere, wegen der Wahl Conrads, des Sohnes Kaiser Friedrichs, zum 
röm. König. Viterbii 3 non. jun. pont. a. 1. Vgl. Potthast 1491 
no. 18348. Boehmer 627 no. 173. 1787. 

)2 inn. 10. Der tri er. Archidiakon Henrich v. Bolanden ver- 
spricht auf Bischofstein den Klöstern La ach und Rumers- 
dorp die für ihn um 36 Mark versetzten Urkunden aus den 200 
Mark einzulösen, welche ihm der Erwählte v. Trier schuldet und 
Mitte August einzahlen soll, widrigenfalls persönlich oder durch einen 



400 1262. Mittelrhein. Regesten. 1788—93. 

Ritter in Münstermenevelt Einlager zu thun. By schovestein 
4 id. jun. 1262. Orig. in Coblenz. 1788. 

1262 itm. 12. Joffrid Abt und der Gonvent von Prüm, sowie Gode- 
frid von Wintin, Vogt von Fumay und Revin, vergleichen sich ge- 
mäss Ausspruchs der Schöffen, über ihre beiderseitigen Rechte und 
Besitzungen daselbst. Zeugen der Dechant der Marienkirche 
von Prüm Johann v. Montigny, Egidius Pfarrer von Revin nebst 
Schöffen von Revin und Fumay. 1262 le lendemin de la S. Bar-i 
nahe apostre. Franz. Cop. von 1600 in Coblenz. Gedr. Memoire 
hist. concern. les droits du roi sur Fumay et Revin 2,5. 1789. 

1262 iun. 22. Papst Urban IV befiehlt dem Cantor und Scholastikus 
von S. Stephan in Mainz, die Restitution der dem Gapitel von S. 
Florin in Coblenz ungebührlich entkommenen Güter und Rechte 
eifrig zu betreiben. »Ad audientiam nostram« etc. Viterbii 10 kal. 
jul. pont. a. 1. Orig. in Coblenz. 1790. 

1262 iun. 22. Derselbe empfiehlt dem Propst und zum Erzbischof von 
Cöln Erwählten die Abtei Prüm dessen Schutze, und dieselbe nichtl 
im Genüsse ihrer Güter zu stören und unbedrückt zu lassen. »Per- 
sonam tuam sincere« etc. Viterbii 10 kal. jul. pont. a. 1. Original| 
in Coblenz. 1791. 

1262 itin. 23. Gerlach Douwenaz in (Mosel-) Wise verkauft an da« 
Kl. Romersdorf einen Wingert im »Ruendal wise« und einei 
erblichen Geldzins, versichert auf sein Haus in Wise. Zeugen Hen 
rieh der Pleban, Pannebiz, Gerard Roth (Eufus), Frlde- 
rieh in Hallen, Arnold, Walkunn und Theoderich dei 
Glöckner (campanar.) Layen in Wise. 1262 vigil. Johann 
bapt. Orig. in Coblenz. 1792 

1262 iun. 25. Der Propst von S. Arnual nimmt in der Domkirch 
zu Metz in Gegenwart genannter Metzer Domherren das in Sache] 
Johann's v. Corel dem Dec hauten und Cantor von S. Pau 
lin bei Trier wegen seiner Verhinderung übertragene päpstl. Com 
missorium (v. 24. Apr.) wieder zurück, da er dasselbe jetzt selb? 
ausführen w^olle. 1262 crast. Johannis bapt. — Gleichzeitig verleih 
Derselbe in dieser Domkirche vor dens. Zeugen dem Johann i 
Corel, Rektor der Kirche von Arlons, die erledigte Pfründe des vei 
storbenen trier. Domherrn Gerard v. Dune. — Unter demse 
ben Dat. befiehlt auch der Propst v. S. Arnual dem Prior d( 



12<^2. Mittelrliein. Ro^-osten. 17<)3— IHI. 401 

IjCiicdikLinerklosters b. Marie in Luxemburg und dem Canonikiis 
E g i d i u s von S. P a u 1 i n b e i T r i e r , sicli persönlich nacli T r i e v 
zu bogeben, und das dortige Domcapitel anzuhalten, dass dem 
gen. Joh. V. Corei die Einkünfte dieser erledigten Pfründe überwiesen 
werden, und derselbe in der Oktave von Peter und Paul als D o m- 
hcrr recipirt werde, andernfalls dasselbe auf den Montag nach die- 
ser Oktave (jul. 10) nach Metz zu laden, um sich wegen seiner 
Weigerung zu verantworten. — Drei gleichzcit. Abschriften in den 
Originalverhandl. in Coblenz. 1793. 

.262 iun. Graf Heinrich v. Luxemburg und de la Koche, Markgraf von 
Arlons, bestätigt mit Consens seiner Gemahlin Margaretha dem Kl. 
ITymmenrode die Schenkung seines Grossvaters Heinrich in Betr. 
der Güter im Bezirk des Hofs Wittlich und in seiner Grafschaft, 
sowie deren Bestätigung durch seine verstorbene Mutter Erme- 
s i n d e ; überdies die Holz- und Weidrechte in dem von ihm lehen- 
rülirigen Walde Hoenscheit, welche Robin Herr v. Esch und 
dessen Gemahlin Ermegard, Theodor ich Herr v. Mailberch 
und dessen Gemahlin Agnes, Henrich Herr v. Manderscheit 
und dessen Gemahlin Ermegard dem Kloster verliehen haben. 1202 
mense jun. Orig. in Coblenz. Reg. Kreglinger in Bullet, de la 
Belg. 3,227-28 und 5,250. Publ. de Luxemb. 15,91. 1794. 

1262 .... Derselbe bestätigt dem Kl. Hemmen rode gleichlautend 
wie vorher die Schenkung seines Grossvaters und seiner Mutter, so- 
dann aber auch die Forstrechte in der Mark von Lietiche und 
was Hesso v. Rozei, dessen Vater Gerard, der Ritter Walter v. 
Lietiche, dessen Frau Jutta und Sohn Walter unter Consens 
des Erzb. Hill in bei Lietiche schenkten. Zeugen die Ritter 
Theodor, v. Lincere, Theodor. Sylvestre v. Arlons und Walter v. 
Lietiche, Heinrich des Grafen jetziger, und fr. Jacob Mönch 
V. Hemmenrode gewesener Notar. 1202 ind. 5, epact. 28, concur. 
0. Chartul. in Coblenz. 1795. 

1262 .... Der Ritter Walter v. Lithiche, seine Frau Jutta 
und Sohn Walter bestätigen zu Himmerode diesem Kloster die 
Schenkung, welche Gerard der Vater Hesso's v. Rozey und dieser 
.selbst, der Urgross- und Grossvater Jutta 's, mit einem Walde bei 
Lithiche, sow^io mit der Holz- und Weideberechtigung in dortigem 
Banne gemacht haben, nach dem Inhalt der betr. Urkunden dos 
Erzb. Hill in und der Grafen Henrich, Ermesinde und Henrich v. 
Lucemburg, namentlich für die Höfe und Gcbäulichkeiten vor der 

2G 



402 1262. Mittelrhein. Keßesten. 17%— 1>8. 

Klosterp forte, Aldenhemmerode und Rodenbusch. Zeu- 
gen die Ritter Wilkin Herr v. Manderscheit, Ph. (ilipp) v. 
D u d e 1 e n d o r p , Rieh, (ard) v. M a 1 b e r c h , G o b e 1 o und E g i - 
dius V. Lizheim, B. v. Manderscheit und Jo.(hann) v. Keile; 
Th. (coderich) Abt, Henrich Prior, Peter, Job. v. Thync, 
Tb. V. A r e n d e r o t h und dessen^ Bruder W., Martin, Henrich 
und Th. V. Meinscheit Mönche von H immerode (de Clau- 
stro). Erzb. H. (einrieb) v. Trier solle besiegeln, ap. Glau- 
strum 1262 ind. 5, epact. 28, concur. G. Orig. in Coblenz. 179G, 

1262 inn. Alexander v. Bettinghen und seine Frau Ida verzichten 
auf ihre prätendirten Rechte an dem Zehnten und Gütern zu Bar- 
de n b o u r n e, worüber sie mit dem Nonnenkl. S. T h o m a s (an der 
Kyll) in Streit lagen. Besiegelt von dem Edelmann Herrn Ro- 
dulf V. Mai Ib er eh. 12G2 mense jun. Orig. in Coblenz. 1797. 



1262 iul. 1. Engelbert Erwählter v. Cöln macht in Bonn mit dem 
Pfalzgrafen Ludwig vom Rhein, Herzogen von Baiern, auf Vermitte- 
lung des köln. Domherrn Hartmann v. Livesberg, des Edeln Ar- 
nold v. Rennenberg und Gerard 's v. Lanscrone seinerseits, 
sowie Philipp's Herrn v. Honvels und Erbo's Archidiakons von Eich- 
stätt seitens des Pfalzgrafen eine Vereinbarung wegen Schlichtung 
verschiedener Streitigkeiten. Darnach soll jede Partei 3 Personen 
wählen, welche sechs in B ach a räch die dortigen Schöffen eid- 
lich vernehmen sollen, welche Rechte der Erzbischof und das Erzstift 
Cöln in den Thälern bei Bacharach und Ditbag haben. Diese 
Rechte solle der Pfalzgraf dem Erzbischofe und dessen Erzstift über- 
lassen und in denselben diese schützen; jedoch über die alten Ge- 
wohnheiten und Rechte, welche der Pfalzgraf und dessen Vorfahren 
in diesen Thälern gehabt, sollen die Schöffen nicht befragt 
werden, sondern nur insofern, als dieselben durch neue Abgaben 
drückend gemacht worden sind, sollen die Schiedsrichter nach ihrem 
Ermessen diese ermässigen; jedoch in allem das Recht des Vogts 
vorbehalten. Die Schiedsrichter sollen auch die wegen der Burgen 
Thurun, Furstinberg und Stalberg schwebenden Streitigkeiten 
auf freundliche Weise schlichten. Wenn die Schiedsrichter, welche 
jedem Theil sein Recht zuweisen sollen, nicht sich einigen würden, 
sollen Ph. v. Honvels und Gerard v. Lanscrone befugt sein, 
andere Vermittler zu bestimmen. Beide Genannten sollen auch in 
Betr. der Pfandschaft in Bacharach, welche der verstorbene Erz- | 
bischof Heinrich v. Cöln an den Pfalzgrafcn L. (udwig) den Aeltern, 
Markgrafen von Baden, gemacht hat, sowie in Betr. der Grafschaft 



II 



12G2. Mittelrhein. Uegcateii. 179«— 1«U2. 403 

(de comltatu), welche der Graf v. Ilonstadeii vom Pfalzgrafeii hat, 
entscheiden. In Biinna kal. jiil. 12C2. Orig. in Goblenz. 1798. 

1262 iul. 4. Der Abt von Glandiers befiehlt dem Erwählten H. (ein- 
rieb) nnd dem Domstift in Trier infolge des eingerückten pilpstl. 
Mandats vom 28. März , den Robert v. Warnesberg mit einer 
Dompfrunde zu versehen; sowie in einem zweiten Erlass an den 
Scholaster von S. Paul in und Henrich v. Epternach Cano- 
nikus von S. Marien in Trier, Vorstehendes den Genannten 
zu insinuiren. Beide 12G2 fer. 3 post Petri et Pauli. — In einem 
undatirten Schreiben befehlen Beide dem Erwählten v. Trier, 
keinem Andern eine Pfründe zu ertheilen, bevor Robert v. W. (ar- 
nesberg) nicht eine solche erhalten habe. Alle drei in einem Vidi- 
mus von 12G2 in Coblenz. 1799. 

.262 iul. 5. Propst, Dechant und Capitel des frier. Domstifts be- 
vollmächtigen den Gleriker Johann, Rektor der Kirche von 
Dosemont, als ihren Prokurator bei dem Propst v. S. Arnual 
auf den von demselben angesetzten Tage (jul. 10) nach Metz in 
Sachen Johann's v. Corel, um statt Metz einen andern sicherern Ort 
für sie zur Verhandlung zu erbitten. 12G2 fer. 4 post Petri et Pauli. 
Orig. Verhandl. in Coblenz. 1800. 

262 iul. 7. Papst ürban IV beauftragt den Canzler v. Toul mit der 
Restitution der dem frier. Domkapitel entkommenen Güter und 
Rechte binnen 3 Jahren. »Sua nobis dilecti« etc. Viterbii non. jul. 
pont. a. 1. Orig. in Goblenz. Rog. (Kreglinger) Catal. Renesse 15 
no. 101. 1801. 

162 iul. 8. Symon Propst, Wirich Dechant, Willelm der 
Aeltere v. Davels, Theoderich Propst von S. Simeon und 
Heinrich Propst von Pfalzel, Reiner v. Davels, Conrad v. 
ßinecke, Jofrid v. Thurn, Willelm der Jüngere v. Davels, 
Gerard v. Dune, Symon v. Franchirmont, Theobald und Ar- 
nold, alle Canoniker des frier. Doms, beurkunden den Em- 
pfang folgender inserirten Urkunden in Betr. der päpstl. Provision 
Robert 's v. Warnesberch mit einer frier. Dompfründe: 1) Papst 
ürban's IV an den Abt v. Glandiers vom 28. März; 2) des Abts v. 
Glandiers an's Domkapitel vom 4. Juli 1262; 3) des Cardinais 
Hugo vom 11. JuU 1254; 4) des Abts von Glandiers an den Scho- 
laster von S. Paulin v. 4. Juli 1202 und 5) Letzterer an den 
Erwählten v. Trier, ohne Dat. — 1202 sabb. post octav. Petri 

20* 



404 V2ij2. Mittoliliein. Roii:eston. 1S02— (i. 

et Pauli. Orig. in Coblcnz. Reg. (Kroglingcr) Calal. Renesse 15 
no. 102. ^ 1S02. 

1262 iul. 12. Eva Frau v. Nannenstein, Wittwc Herrn Wirich's v. 
Doune, und ihr Neffe Wir ich benachrichtigen ihren Vetter, Herrn 
Walter v. Spigelberg, dass ihr resp. Gemahl und Vater auf seinem 
Todesbette die Güter in Valvey, welche dessen verstorbener Oheim 
(patruus) der Propst Ingebrand v. Münstermeinfcld dieser 
Kirche vermacht, und er streitig gemacht habe, derselben restituirt, 
und sie dieses bestätigt hätten; sie bitten ihn daher gleichfalls auf 
diese Güter Verzicht 7ai leisten. 12G2 vigil. Margarethe. Cop. saec. 
18 in Coblenz. 18Ö3. 

1262 iul. 12. Das Deutsche Haus in Saarbrücken und Isembard 
V. Warnesberg, der Sohn des verstorbenen Ritters Boymund, einer- 
seits, sowie Frau Beatrix v. Bebinsheim andrerseits machen zu 
Saarbrücken einen Theilungsvertrag in Betr. ihres gemeinschaft- 
lichen AUods zu Breitenbach. Zeugen die Gräfin L.(oretta) da- 
selbst, Herr Reiner v. Lizdorf, Herr Bertram, Robert 
und Wilhelm Ritter v. Sarebrucken. Sarebrucken 1262 
vigil. Margarethe. Orig. in Coblenz. 1804. 

1262 iul. 21. Der Ritter Arnold v. Siersperch schenkt in Met- 
lach dieser Abtei das Patronatsrecht zu Dullingen, ap. Med- 
lach 12G2 vigil. Marie Magdal. Chartul. in Coblenz. Reg. Lager, 
Metlach 301. 1^05. 

1262 iul. Henrich Erwählter V. Trier macht einen Vergleich zwi- 
schen dem Nonnenkl. Machera und der Gemeinde Welena in 
Betr. der Grundstücke auf dem Berge Vayl. Das Kloster soll den 
Busch (ncmus) und das Allod, welches die Gemeinde des Dorfs We- 
lene auf dem Berge Vcldeveys hat, von diesseits des »Mache- 
rer weg« an der Grenze der Wingerten von Rat hiebe aufwärts 
bis zum »Meinzerweg«, sowie vom obern Waldgebirg (saltu) die- 
ses Berges über den »Mach erer weg« über den Weg, welcher di- 
rekt auf den »W elener weg« führt, besitzen. Dagegen soll die 
Gemeinde des Dorfs Welene den Busch und das Allod erhalten, 
welches das Kloster auf dem Berge Vayl besitzt, jedoch sollen dem 
Kloster die Güter und Büsche, welche (Vayl und Helden) genannt 
werden, von der »Reheke« bis nach Plattene hin, verbleiben. 
Als Bürgen dieses Vertrags stellt Machern Henrich den Vogt 
und Sybodo den Vogelsteller (auceps) von Welene, die 



12G2. Mittelrhein. Keßesten. 1806—10. 405 

Genicindo W e 1 e n e den G o d e fr i d a in Ufer (a p u d 11 i p a in), 
Dezoliii den Sohn Elizabeth's v. Welenc und dessen Schwager 
liener. Zeugen sind der Abt Thcoderich v. Hemmen rode, 
der Pleban Henrich von U reiche, die Ritter Peter von 
Eyche und Th. Seh achtel bone, der Schultheiss Rener 
[von Berncastle . . . .] Smalzhase, Wir ich v. Harn, Ro- 
dülf der Schöffe von Platten c und 2 Bauern von Welene. 
Mitbesiegler Ar.(nold) Grossarchidiakon v. Trier. 12G2 mense 
julio. Orig. in Coblenz mit ausradirten und von jüngerer ungeschick- 
ter Hand ausgefüllten Stellen, welche im Reg. durch [Klammer] an- 
gedeutet sind. * 180G. 

.262 aug. 16. Der Abt von Glandiers (Lungfeld) überträgt sein ein- 
gerücktes päpstl. Gommissorium vom 28. März, in Betr. Providirung 
Robert 's v. Warnesberg mit einer frier. Dompfründe, an den 
Prior des E u c h a r i u s klosters bei T r i e r. 1262 crast. assumpt. 
Marie. Ghartul. in Coblenz. 1807. 

.262 aug. 16. Der Ritter Peter v. der Brücke (de Ponte) ver- 
zichtet mit seinem Sohne Ludowich auf sein gegen das Mattheis- 
kloster beanspruchtes Vogteirecht auf den 3 erzbischöflichen Jahr- 
gedingen und auf die Bussen und Gefangen-Hut in des Klosters Ju- 
risdiktionsbezirk. Zeugen r d o 1 f und noch 3 gen. Trier. S c h ö f- 
fen. 1262 crast. assumpt. Marie. Orig. in Coblenz. 1808. 

.262 aug. 17. Der Apotheker Rodulf und seine Frau Kunegunde, 
Bürger in Trier, kaufen von Willelm Ysenmenger mit Con- 
sens dessen Schwiegersohns Lude wich und dessen Frau Odilie 
ein Haus in der Jakobsstrasse (platea Jacob i), woraus der 
Domthesaurar einen Jahrzins bezieht, und lösen einen andern 
darauf haftenden an den Wechsler Ricard und dessen Frau 
Petrissa ab. Zeugen 13 Trierer Schöffen, worunter Gylet, 
Warner, H e n r. B a u w a r u s (Bayer), r d o 1 f , H e n r. v. G e - 
wilre, Ordolf Ho was. 1262 octava Laurentii. Orig. in Coblenz. 

1809. 

.262 aug. 21. König Richard verspricht in Andernach dem zum 
Erzbischof geweihten Erwählten Henrich v. Trier, damit 
ihm derselbe um so anhänglicher sei, 2000 Mark (13 Soliden 4 De- 
naren Sterlinge auf die Mark gerechnet) von dessen Schulden am 
römischen Hof zu bezahlen und durch seinen Gesandten mit dem 
des Erzbischofs bis zum Mont. nach Egidius (sept. 3) dahin zu sen- 



400 12G2. Mittulilicin. Kf^'esteii. 1810—12. 

den. Andernaci 21 diu auj,'. iiid. 5, reg. a. 0. Orig. in Coblenz. 
Gedr. Günther 2,305. Reg. Boelimer 46 no. 75. Dan.berger 10,836. 

1810. 

1262 aug. 28. II e n rieh Erwählte r v. Trier vergleicht sich auf 
Ehrenb reitstein rnit Warner (v. Oberitein) jetzigem Propste 
von S. Castor in Coblenz wegen des Geldes, welches derselbe 
dem verstorbenen Erzbischof Arnold zum Bau der Burg S t o 1 - 
cinvels vorgestreckt, die demselben dafür mit Consens des Dom- 
capitels vorpfändet worden ist, und welches Warner dem Ritter 
Jacob, Sohne seines Bruders des Ritters Everhard, zur Verbesserung 
dessen Heirathsguts, laut Urkunde des Erzbischofs Arnold, über- 
lassen hat. Der Erwählte v. Trier verpflichtet sich für die Wie- 
dereinlüsung der Burg 400 köln. Mark, oder bis zu deren Auszah- 
lung jährlich 80 Mark aus den zur erzbischöflichen Tafel fallenden 
Beden und Zinsen in Coblenz zu zahlen, und wenn diese dazu nicht 
hinreichen, das Fehlende aus seinem Zehnten in Lonstein zu ergän- 
zen, und solle der Wein daselbst nach der Abschätzung des Ritters 
Johann v. Andernach und des Schöffen Steynard in Cob- 
lenz als Zahlung angenommen werden. Zeugen A. (rnold) frier. 
Grossarchidiakon, Jo. (bann) Propst v. Rees und mag. Berthold 
Domherr von Metz und Propst von S. Petri ad Ymagines; die 
Edeln Graf Godefrid v. Seyne, Graf Henrich v. Virne- 
burch, Raugraf Conrad, die Gebr. Henr. v. Isenburch und 
Ger lach Herr von Limpurch, der Bruder des Erwählten Bru- 
nicho v. Fenestengen, der Ritter Warner Suze und die frier. 
Ministerialen die Ritter Joh. v. Andernach und Peter v. 
Eiche, ap. Errenbr. 1202 fer. 2 ante decoUat. Johannis bapt. 
Orig. in Coblenz. Gedr. Günther 2,307. Reg. Goerz, Reg. der 
Erzbb. 51. 1811. 

1262 sept. 3. König Richard nimmt in Boppard das daselbst von sei- 
nen Vorgängern gestiftete Marienkloster (Marienberg) in seinen 
besondern Schutz, und bestätigt demselben alle Schenkungen und 
Privilegien, namentlich Steuer- und ßedefreiheit, 6 Mark und ein 
halbes Fuder Wein jährlich aus den Reichswingerten und "Weidrecht 
tür die Schaafe und andere Thiere auf den Gemein-VVeiden im 
Reichsbezirk daselbst. Zeugen der Erwählte Engelbert von Cöln, 
Pfalzgraf Ludwig vom Rhein, Herzog v. Baiern, fr. Henrich v. Bukes- i 
berg Deutschordensmeister in Deutschland, Henrich v. Bolanden f 
Archidiakon v. Trier, Philipp v. Falkenstein königl. Kämmerer, • 
Philipp V. Hohenfels, Theoderich v. Falkcnberg, Godcfried v. Eppen> 



1262. Mittelrhciii. Kc|?esten. 1812—10. 407 

stein und Bruno v. Brunesberg. Ausgefertigt durch den königl. 
Prothonotar mag. Arnold v. Holland, Pröpsten von Wetflar. 
ap. Bopardiani 3. die sept. 12G2 ind. 5, reg. a. 6. Orig. in Cob- 
lenz. Gedr. Günther 2,309. Reg. Boehmer 46 no. 76. Damberger 
10,836. 1812. 

1262 sept. 5. Henrich Erwählter v. Trier beurkundet (gleich- 
lautend wie das üomcapitel am 8. Juli) den Empfang der eingerück- 
ten 5 Urkunden in Betr. der päpstl. Providirung Rober t's von 
Warnesberg mit einer trier. Dompfründe. 1262 fer. 3 ante nativ. 
Marie. Orig. in Coblenz. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 51. (Kreglin- 
ger) Catal. Renesse 16 no. 103. 1813. 

1262 sept. 9. Bischof Heinrich v. Speier (ein Graf v. Leiningen) beur- 
kundet die richterliche Entscheidung und Anerkennung in Betr. der 
Vogtei- und sonstigen Freiheit eines Guts des Benediktiner -Nonnen- 
klosters Neumünster (Nov. monast.), Metzer Diözese, in seiner 
Diözese zu Boechingen. Die frühere Aebtissin dementia hatte 
dieses Gut dem Ritter Berthold Mulnere auf 16 Jahre in Pacht ge- 
geben, und nachgehends dessen Brüder Eckesus und Stemperich als 
Vögte dieses Dorfs aus dem Pachtzins für Bede und Steuern sich 
Getreide angeeignet. Hiergegen erhob nach der Resignation der 
Aebtissin dementia deren Nachfolgerin Jutta, eine Bruders- 
tochter Berthold's und Verwandte (consanguinea) des Bischofs vor 
diesem und dessen Bruder, Grafen Emecho v. Lyningen, im Kloster 
Eussernthal bei dessen Einweihungsfest Klage, und die Sache wurde 
nach stattgefundener näherer Untersuchung schliesslich in Queicheim 
zu Gunsten des Klosters entschieden, worauf die beiden Brüder, der 
Ritter Mulner (Molendinarius) und Stemperich, deren dritter Bruder 
inzwischen verstorben war, die Freiheit dieses Guts anerkannten. 
Act. 5 id. sept. und dat. in nov. 1262. Ghartul. in Coblenz. Gedr. 
Kremer, Ardenn.-Gesch. 2,337. 1814. 

1262 sept. 14. Die Cistert. Aebte von Lützel und Hemmen rode 
schlichten in Cisterz zur Zeit des Generalcapitels in dessen Auftrag 
einen Streit der Klöster Disibodenberg und Wörnersweiler wegen 
des Zehnten zu Osterna (Niederkirchen unweit S. Wendel) und 
Ovenbach (am Glan). In Gistercio tempore capituli generalis 1262 
die exaltat. Crucis. Ghartul. in Darmstadt. Gedr. Joannis, Spicil. 164. 

1815. 

1262 sept. 17. König Richard nimmt wie seine Vorfahren, die römischen 



408 1->(3L>. Mittclrheiii. Kei,-esteii. 181G-21. 

Kaiser uiul Könige, das Numieiikl. Allenbeig (bei WeL/.lar) mit 
Personen und Gütern in seinen besondern Schutz und ausschliess- 
liche Vogteigerichtsbarkeit. Francfort 17 die sept. 12G2 ind. 5 reg. 
a. (). Copie saec. 17 in Coblenz. Gedr. liist. Nachr. 223. Ludoll', 
Sicilim. 2,4(37. Hugo, Ann. Praeni. 1,93. Gebauer 383. Keg. 
Boehmer 40 no. 78. 181G. 

1262 sept. 28. König Richard bestätigt dem Nonnenkl. Pedernach bei 
ßopard das demselben von seinen Vorgängern verliehene Fuder 
Wein jährl. aus des Königs Kelterhause in Bojjard. Oppenheim 
28 sept. 1262 ind. G des G. Jars unscrs richs. Alte IJebersetzung 
im Chartul. in Coblenz. Gedr. Günther 2,374. Keg. Boehmer 4G 
no. 80. 1817. 

1262 OCt. 4. A.(rnold) G r ossär chidiakon, Th. (eoderich) v. Blanke- 
nen A r c h i d i a k o n , der Propst v. P f a 1 z e 1 , Arnold, F r e d e - 
rieh, Johann v. Wilde nbercli und andere (ungen.) tri er. 
Domherren bevollmächtigen den Cleriker Johann, Rektor 
der Kirche von Dosemonte, um bei dem Propst v. S. A r - 
nual auf dem Gerichtstage am Freit, nach Remigius (oct. 4) als ihr 
Prokurator gegen die Ernennung Johann's v. Corel zu der vom 
Domkapitel dem obengen. Johann v. Wildenberg verliehenen 
Präbende Opposition zu erheben und einen sichern Ort zur Ver- 
handlung zu erbitten. 1262 fer. 4 post Remigii. Orig. Verhandl. 
in Coblenz. 1818. 

1262 oct. 7. In der am Samst. nach Remigius fortgesetzten Verhandlung 
vom vor. Tage in Sachen zwischen Job. v. Corel und dem d Om- 
ca p i t u 1 a r i s c h o n Prokurator wird von dem betr. Richter (dem 
Propst V. S. Arnual) ein neuer Termin auf den Montag nach Lukas 
(oct. 23) zur weitern Verhandlung anberaumt. 12G2 predicto sabb. 
Orig. Verhandl. in Coblenz. 1819. 

1262 oct. 13. Herzog Ferri v. Lothringen verspricht dem Walt her v. 
Neuerburg Ersatz für den Schaden, welchen er ijjm wegen Ilein- 
rich's V. Luxemburg zugefügt habe. 12G2 vendredi apres la S. Deny. 
Reg. Publ. de Luxemb. 15,91. 1820. 

1262 oct. 19. An den Propst von S. Arnual, als vom päpstlichen 
Stuhle delegirtcn Exekutor oder Richter, bevollmächtigen der Gross- 
a r c h i d i a k o n A. (rnold) , der A r c h i d i a k o n T h. (eoderich) von ; 
Blancheniieim, der Propst v. Pfalzel, Arnold, Fr i de rieh» 



12G2. Mittflrhoin. Kc^cstcn. 1821—24. 409 

Julia IUI V. W i l ilebui-g: iiiicl iuulerü tri er, Domliorrcn ilires 
Aiiliaijgs den Clcriker Joliaiui, llokior der Kirche v. Üuse- 
niüiit, als ihren IVokiirator, um am Moni, nach Lukas (oct. 2'3) 
gegen die Recci)tiün Joliann's v. Correi Opposition zn erheben und 
die Uechte Johann 's v. Wildeburg wahrzunehmen, indem sie 
zugleich das von ihrem Prokuralor am Sanist. nach Uemigius (oct. 
7) Verhandelte genehmigen. 12G2 crast. Luce evang. Orig. in 
Coblenz. 1821. 

L2G2 oct. 20. mag. II e mich v. Genuuide, Scliolaster von S. Ca- 
sio r in Coblenz, macht daselbst sein Testament, Unter seinen 
Mobilien giebt er den Werth seiner Bücher auf wenigstens 40 Mark 
an; stiftet Anniversarien für sich, seinen Vater Conrad, seinen Oheim 
(palruns) Symon, seine Mutter Pauline, die verstorbenen Mitcano- 
niker Burchard und Warner v. Vlanheim; bestimmt die Er- 
richtung eines Altars mit eigenem Priester und vorgeschriebenen 
Gottesdienst in S. Castorskirche. Legate erhalten diese und die 
Kirche in Genmnden, die Prediger und Minoriten in Coblenz, 
die Florinskirche daselbst. Zu Treuhändern ernennt er den 
Priester Emelrich v. S. Ca stör und seinen Verwandten (con- 
sanguineum) Conrad Bürger von Coblenz. Zeugen sind fr. Jo- 
liann Prior der Prediger, fr. Hermann Guardian der 
^li n o r i t e n , m a g. J o. (hann) D e c h a n t v o n S. F 1 o r i n , m ag. 
Jo. (hann) üechant von S. Vido tri er. Domherr und Official, 
Richard Custos, Laurentius Cantor, mag. Conrad Ple- 
ban von S. Marie, Hermann, Theo der ich und Lude wich 
Canoniker, Conrad, Wezelo, Theo der ich, J..., Godefrid, 
Joliann und Ger lach Priester von S, Castor in Coblenz, 
mag. Roger l^hisikus. Conti uenlie 13 kal. nov. P262. Orig. 
in Coblenz. 1822. 

262 oct. 21. Der Richter (L^ropst v. S. Arnual) in der Sache Johann's 
V. Corri gegen, einige frier. Domherren setzt in heutiger von 
gcbtern fortgeführter Verhandlung auf Antrag deren Prokurators, des 
Clerikers Johann Piektors der Kirche von Dozemont, 
denselben zur weitern Verhandlung einen Termin auf die Oktave 
von Allerheiligen (nov. 8) nach Trier. 1202 fer. 8 post Luce ewang. 
Orig. in Coblenz. 1823. 

262 oct. 25. König Ricliai-d genehmigt, dass der Abt von Premontre 
tlas kaiserl. Spital in Ilagenau dem Kl. Wadegozingen zur Ver- 



410 1202. Mittelrheiu. Keßesten. 1821— 2U. 

waltung übergebe. Hagenowe 25. oct. 12G2 iiid. G, reg. a. 2. Char-| 
tular in Coblenz. 1824. 

1262 oct. 27. Syinon Propst und Thesaurar des Doms in 
Trier verpachtet an seinen Verwandten (consanguineus) Robert 
auf Lebenszeit 4 Stückchen Wingert seiner Thesaurarie auf dem Berge 
Uranus. 12G2 vigil. Symon. et Jude. Ghartul. in Trier. 1825. 

1262 c. nov. 1. Graf Godefrid v. Seyn befreitauf Freusburg die 
Güter des Kl. Marienstatt in Geilenrode, nämlich die von Herin- 
bretstein und Gerwins nebst den andern daselbst von allen Dienst- 
leistungen und Zinsen ausser 2 köln. Soliden jährlich, bewilligt des- 
sen Hofe daselbst die Haltung von 300 Schaafen und 30 Kühen, 
sowie von dessen Gütern in Dodenberg keine andere Belastung als 
2 köln. Sohden und ein halbes Malter Hafer jährlich. Zeugen die 
Ritter Albero und Herwin v. Nuenrode nebst dessen Bruder Rorich, 
und Rorich v. Gevertshain, ferner dessen Bruder Hermann, 
Hertwin C rampin Truchsess des Grafen, Conrad Schultlieiss 
von Ingelnbach und Ludewich Schulthciss von Ailsbach. In Vrouz- 
b recht 1262 circa Omn. Sctor. Ori;?. in Idstein. 1826. 



'D* 



1262 nov. 4. Pfalzgraf Ludwig v. Rhein, Herzog v. Baiern, erlässt dem 
Kl. Hemmenrode die Zahlung der Ueberfahrtsgebühr, gcnaimt 
»Wat« zu Altrip. Heidelberg prid. non. nov. 1262 ind. 6. Gedr. 
Remling, Speir. Ukb. 1,296. Reg. Boehmer, Witteisbacher Reg. 30. 

1827, 

1262 nov. 5. mag. Arnold v. Holland des kaiscrl. Hofs Prothonotariu 
und Propst v. Wetflar Zeuge zu Schlettstadt in König Richard' 
Urk. für die Kirche in Basel; am 18. Nov. urkundet durch des- 
sen Hand König Richard in Hagenau für die Stadt Strassburg, unt 
daselbst am 21. Nov. nochmals für Strassburg. Schoopflin, Alsal 
dipl. 1,441. 442 und 443. Gebauer 385—91. Reg. Boehmer 46 no 
83. 84 und 87. 1828. 

1262 nov. 9. Papst Urban IV bestätigt dem Deutschen Orden der 
Zehnten zu (Wald-) Breidb ach, welchen die verwittwete Gräfir 
Mechtilde v. Seyne dem Cislert. Nonnenkl. Seyne in Cöln ge- 
schenkt, und dieses der Pfarrkirche in Breidb ach restituirt hat 
»Pietatis oi)era cujus« etc. ap. Urbem veterem 5 id. nov. pont. a 
2. Kindl. Copie in Münster. 1829 



12G2. Mittelrlioin. Ko^^estcn. 1830-35. 411 

1262 nov. 27. Nach einer Urk. des Grafen Heinrich v. Luxemburg giebt 
Juhann, der Sohn des verstorbenen Ritters Bruno v. Arlons, für 
eine dem Kl. Marienthal versprochene Jahrrente von 4 Malter Korn 
7X1 Beddeburch demselben alle seine Güter in let/ierm Orte zu 
Unterpfande. 12G2, 5 kal. dec. Orig. in Weimar. Keg. Publ. de 
Luxemb. 15,92. 1830. 

1262 nov. 28. Papst Urban IV befiehlt dem Scholaster der Kirche in 
Frankfurt, die unerlaubten Güterveräusserungen des Cistert. Nonnen- 
klosters in der Lera zu Co b lenz zu annulliren, und die Besitzer 
durch geistl. Strafen zur Zurückgabe der Güter zu zwingen. »Ad 
audientiam nostram« etc. ap. ürbemveterem 4 kal. dec. pont. a. 2. 
Orig. in Coblenz. Gedr. (Klein) Urkundliches zur Gesch. des Ma- 
rienklosters in der Leer (Coblenz. Gymnas.-Progr.) S. 15. 1831. 

1262 nov. 29. Henrich Erwählter v. Trier ertheilt den Lombar- 
den Manne 11 US de Troya und dessen Neffen (nepos) Reynei*, 
Ogerus Carena und dessen Neffen Rufinus mit ihren Familien 
Bürgerrecht im Erzstift und namentlich in der Stadt Trier, sowie 
Schutz und Privilegium für ihre Handelsgeschäfte vor allen andern 
Lombarden oder Govertinern. 1262 vigil. Andree. Orig. in Trier. 
Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 342. 1832. 

1262 nov. 29. Der Priester Jacob v. Gastet (de Gas teil o) macht 
einige Abänderungen seines Testaments (v. 1252 apr.) zu Gunsten 
seines Vetters Jacob Canonikers von S. Paulin bei Trier. 
1262 vigil. Andree. Orig. in Coblenz. 1833. 

1262 nov. 30. Papst Urban IV überträgt (wiederholt) dem Wilhelm 
V. Waltmanshusen, Guardian der Minoriten in (Ober-) 
W^ezele, und dem fr. Kor ich v. W^arnesberg aus dem Minori- 
tenkloster in Trier die von den früher Beauftragten nicht mit 
gehörigem Eifer ausgeführte Untersuchung gegen den Erwählten 
Henrich v. Trier. »Per exigentiam sollicitudinis« etc. ap. Ur- 
bem veterem 2 kal. dec. pont. a. 2. Gedr. Gesta Trev. ed. Wyttenb. 
2,20 und ed. Waitz ap. Pertz, Script. 24,419. Honth. 1,747. Wad- 
ding, Ann. Minor. 4,504. Sbaral. Bullar. Franzisk. 2,456. Reg. Pott- 
hast 1497 no. 18431. Boehmer 327 no. 174. Damberger 10,833. 

1834. 

1.262 nov. Die Wittwe des Ritters Hermann v. der Leyen (de 
Petra) schenkt dem Kl. Hemmenrode einen Weinzins zu Ke- 



412 12GL>. Mittelrhoiii. Keßesten. 1835—30. 

stellte, sowie aus des Klosters Hofe zu Gevelsdorp einen Frucht- 
und Geldzins. Besiegler IL (einiicli) Erwählter und zum Erz- 
bischof Geweihler von Trier, A. (rnold) trier. Grossarchi- 
d i a k o n, T h. (eoderich) Abt von II i ni m e r o d (d e C 1 a u s t r o) und 
der Edelmann Herr Wilkin v. Man der sehe it. 1262 mense 
nov. Orig. in Coblenz. 1835. 

1262 nov. Der Ritter Theoderich v. Dune und seine Frau C u n e- 
gunde schenken im Kl. Himmenrode demselben eine Weinrente 
zu Krove. In Glaustro 1262 mense nov. in Gegenwart des 
Abts Th. (eoderich) des Priors und Convents. Besiegter IL (einrieb) 
Erzbischof v. Trier. — Orig. in Coblenz. 18:]6. 

1262 nov. Wirich v. Syneim und seine Frau Elyzabeth verkau- 
fen mit Gonsens ihres resp. Bruders und Schwagers, des Ritters 
Herbert, dem Kl. Wadego zen für 130 trier. Pfund ihr halbes 
Dorf Hayken. Besiegler die Grafen Symon v. Spanheim und 
dessen Bruder Johann v. Starke nb er c, Johann Herr v. 
Brunshor, Wilhelm v. tleyn zenberc, Ger lach Gripp in v. 
Schwarzenberg (de Nigromonte) und sein Bruder Herr 
Hugo, F r i d e r i c h v. Syneim des Ausstellers Oheim (patruus). 
Zeugen Graf Friderich v. Hoinberc, Friderich und Winand 
Vögte von Merle, Albert v. Chore Ritter, 4 Schöffen von 
Keymt und die Schöffen Heinr. Hunolt, Ezelo und 2 andere 
von Seyneim. 1262 mense nov. Ghartul. in Coblenz. 1887. 

1262 dec. 17. Der Ritter Hermann v. Willandisdorf und seine Frau 
Ingelhilde verzichten in Wetzlar auf ihre gegen das Deutsche Haus 
in Marburg erhobene Ansprüche auf Güter zu Seiheim. Zeugen 
Giselbert Dechant, Heinr. v. Berchusen, Arnold v. Deren- 
b a c h und Johann v. Linden Canonici, Hermann P 1 e b a n 
von Wetflar; Job. v. Derenbach, Erwin der Vogt; Wetze- 
lin V. Garbenheim und Gerlach Lese he Ritter und Burg- 
männer auf Calsmunt. Wetflarie 16 kal. jan. 1262. Gedr. 
Guden 4,904. Wyss, Ukb. d. Deutsch. Ord. in Marburg 1,146 
no. 190. 1838. 

1262 dec. 29. S. (imon) Propst, W. (irich) Dechant und Domcapi-I 
tel von Trier erlassen in dem seit dem 22. Dez. begonnenen 
Generalcapitel einige Vorschriften für die Abhaltung der Memorien-I 
Stiftungen. 1262 fer. 6 post nativ. Dni. in generali capitulo a crastJ 



12G2. Mittelrhein. Ref^esteu. 1839-45. 41o 

Tliomc continuato. Orig. in Coblenz. Rog. (Krcglinger) Catal. 
Rencsse IG no. 104. 1839. 

1262 dec. 29. Ger lach v. Isenbiirg Zeuge des Grafen v. Cleve für 
die Cölner Bürger. 12G2 crast. Innocentum. Gedr. Lacomblet, Ukb. 
2,204 no. 522. Enncn, Quellen 2,459. 1840. 

1262 dec. Yda die Wittwe des Ritters Thomas v. Luccelburg verkauft 
mit Consens ihres Sohnes, des Ritters Nycholaus, und der Söhne 
desselben dem Kloster der Reuerinnen (Poenitentibus) vom Orden 
Marie Magdalene in Trier ihre Besitzung in Odelvingen. 1262 
mense dec. Orig. in Coblenz. 1841. 

1262 .... Vidua Aebtissin und der Gonvent von Seyne in Göln über- 
tragen das ihnen von der verwittweten Gräfin Mechtilde von 
Seine geschenkte jus temporale eines gewissen Zehnten in der 
Pfarrei (Wald-) Breidbach an den deutschen Orden als Pastor 
daselbst. 12G2. Gedr. Niederrhein. Annalen 23,271 nach dem 
Orig. Kindl. Cop. in Münster. 1842. 

1262 .... Th. Propst und der Gonvent der regulirten Chorherren 
in Kabingerisburch verkaufen dem Nonnenkl. Paradys bei Syon 
eine Mühle in Wendelinsheimer Feld. 1262. Orig. in Darmstadt. 
Gedr. Baur, Hess. Ukb. 3,606. 1843. 

1262 . . . . Rheingraf Wernher (Ringravius) und seine Frau 
Elisabeth verkaufen mit Consens Sifrid's, Wernher 's Bruders, 
dem Kl. Eberbach eine Fruchtrente aus dem Hofe »Sande« um 15 
Mark. Zeugen die Ritter Ernsfrid v. Basinheim, Henr. Scelero v. 
Ockenheim, Wildericus, Ph. officiatus und Henrich, Propst 
von S. Peter zu Griicenac. 1262. Orig. in Darmstadt. Gedr. 
Rössel, Eberb. Ukb. 2,424. 1844. 

1262 .... Der Ritter Nicolaus Vogt v. Hunolsteyn verkauft 
für 100 Metzer Pfund sein Besitzthum zu Swartzenholtz bei dem 
Hofe Hunischeit an das Nonnenkl. (Frau-) Lutrea zur Zeit des- 
sen Propstes Bruning, und seine Gemahlin Beatrix giebt dazu 
ihren Consens. Besiegelt von dem Erwählten Henrich von 
Trier, dem trier. Dompropst Symon, Grafen Henrich v. Salm 
und Theoderich Herrn v. Hone, Schwager des Ausstellers. 1262. 
Chartul. in Idstein. Gedr. Kremer, Arden. Gesch. 2,339. Toepfer, 
Hunolst. Ukb. 1,24. Reg. Goerz, Reg. d. Erzbb. 342. 1845. 



414 



1202. Mittellhein. Uesresten. 184G— 51, 



1262 .... Die Wiltwc dos Ritters Henrich v. Dezzeme und 
ihre Söhne Henrich und Walter schenken dem Kl. Ilemmen- 
rode eine Weinrente aus dem Wingcrt Veltburne bei Numa- 
gen. Besiegelt von Herrn Meffrid v. Numagen. 12G2. Orig. 



in Coblenz. 



184G. 



1262 .... Herzog Friederich v. Lothringen genelnnigt, dass der Vitz- 

luni V. Chalons und Guido Herr v. Moncleer ihre Güter in 

Puuiere an den dort. Vogt Walther verpfänden. 1262. Regest 

in einem alten Repert. in Coblenz. 1847. 

1262 .... Graf Heinrich v. Luxemburg und de la Roche, Markgraf : 
V. Arlons, erthoilt seinen Büi-gern von I3ittl)urgh dieselben Rechte 
und Freiheiten wie denen von Echternach mit Ausnahme von 4 
Artikeln (welche Bertholet 5,152—153 mittheilt). Lucemburg 12G2. 
Gedr. Bertholet 5,57 Extr. 1848. 

1262 .... Scludtheiss (villicus), Ritter, Schöffen und Bürgerschaft in 
Coblenz geben eine Hofstatt bei dem Hause, welches früher dem 
Baracli gehörte, für 2 köln. Soliden jährl. an die Stadt, den Ehe- 
leuten Evirhard in Erbpacht. Gegenwärtig die Ritter Willelm 
V. Are ha, Henrich der Sohn Wilderich's, und Henr. Roth 
(Rufus) V. Lützelcoblenz (parva Gonfluentia), die Schöf- 
fen Walter v. Kezzillinheim, Henr. Stein ha rd, Elyas, 
Gilo, Nycolaus, Henr, Scone weder, Syfrid Spedil, Cun- 
rad mit seinem Sohne Sifrid, Albert, Ricolf und Wiric; 
ferner Henrich v. Bacheim. Confluentie 1262. Original in 
Coblenz. 1849. 

1262 .... Die Kapelle in des Kl. Eberbach Hofe zu Boppard \vurde| 
an einem ungenannten Tage von dem Mainzer Weihbischof Theo- 
derich eingeweiht. Vgl. Rössel, Gesch. des Klosters Eberb. von 
Baer 2,144. 1850.1 

1262 .... Ein grosser Zauberkünstler, namens Meister Theodo derl 
Magier, kam aus den Niederlanden und verrichtete auf dem Markt-I 
platze in Creuznach wunderbare Künste. Trithem. Chron. Sponh.l 
284. 185lJ 

(1262) .... Der Ritter Winand v. Wal decken überweist ge-j 
mä.ss seines und seiner verstorbenen Gemahlin Agnes Vermächt-i 
nisses dem Marienkloster bei Bopard (Marienberg), wo die-t) 
selbe begraben ist, 3 köln. Soliden Jahrrente aus einem AVingert zu 



12G2-63. Mittclrhein. Reffcsten. 1851—55. 415 

Bingen, zu deren, und zn seinem Anniversarium dem Kl. Eberbach 
eI)ensoviel ans dem Jlausc der Demude Weberin (textricis) und 2 
Sol. daselbst aus dem »von Glopscliilt«. Ohne Dal. Gedr. Rössel, 
Eberb. Ukb. 2,423 in 1262. 1851a. 

263 ian. 6. Papst Urban IV befielilt dem Abt und Convent des ßene- 
diklinerklosters in Prüm ihren Consens dazu zu ge])en, dass Maeh- 
tilde, die Gemalilin des Edelmanns Walram, Bruders des Grafen von 
Jülich, mit Consens ihres Gemahls dem Erzstift Cöln ihr prümi- 
sches Lehen gesclienkt habe. »Cum sicut venerabilis« etc. ap. 
Urbem veterem 8 id. Jan. pont. a. 2. Gedr. Günther 2,311 nach 
dem Orig. in Düsseldorf. Reg. Potthast 1498 no. 18453. 1852. 

563 ian. 8. Derselbe bestätigt der verwittweten Gräfin Matthilde 
V. Sein zu ihrem und ihres Gemahls, Grafen Henrich v. S c y h, 
Seelenheil geschehene üebertragung der Schlösser Wide, Windecke 
und Renemberk, sowie der Dörfer Linse, Lupstorp, Nu w an- 
statt, Aspach, Wintahin, Gilstorp und Sechtume nebst ihrer 
Rechte auf Neuerburg (Nov. castr.) in der Pfarrei Breitpach 
an der Wide und an Breitpach an das Erzstift Cöln. »Lecta 
coram nobis« etc. ap. Urbem veterem id. jan. pont. a. 2. Gedr. 
Günther 2,312. Ennen, Quellen 2,4G2. Reg. Potthast 1498 no. 
18454. 1853. 

63 ian. 10. Wir ich v. Syneim verspricht dem Kl. Wadegoz den 
Kaufbrief über das von ihm dem Kloster für 130 trier. Pfund ver- 
kaufte Gut zu Heche '^durcli die Ritter Gerlach und Hugo 
Herrn v. Suarzenberg G Wochen nach deren Entlassung aus 
der Gefangenschaft besiegeln zu lassen, und stellt desshalb die Rit- 
ter Friderich und Winand Vögte v. Merle, Johann von 
Usse und Ingebrand v. Enkerich; ferner Joh. v. Merl, 
Willekin und Heinrich Gebrüder v. Kempta und Heinr. 
Hunolt als Bürgen mit der Verpflichtung zum Einlager in Celle. 
12G2 fer. 4 jnfra octav. Epiphan. Besiegelt von dem Pleban Li- 
mualt in Celle. Orig. in Coblenz. 1854. 

• 

153 ian. 15. König Richard erneuert in Boppard dem Kl. Eberbach 
das Privilegium der Zollfreiheit auf dem Rheine daselbst. Bo- 
pa'rdie 12G2 die 15. jan. ind. G, reg. a. G. Ausgefertigt von der 
Hand mag. Arnold's v. Holland Propstes v. Wetflar. Gedr. 
Rössel, Eberb. Ukb. 2,129. Reg. Boehmer 47 no. 91. 1855. 



, 



410 1203. Mittelrliein. Rcgeston. lS5(i-r,l. 

1263 ian. 21. Die Ablei H e m ni e n rode vcrerbpachiet die 5 Wingerteii 
zu Luden sdorf, welche sie von dem Ritter Hermann v. 11 a- 
mersteyn und dessen Frau Jutta gekauft hat, an Arnold von 
der Arin, und dieser setzt für die riclitige Erbpachtentrichtung sei- 
nen Wingert »hinter den hu sin« zu Unterpfand. Die 5 Winger- 
ten liegen im »0 verper rieh«, in der »Bizzin«, im »Vri vilstal« 
und » an de m V a r e « . Zeugen die beiden iM ö n c h e E v e r a r d u nd 
Johann v. Love nebst 2 Gonversen von Hemmer od e; die Rit- 
ter Warner der Vogt und Gisilbert dir Lenherre; ferner 
Henrich der Bruder des Vogts und Schultheiss des Dorfs. 
1202 die Agnetis. Orig. in Coblenz. 1850. 

1263 ian. 23. König Richard entlässt in Trier die Reichsministerialin 
Oda, die Tochter seines Getreuen des Ritters Conrad von 
Schonecke und Gemahlin des Edelmanns Werner v. Tris, 
mit ihrer Nachkommenschaft aus ihrer Reichsministerialität, und 
überlässt sie als Ministeriale dem Erzstift Trier. Treviri 1202 
die 23. jan. ind. 0, reg. a. 0. Orig. in Coblenz. Gedr. Gebauei 
391. Hontheirn 1,748. Reg. Boehmer 47 no. 02. Dambergei 
10,830. 1857. 

1263 ian. Der trier. Archidiakon Henrich v, Bolanden verzichte! 
auf seine Ansprüche und Rechte an Jacob v. Garden, welchei 
sich mit seiner Habe dem Kl. Hemmenrode geschenkt hat. 1201 
mense jan. Orig. in Coblenz. 1858| 

1263 febr. 4. Der Trierer Ritter Johann Wolf (Lupus) gestatte 
seinem Vasallen, dem Ritter Theodorich v. Retirsdorf, ii 
diesem Dorfe auf einer Hofstatt ein Haus und Befestigung zu erbauei 
und von den Grafen v. Luxemburg zu Lehen zu empfangen, un 
beschadet seiner Vasallenpflicht wegen des Dorfs Retirsdorf, wel 
ches derselbe von ihm zu Lehen hat. 1202 dnc. post purif. Mari 
Orig. in Luxemburg. Reg. Publ. de Luxemb. 15,00. 185 



• 



1 

:i 



1263 febr. 11. Emmercho v. Wolvcskelein entsagt mit seiner Frau El 
heyde auf Burg Vetzberg seinen Ansprüchen auf die von seinen 
Schwiegervater Gumpert Ilobeherr (de Curia) dem Deutschen Haus 
in Marburg verkauften Güter zu Brath. In Castro Vodisbcr 
1203, 3 id. febr. Gedr. Wyss, Ukb. der 15allei Hessen 1,140 no. 10^ ^ 

180( 

1263 febr. 23. Das S. Petristift in Mainz überträgt dem Ritter Em 






12G3. Mittelrhein. Regesten. 18G1— GG. 417 

brich o v. Stromburc auf Lebenszeit das Meieramt in Lon- 
gisheim gegen die jährl. Lieferung von 4 Mainzer Pfund und 2 
Malter Frucht. 12G3 vigil. Mathie. Kindl. Copie in Münster. 1861. 

L2G3 febr. Burgniann- und Bürgerschaft von Friedberg bezeugen, dass 
der W e t f 1 a r e r Bürger R i c h o 1 f v. B r a t h von dem Ritter Job. 
V. Bienheim dessen Güter in Langegunse erworben habe. 12G3 
raense febr. Gedr. Guden 2,144. Reg. Scriba 2,42 no. 529. 1862. 

.263 mz. 8. A.(rnold) Gr ossär chidiakon und Propst von S. 
Paul in zu Trier befiehlt im Generalcapitel zu Pisport (?) dem 
Landdechanten von Su eiche, den köln. Domherrn Walram 
V. S p a n h e i m , welcher als angeblich zur Pfarrei Lussenich 
Präsentirter deren Pfarrgefälle, w^ährend des mit dem gleichfalls prä- 
sentirten Deutsch Ordensbruder Johann und dem köln. Dom- 
herrn Heinr. v. Heinsperch schwebenden Prozesses darüber, eingezo- 
gen habe, mit seinen Zuhaltern, dem Ritter Engelbert v. Wis 
und Goswin v. Enkirchen zu excommuniciren. Spisport (?) 
in capitulo generali fer. 5 ante dnc. Letare 1262. Orig. in Goblenz 
mit angehängter Bescheinigung des Landdechanten über die geschehene 
Publikation der Excommunikation fer. 4 ante dnc. Judica 1262 (1263 
mz. 14). 1863. 

263 mz. 16. Das Dom- und die übrigen Stifts-Gapitel von S. Pauli.n 
und S. Symeon, sowie die Gonvente der Benediktiner -Abteien S. 
Maximin, S. Eucharii, S. Marie ad martir. und S. Martini 
in Trier vereinigen sich zu einem andern Vorgehen gegen die Kir- 
chenfeinde und deren Beschützer, da das frühere Verfahren, nament- 
lich die Einstellung des Gottesdienstes, sich nachtheilig und schäd- 
lich erwiesen habe. 1262, 17 kal. apr. Orig. in Goblenz und Trier. 

1864. 

163 mz. 18. Papst Urban IV bestätigt der Benediktiner -Abtei S. Ma- 
rie ad martir. in Trier den von deren Gründer, Er zb. Theode- 
rich V. Trier, vor mehr denn 200 Jahren (973 Reg. 1045 des 1. 
Theils) geschenkten Hof und andere Güter. »Cum a nobis« etc. ap. 
Urbem veterem 15 kal. apr. pont. a. 2. Transsumpt v. 1285 in 
Goblenz. 1865. 

163 mz. 27. Ritter Walter Vogt (Advocatus) v. Pumere be- 
urkundet zu Trier, dass nach einem schiedsgerichtl. Ausspruche 
ihn und seine Erben der frier. Dompropst und Ar chidiakon 

27 



418 1263. Mittelrhein. Regesteii. 186G— 70. 

S. und der Domdechant W. oder deren Nachfolger mit der Ex- 
kommunikation belegen sollen; wenn dieses aber versäumt werde, 
solle der zeitige Erzbischof oder dessen Official auch bei Wal- 
ter 's Weigerung zulassen, dass nach 3 Jahren die Herren von 
Moncleir H. (ugo) Vidam v. Chalons und G.(uiot), ihre für 220 
köln. Mark an ihn verpfändeten Güter zu Pumere wieder einlösen. 
Treveri 12G3 fer. 3 post annunciat. dnc. Orig. in Goblenz. — 
Derselbe verspricht ebenfalls dem Vicedom Hugo v. Schalons und 
Gyoth seinen beiden Herren v. Muncler, deren Vasall er ist, 
nach 3 Jahren die Einlösung dieser Güter zu gestatten, und möge 
der Erwählte V. Trier oder dessen Official denselben mit geist- 
hcher oder weltlicher Macht behilflich sein. Dat. wie vorher. Trans- 
sumpt V. 1327 in Goblenz. 18öG. 

1263 mz. 28. Robin Herr v. Oseldingin und seine Frau Hadeleide be- 
urkunden, dass ihre Vogteileute in Mersch ihrer prätendirten Erb- 
pachtrechte auf Güter der Abtei S. Maximin und des Hospitals 
(S. Elisabeth) entsagt, und denselben die Güter auf die Lebenszeit 
Hadeleide's verliehen worden seien. Besiegelt von dem Grafen IL (ein- 
rieb) v. Namur und Luxemburg, H. (einrieb) Abt von S. Maxi- 
min und Theoderich Archidiakon des Orts. 1263 fer. 4 
post palmar. Orig. in Goblenz. 1867. 

1263 mz. 29. Papst ürban IV ermuntert die beiden Minoritenbrüder 
Wilhelm und Rorich von Trier die von ihnen gegen den Er- 
wählten Henrich v. Trier mit lobenswerthem Eifer begonnene 
Untersuchung in gleicher Weise bis zu Ende zu führen. »Sollicitu-I 
dinem et devotionem« etc. ap. Urbem veterem 4 kal. apr. pont. 
a. 2. Gedr. Gesta Trev. ed. Wyttenb. 2,22 und ed. Waitz ap. PertzJ 
Script. 24,420. BuUar. Franciscan. 2,460. Honth. 1,748. Reg. Bro- 
wer, Ann. 2,151. Potthast 1502 no. 18508. Boehmer 327 no. 176. 
Damberger 10,833. 1868.| 

1263 mz. Graf Emicho v. Leiningen befreit die Güter des Klosters Ru- 
pertsberg (monast. S. Rupcrti juxta Pinguiam) im Dorfe Dolgens- 
heim von allen Abgaben, Steuern und Beden. Liningen 1263 mens( 
marcio. Orig. in Goblenz. Gedr. Lünig, Reichsarch. 12c,77. Regl 
Georgisch 1,1169 no. 11. 1869r 

1263 (64) mz. Das Deutsclie Haus in Marburg verkauft die ihm vorj 
seinem Ordensbruder, dem Cleriker Johann v. Linden, zugebrachter 
Güter in Habechenheim (Hochelheim) für 30 Mark an die Wal 



1263. Mittelrlieiii. Kegesten. 1870-74. 419 

purgiskapelle in Wetflar. Zeugen Giselbert Dechant, 
Orto, Arnold v. Dernbach und Heinr. Richolf's Canonici 
V. Wetflar; der Ritter Gerlach v. Linden, Godefrid der Bru- 
der des gen. Deutschordensbruders Johann; Ethelo und Gun- 
rad V. Dridorf Schöffen. 1263 mense marcio. Gedr. Guden 
2,144. Wyss, Ukb. der Bailei Hessen 1,150, Vgl. Abicht, Kreis 
Wetzl. 2,209. 1870. 

263 (64) mz. Das Stiftscapitel von Wetflar giebt den Wetflarer 
Bürgern Henrich v. Berchusen und Henrich dem Sohne 
Eberhard 's v. Htjrlisheim die Hälfte seiner Güter in Langen- 
gunse, welche der Wetflarer Bürger Hartrad Blida und dessen 
Schwester Gunegunde besessen hatten, in Golonatsrecht mit der 
Verpflichtung der jährl. Lieferung der sogen. Läni merpfennige 
(agnor. denar.) auf Pfingsten, Fischpfennige (piscium denar.) auf 
Petri Stuhlfeier und anderer mehr. Zeugen die Wetflarer Schöf- 
fen R i c h o 1 f V. ß r a t h , C o n r. R e y o , C o n r. v. Dridorf, 
Eberhard und Berno der Jüngere. 1263 mense marcio. Orig. 
in Goblenz. Gedr. Guden 1,700. 1871. 

263 apr. 2. Stephan v. Saarbrücken (de Sareponte) Propst 
zu Neuhausen in W^ormser Diözese vermacht dem Kl. Wadegoz 
seinen halben Hof in Budersdorf bei Moresberch mit der Verpflich- 
tung, dass das Kloster, in welchem er begraben zu werden wünsche, 
zwei Jahre nach seinem Tode 100 Metzer Pfund an die Exekutoren 
seines Testaments zahlen solle. Mitbesiegelt von der Tochter seines 
Bruders Gräfin Loretta v. Saarbrücken (Sarepont.). 1263 
crast. pasche. Orig. in Coblenz. 1872. 

263 apr. 4. Heinrich Erwählter v. Trier beurkundet, dass S y- 
mon Herr v. Spanheim unter Vermittelung des Domdechants 
Wirich, Dompropstes Symon, Domcantors Jo. (hann) und 
Officials Jo. (hann) den Hof von Maxena, welchen dem Erzb. 
Th. (eoderich) v. Trier Graf Johann und die Gebrüder Hein- 
rich und Symon v. Spanheim für 300 köln. Mark verpfändet 
hatten (1239 Reg. 116), bei ihm mit dieser Summe eingelöst habe. 
1263 fer. 4 infra octav. pasche. Chartul. in Carlsruhe. Reg. Leh- 
mann, Spanh. 1,43. 1873. 

263 apr. 10. Das Kl. Marienthal (bei Luxemburg) präsentirt dem 
trier. Archidiakon Th. (eoderich) seinen Kaplan Jacob als Pfarr- 

27* 



420 ■ 1263. Mittelrhein. Regesten. 1874—79. 

vikar von Elvingen. 1263 fcr. 3 post octav. pasche. Gedr. Berlholet 
6,2. Reg. Publ. de Luxemb. 15,94. 1874. 

1263 apr. 13. Papst Urban IV ermahnt Guardian und Gustos der Mi- 
noritenbrüder tri er. Provinz, ihre untergebenen Mönche anzuhal- 
ten, dass sie den mit dem Inquisitions-Verfahren gegen den Er- 
wählten Henrich v. Trier vom Papste betrauten Brüdern ihres 
Ordens keine Hindernisse mehr in den Weg legen. »Iniplacida de 
actibus« etc. Id. apr. pont. a. 2. Gedr. Gesta Trev. ed. Wyttenb. 
2,19 und ed. Waitz, Pertz Script. 24,418. BuUar. Francisc. 2,460. 
Reg. Potthast 1502 no. 18,518. Gleichlautende Bulle erging auch an 
die Priore der Prediger in trier. Provinz; vgl. Gest. ed. 
Wyttenb. 2,105 und ed. Waitz 24,454. Potthast 1503 no. 18,519. 

1875. 



1263 apr. 17. Derselbe ermahnt die beiden Minoriten Wilhelm 
und Rorich in der ihnen übertragenen Untersuchung gegen den 
Erwählten Henrich v. Trier mit Eifer fortzufahren, und dem 
lügenhaften Gerüchte keinen Glauben zu schenken, dass die Unter- 
suchung niedergeschlagen werde, sobald der Erwählte seine 
Schulden am römischen Hofe bezahlt haben würde, wozu derselbe 
das Geld bereit halte. »Saepe sagittant« etc. ap. ürbem veterem 
15 kal. maj. pont. a. 2. Gedr. Gest. Trev. ed. Wyttenb. 2,41 und | 
ed. Waitz ap. Pertz, Script. 24,427. Bullar. Francisc. 2,463. Honth. 
1,750. Brower, Ann. 2,154. Reg. Boehmer 327 no. 177. Potlhast 
1503 no. 18520. Damberger 10,833. 1876. 

1263 apr. 25. Graf Eberhard v. Katzenellenbogen erneuert zu Eberbach 
diesem Kloster die Zollfreiheit am Schi. Rinefels (wie 1252 jul. 1). 
Ap. Eberbach 1263 Marci evang. Gedr. Rössel, Eberb. Ukb. 2,142 
unrichtig zum 21. Juni. 1877J 

1263 apr. Die Gräfin Lorata v. Saarbrücken (Sarapont.) be-| 
stätigt dem Deutschen Orden die von ihrem verstorbenen Vatei 
Grafen Symon v. Saarbr. geschenkte Schlosskapelle zu Saar- 
brücken mit allen andern geschenkt erhaltenen oder gekaufte] 
Gütern zu Keyvelberch und sonsten. 1263 mense apr. Orig. ii 
Coblenz. Gedr. Hennes. Ukb. 2,151. 1878. 

1263 apr. Erzb. Werner v. Mainz bestätigt den Verkauf der Güter dt 
Kl. Aulhausen in Tretingeshusen an die Abtei Eberbach (\2C 
Reg. 1662). ap. Wunnendale 1263 mense apr. Orig. in Idstein' 
Gedr. Rössel, Eberb. Ukb. 2,139. 1879; 



126;^. Mittelrhein. Regesten. 1880—84. 421 

1263 apr. Ilartrad Edler v. Merenbcrg belehnt zu Wetzlar den dor- 
tigen Bürger Fr i der. Münzer (Monetär ins) mit seinem Theil 
am Zehnten zu Lunsbach, mit welchem derselbe und der Wetf- 
larer Bürger Godefrid Strecker! emo von seinem Vater Gode- 
frid belehnt waren. Zeugen L u d e w i c h weil. Meier, R i c h o 1 f v. 
Brath, Berno der Aeltere, Conrad v. Dridorf, Ekehard und 
Berno der Jüngere Schöffen. Wetflarie 1263 mense apr. 
Orig. in Marburg. Extr. Wyss, ükb. der Bailei Hessen 1,151 
no. 197. 1880. 

1263 mal 1. Der Priester Enolf von S. Florin in Coblenz be- 
stimmt in seinem Testamente, dass sein Scholar Enolf, der 
Sohn Henr, Kalards, 3 Morgen Wingert zu Urvare und eben- 
soviel hinter dem Hofe des Kl. Camp (Kemperhof zu Moselweiss), 
welche dem verstorbenen Ritter Sigewin v. Gulse gehört hatten, 
erhalte, wofür derselbe, nachdem er möglichst bald Priester gewor- 
den sei, im Nonnenkloster zu Val Inder täglich des Testators Me- 
morie feiern, und diesem Kloster jährlich eine köln. Mark, den Mön- 
chen in S e y n aber eine Jialbe Mark für dessen Anniversar zahlen 
soll. Nach des Scholaren Tode sollen die Wingerten an das Kloster 
Valinder fallen. 1263 kal. maji. Chartul. in Coblenz. 1881. 

(1263) mal 5. Der Cleriker Henrich von S. Eucharius bei Trier 
publicirt namens seines Priors und Convents auf dem Hofe vor der 
erzbischöflichen Kapelle in Gegenwart des Erwählten Henrich 
V. Trier, des Dec hauten und Scholasters von S. Paulin die 
Appellation an den päpstl. Stuhl gegen das von dem Erwählten 
über ihren Abt Theoderich angeordnete Zeugen-Verhör. Sabb. 
post invent. Crucis mense maji ante capellam dni. aepi. in loco qui 
vocatur »super curiam«. Gedr. Gest. Trev. ed. Wyttenb. 2,26 und 
ed. Waitz ap. Pertz, Script. 24,421. Honth. 1,749. 1882. 

1263 mai 7. Der trier. Chorbischof Diederich in Cöln »up der 
bürgere huis« Zeuge in des Grafen Wilhelm v. Jülich Urk. für die 
Stadt Cöln. 1263 maindages in den Crucedagin. Gedr. Lacomblet, 
Ukb. 2,299 no. 530. Ennen, Quellen 2,465. 1883. 

(1263 mai.) Engilbert Prior des Euchariusklosters bei Trier 
verkündet im Refektorium des Domcapitels vor dem Dom- 
propst Symon, den Domherren Wilhelm dem Aeltern, Rei- 
ner und Wilhelm dem Jüngern v. Davils und Andern die Appel- 
lation seines Convents an den päpstl. Stuhl gegen das Verfahren des 



422 12G3. Mittelrhcin. Kegesten. 1884—88. 

Erwählten Henrich v. Trier, welcher ungeachtet ihrer ange- 
meldeten Appellation ihren Abt Theodericli abgesetzt, und ihnen 
durch den Pleban Everard von S. Laurentii in Trier am 
18. Mai (fer. G ante pentecost.) befohlen habe, in der Pfingstoktave 
einen -andern Abt zu erwählen. Ohne Dat. Gedr. Gest. Trev. ed. 
Wyttenb. 2/29 und ed. Waitz ap. Pertz. Script. 24,428. Honth. 
1,751. 1884. 

1263 mai 20. Der Fischer Gerard Otterolf zu Lizziche und 
seine Frau Elizabeth setzen in ihrem Testamente das Kl. Hem- 
menrode zu ihrem Erben ein. 1263 in penthecost. Original in ^ 
Coblenz. 1885. t 

1263 mai 23. Papst Urban IV befiehlt dem Abt von Glandiers und dem [ 
tri er. Domcantor, die Untersuchung gegen den Erwählten 
Henrich von Trier fortzuführen, da derselbe den beiden damit 
beauftragten M i n o r i t e n b r ü d e r n Wilhelm und Pi o r i c h, welche 
ihn um das Fest der Auferstehung des Herrn (mz. 27) vorgeladen 
hatten, Hindernisse mache, und gegen die Aebte von S. Mat- 
theis und S. Marie ad martyros, welche Verwandte eines die- 
ser Minoriten seien, die Exkommunikation erlassen habe; befiehlt 
ihnen, gegen den Erwählten nöthigenfalls mit kirchlichen Gensu- 
ren einzuschreiten, die von demselben eingesetzten Aebte in beiden 
Abteien zu entfernen, und die vertriebenen wieder einzusetzen. »In- 
quisitionen! faciendain contra« etc. ap. Urbem veterem 10 kal. jun. 
pont. a. 2. Gedr. Gest. Trev. ed. Wyttenb. 2,34 und Waitz ap. 
Pertz, Script. 24,424. Honth. 1,758. Reg. Brower, Ann. 2,153 
Potthast 1504 no. 18536. 1886 

1263 mai 23. Henrich v. Dune Abt von S. Maxim in bei Triei 
stiftet für seine Aeltern, den Wildgrafen Conrad und dessei 
Gemahlin Gysela, ein Anniversarium in seinem Kloster Tags nach 
S. Servatii (mai 14) mit Gefällen aus der Mühle zu Musche unc 
Zehnten zu Mersch. 1263 fer. 4 post penthecost. Orig. in Coblenz 

1887 

1263 mai 28. Adilheid Gräfln v. Ebirstein und v. Spanheim ver- 
sichert die 20 Soliden Rente, welche sie früher mit ihrem verstorbe 
nen Gemahle, Grafen Ebirhard v. Ebirstein, und mit Consens ihre 
Schwiegersohns, Grafen Henrich v. Zweibrücken, dessen Gemahlii 
Agnes, ihrer Tochter, und deren Sohns Symon v. Ebirstein den 
Kl. Wörschweiler vermacht hatte, auf Gefälle zu Ysenburg, und be 



12G3. Mittelrbeiu. Ke^^esten. 1888—93. 423 

stätigt ihres verstorbenen Gemahls, Grafen Godefrid's v. Span- 
heyni, Schenkung eines Fuders Weinrente aus ihrem Hof Treisc an 
dasselbe Kloster. 12C3 crast. Trinitatis. Gedr. Crollius, Orig. Bip. 
2,77. Vgl. Lehmann, Spanh. 1,43. 1888. 

1263 iun. 10. Gräfin Agneta, Tochter des verstorbenen Grafen 
G e r 1 a c h v. V' e 1 d e n t z e, verbessert auf den Rath ihres Grossvaters 
und Vormunds, des Grafen Heinrich v. Zweibrücken, und mit Con- 
sens ihrer Burgmänner von Landesburg und Liechtenberg, ihrem 
ßurgmann, dem Ritter ßaldwin v. Landesberg, sein Burglehen mit 
ihren Gefällen im Dorfe Leibersheim. 1263, 4 id. jun. Gedr. Acta 
Palat. 2,298. 1889. 

1263 iun. 11. Der Abt von Glandicrs und Johann Domeantor von 
Trier, kassiren als päpstl. Richter den Inquisitionsprozess des Er- 
wählten Henrich v. Trier gegen die Aebte Theoderich v. 
S. Eucharii und Robert v. S. Marie ad mart. in Trier, 
entheben Wilhelm v. Meysenburch, Mönch aus S. Maxi min, wel- 
chem der Erwählte die Abtei S. Eucharii, und Aegidius v. 
Manderscheit, Mönch von S. Mariae ad mart., welchem der- 
selbe die Verwaltung dieser Abtei gegeben hatte, dieser ihrer 
Stellen, und setzen die beiden gen. Aebte Theoderich und Ro- 
bert wieder in ihre Stellen ein. 12G3 crast. dnc. Respice in me. 
Gedr. Gest. Trev. ed. Wyttenb. 2,36 und Waitz ap. Pertz, Script. 
24,425. Honth. 1,759. 1890. 

1263 iun. 11. Der Ritter Godeverde v. Unkilbach in Kolne up 
der bürgere huis als Bürge des Herzogs v. Limburg für die Stadt 
Cöln. 1263 in Barnabasdag. Gedr. Ennen, Quellen 2,476. Vgl. 
Ernst, Hist. de Limb. 4,280. 1891. 

1263 iun. 12. G. Ganonikus von S. Simeon in Trier beurkundet 
als Stellvertreter des A r c h i d i a k o n s T h. (eoderich) den Verzicht 
Walter's v. Elvingen auf das Patronatsrecht von Elvingen und Hop- 
scheit zu Gunsten des Kl. Marienthal (bei Luxemburg). 1263 crast. 
Barnabe. Reg. Publ. de Luxemb. 15,94. 1892. 

1263 iun. 12. Der Schultheiss Peter, die Ritter Sifrid und Wi- 
nard, die Schöffen Sifrid Gar laut, Heinrich Nanthoch's 
Bruder und Thilmann in Kirhcgascen sowie die Bürger von 
Wesel beurkunden, dass Volgmar und dessen Frau JMosela von 
ihrem Hause ausserhalb der Mauern von Wesel in der »Hole- 



424 



1263. Mittclrhein. Rotesten. 1893—08. 



gascen« gegenüber dem Hause der Frau Burggräfin (dne. 
burgravie) dem Kl. Eberbach 6 Soliden Erbzins jährlich zahlen 
sollen. Wesalie 1263 crast. llarnabe. Gedr. Rössel, Eberb. Ukb. 
2,426. 1893. 



1263 iun. 13. Der Ritter Werner Papa v. Gowebeckelnheim und seine 
Frau Aleid verkaufen ihre Güter zu Horwilre für 20 köln. Mark 
an Mergardis die Aebtissin und den Gonvent des Gistert. Klo- 
sters Allerheiligen (Omn. Sctor.) in (Ober-) Wesel , und ver- 
zichten auf ihre Rechte an diesen Gütern durch die Hand des Rit- 
ters Arnold v. Na u rode, des Conversen Hadebrand und fr. 
Enibricho's. In Horwilre id. jun. 1263. Orig. in Coblenz. 

1894. 

1263 iun. 18. Der Bischof Fleinrich von Lüttich giebt seinen Gonsens 
zum Verkaufe der beiden Flöfe des Kl. S. Trond in Er i dal und 
Po mm er a. d. Mosel, sowie der andern Güter im Trierischen. 
1263 fer. 2- ante nativ. Johann, bapt. mense jun. Ghartul. in Gob- 
lenz. Vgl. Heesius, Manlp. 33. 1895. 



1263 iun. 30. Herr Godovert v. Unkilbach in Göln Zeuge des 
Grafen v. Catzenelnbogen für die Stadt Göln. Kolne des neisten 
dagis na S. Petirs und Pauli hogezide 1263. Gedr. Lacomblet, Ukb. 
2,301 no. 532. Ennen, Quellen 2,479. 1896. 

1263 iun. Schöffen und Bürgerschaft in Trier vergleichen das Gapitell 
von S. Paulin daselbst mit dem Schöffen Jacob, Ordulph's 
Sohn, wegen des Zehnten zu Odervingen, und Otto, der Sohn 
des verstorbenen Ritters Otto v. S. Paulin, verzichtet auf seine| 
Rechte an denselben Zehnten. Zeugen 12 Trierer Schöffen, 
worunter Gilet, Warner, 2 Ordulph, Thilmann und Bar-I 
tholomaeus. Trevir. 1263 mense jun. Orig. in Coblenz. 1897.1 



1263 iun. Burggraf (burchravius) Con. (rad) v. Kogme ver- 
zichtet zu Gunsten der Abtei Brauw^eiler auf das Schult heissen- 
oder Meieramt in Clotten, wogegen ihm die Abtei die Kammer- 
forste zwischen Clotten und Kevinhey m nebst 60 köln. Mark 
zur Erwerbung eines Grundstücks abtritt, welches mit jenen künftig 
abteil. Lehen sein soll. Mitbesiegler der Erzbischof von Göln und 
Fl en rieh der Bruder des Burggrafen. 1263 mense jun. Gedr. 
Lacomblet, Ukb. 2,299 no. 531. 1808. 



12G3. Mittelrhein. Regesten. 1890—1903. 425 

1263 iun. Die Stadt Marburg beurkundet, dass ihr Burgmann, der 
Ritter Friderich v. Calsmunt, und dessen Sohn Fr i der ich 
mit Consens des Ritters Walther v. Nordekein und dessen Frau Lu- 
karde, wie auch des Ritters Gunrad v. Cruftele und aller ihrer Er- 
ben dem Kl. Arnsburg Güter in Rockenberg verkauft haben. 1263 
mense jun. Gedr. Baur, Arnsb. Ukb. G5. Reg. Scriba 4b,9 no. 
3434. 1899. 

1263 iun. Walter und Johann, die Söhne des verstorbenen Friderich's 
Herrn v. Brücken, und ihr Schwager, der Ritter Joh. Magnus von 
Warnesberg, vergleichen sich mit der Abtei Tholey wegen deren 
Hofs Rechte zu S. Walfrid, 1263 mense jun. Ghartul. in Coblenz. 

1900. 

L263 iul. 6. Hontheim 1,760 siehe 1258 jul. 6. 

1263 iul. 9. Bruno Herr v. Brunesberg stellt der Aebtissin Jutta, 
seiner Verwandten, und deren Kl. S. Petri in Ditkirchen (bei Bonn) 
im Gapitel daselbst die S. Nikolauskapelle in Overbiverne zurück, 
und bekennt, keine Rechte an derselben zu haben. Unter den Zeu- 
gen L u d e w i c h v. Are und Lude wich v. Engersche. In 
capitulo Ditkirkin 1263 fer. 2 ante Margarete. Gedr. Günther 2,316. 

1901. 

L263 iul. 9 siehe jul. 16. 

.263 iul. 15. Bischof Theoderich von Wirland (Vironens.) beurkundet, 
dass er heute auf die Bitte des mag. Johanns, Dechants von 
S. Flor in in Coblenz, eine Kapelle daselbst geweiht habe, und 
verleiht ihr für den Jahrestag der Weihe ein Ablassprivilegium. 
1263 die dnc. in festo divis. apostolor. pont. a. 17. Orig. in Cob- 
lenz. Gedr. Holzer, Proepisc. 21 Extr. 1902. 

.263 iul. 16. Die Abtei Laach vergleicht sich mit Hermann Colve 
V. Belle wegen gegenseitiger Ansprüche. Darnach verzichten Her- 
mann, dessen Frau, Sohn Arnold und übrigen Kinder auf ihre 
Rechte an Grefe von Ludensdorp, die Wittwe Sifrid's Kr ich, 
und deren Nachkommenschaft, die Abtei aber auf Hofstätten mit 
den Weiden »Gemenide« in Belle, welche gen. Hermann von 
ihr zu Lehen tragen soll. Zeugen der Edelmann Cuno v. Bur- 
geszem, A. (rnold) Burggraf (burgravius) v. Fl am ersten, 
G. (odfrid) Colve v. Arwilre, Henr. Vinnebule, Arnold 



426 1263. Mittclrhein. Kogestcn. 1003-7. 

Pafphe und Min ward v. Nikedig, die Ritter und Schöffen 
von Ander n a c h. Mit den Siegeln des Burggrafen A. v. H a- 
m ersten und der Stadt Andernach. 1263 fer. 2 post Marga- 
rete. Gedr. Wegeier, Laach 2,38 nach dem Orig. in Coblenz. — 
F-ine zweite Original-Ausfertigung daselbst mit dem Dat. 1263 fer. 
ante Margarete (jul. 9) und dem Siegel des Grafen Henrich vj 
Virnenburg nennt Hermann 's Ehefrau Aleyde, und schreibi 
Ludennesdorp, ßurenzem, Alvilre, Wenichbule. 1903J 

1253 iul. 21. Der tri er. Official beurkundet den Protest des Kl. 
Hymmenrode als Eigenthümers des Wingerts »Picthere« aiili 
N e u e n b e r g (in N o v o m o n t e) gegen dessen Verkauf seitens M e t- 
tilde's V. Birkenveit, Bürgerin zu Trier, da dieselbe nur dit 
lebenslängliche Nutzniessung an demselben habe. 1263 vigil. Mari 
Magdal. Orig. in Coblenz. 1904 

1263 iul. 26. Ludewihc Walpode v. d. Nuvverburhc vej-zichte 
auf der Neuer bürg auf seine Forderungen an die verwittwet 
Gräfin Methilde v. Seyne, und verspricht ihr als Burgmani 
und Vasall getreu und hold zu sein. Zeugen der Vogt von Hachen 
bürg, fr. Gerhart v. Gelre, fr. Henrich v. Wi sie, Herr Lam 
breht der Kirchherr von A spähe und fr. Manegold vo 
Seyne. Nuerburhc des negsten dagis na Jakobsdage 1263. Ged 
Lacomblet, Ukb. 4,805. 190 

1263 aug. 14. Rheingraf (Ringravius) Wernher giebt zu CreuJ 
nach seinem Burgmann, dem Ritter Bertold v. Bleiniche, dij 
Fischerei abwärts des Naheflusses vor der Stadt Grucenache vol 
Monowe bis zum Dorfe Munster, welche Heinrich, der vei 
storbene Bruder Bertold 's, besessen hatte, zu erblichem Burglchei 
In Grucenache 1263 vigil. assumpt. Marie. Kindl. und Schott'scl 
Gopie in Münster und Miltenberg. 190j 

1263 aug. 17. Gertrude die Wittwe des Ritters An sehn v. 
und ihre beiden Töchter Juttha und Beatrix vergleichen sich 
dem frier. Domcapitel wegen eines Fischsteigs und Weihers blf 
der Mühle zu Va, wozu der gen. Ritter domkapitularisches Lai 
genommen hatte, und verpflichten den jeweiligen Mühlenbesitz 
einen Jahrzins in Frucht, und bei der Ausfischung jedesmal 50 tric 
Soliden an's Domcapitel zu entrichten. 1263 fer. 6 post assumj 
Marie. Orig. in Coblenz. 190 



k 



1263. Mittclrliein. Regesten. 1908—12. 427 

1263 aug. 25. Mathys der Schenke v. Are und der Burggraf 
Diederich v. Rinegge sind in Cöln Bürgen, sowie die kölnischen 
Domherren Winrich v. Wintre, Albreht und Johann v. Ren- 
nlnberg Mltbesiegler der Einigung